Zustimmung zu Lügendetektortest

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FreiZustimmung zu Lügendetektortest

Auf einen Blick

Was es ist
Die Zustimmung zu Lügendetektortest ist ein arbeitsrechtliches Dokument, mit dem ein Arbeitnehmer schriftlich seine freiwillige Teilnahme an einem Polygraphtest bestätigt. Das Formular dokumentiert, dass der Arbeitgeber den Mitarbeiter über seine gesetzlichen Rechte aufgeklärt hat und dass die Teilnahme nicht als Beschäftigungsvoraussetzung gilt. Sie erhalten diese Vorlage als kostenlosen Word-Download, den Sie sofort ausfüllen und digital signieren können.
Wann Sie es brauchen
Sie brauchen dieses Dokument, wenn Ihr Unternehmen aus berechtigtem Grund (z. B. Sicherheitsposition, Verdacht auf Vermögensdelikt) einen Lügendetektortest durchführen möchte. Das Formular schützt Sie rechtlich, indem es die freiwillige Zustimmung des Arbeiters dokumentiert und die Einhaltung gesetzlicher Aufklärungspflichten nachweist. Es ist unverzichtbar in Branchen mit erhöhten Sicherheitsanforderungen.
Was enthalten ist
Das Dokument enthält Felder für Name und Testdatum, eine Bestätigung der freiwilligen Zustimmung, eine Aussage zur erfolgten Aufklärung über gesetzliche Rechte und einen Hinweis darauf, dass die Testteilnahme nicht als Bedingung für Beschäftigung oder Weiterbeschäftigung geltend gemacht werden darf. Das Formular ist prägnant strukturiert und lässt sich in wenigen Minuten ausfüllen.

Was ist eine Vorlage „Zustimmung zu Lügendetektortest"?

Die Zustimmung zu Lügendetektortest ist ein arbeitsrechtliches Dokument, das die schriftliche Genehmigung eines Arbeiters zur Teilnahme an einem polygraphischen Test dokumentiert. Das Formular bestätigt, dass der Arbeitnehmer über seine gesetzlichen Rechte aufgeklärt wurde — insbesondere dass die Testteilnahme freiwillig ist und nicht Voraussetzung für Einstellung oder Weiterbeschäftigung sein darf. Sie erhalten diese Vorlage als kostenlosen Word-Download, den Sie sofort ausfüllen, digital signieren und archivieren können.

Warum Sie dieses Dokument brauchen

Ohne schriftliche Dokumentation sind Lügendetektortests in Deutschland, Österreich und der Schweiz rechtlich fragwürdig bis illegal. Arbeitnehmer können später Schadensersatz fordern, wenn Sie nicht nachweisen können, dass Sie den Test vorher ankündigt, aufgeklärt und um freiwillige schriftliche Zustimmung gebeten haben. Dieses Dokument schützt Sie, indem es die Freiwilligkeit und die erfolgten Aufklärungspflichten dokumentiert. Besonders wichtig ist es in Sicherheitspositionen, bei Vermögensdeliktverdacht oder in Branchen mit erhöhten Vertrauensanforderungen. Ohne dieses Formular riskieren Sie Kündigungsschutzprozesse, Datenschutzbußgelder und Reputationsschaden.

Welche Variante passt zu Ihrer Situation?

Wenn Ihre Situation ist…Diese Vorlage verwenden
Grundsätzliche Zustimmungsdokumentation ohne spezielle BranchenanforderungenEinfache Zustimmung (Standard)
Wenn personenbezogene Daten verarbeitet und DSGVO-Hinweise erforderlich sindZustimmung mit Datenschutzhinweis
Bei Tests mit rechtlicher oder fachlicher Vorabberatung des MitarbeitersZustimmung mit Beratungsvermerk
Wenn ausdrücklich die Konsequenzen der Verweigerung erläutert werden sollenZustimmung mit Rechtsfolgenhinweis
Für Mitarbeiter mit Deutsch als Zweitsprache oder internationale TeamsMehrsprachige Zustimmung
Bei geplanten wiederkehrenden oder periodischen TestsZustimmung mit Wiederholungsklausel

Häufige Fehler vermeiden

❌ Zustimmung als stillschweigend oder mündlich dokumentieren

Warum es wichtig ist: Ohne schriftliche Bestätigung fehlt der Nachweis im Rechtsstreit. Mündliche Zustimmung ist vor Gericht schwer beweisbar.

Fix: Nutzen Sie immer dieses schriftliche Formular. Bei mündlicher Vorabsprache folgt die schriftliche Bestätigung unmittelbar.

❌ Aufklärung unvollständig oder zu vage durchführen

Warum es wichtig ist: Mangelnde Aufklärung kann die Gültigkeit der Zustimmung in Frage stellen und der Arbeitnehmer kann später Schadensersatz fordern.

Fix: Erstellen Sie eine Checkliste mit konkreten Aufklärungsinhalten (Verfahren, Fehlerquoten, Datenschutz) und dokumentieren Sie diese.

❌ Das Verweigerungsrecht zu schwach oder versteckt formulieren

Warum es wichtig ist: Schwache Formulierung wirkt wie implizierter Druck, was die Freiwilligkeit anzweifeln lässt und gegen Arbeitsrecht verstößt.

Fix: Nutzen Sie die klare Formulierung aus dieser Vorlage. Betonen Sie aktiv mündlich: ‚Sie können ablehnen, ohne dass dies Ihnen schadet.'

❌ Keine Kopie dem Arbeitnehmer aushändigen

Warum es wichtig ist: Der Arbeitnehmer hat keinen Nachweis seiner Rechte; dies schwächt die Dokumentation und kann als unfair wirken.

Fix: Unterschreiben Sie zwei Ausfertigungen. Eine für die Akte, eine für den Arbeitnehmer.

❌ Testdatum unklar oder nach der Testdurchführung eintragen

Warum es wichtig ist: Unklar, wann die Zustimmung gegeben wurde; nachträgliches Eintragen wirkt manipulativ und ist vor Gericht fragwürdig.

Fix: Tragen Sie das Testdatum VOR dem Test ein. Ggf. notieren Sie später das tatsächliche Datum separat.

❌ Keine unabhängige Zeugenschaft bei sensiblen Fällen

Warum es wichtig ist: Bei Verdacht auf Straftat (z. B. Vermögensdelikt) kann fehlende Zeugenschaft später zu Vorwürfen der Manipulation führen.

Fix: Laden Sie einen unabhängigen Zeugen (HR, Betriebsrat oder Vertrauensperson) zur Unterschrift ein.

Die 7 wichtigsten Klauseln, erklärt

Freiwillige Zustimmung

In einfacher Sprache: Der Arbeitnehmer erklärt sich ausdrücklich und freiwillig zur Teilnahme am Lügendetektortest bereit.

Beispielformulierung
Ich stimmte freiwillig zu einem Lügendetektortest zu dem genannten Datum zu.

Häufiger Fehler: Zustimmung als erzwungen oder stillschweigend zu dokumentieren statt ausdrücklich schriftlich.

Testdatum und Identifikation

In einfacher Sprache: Das Dokument erfasst das genaue Testdatum und die vollständige Identifikation des Arbeiters.

Beispielformulierung
Name: [VOLLSTÄNDIGER NAME]. Datum des Lügendetektortests: [TT.MM.JJJJ].

Häufiger Fehler: Datum unklar oder falsch eintragen; fehlerhafte Namensschreibweise, die zu Verwechslungen führt.

Aufklärung durch Unternehmensvertreter

In einfacher Sprache: Der Arbeitgeber hat den Arbeitnehmer aktiv über seine Rechte und das Testverfahren aufgeklärt.

Beispielformulierung
Ein Vertreter des Unternehmens hat mich über Folgendes beraten: [SPEZIFISCHE INHALTE DER AUFKLÄRUNG].

Häufiger Fehler: Aufklärung mündlich durchführen ohne schriftliche Bestätigung oder ohne dokumentierte Inhalte.

Gesetzliches Verweigerungsrecht

In einfacher Sprache: Der Arbeitnehmer wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass das Gesetz ihm das Recht gewährt, den Test nicht zu machen.

Beispielformulierung
Mir wird durch das Gesetz das Recht garantiert, diesen Test nicht als Voraussetzung für die Beschäftigung oder Weiterbeschäftigung zu machen.

Häufiger Fehler: Verweigerungsrecht zu schwach formulieren oder zu verstecken; es als optional darstellen statt als legales Recht.

Keine Beschäftigungsbedingung

In einfacher Sprache: Die Testteilnahme ist nicht Voraussetzung für Einstellung oder Beibehaltung der Beschäftigung.

Beispielformulierung
Die Teilnahme an diesem Test ist nicht Voraussetzung für meine Beschäftigung oder meine weitere Beschäftigung.

Häufiger Fehler: Indirekt signalisieren, dass Verweigerung negative Konsequenzen hat; impliziert Druck statt Freiwilligkeit.

Unterschrift und Datum

In einfacher Sprache: Der Arbeitnehmer unterzeichnet das Dokument mit Datum als Bestätigung seiner Zustimmung.

Beispielformulierung
[UNTERSCHRIFT ARBEITNEHMER], [VOLLSTÄNDIGER NAME, DRUCKSCHRIFT], [DATUM].

Häufiger Fehler: Unterschrift vergessen; nur digital signieren ohne Druckversion für Archiv.

Zeugenschaft (optional)

In einfacher Sprache: Ein unabhängiger Zeuge oder HR-Vertreter bestätigt die Aufklärung und Zustimmung.

Beispielformulierung
Zeuge: [NAME], Titel: [FUNKTION], Unterschrift: [UNTERSCHRIFT], Datum: [DATUM].

Häufiger Fehler: Zeugen nicht unabhängig wählen; nur Arbeitgeber unterschreiben ohne Bestätigung des Arbeiters.

So füllen Sie sie aus

  1. 1

    Name und Testdatum eintragen

    Füllen Sie den vollständigen Namen des Arbeiters (wie in Personalakte) und das geplante oder tatsächliche Testdatum ein. Das Datum sollte präzise sein (TT.MM.JJJJ).

    💡 Verwenden Sie den Namen exakt wie in Verträgen und Personalakten, um Verwechslungen auszuschließen.

  2. 2

    Bestätigung der freiwilligen Zustimmung überprüfen

    Stellen Sie sicher, dass der Arbeitnehmer aktiv und ohne Druck unterschreibt. Es sollte keine Andeutung geben, dass Verweigerung negative Konsequenzen hat.

    💡 Führen Sie das Gespräch in privater, entspannter Umgebung. Fragen Sie aktiv nach Verständnis.

  3. 3

    Aufklärungsinhalte dokumentieren

    Notieren Sie konkret, was der Unternehmensvertreter zum Testverfahren, zu Rechten und zu Datenschutz mitgeteilt hat. Dies kann in einer separaten Anlage erfolgen.

    💡 Bereiten Sie eine Checkliste vor: Testverfahren, Fehlerquoten, Datennutzung, Speicherdauer, Widerrufsrecht.

  4. 4

    Gesetzliches Verweigerungsrecht betonen

    Lesen Sie gemeinsam mit dem Arbeitnehmer den Klausel zum Verweigerungsrecht vor oder weisen Sie aktiv auf diese hin. Der Arbeitnehmer sollte bestätigen, dass er dies verstanden hat.

    💡 Verwenden Sie prägnante, einfache Sprache. Vermeiden Sie Rechtsjargon, das die Botschaft verschleiert.

  5. 5

    Kopie aushändigen

    Geben Sie dem Arbeitnehmer eine unterzeichnete Kopie des Formulars. Bewahren Sie das Original in der Personalakte auf.

    💡 Scannen Sie beide Versionen oder nutzen Sie DocuSign/Adobe Sign für digitale Signatur und Nachverfolgung.

  6. 6

    Unterschrift sicherstellen

    Arbeitnehmer und Arbeitgeber (oder Zeuge) unterzeichnen das Dokument. Datum der Unterschrift muss eingetragen werden.

    💡 Nutzen Sie digitale Unterschriftenlösungen, um Zeitstempel und Audit-Trail zu sichern.

  7. 7

    Archivierung in Personalakte

    Legen Sie das Original (oder beglaubigte Kopie) in die vertrauliche HR-Akte des Arbeiters. Kontrolle des Zugriffs beachten.

    💡 Markieren Sie das Dokument mit Aufbewahrungsfrist (in der Regel 3–6 Jahre nach Beendigung).

Häufig gestellte Fragen

Kann ein Arbeitnehmer die Teilnahme ablehnen?

Ja, der Arbeitnehmer hat das Recht, die Teilnahme abzulehnen. Das Gesetz garantiert dies (z. B. § 94 BDSG in Sicherheitsprüfungen, aber allgemein auch unter Persönlichkeitsschutz). Ablehnung darf KEINE nachteiligen Folgen für die Beschäftigung haben — weder Kündigung noch Versetzung noch sonstige Benachteiligung. Diese Vorlage dokumentiert ausdrücklich dieses Recht. Wenn ein Arbeitnehmer ablehnt, gilt die Testidee als gescheitert, nicht der Arbeitnehmer als verdächtig.

Was muss die Aufklärung enthalten?

Die Aufklärung sollte folgende Punkte abdecken: (1) Art und Ziel des Tests; (2) wie der Test funktioniert; (3) Fehlerquoten oder Genauigkeitsgrenzen; (4) wie lange Daten gespeichert werden; (5) wer Zugriff auf Ergebnisse hat; (6) dass Ablehnung ohne Konsequenzen möglich ist; (7) dass Test nicht Beschäftigungsvoraussetzung ist; (8) Datenschutz und DSGVO-Rechte (Auskunft, Löschung). Diese Vorlage sollte mit einer Anlage erweitert werden, die diese Punkte detailliert auflistet.

Wer sollte die Aufklärung durchführen?

Die Aufklärung sollte von einer autorisierten Unternehmensvertreterin oder einem HR-Fachmann durchgeführt werden, nicht vom Testdurchführer selbst (Interessenskonflikt). Ideal ist ein unabhängiger Betriebsrat oder eine externe HR-Beratung. Die Aufklärung sollte in der Muttersprache des Arbeiters erfolgen, bei Deutsch als Zweitsprache mit Dolmetscherin oder schriftlich in verständlicher Sprache.

Muss der Test vor oder nach der Zustimmung durchgeführt werden?

Die schriftliche Zustimmung MUSS VOR dem Test erfolgen. Sie können den Test nicht durchführen und die Zustimmung danach einholen — das ist rechtlich ungültig und wirkt manipulativ. Tragen Sie das geplante Testdatum in das Formular ein, lassen Sie unterschreiben, und führen Sie den Test dann durch. Tragen Sie das tatsächliche Testdatum nach.

Wie lange muss diese Zustimmung aufbewahrt werden?

In der Regel sollte die Zustimmung so lange wie die Personalakte aufbewahrt werden, mindestens 3–6 Jahre nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses. Grund: Es könnte später Klage wegen Verletzung von Persönlichkeitsrechten oder Diskriminierung erfolgen. Die Aufbewahrung sollte unter Datenschutz stattfinden — Zugriff nur für berechtigte HR-Personen.

Was ist der Unterschied zwischen Zustimmung und Einwilligung?

Zustimmung kann unter Druck erfolgen; Einwilligung (im Sinne von DSGVO Art. 7) erfordert Freiwilligkeit. Diese Vorlage dokumentiert beides: Sie erklärt die freiwillige Zustimmung ZUM Test und die Einwilligung ZUR Verarbeitung personenbezogener Daten (Ergebnisse, Verhalten). Die Sprache sollte deutlich machen, dass beide fehlen dürfen.

Wer haftet, wenn der Test falsche Ergebnisse liefert?

Der Arbeitgeber trägt die Verantwortung für die Wahl eines zuverlässigen Tests und des Testanbieters. Falsche Ergebnisse können zu Schadensersatz führen — insbesondere wenn der Arbeitnehmer auf Basis des Tests disziplinariert wird. Diese Vorlage schützt teilweise, indem sie Aufklärung über Fehlerquoten dokumentiert. Aber bei signifikantem Schaden sollte der Arbeitnehmer einen Anwalt konsultieren.

Kann ein Betriebsrat die Zustimmung blockieren?

Ja, in vielen Fällen. Der Betriebsrat hat Mitbestimmungsrechte bei Maßnahmen, die personenbezogene Daten erfassen oder den Arbeitnehmer überwachen. Lügendetektortests fallen häufig darunter (§ 87 BetrVG). Der Betriebsrat kann die geplante Testmaßnahme zunächst blockieren, bis eine Betriebsvereinbarung zustande kommt. Holen Sie also zuerst Betriebsrat-Zustimmung ein, bevor Sie diese Vorlage einsatz.

Im Vergleich zu Alternativen

vs Allgemeine Einwilligungserklärung

Eine allgemeine Einwilligungserklärung regelt Datenverarbeitung, aber nicht die Tests-Spezifika. Diese Vorlage ist spezialisiert auf Lügendetektortests und enthält Hinweise zu Freiwilligkeit, Verweigerungsrecht und Testverfahren. Verwenden Sie diese Vorlage, wenn ein polygraphischer Test geplant ist; eine allgemeine Einwilligung reicht nicht aus, um die besonderen Pflichten zu erfüllen.

vs Verschwiegenheitsverpflichtung

Verschwiegenheitsverpflichtung schützt Unternehmensgeheimnisse, nicht den Arbeitnehmer. Diese Zustimmungsvorlage schützt den Arbeitnehmer, indem sie seine Rechte dokumentiert. Beide Dokumente können zusammen verwendet werden, z. B. wenn der Test auf Verdacht eines Verrats durchgeführt wird — erst Verschwiegenheit, dann Zustimmung zur Prüfung.

vs Ermittlungsbericht oder Verdachtsdokumentation

Ein Ermittlungsbericht dokumentiert die Ergebnisse nach dem Test. Diese Zustimmungsvorlage dokumentiert die Genehmigung VOR dem Test. Verwenden Sie diese zuerst, um die Rechtsgrundlage zu schaffen; danach einen Ermittlungsbericht, falls Testergebnisse vorliegen.

vs Datenschutzerklärung oder DSGVO-Einwilligung

DSGVO-Einwilligung regelt allgemein die Datenverarbeitung (Erfassung, Speicher, Nutzung). Diese Vorlage regelt spezifisch die Zustimmung zum Test selbst und die Rechte des Arbeiters. Beide sollten zusammen vorliegen: Diese Vorlage dokumentiert Test-Zustimmung, DSGVO-Einwilligung dokumentiert Datenschutz. Idealerweise in einer integrierten Form.

Branchenspezifische Hinweise

Sicherheit und Schutzdienste

Tests für vertrauensempfindliche Positionen wie Schutzpersonal, Sicherheitsfachkräfte oder Zutrittskontrollbeauftragte.

Finanzdienstleistungen

Glaubhaftigkeitsprüfungen bei Verdacht auf Unterschlagung, Betrug oder Compliance-Verstößen in Banken oder Versicherungen.

Einzelhandel und Gastgewerbe

Kassenprüfungen und Bestückungskontrolle bei Fehlbeständen; Tests für Personal in leitender Position.

Öffentliche Verwaltung und Justiz

Tests für Beamte in Sicherheitsfunktionen oder bei Verdacht auf korruptive Handlungen.

Logistik und Lagerverwaltung

Tests zur Aufklärung von Diebstahl, Unterschlagung oder Sicherheitsverstößen bei Ladungsträgern.

Medienunternehmen und Verlag

Tests bei Verdacht auf Geheimnisverrat oder Verletzung von Verlagsrechten durch Redaktionspersonal.

Hinweise zur Rechtsprechung

In Deutschland gelten Tests nach § 94 BDSG (Sicherheitsüberprüfungen) und allgemein Persönlichkeitsschutz (Art. 1 GG, § 1 AGG). Lügendetektortests sind ohne Tarifvertrag oder ausdrückliche Zustimmung meist rechtswidrig. Diese Vorlage dokumentiert die Zustimmung und Aufklärung, genügt aber nicht allein — Betriebsrat muss eingebunden sein.

In Österreich schützt das Datenschutzgesetz (DSG) und Arbeitsrecht (ABGB) den Arbeitnehmer ähnlich wie Deutschland. Tests sind ohne Betriebsrat-Zustimmung oder Tarifvertrag problematisch. Diese Vorlage ist angepasst für österreichische Begriffe (z. B. 'Betriebsrat' statt nur 'HR'), sollte aber vor Einsatz mit österreichischem Anwalt geprüft werden.

Vorlage oder Anwalt — was passt?

WegAm besten fürKostenZeit
Vorlage verwendenRoutinemäßige Zustimmungsdokumentation in Unternehmen mit klaren Richtlinien und einfachen Testsituationen.0 EUR (Vorlage) + Ihre Zeit (30 Min.)1–2 Arbeitstage (Ausfüllung + Unterschrift)
Vorlage + RechtsprüfungKritische Testfälle, bei denen Verdacht auf Straftat oder Datenschutzrisiko besteht, oder wenn Betriebsrat involviert ist.150–400 EUR (externe Rechtsanwaltsprüfung)3–5 Arbeitstage (Vorlage ausfüllen + Anwaltsprüfung + Revision)
MaßgeschneidertHochkomplexe Fälle, internationales Personal, besondere Branchen mit spezifischen Normen (z. B. Justiz, Polizei), oder wiederholte Tests im großen Maßstab.400–1200 EUR (maßgefertigter Vertrag + Beratung)5–10 Arbeitstage (Beratung + Entwurf + Revision + Einführung)

Glossar

Lügendetektortest
Polygraphtest oder Glaubhaftigkeitsprüfung, die körperliche Reaktionen misst, um auf Unwahrheit zu schließen.
Freiwillige Zustimmung
Zustimmung ohne Druck oder Zwang; der Arbeitnehmer kann diese ablehnen, ohne dass dies Kündigungsgründe werden darf.
Aufklärungspflicht
Verpflichtung des Arbeitgebers, den Arbeitnehmer über seine Rechte, das Testverfahren und mögliche Folgen zu informieren.
Beschäftigungsvoraussetzung
Kriterium, das der Arbeitnehmer erfüllen muss, um eingestellt oder weiterbeschäftigt zu werden.
Rechtliche Rechte
Gesetzlich garantierte Ansprüche des Arbeiters, z. B. Verweigerungsrecht ohne nachteilige Folgen.
Dokumentation
Schriftliche Aufzeichnung des Zustimmungsvorgangs für später mögliche rechtliche Überprüfung.
Vertraulichkeit
Schutz der Testergebnisse vor unbefugter Offenlegung; nur berechtigte Stellen dürfen Einsicht haben.
Beweiskraft
Rechtliche Beweiskraft der Zustimmung im Falle von späteren Auseinandersetzungen oder Einsprüchen.

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