1
Alle Abschnitte durchlesen
Gehen Sie systematisch durch die Checkliste und verstehen Sie, welche Bereiche für Ihre spezifische Auslagerungsvereinbarung relevant sind. Manche Punkte gelten für alle Verträge, andere nur für bestimmte Dienste.
💡 Markieren Sie Punkte, die für Ihr Projekt nicht zutreffen — das vereinfacht die spätere Verhandlung mit dem Anbieter.
2
Ihre Anforderungen und Erwartungen definieren
Dokumentieren Sie im Detail, welche Dienstleistungen ausgelagert werden, welche Qualität und Verfügbarkeit Sie erwarten, und welche Geschäftsprozesse betroffen sind. Dies bildet die Grundlage für präzise Service-Level-Agreements.
💡 Arbeiten Sie mit Ihren operativen Teams zusammen, um realistische Anforderungen festzulegen.
3
Service-Standards und Messgrößen konkretisieren
Für jeden Dienst definieren Sie messbare Standards (z.B. Verfügbarkeit 99,5 %, Reaktionszeit 4 Stunden) und festgestellte Abhilfeleistungen, falls Standards nicht eingehalten werden. Dies schafft Verbindlichkeit.
💡 Beziehen Sie sich auf branchenübliche Benchmark-Werte, um realistische und wettbewerbsfähige Standards zu setzen.
4
Personal- und Ressourcenvorgaben klären
Bestimmen Sie, wer die Mitarbeiter bereitstellt, wie viele benötigt werden, ob Sie Genehmigungsrechte für Personalwechsel haben, und welche Vertraulichkeits- und Wettbewerbsschutzregeln gelten. Erwähnen Sie auch Nachfolgeplanung für den Fall eines Anbieterwechsels.
💡 Achten Sie besonders auf Schlüsselpersonengarantien für Fachexperten, die schwer zu ersetzen sind.
5
Facility und Ausrüstung dokumentieren
Listen Sie auf, welche Büroräume, Einrichtungen und Ausrüstung der Anbieter nutzen darf, zu welchen Zeiten er Zugang hat, welche Sicherheitsmaßnahmen gelten und wer für Wartung und Kosten verantwortlich ist.
💡 Falls der Anbieter Geräte mieten oder kaufen muss, klären Sie die Kostenteilung und das Eigentum genau.
6
Intellektuelles Eigentum und Daten schützen
Festlegung, dass alle vom Kunden bereitgestellten Informationen, Geschäftsgeheimnisse und Kundendaten Eigentum des Kunden bleiben und streng geschützt werden. Geheimhaltungsklauseln und Zugriffsbeschränkungen sind essentiell.
💡 Lassen Sie einen Anwalt prüfen, ob lokale Datenschutzgesetze (DSGVO, lokale Regelungen) beachtet werden.
7
Vertragstext mit dem Anbieter verhandeln
Reichen Sie die ausgefüllte Checkliste an den Anbieter weiter und nutzen Sie sie als Gesprächsgrundlage. Besprechen Sie Abweichungen und einigen sich auf endgültige Wording.
💡 Dokumentieren Sie alle Absprachen schriftlich und lassen Sie diese in den Entwurf des Vertrags aufnehmen.
8
Rechtsanwalt prüfen lassen
Bevor Sie unterschreiben, sollte ein Anwalt mit Outsourcing-Erfahrung den finalen Vertrag durchsehen. Dies schützt Sie vor verborgenen Risiken und unvorteilhaften Klauseln.
💡 Ein Tag Rechtsprüfung kostet meist zwischen 500–1500 EUR und kann später tausende sparen.