Einvernehmliche Haftungsfreistellung

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FreiEinvernehmliche Haftungsfreistellung

Auf einen Blick

Was es ist
Eine einvernehmliche Haftungsfreistellung ist eine schriftliche Vereinbarung, in der sich beide Parteien gegenseitig von Haftungsansprüchen befreien. Diese Vorlage ist ein kostenloser Word-Download, den Sie online bearbeiten und als PDF exportieren können.
Wann Sie es brauchen
Sie brauchen dieses Dokument, wenn zwei Parteien eine bestehende oder drohende Streitigkeit beilegen möchten und sich dabei auf gegenseitige Freistellung einigen. Dies ist häufig in Geschäftsbeziehungen, nach Unfällen oder bei Vertragsauflösungen der Fall.
Was enthalten ist
Die Vorlage enthält die Nennung beider Parteien mit vollständigen Angaben, das Wirksamkeitsdatum, die Definition der Haftungsfreistellung und Platzhalter für Ihre spezifischen Umstände.

Was ist eine Vorlage „Einvernehmliche Haftungsfreistellung"?

Eine einvernehmliche Haftungsfreistellung ist eine schriftliche Vereinbarung, in der sich zwei Parteien gegenseitig von Schadensersatzforderungen und anderen Haftungsansprüchen befreien. Sie wird häufig verwendet, um Differenzen gütlich beizulegen, ohne vor Gericht zu gehen. Die Vorlage ist ein kostenloser Word-Download, den Sie online bearbeiten und als PDF exportieren können. Sie können die Vereinbarung einfach ausfüllen und von beiden Parteien unterzeichnen lassen.

Warum Sie dieses Dokument brauchen

Ohne eine schriftliche Haftungsfreistellung können Parteien jahrelang Ansprüche gegeneinander geltend machen und sich dadurch in kostspieligen Rechtsstreitigkeiten verstricken. Eine einvernehmliche Freistellung schließt diese Lücke: Sie beendet gegenseitige Ansprüche endgültig und rechtssicher. Dies ist besonders wertvoll in der Geschäftswelt, wenn Projekte enden, Geschäftsbeziehungen auslaufen oder Unfälle beigelegt werden. Mit dieser Vorlage vermeiden Sie teure Anwaltskonsultationen für eine grundlegende Situation und dokumentieren die Einigung professionell und nachvollziehbar.

Welche Variante passt zu Ihrer Situation?

Wenn Ihre Situation ist…Diese Vorlage verwenden
Beide Parteien verzichten vollständig auf SchadensersatzansprücheEinfache gegenseitige Haftungsfreistellung
Bestimmte Ansprüche bleiben bestehen, z. B. wegen ArglistHaftungsfreistellung mit Ausnahmen
Auch Mitarbeiter und Vertreter werden freigestelltHaftungsfreistellung für Dritte
Die Freistellung gilt nur für einen definierten ZeitraumZeitlich begrenzte Haftungsfreistellung
Speziell für Bauprojekte und Handwerksbetriebe angepasstBranchenbezogene Haftungsfreistellung (Bau)

Häufige Fehler vermeiden

❌ Parteien ungenau benannt

Warum es wichtig ist: Unklarheit über die Beteiligten kann zur Nichtigkeit oder mangelnden Durchsetzbarkeit führen.

Fix: Verwenden Sie die offiziellen Firmennamen, Rechtsformen und Gründungsdaten aus dem Handelsregister.

❌ Umfang der Freistellung nicht definiert

Warum es wichtig ist: Unklar, welche Ansprüche tatsächlich weggefallen sind, kann zu Streitigkeiten führen.

Fix: Spezifizieren Sie genau, welche Differenzen, Projekte oder Zeiträume abgedeckt sind.

❌ Ausnahmen ignorieren

Warum es wichtig ist: Einige Ansprüche (z. B. bei Betrug) können nicht wirksam freigestellt werden.

Fix: Nennen Sie explizit, welche Ansprüche NICHT freigestellt sind (z. B. ‚ausgenommen Ansprüche aus grober Fahrlässigkeit').

❌ Nur eine Partei unterzeichnet

Warum es wichtig ist: Ohne gegenseitige Unterzeichnung ist die Vereinbarung nicht bindend.

Fix: Stellen Sie sicher, dass beide Geschäftführer oder Bevollmächtigte das Dokument unterzeichnen.

❌ Handlungsfähigkeit der Unterzeichner nicht geprüft

Warum es wichtig ist: Eine Unterschrift durch eine Person ohne Prokura oder Vollmacht ist nicht wirksam.

Fix: Prüfen Sie, dass jede unterzeichnende Person berechtigt ist, die Partei zu vertreten (Handelsregisterauszug, Vollmacht).

❌ Kein Datum oder falsches Datum

Warum es wichtig ist: Fehlendes Datum kann Zweifel über die Rechtsgültigkeit aufwerfen.

Fix: Tragen Sie das Unterzeichnungsdatum oder den Tag der Vereinbarung ein und überprüfen Sie es vor dem Versand.

Die 3 wichtigsten Abschnitte, erklärt

Parteiidentifikation

Der erste Abschnitt identifiziert beide Parteien mit vollständigen Namen, Rechtsform und Adresse. Dies ist entscheidend für die Eindeutigkeit und Durchsetzbarkeit der Vereinbarung.

Wirksamkeitsdatum

Das Datum bestimmt, ab wann die Haftungsfreistellung gültig ist. Üblicherweise ist dies das Unterzeichnungsdatum oder ein zukunftiges Stichtag.

Gegenseitige Freistellung

Kern der Vereinbarung: Beide Parteien verzichten auf Schadensersatzansprüche gegeneinander, üblicherweise bezogen auf Ereignisse oder Zeiträume, die in der Vereinbarung definiert sind.

So füllen Sie sie aus

  1. 1

    Parteien vollständig eintragen

    Ersetzen Sie [NAME DER ERSTEN PARTEI] und [NAME DER ZWEITEN PARTEI] mit den vollständigen Firmennamen. Tragen Sie Rechtsform, Gründungsort und Bundesland/Staat ein.

    💡 Verwenden Sie die exakten Namen aus dem Handelsregister oder Gewerbeanmeldung.

  2. 2

    Adressen aktualisieren

    Ersetzen Sie [IHRE VOLLSTÄNDIGE ADRESSE] und [VOLLSTÄNDIGE ADRESSE] mit den aktuellen Geschäftssitzen beider Parteien.

    💡 Überprüfen Sie, dass die Adressen korrekt sind — Ungenauigkeiten können die Zustellbarkeit beeinträchtigen.

  3. 3

    Wirksamkeitsdatum eintragen

    Ersetzen Sie [DATUM] mit dem Tag, an dem die Vereinbarung in Kraft treten soll (meist das Unterzeichnungsdatum).

    💡 Wählen Sie ein Datum, das beiden Parteien bekannt und akzeptiert ist.

  4. 4

    Umfang der Freistellung klären

    Definieren Sie, welche Ansprüche freigestellt sind (z. B. alle bisherigen Differenzen, Schadensersatz aus einem Projekt). Bei Bedarf fügen Sie Ausnahmen hinzu.

    💡 Konsultieren Sie einen Anwalt, wenn Ausnahmen (z. B. Arglist, Verletzung von Sorgfaltspflichten) enthalten sein sollen.

  5. 5

    Beidseitige Unterzeichnung

    Beide Parteien müssen das Dokument eigenständig oder durch bevollmächtigte Vertreter unterzeichnen.

    💡 Verwenden Sie Originalunterschriften oder digitale Signaturen (z. B. DocuSign), um Authentizität zu gewährleisten.

  6. 6

    Kopien verteilen

    Geben Sie jeder Partei ein unterzeichnetes Original oder beglaubigte Kopie.

    💡 Bewahren Sie das unterzeichnete Original sicher auf — es ist Beweis für die Vereinbarung.

Häufig gestellte Fragen

Ist eine einvernehmliche Haftungsfreistellung rechtsverbindlich?

Ja, eine ordnungsgemäß unterzeichnete Haftungsfreistellung ist rechtsverbindlich. Sie muss allerdings bestimmte Voraussetzungen erfüllen: beide Parteien müssen handlungsfähig sein, die Vereinbarung muss schriftlich vorliegen und es darf keine sittenwidrige oder gesetzwidrige Absicht vorliegen. Sind diese Bedingungen erfüllt, können die Parteien nicht später wegen der freigestellten Ansprüche klagen.

Kann ich eine Haftungsfreistellung auch teilweise rückgängig machen?

Nein, eine unterzeichnete Haftungsfreistellung ist grundsätzlich verbindlich. Jedoch können beide Parteien jederzeit eine gemeinsame schriftliche Aufhebung oder Änderung unterschreiben. Ist die Vereinbarung auf Betrug oder Arglist begründet, können Gerichte sie in Ausnahmefällen für unwirksam erklären — konsultieren Sie dazu einen Anwalt.

Muss die Haftungsfreistellung notariell beurkundet werden?

Nein, in den meisten Fällen nicht. Eine schriftliche, von beiden Parteien unterzeichnete Vereinbarung reicht aus. Nur in bestimmten Fällen (z. B. bei Grundstückstransaktionen oder großen Kapitalbeträgen) kann eine notarielle Beurkundung empfohlen sein. Fragen Sie einen Anwalt, wenn Sie unsicher sind.

Was passiert, wenn eine Partei die Haftungsfreistellung später nicht anerkennt?

Die unterzeichnete Vorlage ist Ihr Beweis. Die andere Partei kann die Vereinbarung zwar anfechten, trägt dann aber die Beweislast dafür, dass sie ungültig ist. Mit einer ordnungsgemäß vorbereiteten Vorlage haben Sie gute Chancen vor Gericht.

Kann ich bestimmte Ansprüche von der Freistellung ausnehmen?

Ja, absolut. Sie können Ausnahmen wie ‚ausgenommen Ansprüche aus grober Fahrlässigkeit' oder ‚ausgenommen arbeitsrechtliche Ansprüche' in die Vereinbarung einfügen. Dies ist oft ratsam, um sicherzustellen, dass gewisse Haftungsrisiken bestehen bleiben.

Gilt die Haftungsfreistellung auch für meine Mitarbeiter und Vertreter?

Standardmäßig nein — nur die namentlich benannten Parteien sind geschützt. Wenn Sie auch Mitarbeiter, Geschäftsführer oder andere Vertreter einbeziehen möchten, muss dies ausdrücklich in der Vereinbarung festgehalten werden.

Wie lange ist eine Haftungsfreistellung gültig?

Sie ist grundsätzlich unbefristet gültig, es sei denn, Sie vereinbaren explizit einen Enddatum oder eine bestimmte Gültigkeitsdauer. Eine zeitliche Begrenzung ist sinnvoll, wenn Sie sich nur für einen bestimmten Zeitraum oder ein spezifisches Projekt freigestellt sehen möchten.

Brauche ich einen Anwalt für diese Vorlage?

Bei einer einfachen, gegenseitigen Haftungsfreistellung zwischen zwei etablierten Parteien ist die Vorlage oft ausreichend. Ist der Fall komplex (mehrere Parteien, große Ansprüche, ungeklärte Rechtsfragen), empfehlen wir, einen Anwalt zur Überprüfung oder Anpassung hinzuzuziehen.

Im Vergleich zu Alternativen

vs Schuldanerkenntnis

Ein Schuldanerkenntnis ist eine einseitige Bestätigung, dass eine Partei eine Schuld anerkennt. Eine einvernehmliche Haftungsfreistellung ist dagegen gegenseitig und beendet Ansprüche auf beiden Seiten. Wählen Sie das Schuldanerkenntnis, wenn ein Schuldner die Verbindlichkeit anerkennen soll; wählen Sie die Haftungsfreistellung, wenn beide Parteien ihre Ansprüche gegeneinander aufgeben möchten.

vs Vergleichsvertrag

Ein Vergleichsvertrag regelt häufig gegenseitige Zahlungen oder Leistungen, um Differenzen beizulegen. Eine Haftungsfreistellung ist reiner Verzicht auf zukünftige Ansprüche ohne Austausch von Geld oder Waren. Verwenden Sie einen Vergleich, wenn Geldflüsse oder Leistungen erfolgen; verwenden Sie eine Haftungsfreistellung, wenn nur gegenseitiger Verzicht vereinbart wird.

vs Verzichtserklärung

Eine Verzichtserklärung ist üblicherweise einseitig: Eine Partei verzichtet auf Ansprüche. Eine Haftungsfreistellung ist gegenseitig. Nutzen Sie eine Verzichtserklärung, wenn nur eine Seite auf Ansprüche verzichten soll; nutzen Sie eine Haftungsfreistellung, wenn beide Parteien gegenseitig verzichten.

vs Aufhebungsvertrag

Ein Aufhebungsvertrag hebt ein bestehendes Vertragsverhältnis auf (z. B. einen Arbeitsvertrag oder Mietvertrag). Eine Haftungsfreistellung endet nicht das Verhältnis selbst, sondern die gegenseitigen Ansprüche daraus. Nutzen Sie einen Aufhebungsvertrag zum Beenden einer Beziehung; nutzen Sie eine Haftungsfreistellung zur Beilegung von Streitigkeiten in einer bestehenden Beziehung."

Branchenspezifische Hinweise

Handwerk und Bauwirtschaft

Abschluss von Projektdifferenzen und gegenseitiger Schadensersatzverzicht nach Abnahme von Arbeiten

Handel und E-Commerce

Beilegung von Lieferstreitigkeiten und Produktmängelreklamationen zwischen Käufer und Verkäufer

Dienstleistungen und Beratung

Einigung über Leistungsdifferenzen und Kostendiskrepanzen am Ende eines Projekts

Immobilienwirtschaft

Regelung von Mietstreitigkeiten oder Verkäuferdifferenzen nach Transaktionen

Gesundheitswesen und Sozialwirtschaft

Abwicklung von Schadensersatzforderungen bei medizinischen oder pflegerischen Differenzen

Produktion und Logistik

Einigung über Liefermängel, Qualitätsmängel und Transportschäden

Vorlage oder Profi — was passt?

WegAm besten fürKostenZeit
Vorlage verwendenEinfache gegenseitige Freistellungen zwischen etablierten Unternehmen ohne großflächige Ansprüche.Kostenlos (Word-Vorlage)30–45 Minuten
Vorlage + Profi-PrüfungMittlere Fälle mit klaren Parteien, aber möglicherweise Ausnahmen oder branchenspezifischen Besonderheiten.€100–300 Anwaltsprüfung3–5 Arbeitstage
MaßgeschneidertKomplexe Fälle mit mehreren Parteien, Millionenbeträgen, internationalen Verträgen oder umfangreichen Anspruchskatalog.€500–2000+ individuelle Vertragserstellung1–2 Wochen

Glossar

Haftungsfreistellung
Rechtliche Vereinbarung, durch die eine Partei die andere von Schadensersatzforderungen befreit
Gegenseitig
Beide Parteien sind gleichberechtigt betroffen; wechselseitig
Schuldner
Die Partei, die eine Leistung schuldet oder Schadensersatz leisten könnte
Gläubiger
Die Partei, die ein Recht oder einen Anspruch gegen die andere Partei hat
Freistellungsklausel
Vertragliche Bestimmung, die eine Partei von Haftung befreit
Ausnahmen von der Freistellung
Spezifische Situationen (z. B. Arglist), für die die Freistellung nicht gilt
Rechtskraft
Der Punkt, ab dem ein Dokument oder eine Vereinbarung bindend und wirksam ist
Vergleich
Güteliche Einigung zwischen Parteien zur Beilegung von Differenzen
Gegenforderung
Anspruch einer Partei gegen die andere in einem laufenden Streit
Vollstreckung
Durchsetzung eines Anspruchs durch rechtliche oder andere Mittel

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