1
Parteien ausfüllen
Tragen Sie die vollständigen Namen, Adressen und Registernummern (Handelsregisternummer, Steuernummer) beider Unternehmen ein. Ist eine der Parteien eine natürliche Person, genügt Name, Adresse und Personalausweisnummer.
💡 Benutzen Sie die juristischen Namen wie sie im Handelsregister oder in Verträgen stehen, nicht Handelsnamen oder Abkürzungen.
2
Wirksamkeitsdatum eintragen
Geben Sie das Datum an, an dem die Vereinbarung wirksam wird. Dies ist in der Regel das Unterzeichnungsdatum oder ein vereinbartes zukünftiges Datum.
💡 Das Datum sollte nicht in der Vergangenheit liegen, da eine Vereinbarung nicht rückwirkend wirksam werden kann.
3
Außenstände detailliert beschreiben
Listen Sie alle zu übertragenden Forderungen auf: Debitorname, Rechnungsnummer, Betrag, Fälligkeitsdatum und ursprünglicher Grund der Forderung. Nutzen Sie einen Anhang, falls es viele Forderungen gibt.
💡 Je präziser Sie die Forderungen beschreiben, desto besser ist der rechtliche Schutz bei später auftretenden Fragen.
4
Kaufpreis und Zahlungsbedingungen festlegen
Entscheiden Sie, ob der Kaufpreis ein fester Prozentsatz des Nominalbetrags ist oder ob einzelne Forderungen unterschiedlich gewertet werden. Geben Sie auch die Zahlungsfrist an.
💡 Factoring-Unternehmen zahlen häufig nur 80–90% des Nominalbetrags, um Ausfallrisiken einzupreisen.
5
Rückgriffsvorbehalt prüfen
Entscheiden Sie, ob Sie als Zedent weiterhin haftet, falls Debitoren nicht zahlen. Ein Rückgriffsvorbehalt ist oft vorteilhaft für den Zessionar, aber weniger vorteilhaft für Sie.
💡 Ohne Rückgriffsvorbehalt trägt der Zessionar alle Ausfallrisiken; mit Vorbehalt können Sie verpflichtet sein, Zahlungen zurückzuerstatten.
6
Debitorenbenachrichtigung regeln
Vereinbaren Sie, ob Debitoren schriftlich über die Abtretung benachrichtigt werden oder ob es eine stille Abtretung ist. Klären Sie auch, wer die Benachrichtigung übernimmt.
💡 Manche Debitoren zahlen nicht, wenn sie erfahren, dass die Forderung abgetreten wurde; stille Abtretungen vermeiden dies, sind aber weniger sicher.
7
Gewährleistungen und Haftung prüfen
Lesen Sie die Gewährleistungsklauseln sorgfältig. Sie definieren, für welche Mängel der Zedent haftet und welche Risiken der Zessionar trägt.
💡 Verhandeln Sie Gewährleistungsausschlüsse nur, wenn Sie sehr sicher sind, dass die Forderungen gültig und eintreibbar sind.
8
Unterschriften und Notarisierung
Unterzeichnen Sie die Vereinbarung von beiden Seiten. Je nach Geschäftsvolumen empfiehlt sich eine notarielle Beglaubigung, um die Authentizität zu sichern.
💡 Eine Notarisierung ist nicht zwingend, aber bei größeren Summen oder wenn der Debitor die Abtretung bestreiten könnte, eine sinnvolle Sicherheitsmaßnahme.