Schaffung eines Nutzungsrechts

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FreiSchaffung eines Nutzungsrechts

Auf einen Blick

Was es ist
Die Schaffung eines Nutzungsrechts ist eine rechtliche Vereinbarung, mit der ein Grundstückseigentümer einem anderen Unternehmen das Recht einräumt, ein Grundstück zu bestimmten Zwecken zu nutzen — etwa für Durchgang zu Fuß oder mit Fahrzeugen. Diese Vorlage steht als kostenlos bearbeitbares Word-Dokument zur Verfügung und kann direkt online ausgefüllt und als PDF exportiert werden.
Wann Sie es brauchen
Sie benötigen dieses Dokument, wenn Sie Nutzungsrechte auf Ihrem Grundbesitz einräumen möchten, beispielsweise für Zufahrtswege, Durchgangsrechte oder Leitungsrechte. Dies ist häufig der Fall bei Straßenerschließungen, bei denen mehrere Grundstücke eine gemeinsame Zufahrt nutzen, oder wenn Sie einem Nachbarn oder Geschäftspartner ein formales Recht zur Nutzung eines Teils Ihres Grundstücks geben möchten.
Was enthalten ist
Die Vorlage enthält die Identifikation beider Parteien (Verkäufer und Käufer), eine genaue Beschreibung des Nutzungsrechts, die betroffenen Grundstücksnummern und eine detaillierte geometrische Beschreibung der genutzten Straßen oder Wege. Sie definiert die Grenzen des Rechts durch angrenzende Grundstücke und öffentliche Straßen und bildet eine verbindliche Grundlage für die Eintragung ins Grundbuch.

Was ist eine Vorlage „Schaffung eines Nutzungsrechts"?

Die Schaffung eines Nutzungsrechts ist eine rechtliche Vereinbarung, mit der ein Grundstückseigentümer einem anderen Unternehmen oder einer Person das Recht einräumt, sein Grundstück zu bestimmten Zwecken zu nutzen — etwa für Durchgang zu Fuß und Fahrzeugverkehr, oder für die Verlegung von Versorgungsleitungen. Diese Vorlage steht als kostenlos bearbeitbares Word-Dokument zur Verfügung und kann direkt online ausgefüllt werden. Sie enthält alle notwendigen Klauseln zur Identifikation der Parteien, zur Definition des Nutzungsrechts und zur geometrisch genauen Abgrenzung des betroffenen Grundstücks oder Weges mit Flurstücksnummern, Richtungsangaben und Bezügen zu angrenzenden Grundstücken. Das Dokument kann als PDF exportiert und digitale signiert werden.

Warum Sie dieses Dokument brauchen

Ohne eine schriftliche Vereinbarung sind Nutzungsrechte rechtlich anfällig und können leicht angefochten werden. Ein neuer Grundstückseigentümer ist nicht automatisch an mündliche Absprachen gebunden, und Missverständnisse über die genaue Abgrenzung eines Weges führen zu teuren Nachbarschaftsstreitigkeiten. Diese Vorlage schafft Klarheit und Rechtsicherheit: Sie legt fest, wer welche Teile des Grundstücks wie nutzen darf und für wie lange. Besonders wichtig ist dies bei Straßenerschließungen, bei denen mehrere Grundstücke eine gemeinsame Zufahrt nutzen, oder wenn Sie ein Nachbargrundstück mit Leitungsrechten belasten. Eine ins Grundbuch eingetragene Vereinbarung bietet Schutz vor zukünftigen Eigentumsänderungen und ermöglicht eine ordentliche Weitergabe der Rechte. Ohne Dokumentation riskieren Sie später kostspielige Gerichtsverfahren, Baustopps oder sogar die Entfernung von Infrastruktur.

Welche Variante passt zu Ihrer Situation?

Wenn Ihre Situation ist…Diese Vorlage verwenden
Wenn ein Grundstück nur über einen Weg auf einem anderen Grundstück erreichbar istGrundstück mit Durchgangsrecht
Wenn sowohl Auto- als auch Personenverkehr erlaubt sein sollDurchgangsrecht für Fahrzeuge und Fußgänger
Wenn Strom-, Wasser- oder Gasleitungen über fremdes Grund­stück geführt werdenLeitungsrecht für Versorgungsleitungen
Wenn das Recht zeitlich begrenzt sein soll, etwa für BauphasenBefristetes Nutzungsrecht
Wenn mehrere Grundstücksbesitzer eine gemeinsame Straße oder einen Weg nutzenGemeinschaftliches Nutzungsrecht
Für unkomplizierte Nachbarschaftsvereinbarungen ohne GrundbucheintragEinfaches Wegerecht zwischen Privatgrundstücken

Häufige Fehler vermeiden

❌ Grundstücksnummern aus Gedächtnis oder alten Dokumenten eingeben statt aktuelle Katasterauszüge zu verwenden

Warum es wichtig ist: Grundstücksteilungen und Neuvermessungen können dazu führen, dass Ihre Nummern veraltet sind, was die Eintragung ins Grundbuch verzögert oder unmöglich macht.

Fix: Rufen Sie den aktuellen Katasterplan beim zuständigen Vermessungsamt oder online ab.

❌ Die geometrische Beschreibung zu vage halten oder nur eine Richtung angeben

Warum es wichtig ist: Bei vagen Beschreibungen kann später unklar sein, welche genaue Fläche vom Nutzungsrecht erfasst wird, was zu Streitigkeiten führt.

Fix: Beschreiben Sie alle vier Grenzen explizit und verfolgen Sie den Weg systematisch von Anfang bis Ende.

❌ Verwechslung von Verkäufer und Käufer oder unvollständige Parteiangaben

Warum es wichtig ist: Ein Vertrag mit falschen Parteien ist ungültig oder führt zu einer Eintragung zu Lasten des falschen Grundstücks.

Fix: Überprüfen Sie alle Firmennamen, Handelsregisternummern und Adressen mehrfach gegen offizielle Dokumente.

❌ Keine Unterscheidung zwischen verschiedenen Straßen oder Wegen, wenn mehrere vom Recht erfasst werden

Warum es wichtig ist: Die Grundburkammer kann die Eintragung ablehnen oder verweigern, wenn unklar ist, welche Wege genau gemeint sind.

Fix: Nummerieren Sie alle Straßen und Wege einzeln und beschreiben Sie jede separat mit vollständigen Grenzen.

❌ Vergessen, den Vertrag von einem Anwalt überprüfen zu lassen, bevor die Unterzeichnung erfolgt

Warum es wichtig ist: Fehler in der Rechtsprechung oder Formulierung werden später teuer, wenn der Vertrag nicht durchsetzbar ist oder die Grundbucheintragung abgelehnt wird.

Fix: Beauftragen Sie einen Anwalt mit Spezialisierung auf Grundstücksrecht zur Überprüfung und zur Vorbereitung der Grundbucheintragung.

❌ Keinen Plan als Anlage beifügen oder ein unklares Diagramm verwenden

Warum es wichtig ist: Die Grundburkammer verlangt einen genauen Plan; ohne klare visuelle Dokumentation wird die Eintragung verzögert oder abgelehnt.

Fix: Fügen Sie einen maßstabsgerechten Katasterplan oder eine vom Vermessungsamt gefertigte Skizze als Anlage bei.

Die 7 wichtigsten Klauseln, erklärt

Parteienidentifikation

In einfacher Sprache: Klare Angabe beider Vertragsparteien mit Firmennamen, Gründung und Adresse.

Beispielformulierung
[NAME IHRES UNTERNEHMENS] (der 'Verkäufer'), ein Unternehmen, gegründet und bestehend unter den Gesetzen von [BUNDESLAND/STAAT], dessen Hauptniederlassung sich in [IHRE VOLLSTÄNDIGE ADRESSE] befindet

Häufiger Fehler: Unvollständige oder ungenaue Angabe von Firmennamen, was zu Ungültigkeitszweifeln führt.

Nutzungsrecht für Durchgang

In einfacher Sprache: Definition, dass ein dauerhaftes Recht zum Durchgang zu Fuß und mit Fahrzeugen eingeräumt wird.

Beispielformulierung
Der Verkäufer schafft hiermit zugunsten des oben beschriebenen Grundbesitzes ein dauerhaftes Nutzungsrecht für den Durchgang zu Fuß und mittels Fahrzeug und das Durchgangsrecht für die Grundstücke Nummer [BENENNEN SIE DIE NUMMERN DER GRUNDSTÜCKE]

Häufiger Fehler: Unklare Formulierung über Art und Umfang des Rechts, was später zu Streitigkeiten führt.

Grundstücksnummern

In einfacher Sprache: Eindeutige Kennzeichnung aller betroffenen Grundstücke durch ihre Katasternummern.

Beispielformulierung
Grundstück Nummer [NUMMER ANGEBEN] und auf einem Teil des Grundstücks [NUMMER ANGEBEN]

Häufiger Fehler: Verwendung ungenauer Beschreibungen statt offizieller Grundstücksnummern aus dem Kataster.

Geometrische Abgrenzung

In einfacher Sprache: Detaillierte räumliche Beschreibung der Straße oder des Weges durch Bezug zu angrenzenden Grundstücken und öffentlichen Straßen.

Beispielformulierung
Straße [NUMMER ANGEBEN], auf Grundstück [NUMMER ANGEBEN] und auf einem Teil des Grundstücks [NUMMER ANGEBEN] gelegen. An ihrem äußeren Ende [RICHTUNG ANGEBEN] ist sie auf Grundstück Nummer [NUMMER ANGEBEN] gelegen und ist in [RICHTUNG ANGEBEN] durch die öffentliche Straße, bezeichnet als [STRASSE ANGEBEN] begrenzt

Häufiger Fehler: Zu vage Beschreibungen ohne genaue Richtungs- und Grenzangaben, die Verwechslungen ermöglichen.

Richtungsangaben und Grenzen

In einfacher Sprache: Spezifikation der vier Grenzen (Nord, Süd, Ost, West) des Nutzungsrechts durch Bezug zu Grundstücken und Straßen.

Beispielformulierung
in Richtung [RICHTUNG ANGEBEN] durch Grundstück [NUMMER ANGEBEN] begrenzt und in Richtung [RICHTUNG ANGEBEN] durch einen Teil des Grundstücks [NUMMER ANGEBEN]

Häufiger Fehler: Vermischung von Richtungsangaben oder Auslassung einzelner Grenzen, was zu Abgrenzungsproblemen führt.

Änderungen und Winkel

In einfacher Sprache: Beschreibung von Richtungswechseln und Winkelkurven des Weges zur genauen Nachvollziehbarkeit.

Beispielformulierung
Sie bildet dann einen Winkel Richtung [RICHTUNG ANGEBEN] und in Richtung [RICHTUNG ANGEBEN]

Häufiger Fehler: Fehlende oder unklare Beschreibung von Kurven und Winkeln, was zu Verwechslungen mit anderen Wegen führt.

Mehrere betroffene Straßen

In einfacher Sprache: Wenn mehrere Wege oder Straßen Teil des Nutzungsrechts sind, erfolgt eine separate Beschreibung für jede.

Beispielformulierung
Straße [NUMMER ANGEBEN], auf den Grundstücken [NUMMERN ANGEBEN] gelegen

Häufiger Fehler: Unzureichende Differenzierung zwischen mehreren Straßen oder Wegen, was zu Verwechslungen führt.

So füllen Sie sie aus

  1. 1

    Beide Parteien präzise identifizieren

    Tragen Sie den vollständigen Namen, die Gründungsdetails und die genaue Adresse des Verkäufers (Grundstückseigentümer) und des Käufers (Nutzungsberechtigter) ein. Stellen Sie sicher, dass alle Angaben mit offiziellen Dokumenten übereinstimmen.

    💡 Verwenden Sie den Firmennamen exakt wie im Handelsregister eingetragen.

  2. 2

    Effektives Datum der Vereinbarung festlegen

    Tragen Sie das Datum ein, an das die Vereinbarung wirksam werden soll. Dies ist üblicherweise das Unterzeichnungsdatum oder ein für beide Parteien vereinbartes Datum.

    💡 Wählen Sie ein Datum, das nach allen behördlichen Genehmigungen liegt, falls erforderlich.

  3. 3

    Grundstücksnummern recherchieren und eintragen

    Beschaffen Sie sich den aktuellen Katasterplan und tragen Sie alle betroffenen Grundstücksnummern (Flurstücke) ein. Berücksichtigen Sie sowohl vollständig betroffene Grundstücke als auch Teilflächen.

    💡 Der Katasterplan ist beim Kataster- oder Vermessungsamt erhältlich.

  4. 4

    Art des Nutzungsrechts definieren

    Präzisieren Sie, ob das Recht für Fußgänger, Fahrzeuge oder beide gelten soll. Berücksichtigen Sie auch, ob Leitungen (Strom, Wasser, Gas) enthalten sind.

    💡 Befristete Rechte erfordern zusätzliche Klauseln mit Enddatum und Kündigungsbedingungen.

  5. 5

    Geometrische Beschreibung mit Plan erstellen

    Erstellen oder beschaffen Sie einen Katasterplan oder eine Skizze, die zeigt, welche Straßen oder Wege unter das Nutzungsrecht fallen. Beschreiben Sie dann die genauen Grenzen jedes Weges durch Bezug zu Grundstücksnummern und öffentlichen Straßen.

    💡 Nutzen Sie Richtungsangaben (Nord, Süd, Ost, West) und verfolgen Sie die Grenze systematisch.

  6. 6

    Richtungswechsel und Kurven dokumentieren

    Wo der Weg seine Richtung ändert oder um Ecken führt, beschreiben Sie dies explizit mit Winkelangaben und der neuen Richtung, sowie den angrenzenden Grundstücken.

    💡 Nutzen Sie ein koordinatensystem oder Luftaufnahmen zur Verifizierung von Kurven.

  7. 7

    Vertrag von einem Anwalt überprüfen lassen

    Bevor Sie unterzeichnen, sollte ein spezialisierter Anwalt die Vereinbarung überprüfen und sicherstellen, dass alle Angaben korrekt sind und die Grundbucheintragung später problemlos erfolgt.

    💡 Die Überprüfung kostet meist 200–500 Euro, erspart aber teure Fehler später.

Häufig gestellte Fragen

Was ist der Unterschied zwischen einem Nutzungsrecht und einem Wegerecht?

Ein Nutzungsrecht ist ein Oberbegriff für verschiedene Formen von Rechten, die einer Person oder einem Unternehmen erlauben, ein fremdes Grundstück zu bestimmten Zwecken zu nutzen. Ein Wegerecht ist eine spezielle Form eines Nutzungsrechts, das sich auf das Betreten und Befahren eines Weges beschränkt. Ein Wegerecht ist enger gefasst als ein Nutzungsrecht, das auch Leitungsrechte oder andere Nutzungen umfassen kann.

Muss das Nutzungsrecht ins Grundbuch eingetragen werden?

Ja, um rechtssicher zu sein und um dritten Käufern gegenüber Bestand zu haben, sollte das Nutzungsrecht ins Grundbuch eingetragen werden. Eine eingetragene Vereinbarung ist für zukünftige Besitzer bindend. Mündliche oder nur schriftliche Vereinbarungen sind rechtlich weniger sicher und können leicht angefochten werden. Ein Notar oder Anwalt kümmert sich um die Eintragung.

Wie lange bleibt ein Nutzungsrecht gültig?

Ein Nutzungsrecht kann zeitlich unbegrenzt (dauernd) oder befristet sein. In dieser Vorlage wird von einem dauerhaften Recht ausgegangen, das für alle Zukunft gilt. Wenn Sie ein befristetes Recht wünschen, müssen Sie ein Enddatum und Kündigungsbedingungen hinzufügen. Nach Ablauf der Frist muss das Recht neu verhandelt oder aus dem Grundbuch gelöscht werden.

Wer bezahlt die Instandhaltung der Straße oder des Weges?

Diese Vorlage regelt dies nicht explizit. Es empfiehlt sich, eine zusätzliche Klausel aufzunehmen, die festlegt, wer für Instandhaltung, Reinigung und Reparaturen verantwortlich ist. Bei gemeinsamen Wegen werden diese Kosten üblicherweise auf alle betroffenen Grundstücksbesitzer verteilt. Ein Anwalt kann diese Klausel formulieren.

Kann das Nutzungsrecht jederzeit widerrufen werden?

Nein, ein eingetragenes Nutzungsrecht ist für den Eigentümer bindend und kann nicht einfach widerrufen werden. Nur wenn beide Parteien einer Löschung zustimmen oder ein Gerichturteil den Widerruf zulässt, kann das Recht gelöscht werden. Dies ist ein wichtiger Grund, warum eine rechtliche Überprüfung vor Unterzeichnung essenziell ist.

Muss ein Notar beteiligt sein?

Für eine einfache Vereinbarung ist ein Notar nicht zwingend erforderlich, aber es ist empfehlenswert. Ein Notar beglaubigt die Unterschriften und stellt eine offiziell gültige Urkunde aus, die direkt zur Grundbucheintragung eingereicht werden kann. Ohne notarielle Beglaubigung muss die Vereinbarung von einem Anwalt vorbereitet und überprüft werden.

Welche Informationen vom Katasterplan benötige ich?

Sie benötigen die genauen Flurstücksnummern aller betroffenen Grundstücke, die Grundstücksgrenzen (als Koordinaten oder auf der Karte), die Lage öffentlicher Straßen und die genaue Abgrenzung des Weges oder der Straße, auf die sich das Nutzungsrecht bezieht. Der aktuelle Katasterplan ist beim Vermessungsamt erhältlich.

Was passiert, wenn sich die Grundstücksgrenzen durch Neuvermessung ändern?

Nach einer Neuvermessung können sich Grundstücksnummern oder Größen ändern. Eine Vereinbarung, die auf alten Nummern basiert, kann ungültig werden. Es ist wichtig, die Vereinbarung so zu formulieren, dass sie auch bei kleineren Änderungen Bestand hat, oder die Vereinbarung nach einer Neuvermessung zu aktualisieren.

Im Vergleich zu Alternativen

vs Grunddienstbarkeit

Ein Nutzungsrecht und eine Grunddienstbarkeit sind ähnlich, aber nicht identisch. Eine Grunddienstbarkeit ist ein ins Grundbuch eingetragenes, unbegrenztes Sachenrecht, das auf die Eigentümer von zwei Grundstücken übergeht. Ein Nutzungsrecht ist oft flexibler gestaltet und kann befristet sein. Wenn Sie ein dauerhaftes, unbegrenztes Recht benötigen, ist eine Grunddienstbarkeit die bessere Wahl. Für zeitlich begrenzte oder spezielle Konstellationen ist ein Nutzungsrecht ausreichend.

vs Mietvertrag für Grundstück

Ein Mietvertrag räumt das Recht zur vollständigen Nutzung eines Grundstücks ein und ist zeitlich befristet (meist 1–10 Jahre). Ein Nutzungsrecht beschränkt sich auf einen spezifischen Zweck (z.B. Durchgang) und kann dauerhaft sein. Ein Mietvertrag ist flexibler kündigbar, ein Nutzungsrecht ist rechtssicherer für langfristige Arrangements.

vs Kaufvertrag mit Dienstbarkeit

Ein Kaufvertrag überträgt das volle Eigentumsrecht am Grundstück. Eine Dienstbarkeit (Grunddienstbarkeit oder Nutzungsrecht) ist eine Belastung des Grundstücks zu Gunsten eines anderen. Ein Kaufvertrag ist sinnvoll, wenn Sie das Grundstück ganz erwerben möchten. Ein Nutzungsrecht ist wirtschaftlicher, wenn nur ein eingeschränktes Recht (z.B. Durchfahrt) benötigt wird.

vs Vereinbarung ohne Grundbucheintrag

Eine schriftliche Vereinbarung ohne Grundbucheintrag ist günstiger und schneller, aber rechtlich weniger sicher. Sie wird nicht dritten Käufern gegenüber wirksam. Eine ins Grundbuch eingetragene Vereinbarung ist rechtssicherer, aber formalbürokratischer und kostet Gebühren. Für dauerhafte Rechte zwischen unbekannten Parteien ist eine Grundbucheintragung empfohlen.

Branchenspezifische Hinweise

Immobilienwirtschaft und Grundstückshandel

Nutzungsrechte sind ein wesentliches Instrument zur Erschließung von Grundstücken und zur Absicherung von Zufahrtswegen beim Verkauf oder der Bebauung.

Bauwirtschaft und Projektentwicklung

Bei Großprojekten und Siedlungserschließungen sind Nutzungsrechte erforderlich, um mehrere Grundstücke über gemeinsame Wege zu verbinden.

Landwirtschaft

Landwirte benötigen Nutzungsrechte für die Zufahrt zu abgelegenen Feldern oder zur Anbindung von Pachtflächen.

Energiewirtschaft und Versorgungsbetriebe

Strom-, Gas- und Wasserversorgungsunternehmen benötigen Leitungsrechte (eine Form des Nutzungsrechts) zur Verlegung von Infrastruktur über fremde Grundstücke.

Gemeinden und Kommunalverwaltung

Kommunen vergeben Nutzungsrechte für öffentliche Infrastrukturen oder regeln die gemeinsame Nutzung von Straßen und Wegen zwischen Privatgrundstücken.

Nachbarschaftsverwaltung und Wohnungseigentum

In Mehrgrundstückssiedlungen und Wohnkomplexen sind Nutzungsrechte notwendig, um gemeinsame Zufahrten, Parkplätze und Versorgungswege zu regeln.

Hinweise zur Rechtsprechung

In Deutschland ist ein Nutzungsrecht eine häufige Rechtspraxis, besonders bei Straßenerschließungen und Leitungsrechten. Die Eintragung erfolgt beim örtlichen Grundbuchamt (Amtsgericht). Eine notarielle Beglaubigung oder anwaltliche Vorbereitung ist empfohlen, um Fehler zu vermeiden.

In Österreich entspricht ein Nutzungsrecht einem ähnlichen rechtlichen Konzept. Die Eintragung erfolgt im Grundbuch (Grundbuchamt beim Gericht). Österreichische Immobilienpraktiken sind dem deutschen System ähnlich, erfordern aber Vertrautheit mit österreichischen Katasterangaben.

Vorlage oder Anwalt — was passt?

WegAm besten fürKostenZeit
Vorlage verwendenUnkomplizierte, dauerhafte Nutzungsrechte zwischen bekannten Parteien ohne Grundbucheintrag.€0–50 (nur Vorlage)1–2 Stunden zum Ausfüllen
Vorlage + RechtsprüfungNutzungsrechtsvereinbarungen, die mit rechtlicher Überprüfung, aber ohne vollständige Neuerstellung, gesichert werden sollen.€200–500 für anwaltliche Überprüfung3–5 Arbeitstage (inklusive Überprüfung und Anpassungen)
MaßgeschneidertKomplexe Rechtskonstellationen, mehrere Parteien, Grundbucheintrag, befristete oder spezielle Bedingungen.€500–1.500+ (abhängig von Komplexität)1–3 Wochen (inklusive Koordination, Grundbucheintrag, notarielle Beglaubigung)

Glossar

Nutzungsrecht
Das Recht eines Dritten, ein Grundstück oder einen Teil davon für bestimmte Zwecke zu nutzen, ohne es zu besitzen.
Durchgangsrecht
Spezielles Nutzungsrecht, das das Durchgehen oder Durchfahren über ein Grundstück erlaubt.
Grundstücksnummer
Eindeutige Kennung eines Grundstücks im Liegenschaftskataster, oft unterteilt in Flur und Flurstück.
Eintragung ins Grundbuch
Offizielle Registrierung von Rechten und Lasten an einem Grundstück durch die zuständige Grundburkammer.
Verkäufer
Die Person oder das Unternehmen, die das Nutzungsrecht einräumt (üblicherweise der Grundstückseigentümer).
Käufer
Die Person oder das Unternehmen, die das Nutzungsrecht erhält und nutzen darf.
Straßenerschließung
Der Prozess der Herstellung von Zufahrtswegen zu Grundstücken, oft mit mehreren beteiligten Parteien.
Leitungsrecht
Spezielles Nutzungsrecht für die Verlegung und den Betrieb von Versorgungsleitungen (Strom, Wasser, Gas, Telekommunikation).
Dauerhafte Nutzungsrechte
Nutzungsrechte, die zeitlich unbegrenzt gelten und nicht an eine bestimmte Frist gebunden sind.
Geometrische Beschreibung
Genaue räumliche Abgrenzung der Grundstücksteile oder Wege durch Angabe von Grenzen und Richtungen.

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