Vertraulichkeitserklärung für Beta Tester

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FreiVertraulichkeitserklärung für Beta Tester

Auf einen Blick

Was es ist
Diese Vertraulichkeitserklärung ist ein rechtsverbindliches Dokument, das Ihr Unternehmen und Beta Tester unterzeichnen, um Ihre Software und geschäftlichen Geheimnisse während der Testphase zu schützen. Die Vorlage ist als bearbeitbare Word-Datei verfügbar und kann online oder als PDF exportiert werden. Sie regelt klar, welche Informationen vertraulich sind und wie sie behandelt werden müssen.
Wann Sie es brauchen
Sie benötigen diese Vorlage, wenn Sie Software oder ein digitales Produkt von externen Testern evaluieren lassen möchten, bevor Sie es auf den Markt bringen. Sie schützt Ihr geistiges Eigentum und verhindert, dass vertrauliche Informationen, Code oder Designdetails an Dritte gelangen. Die Vereinbarung definiert auch die gegenseitigen Verpflichtungen und die Dauer der Testphase.
Was enthalten ist
Das Dokument enthält Definitionen der Parteien, die Verpflichtungen des Unternehmens (Bereitstellung von Software und Dokumentation, mögl. Entschädigung), die Verpflichtungen des Testers (Durchführung von Tests, Datenschutz, Rückgabe), Regelungen zu Betriebsgeheimnissen, Sicherheitsvorkehrungen, Vertraulichkeitsklauseln sowie Dauer und Ende der Vereinbarung.

Was ist eine Vertraulichkeitserklärung für Beta Tester?

Eine Vertraulichkeitserklärung für Beta Tester ist ein rechtsverbindliches Dokument, das Ihr Unternehmen und externe Tester unterzeichnen, um Ihre unvollendete Software und ihre Geheimnisse während der Testphase zu schützen. Die Vorlage definiert klar, dass die Software ein wertvolles Betriebsgeheimnis ist, das der Tester nicht an Dritte offenbaren, kopieren oder dekompilieren darf. Das Dokument regelt auch die gegenseitigen Verpflichtungen: Das Unternehmen stellt die Software und Dokumentation bereit; der Tester führt Tests durch und berichtet Ergebnisse. Sie können die Vorlage kostenlos als bearbeitbare Word-Datei herunterladen, online anpassen und als PDF exportieren.

Warum Sie dieses Dokument brauchen

Ohne eine Vertraulichkeitserklärung besteht das Risiko, dass Beta Tester Ihre Software, Ihren Code oder Ihre Geschäftslogik an Konkurrenten weitergeben, in sozialen Medien posten oder für ihre eigenen Produkte verwenden — bevor Sie sie veröffentlichen. Dies kann Ihren Wettbewerbsvorteil zerstören und Jahre der Entwicklung gefährden. Eine unterzeichnete Vereinbarung zeigt dem Tester, dass Sie den Schutz Ihrer Geheimnisse ernst nehmen, und gibt Ihnen eine Rechtsgrundlage, um bei Verletzungen Schadensersatz zu fordern oder einstweilige Verfügungen gegen weitere Lecks zu beantragen. Besonders bei öffentlichen oder größeren Beta-Gruppen ist diese Vereinbarung unerlässlich: Sie dokumentiert, dass der Tester bewusst zugestimmt hat, geheim zu halten, und schafft klare Grenzen für Sicherheitsvorkehrungen und Datenschutz. In regulierten Branchen (Fintech, Medtech, KI) ist eine solche Vereinbarung oft auch eine Compliance-Anforderung.

Welche Variante passt zu Ihrer Situation?

Wenn Ihre Situation ist…Diese Vorlage verwenden
Für interne und externe Beta Tester mit einzelnen VerträgenStandard-Vertraulichkeitserklärung für Beta Tester
Für kleinere Testgruppen oder weniger komplexe SoftwareVereinfachte NDA für Software
Wenn Tester Feedback oder Verbesserungsvorschläge einbringenErweiterte Geheimhaltungsvereinbarung mit IP-Regelungen
Für Gruppen von Testern mit unterschiedlichen RollenMehrparteien-Beta-Test-Vereinbarung
Wenn Tester bezahlt werden oder Lizenzen erhaltenBeta-Test-Vertrag mit Kompensation

Häufige Fehler vermeiden

❌ Ungenaue Benennung der Software

Warum es wichtig ist: Im Streitfall kann unklar sein, welche Version oder welche Komponenten unter Schutz stehen.

Fix: Nennen Sie die Software mit Versionsnummer oder Codenamen (z. B. 'CloudSync 2.0 Beta Build 47').

❌ Keine Unterschrift auf dem Dokument

Warum es wichtig ist: Eine unsignierte Vereinbarung ist im Streitfall schwer durchsetzbar und wird von Gerichten möglicherweise nicht anerkannt.

Fix: Lassen Sie beide Parteien das Dokument unterschreiben und datieren, idealerweise in Gegenwart beider Parteien.

❌ Zu breite Ausnahmen für 'interne Mitarbeiter'

Warum es wichtig ist: Der Tester könnte die Software an alle seine Mitarbeiter zeigen, ohne dass dies Vertragsbruch wäre.

Fix: Begrenzen Sie die Ausnahme auf Mitarbeiter, die direkt am Test beteiligt sind, und verlangen Sie von diesen auch Vertraulichkeit.

❌ Fehlende oder unklar definierte Test-Endphase

Warum es wichtig ist: Der Tester behält möglicherweise Zugriff auf die Software über die Testphase hinaus oder gibt sie nicht zurück.

Fix: Legen Sie klar fest, wann der Test endet und dass die Software dann zurückzugeben ist oder gelöscht werden muss.

❌ Keine Regelung der Wartungsarbeiten

Warum es wichtig ist: Das Unternehmen kann nicht auf Fehler oder Sicherheitslücken reagieren oder neuen Code pushen.

Fix: Vereinbaren Sie klare Zeiten und Verfahren für Wartungszugriff des Unternehmens.

❌ Vage Sicherheitsanforderungen

Warum es wichtig ist: Der Tester nimmt möglicherweise keine angemessenen Maßnahmen, um die Software zu schützen.

Fix: Nennen Sie konkrete Maßnahmen wie 'Kennwortschutz', 'physische Lagerung in verschlossenem Schrank' oder 'Nutzung von VPN'.

Die 9 wichtigsten Klauseln, erklärt

Parteien und Datum

In einfacher Sprache: Benennung des Unternehmens (Softwareentwickler), des Testers und des Vertragsstartdatums.

Beispielformulierung
Diese Geheimhaltungsvereinbarung wird geschlossen ab [DATUM] ZWISCHEN: [NAME IHRES UNTERNEHMENS] (das "Unternehmen") UND: [NAME DES BETA TESTERS] (der "Tester").

Häufiger Fehler: Unklare Namensgebung oder fehlende Adressen machen die Vereinbarung im Streitfall schwer durchsetzbar.

Zweck und Präambel

In einfacher Sprache: Beschreibung, was der Tester tun wird (Software testen, Feedback geben) und dass die Vereinbarung dies regelt.

Beispielformulierung
Der Tester stimmt zu, ein Software Programm bekannt als [NENNEN ODER BESCHREIBEN SIE DIE SOFTWARE] zu testen und das Unternehmen über die Testergebnisse auf dem laufenden zu halten.

Häufiger Fehler: Zu vage oder zu breite Zweckbeschreibung führt zu Missverständnissen über den Umfang der Testphase.

Verpflichtungen des Unternehmens

In einfacher Sprache: Das Unternehmen stellt dem Tester die Software, Dokumentation und ggf. Entschädigung zur Verfügung.

Beispielformulierung
Das Unternehmen muss dem Tester eine Kopie der Software sowie jeglicher notwendiger Dokumentation zur Verfügung stellen. Nach zufrieden stellender Beendigung des Tests muss das Unternehmen den Tester mit einer kostenlosen Kopie versorgen [ODER ANDERE KOMPENSATION].

Häufiger Fehler: Fehlende klare Definition der Entschädigung führt zu Streitigkeiten über Leistungen nach dem Test.

Verpflichtungen des Testers

In einfacher Sprache: Der Tester testet die Software unter normalen Bedingungen, sammelt Daten und gewährt Zugang für Wartungsarbeiten.

Beispielformulierung
Der Tester muss die Software während der Testphase unter normalerweise erwarteten Nutzungsbedingungen testen und Testdaten sammeln und über diese berichten.

Häufiger Fehler: Unklare Test-Anforderungen führen dazu, dass der Tester nicht die gewünschten Ergebnisse liefert.

Betriebsgeheimnis-Status

In einfacher Sprache: Die Software wird als vertrauliches Betriebsgeheimnis des Unternehmens definiert und darf nicht offengelegt werden.

Beispielformulierung
Der Tester erkennt an, dass die Software Eigentum und ein wertvolles Betriebsgeheimnis des Unternehmens ist und nur für den hier vereinbarten Zweck anvertraut wurde.

Häufiger Fehler: Fehlendes klares Bekenntnis zum Geheimnis-Status schwächt den rechtlichen Schutz erheblich.

Vertraulichkeitsklauseln

In einfacher Sprache: Der Tester darf keine Informationen über die Software, deren Design oder den Test an Dritte weitergeben, kopieren oder dekompilieren.

Beispielformulierung
Der Tester stimmt zu, nicht ohne schriftliche Zustimmung: Irgendeine Information über die Software, ihr Design oder Leistungsspezifikationen gegenüber irgendjemandem außer den Angestellten des Testers zu veröffentlichen; oder Irgendeinen Teil der Software zu kopieren, zu dekompilieren oder auseinander zu nehmen.

Häufiger Fehler: Zu breite Ausnahmen (z. B. für interne Mitarbeiter ohne Beschränkung) ermöglichen unbeabsichtigte Lecks.

Sicherheitsvorkehrungen

In einfacher Sprache: Der Tester muss physische und organisatorische Maßnahmen ergreifen, um die Software vor unbefugtem Zugriff zu schützen.

Beispielformulierung
Der Tester muss angemessene Sicherheitsvorkehrungen treffen, um die Software vor nicht autorisierten Individuen zu schützen. Das schließt ein, alle Kopien der Software in einem Schreibtisch oder Aktenschrank zu verschließen, wenn sie nicht in Betrieb sind.

Häufiger Fehler: Vage Sicherheitsanforderungen lassen zu, dass der Tester keine konkreten Maßnahmen ergreift.

Dauer der Vereinbarung

In einfacher Sprache: Die Vereinbarung regelt, wann die Testphase beginnt und endet, sowie wann die Vertraulichkeitspflicht endet.

Beispielformulierung
Die Testphase soll vom [DATUM DES TEST-BEGINNS] bis zum [DATUM DES TEST-ENDES] dauern. Diese Vereinbarung soll mit dem Ende der Testphase enden oder wenn das Unternehmen den Tester bittet, die Software zurückzugeben.

Häufiger Fehler: Fehlende oder unklare Enddatum führt zu Unklarheit, wann die Geheimhaltungspflicht endet.

Zugriff während der Wartung

In einfacher Sprache: Das Unternehmen hat das Recht, während normaler Arbeitsstunden auf die Software zuzugreifen, um Untersuchungen, Änderungen und Wartung durchzuführen.

Beispielformulierung
Der Tester muss dem Unternehmen Zugang zu der Software während der normalen Arbeitsstunden für Untersuchungen, Veränderungen und Wartungsarbeiten gewähren.

Häufiger Fehler: Keine Regelung des Wartungszugriffs kann zu Sicherheitslücken oder Daten-Verlust führen.

So füllen Sie sie aus

  1. 1

    Gültigkeitsdatum eintragen

    Geben Sie das Datum ein, an dem die Vereinbarung in Kraft tritt (üblicherweise der Tag der Unterzeichnung oder der Tag der Softwareübergabe).

    💡 Verwenden Sie das Format DD.MM.YYYY für deutschsprachige Märkte.

  2. 2

    Unternehmens- und Tester-Informationen eintragen

    Füllen Sie den Namen, die Organisationsform (GmbH, AG, etc.), den Bundesland/Staat und die vollständige Adresse des Unternehmens sowie des Testers ein.

    💡 Überprüfen Sie die Rechtsform im Handelsregister, um korrekte Angaben zu machen.

  3. 3

    Software-Beschreibung präzisieren

    Benennen Sie die Software oder das Produkt, das getestet wird, z. B. 'CloudSync 2.0 Beta' oder 'Mobile-App Version 1.5'.

    💡 Je präziser die Beschreibung, desto klarer der Schutzumfang.

  4. 4

    Testphase-Daten eintragen

    Definieren Sie das Start- und Enddatum der Testphase, z. B. '01.06.2026' bis '31.08.2026'.

    💡 Geben Sie ein realistisches Zeitfenster an; kürzere Tests (2–4 Wochen) sind üblich für fokussierte Feedback-Sammlung.

  5. 5

    Kompensations- oder Lizenzmodell wählen

    Entscheiden Sie, ob der Tester nach Test-Ende eine kostenlose Lizenz erhält, bezahlt wird oder einen anderen Vorteil bekommt. Ersetzen Sie [ODER FÜHREN SIE EINE ANDERE FORM DER KOMPENSATION AUS] entsprechend.

    💡 Kostenlose Lizenzen sind üblich; bei professionellen Testern können Sie auch Honorare oder Early-Bird-Rabatte anbieten.

  6. 6

    Sicherheitsvorkehrungen konkretisieren

    Ergänzen Sie spezifische Anforderungen wie VPN-Nutzung, Zwei-Faktor-Authentifizierung oder Verschlüsselung, falls relevant.

    💡 Passen Sie die Anforderungen an die Sensibilität Ihrer Software an.

  7. 7

    Unterzeichnung vorbereiten

    Drucken Sie das Dokument aus und lassen Sie es vom Leiter des Unternehmens und vom Tester unterzeichnen und datieren.

    💡 Bewahren Sie unterschriebene Kopien für beide Parteien auf.

Häufig gestellte Fragen

Muss ich die Vertraulichkeitserklärung notariell beglaubigen lassen?

In Deutschland ist eine notarielle Beglaubigung nicht erforderlich. Eine unterzeichnete Vereinbarung ist rechtsgültig. Allerdings empfiehlt es sich, beide unterzeichneten Versionen aufzubewahren und ggf. vor Zeugen zu unterzeichnen, um im Streitfall nachzuweisen, dass beide Parteien zustimmten. In Österreich und der Schweiz gelten ähnliche Regeln; erkundigen Sie sich gegebenenfalls bei einem lokalen Anwalt.

Kann ich die Vertraulichkeitserklärung auch digital unterzeichnen?

Ja, digitale Signaturen sind in Deutschland und Europa rechtlich gültig, wenn sie den Standards der eIDAS-Verordnung entsprechen (qualifizierte elektronische Signatur). Sie können Tools wie Adobe Sign, DocuSign oder ähnliche verwenden. Einfache digitale Unterschriften (z. B. per E-Mail mit 'Vorsitzender' geschrieben) haben weniger Beweiskraft, sind aber oft ausreichend für interne Tests. Bewahren Sie alle Dokumente mit Datums- und Zeitstempel auf.

Was passiert, wenn der Tester die Vereinbarung bricht und die Software offenbart?

Sie können den Tester auf Schadensersatz verklagen und einstweilige Verfügungen beantragen, um weitere Offenlegungen zu stoppen. Die Erfolgsaussichten hängen davon ab, ob die Vereinbarung klar ist und der Tester Zugriff auf die Software hatte. Empfehlung: konsultieren Sie einen Anwalt, bevor Sie rechtliche Schritte einleiten. Dokumentieren Sie die Verletzung mit Screenshots, E-Mails und Datums- und Zeitangaben.

Wie lange sollte die Testphase dauern?

Das hängt von der Komplexität der Software ab. Kurze Tests dauern 1–2 Wochen, mittlere Tests 4–8 Wochen, längere Tests bis zu 12 Wochen. Geben Sie einen realistischen Zeitrahmen an, damit der Tester Feedback geben kann und das Unternehmen die Ergebnisse auswerten kann. Zu kurze Phasen führen zu unvollständigem Feedback; zu lange Phasen binden Ressourcen unnötig.

Muss ich dem Tester eine kostenlose Lizenz geben?

Nein, das ist optional. Die Vorlage schlägt eine kostenlose Lizenz vor, aber Sie können auch Alternativen wie Rabatte, Honorare oder einfach nur 'Danke' anbieten. Halten Sie Ihre Entscheidung jedoch klar fest, damit der Tester weiß, was er bekommt. Dies kann ein Anreiz sein, die beste Qualität von Feedback zu erhalten.

Kann ich die Vereinbarung auch für mehrere Tester gleichzeitig nutzen?

Ja, Sie können sie für jeden Tester einzeln anpassen und unterzeichnen, oder Sie erstellen eine Gruppen-Vereinbarung mit mehreren Testern. Für größere Beta-Gruppen ist eine einzige Master-Vereinbarung mit allen Testern praktischer als mehrere Einzelverträge. Stellen Sie sicher, dass alle Tester klar verstehen, dass auch sie Schweigen bewahren müssen.

In welchen Jurisdiktionen ist diese Vorlage gültig?

Die Vorlage ist für Deutschland, Österreich und die Schweiz konzipiert. In Deutschland regelt das BGB (Bürgerliches Gesetzbuch) Verträge; in Österreich das ABGB und in der Schweiz das ZGB. Die Vorlage ist neutral genug, um in allen DACH-Ländern zu funktionieren. Für komplexe oder grenzüberschreitende Tests empfiehlt sich eine lokale rechtliche Überprüfung.

Was ist der Unterschied zwischen dieser Vereinbarung und einem NDA?

Diese Vereinbarung ist ein spezialisiertes NDA (Non-Disclosure Agreement) für Beta Tester. Ein generisches NDA ist breiter und kann für verschiedene Kontexte (Geschäftsgespräche, Verhandlungen, etc.) verwendet werden. Diese Vorlage fokussiert spezifisch auf Softwaretest und enthält Klauseln zu Test-Verpflichtungen, Sicherheit und Wartungszugang, die für Beta-Tests wichtig sind.

Im Vergleich zu Alternativen

vs Allgemeines NDA (Non-Disclosure Agreement)

Ein allgemeines NDA regelt Geheimhaltung in breiten Kontexten (z. B. Geschäftsgespräche, Verhandlungen). Diese Vorlage ist spezifisch für Beta-Tests und enthält Test-spezifische Klauseln zu Datensammlung, Sicherheitsvorkehrungen, Wartungszugriff und Kompensation. Verwenden Sie diese Vorlage, wenn Sie eine spezifische Software testen lassen; verwenden Sie ein generisches NDA, wenn Sie Gespräche mit potenziellen Partnern führen und nur Grundinformationen teilen.

vs Lizenzvereinbarung (EULA/Terms of Service)

Eine Lizenzvereinbarung regelt, wie ein Nutzer die Software verwenden darf (z. B. Verwendungszweck, Kopierverbot, Haftungsausschluss). Diese Vorlage konzentriert sich auf Geheimhaltung und Test-Verpflichtungen. Sie können eine Lizenzvereinbarung und diese Vorlage kombinieren: Die Vorlage schützt vor Leak; die Lizenzvereinbarung schützt vor Missbrauch. Für Beta-Tests wird diese Vorlage häufig verwendet.

vs Service-Level-Agreement (SLA)

Ein SLA legt fest, welche Leistung das Unternehmen garantiert (z. B. Verfügbarkeit, Response-Zeit). Diese Vorlage legt fest, welche Verpflichtungen der Tester hat (z. B. Tests durchführen, Daten sammeln, Geheimnis bewahren). Sie adressieren unterschiedliche Fragen: SLA für Leistung, NDA für Schutz. Verwenden Sie diese Vorlage zusammen mit einem SLA, wenn Sie Leistungsgarantien und Geheimhaltung regeln möchten.

vs Arbeitsvertrag oder Kontraktor-Vereinbarung

Ein Arbeitsvertrag regelt eine langfristige Anstellung oder ein Auftragsarbeit-Verhältnis. Diese Vorlage ist kurzfristig (oft Wochen bis Monate) und fokussiert auf ein spezifisches Ziel (Test durchführen, Feedback geben). Verwenden Sie diese Vorlage für einzelne Tests; verwenden Sie einen Arbeitsvertrag, wenn der Tester ein Langzeit-Berater oder Angestellter wird.

Branchenspezifische Hinweise

Softwareentwicklung & SaaS

Schutz von Quellcode, Algorithmen und Produktionsfeatures vor Leak während der Beta-Phase.

Mobile App Development

Sicherung von App-Logik und UI-Design vor Nachahmung durch Konkurrenten während öffentlicher Beta-Tests.

E-Commerce & Fintech

Schutz von Zahlungsmodulen, Benutzer-Schnittstellen und Geschäftslogik bei Test durch externe Nutzer.

Spieleentwicklung & Gaming

Geheimhaltung von Gameplayinnovationen, Assets und Story-Details vor Early Access und Leak-Risiken.

Medizin & HealthTech

Einhaltung von Datenschutz- und Sicherheitsanforderungen (z. B. GDPR, HIPAA-ähnlich) bei klinischen Beta-Tests.

KI & Machine Learning

Schutz von Trainings-Daten, Modellen und proprietären Algorithmen bei akademischen oder kommerziellen Tests.

Hinweise zur Rechtsprechung

In Deutschland regelt das BGB (insbesondere §§ 241–306) Vereinbarungen über Geheimhaltung. Betriebsgeheimnisse sind zusätzlich durch § 17 Abs. 2 Nr. 3 StGB (Diebstahl von Geschäftsgeheimnissen) und das GeschGehG (Geschäftsgeheimnis-Gesetz) geschützt. Diese Vorlage ist für deutsche Unternehmen und Tester konzipiert.

In Österreich regeln das ABGB und das Unternehmensgesetzbuch (UGB) Verträge. Der Schutz von Betriebsgeheimnissen folgt ähnlichen Regeln wie in Deutschland. Die Vorlage ist auch in Österreich gültig; überprüfen Sie bei Bedarf lokale Anforderungen.

In der Schweiz regelt das Schweizer Zivilgesetzbuch (ZGB) Verträge. Betriebsgeheimnisse unterliegen dem Strafgesetzbuch (StGB Art. 273 ff.). Die Vorlage ist auch in der Schweiz anwendbar, kann aber an Schweizer Gepflogenheiten angepasst werden.

Vorlage oder Profi — was passt?

WegAm besten fürKostenZeit
Vorlage verwendenKleinere Beta-Tests (1–5 Tester), wenig komplexe Software, klare Test-Vorgaben, niedriges Budget.€0 (Vorlage) + Druck/Unterschrift30–60 Minuten für Anpassung und Unterzeichnung
Vorlage + Profi-PrüfungMittlere Beta-Gruppen, wichtige oder komplexe Software, große Mengen an Testdaten, Bedarf an zusätzlichen Klauseln (IP-Rechte, Haftung).€0–200 (Vorlage) + €500–1500 (anwaltliche Prüfung)1–2 Wochen (Anwalts-Turnaround)
MaßgeschneidertGroße Beta-Programme (50+ Tester), hochsensible Software (Fintech, Medtech, KI), grenzüberschreitende Tests, regulierte Industrien.€2000–5000 (maßgeschneiderter Vertrag)2–4 Wochen (Anwalts-Entwurf, Verhandlung, Finalisierung)

Glossar

Betriebsgeheimnis
Vertrauliche Informationen wie Code, Designs oder Geschäftsinformationen, die dem Unternehmen einen wirtschaftlichen Vorteil bieten.
Beta Test
Tesphase eines Software-Produkts durch externe Nutzer vor dem offiziellen Launch.
Geheimhaltungsvereinbarung (NDA)
Rechtlich bindendes Dokument, das regelt, wie vertrauliche Informationen behandelt werden dürfen.
Dekompilieren
Prozess, bei dem Programmcode aus einer ausführbaren Datei zurück in Quellcode umgewandelt wird.
Testdaten
Informationen, die der Tester während der Testphase sammelt und an das Unternehmen berichtet.
Produktionsversion
Endgültige, marktreife Version einer Software, die nach erfolgreichem Test veröffentlicht wird.
Betriebsstunden
Normales Zeitfenster (z. B. 9–17 Uhr), während dessen das Unternehmen Zugriff auf die Test-Umgebung hat.
Vertrauliche Information
Alle Daten, Code, Dokumentation oder Erkenntnisse, die zur Software gehören und nicht öffentlich bekannt sind.
Sicherheitsvorkehrungen
Maßnahmen wie Verschlüsselung, Zugriffsbeschränkungen und physische Sicherheit zum Schutz von Geheimnissen.

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