Vereinbarung über Hosting

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FreiVereinbarung über Hosting

Auf einen Blick

Was es ist
Eine Vereinbarung über Hosting regelt die Bereitstellung von Zugang, Wartung und Hosting-Diensten für webbasierte Software und Online-Services. Diese Vorlage ist ein professionelles Word-Dokument, das alle relevanten Klauseln für SaaS- und Cloud-Hosting-Verträge enthält und als kostenloser Download zur Verfügung steht.
Wann Sie es brauchen
Sie benötigen diese Vereinbarung, wenn Sie Softwarelösungen, Cloud-Dienste oder webbasierte Plattformen anbieten und mit Kunden einen verbindlichen Rahmen für Dienstleistung, Wartung und Zugangsrechte festlegen möchten. Sie schützt beide Parteien durch klare Regelungen zu Verantwortlichkeiten, Gebühren und Nutzungsrechten.
Was enthalten ist
Die Vorlage umfasst Abschnitte zu Serviceerbringung und Kundensupport, Verantwortlichkeiten beider Parteien, Eigentumsrechte an Software und Kundendaten, Gebührenregelung und Zahlungsbedingungen, sowie Lizenzbestimmungen für die Softwarenutzung.

Was ist eine Vereinbarung über Hosting?

Eine Vereinbarung über Hosting ist ein rechtsverbindlicher Vertrag zwischen einem Hosting-Provider (dem Unternehmen) und einem Kunden, der regelt, wie die technische Infrastruktur, Software und Online-Services bereitgestellt, gepflegt und unterstützt werden. Diese Vorlage ist ein professionelles Word-Dokument, das alle wichtigen Klauseln für SaaS-Hosting, Webhosting und Cloud-Services enthält — vollständig in deutscher Sprache und kostenlos zum Download. Das Dokument ist online bearbeitbar und kann direkt in Word ausgefüllt werden, bevor es von beiden Parteien unterzeichnet wird.

Die Vereinbarung definiert die genauen Leistungen (z. B. 24/7-Zugang zur Software, technischer Support in bestimmten Stunden), die gegenseitigen Pflichten (z. B. Kundenverantwortung für Internet-Verbindung, Provider-Verantwortung für Server und Updates), Gebühren und Zahlungstermine, sowie Eigentumsrechte an Software und Kundendaten. Sie schützt beide Seiten durch klare Grenzen und verhindert spätere Missverständnisse oder rechtliche Streitigkeiten.

Warum Sie dieses Dokument brauchen

Wenn Sie Software, webbasierte Anwendungen oder Server-Dienste anbieten, ist eine professionelle Hosting-Vereinbarung unverzichtbar. Ohne sie entstehen schnell Konflikte: Kunden wissen nicht, welche Zeiten Support verfügbar ist; Sie können nicht durchsetzen, dass Kundendaten nicht kopiert oder weitergegeben werden; Gebühren und Zahlungsbedingungen sind unklar; und bei Ausfällen oder Datenverlusten fehlt es an rechtlicher Klarheit, wer verantwortlich ist.

Eine schriftliche Vereinbarung schützt Ihr Unternehmen vor unbegrenzter Haftung, sichert Ihr geistiges Eigentum (die Software), und definiert klare Zahlungs- und Support-Pflichten. Sie gibt auch Kunden Sicherheit, da sie wissen, was sie bekommen und wie Sie sich verhalten müssen. In Streitfällen ist eine dokumentierte Vereinbarung oft der Unterschied zwischen gewonnenen und verlorenen Rechtsstreits. Laden Sie diese Vorlage jetzt herunter, passen Sie die Gebühren, Support-Zeiten und spezifischen Services an, und erhalten Sie sofort ein professionelles, rechtlich fundiertes Dokument.

Welche Variante passt zu Ihrer Situation?

Wenn Ihre Situation ist…Diese Vorlage verwenden
Für Web-Software, die im Browser läuft und keine Installation verlangt.Standard-Hosting für SaaS-Anwendungen
Wenn der Kunde einen eigenen, nicht geteilten Server betreibt.Dedicated-Server-Hosting
Für Angebote von virtuellen Maschinen, Speicher und Rechenleistung.Cloud-Infrastruktur-Vereinbarung
Kombiniert Website-Hosting mit verwalteten E-Mail-Konten.Webhosting mit E-Mail-Services
Für umfangreiche Verwaltung, Überwachung und technische Unterstützung.Managed Services Agreement
Regelt spezialisierte Sicherungs- und Wiederherstellungsdienste.Backup- und Disaster-Recovery-Vereinbarung

Häufige Fehler vermeiden

❌ Support-Zeiten unklar oder nicht definiert

Warum es wichtig ist: Der Kunde weiß nicht, wann Hilfe verfügbar ist, was zu Frustration führt, wenn Probleme außerhalb der Zeiten auftreten.

Fix: Definieren Sie explizit Geschäftszeiten und Notfall-Support; nennen Sie Kontaktoptionen (Telefon, E-Mail, Ticketsystem).

❌ Eigentumsverhältnisse an Kundendaten unklar

Warum es wichtig ist: Es entstehen Rechtsstreitigkeiten, wenn der Provider Daten verwenden möchte oder der Kunde das Hosting beendet.

Fix: Klar festhalten: Kundendaten gehören dem Kunden; der Provider hat nur Zugriff für Service-Betrieb, nicht für Marketing oder Weitergabe.

❌ Keine Regelung für Preisänderungen

Warum es wichtig ist: Der Provider kann die Gebühren später stark erhöhen; der Kunde hat keine Möglichkeit, sich zu schützen.

Fix: Vereinbaren Sie Preisbindung für einen definierten Zeitraum (z. B. 12 Monate) und verpflichten Sie den Provider, Änderungen 60 Tage vorher zu kommunizieren.

❌ Zu breite Erlaubnis für Dekompilierung oder Reverse-Engineering

Warum es wichtig ist: Der Kunde könnte die proprietäre Software kopieren oder an Konkurrenten weitergeben.

Fix: Verbieten Sie explizit Dekompilierung, Quelcodeoffenlegung, Modifizierung und Weiterlizenzierung der Software.

❌ Keine Verlustbegrenzungsklausel (Liability Cap)

Warum es wichtig ist: Ein Fehler des Providers könnte Millionenschäden verursachen, für die dieser unbegrenzt haften muss.

Fix: Begrenzen Sie die Haftung auf monatliche Gebühren oder ein maximales Schadensersatz; schließen Sie Folgeschäden aus.

❌ Zahlungsbedingungen nicht präzise

Warum es wichtig ist: Verzögerungen bei Rechnungsstellung oder Zahlungen führen zu Unstimmigkeiten und rechtlichen Problemen.

Fix: Legen Sie Rechnungsdatum, Zahlungsfrist, Verzugszinsen und Kündigungsrecht bei Zahlungsausfällen fest.

Die 11 wichtigsten Klauseln, erklärt

Vereinbarungszweck

In einfacher Sprache: Definiert, worum es in der Vereinbarung geht und welche Dienste erbracht werden.

Beispielformulierung
Diese Vereinbarung wird geschlossen für die Bereitstellung von webbasiertem Zugang zur Software [SOFTWARENAME], einschließlich Zugang, Wartung und Hosting-Dienste sowie Online-Nachrichten-Management.

Häufiger Fehler: Zu vague Beschreibung der Services, die zu Missverständnissen über Art und Umfang der Leistung führt.

Erbringung der Hosting-Dienste

In einfacher Sprache: Regelt, wie der Provider die Dienste bereitstellt und welche Zusammenarbeit der Kunde leisten muss.

Beispielformulierung
Das Unternehmen stellt Zugang, Wartung und Hosting-Services zur Software bereit, die auf den Servern des Unternehmens installiert ist. Der Kunde gewährt dem Unternehmen Zugang zu notwendigen Räumlichkeiten und Geräten.

Häufiger Fehler: Keine Klärung, wer für technische Fehler oder Ausfallzeiten verantwortlich ist.

Kundenbetreuung und Support

In einfacher Sprache: Legt fest, welche Support-Zeiten und Umfang der Provider anbietet.

Beispielformulierung
Das Unternehmen stellt [ANZAHL] Stunden pro Tag, [ANZAHL] Tage in der Woche telefonische Live-Kundenbetreuung durch ausgebildete Kundenbetreuer zur Verfügung.

Häufiger Fehler: Unklare Support-Zeiten oder keine Regelung für Notfälle außerhalb der normalen Geschäftszeiten.

Verantwortlichkeiten des Kunden

In einfacher Sprache: Beschreibt, welche Aufgaben der Kunde selbst erfüllen muss, um die Dienste nutzen zu können.

Beispielformulierung
Der Kunde ist verantwortlich für Internet-Zugang, Telekommunikations-Ausrüstung, Software und Materialien am eigenen Standort. Der Kunde informiert das Unternehmen über alle Änderungen an seiner Ausstattung, die die Hosting-Dienste beeinflussen.

Häufiger Fehler: Zu wenig Detail über notwendige Infrastruktur beim Kunden, was zu Kompatibilitätsproblemen führt.

Zulässige Nutzung der Systeme

In einfacher Sprache: Verbietet illegale oder schädliche Nutzung der gehosteten Software und Systeme.

Beispielformulierung
Der Kunde stimmt zu, über das System keine schädlichen Materialien zu übertragen, zurückzuübertragen oder zu speichern, die in Verletzung geltender Gesetze oder in Verletzung von Eigentumsrechten Dritter stehen.

Häufiger Fehler: Zu breite oder zu unspezifische Verbote, die legitime Geschäftstätigkeiten des Kunden einschränken.

Lizenzgewährung und Einschränkungen

In einfacher Sprache: Räumt dem Kunden das Recht zur Softwarenutzung ein und verbietet Reverse-Engineering oder Weiterlizenzierung.

Beispielformulierung
Das Unternehmen gewährt dem Kunden eine nicht-exklusive, nicht-übertragbare, beschränkte Lizenz, ausschließlich an Benutzer, um die Software nur in Verbindung mit den Hosting-Diensten zu verwenden. Der Kunden darf die Software nicht dekompilieren, zerlegen oder den Quellcode versuchen festzustellen.

Häufiger Fehler: Keine klare Regelung darüber, welche Parteien auf die Software zugreifen dürfen (Mitarbeiter, Subunternehmer, Partner).

Eigentumsrechte und Kundendaten

In einfacher Sprache: Klärt, wem die Software, das System und die Kundendaten gehören.

Beispielformulierung
Alle Rechte, Titel und Anrechte an der Software und am System bleiben Eigentum des Unternehmens. Die Online-Nachrichten sind Eigentum des Kunden; das Unternehmen darf darauf zugreifen nur insoweit dies für Service-Erbringung, Systemwartung, Gesetzeseinhaltung und Kundenschutz erforderlich ist.

Häufiger Fehler: Ambiguität über Datenownership, besonders bei Modifikationen oder durch der Kunde hochgeladenen Daten.

Gebühren und Zahlungsbedingungen

In einfacher Sprache: Bestimmt, wie viel der Kunde zahlt und wann die Zahlung fällig ist.

Beispielformulierung
Der Kunde zahlt die Gebühren und Kosten für Hosting-Dienste am oder vor dem [TAG] des Monats, in welchem die Dienste bereitgestellt werden. Zusätzliche Kosten werden im folgenden Monat in Rechnung gestellt. Verspätete Zahlungen unterliegen einem Säumniszuschlag von [PROZENTSATZ] % pro Monat.

Häufiger Fehler: Keine Regelung für Preiserhöhungen oder unerwartete Zusatzkosten, die später zu Konflikten führen.

Berichte und Zugangspasswörter

In einfacher Sprache: Regelt, wie der Kunde Informationen zu Nutzung erhält und wie Passwörter behandelt werden.

Beispielformulierung
Der Kunde kann auf Nutzungsberichte zugreifen über eine kennwortgeschützte Website des Unternehmens. Der Kunde trägt die Verantwortung für Vertraulichkeit dieser Kennwörter und darf nur berechtigten Mitarbeitern Zugang gewähren.

Häufiger Fehler: Keine Regelung für Passwortänderung bei Mitarbeiterwechsel oder verdächtige Aktivitäten.

Nutzungsrechte Dritter und Mitarbeiter

In einfacher Sprache: Klärt, ob Unterauftragnehmer, Partner oder Mitarbeiter des Kunden auf die Systeme zugreifen dürfen.

Beispielformulierung
Der Kunde darf diese Vereinbarung oder die Zugangsrechte nicht an Dritte abtreten oder zedieren, außer dass er seinen Mitarbeitern und Agenten weltweit Zugang zum System des Unternehmens gewähren darf.

Häufiger Fehler: Zu restriktive Regelung, die legitime Geschäftsabläufe (z. B. Outsourcing) blockiert.

Nicht belegte Dienstleistungen

In einfacher Sprache: Regelt, welche Services NICHT in den Hosting-Gebühren enthalten sind.

Beispielformulierung
Die Hosting-Gebühren enthalten nicht den Personaleinsatz, Schulung oder sonstige Beratung oder professionelle Dienstleistungen, die in einer separaten Leistungsbeschreibung dokumentiert werden.

Häufiger Fehler: Unklare Grenzen zwischen included und excluded Services führen zu Missverständnissen über Zusatzkosten.

So füllen Sie sie aus

  1. 1

    Gültigkeitsdatum und Parteien eintragen

    Geben Sie das Datum ein, ab dem die Vereinbarung wirksam wird, sowie den vollständigen Namen, die Rechtsform und die Adresse des Hosting-Unternehmens und des Kunden ein.

    💡 Verwenden Sie offizielle Firmennamen aus dem Handelsregister; Abkürzungen führen später zu Zweifel über die Gültigkeit der Unterschriften.

  2. 2

    Softwarename und Anhänge spezifizieren

    Nennen Sie die Software oder Plattform, die gehostet wird, und verweisen Sie auf alle Anhänge (z. B. Service-Level-Agreement, Preismodell).

    💡 Nummerieren Sie Anhänge (A, B, C) konsistent und referenzieren Sie sie gleich mehrmals; dies verhindert Verwechslungen später.

  3. 3

    Support- und Betreuungszeiten definieren

    Geben Sie ein, wie viele Stunden pro Tag und wie viele Tage pro Woche Kundenbetreuung angeboten wird (z. B. 8 Stunden pro Tag, 5 Tage pro Woche).

    💡 Seien Sie realistisch; unerfüllbare Versprechungen führen zu Kundenbeschwerden und rechtlichen Problemen.

  4. 4

    Gebühren und Zahlungstermine eintragen

    Geben Sie die monatlichen oder jährlichen Hosting-Gebühren ein, den Zahlungstag des Monats, die Währung und die Verzugszinsen für verspätete Zahlungen an.

    💡 Achten Sie auf die für Ihr Land zulässigen Maximalsätze für Verzugszinsen; zu hohe Sätze sind oft nicht durchsetzbar.

  5. 5

    Landes- und Bundeslandgesetze anpassen

    Ersetzen Sie [BUNDESLAND/STAAT] mit dem relevanten Bundesland oder Gerichtsstand, unter dem die Vereinbarung ausgelegt werden soll.

    💡 In Deutschland ist der Sitz des Hosting-Providers meist der relevante Gerichtsstand; bei internationalen Kunden kann Schweizer oder österreichisches Recht nötig sein.

  6. 6

    Zusatzleistungen und Ausnahmen dokumentieren

    Fügen Sie in einer Leistungsbeschreibung an, welche zusätzlichen Services (Schulung, Implementierung, Custom Development) nicht im Standard-Paket enthalten sind und welche Kosten sie verursachen.

    💡 Eine detaillierte Leistungsbeschreibung verhindert Missverständnisse und reduziert Streitigkeiten über Zusatzkosten.

  7. 7

    Beide Parteien unterzeichnen

    Stellen Sie sicher, dass ein autorisierter Vertreter des Hosting-Unternehmens und des Kunden das Dokument unterzeichnet und alle Daten vollständig sind.

    💡 Digitale Signaturen sind rechtsgültig; drucken und unterzeichnen Sie, falls Sie vorziehen, und scannen Sie dann zur Archivierung.

Häufig gestellte Fragen

Was ist der Unterschied zwischen einer Hosting-Vereinbarung und einem SaaS-Vertrag?

Eine Hosting-Vereinbarung konzentriert sich auf die technische Bereitstellung von Servern, Speicher und Infrastruktur sowie deren Wartung und Support. Ein SaaS-Vertrag regelt zusätzlich den Zugang zur cloudgestützten Anwendung selbst, Updates und deren Features. Diese Vorlage deckt beide ab, da moderne Hosting oft Web-Software beinhaltet. Sie können sie verwenden, ob Sie nur Server anbieten oder eine komplette Softwarelösung betreiben.

Muss eine Hosting-Vereinbarung von einem Anwalt unterzeichnet werden?

Eine Hosting-Vereinbarung muss nicht zwingend von einem Anwalt unterzeichnet werden, jedoch wird es empfohlen, das Dokument von einem Rechtsanwalt prüfen zu lassen, besonders wenn große Kunden involviert sind oder hohe Betrag unter Vertrag stehen. Ein Anwalt kann sicherstellen, dass alle lokalen Gesetze (z. B. DSGVO für Datenschutz, deutsches Handelsrecht) eingehalten sind und dass Ihre Haftung angemessen begrenzt ist. Viele Schäden entstehen durch fehlerhafte oder unvollständige Klauseln.

Was ist ein Service-Level-Agreement (SLA) und sollte es in die Hosting-Vereinbarung aufgenommen werden?

Ein SLA ist ein zusätzliches Dokument, das technische Garantien festlegt (z. B. 99,9 % Uptime, maximale Ausfallzeiten, Ersatzzeiten für Fehler). Sie sollten ein SLA als Anhang zu Ihrer Hosting-Vereinbarung beifügen, nicht direkt darin integrieren, da SLAs oft technisch detailliert und regelmäßig angepasst werden. Ein gutes SLA schützt Sie beide: Es setzt realistische Erwartungen für den Kunden und definiert, wann Sie nicht garantieren können.

Wie handhabe ich Daten, wenn ein Kunde die Hosting-Vereinbarung beendet?

Die Vereinbarung sollte klar festhalten, dass der Kunde nach Kündigungsdatum eine Frist hat (z. B. 30 Tage), um seine Daten herunterzuladen oder zu einem anderen Provider zu migrieren. Nach dieser Frist können Sie die Daten löschen. Definieren Sie auch, was mit Backups geschieht. Ein reibungsloser Datentransfer verhindert Haftungsforderungen und bewahrt Ihren Ruf.

Kann ein Kunde meine gehostete Software an Dritte weitergeben?

Nein. Diese Vorlage verbietet ausdrücklich Weiterlizenzierung, Unterlizenzierung und kommerzielle Nutzung durch Dritte ohne Ihre Erlaubnis. Ein Kunde darf die Software nur für sich selbst und seine internen Mitarbeiter nutzen. Sie können jedoch eine Ausnahme erlauben, wenn der Kunde ein Geschäftspartner ist und Sie ein Mehrparteien-Lizenzmodell mit zusätzlichen Gebühren anbieten möchten.

Was bedeutet ‚nicht-exklusive' Lizenz in dieser Vereinbarung?

Eine nicht-exklusive Lizenz bedeutet, dass Sie als Provider Ihre Software auch anderen Kunden zur Verfügung stellen dürfen. Der Kunde erhält keinen exklusiven Zugriff. Dies ist typisch bei SaaS und Multi-Tenant-Hosting. Wenn ein Kunde exklusiven Zugriff möchte, benötigen Sie ein separates, teureres Modell (z. B. Dedicated Hosting).

Wie schütze ich meine Systeme vor illegalen Aktivitäten des Kunden?

Diese Vorlage verbietet bereits illegale Nutzung und Malware. Sie sollten zusätzlich ein regelmäßiges Monitoring durchführen (Logs, Anomalie-Erkennung) und das Recht einbehalten, verdächtige Aktivitäten zu untersuchen und das Konto zu sperren. Dokumentieren Sie alle Verstöße und halten Sie eine Kontaktregel für solche Fälle, damit Sie schnell reagieren können.

Was sind typische Verzugszinsen in Deutschland bei verspäteter Zahlung?

Laut deutschem Handelsrecht können Sie von geschäftlichen Kunden 5 Prozentpunkte über dem Basiszinssatz verlangen (aktuell oft 6–8 % p.a.). Von Verbrauchern darf die Quote nicht mehr als 5 % sein. Diese Vorlage hat einen Platzhalter [PROZENTSATZ] — erkundigen Sie sich bei Ihrem Anwalt nach dem aktuellen zulässigen Satz für Ihre Region.

Kann ich die Vereinbarung jederzeit ohne Grund kündigen?

Nein. Eine Hosting-Vereinbarung ist ein gegenseitiger Vertrag, und beide Seiten können normalerweise nur mit 30–90 Tagen Kündigungsfrist kündigen. Ausnahme: If der Kunde zahlungsrückständig ist oder gegen Regeln verstößt. Definieren Sie Kündigungsfrist, Kündigungsgründe und Datenlösch-Verfahren klar — diese Vorlage enthält einen Rahmen, aber Sie sollten eine separate Kündigungsklausel hinzufügen.

Im Vergleich zu Alternativen

vs Software-Lizenzvertrag

Ein Software-Lizenzvertrag regelt nur die Nutzungsrechte an Software, die lokal beim Kunden installiert ist. Eine Hosting-Vereinbarung umfasst zusätzlich die technische Infrastruktur, den Support, die Wartung und Online-Zugang. Hosting-Vereinbarungen sind notwendig für SaaS, Cloud-Services und webbasierte Anwendungen, wo der Provider die Infrastruktur kontrolliert. Wählen Sie eine Hosting-Vereinbarung, wenn Ihr Service zentral gehostet ist.

vs Dienstleistungsvertrag

Ein allgemeiner Dienstleistungsvertrag regelt Beratung, Implementierung oder Projektarbeit ohne laufenden technischen Support. Eine Hosting-Vereinbarung fokussiert auf kontinuierliche technische Bereitstellung, Verfügbarkeit und Support. Diese Vorlage ist spezifischer für Hosting-Szenarien. Sie können beide kombinieren, wenn Sie gleichzeitig Hosting und Dienstleistungen anbieten.

vs Datenschutzvereinbarung (Auftragsverarbeiter-Vertrag)

Eine Datenschutzvereinbarung (AV) regelt, wie Kundendaten behandelt und geschützt werden, besonders unter DSGVO. Eine Hosting-Vereinbarung regelt Service-Bereitstellung, Gebühren und Nutzungsrechte. Diese Vorlage enthält kurze Datenschutz-Hinweise, aber bei sensiblen Daten sollten Sie eine zusätzliche Auftragsverarbeiter-Vereinbarung abschließen, die der DSGVO genügt.

vs Managed-Services-Agreement (MSA)

Ein MSA ist ein umfassendes Framework-Dokument, das viele Dienstleistungen abdeckt (Hosting, Support, Infrastruktur, Sicherheit). Diese Hosting-Vereinbarung ist spezifischer auf Hosting fokussiert. Ein MSA ist besser für komplexe, mehrschichtige Partnerschaften; diese Vorlage für standardisierte Hosting-Services. Sie können diese Vorlage als Anhang zu einem umfassenderen MSA verwenden.

Branchenspezifische Hinweise

Softwareentwicklung und SaaS

SaaS-Unternehmen regeln damit Kundenacces zu cloudgestützten Anwendungen und garantieren technischen Support sowie Datensicherheit.

Web- und Internetservice-Provider

Provider definieren mit dieser Vereinbarung die Hosting-Infrastruktur, Verfügbarkeitsgarantien und technische Wartung für Kunden-Websites und -Anwendungen.

IT-Dienstleistungen und Managed Services

IT-Dienstleister nutzen diese als Grundlage, um Managed Hosting, Server-Verwaltung und 24/7-Monitoring klar zu regeln und ihre Haftung zu begrenzen.

E-Commerce und digitale Plattformen

Online-Marktplätze und E-Commerce-Plattformen sichern damit ihre technische Infrastruktur ab und definieren Kundenpflichten zur Datensicherheit und Nutzungsbeschränkungen.

Datenspeicher und Cloud-Services

Cloud-Anbieter regeln Dateneigentum, Zugriffskontrolle und die Verwendung von Kundendaten für Betrieb und Compliance, um DSGVO-Anforderungen zu erfüllen.

Telekommunikation und Connectivity

Telekommunikationsanbieter verwenden diese, um Hosting-Services als Zusatzprodukt anzubieten und technische Verantwortungen zwischen Provider und Kundengeräten klar zu trennen.

Hinweise zur Rechtsprechung

In Deutschland gelten die Vereinbarung unter deutschem Handelsrecht (HGB) und BGB. Verzugszinsen unterliegen dem aktuellen Basiszinssatz; die Vorlage sollte die aktuellen zulässigen Höchstsätze anpassen. DSGVO ist bindend für Datenschutz.

Österreich folgt ähnlich deutschem Recht (ABGB), aber mit eigenen Verzugszins-Regelungen. Die Vorlage ist anwendbar, sollte aber auf österreichische Gerichte und Rechtsnormen angepasst werden.

Vorlage oder Anwalt — was passt?

WegAm besten fürKostenZeit
Vorlage verwendenKleine bis mittlere Kunden, standardisierte Verträge, schnelle Implementierung ohne Anwalt.€0 (Download) + ggf. kleine Anpassungen selbst30–60 Minuten zum Ausfüllen und Anpassen
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Glossar

Hosting
Bereitstellung von Servern und Infrastruktur, auf denen Software, Websites oder Daten im Internet gehostet werden.
SaaS (Software as a Service)
Software, die über das Internet bereitgestellt wird, ohne dass eine Installation erforderlich ist.
API (Application Programming Interface)
Schnittstelle, die Anwendungen ermöglicht, miteinander zu kommunizieren und Daten auszutauschen.
Server
Hochleistungscomputer, der Daten speichert und diese Kunden über das Internet zur Verfügung stellt.
Uptime
Prozentualer Anteil der Zeit, in der ein Service verfügbar und funktionsfähig ist (z. B. 99,9 % Verfügbarkeit).
Lizenz (nicht-exklusiv)
Recht zur Nutzung der Software, das auch anderen Kunden eingeräumt werden darf.
Geistiges Eigentum
Rechte an Erfindungen, Software, Marken und kreativen Werken, die dem Urheber gehören.
Zahlungsrückstand
Nicht rechtzeitig gezahlte Rechnung, für die Strafgebühren anfallen können.
Kennwortschutz
Sicherheitsmechanismus, der Zugang zu Systemen nur mit Authentifizierung erlaubt.
Online-Nachrichten
Daten, Anfragen und Kommunikation, die Kunden über die gehostete Plattform erhalten.
System des Unternehmens
Server, Speicher, Software und technische Infrastruktur des Hosting-Providers.
Unterlizenzen
Weitergabe von Nutzungsrechten an Dritte, die sonst nur dem ursprünglichen Lizenznehmer zustehen.

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