Checkliste - Bedingungen und Bestimmungen eines Software Lizenzvertrags

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FreiCheckliste - Bedingungen und Bestimmungen eines Software Lizenzvertrags

Auf einen Blick

Was es ist
Diese Checkliste bietet einen strukturierten Überblick über alle wesentlichen Bedingungen und Bestimmungen eines Software-Lizenzvertrags. Sie als Word-Dokument kostenlos herunterladbar und online bearbeitbar. Das Dokument ist eine praktische Kontrollliste für Geschäftsführer und Rechtsverantwortliche, um sicherzustellen, dass keine wichtigen Vertragsbestandteile übersehen werden.
Wann Sie es brauchen
Sie benötigen diese Checkliste, wenn Ihr Unternehmen Software-Produkte lizenzieren möchte oder bereits lizenzierte Software nutzt. Besonders wichtig ist sie beim Abschluss neuer Lizenzverträge, bei der Überprüfung bestehender Vereinbarungen oder wenn Sie die Compliance-Anforderungen Ihres Unternehmens erhöhen möchten.
Was enthalten ist
Die Checkliste behandelt zentrale Themen wie die Identität der Vertragsparteien, allgemeine Zwecke und Vorfragen, Lizenzbedingungen, eingeschränkte Garantien, Gewährleistungsverletzungen und Haftungsbestimmungen. Jeder Abschnitt enthält konkrete Punkte und Beispieltexte, auf die Sie achten sollten.

Was ist eine Checkliste zu den Bedingungen eines Software-Lizenzvertrags?

Diese Checkliste ist eine systematische Orientierungshilfe für alle wesentlichen Bedingungen und Bestimmungen eines Software-Lizenzvertrags. Sie ist als kostenloses Word-Dokument herunterladbar und online bearbeitbar und bietet eine strukturierte Kontrollliste mit Beispielen und Erklärtexten. Die Checkliste richtet sich an Geschäftsführer, IT-Leiter und Einkaufsverantwortliche, die Softwarelizenzen abschließen oder überprüfen müssen — ohne dabei gleich einen Anwalt beauftragen zu wollen. Sie behandelt zentrale Themen wie Parteienidentifikation, Lizenzbedingungen, Garantien, Haftungsbeschränkungen und Verjährungsfristen und bietet Musterformulierungen, auf die Sie achten sollten.

Warum Sie dieses Dokument brauchen

Ein fehlerhafter oder unvollständiger Lizenzvertrag kann zu kostspieligen rechtlichen Konflikten führen. Ohne klare Regelungen zu Lizenzbedingungen, Gewährleistung und Haftung entstehen Missverständnisse zwischen Lizenzgeber und Lizenznehmer — etwa über die erlaubte Anzahl von Installationen, die Länge der Garantie oder wer haftet, wenn die Software ausfällt. Diese Checkliste schützt Sie, indem sie sicherstellt, dass alle wichtigen Punkte geklärt und dokumentiert sind. Sie sparen damit Anwaltskosten bei Standardverträgen und können zielgerichtet mit einem Anwalt zusammenarbeiten, falls komplexe Bedingungen vorliegen. Besonders für KMU ist diese Checkliste eine praktische erste Anlaufstelle, um rechtlich fundierte Lizenzverträge zu schließen.

Welche Variante passt zu Ihrer Situation?

Wenn Ihre Situation ist…Diese Vorlage verwenden
Häufige Geschäftssoftware (Office, ERP, CRM) mit typischen BedingungenCheckliste für Standard-Softwarelizenzen
Hochspezialisierte Software mit erweiterten technischen AnforderungenCheckliste für spezialisierte Industriesoftware
Cloud-basierte Software mit wiederkehrenden AbonnementgebührenCheckliste für SaaS-Vereinbarungen
Kostenlose oder quelloffen verfügbare Software mit speziellen LizenzbedingungenCheckliste für Open-Source-Lizenzen
Software, die von mehreren Mitarbeitern gleichzeitig oder nacheinander genutzt wirdCheckliste für Mehrbenutzer-Lizenzen
Software mit integrierten Wartungs-, Update- und SupportverpflichtungenCheckliste für Lizenzverträge mit Wartung und Support

Häufige Fehler vermeiden

❌ Vertragsparteien unklar oder unvollständig identifiziert

Warum es wichtig ist: Ein Vertrag mit ungenauen Parteienangaben kann uneindeutig oder unerrreichbar sein, wenn später Probleme auftreten.

Fix: Verwenden Sie vollständige, offizielle Namen, Geschäftsformen und aktuelle Adressen; notieren Sie die Titel der unterzeichnenden Personen.

❌ Lizenzumfang nicht präzise definiert (Installation, gleichzeitige Nutzung, Kopiervorbote)

Warum es wichtig ist: Unklare Lizenzgrenzen führen zu Missbrauch, Streitigkeiten und potenziellen Rechtsverletzungen.

Fix: Geben Sie exakt an, auf wie vielen Systemen die Software installiert werden darf und wie viele Nutzer gleichzeitig arbeiten können.

❌ Garantiefristen nicht angegeben oder zu lang

Warum es wichtig ist: Unbegrenzte Garantien oder unrealistisch lange Fristen überlasten den Lizenzgeber und schaffen Kostenunsicherheit.

Fix: Setzen Sie realistische Garantiefristen (z. B. 30–90 Tage), die dem Lizenznehmer Zeit zum Testen geben, ohne den Lizenzgeber zu belasten.

❌ Haftungsbeschränkungen nicht überprüft oder nicht geltendem Recht entsprechend

Warum es wichtig ist: Haftungsausschlüsse, die gegen das Gesetz verstoßen (z. B. zu umfassend in Deutschland), sind nicht durchsetzbar und können Vertragsstreitigkeiten verursachen.

Fix: Konsultieren Sie einen Anwalt, um sicherzustellen, dass Ihre Haftungsbeschränkungen in Ihrer Gerichtsbarkeit wirksam sind.

❌ Stillschweigende Garantien nicht ausdrücklich ausgeschlossen

Warum es wichtig ist: Ohne ausdrücklichen Ausschluss können stillschweigende Garantien (z. B. für Verkehrsfähigkeit) automatisch vom Gesetz angenommen werden, was die Haftung verstärkt.

Fix: Schließen Sie alle stillschweigenden Garantien ausdrücklich aus und ersetzen Sie sie durch die begrenzte Garantie des Vertrags.

❌ Verjährungsfristen nicht festgelegt oder zu lang

Warum es wichtig ist: Unbegrenzte Klageforderungen schaffen dauerhafte Unsicherheit für beide Parteien und erschweren die Kostenkalkulierung.

Fix: Definieren Sie klare, angemessene Fristen (z. B. 1 Jahr nach Ablauf der Garantie), um beide Seiten zu schützen.

Die 7 wichtigsten Abschnitte, erklärt

Vertragstitel und Parteiidentifikation

Der erste Abschnitt bestimmt den Namen des Vertrages und identifiziert beide Parteien genau: Geschäftsform, Namen der Unterzeichner und deren Autorität, Adressen. Diese Informationen sind entscheidend für die Rechtsverbindlichkeit des Vertrags.

Allgemeine Zwecke und Vorfragen

Hier werden die grundlegenden Ziele der Vereinbarung festgehalten: Es handelt sich um eine Lizenzierung von Software, die Lizenznehmer erkennt die begrenzte und nicht-exklusive Natur der Lizenz an, und der Lizenzgeber bleibt Inhaber aller Rechte. Es werden auch Installationsregeln und Kopierverbote festgelegt.

Lizenzbedingungen

Dieser Abschnitt regelt, wie die Software genutzt werden darf: Installation auf mehreren Computersystemen, gleichzeitige Nutzung nur auf einem System, Verbote zur Weitergabe und Vervielfältigung, Ausnahmen für Sicherungskopien. Dies schützt beide Parteien vor Missbrauch.

Eingeschränkte Garantie

Der Lizenzgeber garantiert, dass das Trägermedium fehlerfrei ist, die Software wie dokumentiert funktioniert und keine Rechte Dritter verletzt. Die Garantie läuft für eine begrenzte Frist (z. B. [NUMMER] Tage) nach Lieferung und wird ausdrücklich auf diese Punkte beschränkt.

Verletzung der eingeschränkten Gewährleistung

Dieser Abschnitt definiert das einzige Rechtsmittel bei Garantiemängeln: Der Lizenznehmer schickt die Software auf eigene Kosten zurück, der Lizenzgeber ersetzt sie oder erstattet den Kaufpreis. Dies schließt andere Ansprüche und Schadensersatzforderungen aus.

Ausschluss von stillschweigenden Garantien

Der Vertrag macht deutlich, dass alle anderen Garantien ausdrücklich ausgeschlossen werden — insbesondere Garantien für Verkehrsfähigkeit, Eignung für einen bestimmten Zweck oder Nichtverletzung Dritter. Dies ist eine Haftungsschutzmaßnahme für den Lizenzgeber.

Haftungsbestimmungen und Gerichtliche Verjährung

Hier werden Grenzen für Schadensersatzansprüche festgelegt und Fristen für Klagen definiert. Auch werden Unterschiede zwischen Jurisdiktionen berücksichtigt, da manche Länder Haftungsbeschränkungen nicht zulassen.

So füllen Sie sie aus

  1. 1

    Vertragstitel und Parteien ausfüllen

    Ergänzen Sie den Namen des Vertrags (z. B. 'Softwarelizenzvertrag für [Softwarename]'). Geben Sie die vollständigen Namen, Geschäftsformen und genauen Adressen beider Parteien ein. Notieren Sie die Namen und offiziellen Titel der unterzeichnenden Personen.

    💡 Prüfen Sie, ob die unterzeichnende Person die Vollmacht hat, das Unternehmen zu verpflichten. Dies ist entscheidend für die Gültigkeit des Vertrags.

  2. 2

    Lizenztyp und Umfang bestimmen

    Entscheiden Sie, ob die Lizenz exklusiv oder nicht-exklusiv ist, auf wie viele Computer-Systeme installiert werden darf und ob gleichzeitige Nutzung erlaubt ist. Notieren Sie diese Bedingungen präzise, um Missverständnisse auszuschließen.

    💡 Bei Mehrbenutzer-Umgebungen sollten Sie die maximale Anzahl gleichzeitiger Nutzer klar definieren.

  3. 3

    Garantie- und Gewährleistungsfristen festlegen

    Geben Sie in der Checkliste an, für wie viele Tage/Wochen/Monate die Garantie des Lizenzgebers gilt (z. B. 30, 60 oder 90 Tage). Dies sollte realistisch sein, gibt dem Lizenznehmer aber auch Zeit zum Testen.

    💡 Längere Garantiefristen (z. B. 12 Monate) reduzieren das Risiko für den Lizenznehmer, erhöhen aber das Risiko des Lizenzgebers.

  4. 4

    Haftungsbeschränkungen und Ausschlüsse prüfen

    Überprüfen Sie, welche Schadensersatzarten ausgeschlossen sind (z. B. Folgeschäden, Gewinnausfälle). Stellen Sie sicher, dass diese Ausschlüsse mit den Gesetzen Ihres Landes vereinbar sind.

    💡 In einigen Jurisdiktionen (z. B. Deutschland) können Haftungsausschlüsse für grobe Fahrlässigkeit oder Vorsatz nicht durchgesetzt werden.

  5. 5

    Verjährungsfristen und Klageforderungen festlegen

    Definieren Sie, innerhalb welcher Frist der Lizenznehmer Ansprüche geltend machen kann (z. B. 1 Jahr nach Ablauf der Garantie). Dies schützt beide Seiten vor unbegrenzter Haftung.

    💡 Beachten Sie die gesetzlichen Verjährungsfristen Ihrer Gerichtsbarkeit — bei kürzeren vertraglichen Fristen können diese unwirksam sein.

  6. 6

    Sonderbestimmungen für Ihre Gerichtsbarkeit hinzufügen

    Prüfen Sie, welche Bedingungen in Ihrer Gerichtsbarkeit (Deutschland, Österreich, Schweiz) erforderlich sind oder automatisch gelten. Passen Sie die Checkliste entsprechend an oder lassen Sie dies von einem Anwalt prüfen.

    💡 Insbesondere die Haftungsbeschränkungen und Garantieausschlüsse können jurisdiktionsabhängig unterschiedlich wirksam sein.

  7. 7

    Mit Anwalt abstimmen und unterschreiben

    Geben Sie die ausgefüllte Checkliste und den finalen Vertragstext einem Rechtsanwalt zur Überprüfung. Besprechen Sie alle angekreuzten Punkte, um sicherzustellen, dass der Vertrag korrekt ist und alle Parteien schützt.

    💡 Auch eine Checkliste ersetzt keine professionelle Rechtsberatung — nutzen Sie sie als Orientierungshilfe und Vorbereitung.

Häufig gestellte Fragen

Was ist eine 'nicht-exklusive' Lizenz und warum ist das wichtig?

Eine nicht-exklusive Lizenz bedeutet, dass der Lizenzgeber dieselbe Software auch an andere Kunden vergeben darf. Sie ist wichtig, weil sie dem Lizenzgeber ermöglicht, sein Geschäft zu skalieren, während der Lizenznehmer wissen sollte, dass er nicht der einzige Nutzer ist. Dies ist bei Geschäftssoftware völlig normal und reduziert in der Regel die Kosten für den Lizenznehmer. Bei speziellen oder maßgeschneiderten Lösungen kann eine exklusive Lizenz verhandelt werden, aber diese ist teurer.

Bin ich berechtigt, Sicherungskopien der Software zu erstellen?

Ja, der Lizenzvertrag erlaubt dem Lizenznehmer ausdrücklich, Kopien der Software nur für Sicherungszwecke (Backup) zu erstellen. Dies ist eine wichtige Garantie für die Datensicherheit. Sie dürfen diese Kopien jedoch nicht an Dritte weitergeben oder für andere Zwecke nutzen. Bewahren Sie Sicherungskopien an einem sicheren Ort auf und zerstören Sie sie, wenn der Lizenzvertrag endet.

Was passiert, wenn die Software nicht wie dokumentiert funktioniert?

Das ist eine Verletzung der eingeschränkten Gewährleistung. Das einzige Rechtsmittel ist normalerweise, dass Sie alle Kopien der Software zusammen mit dem Kaufnachweis an den Lizenzgeber zurückschicken. Der Lizenzgeber wird Ihnen dann entweder eine funktionierende Ersatzkopie schicken oder — nach eigenem Ermessen — Ihr Geld zurückerstatten. Andere Schadensersatzansprüche sind ausgeschlossen. Dies ist eine wichtige Begrenzung für den Lizenzgeber, daher ist es entscheidend, dass Sie die Software während der Garantiefrist auf Funktionalität testen.

Wie lange gilt die Garantie, und was passiert danach?

Die Garantie gilt für eine begrenzte Frist nach Lieferung — typischerweise 30, 60 oder 90 Tage. Nach Ablauf dieser Frist gibt es keine Garantie mehr, es sei denn, Sie haben eine kostenpflichtige erweiterte Wartungsvereinbarung abgeschlossen. Sie können jedoch innerhalb einer weiteren Frist (z. B. 1 Jahr) nach Ablauf der Garantie einen Anspruch einreichen, wenn Sie ein Problem entdeckt haben. Überprüfen Sie die Checkliste immer auf diese Fristen, um Ihre Rechte zu wahren.

Was sind 'stillschweigende Garantien' und warum werden sie ausgeschlossen?

Stillschweigende Garantien sind Zusicherungen, die das Gesetz automatisch in einen Vertrag einfügt, auch wenn sie nicht ausdrücklich genannt werden — z. B. dass die Software verkaufsreif oder für einen bestimmten Zweck geeignet ist. Der Lizenzgeber schließt diese aus, um seine Haftung zu begrenzen und das Risiko auf klar definierte Punkte (die eingeschränkte Garantie) zu konzentrieren. Dies ist üblich bei Softwarelizenzen, schränkt aber Ihre Rechte ein — daher sollten Sie diese Klausel in der Checkliste überprüfen und ggf. mit einem Anwalt besprechen.

Kann der Lizenzgeber die Lizenz jederzeit beenden oder die Bedingungen ändern?

Dies hängt von den Vertragsbedingungen ab und ist in dieser Checkliste nicht vollständig behandelt. In der Regel benötigt es eine Kündigungsklausel, um die Lizenz zu beenden, und Bedingungsänderungen sind oft an Zustimmung beider Parteien gebunden. Prüfen Sie Ihren kompletten Lizenzvertrag sorgfältig auf Kündigungs- und Änderungsbestimmungen. Eine rechtliche Beratung ist hier empfohlen, um unerwartete Beendigung oder Bedingungsänderungen zu vermeiden.

Was muss ich tun, wenn der Lizenzgeber nicht in meiner Gerichtsbarkeit sitzt?

Dies ist ein wichtiges rechtliches Thema. Der Vertrag sollte festlegen, welches Recht gilt (z. B. deutsches Recht) und welche Gerichte zuständig sind (z. B. deutsche Gerichte). Dies schützt Sie, falls es zu Streitigkeiten kommt. Wenn der Lizenzgeber im Ausland sitzt und der Vertrag ausländisches Recht vorsieht, kann ein Rechtsstreit teuer und komplex werden. Klären Sie dies vor Unterschrift mit einem Anwalt, insbesondere wenn Sie große Summen investieren.

Sollte ich die Checkliste nutzen oder einen Anwalt beauftragen?

Dies hängt von der Komplexität und dem Wert des Softwarekaufs ab. Für Standard-Geschäftssoftware mit niedrigen Kosten ist die Checkliste eine hilfreiche Orientierung und Kosteneinsparung. Für spezialisierte Software, hohe Investitionen oder komplexe Nutzungsszenarien sollten Sie einen Anwalt beauftragen. Auch können Sie die Checkliste als Vorbereitung nutzen und den Anwalt dann gezielt zu kritischen Punkten befragen — das spart Zeit und Kosten.

Ist diese Checkliste für alle Länder (Deutschland, Österreich, Schweiz) anwendbar?

Diese Checkliste basiert auf allgemeinen Softwarelizenz-Prinzipien, die in Deutschland, Österreich und der Schweiz gelten. Allerdings gibt es Unterschiede in Garantieforderungen, Haftungsbeschränkungen und Verjährungsfristen. Das deutsches Recht (BGB) ist am weitesten verbreitet, aber österreichisches und schweizer Recht haben Variationen. Nutzen Sie die Checkliste als Orientierung und konsultieren Sie einen lokalen Anwalt, um sicherzustellen, dass der Vertrag Ihrem Land entspricht.

Im Vergleich zu Alternativen

vs Vollständiger Lizenzvertrag (anwaltlich entworfener Vertrag)

Ein anwaltlich verhandleter und entworfener Lizenzvertrag ist umfassender, rechtssicherer und spezifisch auf Ihre Situation zugeschnitten. Die Checkliste ist dagegen eine Orientierungshilfe und Kostenersparnis für mittlere Risiken. Nutzen Sie die Checkliste für kleinere oder Standard-Einkäufe, und engagieren Sie einen Anwalt für hochwertige oder spezialisierte Software.

vs Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB) des Herstellers

Viele Softwareunternehmen stellen ihre eigenen AGB zur Verfügung, die bereits vordefinierte Lizenzbestandteile enthalten. Die Checkliste ist nützlich, um diese AGB zu überprüfen und sicherzustellen, dass alle wichtigen Punkte abgedeckt sind. Sie können auch mit der Checkliste AGB-Klauseln ablehnen oder verhandeln, die für Ihr Geschäft ungünstig sind.

vs Open-Source-Lizenzvereinbarungen (MIT, GPL, Apache)

Open-Source-Lizenzen (wie GPL oder MIT) sind kostenlos und oft weniger formal als kommerzielle Lizenzverträge. Sie fokussieren auf Code-Weitergabe und Gewährleistungsausschluss statt auf kommerzielle Nutzungsbedingungen. Diese Checkliste bezieht sich auf kommerzielle Software-Lizenzen und ist nicht direkt auf Open-Source anwendbar — nutzen Sie sie aber zur Orientierung, falls Open-Source-Software kommerziell genutzt wird.

vs SaaS-Vereinbarungen (Software as a Service)

SaaS-Verträge (Cloud-Software mit Abonnement) unterscheiden sich von klassischen Softwarelizenzen: Statt Lizenzgebühr gibt es wiederkehrende Gebühren, der Anbieter verwaltet Updates und Backups, und die Datensicherheit in der Cloud ist ein zentrales Thema. Diese Checkliste umfasst nicht alle SaaS-spezifischen Klauseln — verwenden Sie sie als Basis und ergänzen Sie sie um Cloud-, Datenschutz- und Support-Klauseln.

Branchenspezifische Hinweise

Softwareentwicklung und IT-Services

Lizenzgeber nutzen die Checkliste zum Schutz ihres Geistigen Eigentums und zur Haftungsbegrenzung; Lizenznehmer prüfen Bestimmungen vor Integration von Fremd-Software.

Finanzdienstleistungen und Banking

Strenge Compliance-Anforderungen erfordern eine sorgfältige Prüfung aller Softwarelizenzen; die Checkliste hilft, regulatorische Anforderungen zu dokumentieren.

Gesundheitswesen und Pharmazie

Medizinische Software unterliegt besonderen Datenschutz- und Haftungsanforderungen; die Checkliste stellt sicher, dass Garantien und Haftungsgrenzen dokumentiert sind.

Produktion und Fertigungstechnik

Spezialisierte Industrial-Software erfordert klare Lizenzbedingungen für Maschinensteuerung; die Checkliste hilft, Qualität und Support zu regeln.

Handel und E-Commerce

E-Commerce-Plattformen und Kassensysteme müssen störungsfrei laufen; die Checkliste sichert Gewährleistung und Fehlerbehebung ab.

Energiewirtschaft und Versorgungsbetriebe

Kritische Infrastruktur-Software mit hohen Verfügbarkeitsanforderungen; die Checkliste regelt Support, Updates und Haftungsobergrenzen.

Vorlage oder Profi — was passt?

WegAm besten fürKostenZeit
Vorlage verwendenKauf von Standard-Geschäftssoftware mit kleinerem Budget; Sie vertrauen dem Hersteller und wollen Kosten sparen.Kostenlos (nur Zeit zum Ausfüllen)2–3 Stunden zum Überprüfen und Ausfüllen
Vorlage + Profi-PrüfungMittlere oder spezialisierte Software mit erheblichem Budget; Sie benötigen Sicherheit, wollen aber Anwaltskoten teilweise sparen.€150–400 für Anwaltsprüfung einer bereits ausgefüllten Checkliste4–6 Stunden insgesamt (Selbst + Anwalt)
MaßgeschneidertHochwertige, maßgeschneiderte oder kritische Softwarelösung; maximaler Schutz und Rechtssicherheit ist notwendig.€800–2.500+ für anwaltlich vollständig entworfenen Lizenzvertrag2–3 Wochen mit Anwalt für Verhandlung, Entwurf und Überarbeitung

Glossar

Lizenzgeber
Das Unternehmen oder die Person, die die Softwarelizenz vergibt und bleibt Inhaber aller Eigentumsrechte.
Lizenznehmer
Das Unternehmen oder die Person, die das Recht erhält, die Software unter festgelegten Bedingungen zu nutzen.
Lizenz
Eine begrenzte, nicht-exklusive Genehmigung zur Nutzung der Software unter bestimmten Bedingungen und Einschränkungen.
Gewährleistung
Eine Zusicherung des Lizenzgebers, dass die Software in Übereinstimmung mit der dokumentation funktioniert und frei von Mängeln ist.
Haftung
Die rechtliche Verantwortung des Lizenzgebers für Schäden, die durch die Software oder deren Nichtfunktion entstehen.
Trägermedium
Der physische Datenträger (z. B. DVD, USB-Stick), auf dem die Software bereitgestellt wird.
Stillschweigende Garantie
Eine Garantie, die vom Gesetz automatisch angenommen wird, auch wenn sie nicht ausdrücklich vereinbart wurde.
Eigentumsrechte
Die rechtliche Befugnis des Lizenzgebers, alleinig über die Software und deren Nutzung zu entscheiden.
Geistiges Eigentum
Alle Rechte an kreativ geschaffenen Werken wie Software, Designs oder Texte, die Lizenzgeber und Dritte besitzen können.
Nicht-exklusiv
Der Lizenzgeber darf die gleiche Software auch an andere Lizenznehmer vergeben.

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