Checkliste für die Vereinbarung über Auslagerungen

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FreiCheckliste für die Vereinbarung über Auslagerungen

Auf einen Blick

Was es ist
Diese Checkliste ist ein strukturiertes Kontrollwerkzeug, das Sie beim Aufbau und der Überprüfung von Auslagerungsvereinbarungen (Outsourcing-Verträgen) unterstützt. Das Word-Dokument deckt alle kritischen Vertragsbestandteile ab — von Dienstleistungsdefinitionen über Personalverwaltung bis hin zu Facility-Nutzung und intellektuellem Eigentum. Sie können die Checkliste direkt bearbeiten und als PDF exportieren.
Wann Sie es brauchen
Sie benötigen diese Checkliste, wenn Sie eine Auslagerungsvereinbarung mit einem externen Anbieter aushandeln oder prüfen — ob für IT-Services, Personalmanagement, Buchhaltung oder Betriebsfunktionen. Sie hilft Ihnen, keine wesentlichen Klauseln oder Sicherheitsbestimmungen zu vergessen, bevor Sie den Vertrag unterzeichnen.
Was enthalten ist
Die Checkliste enthält umfassende Prüfpunkte zu Leistungsdefinitionen, Service-Levels, Personaleinsatz, Facility-Nutzung, Ausrüstung, Sicherheit, Geheimhaltung, Wettbewerbsschutz und intellektuellem Eigentum. Jeder Abschnitt führt die wichtigsten Vertragsbestimmungen auf, die Sie mit Ihrem Anwalt durchsprechen sollten.

Was ist eine Vorlage „Checkliste für die Vereinbarung über Auslagerungen"?

Diese Checkliste ist ein strukturiertes Kontrollwerkzeug, das Ihnen hilft, eine Auslagerungsvereinbarung (Outsourcing-Vertrag) systematisch aufzubauen und zu überprüfen. Das Word-Dokument deckt alle wesentlichen Vertragsbestandteile ab — von der klaren Definition der Dienstleistungen über Service-Level-Standards bis hin zu Personalverwaltung, Facility-Nutzung, Ausrüstung und dem Schutz Ihres intellektuellen Eigentums. Sie können die Checkliste direkt am Computer ausfüllen, anpassen und als PDF exportieren. Sie bietet einen kostenlosen, praktischen Einstiegspunkt, um mit Ihrem Anbieter auf Augenhöhe zu verhandeln.

Warum Sie dieses Dokument brauchen

Eine schriftliche, umfassend durchdachte Auslagerungsvereinbarung ist essenziell. Ohne klare Vertragsbestimmungen entstehen typischerweise Konflikte über Leistungserwartungen, Service-Qualität, Personalwechsel, Datenschutz und Kostenverantwortung. Viele Unternehmen unterschreiben Outsourcing-Verträge, die für den Anbieter vorteilhaft sind, weil sie wichtige Schutzmechanismen übersehen haben. Diese Checkliste stellt sicher, dass Sie an alle kritischen Punkte denken — von messbaren Service-Standards über Sicherheitsbestimmungen bis hin zu Ausstiegsszenarien. Sie reduziert das Risiko von kostspieligen Missverständnissen, ermöglicht eine struktur­ierte Verhandlung und bildet die Grundlage für eine sichere, langfristige Geschäftsbeziehung mit Ihrem Auslagerungs­partner.

Welche Variante passt zu Ihrer Situation?

Wenn Ihre Situation ist…Diese Vorlage verwenden
Wenn Sie IT-Funktionen, Systembetreuung oder Softwareentwicklung auslagernCheckliste für IT-Auslagerung
Wenn Sie Personalverwaltung, Recruiting oder Lohnbuchhaltung auslagernCheckliste für Personalauslagerung
Wenn Sie Betriebseinrichtungen, Reinigung oder Sicherheit an externe Anbieter vergebenCheckliste für Facility-Management-Auslagerung
Wenn Sie Rechnungswesen, Controlling oder Sachbearbeitung outsourcenCheckliste für Buchhaltungsauslagerung
Für branchenübergreifende Service-Vereinbarungen mit AnbieternAllgemeine Auslagerungscheckliste

Häufige Fehler vermeiden

❌ Service-Standards sind zu vage oder nicht messbar definiert

Warum es wichtig ist: Unklar definierte Standards führen zu Dispute, ob der Anbieter tatsächlich seine Verpflichtungen erfüllt hat — besonders bei Leistung und Verfügbarkeit.

Fix: Definieren Sie Standards mit konkreten Zahlen und Metriken (z.B. ‚99,5 % Verfügbarkeit', ‚Antwort innerhalb von 4 Stunden', ‚maximal 2 % Fehlerquote').

❌ Keine Klausel für Personalwechsel und Kontinuität

Warum es wichtig ist: Wenn der Anbieter wichtige Mitarbeiter abzieht oder wechselt, kann es zu Serviceunterbrechungen und Wissensverlusten kommen.

Fix: Fordern Sie Garantien für Schlüsselpersonen ein und regeln Sie, dass Personalwechsel mit schriftlicher Genehmigung und Übergangsfrist erfolgen muss.

❌ Intellektuelles Eigentum und Geschäftsgeheimnisse sind nicht geschützt

Warum es wichtig ist: Der Anbieter könnte Ihre Daten, Prozesse oder Innovationen weitergeben oder an Konkurrenten verraten — irreversible Geschäftsschäden sind möglich.

Fix: Aktualisierte Geheimhaltungsvereinbarung mit klar definierten vertraulichen Informationen, Zugriffsbeschränkungen und Konsequenzen für Verstöße.

❌ Keine Exit-Strategie oder Übergangsbedingungen

Warum es wichtig ist: Wenn der Vertrag endet oder Sie den Anbieter wechseln, können Verzögerungen, Datenverlust oder teure Übergänge entstehen.

Fix: Definieren Sie ausführlich, wie der Anbieter Daten und Prozesse an Sie oder einen Nachfolger übergibt, und legen Sie eine Übergangsfrist fest (z.B. 30–90 Tage).

❌ Facility-Nutzung und Kostenteilung sind unklar

Warum es wichtig ist: Später können Kosten für Miete, Utilities oder Geräte zum Streitpunkt werden, wenn nicht klar ist, wer zahlt.

Fix: Listen Sie alle Facilities auf, die der Anbieter nutzen darf, benennen Sie konkrete Kosten und wer dafür verantwortlich ist — am besten mit Anlage zum Vertrag.

❌ Laufzeit und automatische Verlängerung sind nicht ausdrücklich geklärt

Warum es wichtig ist: Vertrag läuft unbegrenzt weiter, obwohl Sie längst einen anderen Anbieter wünschen — Kündigungsfrist verpasst.

Fix: Schreiben Sie die genaue Laufzeit auf (z.B. ‚3 Jahre'), definieren Sie Kündigungsfristen (z.B. ‚90 Tage vor Ablauf') und legen Sie fest, ob es automatische Verlängerungen gibt.

Die 7 wichtigsten Abschnitte, erklärt

Definition der Beziehung, Ziele und Grundsätze

Dieser Abschnitt klärt, wer die Parteien sind, welche Dienste ausgelagert werden und auf welcher Grundlage die Zusammenarbeit erfolgt. Es ist wichtig, klare, schriftliche Ziele und Grundsätze zu definieren, um Missverständnisse später zu vermeiden.

Umfang und Definition der Dienstleistungen

Festlegung der genauen Leistungen, die der Anbieter erbringt, sowie der Arbeiten und Prozesse, die ausgegliedert werden. Dies verhindert Konflikte über nicht erfüllte Erwartungen und schafft Klarheit über Verantwortlichkeiten.

Service-Standards und Leistungsmessungen

Definition von Dienstleistungsstandards (z.B. Verfügbarkeit, Reaktionszeit, Qualität) und der Abhilfestandards, falls diese nicht erreicht werden. Die Standards sollten realistisch, messbar und mit dem Anbieter abgestimmt sein.

Laufzeit und Verlängerung

Festlegung der Vertragsdauer, Verlängerungszeiträume und automatische Verlängerungsklauseln. Dies gibt beiden Seiten Sicherheit und ermöglicht es, rechtzeitig Anpassungen zu planen.

Personalverwaltung und Personalwechsel

Klärung des Personaleinsatzes — ob Mitarbeiter beim Kunden vor Ort oder beim Anbieter arbeiten, wer Personalveränderungen genehmigt und welche Kontinuitätsanforderungen gelten. Besondere Aufmerksamkeit auf Vertraulichkeit und Wettbewerbsschutz.

Facility-Nutzung und Betriebseinrichtung

Vereinbarung über Zugang zu Räumlichkeiten, Ausrüstung und Diensten des Kunden, Zugangszeiten (24/7 oder reguläre Arbeitszeiten), Sicherheitsvorschriften und Kostenverteilung. Bei geleasten Anlagen sollten Vertrag und Kündigung geregelt sein.

Intellektuelles Eigentum und Lizenzen

Schutz des Eigentums des Kunden — Patente, Urheberrechte, Geschäftsgeheimnisse und Markendaten. Falls der Anbieter bestehende Software oder Technologie nutzt, müssen Hersteller-Lizenzen geklärt und die Nutzungsbefugnisse festgehalten werden.

So füllen Sie sie aus

  1. 1

    Alle Abschnitte durchlesen

    Gehen Sie systematisch durch die Checkliste und verstehen Sie, welche Bereiche für Ihre spezifische Auslagerungsvereinbarung relevant sind. Manche Punkte gelten für alle Verträge, andere nur für bestimmte Dienste.

    💡 Markieren Sie Punkte, die für Ihr Projekt nicht zutreffen — das vereinfacht die spätere Verhandlung mit dem Anbieter.

  2. 2

    Ihre Anforderungen und Erwartungen definieren

    Dokumentieren Sie im Detail, welche Dienstleistungen ausgelagert werden, welche Qualität und Verfügbarkeit Sie erwarten, und welche Geschäftsprozesse betroffen sind. Dies bildet die Grundlage für präzise Service-Level-Agreements.

    💡 Arbeiten Sie mit Ihren operativen Teams zusammen, um realistische Anforderungen festzulegen.

  3. 3

    Service-Standards und Messgrößen konkretisieren

    Für jeden Dienst definieren Sie messbare Standards (z.B. Verfügbarkeit 99,5 %, Reaktionszeit 4 Stunden) und festgestellte Abhilfeleistungen, falls Standards nicht eingehalten werden. Dies schafft Verbindlichkeit.

    💡 Beziehen Sie sich auf branchenübliche Benchmark-Werte, um realistische und wettbewerbsfähige Standards zu setzen.

  4. 4

    Personal- und Ressourcenvorgaben klären

    Bestimmen Sie, wer die Mitarbeiter bereitstellt, wie viele benötigt werden, ob Sie Genehmigungsrechte für Personalwechsel haben, und welche Vertraulichkeits- und Wettbewerbsschutzregeln gelten. Erwähnen Sie auch Nachfolgeplanung für den Fall eines Anbieterwechsels.

    💡 Achten Sie besonders auf Schlüsselpersonengarantien für Fachexperten, die schwer zu ersetzen sind.

  5. 5

    Facility und Ausrüstung dokumentieren

    Listen Sie auf, welche Büroräume, Einrichtungen und Ausrüstung der Anbieter nutzen darf, zu welchen Zeiten er Zugang hat, welche Sicherheitsmaßnahmen gelten und wer für Wartung und Kosten verantwortlich ist.

    💡 Falls der Anbieter Geräte mieten oder kaufen muss, klären Sie die Kostenteilung und das Eigentum genau.

  6. 6

    Intellektuelles Eigentum und Daten schützen

    Festlegung, dass alle vom Kunden bereitgestellten Informationen, Geschäftsgeheimnisse und Kundendaten Eigentum des Kunden bleiben und streng geschützt werden. Geheimhaltungsklauseln und Zugriffsbeschränkungen sind essentiell.

    💡 Lassen Sie einen Anwalt prüfen, ob lokale Datenschutzgesetze (DSGVO, lokale Regelungen) beachtet werden.

  7. 7

    Vertragstext mit dem Anbieter verhandeln

    Reichen Sie die ausgefüllte Checkliste an den Anbieter weiter und nutzen Sie sie als Gesprächsgrundlage. Besprechen Sie Abweichungen und einigen sich auf endgültige Wording.

    💡 Dokumentieren Sie alle Absprachen schriftlich und lassen Sie diese in den Entwurf des Vertrags aufnehmen.

  8. 8

    Rechtsanwalt prüfen lassen

    Bevor Sie unterschreiben, sollte ein Anwalt mit Outsourcing-Erfahrung den finalen Vertrag durchsehen. Dies schützt Sie vor verborgenen Risiken und unvorteilhaften Klauseln.

    💡 Ein Tag Rechtsprüfung kostet meist zwischen 500–1500 EUR und kann später tausende sparen.

Häufig gestellte Fragen

Muss ich diese Checkliste punkt-für-punkt mit meinem Anbieter durchgehen?

Nicht unbedingt punkt-für-punkt, aber die Checkliste dient als Leitfaden, um sicherzustellen, dass Sie keine wesentlichen Aspekte vergessen. Einige Punkte sind für Ihre Situation vielleicht nicht relevant — markieren Sie diese. Nutzen Sie die Checkliste als Gesprächsleitfaden mit dem Anbieter und Ihrem Anwalt, und dokumentieren Sie alle getroffenen Vereinbarungen schriftlich im finalen Vertrag.

Wann sollte ich einen Anwalt einschalten?

Idealerweise von Anfang an — ein Anwalt mit Erfahrung in Outsourcing-Verträgen kann Ihnen helfen, Risiken zu identifizieren und faire Bedingungen auszuhandeln. Mindestens sollte ein Anwalt den finalen Vertrag prüfen, bevor Sie unterschreiben. Die Kosten hierfür sind eine gute Versicherung gegen später teure Probleme.

Welche Service-Level-Standards sind realistisch?

Das hängt von der Art der Dienstleistung ab. Für kritische IT-Systeme erwarten Sie typischerweise 99,5 % bis 99,9 % Verfügbarkeit. Für administrative Services (z.B. Buchhaltung) können 95 % Verfügbarkeit während Geschäftszeiten angemessen sein. Orientieren Sie sich an branchenüblichen Benchmark-Werten und sprechen Sie mit dem Anbieter, ob die Standards realistisch und wirtschaftlich machbar sind.

Was passiert, wenn der Anbieter die Service-Levels nicht erfüllt?

Dies sollte im Vertrag definiert sein — meist durch Abhilfestandards wie Rabatte, Gutschriften oder Service-Credits. Bei wiederholten Verstößen oder kritischen Fehlern sollten Sie das Recht haben, den Vertrag zu beenden. Definieren Sie diese Konsequenzen im Voraus, damit es später keine Überraschungen gibt.

Wie schütze ich mein Intellektuelles Eigentum?

Durch eine klare Geheimhaltungsvereinbarung und Datenschutzklausel. Dokumentieren Sie, was als vertraulich gilt (Geschäftsgeheimnisse, Kundendaten, Prozesse), wer Zugriff hat, wie lange der Schutz gilt (auch nach Vertragsende) und welche Konsequenzen Verstöße haben. Lassen Sie einen Anwalt diese Klauseln prüfen.

Was ist eine Nachfolgeplanung?

Nachfolgeplanung regelt, wie Personal und Prozesse an Sie oder einen anderen Anbieter übergehen, falls der Vertrag endet. Der aktuelle Anbieter sollte verpflichtet sein, Übergangshilfe zu leisten, Daten und Dokumentation bereitzustellen und eine Transitional-Services-Phase anzubieten — in der Regel 30–90 Tage.

Kann ich den Vertrag vorzeitig beenden?

Das sollte im Vertrag geregelt sein. Ein Kündigungsrecht für besondere Fälle (z.B. wiederholte Service-Verstöße, Insolvenz, schwere Sicherheitsverletzung) ist üblich. Achten Sie darauf, dass die Kündigungsbedingungen fair sind — zu lange Kündigungsfristen binden Sie unnötig lange an einen Anbieter, den Sie vielleicht nicht mehr wünschen.

Wie sollte ich die Kosten für Facility-Nutzung und Ausrüstung regeln?

Erstellen Sie eine detaillierte Liste aller Facilities und Ausrüstung, die der Anbieter nutzen darf (mit Quadratmeter, Standorte, Geräte). Definieren Sie dann klar, wer für Kosten und Wartung verantwortlich ist. Falls der Anbieter Geräte kaufen oder mieten muss, klären Sie die Kostenteilung, das Eigentum und, was mit den Geräten nach Vertragsende geschieht.

Was ist eine Exklusivitätsklausel?

Eine Exklusivitätsklausel kann festlegen, dass der Anbieter Ihnen (oder ähnliche Dienste nicht für Ihre direkten Konkurrenten erbringt). Dies ist oft ein Teil des Schutzes Ihrer Geschäftsposition und Ihrer Geschäftsgeheimnisse. Achten Sie darauf, dass die Definition von ‚Konkurrenten' angemessen ist, um nicht zu restriktiv zu wirken.

Im Vergleich zu Alternativen

vs Service-Level-Agreement (SLA) Template

Ein SLA definiert die Qualität und Verfügbarkeit einzelner Services — es ist ein technisches Dokument mit Metriken und Abhilfestandards. Die Auslagerungscheckliste ist ein umfassenderes Werkzeug, das SLA plus Vertragsrahmen (Laufzeit, Personal, Einrichtungen, IP-Schutz) abdeckt. Sie verwenden typischerweise beide zusammen — die Checkliste als Überblick und das SLA als Detailvertrag.

vs Allgemeiner Dienstleistungsvertrag

Ein allgemeiner Dienstleistungsvertrag ist ein rechtlich verbindliches Dokument mit vollständigem Wording. Die Checkliste ist eine strukturierte Orientierungshilfe, um sicherzustellen, dass Sie bei der Verhandlung und beim Aufbau des Vertrags keine Punkte übersehen. Nutzen Sie die Checkliste zuerst, um Anforderungen zu definieren, dann lassen Sie einen Anwalt den finalen Vertrag schreiben.

vs Anforderungsdokument (Requirements Specification)

Ein Anforderungsdokument spezifiziert technische oder fachliche Details dessen, was der Anbieter liefern muss (z.B. Systemarchitektur, Prozessabläufe). Die Checkliste deckt auch rechtliche und vertragliche Aspekte ab — Laufzeit, Geheimhaltung, Verletzungsfolgen. Beide ergänzen sich: Das Anforderungsdokument als Anlage zum Vertrag, die Checkliste zur Strukturierung der Vertragsverhandlung.

vs Compliance und Audit-Richtlinien

Compliance- und Audit-Richtlinien definieren, welche Sicherheits- und Regelkonformitätsstandards gelten (z.B. ISO 27001, DSGVO, Branchenregeln). Diese sind oft Bestandteile einer Auslagerungsvereinbarung. Die Checkliste erinnert Sie daran, diese Standards im Vertrag festzuhalten und Audit- und Prüfrechte für Sie zu sichern.

Branchenspezifische Hinweise

Information Technology (IT-Services)

Outsourcing-Verträge für IT-Infrastruktur, Cloud-Services oder Software-Entwicklung erfordern besondere Aufmerksamkeit auf Datensicherheit, Service-Level-Agreements und Datenschutz.

Finanzdienstleistungen und Buchhaltung

Diese Branche verlangt strikte Compliance-Anforderungen, Geheimhaltung und Prüfrechte — die Checkliste muss Audit-Zugangsrechte und Regulatory-Compliance-Standards abdecken.

Personalverwaltung und Recruiting

Outsourcing-Verträge in diesem Bereich benötigen klare Regelungen zu Datenschutz, Arbeitnehmerrechte und Kontinuität von Schlüsselmitarbeitern.

Facility Management und Betrieb

Die Checkliste muss Facility-Nutzung, Zugangsrechte, Sicherheit, Versicherung und Wartungspflichten genau abdecken.

Manufacturing und Produktion

Outsourcing von Produktionsprozessen erfordert detaillierte Qualitätstandards, Geistiges Eigentum und Supply-Chain-Kontinuität.

Consulting und Professional Services

Bei Auslagerung von Fachfunktionen müssen Vertraulichkeit, Unabhängigkeit und fachliche Kontinuität streng geschützt werden.

Vorlage oder Profi — was passt?

WegAm besten fürKostenZeit
Vorlage verwendenKleine bis mittlere Auslagerungsprojekte mit Standard-Services und überschaubarem Risiko (z.B. einfache IT-Services oder Buchhaltung).EUR 0 (Checkliste)ca. 2–4 Stunden zur Ausfüllung und Verhandlung mit Anbieter
Vorlage + Profi-PrüfungMittlere bis große Auslagerungen, bei denen Sie mit der Checkliste vorbereitete Anforderungen durch einen Anwalt prüfen lassen möchten — guter Kompromiss zwischen Kosten und Sicherheit.EUR 500–1.500 für Rechtsprüfung des finalen Vertragsca. 1–2 Wochen (Checkliste ausfüllen, mit Anbieter verhandeln, Anwalt prüfen lassen)
MaßgeschneidertGroß und komplex: nationale oder internationale Auslagerung, hohe Risiken, intellektuelles Eigentum, regulierte Branchen (Finanz, Gesundheit, Energie).EUR 2.500–7.500+ für vollständig maßgeschneiderten Vertragca. 4–8 Wochen (umfassende Verhandlung, Anpassung an lokale Rechtsvorschriften)

Glossar

Auslagerung (Outsourcing)
Übertragung von betrieblichen Funktionen oder Diensten an einen externen Anbieter, während die Verantwortung beim Auftraggeber bleibt.
Service-Level-Agreement (SLA)
Schriftliche Vereinbarung, die die Qualität, Verfügbarkeit und Performance der ausgelagerten Dienstleistungen definiert.
Dienstleistungsstandard
Vereinbarte Mindestanforderungen oder Leistungsmaßstäbe, die der Anbieter einhalten muss (z.B. Reaktionszeit, Verfügbarkeit).
Abhilfestandard
Festgelegte Maßnahmen oder Kompensation, wenn der Anbieter die Service-Levels nicht erfüllt.
Intellektuelles Eigentum
Patente, Urheberrechte, Geschäftsgeheimnisse und Marken, die vom Auftraggeber während der Auslagerung geschützt werden müssen.
Wettbewerbsverbot
Vertragliche Klausel, die dem Anbieter untersagt, ähnliche Dienstleistungen für Konkurrenten anzubieten.
Facility-Nutzung
Vereinbarung über den Zugang des Anbieters zu Räumlichkeiten, Einrichtungen und Ausrüstung des Auftraggebers.
Geheimhaltungsvereinbarung
Vertragliche Verpflichtung, vertrauliche Geschäftsinformationen und Kundendaten zu schützen.
Nachfolgeplanung
Plan für die Übergabe von Personal und Prozessen an einen neuen Anbieter oder zurück zum Auftraggeber bei Vertragsende.
Transitional Services
Übergangsdienstleistungen, die der bisherige Anbieter nach Vertragsende noch kurzzeitig erbringt, um einen glatteren Wechsel zu ermöglichen.

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