Checkliste - Bedingungen und Bestimmungen eines Software Lizenzvertrags

Kostenloser Download ‱ Als Vorlage verwenden ‱ Drucken oder teilen

5 seiten‱20–25 min zum Verwenden‱Schwierigkeit: Standard
Mehr erfahren ↓
FreiCheckliste - Bedingungen und Bestimmungen eines Software Lizenzvertrags

Auf einen Blick

Was es ist
Diese Checkliste bietet einen strukturierten Überblick ĂŒber alle wesentlichen Bedingungen und Bestimmungen eines Software-Lizenzvertrags. Sie als Word-Dokument kostenlos herunterladbar und online bearbeitbar. Das Dokument ist eine praktische Kontrollliste fĂŒr GeschĂ€ftsfĂŒhrer und Rechtsverantwortliche, um sicherzustellen, dass keine wichtigen Vertragsbestandteile ĂŒbersehen werden.
Wann Sie es brauchen
Sie benötigen diese Checkliste, wenn Ihr Unternehmen Software-Produkte lizenzieren möchte oder bereits lizenzierte Software nutzt. Besonders wichtig ist sie beim Abschluss neuer LizenzvertrĂ€ge, bei der ÜberprĂŒfung bestehender Vereinbarungen oder wenn Sie die Compliance-Anforderungen Ihres Unternehmens erhöhen möchten.
Was enthalten ist
Die Checkliste behandelt zentrale Themen wie die IdentitÀt der Vertragsparteien, allgemeine Zwecke und Vorfragen, Lizenzbedingungen, eingeschrÀnkte Garantien, GewÀhrleistungsverletzungen und Haftungsbestimmungen. Jeder Abschnitt enthÀlt konkrete Punkte und Beispieltexte, auf die Sie achten sollten.

Was ist eine Checkliste zu den Bedingungen eines Software-Lizenzvertrags?

Diese Checkliste ist eine systematische Orientierungshilfe fĂŒr alle wesentlichen Bedingungen und Bestimmungen eines Software-Lizenzvertrags. Sie ist als kostenloses Word-Dokument herunterladbar und online bearbeitbar und bietet eine strukturierte Kontrollliste mit Beispielen und ErklĂ€rtexten. Die Checkliste richtet sich an GeschĂ€ftsfĂŒhrer, IT-Leiter und Einkaufsverantwortliche, die Softwarelizenzen abschließen oder ĂŒberprĂŒfen mĂŒssen — ohne dabei gleich einen Anwalt beauftragen zu wollen. Sie behandelt zentrale Themen wie Parteienidentifikation, Lizenzbedingungen, Garantien, HaftungsbeschrĂ€nkungen und VerjĂ€hrungsfristen und bietet Musterformulierungen, auf die Sie achten sollten.

Warum Sie dieses Dokument brauchen

Ein fehlerhafter oder unvollstĂ€ndiger Lizenzvertrag kann zu kostspieligen rechtlichen Konflikten fĂŒhren. Ohne klare Regelungen zu Lizenzbedingungen, GewĂ€hrleistung und Haftung entstehen MissverstĂ€ndnisse zwischen Lizenzgeber und Lizenznehmer — etwa ĂŒber die erlaubte Anzahl von Installationen, die LĂ€nge der Garantie oder wer haftet, wenn die Software ausfĂ€llt. Diese Checkliste schĂŒtzt Sie, indem sie sicherstellt, dass alle wichtigen Punkte geklĂ€rt und dokumentiert sind. Sie sparen damit Anwaltskosten bei StandardvertrĂ€gen und können zielgerichtet mit einem Anwalt zusammenarbeiten, falls komplexe Bedingungen vorliegen. Besonders fĂŒr KMU ist diese Checkliste eine praktische erste Anlaufstelle, um rechtlich fundierte LizenzvertrĂ€ge zu schließen.

Welche Variante passt zu Ihrer Situation?

Wenn Ihre Situation ist
Diese Vorlage verwenden
HĂ€ufige GeschĂ€ftssoftware (Office, ERP, CRM) mit typischen BedingungenCheckliste fĂŒr Standard-Softwarelizenzen
Hochspezialisierte Software mit erweiterten technischen AnforderungenCheckliste fĂŒr spezialisierte Industriesoftware
Cloud-basierte Software mit wiederkehrenden AbonnementgebĂŒhrenCheckliste fĂŒr SaaS-Vereinbarungen
Kostenlose oder quelloffen verfĂŒgbare Software mit speziellen LizenzbedingungenCheckliste fĂŒr Open-Source-Lizenzen
Software, die von mehreren Mitarbeitern gleichzeitig oder nacheinander genutzt wirdCheckliste fĂŒr Mehrbenutzer-Lizenzen
Software mit integrierten Wartungs-, Update- und SupportverpflichtungenCheckliste fĂŒr LizenzvertrĂ€ge mit Wartung und Support

HĂ€ufige Fehler vermeiden

❌ Vertragsparteien unklar oder unvollstĂ€ndig identifiziert

Warum es wichtig ist: Ein Vertrag mit ungenauen Parteienangaben kann uneindeutig oder unerrreichbar sein, wenn spÀter Probleme auftreten.

Fix: Verwenden Sie vollstÀndige, offizielle Namen, GeschÀftsformen und aktuelle Adressen; notieren Sie die Titel der unterzeichnenden Personen.

❌ Lizenzumfang nicht prĂ€zise definiert (Installation, gleichzeitige Nutzung, Kopiervorbote)

Warum es wichtig ist: Unklare Lizenzgrenzen fĂŒhren zu Missbrauch, Streitigkeiten und potenziellen Rechtsverletzungen.

Fix: Geben Sie exakt an, auf wie vielen Systemen die Software installiert werden darf und wie viele Nutzer gleichzeitig arbeiten können.

❌ Garantiefristen nicht angegeben oder zu lang

Warum es wichtig ist: Unbegrenzte Garantien oder unrealistisch lange Fristen ĂŒberlasten den Lizenzgeber und schaffen Kostenunsicherheit.

Fix: Setzen Sie realistische Garantiefristen (z. B. 30–90 Tage), die dem Lizenznehmer Zeit zum Testen geben, ohne den Lizenzgeber zu belasten.

❌ HaftungsbeschrĂ€nkungen nicht ĂŒberprĂŒft oder nicht geltendem Recht entsprechend

Warum es wichtig ist: HaftungsausschlĂŒsse, die gegen das Gesetz verstoßen (z. B. zu umfassend in Deutschland), sind nicht durchsetzbar und können Vertragsstreitigkeiten verursachen.

Fix: Konsultieren Sie einen Anwalt, um sicherzustellen, dass Ihre HaftungsbeschrÀnkungen in Ihrer Gerichtsbarkeit wirksam sind.

❌ Stillschweigende Garantien nicht ausdrĂŒcklich ausgeschlossen

Warum es wichtig ist: Ohne ausdrĂŒcklichen Ausschluss können stillschweigende Garantien (z. B. fĂŒr VerkehrsfĂ€higkeit) automatisch vom Gesetz angenommen werden, was die Haftung verstĂ€rkt.

Fix: Schließen Sie alle stillschweigenden Garantien ausdrĂŒcklich aus und ersetzen Sie sie durch die begrenzte Garantie des Vertrags.

❌ VerjĂ€hrungsfristen nicht festgelegt oder zu lang

Warum es wichtig ist: Unbegrenzte Klageforderungen schaffen dauerhafte Unsicherheit fĂŒr beide Parteien und erschweren die Kostenkalkulierung.

Fix: Definieren Sie klare, angemessene Fristen (z. B. 1 Jahr nach Ablauf der Garantie), um beide Seiten zu schĂŒtzen.

Die 7 wichtigsten Abschnitte, erklÀrt

Vertragstitel und Parteiidentifikation

Der erste Abschnitt bestimmt den Namen des Vertrages und identifiziert beide Parteien genau: GeschĂ€ftsform, Namen der Unterzeichner und deren AutoritĂ€t, Adressen. Diese Informationen sind entscheidend fĂŒr die Rechtsverbindlichkeit des Vertrags.

Allgemeine Zwecke und Vorfragen

Hier werden die grundlegenden Ziele der Vereinbarung festgehalten: Es handelt sich um eine Lizenzierung von Software, die Lizenznehmer erkennt die begrenzte und nicht-exklusive Natur der Lizenz an, und der Lizenzgeber bleibt Inhaber aller Rechte. Es werden auch Installationsregeln und Kopierverbote festgelegt.

Lizenzbedingungen

Dieser Abschnitt regelt, wie die Software genutzt werden darf: Installation auf mehreren Computersystemen, gleichzeitige Nutzung nur auf einem System, Verbote zur Weitergabe und VervielfĂ€ltigung, Ausnahmen fĂŒr Sicherungskopien. Dies schĂŒtzt beide Parteien vor Missbrauch.

EingeschrÀnkte Garantie

Der Lizenzgeber garantiert, dass das TrĂ€germedium fehlerfrei ist, die Software wie dokumentiert funktioniert und keine Rechte Dritter verletzt. Die Garantie lĂ€uft fĂŒr eine begrenzte Frist (z. B. [NUMMER] Tage) nach Lieferung und wird ausdrĂŒcklich auf diese Punkte beschrĂ€nkt.

Verletzung der eingeschrÀnkten GewÀhrleistung

Dieser Abschnitt definiert das einzige Rechtsmittel bei GarantiemĂ€ngeln: Der Lizenznehmer schickt die Software auf eigene Kosten zurĂŒck, der Lizenzgeber ersetzt sie oder erstattet den Kaufpreis. Dies schließt andere AnsprĂŒche und Schadensersatzforderungen aus.

Ausschluss von stillschweigenden Garantien

Der Vertrag macht deutlich, dass alle anderen Garantien ausdrĂŒcklich ausgeschlossen werden — insbesondere Garantien fĂŒr VerkehrsfĂ€higkeit, Eignung fĂŒr einen bestimmten Zweck oder Nichtverletzung Dritter. Dies ist eine Haftungsschutzmaßnahme fĂŒr den Lizenzgeber.

Haftungsbestimmungen und Gerichtliche VerjÀhrung

Hier werden Grenzen fĂŒr SchadensersatzansprĂŒche festgelegt und Fristen fĂŒr Klagen definiert. Auch werden Unterschiede zwischen Jurisdiktionen berĂŒcksichtigt, da manche LĂ€nder HaftungsbeschrĂ€nkungen nicht zulassen.

So fĂŒllen Sie sie aus

  1. 1

    Vertragstitel und Parteien ausfĂŒllen

    ErgĂ€nzen Sie den Namen des Vertrags (z. B. 'Softwarelizenzvertrag fĂŒr [Softwarename]'). Geben Sie die vollstĂ€ndigen Namen, GeschĂ€ftsformen und genauen Adressen beider Parteien ein. Notieren Sie die Namen und offiziellen Titel der unterzeichnenden Personen.

    💡 PrĂŒfen Sie, ob die unterzeichnende Person die Vollmacht hat, das Unternehmen zu verpflichten. Dies ist entscheidend fĂŒr die GĂŒltigkeit des Vertrags.

  2. 2

    Lizenztyp und Umfang bestimmen

    Entscheiden Sie, ob die Lizenz exklusiv oder nicht-exklusiv ist, auf wie viele Computer-Systeme installiert werden darf und ob gleichzeitige Nutzung erlaubt ist. Notieren Sie diese Bedingungen prĂ€zise, um MissverstĂ€ndnisse auszuschließen.

    💡 Bei Mehrbenutzer-Umgebungen sollten Sie die maximale Anzahl gleichzeitiger Nutzer klar definieren.

  3. 3

    Garantie- und GewÀhrleistungsfristen festlegen

    Geben Sie in der Checkliste an, fĂŒr wie viele Tage/Wochen/Monate die Garantie des Lizenzgebers gilt (z. B. 30, 60 oder 90 Tage). Dies sollte realistisch sein, gibt dem Lizenznehmer aber auch Zeit zum Testen.

    💡 LĂ€ngere Garantiefristen (z. B. 12 Monate) reduzieren das Risiko fĂŒr den Lizenznehmer, erhöhen aber das Risiko des Lizenzgebers.

  4. 4

    HaftungsbeschrĂ€nkungen und AusschlĂŒsse prĂŒfen

    ÜberprĂŒfen Sie, welche Schadensersatzarten ausgeschlossen sind (z. B. FolgeschĂ€den, GewinnausfĂ€lle). Stellen Sie sicher, dass diese AusschlĂŒsse mit den Gesetzen Ihres Landes vereinbar sind.

    💡 In einigen Jurisdiktionen (z. B. Deutschland) können HaftungsausschlĂŒsse fĂŒr grobe FahrlĂ€ssigkeit oder Vorsatz nicht durchgesetzt werden.

  5. 5

    VerjÀhrungsfristen und Klageforderungen festlegen

    Definieren Sie, innerhalb welcher Frist der Lizenznehmer AnsprĂŒche geltend machen kann (z. B. 1 Jahr nach Ablauf der Garantie). Dies schĂŒtzt beide Seiten vor unbegrenzter Haftung.

    💡 Beachten Sie die gesetzlichen VerjĂ€hrungsfristen Ihrer Gerichtsbarkeit — bei kĂŒrzeren vertraglichen Fristen können diese unwirksam sein.

  6. 6

    Sonderbestimmungen fĂŒr Ihre Gerichtsbarkeit hinzufĂŒgen

    PrĂŒfen Sie, welche Bedingungen in Ihrer Gerichtsbarkeit (Deutschland, Österreich, Schweiz) erforderlich sind oder automatisch gelten. Passen Sie die Checkliste entsprechend an oder lassen Sie dies von einem Anwalt prĂŒfen.

    💡 Insbesondere die HaftungsbeschrĂ€nkungen und GarantieausschlĂŒsse können jurisdiktionsabhĂ€ngig unterschiedlich wirksam sein.

  7. 7

    Mit Anwalt abstimmen und unterschreiben

    Geben Sie die ausgefĂŒllte Checkliste und den finalen Vertragstext einem Rechtsanwalt zur ÜberprĂŒfung. Besprechen Sie alle angekreuzten Punkte, um sicherzustellen, dass der Vertrag korrekt ist und alle Parteien schĂŒtzt.

    💡 Auch eine Checkliste ersetzt keine professionelle Rechtsberatung — nutzen Sie sie als Orientierungshilfe und Vorbereitung.

HĂ€ufig gestellte Fragen

Was ist eine 'nicht-exklusive' Lizenz und warum ist das wichtig?

Eine nicht-exklusive Lizenz bedeutet, dass der Lizenzgeber dieselbe Software auch an andere Kunden vergeben darf. Sie ist wichtig, weil sie dem Lizenzgeber ermöglicht, sein GeschĂ€ft zu skalieren, wĂ€hrend der Lizenznehmer wissen sollte, dass er nicht der einzige Nutzer ist. Dies ist bei GeschĂ€ftssoftware völlig normal und reduziert in der Regel die Kosten fĂŒr den Lizenznehmer. Bei speziellen oder maßgeschneiderten Lösungen kann eine exklusive Lizenz verhandelt werden, aber diese ist teurer.

Bin ich berechtigt, Sicherungskopien der Software zu erstellen?

Ja, der Lizenzvertrag erlaubt dem Lizenznehmer ausdrĂŒcklich, Kopien der Software nur fĂŒr Sicherungszwecke (Backup) zu erstellen. Dies ist eine wichtige Garantie fĂŒr die Datensicherheit. Sie dĂŒrfen diese Kopien jedoch nicht an Dritte weitergeben oder fĂŒr andere Zwecke nutzen. Bewahren Sie Sicherungskopien an einem sicheren Ort auf und zerstören Sie sie, wenn der Lizenzvertrag endet.

Was passiert, wenn die Software nicht wie dokumentiert funktioniert?

Das ist eine Verletzung der eingeschrĂ€nkten GewĂ€hrleistung. Das einzige Rechtsmittel ist normalerweise, dass Sie alle Kopien der Software zusammen mit dem Kaufnachweis an den Lizenzgeber zurĂŒckschicken. Der Lizenzgeber wird Ihnen dann entweder eine funktionierende Ersatzkopie schicken oder — nach eigenem Ermessen — Ihr Geld zurĂŒckerstatten. Andere SchadensersatzansprĂŒche sind ausgeschlossen. Dies ist eine wichtige Begrenzung fĂŒr den Lizenzgeber, daher ist es entscheidend, dass Sie die Software wĂ€hrend der Garantiefrist auf FunktionalitĂ€t testen.

Wie lange gilt die Garantie, und was passiert danach?

Die Garantie gilt fĂŒr eine begrenzte Frist nach Lieferung — typischerweise 30, 60 oder 90 Tage. Nach Ablauf dieser Frist gibt es keine Garantie mehr, es sei denn, Sie haben eine kostenpflichtige erweiterte Wartungsvereinbarung abgeschlossen. Sie können jedoch innerhalb einer weiteren Frist (z. B. 1 Jahr) nach Ablauf der Garantie einen Anspruch einreichen, wenn Sie ein Problem entdeckt haben. ÜberprĂŒfen Sie die Checkliste immer auf diese Fristen, um Ihre Rechte zu wahren.

Was sind 'stillschweigende Garantien' und warum werden sie ausgeschlossen?

Stillschweigende Garantien sind Zusicherungen, die das Gesetz automatisch in einen Vertrag einfĂŒgt, auch wenn sie nicht ausdrĂŒcklich genannt werden — z. B. dass die Software verkaufsreif oder fĂŒr einen bestimmten Zweck geeignet ist. Der Lizenzgeber schließt diese aus, um seine Haftung zu begrenzen und das Risiko auf klar definierte Punkte (die eingeschrĂ€nkte Garantie) zu konzentrieren. Dies ist ĂŒblich bei Softwarelizenzen, schrĂ€nkt aber Ihre Rechte ein — daher sollten Sie diese Klausel in der Checkliste ĂŒberprĂŒfen und ggf. mit einem Anwalt besprechen.

Kann der Lizenzgeber die Lizenz jederzeit beenden oder die Bedingungen Àndern?

Dies hĂ€ngt von den Vertragsbedingungen ab und ist in dieser Checkliste nicht vollstĂ€ndig behandelt. In der Regel benötigt es eine KĂŒndigungsklausel, um die Lizenz zu beenden, und BedingungsĂ€nderungen sind oft an Zustimmung beider Parteien gebunden. PrĂŒfen Sie Ihren kompletten Lizenzvertrag sorgfĂ€ltig auf KĂŒndigungs- und Änderungsbestimmungen. Eine rechtliche Beratung ist hier empfohlen, um unerwartete Beendigung oder BedingungsĂ€nderungen zu vermeiden.

Was muss ich tun, wenn der Lizenzgeber nicht in meiner Gerichtsbarkeit sitzt?

Dies ist ein wichtiges rechtliches Thema. Der Vertrag sollte festlegen, welches Recht gilt (z. B. deutsches Recht) und welche Gerichte zustĂ€ndig sind (z. B. deutsche Gerichte). Dies schĂŒtzt Sie, falls es zu Streitigkeiten kommt. Wenn der Lizenzgeber im Ausland sitzt und der Vertrag auslĂ€ndisches Recht vorsieht, kann ein Rechtsstreit teuer und komplex werden. KlĂ€ren Sie dies vor Unterschrift mit einem Anwalt, insbesondere wenn Sie große Summen investieren.

Sollte ich die Checkliste nutzen oder einen Anwalt beauftragen?

Dies hĂ€ngt von der KomplexitĂ€t und dem Wert des Softwarekaufs ab. FĂŒr Standard-GeschĂ€ftssoftware mit niedrigen Kosten ist die Checkliste eine hilfreiche Orientierung und Kosteneinsparung. FĂŒr spezialisierte Software, hohe Investitionen oder komplexe Nutzungsszenarien sollten Sie einen Anwalt beauftragen. Auch können Sie die Checkliste als Vorbereitung nutzen und den Anwalt dann gezielt zu kritischen Punkten befragen — das spart Zeit und Kosten.

Ist diese Checkliste fĂŒr alle LĂ€nder (Deutschland, Österreich, Schweiz) anwendbar?

Diese Checkliste basiert auf allgemeinen Softwarelizenz-Prinzipien, die in Deutschland, Österreich und der Schweiz gelten. Allerdings gibt es Unterschiede in Garantieforderungen, HaftungsbeschrĂ€nkungen und VerjĂ€hrungsfristen. Das deutsches Recht (BGB) ist am weitesten verbreitet, aber österreichisches und schweizer Recht haben Variationen. Nutzen Sie die Checkliste als Orientierung und konsultieren Sie einen lokalen Anwalt, um sicherzustellen, dass der Vertrag Ihrem Land entspricht.

Im Vergleich zu Alternativen

vs VollstÀndiger Lizenzvertrag (anwaltlich entworfener Vertrag)

Ein anwaltlich verhandleter und entworfener Lizenzvertrag ist umfassender, rechtssicherer und spezifisch auf Ihre Situation zugeschnitten. Die Checkliste ist dagegen eine Orientierungshilfe und Kostenersparnis fĂŒr mittlere Risiken. Nutzen Sie die Checkliste fĂŒr kleinere oder Standard-EinkĂ€ufe, und engagieren Sie einen Anwalt fĂŒr hochwertige oder spezialisierte Software.

vs Allgemeine GeschÀftsbedingungen (AGB) des Herstellers

Viele Softwareunternehmen stellen ihre eigenen AGB zur VerfĂŒgung, die bereits vordefinierte Lizenzbestandteile enthalten. Die Checkliste ist nĂŒtzlich, um diese AGB zu ĂŒberprĂŒfen und sicherzustellen, dass alle wichtigen Punkte abgedeckt sind. Sie können auch mit der Checkliste AGB-Klauseln ablehnen oder verhandeln, die fĂŒr Ihr GeschĂ€ft ungĂŒnstig sind.

vs Open-Source-Lizenzvereinbarungen (MIT, GPL, Apache)

Open-Source-Lizenzen (wie GPL oder MIT) sind kostenlos und oft weniger formal als kommerzielle LizenzvertrĂ€ge. Sie fokussieren auf Code-Weitergabe und GewĂ€hrleistungsausschluss statt auf kommerzielle Nutzungsbedingungen. Diese Checkliste bezieht sich auf kommerzielle Software-Lizenzen und ist nicht direkt auf Open-Source anwendbar — nutzen Sie sie aber zur Orientierung, falls Open-Source-Software kommerziell genutzt wird.

vs SaaS-Vereinbarungen (Software as a Service)

SaaS-VertrĂ€ge (Cloud-Software mit Abonnement) unterscheiden sich von klassischen Softwarelizenzen: Statt LizenzgebĂŒhr gibt es wiederkehrende GebĂŒhren, der Anbieter verwaltet Updates und Backups, und die Datensicherheit in der Cloud ist ein zentrales Thema. Diese Checkliste umfasst nicht alle SaaS-spezifischen Klauseln — verwenden Sie sie als Basis und ergĂ€nzen Sie sie um Cloud-, Datenschutz- und Support-Klauseln.

Branchenspezifische Hinweise

Softwareentwicklung und IT-Services

Lizenzgeber nutzen die Checkliste zum Schutz ihres Geistigen Eigentums und zur Haftungsbegrenzung; Lizenznehmer prĂŒfen Bestimmungen vor Integration von Fremd-Software.

Finanzdienstleistungen und Banking

Strenge Compliance-Anforderungen erfordern eine sorgfĂ€ltige PrĂŒfung aller Softwarelizenzen; die Checkliste hilft, regulatorische Anforderungen zu dokumentieren.

Gesundheitswesen und Pharmazie

Medizinische Software unterliegt besonderen Datenschutz- und Haftungsanforderungen; die Checkliste stellt sicher, dass Garantien und Haftungsgrenzen dokumentiert sind.

Produktion und Fertigungstechnik

Spezialisierte Industrial-Software erfordert klare Lizenzbedingungen fĂŒr Maschinensteuerung; die Checkliste hilft, QualitĂ€t und Support zu regeln.

Handel und E-Commerce

E-Commerce-Plattformen und Kassensysteme mĂŒssen störungsfrei laufen; die Checkliste sichert GewĂ€hrleistung und Fehlerbehebung ab.

Energiewirtschaft und Versorgungsbetriebe

Kritische Infrastruktur-Software mit hohen VerfĂŒgbarkeitsanforderungen; die Checkliste regelt Support, Updates und Haftungsobergrenzen.

Vorlage oder Profi — was passt?

WegAm besten fĂŒrKostenZeit
Vorlage verwendenKauf von Standard-GeschĂ€ftssoftware mit kleinerem Budget; Sie vertrauen dem Hersteller und wollen Kosten sparen.Kostenlos (nur Zeit zum AusfĂŒllen)2–3 Stunden zum ÜberprĂŒfen und AusfĂŒllen
Vorlage + Profi-PrĂŒfungMittlere oder spezialisierte Software mit erheblichem Budget; Sie benötigen Sicherheit, wollen aber Anwaltskoten teilweise sparen.€150–400 fĂŒr AnwaltsprĂŒfung einer bereits ausgefĂŒllten Checkliste4–6 Stunden insgesamt (Selbst + Anwalt)
MaßgeschneidertHochwertige, maßgeschneiderte oder kritische Softwarelösung; maximaler Schutz und Rechtssicherheit ist notwendig.€800–2.500+ fĂŒr anwaltlich vollstĂ€ndig entworfenen Lizenzvertrag2–3 Wochen mit Anwalt fĂŒr Verhandlung, Entwurf und Überarbeitung

Glossar

Lizenzgeber
Das Unternehmen oder die Person, die die Softwarelizenz vergibt und bleibt Inhaber aller Eigentumsrechte.
Lizenznehmer
Das Unternehmen oder die Person, die das Recht erhÀlt, die Software unter festgelegten Bedingungen zu nutzen.
Lizenz
Eine begrenzte, nicht-exklusive Genehmigung zur Nutzung der Software unter bestimmten Bedingungen und EinschrÀnkungen.
GewÀhrleistung
Eine Zusicherung des Lizenzgebers, dass die Software in Übereinstimmung mit der dokumentation funktioniert und frei von MĂ€ngeln ist.
Haftung
Die rechtliche Verantwortung des Lizenzgebers fĂŒr SchĂ€den, die durch die Software oder deren Nichtfunktion entstehen.
TrÀgermedium
Der physische DatentrÀger (z. B. DVD, USB-Stick), auf dem die Software bereitgestellt wird.
Stillschweigende Garantie
Eine Garantie, die vom Gesetz automatisch angenommen wird, auch wenn sie nicht ausdrĂŒcklich vereinbart wurde.
Eigentumsrechte
Die rechtliche Befugnis des Lizenzgebers, alleinig ĂŒber die Software und deren Nutzung zu entscheiden.
Geistiges Eigentum
Alle Rechte an kreativ geschaffenen Werken wie Software, Designs oder Texte, die Lizenzgeber und Dritte besitzen können.
Nicht-exklusiv
Der Lizenzgeber darf die gleiche Software auch an andere Lizenznehmer vergeben.

Teil Ihres Unternehmens-Betriebssystems

Dieses Dokument ist eine von 3,000+ GeschÀfts- und Rechtsvorlagen, die in Business in a Box enthalten sind.

  • LĂŒckenfĂŒller-Format — fertig in Minuten
  • 100 % anpassbares Word-Dokument
  • Mit allen Office-Suites kompatibel
  • Als PDF exportieren und elektronisch teilen

Erstellen Sie Ihr Dokument in 3 einfachen Schritten.

Von der Vorlage zum unterschriebenen Dokument – alles in einem Business Operating System.
1
Laden Sie eine Vorlage herunter oder öffnen Sie sie

Greifen Sie auf ĂŒber 3,000+ geschĂ€ftliche und rechtliche Vorlagen fĂŒr jede Aufgabe, jedes Projekt oder jede Initiative zu.

2
Bearbeiten und fĂŒllen Sie die LĂŒcken mit KI aus

Passen Sie Ihre vorgefertigte GeschÀftsdokumentvorlage an und speichern Sie sie in der Cloud.

3
Speichern, Teilen, Senden, Unterschreiben

Teilen Sie Ihre Dateien und Ordner mit Ihrem Team. Erstellen Sie einen Raum fĂŒr nahtlose Zusammenarbeit.

Sparen Sie Zeit, Geld und erstellen Sie konsequent hochwertige Dokumente.

★★★★★

"Fantastischer Wert! Ich kann nicht mehr darauf verzichten. Es ist Gold wert und hat sich schon vielfach bezahlt gemacht."

Managing Director · Mall Farm
Robert Whalley
Managing Director, Mall Farm Proprietary Limited
★★★★★

"Ich benutze Business in a Box seit 4 Jahren. Es ist die beste Quelle fĂŒr Vorlagen, die ich je gesehen habe. Ich kann es jedem nur empfehlen."

Business Owner · 4+ years
Dr Michael John Freestone
Business Owner
★★★★★

"Es war so oft ein Lebensretter, dass ich es gar nicht mehr zÀhlen kann. Business in a Box hat mir so viel Zeit gespart und wie Sie wissen, Zeit ist Geld."

Owner · Upstate Web
David G. Moore Jr.
Owner, Upstate Web

FĂŒhren Sie Ihr Unternehmen mit einem System — nicht mit verstreuten Tools

Hören Sie auf, Dokumente herunterzuladen. Beginnen Sie, mit Klarheit zu arbeiten. Business in a Box bietet Ihnen das Business Operating System, das von ĂŒber 250.000 Unternehmen weltweit genutzt wird, um ihr GeschĂ€ft zu strukturieren, zu fĂŒhren und auszubauen.

Kostenlos starten · Keine Kreditkarte erforderlich