Vereinbarung über den Verkauf von Aktien

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FreiVereinbarung über den Verkauf von Aktien

Auf einen Blick

Was es ist
Eine Vereinbarung über den Verkauf von Aktien ist ein rechtsverbindlicher Vertrag zwischen einem Verkäufer und einem Käufer für die Übertragung von Unternehmensanteilen. Diese Vorlage ist ein kostenloser Word-Download, der alle wesentlichen Bestimmungen für eine sichere Aktientransaktion enthält und vollständig editierbar ist.
Wann Sie es brauchen
Sie benötigen diese Vorlage, wenn Sie Aktien eines Unternehmens kaufen oder verkaufen möchten. Sie dient auch bei Gesellschafterwechseln, Kapitalveränderungen oder teilweisem Unternehmensverkauf. Sie schützt beide Parteien durch klare Regelungen zu Kaufpreis, Zahlung und gegenseitigen Zusicherungen.
Was enthalten ist
Die Vorlage enthält Regelungen zu den verkauften Aktien und dem Kaufpreis, Zahlungsbedingungen, Voraussetzungen für den Aktienkauf, sowie Erklärungen und Garantien des Verkäufers bezüglich Gründung des Unternehmens, Gültigkeit der Aktien und Abwesenheit von Konflikten mit bestehenden Vereinbarungen.

Was ist eine Vereinbarung über den Verkauf von Aktien?

Eine Vereinbarung über den Verkauf von Aktien ist ein rechtsverbindlicher Vertrag zwischen einem Verkäufer und einem Käufer für die Übertragung von Unternehmensanteilen (Aktien). Sie regelt alle wesentlichen Bedingungen der Transaktion: welche Aktien verkauft werden, zu welchem Preis, wann und wie bezahlt wird, sowie welche Zusicherungen und Garantien der Verkäufer gibt. Diese Vorlage ist ein kostenloser Word-Download, vollständig editierbar und kann offline oder online bearbeitet werden. Sie enthält alle wichtigen Klauseln für eine sichere und rechtsmäßige Aktienbörse zwischen Privatpersonen oder Unternehmen.

Warum Sie dieses Dokument brauchen

Ohne eine schriftliche Vereinbarung über den Aktienverkauf entstehen schwerwiegende rechtliche Risiken für beide Parteien. Der Verkäufer läuft Gefahr, den Kaufpreis nicht zu erhalten oder dass der Käufer später Mängel reklamiert und Schadensersatz fordert. Der Käufer könnte nach Zahlung feststellen, dass die Aktien belastet, nicht vollständig bezahlt oder durch Drittansprüche gefährdet sind. Eine klare, schriftliche Vereinbarung dokumentiert die gegenseitigen Pflichten, schützt vor Missverständnissen und schafft Beweis vor Gericht, falls es zu Streitigkeiten kommt. Sie stellt außerdem sicher, dass behördliche Genehmigungen korrekt eingeleitet werden und dass beide Parteien die Steuern und rechtlichen Konsequenzen richtig verstehen und handhaben.

Welche Variante passt zu Ihrer Situation?

Wenn Ihre Situation ist…Diese Vorlage verwenden
Unternehmen mit wenigen Aktionären, unkomplizierte Transaktion, keine speziellen BedingungenEinfache Aktienverkaufsvereinbarung
Transaktion abhängig von behördlichen Genehmigungen oder AktionärsbeschlüssenVereinbarung mit Bedingungen und Vorbehalt
Größere Transaktionen, bei denen Käufer umfassende Zusicherungen fordertVereinbarung mit erweiterten Garantien
Sicherung des Kaufpreises bis Erfüllung aller BedingungenVereinbarung mit Escrow-Klausel
Verkauf von Minderheitsanteilen ohne KontrolltransferVereinbarung für Minderheitsaktienverkauf

Häufige Fehler vermeiden

❌ Aktienanzahl oder -art nicht klar spezifizieren

Warum es wichtig ist: Der Käufer erhält möglicherweise weniger oder andere Aktien als vereinbart, was zu Rechtsstreitigkeiten und Schadensersatzforderungen führt.

Fix: Geben Sie die genaue Aktienzahl, Gattung und ISIN an und beziehen Sie sich auf das Aktienzertifikat oder das Aktienbuch.

❌ Zahlungsbedingungen zu vage formulieren

Warum es wichtig ist: Unklarheiten über Zahlungsart, Termin oder Ort führen zu Zahlungsverzögerungen und möglichen Vertragsauflösungen.

Fix: Legen Sie Zahlungsart, Kontonummer, Zahlungstermin und evtl. Verzugszinsen schriftlich fest.

❌ Behördliche Genehmigungen nicht berücksichtigen

Warum es wichtig ist: Ist eine Genehmigung erforderlich und wird nicht rechtzeitig eingeholt, kann der Vertrag scheitern und eine Partei sitzenbleiben.

Fix: Prüfen Sie vorab, welche Behörden beteiligt sind (Kartellamt, Finanzamt, etc.) und bauen Sie Genehmigungsvorbehalte ein.

❌ Verkäufergarantien zu schwach oder zu allgemein halten

Warum es wichtig ist: Der Käufer hat keine Rechtsgrundlage, um Mängel oder Falschdarstellungen nach Abschluss geltend zu machen.

Fix: Fordern Sie spezifische Zusicherungen ein (Gültigkeit Aktien, Eigentumsfreiheit, Schuldenfreiheit, keine Pfandrechte).

❌ Haftungsausschlüsse oder Haftungsgrenzen nicht regeln

Warum es wichtig ist: Der Verkäufer kann unbegrenzt in Haftung genommen werden, auch für geringfügige Mängel oder solche, die der Käufer selbst hätte entdecken können.

Fix: Setzen Sie Haftungsgrenzen fest (z.B. Höchstbetrag oder Prozentsatz des Kaufpreises) und Fristen für Schadensersatzansprüche (12–24 Monate).

❌ Verstoß gegen Stille oder Nebenabsprachen nicht dokumentieren

Warum es wichtig ist: Mündliche Zusicherungen oder Neben­absprachen sind später schwer zu beweisen und können vor Gericht nicht berücksichtigt werden.

Fix: Halten Sie alle Vereinbarungen, auch Vereinbarungen zur Reparatur von Mängeln oder Vorbehalte, schriftlich fest oder lassen Sie sie notariell beglaubigen.

Die 8 wichtigsten Klauseln, erklärt

Verkaufte Aktien und Kaufpreis

In einfacher Sprache: Der Verkäufer überträgt eine genau festgelegte Anzahl von Aktien an den Käufer, der einen marktgerechten Gesamtkaufpreis zahlt.

Beispielformulierung
Der Verkäufer verkauft [NUMMER] Stammaktien an den Käufer, welcher die Zertifikate erhält und einen Kaufpreis von [BETRAG] in bar zahlt. Die Parteien bestätigen, dass dieser Preis dem marktgerechten Wert entspricht.

Häufiger Fehler: Häufig wird der Kaufpreis unklar formuliert oder die genaue Aktienzahl vergessen, was zu Streitigkeiten führt.

Bezahlung des Kaufpreises

In einfacher Sprache: Der Käufer zahlt den vereinbarten Kaufpreis in voller Höhe, Zeitpunkt und Form werden klar geregelt.

Beispielformulierung
Der Käufer zahlt den Kaufpreis von [BETRAG] in bar am [DATUM] auf das Konto des Verkäufers [KONTONUMMER]. Der Kaufpreisausgleich gilt als Voraussetzung für die endgültige Aktieneigung des Käufers.

Häufiger Fehler: Zahlungsmodalitäten werden nicht präzise festgelegt, insbesondere der genaue Termin und die Zahlungsart, was zu Verzögerungen führt.

Bedingungen für den Kauf

In einfacher Sprache: Der Aktienverkauf ist an bestimmte Voraussetzungen geknüpft, etwa behördliche Genehmigung oder Zustimmung von Aktionären.

Beispielformulierung
Dieser Verkauf unterliegt dem Vorbehalt der Genehmigung durch [BEHÖRDE] und der Zustimmung der Aktionäre von [UNTERNEHMEN] auf der nächsten Hauptversammlung. Sollte eine dieser Bedingungen nicht erfüllt werden, ist diese Vereinbarung null und nichtig.

Häufiger Fehler: Bedingungen werden zu vage formuliert oder es ist unklar, wer die Verantwortung für deren Erfüllung trägt.

Erklärungen und Garantien des Verkäufers

In einfacher Sprache: Der Verkäufer versichert dem Käufer, dass das Unternehmen ordnungsgemäß gegründet ist, die Aktien gültig sind und keine Konflikte mit bestehenden Verpflichtungen bestehen.

Beispielformulierung
Der Verkäufer erklärt und garantiert, dass (a) das Unternehmen nach den Gesetzen von [BUNDESLAND] ordnungsgemäß gegründet und rechtsgültig besteht; (b) die Aktien ordnungsgemäß ausgegeben, in Umlauf und voll bezahlt sind; (c) der Verkauf nicht im Widerspruch zu Unternehmensstatuten oder anderen Vereinbarungen steht.

Häufiger Fehler: Garantien sind zu allgemein gehalten oder lassen wichtige Punkte aus, etwa die Gültigkeit der Aktienausgabe oder bestehende Pfandrechte.

Titel und Besitz

In einfacher Sprache: Der Verkäufer garantiert, dass er rechtmäßiger Eigentümer der Aktien ist und diese unbelastet und ohne Ansprüche Dritter überträgt.

Beispielformulierung
Der Verkäufer erklärt, dass er voller und ungehinderter Eigentümer der [NUMMER] Aktien ist, diese frei von Belastungen, Pfandrechten oder sonstigen Ansprüchen Dritter sind und keine Beschränkungen der Verfügbarkeit bestehen.

Häufiger Fehler: Nicht geprüft wird, ob die Aktien bereits Gegenstand eines Pfandrechts oder einer Beschlagnahme sind, was zu Rechtsunsicherheit führt.

Wesentliche Änderungen der Unternehmensverältnisse

In einfacher Sprache: Der Verkäufer sichert zu, dass sich die wesentlichen Verhältnisse des Unternehmens vom Vertragsabschluss bis Abschluss nicht nachteilig geändert haben.

Beispielformulierung
Der Verkäufer erklärt, dass es zwischen dem Datum dieser Vereinbarung und dem Abschluss keine wesentlichen nachteiligen Änderungen der Geschäfte, Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten des Unternehmens gegeben hat, die den Wert der Aktien erheblich beeinflussen.

Häufiger Fehler: Die Begriffe 'wesentlich' und 'nachteilig' werden nicht klar definiert, was zu Streit über Pflichtsverletzungen führt.

Vollmacht und Vertretungsbefugnis

In einfacher Sprache: Der Verkäufer versichert, dass er vollmächtig ist, diese Vereinbarung zu unterzeichnen und die Aktien zu verkaufen, und dass keine zusätzlichen Zustimmungen erforderlich sind.

Beispielformulierung
Der Verkäufer erklärt, dass er vollständig bevollmächtigt ist, diese Vereinbarung abzuschließen und auszuführen, und dass keine weiteren Zustimmungen des Aufsichtsrats, der Geschäftsleitung oder Dritter erforderlich sind.

Häufiger Fehler: Nicht überprüft wird, ob der Unterzeichner tatsächlich vollmächtig ist, besonders bei Gesellschaften mit mehreren Gesellschaftern oder besonderen Verfügungsbeschränkungen.

Haftungsausschluss für Nebenleistungen

In einfacher Sprache: Der Verkäufer schränkt die Haftung für Zusicherungen auf bestimmte Fälle ein und setzt Fristen für Schadensersatzforderungen.

Beispielformulierung
Die Haftung des Verkäufers für Verletzungen von Erklärungen und Garantien ist auf [BETRAG] begrenzt und muss innerhalb von [FRIST] nach Abschluss geltend gemacht werden. Ausnahmen sind Betrug, grobe Fahrlässigkeit und Verstöße gegen gesetzliche Haftungsregelungen.

Häufiger Fehler: Haftungsbeschränkungen fehlen oder sind viel zu großzügig, was den Verkäufer unkalkulierbaren Risiken aussetzt.

So füllen Sie sie aus

  1. 1

    Parteien korrekt identifizieren

    Tragen Sie Namen, Rechtsform, Gründungsort und vollständige Adresse von Verkäufer und Käufer ein. Bei natürlichen Personen: vollständiger Name und Privatadresse. Bei Unternehmen: Handelsnamen, Firmensitz und Registernummer.

    💡 Verwenden Sie die Daten aus Handelsregisterauszug oder Gründungsurkunde, um Fehler auszuschließen.

  2. 2

    Aktiendaten festlegen

    Geben Sie die genaue Anzahl und Art der zu verkaufenden Aktien an (z.B. Stammaktien, Vorzugsaktien). Beziehen Sie sich auf die Aktienzertifikate oder das Aktienbuch des Unternehmens.

    💡 Prüfen Sie, ob es mehrere Aktiengattungen gibt und ob alle verkauft oder nur einige übertragen werden.

  3. 3

    Kaufpreis und Zahlungsbedingungen vereinbaren

    Legen Sie den marktgerechten Preis pro Aktie fest und errechnen Sie den Gesamtkaufpreis. Bestimmen Sie Zahlungsart (Banküberweisung, Scheck), Zahlungstermin und evtl. Zahlungsplan.

    💡 Bei größeren Transaktionen kann ein Escrow-Konto sinnvoll sein, um das Geld bis zur endgültigen Eigentumsübergabe zu sichern.

  4. 4

    Bedingungen und Voraussetzungen klären

    Identifizieren Sie externe Genehmigungen, die erforderlich sind (Kartellbehörde, Finanzamt, Gesellschafterversammlung). Legen Sie fest, wer verantwortlich ist und welche Folgen bei Nichterfüllung gelten.

    💡 Informieren Sie sich vorab bei den zuständigen Behörden über Genehmigungserfordernis und Fristen.

  5. 5

    Erklärungen und Garantien anpassen

    Überprüfen Sie, welche Zusicherungen des Verkäufers für Ihre Transaktion relevant sind. Fügen Sie zusätzliche Punkte hinzu, falls notwendig (z.B. Schuldenfreiheit, keine Darlehensverbindlichkeiten).

    💡 Fordern Sie vom Verkäufer eine Due-Diligence-Prüfung oder eine Bestätigung durch seinen Anwalt an.

  6. 6

    Haftung und Fristen für Ansprüche regeln

    Setzen Sie Fristen für Schadensersatzforderungen (z.B. 12–24 Monate nach Abschluss) und begrenzen Sie die maximale Haftung auf einen Betrag oder Prozentsatz des Kaufpreises.

    💡 Berücksichtigen Sie Verjährungsfristen nach deutschem Recht (3 Jahre für Gewährleistungsansprüche).

  7. 7

    Unterzeichnung und Beglaubigung vorbereiten

    Drucken Sie die vollständig ausgefüllte Vereinbarung aus. Bestimmen Sie Ort und Datum der Unterzeichnung. Prüfen Sie, ob notarielle Beglaubigung erforderlich ist (meist nicht, aber empfohlen für größere Transaktionen).

    💡 Ein Notar beglaubigt die Unterschriften und erstellt Beweise für den Abschluss, falls später Streitigkeiten entstehen.

Häufig gestellte Fragen

Muss die Vereinbarung notariell beglaubigt werden?

In Deutschland ist eine notarielle Beglaubigung von Aktienverkaufsverträgen nicht zwingend erforderlich, es sei denn, die Satzung des Unternehmens verlangt es. Allerdings ist eine Beglaubigung durch einen Notar empfehlenswert, da sie Rechtssicherheit erhöht und als Beweis vor Gericht fungiert. Bei größeren Transaktionen ist eine anwaltliche oder notarielle Begleitung dringend anzuraten.

Welche Steuern fallen beim Aktienverkauf an?

Der Käufer und Verkäufer müssen mit verschiedenen Steuern rechnen: Gewerbesteuer (für regelmäßige Aktienkäufe), Kapitalertragsteuer (Abgeltungsteuer von 26,375 % auf Gewinn), sowie ggf. Umsatzsteuer (nicht bei Aktien). Der Verkäufer muss den Gewinn auch als Einkommen versteuern. Konsultieren Sie einen Steuerberater, um die Steuerfolgen zu klären.

Was ist 'marktgerechter Wert' und wie wird er ermittelt?

Der marktgerechte Wert ist der Preis, den ein unabhängiger Käufer für die Aktien zahlen würde. Er wird oft anhand von Ertragswertverfahren, Vergleichswertmethode oder Substanzwertmethode ermittelt. Bei kleineren Unternehmen einigen sich Käufer und Verkäufer häufig direkt auf einen Preis. Eine Bewertung durch einen neutralen Experten kann Sicherheit geben.

Wer trägt die Kosten für notarielle Beglaubigung und anwaltliche Beratung?

Das ist Verhandlungssache zwischen den Parteien. Oft einigen sich Käufer und Verkäufer darauf, die Kosten zu teilen oder dass jede Partei ihre Anwaltkosten trägt. Der Notar rechnet nach der Gebührenordnung für Notare (GNotKG) ab. Regeln Sie dies ausdrücklich in der Vereinbarung oder in einem separaten Kostenvertrag.

Was passiert, wenn der Käufer nicht zahlt?

Wenn der Käufer die Zahlung nicht leistet, kann der Verkäufer Schadensersatz fordern oder die Vereinbarung auflösen und die Aktien zurückfordern. In der Regel muss der Verkäufer zunächst eine Mahnung schreiben und Zahlungsfrist setzen. Bei Zahlungsverzug können Verzugszinsen anfallen. Im Extremfall kann der Verkäufer vor Gericht klagen. Regeln Sie Verzugszinsen ausdrücklich in der Vereinbarung.

Kann die Vereinbarung nach Unterzeichnung noch geändert werden?

Ja, aber nur mit schriftlicher Zustimmung beider Parteien. Mündliche Änderungen sind nicht wirksam. Änderungen sollten in einem Änderungsprotokoll oder einer ergänzenden Vereinbarung dokumentiert werden. Je nach Bedeutung der Änderung ist wiederum eine notarielle Beglaubigung ratsam. Größere Änderungen erfordern ggf. erneute Genehmigungen.

Was muss der Verkäufer dem Käufer nach Abschluss übergeben?

Der Verkäufer muss dem Käufer die Aktienzertifikate oder Anteile übergeben, auf denen sein Name als neuer Eigentümer eingetragen ist. Zudem muss der Verkäufer alle notwendigen Dokumente bereitstellen (Gründungsurkunde, Satzung, Beschlüsse der Hauptversammlung, Auszug aus dem Aktienregister). Im Idealfall wird dies in einer Übergabebestätigung dokumentiert.

Sind Nachzahlungen oder Preisanpassungen möglich?

Ja, aber nur wenn dies in der Vereinbarung ausdrücklich vorgesehen ist. Manche Verträge enthalten eine 'Kaufpreisanpassungsklausel', wonach der Preis nach Abschluss je nach tatsächlicher Unternehmenslage oder gedeckelten Schulden angepasst wird. Dies ist sinnvoll, wenn die endgültigen Zahlen erst nach dem Abschluss verfügbar sind. Solche Regelungen müssen klar und mathematisch berechenbar sein.

Muss eine Gewährleistung für die Gültigkeit der Aktien bestehen?

Ja, der Verkäufer sollte garantieren, dass die Aktien rechtmäßig ausgegeben sind, vollständig bezahlt und nicht belastet (frei von Pfandrechten oder Beschlagnahmen). Diese Garantie sollte schriftlich festgehalten werden. Die Gewährleistung gilt oft für 12–24 Monate nach Abschluss, danach verjährt sie. Setzen Sie eine klare Frist und ein Verfahren für die Geltendmachung fest.

Im Vergleich zu Alternativen

vs Gesellschaftervertrag

Ein Gesellschaftervertrag regelt die laufenden Rechte und Pflichten zwischen Gesellschaftern eines Unternehmens (Stimmrecht, Gewinnverteilung, Austritt). Eine Vereinbarung über den Verkauf von Aktien regelt dagegen eine einmalige Transaktion — den Kauf und Verkauf von Anteilen. Der Gesellschaftervertrag ist eine laufende Vereinbarung, der Aktienverkaufsvertrag ist eine abgeschlossene Transaktion.

vs Optionsvereinbarung

Eine Optionsvereinbarung gibt dem Käufer das Recht (nicht die Pflicht), Aktien später zu kaufen, meist zu einem vorab festgelegten Preis. Eine Aktienverkaufsvereinbarung ist ein verbindlicher Vertrag — beide Parteien sind zur Erfüllung verpflichtet. Die Optionsvereinbarung schafft Flexibilität, der Aktienverkauf ist eine bindende Transaktion.

vs Darlehensvertrag

Ein Darlehensvertrag regelt die Bereitstellung von Fremdkapital mit Rückzahlungs- und Zinspflicht. Ein Aktienverkaufsvertrag regelt die Übertragung von Eigenkapitalanteilen ohne Rückzahlungspflicht. Der Darlehensnehmer muss das Geld zurückgeben, der Aktieninhaber bleibt dauerhaft Eigentümer der erworbenen Anteile.

vs Stille Beteiligung

Eine stille Beteiligung ermöglicht einem Investor, Kapital einzubringen, ohne Gesellschafter zu werden oder öffentlich in Erscheinung zu treten. Ein Aktienverkaufsvertrag überträgt Eigentumsrechte an Aktien und macht den Käufer zum registrierten Gesellschafter. Die stille Beteiligung ist diskret, der Aktienverkauf ist offen und beurkundet.

Branchenspezifische Hinweise

Finanzdienstleistungen und Banking

Finanzunternehmen nutzen diese Vorlage für Aktienkäufe, Akquisitionen von Beteiligungen oder zur Regulierung von Kapitalverhältnissen bei Bankenfusionen.

Technologie und Software

Startup-Gründer und Tech-Investoren verwenden die Vorlage, um Anteile zu verkaufen oder zu erwerben, insbesondere bei Seed-Finanzierung, Serien-Finanzierung oder Exit-Szenarien.

Private Equity und Venture Capital

Private-Equity-Gesellschaften setzen die Vorlage für die Strukturierung von Aktienverkäufen, den Erwerb von Anteilen an Portfoliounternehmen oder bei Exit-Transaktionen ein.

Produktion und Handwerk

Handwerksbetriebe und kleine Produktionsunternehmen nutzen diese Vorlage bei Generationswechseln, Verkauf an Nachfolger oder Eintritt neuer Gesellschafter.

Handel und Einzelhandel

Einzelhandelsunternehmen und Handelsgruppen verwenden die Vorlage bei Akquisitionen von Konkurrenten, Verkauf von Filialen oder Umstrukturierung von Geschäftsbeteiligungen.

Gesundheitswesen und Pharmazie

Arztpraxen, Zahnkliniken und pharmazeutische Unternehmen setzen die Vorlage für die Regelung von Gesellschafteranteilen, Praxisverkäufe oder Fusionen ein.

Hinweise zur Rechtsprechung

Deutsche Aktienverkaufsverträge unterliegen dem BGB und dem AktG. Bei Aktiengesellschaften ist die Eintragung im Aktienregister erforderlich. Notarielle Beglaubigung ist optional, aber empfohlen. Kartellrechtliche Genehmigungen können erforderlich sein.

In Österreich gelten ähnliche Regeln wie in Deutschland, mit Bezug zum österreichischen Aktiengesetz. Die Eintragung im Aktienregister erfolgt durch die Gesellschaft. Notarielle Beglaubigung ist nicht zwingend, aber üblich bei größeren Transaktionen.

Vorlage oder Anwalt — was passt?

WegAm besten fürKostenZeit
Vorlage verwendenUnkomplizierte Transaktionen zwischen vertrauten Parteien, kleines Unternehmen, geringer Aktienkaufpreis (unter 50.000 EUR).0–100 EUR (nur Druckkosten).1–2 Tage für Ausfüllen und Unterzeichnung.
Vorlage + RechtsprüfungMittlere Transaktionen (50.000–500.000 EUR), externe Käufer oder Verkäufer, mehrere Aktiengattungen oder spezielle Bedingungen.500–1.500 EUR für anwaltliche Prüfung; ggf. Notargebühren (200–500 EUR).3–5 Tage für Prüfung und ggf. Anpassung durch Anwalt.
MaßgeschneidertGroße oder komplexe Transaktionen (über 500.000 EUR), internationale Käufer/Verkäufer, M&A-Szenarien, kartellrechtliche Bedenken, Multi-Tier-Strukturen.2.000–10.000+ EUR für vollständige Vertragsgestaltung und Verhandlung durch Anwalt.1–4 Wochen für Verhandlung, Prüfung und Finalisierung.

Glossar

Aktie
Ein Anteil am Grundkapital einer Aktiengesellschaft, verbrieft durch ein Aktienzertifikat und verbriefte Eigentumsrechte.
Aktionär
Die natürliche oder juristische Person, die Inhaber von Aktien eines Unternehmens ist.
Kaufpreis
Die Geldsumme, die der Käufer dem Verkäufer für die Übertragung der Aktien zahlt.
Marktgerechter Wert
Der angemessene, von beiden Parteien festgesetzte Preis für die Aktien, basierend auf Marktbedingungen und Unternehmenskennzahlen.
Übertragung
Die rechtliche Übergabe des Eigentums an Aktien vom Verkäufer auf den Käufer.
Zertifikat
Das rechtliche Dokument, das den Eigentumsnachweis an Aktien verbrieft und die wesentlichen Daten der Anteile enthält.
Genehmigung der Aktionäre
Die notwendige Zustimmung der Eigentümer der Unternehmensanteile zu wesentlichen Veränderungen wie Aktienverkäufen.
Behördliche Genehmigung
Die erforderliche Zustimmung von Regulierungs- oder Aufsichtsbehörden zu bestimmten Unternehmenstransaktionen.
Garantie
Eine verbindliche Zusicherung des Verkäufers, dass bestimmte Tatsachen oder Zustände beim Verkauf wahr sind und bestehen.
Erklärung
Eine verbindliche Versicherung des Verkäufers gegenüber dem Käufer bezüglich Tatsachen zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses.

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