Bestätigung eines Kaufvertrags

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FreiBestätigung eines Kaufvertrags

Auf einen Blick

Was es ist
Eine Bestätigung eines Kaufvertrags ist ein Geschäftsschreiben, das eine mündliche oder informelle Vereinbarung über den Kauf von Waren dokumentiert und bestätigt. Das Dokument wird als Word-Vorlage bereitgestellt und lässt sich einfach an Ihre spezifischen Waren, Mengen und Zahlungsbedingungen anpassen. Sie können es sofort herunterladen, bearbeiten und als PDF exportieren.
Wann Sie es brauchen
Verwenden Sie dieses Dokument, wenn Sie einen Kaufvertrag mit einem Kunden schriftlich dokumentieren möchten — etwa nach einem Telefonat, einer mündlichen Absprache oder zur Bestätigung einer vorherigen Bestellung. Es ist besonders sinnvoll, wenn mehrere Zahlungsraten vereinbart sind oder die Bedingungen und Konditionen eindeutig festgehalten werden sollen.
Was enthalten ist
Die Vorlage enthält eine professionelle Anrede, eine Zusammenfassung der vereinbarten Waren, den Hinweis auf die Allgemeinen Geschäftsbedingungen und die Zahlungsmodalitäten (wie die Aufteilung in Raten). Sie können alle Platzhalter direkt in Word anpassen und das Dokument auf Ihr Briefpapier drucken oder als PDF versenden.

Was ist eine Vorlage „Bestätigung eines Kaufvertrags"?

Eine Bestätigung eines Kaufvertrags ist ein professionelles Geschäftsschreiben, das eine mündlich getroffene oder informelle Kaufabsprache schriftlich dokumentiert und bestätigt. Das Dokument wird als Word-Vorlage bereitgestellt und enthält alle wichtigen Elemente: Empfängerdaten, Warenbeschreibung, Zahlungsbedingungen und einen Verweis auf Ihre Allgemeinen Geschäftsbedingungen. Sie können die Vorlage kostenlos herunterladen, direkt in Word anpassen und als PDF exportieren oder ausdrucken. Damit schaffen Sie Rechtssicherheit und dokumentieren die Vereinbarung für beide Seiten.

Warum Sie dieses Dokument brauchen

Ohne eine schriftliche Bestätigung entstehen schnell Missverständnisse: Der Kunde erinnert sich an andere Waren, andere Zahlungsbedingungen oder andere Liefertermine als Sie. Im Streitfall ist es dann sehr schwierig, vor Gericht nachzuweisen, was tatsächlich vereinbart wurde. Eine schriftliche Bestätigung schützt Sie vor Retouren, Zahlungsausfällen und kostspieligen Rechtsstreiten. Sie dokumentiert den Zeitpunkt der Vereinbarung, die genaue Warenbeschreibung, die Zahlungsmodalitäten und die geltenden Bedingungen — alles in einem klaren, professionellen Format. Für Ihr Unternehmen und Ihre Glaubwürdigkeit ist dies unverzichtbar.

Welche Variante passt zu Ihrer Situation?

Wenn Ihre Situation ist…Diese Vorlage verwenden
Ein Standardkauf mit klarer Waren- und Zahlungsregelung ohne SonderheitenEinfache Bestätigung
Kaufvertrag mit mehreren Positionen, Mengenrabatten oder LieferterminenBestätigung mit detaillierten Bedingungen
Vereinbarung, die Zahlung in mehreren Raten (z. B. drei gleiche Teile) vorsiehtBestätigung mit Ratenzahlung
Grenzüberschreitender Warenkauf mit definierten Versand- und LieferbedingungenBestätigung mit Lieferbedingungen (Incoterms)
Vertrag mit vereinbarter Preisfestsetzung über einen längeren ZeitraumBestätigung mit Preisgarantie

Häufige Fehler vermeiden

❌ Vage oder unvollständige Warenbeschreibung

Warum es wichtig ist: Der Kunde könnte später behaupten, andere Waren erwartet zu haben — Disputes und Retouren entstehen.

Fix: Nennen Sie jede Ware mit Produktname, Menge, Einheit, Farbe, Größe und Preis — nutzen Sie bei vielen Positionen eine Tabelle.

❌ Fehlende oder unklar formulierte Zahlungsbedingungen

Warum es wichtig ist: Der Kunde zahlt möglicherweise später oder nicht in den vereinbarten Raten — Zahlungsverzug und Stress entstehen.

Fix: Schreiben Sie konkret: ‚drei gleiche Raten à 1.000 EUR fällig am 1., 15. und 30. Juni 2024' statt nur ‚in Raten'.

❌ Kein Verweis auf Ihre AGB oder fehlende AGB-Anlage

Warum es wichtig ist: Es ist unklar, welche Rechtsbedingungen gelten — der Kunde könnte sich auf andere Vorstellungen berufen.

Fix: Fügen Sie im Text einen klaren Satz ein: ‚Sie erkennen unsere beigefügte AGB vom [Datum] an' und legen Sie diese bei.

❌ Undeutliche oder fehlende Unterschrift

Warum es wichtig ist: Ein fehlende oder unleserliche Unterschrift schwächt die Bindungskraft des Vertrags vor Gericht.

Fix: Unterzeichnen Sie das Dokument persönlich oder fügen Sie eine digitale Signatur ein und geben Sie Ihren Namen sowie Titel an.

❌ Keine Kopie für Ihre eigenen Unterlagen

Warum es wichtig ist: Im Streitfall können Sie nicht nachweisen, wann und an wen die Bestätigung versandt wurde.

Fix: Speichern Sie alle Bestätigungen mit Datum und Kundennummer in einem Archiv-Ordner (digital oder physisch).

❌ Vergessenes oder falsches Datum

Warum es wichtig ist: Ein falsches Datum führt zu Verwirrung über den Zeitpunkt der Vereinbarung und kann Verjährungsfristen beeinflussen.

Fix: Überprüfen Sie das Datum vor dem Versand — verwenden Sie das Heute-Datum oder das Datum der mündlichen Absprache.

Die 9 wichtigsten Klauseln, erklärt

Betreffzeile

In einfacher Sprache: Gibt dem Schreiben eine klare Überschrift, damit der Empfänger sofort weiß, worum es geht.

Beispielformulierung
BETREFF: BESTÄTIGUNG EINES KAUFVERTRAGS

Häufiger Fehler: Die Betreffzeile ist zu vage oder unspezifisch verfasst (z. B. ‚Bestellung'), sodass die rechtliche Bedeutung nicht deutlich wird.

Anrede und Empfängeradresse

In einfacher Sprache: Identifiziert den Ansprechpartner beim Kunden und dokumentiert, an wen die Bestätigung gerichtet ist.

Beispielformulierung
[DATUM] [NAME] [ADRESSE] [STADT, BUNDESLAND] [POSTLEITZAHL] Sehr geehrte(r) [ANSPRECHPARTNER],

Häufiger Fehler: Der Name oder die Adresse des Empfängers ist unvollständig oder falsch geschrieben, was die Zurechenbarkeit gefährdet.

Eröffnungssatz

In einfacher Sprache: Erklärt den Zweck des Schreibens: Bestätigung einer mündlichen oder informellen Kaufvereinbarung.

Beispielformulierung
Dieses Schreiben dient dazu, unsere Vereinbarung über den Kauf und die Bezahlung für bestimmte Waren von unserem Unternehmen zu bestätigen.

Häufiger Fehler: Der Zweck ist unklar oder zu schwach formuliert, sodass der Bestätigungscharakter nicht hervorgeht.

Warenaufzählung

In einfacher Sprache: Benennt die spezifischen Waren oder Produkte, die Gegenstand des Kaufvertrags sind.

Beispielformulierung
Wir haben vereinbart, die folgenden Waren an Sie versenden: [ARTIKEL]

Häufiger Fehler: Die Waren sind zu ungenau beschrieben (nur ‚Waren' statt konkreter Produktnamen und Mengen), was zu Missverständnissen führt.

Verweis auf Allgemeine Geschäftsbedingungen

In einfacher Sprache: Bindet die AGB des Verkäufers in den Vertrag ein und erklärt die Akzeptanz durch den Käufer.

Beispielformulierung
Sie erklären sich bereit, sich an unsere gedruckten Bedingungen und Konditionen zu halten, und stimmen außerdem zu, für die Ware in [ZAHLUNGSBEDINGUNGEN] zu bezahlen

Häufiger Fehler: Der Verweis auf die AGB ist schwach oder fehlt ganz, sodass ungeklärt bleibt, welche Regeln für Lieferung, Gewährleistung und Zahlung gelten.

Zahlungsbedingungen

In einfacher Sprache: Legt fest, wie und in welchen Zeiträumen der Kaufpreis bezahlt wird (z. B. in Raten).

Beispielformulierung
[…] in drei gleichen Raten zu bezahlen

Häufiger Fehler: Die Zahlungsbedingungen sind zu vage (z. B. ‚baldige Zahlung'), statt konkrete Fristen und Raten zu nennen.

Signaturbefugnis

In einfacher Sprache: Zeigt, dass das Schreiben von einer befugten Person unterzeichnet wird und eine verbindliche Willenserklärung darstellt.

Beispielformulierung
[Unterschrift] [Name, Titel]

Häufiger Fehler: Das Schreiben ist nicht unterzeichnet oder unterschrieben von einer Person, die keine Vollmacht zum Abschluss von Kaufverträgen hat.

Dokumentdatum

In einfacher Sprache: Dokumentiert den Zeitpunkt der Bestätigung und ist wichtig für die zeitliche Zuordnung und Verjährung.

Beispielformulierung
[DATUM, z. B. 2022-06-17]

Häufiger Fehler: Das Datum fehlt oder ist falsch, was die rechtliche Wirksamkeit und Zurechenbarkeit in Frage stellt.

Stempel und Kontaktdaten

In einfacher Sprache: Zeigt die Identität des Unternehmens und ermöglicht es dem Empfänger, bei Fragen Rücksprache zu halten.

Beispielformulierung
[Firmenname] [Anschrift] [Telefon] [E-Mail] [ggf. Registernummer]

Häufiger Fehler: Kontaktdaten sind unvollständig oder fehlen, sodass der Empfänger das Unternehmen nicht korrekt identifizieren kann.

So füllen Sie sie aus

  1. 1

    Laden Sie die Vorlage herunter und öffnen Sie sie in Word

    Klicken Sie auf den Download-Button und öffnen Sie die Datei in Microsoft Word oder einem kompatiblen Programm. Speichern Sie eine Kopie mit dem Namen des Kunden oder des Auftrags.

    💡 Nutzen Sie die Suchen-und-Ersetzen-Funktion (Strg+H), um schnell alle Platzhalter zu ersetzen.

  2. 2

    Geben Sie das aktuelle Datum ein

    Tragen Sie oben links das Datum des Schreibens ein (Format: Tag.Monat.Jahr oder JJJJ-MM-TT).

    💡 Verwenden Sie das Datum des Tages, an dem Sie die Bestätigung versenden.

  3. 3

    Ergänzen Sie die Empfängerdaten

    Ersetzen Sie [NAME], [ADRESSE], [STADT, BUNDESLAND], [POSTLEITZAHL] und [ANSPRECHPARTNER] durch die tatsächlichen Daten des Kunden.

    💡 Stellen Sie sicher, dass die Namen und Adressen korrekt geschrieben sind — Fehler wirken unprofessionell.

  4. 4

    Beschreiben Sie die Waren genau

    Ersetzen Sie [ARTIKEL] durch eine detaillierte Aufzählung der Waren: Produktname, Menge, Einheit, Preis pro Einheit und Gesamtpreis je Position.

    💡 Je genauer die Warenbeschreibung, desto weniger Missverständnisse später. Nutzen Sie bei Bedarf eine separate Tabelle.

  5. 5

    Legen Sie die Zahlungsbedingungen fest

    Ersetzen Sie [ZAHLUNGSBEDINGUNGEN] durch die vereinbarte Zahlung (z. B. ‚drei gleichen Raten à [BETRAG] am [DATUM]' oder ‚innerhalb von 14 Tagen nach Erhalt der Rechnung').

    💡 Sein Sie konkret: Nennen Sie Beträge, Daten und Zahlungswege (Überweisung, Scheck, Kredit).

  6. 6

    Überprüfen Sie die Allgemeinen Geschäftsbedingungen

    Vergewissern Sie sich, dass Sie eine aktuelle Version Ihrer AGB haben und dass diese dem Kunden zugänglich sind (z. B. auf Ihrer Website oder als Anlage).

    💡 Wenn der Kunde bereits bekannt ist, können Sie auf eine frühere Bestätigung verweisen: ‚wie in unseren üblichen Geschäftsbedingungen festgehalten'.

  7. 7

    Unterzeichnen Sie das Schreiben

    Drucken Sie das Dokument aus und unterzeichnen Sie es von Hand, oder geben Sie Ihren vollständigen Namen und Titel ein, wenn Sie es digital versenden.

    💡 Persönliche Unterschriften wirken vertrauenswürdiger; bei E-Versand ist eine digitale Signatur (z. B. aus Outlook) ein gutes Kompromiss.

  8. 8

    Speichern, drucken oder versenden

    Speichern Sie das fertige Dokument, exportieren Sie es als PDF und versenden Sie es per Post oder E-Mail. Behalten Sie eine Kopie für Ihre Unterlagen.

    💡 Versenden Sie das Schreiben per Einschreiben oder mit Lesebestätigung, um im Streitfall nachzuweisen, dass der Kunde es erhalten hat.

Häufig gestellte Fragen

Was ist der Unterschied zwischen einer Bestätigung eines Kaufvertrags und einem Kaufvertrag selbst?

Eine Kaufvertrag-Bestätigung dokumentiert eine mündliche oder informelle Absprache schriftlich, ohne dass beide Parteien das Dokument unterzeichnen müssen — es reicht oft die Unterschrift des Verkäufers. Ein vollständiger Kaufvertrag ist hingegen ein formelles, von beiden Parteien unterzeichnetes Dokument mit detaillierten Bedingungen, Lieferterminen, Gewährleistungen und eventuellen Strafen. Für einfache, regelmäßige Geschäfte mit bekannten Kunden reicht oft eine Bestätigung aus.

Muss der Kunde die Bestätigung unterschreiben, damit sie rechtlich bindend ist?

Nein, nicht unbedingt. Eine von Ihnen (als Verkäufer) unterzeichnete Bestätigung stellt ein verbindliches Angebot dar. Wenn der Kunde die Ware anschließend annimmt und bezahlt, hat er das Angebot konkludent angenommen — der Vertrag ist zustande gekommen. Allerdings ist es sicherer, wenn der Kunde die Bestätigung ebenfalls unterschreibt oder per E-Mail bestätigt, dass er die Bedingungen akzeptiert. Damit vermeiden Sie spätere Streitigkeiten über das Zustandekommen des Vertrags.

Was soll ich tun, wenn der Kunde die Bestätigung anfechtet oder Teile ablehnt?

Wenn der Kunde der Bestätigung ganz oder teilweise widerspricht, sollten Sie das schriftlich dokumentieren und mit ihm neu verhandeln. Senden Sie eine überarbeitete Bestätigung zu, die die Änderungen berücksichtigt. Lassen Sie diese vom Kunden per E-Mail oder Unterschrift bestätigen. Wenn keine Einigung möglich ist und die Ware bereits versandt wurde, besteht das Risiko eines Rechtsstreits — in diesem Fall sollten Sie einen Anwalt konsultieren.

Wie lange sollte ich die Bestätigung aufbewahren?

Bewahren Sie die Bestätigung mindestens so lange auf, wie die gesetzliche Verjährungsfrist läuft. In Deutschland beträgt die Standard-Verjährungsfrist für Kaufverträge drei Jahre nach Ende des Jahres, in dem die Ware geliefert wurde. Besser ist es, alle Kaufbestätigungen dauerhaft zu archivieren — am besten digital gescannt und mit der Kundennummer benannt.

Kann ich die Bestätigung auch per E-Mail versenden, oder muss sie gedruckt und per Post gehen?

Die Bestätigung kann per E-Mail versandt werden, und sie ist rechtlich genauso wirksam wie ein gedrucktes Original — vorausgesetzt, die Unterschrift oder der Absender sind eindeutig identifizierbar. Viele Unternehmen versenden Bestätigungen als PDF per E-Mail. Tipp: Nutzen Sie Lesebestätigungen oder Einschreiben mit Rückschein, um im Streitfall nachzuweisen, dass der Kunde die Bestätigung erhalten hat.

Was sollte ich beachten, wenn ich die Bestätigung ins Ausland versende?

Bei grenzüberschreitenden Käufen sollten Sie zusätzlich die Lieferbedingungen genau definieren (z. B. Incoterms wie ‚FOB' oder ‚CIF'), die geltende Währung, die Versandart und eventuelle Zollbestimmungen angeben. Auch der Ort der Vertragserfüllung und die anwendbare Rechtsordnung sollten geklärt sein. Konsultieren Sie in komplexeren Fällen einen auf internationales Handelsrecht spezialisierten Anwalt.

Wie füge ich mehrere Positionen / Artikel in die Bestätigung ein?

Statt [ARTIKEL] direkt in den Text zu schreiben, erstellen Sie eine Tabelle unter der Betreffzeile mit den Spalten: Pos.-Nr., Artikel / Beschreibung, Menge, Einheit, Preis pro Einheit, Gesamtpreis. Dies wirkt professioneller und ist übersichtlicher. Die Tabelle kann beliebig viele Zeilen enthalten. Am Ende der Tabelle addieren Sie die Gesamtsumme und verweisen auf die Zahlungsbedingungen.

Kann ich automatisch Bestätigungen für wiederkehrende Kunden generieren?

Ja. Erstellen Sie eine Vorlage mit den Standarddaten des Kunden (Name, Adresse, AGB-Referenz) und füllen Sie nur noch die variablen Daten (Datum, Artikel, Mengen, Preise) aus. Manche E-Commerce- und ERP-Systeme bieten automatische Bestätigungsschreiben, die beim Auftragseingang generiert und versandt werden. Dies spart Zeit und reduziert Fehler.

Was passiert, wenn die Ware beschädigt ankommt oder nicht den Erwartungen entspricht?

Wenn die Ware beschädigt oder fehlerhaft ankommt, sollte der Kunde dies unverzüglich (spätestens innerhalb von 10 Tagen) schriftlich rügen — das sollte in Ihren AGB festgehalten sein. Bei Beanstandungen empfehlen wir, mit dem Kunden freundlich zu kommunizieren und eine Lösung (Ersatz, Gutschrift) anzubieten. Generell können Sie in der Bestätigung eine Frist für die Geltendmachung von Gewährleistungsansprüchen festhalten (z. B. 6 Monate).

Im Vergleich zu Alternativen

vs Allgemeiner Geschäftsbrief

Ein allgemeiner Geschäftsbrief dient der freien Kommunikation zwischen Unternehmen — er hat keine rechtliche Vertragsfunktion. Die Bestätigung eines Kaufvertrags hingegen ist ein Vertragsangebot, das rechtliche Konsequenzen hat: Sie verpflichten sich, die Ware zu liefern, und der Kunde erklärt sich bereit zu zahlen. Verwenden Sie einen Geschäftsbrief für Anfragen oder Informationen, die Kaufvertrag-Bestätigung für verbindliche Geschäfte.

vs Proforma-Rechnung

Eine Proforma-Rechnung ist ein Entwurf einer Rechnung, der vor der eigentlichen Lieferung versandt wird — oft für Zollzwecke oder zur Vorabinformation. Sie ist nicht zahlung erzwingend. Eine Kaufvertrag-Bestätigung hingegen dokumentiert eine bereits getroffene Vereinbarung und ist bindend. Sie verwenden beide zusammen: zuerst die Bestätigung (Vertrag), dann bei Lieferung die Proforma-Rechnung (Zahlungsaufforderung).

vs Bestellformular

Ein Bestellformular wird vom Käufer an den Verkäufer gesendet und ist ein Angebot des Käufers, etwas zu kaufen. Eine Kaufvertrag-Bestätigung wird vom Verkäufer zum Käufer gesendet und ist eine Annahme oder Bestätigung des Angebots. Für vollständige Rechtssicherheit sollten Sie ein Bestell formular erhalten und es mit einer Bestätigungsmail oder -schreiben akzeptieren.

vs Vollständiger Kaufvertrag (AGB inklusive)

Ein vollständiger Kaufvertrag enthält umfangreiche Bedingungen (Gewährleistung, Haftung, Stornierung, Datenschutz etc.) und wird von beiden Parteien unterzeichnet. Eine Bestätigung ist kürzer und verweist auf Ihre bestehenden AGB. Verwenden Sie die Bestätigung für schnelle, einfache Geschäfte; verwenden Sie einen vollständigen Vertrag für komplexe oder hochwertige Transaktionen.

Branchenspezifische Hinweise

Großhandel und Vertrieb

Großhändler verwenden diese Bestätigung, um Bestellungen von Einzelhändlern oder Wiederverkäufern schriftlich zu dokumentieren und Zahlungsbedingungen wie Ratenzahlungen oder Skonti festzuhalten.

Fertigungsindustrie und Handwerk

Hersteller und Handwerksbetriebe nutzen die Vorlage, um kundenspezifische Aufträge zu bestätigen und Lieferterminen, Spezifikationen und Bezahlungsmodalitäten klarzustellen.

Einzelhandel und E-Commerce

Online- und Offline-Einzelhändler versenden automatisierte Bestätigungen an Kunden, um Kaufabsprachen zu dokumentieren und Rücksendungs- oder Gewährleistungsrichtlinien zu kommunizieren.

Rohstoffe und Chemikalien

Unternehmen in der Rohstoff- und Chemieindustrie nutzen detaillierte Bestätigungen, um Liefermengen, Qualitätsstandards und Zahlungsbedingungen für größere Industrieaufträge festzuhalten.

Möbel und Einrichtung

Möbelhersteller und -händler verwenden die Vorlage, um Bestellungen von Innenarchitekten, Designern und Privatkunden zu bestätigen und lange Lieferzeiten oder Customisierungswünsche zu dokumentieren.

Elektrotechnik und Maschinenbau

Hersteller technischer Komponenten nutzen ausführliche Bestätigungen, um technische Spezifikationen, Liefernormen und Abnahmebedingungen für B2B-Kunden schriftlich festzuhalten.

Hinweise zur Rechtsprechung

In Deutschland unterliegen Kaufverträge dem BGB (Bürgerliches Gesetzbuch), insbesondere §§ 433–480. Eine schriftliche Bestätigung schafft Klarheit über das Angebot und die Annahme und ist vor Gericht leichter nachzuweisen als mündliche Absprachen.

In Österreich gelten ähnliche Regeln im ABGB (Allgemeines Bürgerliches Gesetzbuch). Schriftliche Bestätigungen sind auch dort empfohlen, um Missverständnisse zu vermeiden und die Bindungskraft des Vertrags zu sichern.

Vorlage oder Anwalt — was passt?

WegAm besten fürKostenZeit
Vorlage verwendenRoutineaufträge mit bekannten Kunden und standardisierten Waren unter 5.000 EUR.Kostenlos (Download) + ca. 15–30 Min. Bearbeitungszeit pro Bestätigung.10–15 Minuten pro Bestätigung (schnell adaptierbar).
Vorlage + RechtsprüfungAufträge über 10.000 EUR oder mit ungewöhnlichen Bedingungen (langen Ratenzahlungen, speziellen Gewährleistungen).Vorlage kostenlos + ca. 150–300 EUR für rechtliche Prüfung pro Bestätigung durch Anwalt.1–2 Tage (inklusive Anwaltsprüfung).
MaßgeschneidertHochwertige oder komplexe Transaktionen (Großaufträge über 50.000 EUR, internationale Geschäfte, längerfristige Lieferverträge).800–2.000 EUR für maßgeschneiderten Vertrag durch Anwalt.3–7 Tage (individuelles Drafting und Verhandlung).

Glossar

Kaufvertrag
Rechtsverbindliche Vereinbarung zwischen zwei Parteien über den Kauf und Verkauf von Waren gegen Zahlung eines Kaufpreises.
Bestätigung
Schriftliche Erklärung, dass eine mündlich getroffene Vereinbarung oder ein Geschäftsvorbehalt dokumentiert und anerkannt wird.
Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB)
Standardtexte eines Unternehmens, die für alle Geschäfte gelten, sofern nicht ausdrücklich andere Bedingungen vereinbart sind.
Ratenzahlung
Vertragliche Vereinbarung, den Gesamtkaufpreis in mehreren zeitlich gestaffelten Zahlungen zu leisten.
Ansprechpartner
Die Person beim Kunden, an die das Schreiben adressiert ist und mit der der Kaufvertrag verhandelt wurde.
Artikel
Die Waren oder Produkte, die Gegenstand des Kaufvertrags sind und übermittelt werden sollen.
Versand
Die Beförderung und Lieferung der gekauften Waren an den Kunden.
Konditionen
Die Bedingungen eines Kaufs, insbesondere Preise, Zahlungsbedingungen, Rabatte und Lieferbedingungen.
Geschäftsbriefvorlage
Ein vorgefertigtes Schreiben mit Standard-Layout und Formatierung, das für wiederholte geschäftliche Zwecke verwendet wird.
Platzhalter
Markierter Text (z. B. [ANSPRECHPARTNER]), der durch spezifische Informationen des Einzelfalls ersetzt wird.

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