Vereinbarung zur Registrierung eines Domain Namens

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FreiVereinbarung zur Registrierung eines Domain Namens

Auf einen Blick

Was es ist
Die Vereinbarung zur Registrierung eines Domain-Namens ist ein rechtlich bindendes Dokument zwischen einem Registrant (Dienstleister) und einem Klienten (Auftraggeber). Das Dokument regelt die Suche, Registrierung und Zahlung für eine Internet-Domain. Sie erhalten ein gebrauchsfertiges Word-Template zum kostenlosen Download, das Sie direkt anpassen und unterzeichnen können.
Wann Sie es brauchen
Sie benötigen diese Vereinbarung, wenn Sie als Dienstleister Domain-Namen im Auftrag von Kunden registrieren. Sie ist auch wichtig, wenn Sie als Unternehmen einen Dienstleister mit der Registrierung beauftragen und die Rechte, Gebühren und Abläufe klar regeln möchten. Das Dokument schützt beide Parteien vor Missverständnissen.
Was enthalten ist
Die Vorlage enthält Abschnitte zu Dienstleistungsbeschreibung, Zahlungsbedingungen, Rechteklarifikation und Verfügbarkeitsprozeduren. Sie definiert, wie der Registrant nach verfügbaren Namen sucht, wie der Klient seine Präferenzen mitteilt, welche Gebühren anfallen und wem letztlich die registrierte Domain gehört.

Was ist eine Vorlage für eine Vereinbarung zur Registrierung eines Domain-Namens?

Die Vereinbarung zur Registrierung eines Domain-Namens ist ein rechtlich bindendes Dokument zwischen zwei Parteien: dem Registrant (der Dienstleister, z. B. Web-Agentur oder IT-Unternehmer) und dem Klienten (der Auftraggeber). Das Dokument regelt, wie der Registrant im Namen des Klienten einen Domain-Namen sucht, registriert und verwaltet. Die Vereinbarung legt Gebühren, Zahlungsbedingungen, Abläufe bei Nicht-Verfügbarkeit und vor allem die Eigentumsrechte an der Domain fest. Sie erhalten die Vorlage als kostenlosen Word-Download, den Sie sofort auf Ihre Situation anpassen, unterzeichnen und als PDF exportieren können.

Warum Sie dieses Dokument brauchen

Ohne schriftliche Vereinbarung entstehen schnell Missverständnisse: Wem gehört die Domain? Wer bezahlt was? Was passiert, wenn der gewünschte Name nicht verfügbar ist? Diese Unklarheiten führen zu Zahlungsstreitigkeiten, verlorenem Vertrauen und im schlimmsten Fall zu rechtlichen Konflikten. Eine klare, unterzeichnete Vereinbarung schützt beide Parteien, indem sie Leistung, Kosten und Verantwortlichkeiten vor Arbeitsbeginn dokumentiert. Für Dienstleister reduziert sie das Risiko, dass Klienten die Bezahlung verweigern oder später Ansprüche geltend machen. Für Klienten garantiert sie, dass die Domain wirklich ihnen gehört und der Dienstleister kein heimliches Zugriffsrecht behält.

Welche Variante passt zu Ihrer Situation?

Wenn Ihre Situation ist…Diese Vorlage verwenden
Ein Klient beauftragt die Registrierung einer oder weniger Domains mit klaren Gebühren.Vereinbarung für einzelne Domain-Registrierung
Der Klient benötigt mehrere Domains und eine Staffelung von Gebühren ist sinnvoll.Vereinbarung für Mehrfach-Registrierungen
Neben Registrierung auch laufende Verwaltung, Renewal und Support sind Teil der Leistung.Vereinbarung mit Wartungs- und Verwaltungsclauseln
Die Domain soll später an den Klienten übertragen werden oder zwischen Parteien wechseln.Vereinbarung mit Domain-Übertrag
Eine Agentur registriert im Namen des Klienten und definiert klare Haftungsgrenzen.Vereinbarung für Agentur und End-Client
Der Registrant verwaltet die Domain treuhänderisch und gibt sie bei Kündigung frei.Vereinbarung mit Treuhandklausel

Häufige Fehler vermeiden

❌ Gebühren nicht klar trennen

Warum es wichtig ist: Wenn Service-Gebühr und Registrierungsgebühr vermischt werden, entstehen Zahlungsstreitigkeiten und Missverständnisse.

Fix: Definieren Sie beide Gebühren separat mit genauen Beträgen und erklären Sie, wofür jede Gebühr bestimmt ist.

❌ Zahlungsbedingung nicht festlegen

Warum es wichtig ist: Ohne klare Zahlungsbedingung (z. B. Vorauskasse) kann der Registrant unbegrenzt auf Zahlung warten oder Kosten vorstrecken.

Fix: Schreiben Sie explizit auf, dass alle Gebühren vor Dienstleistung fällig sind, oder vereinbaren Sie eine Anzahlung.

❌ Keine Obergrenze für Wiederholungsversuche

Warum es wichtig ist: Der Klient könnte endlose neue Domain-Namenslisten einreichen, was den Registranten in unbegrenzte Arbeit zwingt.

Fix: Begrenzen Sie die Anzahl der zulässigen Versuche (z. B. maximal 3 Listen) und nennen Sie zusätzliche Gebühren für weitere Versuche.

❌ Drittpartei-Haftung nicht ausgeschlossen

Warum es wichtig ist: Der Registrant kann später verklagt werden, wenn die Domain Markenrechte verletzt oder von Dritten beansprucht wird.

Fix: Fügen Sie eine Klausel ein, die klarstellt, dass der Registrant nicht für Drittpartei-Ansprüche haftet.

❌ Bevollmächtigung zu vage formulieren

Warum es wichtig ist: Der Klient könnte bestreiten, dass der Registrant die Befugnis hatte, im Namen des Klienten zu handeln, und die Registrierung anzufechten.

Fix: Schreiben Sie auf, dass der Registrant als Agent und Bevollmächtigter aller notwendigen Schritte berechtigt ist, einschließlich Unterschrift und Kontakt mit der Registrierungsstelle.

❌ Keine klare Regelung der Domain-Eigentumsrechte

Warum es wichtig ist: Wenn nicht eindeutig festgehalten wird, wem die Domain gehört, kann der Registrant später Kontrolle beanspruchen oder der Klient die Domain nicht frei nutzen.

Fix: Schreiben Sie auf, dass die Domain vollständig dem Klienten gehört und der Registrant keine Rechte daran hat, auch nicht zur Sicherheit für offene Zahlungen.

Die 11 wichtigsten Klauseln, erklärt

Vertragsparteien und Inkrafttreten

In einfacher Sprache: Definiert, wer die beiden Parteien sind (Registrant und Klient) und ab wann der Vertrag gültig ist.

Beispielformulierung
Diese Vereinbarung wird abgeschlossen und ist wirksam zum [DATUM] ZWISCHEN: [NAME IHRES UNTERNEHMENS] (der 'Registrant') [...] UND: [NAME DES KLIENTEN] (der 'Klient') [...].

Häufiger Fehler: Die Firmennamen oder Adressen nicht vollständig auszufüllen, was später zu Fragen über die Identität der Parteien führen kann.

Zu erbringende Dienstleistungen

In einfacher Sprache: Legt fest, dass der Registrant Domain-Namen sucht und im Auftrag des Klienten registriert.

Beispielformulierung
Der Registrant stimmt hiermit zu, eine Suche nach Domain-Namen durchzuführen und die Registrierung für den Klienten vorzunehmen. Der Klient liefert eine sortierte Liste von [NUMMER] gewünschten Domain-Namen innerhalb von [NUMMER] Werktagen.

Häufiger Fehler: Keine klare Frist für die Bereitstellung der Domain-Namensliste durch den Klienten zu definieren, was zu Verzögerungen führt.

Suchverfahren und Verfügbarkeitsprüfung

In einfacher Sprache: Beschreibt den Prozess, wie der Registrant die angeforderten Domain-Namen auf Verfügbarkeit prüft und welcher Name registriert wird.

Beispielformulierung
Nach Erhalt der Liste sucht der Registrant diese Namen auf deren Verfügbarkeit in der Reihenfolge der Präferenz des Kunden ab. Der Registrant sucht nach diesen gewünschten Namen, bis der erste derartige Namen als verfügbar angezeigt wird.

Häufiger Fehler: Nicht festzulegen, was passiert, wenn mehrere Namen verfügbar sind — der Klient könnte erwarten, dass alle registriert werden, der Registrant jedoch nur einen, was zu Konflikten führt.

Bevollmächtigung als Agent

In einfacher Sprache: Gibt dem Registrant die Genehmigung, als Vertreter des Klienten alle notwendigen Registrierungsschritte einzuleiten.

Beispielformulierung
Nach der Feststellung, dass der erste Name verfügbar ist, hat der Registrant die Ermächtigung als Agent und Bevollmächtigter des Klienten, alle notwendigen Schritte einzuleiten, um diesen Domain-Namen zu registrieren.

Häufiger Fehler: Die Bevollmächtigung zu vage zu formulieren, sodass unklar bleibt, welche konkreten Maßnahmen der Registrant durchführen darf.

Service-Gebühr und Registrierungsgebühren

In einfacher Sprache: Regelt, dass der Klient eine Service-Gebühr für die Suche und eine separate Gebühr für die eigentliche Registrierung zahlt.

Beispielformulierung
Als Vergütung stimmt der Klient zu, mit Abschluss dieser Vereinbarung einen Betrag in Höhe von [BETRAG] als Service-Gebühr für die Suche und die Registrierung zu zahlen. Zusätzlich zahlt der Kunde einen Betrag in Höhe von [BETRAG], um die Gebühren für die erstmalige Registrierung dieses Domain-Namens abzudecken.

Häufiger Fehler: Die beiden Gebührenarten nicht klar zu unterscheiden, was zu Zahlungsstreitigkeiten führen kann, wenn der Klient glaubt, nur eine Gebühr schuldig zu sein.

Zahlungszeitpunkt

In einfacher Sprache: Bestimmt, dass alle Gebühren vor Erbringung von Dienstleistungen fällig sind.

Beispielformulierung
Der Klient zahlt mit dem Abschluss dieser Vereinbarung und vor der Erbringung von irgendwelchen Dienstleistungen des Registranten.

Häufiger Fehler: Keine klare Zahlungsfrist oder Bedingung (z. B. Vorauskasse) festzulegen, was zu Verzögerungen und Streitigkeiten führen kann.

Rechte und Eigentum an der Domain

In einfacher Sprache: Erklärt, dass der Registrant keine eigenen Rechte an der registrierten Domain hat und diese dem Klienten gehört.

Beispielformulierung
Der Registrant erkennt an und stimmt zu, dass der Registrant keine eigenen Rechte, Titel oder Anrechte an und auf irgendeinen registrierten Domain-Namen gemäß dieser Vereinbarung hat, und dass der Domain-Name, der für den Klienten registriert wird, dem Klienten gehört.

Häufiger Fehler: Dies nicht explizit zu regeln, wodurch der Registrant später möglicherweise Ansprüche auf die Domain geltend machen könnte, oder der Klient die Kontrolle verliert.

Ausschluss von Garantien für Drittpartei-Ansprüche

In einfacher Sprache: Der Registrant garantiert nicht, dass Dritte keine Rechte an einer registrierten Domain haben (z. B. Markenrechte).

Beispielformulierung
Der Registrant nicht garantieren kann, dass eine Drittpartei keinen Rechtsanspruch an irgendeinem Domain-Namen geltend macht, der unter den Bedingungen dieser Vereinbarung registriert ist.

Häufiger Fehler: Diese Einschränkung nicht aufzunehmen, was den Registranten in haftungsrechtliche Probleme bringen kann, wenn die Domain später wegen Markenrechten beansprucht wird.

Vorgehen bei Nicht-Verfügbarkeit aller Namen

In einfacher Sprache: Definiert die Schritte, wenn keiner der Domain-Namen auf der Liste verfügbar ist und wie der Klient eine neue Liste einreichen kann.

Beispielformulierung
Für den Fall, dass keiner der Domain-Namen auf der Liste des Klienten zur Registrierung zur Verfügung steht, hat der Registrant den Klienten über diesen Tatbestand zu informieren. Danach ist der Klient dafür verantwortlich, eine andere Liste von [NUMMER] bis [NUMMER] mit gewünschten Namen bereitzustellen.

Häufiger Fehler: Nicht festzulegen, wer die Kosten für mehrfache Suchvorgänge trägt, oder wie lange der Registrant sich mit der Suche befassen muss.

Zusätzliche Service-Gebühren bei fortgesetzter Suche

In einfacher Sprache: Regelt, dass bei fortgesetzter Suche nach der zweiten nicht-erfolgreichen Liste eine neue Service-Gebühr fällig wird, abzüglich bereits gezahlter Beträge.

Beispielformulierung
Nach Eingang einer Mitteilung kann der Klient sich entscheiden, ob er mit der Suche fortzufahren möchte, wobei in diesem Fall eine andere Service-Gebühr an den Registranten zu entrichten ist, abzüglich des an den Registranten bezahlten Betrages für den Preis des Domain-Namens.

Häufiger Fehler: Keine klare Staffelung oder Obergrenze für zusätzliche Service-Gebühren festzulegen, was zu unbegrenzten Kosten für den Klienten führen kann.

Ende der Verpflichtung bei Fehlschlag

In einfacher Sprache: Wenn nach mehreren Listen keine verfügbare Domain gefunden wird, hat der Registrant keine weiteren Verpflichtungen mehr.

Beispielformulierung
Wenn kein Name nach dem Durchsuchen der zweiten Liste der Namen verfügbar ist, hat der Registrant den Klienten darüber zu informieren und der Registrant hat keine weiteren Verpflichtungen gegenüber dem Klienten in Bezug auf den Domain-Namen.

Häufiger Fehler: Nicht deutlich zu machen, wann die Pflicht des Registranten endet, wodurch offene Fragen entstehen, ob der Registrant unbegrenzt weitermachen muss.

So füllen Sie sie aus

  1. 1

    Tragen Sie das Datum und die Parteiinformationen ein

    Füllen Sie das Datum des Vertragsschlusses und die vollständigen Daten beider Parteien ein (Name, Rechtsform, Gründungsort, vollständige Adresse).

    💡 Überprüfen Sie, ob die Firmennamen und Registrierungsnummern korrekt sind, um später Verwechslungen auszuschließen.

  2. 2

    Bestimmen Sie die Anzahl und Frist für Domain-Namen-Listen

    Legen Sie fest, wie viele Domain-Namen auf jeder Liste angegeben sein dürfen und welche Frist der Klient für die Bereitstellung hat (z. B. 5 Werktage).

    💡 Wählen Sie realistische Fristen, die beiden Parteien Planungssicherheit geben.

  3. 3

    Definieren Sie die Service-Gebühr und die Registrierungsgebühr

    Geben Sie den genauen Betrag für die Suchgebühr (z. B. 50 EUR) und die Registrierungsgebühr ein. Diese sollten getrennt sein.

    💡 Informieren Sie sich über die aktuellen Registrierungsgebühren bei der zuständigen Registrierungsstelle (z. B. DENIC für .de-Domains).

  4. 4

    Klären Sie die Zahlungsbedingungen

    Bestätigen Sie, dass alle Gebühren vor Erbringung der Dienstleistung fällig sind, oder legen Sie alternative Zahlungsbedingungen fest (z. B. 50 % Anzahlung).

    💡 Nennen Sie die akzeptierten Zahlungsmethoden und geben Sie eine Bankverbindung oder Zahlungsanweisung an.

  5. 5

    Passen Sie die Abläufe bei Nicht-Verfügbarkeit an

    Legen Sie fest, wie viele Wiederholungsversuche mit neuen Domain-Namenslisten möglich sind und welche zusätzlichen Gebühren anfallen.

    💡 Begrenzen Sie die Anzahl der Versuche, um unbegrenzte Kosten für beide Seiten zu vermeiden.

  6. 6

    Überprüfen Sie die Rechte und Haftung

    Stellen Sie sicher, dass die Klausel über Eigentum an der Domain und den Ausschluss von Drittpartei-Haftung korrekt formuliert sind und zum geltenden Recht passen.

    💡 Lassen Sie diese Abschnitte von einem Rechtsanwalt überprüfen, bevor Sie den Vertrag unterzeichnen.

  7. 7

    Fügen Sie Unterschriftszeilen und Datum ein

    Ergänzen Sie am Ende Zeilen für die Unterschriften beider Parteien mit Datum und Ort.

    💡 Verwenden Sie vollständige Namen und Titel (z. B. Geschäftsführer, Geschäftsführerin).

  8. 8

    Sichern Sie das Dokument und teilen Sie es mit der anderen Partei

    Speichern Sie das ausfüllte Dokument in einem sicheren Format (PDF oder Word mit Passwortschutz) und versenden Sie es zur Unterzeichnung.

    💡 Bewahren Sie alle unterzeichneten Exemplare auf und halten Sie Kopien für Ihre Unterlagen.

Häufig gestellte Fragen

Wer muss diese Vereinbarung unterzeichnen?

Beide Parteien müssen diese Vereinbarung unterzeichnen: der Registrant (Dienstleister) und der Klient (Auftraggeber). Jede Partei sollte ein unterzeichnetes Exemplar erhalten. Die Unterschrift bestätigt, dass beide Seiten die Bedingungen akzeptieren und diese durchsetzen können, falls es später zu Unstimmigkeiten kommt.

Was ist der Unterschied zwischen Service-Gebühr und Registrierungsgebühr?

Die Service-Gebühr ist die Bezahlung für die Arbeit des Registranten (Suche, Beratung, Anmeldung bei der Registrierungsstelle). Die Registrierungsgebühr ist der Betrag, den die Registrierungsstelle (z. B. DENIC) für das erste Jahr der Domain-Registrierung verlangt. Beide Gebühren sollten separat aufgeführt sein, damit der Klient versteht, wofür er zahlt.

Was passiert, wenn keiner der angeforderten Domain-Namen verfügbar ist?

Der Registrant informiert den Klienten und bittet um eine neue, sortierte Liste von Domain-Namenswünschen. Der Prozess wiederholt sich. Nach einer festgelegten Anzahl von Versuchen (z. B. 2 Listen) kann der Registrant seine Verpflichtung beenden, wenn weiterhin kein Name verfügbar ist. Der Klient entscheidet dann, ob er weitermachen oder den Prozess abbrechen möchte.

Wem gehört die registrierte Domain letztendlich?

Die registrierte Domain gehört ausschließlich dem Klienten. Der Registrant hat keine Rechte an der Domain, auch nicht als Sicherheit für bezahlte Gebühren. Dies sollte explizit in der Vereinbarung festgehalten sein. Der Klient erhält alle Zugangsdaten und kann die Domain jederzeit zu einer anderen Registrierungsstelle wechseln.

Kann der Registrant Gebühren für mehrere Suchversuche verlangen?

Ja, aber nur, wenn dies in der Vereinbarung ausdrücklich festgehalten ist. In der Regel wird für den ersten Versuch eine Service-Gebühr erhoben. Für weitere Versuche nach nicht-erfolgreicher Suche kann eine reduzierte Service-Gebühr fällig werden, abzüglich bereits gezahlter Beträge. Die genauen Beträge müssen im Voraus vereinbart sein.

Haftet der Registrant, wenn die Domain später Markenrechte verletzt?

Nein. Diese Vereinbarung sollte eine Klausel enthalten, die den Registranten von Haftung für Drittpartei-Ansprüche befreit (z. B. Markenrechtsinhaber). Es ist Aufgabe des Klienten, vor der Registrierung zu überprüfen, ob der Domain-Name keine bestehenden Rechte verletzt. Der Registrant führt nur die technische Registrierung durch.

Kann die Vereinbarung mündlich abgeschlossen werden oder muss sie schriftlich sein?

Eine schriftliche Vereinbarung ist stark empfohlen. Im Geschäftsverkehr gelten mündliche Vereinbarungen oft als weniger bindend und sind schwer nachzuweisen. Eine unterzeichnete Vereinbarung bietet beiden Parteien Rechtssicherheit und ist auch für Steuerzwecke dokumentierbar.

Welche Fristen sollte der Klient für die Bereitstellung von Domain-Namenslisten akzeptieren?

Typischerweise 5 bis 10 Werktage ab Vertragsabschluss ist realistisch. Dies gibt dem Klienten Zeit, eine sorgfältig überlegte Liste zusammenzustellen, während der Registrant nicht unbegrenzt auf Anweisungen warten muss. Kürzere Fristen können vereinbart werden, wenn Eile erforderlich ist, was möglicherweise höhere Gebühren rechtfertigt.

Kann diese Vereinbarung für mehrere Domains gleichzeitig verwendet werden?

Technisch ja, aber es ist übersichtlicher, separate Vereinbarungen für jedes Projekt zu erstellen oder die Vereinbarung so zu ändern, dass sie mehrere Domain-Projekte mit separaten Gebühren abdeckt. Dies vermeidet Verwechslungen bei Zahlungen und Zuständigkeiten.

Im Vergleich zu Alternativen

vs Allgemeine Dienstleistungsvereinbarung

Eine allgemeine Dienstleistungsvereinbarung ist zu breit und enthält keine Domain-spezifischen Regelungen wie Suchverfahren, Verfügbarkeitsprüfung oder Gebührentrennung. Diese Domain-Registrierungsvereinbarung ist dagegen spezialisiert auf die technischen und kaufmännischen Besonderheiten von Domain-Registrierungen und bietet konkrete Klauseln für häufig auftretende Szenarien (z. B. Nicht-Verfügbarkeit, mehrfache Versuche).

vs Hosting-Vereinbarung

Eine Hosting-Vereinbarung regelt die Bereitstellung von Webserver-Leistungen (Speicher, Bandbreite, E-Mail). Diese Domain-Vereinbarung regelt nur die Registrierung des Internet-Namens selbst. Oft wird eine Hosting-Vereinbarung zusammen mit einer Domain-Vereinbarung abgeschlossen, wenn ein Dienstleister beide Leistungen erbringt. Die Dokumente sollten separat sein, um die Leistungen deutlich zu trennen.

vs Agenturvertrag für Webentwicklung

Ein Agenturvertrag für Webentwicklung regelt die Gestaltung und Programmierung einer Website (Design, Funktionen, Content). Diese Domain-Vereinbarung kümmert sich nur um die Registrierung des Domain-Namens. In der Praxis werden oft beide Verträge abgeschlossen, da ein Kunde für Website-Entwicklung UND Domain-Registrierung den gleichen Anbieter beauftragen kann.

vs Domain-Transfer und Übergabevereinbarung

Diese Registrierungsvereinbarung regelt die Anmeldung einer neuen Domain. Eine Transfer- oder Übergabevereinbarung regelt dagegen den späteren Wechsel der Domain zu einem anderen Registrar oder deren Übergabe nach Vertragsende an den Klienten (z. B. Zugang, Authcode, Nameserver). Beide Dokumente können sich ergänzen, wenn langfristige Zusammenarbeit geplant ist.

Branchenspezifische Hinweise

Internet- und Web-Dienstleistungen

Web-Agenturen und Hosting-Provider nutzen diese Vereinbarung, um Domain-Registrierungen für Kunden zu professionalisieren und Gebühren klar zu regeln.

Telekommunikation und IT-Dienstleistungen

IT-Dienstleister, die Infrastruktur- und Domainlösungen anbieten, verwenden dieses Dokument, um Registrierungsaufträge rechtsicher zu dokumentieren.

Softwareentwicklung und SaaS

Softwarefirmen, die Kunden technische Onboarding-Services bieten (z. B. Domain-Einrichtung), definieren damit ihre Leistungsumfang und Gebühren.

Marketing und Werbeagenturen

Agenturen, die als Dienstleister für ihre Kunden Websites einrichten, regeln über diese Vereinbarung die Domain-Registrierung als Teil des Leistungspakets.

E-Commerce und Online-Handel

Online-Shops und E-Commerce-Plattformen verwenden diese Vorlage, um Registrierungsdienstleistungen für Kunden oder Franchisepartner zu strukturieren.

Freiberufliche Webentwicklung

Freiberufler, die Websites entwickeln und dabei auch Domains registrieren, dokumentieren damit ihre Dienstleistungen und Gebühren gegenüber Clients.

Hinweise zur Rechtsprechung

Die Vereinbarung kann nach deutschem Recht (BGB, TMG) ausgeführt werden. Domain-Registrierungen in Deutschland erfolgen über DENIC. Es ist zu prüfen, ob die Zahlungsbedingungen und Haftungsausschlüsse unter deutschem Recht durchsetzbar sind.

In Österreich folgt die Domain-Registrierung österreichischem Recht. .at-Domains werden von nic.at registriert. Die Vereinbarung kann mit minimalen Anpassungen (z. B. Verweis auf österreichisches ABGB statt BGB) verwendet werden.

Vorlage oder Anwalt — was passt?

WegAm besten fürKostenZeit
Vorlage verwendenKleine bis mittlere Registrierungsaufträge mit einfachen Gebührenstrukturen und wenig Komplexität.€0–50 für Download und Anpassung1–2 Stunden zum Ausfüllen und Unterschreiben
Vorlage + RechtsprüfungMehrfach-Registrierungen, zusätzliche Klauseln oder Anpassungen für spezielle Geschäftsmodelle, mit externer Prüfung.€150–400 für anwaltliche Kurzprüfung der ausgefüllten Vorlage3–5 Tage inklusive Anwalt-Feedback
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Glossar

Registrant
Die Partei, die die Domain-Registrierungsdienstleistung erbringt (z. B. Web-Agentur oder IT-Dienstleister).
Klient
Die Partei, die die Domain-Registrierung beauftragt und bezahlt (z. B. Unternehmer oder Startup).
Domain-Name
Die eindeutige Internet-Adresse wie www.beispiel.de, die bei einer Registrierungsstelle angemeldet wird.
Verfügbarkeit
Der Status, ob ein Domain-Name von niemandem registriert ist und registriert werden kann.
Service-Gebühr
Die Vergütung für die Suchleistung und administrative Tätigkeit des Registranten bei der Registrierung.
Registrierungsgebühr
Die Gebühr, die an die Registrierungsstelle (z. B. DENIC, SWITCH) für die Domain selbst gezahlt wird.
Präferenzliste
Die vom Klienten eingereichte sortierte Liste von Domain-Namen-Wünschen nach Priorität.
Registrierungsstelle
Die zentrale Organisation (z. B. DENIC für .de-Domains), die Domain-Namen verwaltet und registriert.
Bevollmächtigung
Die schriftliche Autorisation des Klienten, dass der Registrant im Namen des Klienten handeln darf.
Titel und Rechte
Das Eigentum und die Kontrolle über die registrierte Domain, die dem Klienten gehört.
Drittpartei-Anspruch
Rechtliche Forderung eines Dritten (z. B. Markeninhaber) auf eine bereits registrierte Domain.

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