Vereinbarung zur Aufhebung eines Kaufvertrags

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FreiVereinbarung zur Aufhebung eines Kaufvertrags

Auf einen Blick

Was es ist
Diese Vereinbarung zur Aufhebung eines Kaufvertrags ist ein rechtsgültiges Dokument, das die gegenseitige Entbindung von Käufer und Verkäufer von ihren Verpflichtungen unter einem bestehenden Immobilienkaufvertrag regelt. Das Dokument liegt als kostenloser Word-Download vor und ist vollständig editierbar sowie als PDF exportierbar.
Wann Sie es brauchen
Sie benötigen diese Vorlage, wenn beide Parteien eines Grundstückskaufvertrags sich einvernehmlich einigen möchten, den Vertrag zu beenden, ohne ihn zu erfüllen. Dies kann aus veränderten Lebenssituationen, Finanzierungsproblemen oder gegenseitiger Übereinstimmung geschehen.
Was enthalten ist
Das Dokument enthält Abschnitte zur Identifikation der Parteien, zur Beschreibung des betroffenen Grundbesitzes, zur gegenseitigen Entlastung von Verpflichtungen und Haftungen sowie Regelungen zu Kostenverteilung und Unterschriften beider Parteien.

Was ist eine Vorlage „Vereinbarung zur Aufhebung eines Kaufvertrags"?

Diese Vereinbarung zur Aufhebung eines Kaufvertrags ist ein professionelles Rechtsdokument, das es zwei Parteien ermöglicht, sich gegenseitig und einvernehmlich von ihren Verpflichtungen aus einem Immobilienkaufvertrag zu entbinden. Das Dokument ist als kostenloser Word-Download erhältlich, vollständig editierbar und lässt sich als PDF exportieren. Die Vorlage enthält alle notwendigen Klauseln für eine rechtsgültige und bindende Aufhebung — von der Identifikation der Parteien über die Grundstücksbeschreibung bis hin zur gegenseitigen Entlastung und Haftungsausschluss.

Warum Sie dieses Dokument brauchen

Wenn ein Kaufvertrag für Grundbesitz nicht durchgeführt werden soll oder kann, drohen ohne eine klare Aufhebungsvereinbarung erhebliche rechtliche und finanzielle Risiken. Eine Partei könnte die andere wegen Nichterfüllung verklagen, oder es könnten Streitigkeiten über Kostenverteilung, Rückgabe von Dokumenten oder Haftung entstehen. Eine professionelle Aufhebungsvereinbarung schafft Klarheit, schützt beide Parteien gleichermaßen und ermöglicht eine saubere, rechtssichere Beendigung des Vertrags. Sie vermeiden teure Gerichtsverfahren, klären alle finanziellen Fragen vorab und ermöglichen es dem Verkäufer, die Immobilie ohne Grundbucheinträge anderer Kaufverträge neu zu vermarkten. Diese Vorlage ist unverzichtbar für jeden, der einen Kaufvertrag einvernehmlich aufheben möchte.

Welche Variante passt zu Ihrer Situation?

Wenn Ihre Situation ist…Diese Vorlage verwenden
Beide Parteien einigen sich auf saubere Beendigung ohne gegenseitige AnsprücheAufhebungsvereinbarung ohne Schadensersatzforderung
Eine Partei erhält Kompensation für entstehende Kosten oder entgangene GewinneAufhebungsvereinbarung mit Ausgleichszahlung
Besondere Regelungen zu Maklergebühren, Umlagenrückzahlungen oder MaklercourtageAufhebungsvereinbarung mit Nebenbestimmungen
Festlegung der Rückgabe von Originalverträgen, Plänen und EigentumsunterlagenAufhebungsvereinbarung mit Rückgabe von Dokumenten
Bindung beider Parteien an Stillschweigen über Gründe und Bedingungen der AuflösungAufhebungsvereinbarung mit Sperrfristenregelung

Häufige Fehler vermeiden

❌ Unvollständige oder widersprüchliche Parteienbezeichnung

Warum es wichtig ist: Eine Abweichung vom ursprünglichen Kaufvertrag kann zur Ungültigkeit der Aufhebung führen und Probleme bei der Grundbuchteilstreichung verursachen.

Fix: Kopieren Sie Namen und Adressen wortwörtlich aus dem Kaufvertrag und vergleichen Sie diese mehrmals.

❌ Zu vage Grundstücksbeschreibung

Warum es wichtig ist: Das Grundbuchamt kann die Teilstreichung ablehnen, wenn die Immobilie nicht eindeutig identifizierbar ist.

Fix: Verwenden Sie die genaue Flurstücknummer, Gemarkung und Grundbuch-Blattnummer — diese erhalten Sie vom Grundbuchamt.

❌ Keine eindeutige Kostenverteilung

Warum es wichtig ist: Dies führt zu Zahlungsstreitigkeiten und möglicherweise zu gerichtlichen Auseinandersetzungen über ausstehende Gebühren.

Fix: Legen Sie schriftlich fest, wer welche Kosten trägt, und unterzeichnen Sie diese Vereinbarung gemeinsam.

❌ Unklare Haftungsausschlüsse

Warum es wichtig ist: Eine Partei kann später noch versuchen, Schadensersatz zu fordern, was den Zweck der Aufhebungsvereinbarung zunichte macht.

Fix: Formulieren Sie den Haftungsausschluss klar und präzise, und lassen Sie ihn ggf. von einem Anwalt prüfen.

❌ Keine notarielle Beglaubigung für Grundbesitz

Warum es wichtig ist: Die Aufhebungsvereinbarung kann rechtlich nicht durchsetzbar sein, und die Grundbuchteilstreichung kann verweigert werden.

Fix: Beurkunden Sie die Vereinbarung notariell, besonders wenn Grundbesitz betroffen ist.

❌ Rückgabe von Dokumenten nicht geregelt

Warum es wichtig ist: Die andere Partei behält möglicherweise wichtige Unterlagen ein, was zu Problemen bei zukünftigen Verkäufen oder Refinanzierungen führt.

Fix: Listet Sie auf, welche Dokumente zurück müssen, und setzen Sie eine angemessene Rückgabefrist.

Die 9 wichtigsten Klauseln, erklärt

Parteien und Bezeichnung

In einfacher Sprache: Eindeutige Identifikation der Verkäufer- und Käuferperson oder -organisation mit vollständigen Adressen und Rechtsstatus.

Beispielformulierung
[NAME IHRES UNTERNEHMENS], ein Unternehmen, gegründet und bestehend unter den Gesetzen von [BUNDESLAND/STAAT], dessen Hauptniederlassung sich in [IHRE VOLLSTÄNDIGE ADRESSE] befindet, UND [NAME DES KÄUFERS], eine natürliche Person mit Wohnsitz in [VOLLSTÄNDIGE ADRESSE].

Häufiger Fehler: Unvollständige oder falsche Anschriften angeben, die später zu Schwierigkeiten bei der Beurkundung oder bei der Identifikation im Grundbuch führen.

Grundbesitz-Beschreibung

In einfacher Sprache: Genaue Beschreibung der betroffenen Immobilie inklusive Lage, Grundstücksnummer und Eintragung im Grundbuch.

Beispielformulierung
Der Kaufvertrag für Grundbesitz, welcher sich in [STADT], [BUNDESLAND/STAAT] befindet, bekannt als Flurstück [NUMMER], Gemarkung [GEMARKUNG], registriert unter Grundbuch Blatt [BLATTNUMMER].

Häufiger Fehler: Unzureichende Grundstücksbeschreibung, die zu Unstimmigkeiten bei der Grundbuchteilstreichung oder Unklarheiten über welche Immobilie gemeint ist, führt.

Vereinbarung zur gegenseitigen Entlastung

In einfacher Sprache: Klausel, in der beide Parteien erklären, sich gegenseitig von allen Verpflichtungen aus dem ursprünglichen Kaufvertrag zu entbinden.

Beispielformulierung
Mit Wirkung zum [DATUM] heben die Parteien den Kaufvertrag vom [ORIGINALDATUM] gegenseitig und vollständig auf. Die Parteien entlasten sich hiermit gegenseitig von allen aus diesem Vertrag entstehenden Verpflichtungen.

Häufiger Fehler: Unklar formulieren, ob einzelne Verpflichtungen (z. B. bereits gezahlte Anzahlungen) ausgenommen sind, was später zu Streitigkeiten führt.

Kostenverteilung und Gebühren

In einfacher Sprache: Festlegung, wer für Notargebühren, Grundbuchkosten, Maklergebühren und andere mit der Auflösung verbundene Kosten aufkommt.

Beispielformulierung
Die Kosten für die notarielle Beurkundung dieser Vereinbarung tragen [VERKÄUFER / KÄUFER / BEIDE ZU GLEICHEN TEILEN]. Sämtliche Maklergebühren werden von [PARTEI] bezahlt.

Häufiger Fehler: Keine eindeutige Regelung der Kostenträgerschaft, was zu nachträglichen Zahlungsstreitigkeiten führt.

Haftungsausschluss und Freistellung

In einfacher Sprache: Klausel, in der beide Parteien auf gegenseitige Ansprüche wegen Verzögerungen, Schäden oder Nichterfüllung verzichten.

Beispielformulierung
Beide Parteien verzichten hiermit auf sämtliche Ansprüche gegeneinander aus oder im Zusammenhang mit dem aufgehobenen Kaufvertrag, einschließlich Schadensersatzansprüche für Verzögerungen oder entgangene Gewinne.

Häufiger Fehler: Den Haftungsausschluss nicht klar genug formulieren, sodass eine Partei später noch versucht, Schadensersatz zu fordern.

Rückgabe von Dokumenten und Unterlagen

In einfacher Sprache: Bestimmung, dass alle Original-Dokumente, Grundrisse, Eigentumsurkunden und sonstige Unterlagen an die berechtigte Partei zurückgegeben werden.

Beispielformulierung
Der Käufer wird alle Originalverträge, Grundrisse, Eigentumsunterlagen und sonstige vom Verkäufer erhaltene Dokumente bis [RÜCKGABEDATUM] zurückgeben. Eine Kopie verbleibt bei [PARTEI].

Häufiger Fehler: Nicht festlegen, welche Dokumente zurück müssen oder wer welche Kopien erhält, was zu Verwirrung bei zukünftigen Grundbuchteilstreichungen führt.

Stillschweigens- und Vertraulichkeitsklausel

In einfacher Sprache: Vereinbarung, dass beide Parteien die Gründe und Bedingungen der Vertragsauflösung nicht gegenüber Dritten offenlegen.

Beispielformulierung
Beide Parteien vereinbaren, die Gründe und Bedingungen dieser Aufhebungsvereinbarung vertraulich zu behandeln und keine Informationen hierüber Dritten zu offenbaren, ausgenommen Anwälte, Notare und Behörden.

Häufiger Fehler: Diese Klausel ganz weglassen, was später zu Gerüchten oder Reputationsschäden führen kann.

Datumsfestlegung und Wirksamkeitszeitpunkt

In einfacher Sprache: Klausel, die festlegt, ab wann die Aufhebungsvereinbarung Rechtskraft hat und alle Verpflichtungen enden.

Beispielformulierung
Diese Vereinbarung wird wirksam ab dem Datum der letzten Unterschrift und ist ab sofort bindend. Alle Verpflichtungen aus dem Kaufvertrag enden mit Wirkung zum [DATUM].

Häufiger Fehler: Den Wirksamkeitszeitpunkt nicht eindeutig festlegen, was zu Unklarheiten über den genauen Punkt führt, ab dem der Kaufvertrag aufgehoben ist.

Unterschriften und Beurkundung

In einfacher Sprache: Abschnitt mit Unterschriftsleisten für beide Parteien sowie Anmerkung, dass notarielle Beurkundung erforderlich oder empfohlen ist.

Beispielformulierung
[VERKÄUFER], [KÄUFER] und Zeuge unterzeichnen diese Vereinbarung am [DATUM]. Notarielle Beurkundung empfohlen: [NOTAR].

Häufiger Fehler: Unterschriften ohne notarielle Beglaubigung einholen, was die Rechtskraft gefährdet, besonders bei Grundbesitz.

So füllen Sie sie aus

  1. 1

    Parteien identifizieren und vollständige Adressen erfassen

    Tragen Sie den vollständigen Namen, die Rechtsform (natürliche Person / Unternehmen) und die exakte Adresse des Verkäufers und Käufers ein. Überprüfen Sie diese auf Tippfehler und Konsistenz mit dem ursprünglichen Kaufvertrag.

    💡 Kopieren Sie Adressen direkt aus dem ursprünglichen Kaufvertrag, um Abweichungen zu vermeiden.

  2. 2

    Grundbesitz präzise beschreiben

    Geben Sie die genaue Lage der Immobilie (Stadt, Straße, Hausnummer), die Flurstücknummer, die Gemarkung und das Grundbuch-Blatt ein. Diese Informationen finden Sie im Grundbuchauszug oder im ursprünglichen Kaufvertrag.

    💡 Bei Zweifeln einen aktuellen Grundbuchauszug vom Grundbuchamt anfordern, um absolute Genauigkeit zu gewährleisten.

  3. 3

    Datum der Vereinbarung und Wirksamkeitszeitpunkt festlegen

    Tragen Sie das Datum ein, an dem die Aufhebungsvereinbarung unterzeichnet wird, sowie ggf. ein separates Datum, ab dem alle Verpflichtungen enden. In der Regel sind diese identisch.

    💡 Das Wirksamkeitsdatum sollte nicht in der Vergangenheit liegen, um Rechtsunsicherheiten zu vermeiden.

  4. 4

    Kostenverteilung eindeutig klären

    Bestimmen Sie, wer die Notargebühren, Grundbuchgebühren, Maklergebühren und sonstige Aufwendungen trägt. Dies sollte vorher zwischen den Parteien abgesprochen sein.

    💡 Empfehlung: Kosten transparent aufschlüsseln, um später Missverständnisse zu vermeiden.

  5. 5

    Haftungsausschluss und Entlastungsklauseln prüfen

    Überprüfen Sie, dass die Klauseln zur gegenseitigen Entlastung und zum Haftungsausschluss Ihren Vereinbarungen entsprechen. Erweitern Sie diese bei Bedarf um spezifische Ausnahmen (z. B. bereits gezahlte Anzahlungen).

    💡 Konsultieren Sie einen Rechtsanwalt, wenn Spezialfälle oder Ausgleichszahlungen involviert sind.

  6. 6

    Stillschweigen und Vertraulichkeit einigen

    Besprechen Sie mit der anderen Partei, ob eine Vertraulichkeitsklausel erforderlich ist, und welche Informationen nicht öffentlich gemacht werden dürfen.

    💡 Diese Klausel ist besonders wichtig, wenn Sie die Auflösung nicht öffentlich bekanntmachen möchten.

  7. 7

    Dokument überprüfen und von beiden Parteien unterschreiben lassen

    Lesen Sie das fertiggestellte Dokument sorgfältig durch, korrigieren Sie etwaige Fehler und lassen Sie beide Parteien unterzeichnen. Nutzen Sie für Grundbesitz einen Notar.

    💡 Drucken Sie das Dokument aus und lassen Sie es in Gegenwart eines Zeugen unterzeichnen — das erhöht die Rechtssicherheit.

  8. 8

    Notar einschalten für Beurkundung

    Reichen Sie die unterschriebene Vereinbarung an einen Notar ein, der sie beurkundet. Dies ist nicht immer rechtlich erforderlich, aber dringend empfohlen für Immobilien.

    💡 Der Notar kann auch die Grundbuchteilstreichung des ursprünglichen Kaufvertrags beantragen.

Häufig gestellte Fragen

Brauche ich einen Anwalt, um eine Aufhebungsvereinbarung zu unterzeichnen?

Nicht zwingend, aber es wird dringend empfohlen, besonders wenn Grundbesitz betroffen ist. Ein Anwalt kann überprüfen, dass Ihre Interessen geschützt sind und dass die Vereinbarung vollständig und rechtsgültig ist. Für Immobilien ist eine notarielle Beurkundung essentiell, um Probleme bei der Grundbuchteilstreichung zu vermeiden.

Was passiert mit bereits bezahlten Anzahlungen?

Das hängt von Ihrer Vereinbarung ab. In manchen Fällen wird die Anzahlung zurückgezahlt, in anderen kann eine Partei sie behalten als Entschädigung für entstehende Kosten. Dies muss in der Aufhebungsvereinbarung ausdrücklich festgehalten werden. Besprechen Sie dies mit der anderen Partei und halten Sie die Einigung schriftlich fest.

Kann ich eine Aufhebungsvereinbarung einseitig aufkündigen?

Nein, eine Aufhebungsvereinbarung ist bindend, sobald beide Parteien unterzeichnet haben. Einseitiges Zurückziehen ist nicht möglich, es sei denn, die Vereinbarung enthält spezielle Kündigungsklauseln oder beide Parteien einigen sich später auf eine Änderung. Konsultieren Sie einen Anwalt, wenn Sie die Vereinbarung rückgängig machen möchten.

Ist eine Aufhebungsvereinbarung dasselbe wie ein Rücktritt vom Kaufvertrag?

Nein. Ein Rücktritt ist typischerweise einseitig und wird wegen eines Mangels oder einer Verletzung des Vertrags geltend gemacht. Eine Aufhebungsvereinbarung ist gegenseitig und beide Parteien sind sich einig, den Vertrag zu beenden. Die Aufhebungsvereinbarung ist rechtlich sauberer und führt seltener zu Streitigkeiten.

Wie lange dauert die notarielle Beurkundung?

Dies hängt vom einzelnen Notar und seiner Auslastung ab, typischerweise dauert es 1–2 Wochen, um einen Termin zu erhalten. Der Beurkundungstermin selbst dauert etwa 30 Minuten. Nach der Beurkundung kann der Notar die Grundbuchteilstreichung einleiten, was weitere 4–8 Wochen dauern kann.

Muss die Aufhebungsvereinbarung vor Gericht registriert werden?

Nein, die Aufhebungsvereinbarung muss nicht vor Gericht registriert werden. Sie wird notariell beurkundet, und der Notar reicht die Teilstreichungsanmeldung beim Grundbuchamt ein. Das Grundbuchamt trägt dann die Aufhebung des Kaufvertrags ins Grundbuch ein. Ein Gerichtsverfahren ist nicht erforderlich, es sei denn, eine Partei widersetzt sich der Aufhebung.

Wer trägt die Kosten für Anwalt und Notar?

Dies ist Verhandlungssache zwischen Ihnen und der anderen Partei. Häufig teilen sich beide Parteien die Notargebühren gleichmäßig auf, oder die auslösende Partei trägt die Kosten. Anwaltskosten sind typischerweise privat zu tragen, es sei denn, die Vereinbarung legt etwas anderes fest. Klären Sie dies vor der Beurkundung schriftlich.

Kann ich die Aufhebungsvereinbarung selbst ohne Notar ausfertigen?

Technisch ja, aber nicht empfohlen für Grundbesitz. Ohne notarielle Beurkundung kann das Grundbuchamt die Teilstreichung des Kaufvertrags ablehnen. Zusätzlich haben Sie keine professionelle Überprüfung, ob die Vereinbarung alle Anforderungen erfüllt. Eine notarielle Beurkundung ist die sicherste Option und kostet typischerweise 200–500 Euro.

Im Vergleich zu Alternativen

vs Rücktrittsschreiben vom Kaufvertrag

Ein Rücktrittsschreiben ist einseitig und wird von einer Partei verfasst, um sich aus dem Vertrag zu entziehen. Eine Aufhebungsvereinbarung ist gegenseitig — beide Parteien sind sich einig, den Vertrag zu beenden. Das Rücktrittsschreiben kann zu Streitigkeiten führen, wenn die andere Partei den Rücktritt nicht akzeptiert. Die Aufhebungsvereinbarung ist rechtsicherer, da beide Parteien einwilligen.

vs Vertrag zur Vertragsänderung

Ein Änderungsvertrag modifiziert Bedingungen des ursprünglichen Kaufvertrags, ohne ihn aufzuheben. Eine Aufhebungsvereinbarung hebt den gesamten Vertrag auf und beendet alle Verpflichtungen. Nutzen Sie eine Änderung, wenn Sie nur einzelne Klauseln anpassen möchten; nutzen Sie eine Aufhebung, wenn Sie den Vertrag komplett beenden wollen.

vs Mangelhaftungsausschluss

Ein Mangelhaftungsausschluss bezieht sich auf versteckte Fehler oder Mängel an der Immobilie und wird typischerweise im Kaufvertrag selbst enthalten. Eine Aufhebungsvereinbarung regelt die komplette Auflösung des Vertrags und die gegenseitige Entlastung. Diese sind zwei unterschiedliche Dokumente mit unterschiedlichen Zwecken.

vs Verzicht auf Fertigstellung

Ein Verzicht auf Fertigstellung bedeutet, dass eine Partei die Erfüllung der Restpflichten aufgibt, während der Vertrag formal bestehen bleibt. Eine Aufhebungsvereinbarung hebt den gesamten Vertrag auf und löst alle Verpflichtungen. Der Verzicht ist häufig weniger vollständig und kann später zu Ansprüchen führen; eine Aufhebung ist sauberer und endgültiger.

Branchenspezifische Hinweise

Immobilienhandel und -vermittlung

Makler und Immobilienunternehmen nutzen diese Vorlage, um einvernehmliche Lösungen bei gescheiterten Transaktionen zu dokumentieren und Rechtsstreitigkeiten zu vermeiden.

Notariatswesen

Notare verwenden diese Vorlage als Grundlage für die notarielle Beurkundung von Grundbesitzaufhebungen und die Beantragung von Grundbuchteilstreichungen.

Rechtswesen und Beratung

Rechtsanwälte für Immobilienrecht verwenden diese Vorlage, um Clients bei der sicheren und rechtsgültigen Auflösung von Kaufverträgen zu unterstützen.

Privatpersonen und private Immobilieneigentümer

Privatpersonen, die einen Kaufvertrag gegenseitig mit einem anderen Privatperson aufheben möchten, können diese Vorlage als Vorlage verwenden und von einem Notar beurkunden lassen.

Finanzwesen und Kreditvergabe

Banken und Kreditgeber verfügen über Aufhebungsvereinbarungen in ihren Fällen, wo Finanzierungen scheitern und Kaufverträge aufgelöst werden müssen.

Unternehmensberatung und Facility Management

Berater, die Unternehmensimmobilien oder Geschäftsgrundstücke verwalten, nutzen diese Vorlage zur Dokumentation von Vertragsauflösungen.

Hinweise zur Rechtsprechung

In Deutschland ist eine notarielle Beurkundung der Aufhebungsvereinbarung nicht immer zwingend erforderlich, wird aber dringend empfohlen, um Probleme bei der Grundbuchteilstreichung zu vermeiden. Das BGB regelt die Grundsätze der Vertragsauflösung; konsultieren Sie einen Anwalt für Grundbesitz-Transaktionen.

In Österreich ist eine notarielle Beurkundung für die Aufhebung von Kaufverträgen für Grundbesitz erforderlich. Das ABGB regelt die Vertragsauflösung; ein Notar (Notary Public) muss die Vereinbarung beglaubigen.

In der Schweiz wird eine öffentliche Beurkundung (Notariatsbeglaubigung) empfohlen, ist aber nicht immer obligatorisch. Je nach Kanton können unterschiedliche Anforderungen gelten. Konsultieren Sie einen Schweizer Rechtsanwalt für genaue Anforderungen.

Vorlage oder Anwalt — was passt?

WegAm besten fürKostenZeit
Vorlage verwendenEinfache, unumstrittene Auflösungen zwischen zwei Parteien ohne Ausgleichsforderungen oder besondere Bedingungen.50–150 EUR1–2 Tage
Vorlage + RechtsprüfungAufhebungen mit moderaten Komplikationen wie Ausgleichszahlungen, Maklergebühren oder Dokumentenrückgaben.150–400 EUR (Vorlage + Anwalt)3–7 Tage
MaßgeschneidertKomplexe Fälle mit Streitigkeiten, mehreren Parteien, hohen Geldbeträgen oder rechtlich anspruchsvollen Bedingungen.500–2.000 EUR1–4 Wochen

Glossar

Aufhebungsvereinbarung
Ein Vertrag, in dem sich beide Parteien einvernehmlich auf die gegenseitige Entbindung von ihren Verpflichtungen einigen.
Grundbesitz
Unbewegliches Eigentum wie Grundstück, Haus oder Wohnung mit rechtlicher Eintragung im Grundbuch.
Kaufvertrag
Der ursprüngliche Vertrag, in dem sich Käufer und Verkäufer auf den Erwerb und die Veräußerung von Grundbesitz einigen.
Entlastung
Die gegenseitige Befreiung beider Parteien von ihren verbleibenden Rechten und Pflichten aus dem ursprünglichen Kaufvertrag.
Schadensersatzforderung
Ein Anspruch auf Zahlung als Ausgleich für Schäden oder Verluste, die durch die Vertragsauflösung entstanden sind.
Nebenkosten
Zusätzliche Kosten wie Maklergebühren, Notargebühren, Grunderwerbsteuer und Registrierungsgebühren, die mit dem Immobilienkauf verbunden sind.
Liquidation
Die Beendigung aller finanzieellen Ansprüche, Schulden und Verbindlichkeiten zwischen den Parteien vor Unterschrift der Aufhebung.
Beurkundung
Die offizielle Notariatsbestätigung einer Vereinbarung durch einen Notar zur Sicherung der Rechtswirksamkeit.
Haftungsausschluss
Eine Klausel, in der beide Parteien verzichten, gegenseitige Ansprüche wegen Verzögerungen, Mängel oder Nichterfüllung geltend zu machen.
Kostenträger
Die Partei, die für Notargebühren, Anwaltskosten oder andere Aufwendungen im Zusammenhang mit der Auflösung verantwortlich ist.

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