Einseitige Haftungsfreistellung

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FreiEinseitige Haftungsfreistellung

Auf einen Blick

Was es ist
Eine einseitige Haftungsfreistellung ist eine rechtsverbindliche Vereinbarung, mit der der Gläubiger (Anspruchsberechtigte) den Schuldner (Zahlende) vollständig und unwiderruflich von einer bestimmten Forderung entlastet. Das Dokument liegt als kostenloser Word-Download vor und kann individuell angepasst werden.
Wann Sie es brauchen
Sie benötigen diese Vorlage, wenn Sie eine Schuld erlassen möchten, einen Rechtsstreit beilegen wollen oder eine Geschäftsbeziehung bereinigen müssen. Sie schützt beide Parteien: Der Gläubiger verzichtet rechtssicher auf seine Forderung, der Schuldner erhält Gewissheit über die Beendigung seiner Haftung.
Was enthalten ist
Das Dokument enthält die Parteienangaben (Zahlende und Anspruchsberechtigte), eine Präambel zur Beschreibung der ursprünglichen Verschuldung, die Gegenleistung (Zahlungsbetrag oder andere Leistung) und die Freigabeklausel, die alle Ansprüche und Schadensersatzforderungen restlos aufhebt.

Was ist eine Vorlage „Einseitige Haftungsfreistellung"?

Eine einseitige Haftungsfreistellung ist ein rechtsverbindliches Dokument, in dem der Gläubiger (Anspruchsberechtigte) den Schuldner (Zahlende) endgültig und unwiderruflich von einer bestimmten Schuld oder Forderung entlastet. Das Dokument regelt die Einzelheiten: welche Schuld entfällt, welche Gegenleistung der Schuldner dafür erbringt, und dass alle damit verbundenen Schadensersatzansprüche aufgegeben werden. Sie erhalten die Vorlage als kostenloser Word-Download, den Sie individuell mit Namen, Daten, Beträgen und Beschreibungen der Schuld ausfüllen. Das Dokument kann dann von beiden Parteien unterzeichnet und bei Bedarf notariell beglaubigt werden.

Warum Sie dieses Dokument brauchen

Offene Forderungen zwischen Geschäftspartnern, Kunden oder Lieferanten führen zu Rechtsunsicherheit, verschlimmern Beziehungen und können zu kostspieligen Rechtsstreitigkeiten führen. Ohne schriftliche Vereinbarung kann jede Partei später behaupten, dass die Schuld noch besteht oder dass andere Ansprüche ausstehen. Mit einer einseitigen Haftungsfreistellung setzen Sie einen rechtlich bindenden Schlussstrich: Der Gläubiger verzichtet nachweislich auf seine Forderung, der Schuldner erhält die Sicherheit, dass keine Klage oder Forderung mehr droht. Das ist besonders wichtig bei Geschäftsauflösungen, Vergleichsregelungen nach Rechtsstreitigkeiten oder wenn Sie eine problematische Schuld gegen eine Teilzahlung bereinigen möchten. Eine saubere Dokumentation schützt beide Seiten vor späteren Missverständnissen und rechtlichen Herausforderungen.

Welche Variante passt zu Ihrer Situation?

Wenn Ihre Situation ist…Diese Vorlage verwenden
Der Gläubiger entlastet den Schuldner einseitig gegen Zahlung oder sonstige Gegenleistung.Einseitige Haftungsfreistellung (Standard)
Beide Parteien entlasten sich gegenseitig von allen Forderungen und Ansprüchen.Gegenseitige Haftungsfreistellung
Nur bestimmte Forderungen werden erlassen; andere Schulden bleiben bestehen.Teilweise Haftungsfreistellung
Der Schuldner zahlt die Gegenleistung in Raten; die Freigabe erfolgt nach vollständiger Zahlung.Haftungsfreistellung mit Ratenzahlung
Der Gläubiger verzichtet aus geschäftlichen oder persönlichen Gründen vollständig auf die Forderung.Haftungsfreistellung ohne Gegenleistung

Häufige Fehler vermeiden

❌ Vage oder fehlende Beschreibung der Schuld

Warum es wichtig ist: Es wird später unklar, welche Forderungen tatsächlich entfallen, und der Gläubiger kann behaupten, dass andere Ansprüche noch bestehen.

Fix: Nennen Sie alle relevanten Rechnungen, Verträge, Daten und Beträge explizit in der Präambel und Freigabeklausel.

❌ Keine oder unklare Gegenleistung

Warum es wichtig ist: Ohne Gegenleistung kann die Haftungsfreistellung in manchen Jurisdiktionen als unwirksam oder einseitig nachteilig angefochten werden.

Fix: Vereinbaren Sie mindestens eine symbolische Gegenleistung (z. B. 1 Euro) oder, realistischer, einen vereinbarten Zahlungsbetrag.

❌ Fehlender Hinweis auf 'bekannte und unbekannte' Schäden

Warum es wichtig ist: Der Gläubiger kann später noch für 'versteckte' Schäden oder Langzeitfolgen klagen.

Fix: Verwenden Sie die exakte Vorlage-Formulierung: 'ob gegenwärtig und zukünftig, zum jetzigen Zeitpunkt bekannt und unbekannt'.

❌ Unterzeichnung ohne rechtliche Prüfung

Warum es wichtig ist: Fehlerhafte Formulierungen oder fehlende Klauseln können dazu führen, dass die Entlastung nicht gültig ist oder nachträglich angefochten wird.

Fix: Lassen Sie das ausgefüllte Dokument von einem Anwalt prüfen, besonders wenn es um große Summen oder komplexe Schulden geht.

❌ Kein Versand an beide Parteien mit Originalunterschrift

Warum es wichtig ist: Ohne beglaubigte oder beweiskräftige Originalausfertigungen kann später bestritten werden, dass die Vereinbarung ordnungsgemäß unterzeichnet wurde.

Fix: Lassen Sie das unterzeichnete Dokument von beiden Parteien per beglaubigter Post oder Einschreiben austauschen oder notariell beglaubigen.

Die 7 wichtigsten Klauseln, erklärt

Parteienangaben und Wirksamkeitsdatum

In einfacher Sprache: Nennt beide Parteien mit vollständiger rechtlicher Identität und bestimmt, wann die Vereinbarung in Kraft tritt.

Beispielformulierung
Diese einseitige Haftungsfreistellung tritt am [DATUM] in Kraft ZWISCHEN: [NAME IHRES UNTERNEHMENS], mit Hauptsitz in [ADRESSE], UND: [NAME DES ANSPRUCHSBERECHTIGTEN], mit Hauptsitz in [ADRESSE].

Häufiger Fehler: Unklare oder unvollständige Identifizierung der Parteien führt dazu, dass später unklar ist, wer gebunden ist.

Präambel — Beschreibung der Verschuldung

In einfacher Sprache: Erklärt die ursprüngliche Schuld oder Forderung, auf die verzichtet wird — mit genug Detail, um Verwechslungen auszuschließen.

Beispielformulierung
WOHINGEGEN der Anspruchsberechtigte gegenüber dem Zahlenden Forderungen wegen [BESCHREIBEN SIE DIE VERSCHULDUNG, z. B. 'unbezahlter Rechnung vom 15.03.2025 in Höhe von 50.000 Euro'] hat.

Häufiger Fehler: Vage Beschreibungen wie 'alle Schulden' führen zu Rechtsstreitigkeiten über den genauen Umfang der Entlastung.

Gegenleistung

In einfacher Sprache: Gibt an, welche Zahlung oder Leistung der Schuldner im Austausch für die Freigabe erbringt (z. B. Geldbetrag oder Sachleistung).

Beispielformulierung
im Austausch für eine Haftungsfreistellung bezüglich seiner Verschuldung gegenüber dem Anspruchsberechtigten zu [BESCHREIBEN SIE DIE GEGENLEISTUNG, z. B. 'die Zahlung von 25.000 Euro bis zum 30.06.2025'].

Häufiger Fehler: Keine Gegenleistung vereinbaren macht die Haftungsfreistellung in manchen Fällen unwirksam oder einklagbar.

Bestätigung des Zahlungseingangs

In einfacher Sprache: Dokumentiert, dass der Gläubiger die Gegenleistung erhalten hat oder empfangen wird.

Beispielformulierung
unter Berücksichtigung der Zahlung von [BETRAG], deren Erhalt hiermit bestätigt wird

Häufiger Fehler: Die Zahlungsbestätigung fehlt, sodass später behauptet werden kann, die Gegenleistung sei nie erfolgt.

Freigabeklausel

In einfacher Sprache: Die Kernklausel: Der Gläubiger entlastet den Schuldner endgültig und unwiderruflich von allen Ansprüchen und Schadensersatzforderungen.

Beispielformulierung
entlastet der Anspruchsberechtigte hiermit endgültig und unwiderruflich den Zahlenden von allen Verpflichtungen gegenüber dem Anspruchsberechtigten und legt alle Klagen oder Klagegründe gegen den Zahlenden bei, die sich auf [BESCHREIBEN SIE DIE POTENZIELLE VERBINDLICHKEIT] beziehen.

Häufiger Fehler: Zu enge oder mehrdeutige Freigabeklausel führt dazu, dass der Gläubiger später noch Ansprüche erheben kann.

Bekannte und unbekannte Schäden

In einfacher Sprache: Die Freigabe umfasst auch Schäden, die zum Zeitpunkt der Unterzeichnung noch nicht bekannt sind — ein wichtiger Schutz für den Schuldner.

Beispielformulierung
Schäden, Verlust oder Verletzungen, die dem Anspruchsberechtigten entstanden sind, ob gegenwärtig und zukünftig, zum jetzigen Zeitpunkt bekannt und unbekannt

Häufiger Fehler: Das Weglassen dieser Formulierung erlaubt dem Gläubiger, später noch für 'versteckte' Schäden zu klagen.

Geltungsbereich der Freigabe

In einfacher Sprache: Beschreibt die genaue Art der Verbindlichkeiten, von denen entlastet wird, um Missverständnisse zu vermeiden.

Beispielformulierung
die sich auf [BESCHREIBEN SIE DIE POTENZIELLE VERBINDLICHKEIT, z. B. 'die Lieferverpflichtung vom Liefervertrag vom 01.01.2023 und alle daraus entstehenden Schadensersatzansprüche'] beziehen

Häufiger Fehler: Unspezifische Formulierungen ermöglichen dem Gläubiger, später zu argumentieren, dass die Freigabe nicht auf bestimmte Ansprüche zutraf.

So füllen Sie sie aus

  1. 1

    Datum und Parteienangaben eintragen

    Geben Sie das Datum ein, an dem die Vereinbarung wirksam wird. Tragen Sie den vollständigen rechtlichen Namen, die Rechtsform und die Adresse beider Parteien ein.

    💡 Nutzen Sie Handelregistrauszüge oder offizielle Unternehmensregistrierungen, um die exakte Namensform und Adresse zu sichern.

  2. 2

    Ursprüngliche Schuld beschreiben

    Beschreiben Sie die Forderung oder Schuld, auf die verzichtet wird, so genau wie möglich: Betrag, Datum, Grund, Referenznummer.

    💡 Je präziser, desto weniger Raum für später Streit. Beziehen Sie sich auf Rechnungen, Verträge oder andere Dokumente.

  3. 3

    Gegenleistung festlegen

    Geben Sie an, welche Zahlung oder sonstige Leistung der Schuldner im Austausch erbringt. Nennen Sie den genauen Betrag und die Zahlungsfrist oder Art der Leistung.

    💡 Eine Teilzahlung ist häufig praktisch: Der Schuldner zahlt z. B. 50 % der ursprünglichen Forderung und erhält dafür Entlastung von den restlichen 50 %.

  4. 4

    Freigabeklausel präzisieren

    Beschreiben Sie im Abschnitt 'BEDINGUNGEN' exakt, welche Ansprüche und Verpflichtungen entfallen. Verwenden Sie die Vorlage als Struktur, passen Sie aber die Details an.

    💡 Verwenden Sie Formulierungen wie 'alle Ansprüche auf Schadensersatz, Nachzahlung, Strafzinsen und Verzugskosten' für maximale Klarheit.

  5. 5

    Besonderheiten und Ausnahmen regeln

    Falls bestimmte Forderungen NICHT entfallen sollen (z. B. Geheimhaltungsverpflichtungen oder ausstehende Buchungen), dokumentieren Sie diese ausdrücklich.

    💡 Eine explizite Ausnahmeklausel vermeidet späteren Streit über den Umfang der Entlastung.

  6. 6

    Unterzeichnung und Speicherung

    Beide Parteien unterzeichnen das Dokument. Speichern Sie Ausdrucke und digitale Versionen sicher ab — am besten von einem Anwalt prüfen lassen vor Unterzeichnung.

    💡 Eine notarielle Beglaubigung ist nicht zwingend erforderlich, erhöht aber die Rechtssicherheit erheblich.

Häufig gestellte Fragen

Was ist der Unterschied zwischen einer einseitigen und einer gegenseitigen Haftungsfreistellung?

Bei einer einseitigen Haftungsfreistellung entlastet nur der Gläubiger den Schuldner. Bei einer gegenseitigen (bilateralen) Haftungsfreistellung entlasten sich beide Parteien gegenseitig von ihren Ansprüchen — das ist typisch bei Geschäftsauflösungen oder Vergleichsregelungen. Diese Vorlage ist für einseitige Szenarien; für gegenseitige Freigabe brauchen Sie eine andere Variante.

Benötige ich einen Anwalt, um eine Haftungsfreistellung zu unterzeichnen?

Rechtlich ist ein Anwalt nicht zwingend erforderlich, aber dringend empfohlen — besonders bei hohen Summen oder komplexen Schulden. Ein Anwalt prüft, ob die Freigabeklausel ausreichend breit ist, ob die Gegenleistung angemessen ist und ob Ihre Rechte danach noch geschützt sind. Die Investition in juristische Beratung kostet deutlich weniger als eine fehlerhafte Entlastung, die nachträglich angefochten wird.

Kann ich eine Haftungsfreistellung rückgängig machen, wenn sie unterzeichnet ist?

Nein — der Sinn einer Haftungsfreistellung ist gerade ihre Unwiderruflichkeit. Einzige Ausnahmen sind Betrug, wesentliche Irrtümer oder Verletzung von Gesetzen. Deshalb ist es entscheidend, das Dokument vor Unterzeichnung sorgfältig zu prüfen. Wenn Sie merken, dass Sie einen Fehler machen, sprechen Sie mit der anderen Partei über Änderungen — aber erst vor Unterzeichnung.

Welche Gegenleistung sollte ich vereinbaren?

Das hängt von der Situation ab. Im einfachsten Fall zahlt der Schuldner einen Teil der ursprünglichen Forderung (z. B. 50 %). In anderen Fällen kann die Gegenleistung auch eine Sachleistung, die Übernahme von Verpflichtungen oder sogar ein symbolischer Betrag sein. Die Gegenleistung muss aber 'real' sein — ein echter wirtschaftlicher Wert, nicht völlig bedeutungslos.

Muss die Haftungsfreistellung notariell beglaubigt werden?

Nein, notarielle Beglaubigung ist nicht zwingend vorgeschrieben. Sie erhöht aber die Rechtssicherheit, indem sie dokumentiert, dass beide Parteien tatsächlich unterschrieben haben und dabei geschäftsfähig waren. Für große Summen oder kritische Geschäftsbeziehungen ist Beglaubigung sinnvoll.

Deckt die Haftungsfreistellung auch zukünftige Ansprüche ab?

Ja — wenn Sie die Vorlage richtig ausfüllen und die Formulierung 'ob gegenwärtig und zukünftig, zum jetzigen Zeitpunkt bekannt und unbekannt' nutzen. Das bedeutet: Der Gläubiger kann später nicht mehr für Schäden klagen, die er erst später entdeckt. Deshalb ist diese Formulierung so wichtig.

Gilt eine Haftungsfreistellung in Österreich und der Schweiz auch?

Diese Vorlage basiert auf deutschem Recht, ist aber auch in Österreich und der Schweiz sinnvoll einsetzbar. Allerdings unterscheiden sich Details (z. B. Gesellschaftsrechts-Referenzen, Zinssätze bei Ratenzahlung). Für AT oder CH empfehlen wir, das Dokument von einem lokalen Anwalt prüfen zu lassen.

Was, wenn der Schuldner die Gegenleistung nicht zahlt?

Wenn die Gegenleistung Bedingung der Haftungsfreistellung ist, gilt die Freigabe erst nach Zahlungseingang. Das Dokument sollte das klar regeln. Falls Sie erst nach Zahlung unterzeichnet haben und der Schuldner dann nicht zahlt, können Sie ggf. noch rechtliche Schritte einleiten. Deshalb: Zahlungsbeweise sichern und ausdrücklich im Dokument dokumentieren.

Kann ich die Vorlage auch für Privatpersonen nutzen?

Ja, die Vorlage lässt sich auch für Privatpersonen verwenden (z. B. Nachbarschaftsstreit, private Darlehensforderungen). Passen Sie nur die Parteienbezeichnungen an — statt Gesellschaftsdaten tragen Sie vollständige Namen und Privatadresse ein. Beruflich empfehlen wir, einen Anwalt zu konsultieren, um sicherzustellen, dass alle Besonderheiten abgedeckt sind.

Im Vergleich zu Alternativen

vs Aufrechnung und Verrechnung

Bei einer Aufrechnung löschen sich gegenseitige Schulden teilweise oder ganz aus. Eine Haftungsfreistellung ist hingegen ein einseitiger Verzicht des Gläubigers — es gibt keinen Gegenausgleich durch automatische Verrechnung. Die Haftungsfreistellung ist expliziter und in schlecht dokumentierten Schuldsituationen sicherer, da sie nicht durch Einwände gegen die Gegenrechnung angreifbar ist.

vs Schuldnervergleich (außergerichtlich)

Ein Schuldnervergleich verhandelt eine Schuldenreduktion und kann beide Parteien binden. Eine einseitige Haftungsfreistellung ist bereits das Ergebnis — der Gläubiger verzichtet einfach. Wenn Sie noch verhandeln, ist ein Vergleich das richtige Dokument. Wenn bereits Einigung herrscht, nutzen Sie diese Haftungsfreistellung zur Dokumentation.

vs Verzichtsbestätigung (einfaches Schreiben)

Eine Verzichtsbestätigung ist eine kurze, informelle Bestätigung. Eine Haftungsfreistellung ist die rechtlich formale und umfassende Variante mit allen Schutzmechanismen. Bei größeren Forderungen oder komplexen Schulden ist die Haftungsfreistellung bindender und vor Gericht leichter durchzusetzen.

vs Schuldschein oder Darlehensurkunde

Ein Schuldschein dokumentiert die Entstehung einer Schuld. Eine Haftungsfreistellung beendet sie. Sie werden diese Vorlage nutzen, wenn ein früherer Schuldschein oder Kreditvertrag erledigt ist und das rechtlich sauber dokumentiert werden soll.

Branchenspezifische Hinweise

Bauwirtschaft und Handwerk

Bauunternehmen nutzen Haftungsfreistellungen, um Zahlungsstreitigkeiten mit Subunternehmern oder Materiallieferanten zu regeln und Bauprojekte abzuschließen.

Versicherungsbranche

Versicherer und Geschädigte nutzen Haftungsfreistellungen, um Schadensersatzansprüche zu regeln und Vergleiche zu dokumentieren.

Freiberufler und Consulting

Berater, Designer und Agentuuren nutzen Haftungsfreistellungen, um Honorarstreitigkeiten mit Kunden zu beenden und saubere Geschäftsauflösungen zu dokumentieren.

Einzelhandel und E-Commerce

Einzelhändler und Online-Verkäufer nutzen Haftungsfreistellungen, um Streitigkeiten mit Lieferanten, Kunden oder Geschäftspartnern rechtssicher zu regeln.

Immobilienverwaltung und Makler

Makler und Immobilienverwalter nutzen Haftungsfreistellungen, um Provisionsstreitigkeiten oder Schadensersatzforderungen mit Käufern und Vermietern zu bereinigen.

Startup und Technologie

Gründer und Tech-Unternehmen nutzen gegenseitige oder einseitige Haftungsfreistellungen, um Partner-Auseinandersetzungen oder gescheiterte Investitionen rechtlich sauber zu beenden.

Hinweise zur Rechtsprechung

Diese Vorlage basiert auf deutschem BGB und ist für Deutschland konzipiert. Sie gilt nach deutschem Recht und ist vor deutschen Gerichten einklagbar. Unternehmen sollten hier eine notarielle Beglaubigung in Erwägung ziehen.

In Österreich gelten ähnliche Prinzipien des ABGB. Die Vorlage ist grundsätzlich anwendbar, sollte aber von einem österreichischen Anwalt auf Vollständigkeit und lokale Besonderheiten geprüft werden.

Vorlage oder Anwalt — was passt?

WegAm besten fürKostenZeit
Vorlage verwendenKleine Forderungen (bis ca. 10.000 Euro) oder sehr klare Schuldsituationen, wenn Sie Zeit und Kosten sparen möchten und beide Parteien sich einig sind.Kostenlos (Vorlage) bis ca. 50 Euro (Word-Download)1–2 Stunden zum Ausfüllen und Unterzeichnen
Vorlage + RechtsprüfungMittlere Forderungen (10.000–50.000 Euro) oder etwas komplexere Schulden, wenn Sie rechtliche Sicherheit möchten, ohne den vollen anwaltlichen Aufwand.50–150 Euro (Vorlage + Teil-Rechtsprüfung durch Anwalt)2–4 Stunden (Ausfüllen, Anwalt-Konsultation, Überarbeitung)
MaßgeschneidertGroße Forderungen (über 50.000 Euro), mehrseitige Schulden, Disputes mit Gegenklagen oder Situationen mit hohem Risiko — Sie brauchen maßgeschneidertes Dokument und volle juristische Beratung.300–1.500 Euro (individuelle Rechtsanwalt-Entwürfe und Verhandlung)1–2 Wochen (Briefing, Entwurf, Überarbeitungen, Finalisierung)

Glossar

Haftungsfreistellung
Rechtliche Entlastung einer Person oder eines Unternehmens von bestimmten Verpflichtungen oder Schadensersatzforderungen.
Zahlende (Schuldner)
Die Partei, die ursprüngliche Schulden oder Verpflichtungen hat und von diesen entlastet werden soll.
Anspruchsberechtigte (Gläubiger)
Die Partei, die Forderungen gegen den Schuldner hat und diese durch die Vereinbarung aufgibt.
Gegenleistung
Die Zahlung oder andere Leistung, die der Schuldner im Austausch für die Haftungsfreistellung erbringt.
Präambel
Der einleitende Teil des Vertrags, der die Hintergründe und den Grund der Vereinbarung beschreibt.
Unwiderruflichkeit
Die Freigabe kann nicht mehr rückgängig gemacht oder angefochten werden.
Forderungsverzicht
Der bewusste Verzicht des Gläubigers auf die Eintreibung seiner Forderung.
Schadensersatzforderung
Der Anspruch auf Ausgleich für verursachte Schäden oder Verluste.
Beendigung der Haftung
Der rechtliche Abschluss aller Verbindlichkeiten zwischen den Parteien.
Bundesland/Staat
Die territoriale Rechtsordnung (in Deutschland ein Bundesland), unter der eine Gesellschaft organisiert ist.

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