Vereinbarung zur Beratung über Website Design

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FreiVereinbarung zur Beratung über Website Design

Auf einen Blick

Was es ist
Eine Website-Design Beratungsvereinbarung ist ein Vertrag zwischen einem Berater oder Designbüro und einem Kunden, der die Leistungen im Bereich Website-Entwicklung und Beratung regelt. Die Vorlage ist als Word-Dokument kostenlos verfügbar und kann online bearbeitet und als PDF exportiert werden.
Wann Sie es brauchen
Sie benötigen diese Vereinbarung, wenn Sie als Unternehmen einen Webdesigner oder Consultant beauftragen möchten oder wenn Sie als Berater/Designer eine klare Vereinbarung mit Ihren Kunden treffen wollen. Sie schützt beide Seiten, indem sie Leistungsumfang, Honorar, Fristen und Eigentumsrechte verbindlich festlegt.
Was enthalten ist
Die Vorlage enthält Abschnitte zu den vom Berater zu erbringenden Services, dem Kompensations- und Zahlungsterminplan, Lieferverpflichtungen, Qualitätsstandards und der Regelung von Urheberrechten. Sie regelt außerdem Kommunikationspflichten zum Arbeitsfortschritt und behandelt die Verwendung zuvor erstellter Arbeiten.

Was ist eine Vereinbarung zur Beratung über Website Design?

Eine Website Design Beratungsvereinbarung ist ein Vertrag zwischen einem Berater, Webdesigner oder Designbüro und einem Kunden, der alle Details des Website-Design-Projekts verbindlich regelt. Die Vorlage ist als kostenloser Word-Download verfügbar und kann online bearbeitet sowie als PDF exportiert werden. Sie dokumentiert den genauen Umfang der Services, die Zahlungsbedingungen, Fristen und – besonders wichtig – die Regelung der Urheberrechte. Die Vereinbarung stellt sicher, dass beide Parteien dieselben Erwartungen haben und schützt Sie vor Missverständnissen, unbezahlten Zusatzleistungen und Rechtsstreitigkeiten über die Eigentumsrechte an den erstellten Designs und Codes.

Warum Sie dieses Dokument brauchen

Ohne klare schriftliche Vereinbarung entsteht schnell Chaos: Der Kunde fordert ständig kleine Änderungen, der Designer weiß nicht, wann er bezahlt wird, und nach Projektende ist unklar, wer die Website-Designs und der Code besitzt. Dies führt zu teuren Rechtstreitigkeiten, unbezahlten Rechnungen und beschädigten Geschäftsbeziehungen. Eine professionelle Beratungsvereinbarung regelt von Anfang an klar: welche Leistungen erbracht werden, wie viel bezahlt wird und wann, wie lange das Projekt dauert, wer die Urheberrechte besitzt und wie Änderungen während des Projekts gehandhabt werden. Dies schützt sowohl Sie als Designer oder Agentur vor kostenlosen Zusatzleistungen als auch den Kunden davor, für unklare Services zu bezahlen oder nach dem Projekt keine Nutzungsrechte an „seiner" Website zu haben.

Welche Variante passt zu Ihrer Situation?

Wenn Ihre Situation ist…Diese Vorlage verwenden
Wenn die genaue Dauer des Projekts unklar ist und flexibel abgerechnet wirdStunden-/Tagessatz-Modell
Bei fest definierten Leistungen mit bekanntem Ende und fixem PreisPauschalpreismodell
Für laufende monatliche Beratung und Website-WartungRetainer-Vereinbarung
Bei mehrstufigen Projekten mit Zahlungen nach ProjektabschnittProjektbasiert mit Milestone-Zahlungen
Wenn mehrere Berater oder Agenturen involviert sindTeam/Agentur-Version
Für zeitlich begrenzte Beratungsprojekte oder AuditsKurzzeitberatung (Unter 3 Monate)

Häufige Fehler vermeiden

❌ Vage oder fehlende Servicebeschreibungen

Warum es wichtig ist: Der Berater und Kunde haben unterschiedliche Erwartungen, was zum Projekt gehört. Dies führt zu Streit über zusätzliche Kosten und unbezahlte Zusatzleistungen.

Fix: Schreiben Sie jede geforderte Leistung konkret in Anhang A auf, einschließlich Lieferdaten und Spezifikationen.

❌ Unklare Zahlungsbedingungen oder fehlende Zahlungsfristen

Warum es wichtig ist: Der Berater weiß nicht, wann er bezahlt wird, oder der Kunde wird überrascht, wenn plötzlich Rechnungen fällig sind. Dies schädigt die Geschäftsbeziehung.

Fix: Definieren Sie klar im Anhang B, wann, wie oft und zu welchen Konditionen bezahlt wird (z. B. 30 Tage Zahlungsfrist netto).

❌ Keine Regelung der Urheberrechte oder Eigentumsrechte

Warum es wichtig ist: Nach Projektende ist unklar, wer die Designs, den Code und die Dateien besitzt. Der Berater könnte die Arbeiten weitergeben oder der Kunde könnte später Rechtsstreitigkeiten haben.

Fix: Regeln Sie explizit, dass der Kunde als Auftraggeber Vollbesitzer aller urheberrechtlich geschützten Arbeiten ist.

❌ Zu kurze Lieferfristen ohne Puffer

Warum es wichtig ist: Der Berater kann die vereinbarten Fristen nicht halten, weil Änderungen, Verzögerungen oder unvorhergesehene Probleme auftreten. Stress und Vertragsbruch sind die Folge.

Fix: Bauen Sie mindestens 10–15 % Zeitpuffer in die Fristen ein und vereinbaren Sie, wie Verzögerungen gehandhabt werden.

❌ Keine Regelung für Scope-Änderungen oder zusätzliche Services

Warum es wichtig ist: Der Kunde fordert immer mehr Änderungen und Zusatzleistungen, der Berater rechnet diese nicht ab. Die Rentabilität des Projekts sinkt, oder es entstehen Missverständnisse.

Fix: Definieren Sie, dass Services außerhalb von Anhang A zusätzlich berechnet werden. Vereinbaren Sie einen Change-Request-Prozess.

❌ Keine oder unzureichende Kommunikationsverpflichtungen

Warum es wichtig ist: Der Kunde erfährt erst am Ende, dass das Projekt nicht nach Plan läuft. Beide Seiten sind frustriert, weil Erwartungen nicht erfüllt wurden.

Fix: Regeln Sie verbindlich, dass der Berater mindestens wöchentlich oder nach vereinbarten Intervallen über den Fortschritt berichtet.

Die 11 wichtigsten Klauseln, erklärt

Parteien und Gültigkeitsdatum

In einfacher Sprache: Identifiziert beide Vertragsparteien (Berater und Kunde) und das Datum, ab dem die Vereinbarung gilt.

Beispielformulierung
Diese Website Design Beratungsvereinbarung (die "Vereinbarung") ist wirksam zum [DATUM], ZWISCHEN: [NAME DES BERATERS] (der "Berater"), ein Unternehmen, gegründet und bestehend unter den Gesetzen von [BUNDESLAND/STAAT], mit Hauptniederlassung in: [VOLLSTÄNDIGE ADRESSE].

Häufiger Fehler: Ungenaue Schreibweise von Firmennamen oder fehlende Angabe des Gültigkeitsstarts führt zu Unklarheiten bei der Anwendbarkeit.

Laufzeit und Beendigung

In einfacher Sprache: Regelt, wie lange die Vereinbarung gilt und unter welchen Bedingungen sie endet.

Beispielformulierung
Diese Vereinbarung ist wirksam ab [DATUM], und gilt bis sie mit der Fertigstellung des Arbeitsumfangs, was nicht später als [DATUM] sein darf, oder durch eine der Parteien wie hier festgelegt, endet.

Häufiger Fehler: Fehlende konkrete Enddaten führen zu unendlichen Verpflichtungen oder Rechtsstreitigkeiten.

Beschreibung der Services

In einfacher Sprache: Nennt im Detail, welche Design- und Entwicklungsleistungen der Berater erbringt.

Beispielformulierung
Der Kunde bestellt und beauftragt hiermit die Services des Beraters zur Durchführung von Services, welche in Anhang "A" hierzu beschrieben werden, in Verbindung mit dem Design und der Entwicklung der Website des Kunden (die "Beratungsservices").

Häufiger Fehler: Zu vage Servicebeschreibungen führen zu Streit darüber, was enthalten ist und was zusätzlich berechnet wird.

Gebotene Sorgfalt und Qualitätsstandards

In einfacher Sprache: Der Berater verpflichtet sich, professionell und nach Industriestandards zu arbeiten.

Beispielformulierung
Der Berater muss die hier beschriebenen Services sofort und mit gebotener Sorgfalt durchführen. Alle Services müssen auf eine professionelle und fachmännische Art und Weise durchgeführt werden, müssen die Industriestandards einhalten und von qualifizierten und erfahrenem Personal erledigt werden.

Häufiger Fehler: Fehlende Qualitätsverpflichtung kann zu ungenügenden oder unprofessionellen Arbeiten führen, ohne Rechtsanspruch auf Nachbesserung.

Arbeitsfortschritt und Berichte

In einfacher Sprache: Verpflicht den Berater zur regelmäßigen Kommunikation und Berichterstattung über den Projektfortschritt.

Beispielformulierung
Der Berater muss kontinuierlich mit dem Kunden betreffend die vom Berater gemachten Fortschritte kommunizieren. Auf Anfrage des Kunden muss der Berater schriftliche Berichte verfassen, welche dem Kunden übermittelt werden.

Häufiger Fehler: Keine Regelung für Kommunikation führt zu Überraschungen und Frustration bei fehlender Transparenz.

Kompensation und Zahlungsbedingungen

In einfacher Sprache: Legt fest, wie viel der Kunde zahlt, nach welchem Schema (Stunden, Pauschale), und wann die Zahlungen fällig werden.

Beispielformulierung
Der Kunde muss dem Berater jene Rate bezahlen, welche im Kompensations-Terminplan, der als Anhang "B" verfügbar ist, festgelegt ist. Der Berater muss dem Kunden monatliche Rechnungen für die im Vormonat gelieferten Services ausstellen. Alle Rechnungen werden innerhalb von [ANZAHL] Tagen fällig und zahlbar.

Häufiger Fehler: Unklare Zahlungsbedingungen führen zu Verzögerungen, Streit über Forderungen und geschädigten Geschäftsbeziehungen.

Kostenverantwortung des Beraters

In einfacher Sprache: Der Berater trägt alle Ausgaben und Kosten, die nicht ausdrücklich im Kompensationsplan aufgeführt sind.

Beispielformulierung
Der Berater ist für alle Ausgaben und Kosten, welche bei der Durchführung der Services anfallen und welche nicht in Anhang "B" hierzu angeführt sind, selbst verantwortlich.

Häufiger Fehler: Keine klare Kostenregelung führt dazu, dass der Berater unerwartet Kosten auf den Kunden abwälzt.

Urheberrechte und Eigentumsrechte

In einfacher Sprache: Regelt, wer die Rechte an den erstellten Werken (Designs, Code, Dokumente) besitzt.

Beispielformulierung
Der Berater erkennt explizit an, dass das gesamte proprietäre Material, welches vom Berater bei der Erfüllung der Services erstellt wird, als "Auftragswerk" betrachtet wird und dass der Kunde der rechtmäßige Besitzer aller Copyrights und anderer Eigentumsrechte an solchen Arbeiten ist.

Häufiger Fehler: Unklar geregelte Eigentumsrechte führen dazu, dass der Berater die Arbeiten später wiederverwendet oder der Kunde Unsicherheit über die Nutzungsrechte hat.

Übertragung von Rechten und Dokumentation

In einfacher Sprache: Der Berater verpflichtet sich, alle notwendigen Dokumente auszufertigen, um die Rechte vollständig auf den Kunden zu übertragen.

Beispielformulierung
Der Berater ist einverstanden, alle Dokumente auszufertigen und alle notwendigen Maßnahmen durchzuführen, welche nötig sind, um alle Rechte und die Inhaberschaft an solchen Materialien und die Copyrights an den Kunden zu übertragen, inklusive die Ausstellung von Copyright-Übertragungen.

Häufiger Fehler: Fehlende Dokumentation der Rechtsübertragung führt dazu, dass der Kunde nicht eindeutig als Eigentümer nachgewiesen werden kann.

Zuvor erstellte Arbeiten

In einfacher Sprache: Regelt, wie der Berater früher erstellte Arbeiten in neue Projekte integrieren darf.

Beispielformulierung
Im Falle, dass der Berater plant, Arbeiten, welche früher vom Berater erstellt wurden, in Arbeitsprodukte einzubauen, muss der Berater den Kunden davon schriftlich in Kenntnis setzen und die schriftliche Genehmigung des Kunden für die Einarbeitung einholen.

Häufiger Fehler: Keine Genehmigung für die Wiederverwendung älterer Codes oder Designs führt zu Lizenzproblemen und Konflikten mit anderen Kunden.

Verpflichtungen des Beraters

In einfacher Sprache: Der Berater erklärt, dass er frei von Verpflichtungen ist, die seine Tätigkeit behindern könnten.

Beispielformulierung
Der Berater erklärt und garantiert, dass er derzeit keine Verpflichtungen hat, welche die Durchführung der in dieser Vereinbarung vereinbarten Services behindern oder stören könnten.

Häufiger Fehler: Fehlende Garantie führt dazu, dass ein Berater später die Arbeit vernachlässigt, weil er andere Prioritäten hat.

So füllen Sie sie aus

  1. 1

    Gültigkeitsdatum und Parteien eintragen

    Füllen Sie das Startdatum der Vereinbarung aus. Tragen Sie den vollständigen Namen und die Adresse des Beraters bzw. Designbüros sowie des Kunden ein. Geben Sie die Gründungsgesetze (Bundesland/Staat) an, unter denen die Unternehmen registriert sind.

    💡 Verwenden Sie die juristisch korrekte Firmenbezeichnung, um Verwechslungen auszuschließen.

  2. 2

    Leistungsumfang in Anhang A detaillieren

    Erstellen Sie einen klaren Anhang A, in dem Sie alle Website-Design- und Beratungsleistungen aufzählen. Nennen Sie konkrete Liefergegenstände (z. B. Mockups, Wireframes, HTML/CSS-Code, Content-Strategie, SEO-Audit) und Fristen für jeden Meilenstein.

    💡 Je genauer die Beschreibung, desto weniger Raum für Missverständnisse später.

  3. 3

    Kompensation und Zahlungsmodalitäten in Anhang B regeln

    Definieren Sie in Anhang B das Honorarmodell: Stundensatz, Pauschalpreis oder Retainer. Geben Sie an, wie oft Rechnungen ausgestellt werden (z. B. monatlich) und in wie vielen Tagen sie zahlbar sind (z. B. 15 oder 30 Tage).

    💡 Erwägen Sie Meilenstein-Zahlungen bei großen Projekten, um das Risiko zu verteilen.

  4. 4

    Laufzeit und Enddatum festlegen

    Geben Sie das Enddatum der Vereinbarung ein. Dies sollte mit dem Projektabschluss oder einem festgelegten Datum übereinstimmen. Berücksichtigen Sie Puffer für unvorhergesehene Verzögerungen.

    💡 Bauen Sie mindestens 10 % Zeitpuffer ein, um realistische Fristen zu halten.

  5. 5

    Qualitätsstandards und Kommunikationsverpflichtungen anpassen

    Passen Sie die Anforderungen an professionelle Standards an Ihre Branche und Ihre Erwartungen an. Legen Sie fest, wie oft und über welche Kanäle (E-Mail, Telefonanrufe, Video-Meetings) der Arbeitsfortschritt besprochen wird.

    💡 Definieren Sie klare Eskalationspfade, falls Verzögerungen auftreten.

  6. 6

    Urheberrechte und Eigentumsrechte überprüfen

    Überprüfen Sie die Klausel zu Auftragswerken und Urheberrechten. Stellen Sie sicher, dass sie Ihren Anforderungen entspricht: Soll der Kunde volle Eigentumsrechte erhalten oder nur Nutzungslizenzen? Gibt es Ausnahmen für vorab erstellte Tools oder Templates?

    💡 Für Web-Design ist es üblich, dass der Kunde Vollbesitz an den Designs und dem Code erhält.

  7. 7

    Regelung für wiederverwendete Arbeiten hinzufügen oder anpassen

    Falls der Berater bereits vorhandene Codes, Frameworks oder Design-Elemente einbauen möchte, regeln Sie dies explizit. Definieren Sie, welche vorigen Arbeiten eingebaut werden dürfen und unter welchen Lizenzbedingungen.

    💡 Dokumentieren Sie alle Drittanbieter-Lizenzen (z. B. Open-Source), um rechtliche Probleme zu vermeiden.

  8. 8

    Unterschriften und Rechtsprechung

    Beide Parteien unterschreiben am Ende der Vereinbarung. Geben Sie an, welche Gerichtsbarkeit gilt (z. B. Gerichte Deutschlands, Österreichs oder der Schweiz) und welches Recht anwendbar ist.

    💡 Lassen Sie die Vereinbarung vor Unterzeichnung von einem Rechtsanwalt überprüfen, besonders bei hohen Projektbudgets.

Häufig gestellte Fragen

Muss diese Vereinbarung von einem Anwalt überprüft werden?

Ja, es wird empfohlen, die Vereinbarung vor Unterzeichnung von einem Rechtsanwalt überprüfen zu lassen, besonders wenn das Projektbudget hoch ist oder die Anforderungen komplex sind. Ein Anwalt stellt sicher, dass die Vereinbarung den lokalen Gesetzen (Deutschland, Österreich oder Schweiz) entspricht und Ihre Rechte schützt. Für kleinere Projekte mit geringem Budget kann die Vorlage auch ohne rechtliche Überprüfung verwendet werden, aber Sie tragen dann selbst das Risiko von Rechtslücken.

Was ist der Unterschied zwischen dieser Vereinbarung und einem einfachen Angebot?

Ein Angebot ist meist einseitig und unverbindlich; der Kunde kann es ablehnen. Eine Vereinbarung ist ein zweiseitiger Vertrag mit gegenseitigen Verpflichtungen und wird von beiden Parteien unterschrieben. Diese Vereinbarung regelt nicht nur Preis und Leistung, sondern auch Fristen, Eigentumsrechte, Qualität und Kommunikation. Sie bietet rechtlichen Schutz, falls einer der Parteien ihre Pflichten nicht erfüllt.

Kann der Leistungsumfang während des Projekts geändert werden?

Ja, aber nur schriftlich. Die Vereinbarung erlaubt es den Parteien, den Umfang durch schriftliche Vereinbarungen zu erweitern oder zu ändern. Wichtig ist, dass beide Seiten der Änderung zustimmen und diese dokumentieren. Andernfalls können Streitigkeiten entstehen. Tipp: Verwenden Sie einen Change-Request-Prozess, um alle Änderungen zu erfassen und zu genehmigen.

Wer bezahlt externe Kosten (z. B. Stock-Fotos, Hosting)?

Nach dieser Vereinbarung trägt der Berater alle Kosten, die nicht in Anhang B aufgeführt sind. Externe Kosten wie Stock-Fotos oder Lizenzen sollten daher entweder vom Kunden bezahlt werden oder explizit im Anhang B als separate Positionen aufgeführt werden. Klären Sie dies vorab, um Überraschungen zu vermeiden.

Was bedeutet ‚Auftragswerk' im Urheberrechtsgesetz?

Ein Auftragswerk ist ein Werk (Designs, Code, Dokumente usw.), das jemand auf Bestellung hin für einen anderen erstellt. Im Urheberrechtsgesetz mehrerer Länder geht das Eigentumsrecht automatisch auf den Auftraggeber (Kunden) über, nicht auf den Urheber (Berater). Diese Vereinbarung betont diesen Standard ausdrücklich, um Konflikte zu vermeiden. Der Berater kann das Werk nach Projektende nicht ohne Erlaubnis weiterverkaufen oder anderweitig nutzen.

Kann der Berater früher erstellte Arbeiten oder Code in das neue Projekt einbauen?

Ja, aber nur mit schriftlicher Genehmigung des Kunden. Diese Vereinbarung regelt, dass der Berater den Kunden vorher informieren muss und die Genehmigung einholen muss. Falls genehmigt, erhält der Kunde eine weltweite, unbefristete Lizenz zur Nutzung der integrierten Elemente. Das schützt beide Seiten: Der Berater kann bestehenden Code wiederverwenden, und der Kunde weiß, dass er die Nutzungsrechte hat.

Was passiert, wenn der Berater die vereinbarten Fristen nicht einhält?

Die Vereinbarung selbst sieht keine Strafklauseln für Verspätungen vor. Sie können jedoch eine zusätzliche Klausel hinzufügen, die Vertragsstrafen oder Verzugsschadensersatz vorsieht. Alternativ können Sie die Zahlung verweigern oder das Projekt kündigen, wenn der Berater erheblich hinter dem Plan zurückfällt. Lassen Sie einen Anwalt klären, welche Optionen in Ihrer Rechtsprechung verfügbar sind.

Ist diese Vorlage für Freiberufler und Agenturen geeignet?

Ja, die Vorlage funktioniert sowohl für einzelne Freelancer als auch für größere Agenturen. Bei Agenturen können Sie in den Parteien-Abschnitt die Agentur eintragen und in der Verpflichtungs-Klausel vermerken, dass Team-Mitglieder die Services erbringen. Für sehr große oder komplexe Projekte mit mehreren Dienstleistern sollten Sie die Vorlage jedoch von einem Anwalt anpassen lassen.

Welche Rechtsprechung sollte ich wählen — Deutschland, Österreich oder Schweiz?

Wählen Sie die Rechtsprechung, wo der Kunde oder der Berater angesiedelt ist. In den meisten Fällen ist das Land des Kunden sinnvoll. Die Vorlage ist neutral gestaltet und kann für Deutschland, Österreich oder die Schweiz verwendet werden; ersetzen Sie einfach „[STAAT]" durch den entsprechenden Namen und das Urheberrechtsgesetz des Landes.

Im Vergleich zu Alternativen

vs Freelancer-Vertrag (allgemein)

Ein allgemeiner Freelancer-Vertrag ist breit gehalten und für viele Industrien geeignet. Diese Vereinbarung ist speziell auf Website-Design zugeschnitten und enthält daher Klauseln zu Designs, Code, Urheberrechten und digitalen Liefergegenstängen, die in einem generischen Vertrag fehlen. Verwenden Sie diese Vorlage, wenn Sie mit Web-Designern oder Entwicklern arbeiten; nutzen Sie einen allgemeinen Freelancer-Vertrag für Schreiber, Grafikdesigner oder andere Berufe.

vs Design-Agentur Rahmenvertrag

Ein Rahmenvertrag regelt langfristige Zusammenarbeit und mehrere Projekte unter denselben Bedingungen. Diese Vereinbarung ist für einzelne Projekte gedacht. Falls Sie regelmäßig mit demselben Designer zusammenarbeiten, ist ein Rahmenvertrag mit allgemeinen Bedingungen praktischer; für jedes einzelne Projekt können Sie dann ein schlankes Projekt-Addendum verwenden.

vs NDA (Vertraulichkeitsvereinbarung)

Eine NDA regelt nur den Schutz von Geschäftsgeheimnissen und vertraulichen Informationen. Diese Vereinbarung umfasst auch die NDA-Anforderungen, regelt aber zusätzlich Leistung, Honorar, Fristen und Eigentumsrechte. Falls Sie stark auf Geheimhaltung angewiesen sind, können Sie die NDA-Klausel vertiefen, aber diese Vereinbarung ist umfassender.

vs Kaufvertrag für fertige Website-Templates

Ein Kaufvertrag ist für den Kauf vorgefertigter Website-Templates oder Designs gedacht. Diese Vereinbarung ist für maßgeschneiderte Dienstleistungen, bei denen der Designer für Sie arbeitet. Nutzen Sie einen Kaufvertrag, wenn Sie ein fertiges Produkt erwerben; nutzen Sie diese Vereinbarung, wenn Sie einen Designer oder Entwickler beauftragen, speziell für Sie zu arbeiten.

Branchenspezifische Hinweise

Digitale Agenturen und Designbüros

Diese Vereinbarung ist das Standardwerkzeug für Agenturen, um Klarheit über Leistungen, Fristen und Eigentumsrechte zu schaffen. Sie schützt die Agentur vor Scope-Creep und regelt, wann und wie bezahlt wird.

Freelance Webdesigner

Einzelne Webdesigner nutzen diese Vereinbarung, um verbindliche Kundenverträge zu schaffen und ihre Arbeiten und Honorare zu schützen. Sie vermeidet unbezahlte Zusatzleistungen und regelt klar, wer die Designs besitzt.

E-Commerce und Onlineshops

Shop-Betreiber, die ihre Website neu designen oder überarbeiten lassen, nutzen diese Vereinbarung, um mit dem Designer klare Absprachen zu treffen. Sie regelt auch, wer nach Projektende Wartung und Updates vornimmt.

KMU und Mittelstand

Kleine und mittlere Unternehmen schützen sich mit dieser Vereinbarung vor unseriösen oder unprofessionellen Designern. Sie klärt, was mit den Designs nach Bezahlung passiert und verhindert versteckte Kosten.

Startups und Tech-Unternehmen

Startups mit Limited Budget nutzen diese Vorlage, um günstig eine rechtsichere Vereinbarung mit Designern oder Entwicklern zu treffen. Sie regelt auch die Nutzung von Open-Source-Lizenzen und Drittanbieter-Code.

Marketing- und PR-Agenturen

Agenturen, die Website-Rebranding oder Digital-Marketing-Beratung anbieten, verwenden diese Vereinbarung, um ihre Leistungen klar zu definieren und sicherzustellen, dass sie für ihre Arbeit bezahlt werden.

Hinweise zur Rechtsprechung

Diese Vereinbarung richtet sich nach deutschem Recht und dem deutschen Urheberrechtsgesetz (UrhG). Die Klausel zu Auftragswerken entspricht § 43 UrhG, wonach das Eigentumsrecht beim Auftraggeber liegt, wenn nichts anderes vereinbart ist. Deutsche Gerichte sind zuständig.

Österreichisch: Die Vereinbarung kann mit geringen Anpassungen auch nach österreichischem Recht verwendet werden. Das österreichische Urheberrechtsgesetz (UrhG) ähnelt dem deutschen und regelt Auftragswerke ebenfalls. Verwenden Sie österreichische Gerichtsstandorten für Konflikte.

Vorlage oder Anwalt — was passt?

WegAm besten fürKostenZeit
Vorlage verwendenKleine und mittlere Projekte mit klarem Umfang, einfachen Zahlungsmodellen und vertrauten Parteien.€0 – 20 für die Vorlage, Ihre Zeit zum Ausfüllen30–60 Minuten zum Anpassen und Ausfüllen
Vorlage + RechtsprüfungProjekte ab €5.000 Budget, bei denen Sie sichergehen möchten, dass die Vereinbarung lokal gültig ist und Ihre Rechte schützt.€200–500 für anwaltliche Durchsicht und ggf. Anpassungen1–2 Tage (inkl. Reviewer-Feedback)
MaßgeschneidertGroße, komplexe Projekte (€50.000+), mehrere Dienstleister, Nutzung von Lizenzen oder regulatorische Anforderungen.€1.000–3.000+ für Maßanfertigung1–2 Wochen

Glossar

Auftragswerk
Im Urheberrecht ein Werk, das eine Person auf Bestellung hin erstellt; das Eigentumsrecht liegt beim Auftraggeber.
Leistungsumfang (Scope)
Die genaue Definition, welche Services und Liefergegenstände der Berater erbringen muss.
Proprietäre Materialien
Dokumente, Designs, Software und andere Arbeitsprodukte, die der Berater speziell für den Kunden anfertigt.
Freelancer
Ein unabhängiger Auftragnehmer, der nicht als Angestellter, Partner oder Mitunternehmer tätig ist.
Kompensationsterminplan
Die Vereinbarung über Höhe, Fälligkeit und Art der Zahlungen für die erbrachten Services.
Lieferdatum / Projektfrist
Das vereinbarte Datum, bis zu dem der Berater die Services und Liefergegenstände fertiggestellt hat.
Moralische Rechte
Persönlichkeitsrechte des Urhebers, wie das Recht auf Nennung und auf Integrität des Werkes.
Änderungen im Leistungsumfang
Nachträgliche Anpassungen oder Erweiterungen der ursprünglich vereinbarten Services.
Gebotene Sorgfalt
Der rechtliche Standard, nach dem der Berater professionell und fachmännisch arbeiten muss.
Industriestandards
Die üblichen technischen und qualitätsbezogenen Anforderungen in der Web- und Designbranche.

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