Partnerschaftsvereinbarung

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FreiPartnerschaftsvereinbarung

Auf einen Blick

Was es ist
Eine Partnerschaftsvereinbarung ist ein rechtlich bindender Vertrag zwischen zwei oder mehr Personen oder Unternehmen, die gemeinsam ein Geschäft führen. Diese Vorlage regelt in Word-Format die Rechte, Pflichten, Kapitalanteile und die Geschäftsführung. Sie können die Vorlage kostenlos herunterladen, online bearbeiten und als PDF exportieren.
Wann Sie es brauchen
Sie benötigen dieses Dokument, wenn Sie mit einem oder mehreren Partnern eine Partnerschaft gründen oder formalisieren möchten. Es ist essentiell, bevor die Partnerschaft ihre Geschäftstätigkeit aufnimmt, um Konflikte und rechtliche Risiken zu minimieren.
Was enthalten ist
Die Vorlage enthält Klauseln zu Namen und Sitz der Partnerschaft, Geschäftszwecken, Dauer der Vereinbarung, Klassifizierung der Partner (aktiv, beratend, Immobilienpartner), Kapitaleinlagen, Geschäftsführung und umfangreiche Managementbefugnisse.

Was ist eine Partnerschaftsvereinbarung?

Eine Partnerschaftsvereinbarung ist ein rechtsverbindlicher Vertrag, der die Grundregeln für zwei oder mehr Personen oder Unternehmen festlegt, die gemeinsam ein Geschäft betreiben. Sie regelt die Rechte und Pflichten der Partner, ihre Kapitaleinlagen, die Geschäftsführung, Gewinnverteilung und Bedingungen für Ausscheiden oder Tod. Diese Vorlage ist im Word-Format verfügbar, kostenlos zum Download, online bearbeitbar und als PDF exportierbar. Sie enthält vollständige Klauseln zu Namen, Sitz, Geschäftszweck, Partnerkategorien (aktiv, beratend, Immobilien-Partner), Kapitaleinlagen und Managementbefugnissen.

Warum Sie dieses Dokument brauchen

Eine fehlende oder vage Partnerschaftsvereinbarung führt zu großen Risiken: Konflikte über Managemententscheidungen, Gewinnverteilung, Ausscheidungszahlungen oder Erbschaftsansprüche entstehen und werden teuer. Ohne schriftliche Einigung fallen Streitigkeiten an ein Gericht, das gesetzliche Regelungen anwendet — nicht Ihre Vereinbarung. Eine klar formulierte Partnerschaftsvereinbarung schützt alle Partner, klärt finanzielle und operative Rollen und ermöglicht faire Lösungen bei Ausstieg, Alter oder Tod. Sie ist essentiell, bevor die Partnerschaft ihre Geschäftstätigkeit aufnimmt, und spart tausende Euro an Anwaltskosten und Rechtsstreitigkeiten später.

Welche Variante passt zu Ihrer Situation?

Wenn Ihre Situation ist…Diese Vorlage verwenden
Zwei oder mehr Personen/Unternehmen gründen eine einfache Kommanditgesellschaft.Partnerschaftsvereinbarung — Grundversion
Partner werden später zu beratenden oder Immobilienpartnern nach Altersgrenze.Partnerschaftsvereinbarung — mit Ruhestandsbestimmungen
Partner möchten Regelungen für Austritt, Tod oder Invalidität festlegen.Partnerschaftsvereinbarung — mit Ausscheidungsklausel
Komplexere Szenarien mit gestaffelten oder variablen Gewinnquoten.Partnerschaftsvereinbarung — mit Gewinnverteilungsformel
Stille Beteiligung oder begrenzte Haftung mit reduziertem Mitspracherecht.Partnerschaftsvereinbarung — Investorenversion
Regelt Bedingungen für Eintritt neuer Partner oder Ausscheiden bestehender.Partnerschaftsvereinbarung — Übergabe/Nachfolge
Lockere Zusammenarbeit zwischen Beratern, Anwälten oder Architekten.Partnerschaftsvereinbarung — Freiberufler-Netzwerk

Häufige Fehler vermeiden

❌ Unklar definierte Managementbefugnisse

Warum es wichtig ist: Führt zu Konflikten, wenn ein Partner einseitig Entscheidungen trifft, die andere Partner schädigen.

Fix: Spezifizieren Sie, welche Entscheidungen vom alleinigen Manager getroffen werden dürfen und welche Zustimmung mehrerer Partner erfordern.

❌ Fehlende oder zu vage Ausscheidungszahlungen

Warum es wichtig ist: Hinterbliebene von verstorbenen Partnern oder ausscheidende Partner erhalten keine klaren Zahlungen, was zu Rechtsstreitigkeiten führt.

Fix: Definieren Sie einen konkreten Zahlungsplan, z.B. ‚50 % des Geschäftswerts innerhalb von 12 Monaten, 50 % in den folgenden 12 Monaten'.

❌ Keine klare Altersgrenze für automatische Statusänderung

Warum es wichtig ist: Ältere Partner bleiben aktiv und blockieren operative Entscheidungen oder es entstehen Konflikte über Ausstiegszeitpunkt.

Fix: Legen Sie ein festes Alter fest (z.B. 65 oder 70 Jahre), ab dem ein Partner automatisch beratender Partner wird.

❌ Kapitaleinlagen ohne konkrete Fristen oder Konsequenzen

Warum es wichtig ist: Partner zahlen nicht ein oder verspäten sich, was die Betriebsfähigkeit und Kreditwürdigkeit der Partnerschaft gefährdet.

Fix: Setzen Sie konkrete Fristen (z.B. ‚bis 31. März dieses Jahres') und Konsequenzen (z.B. ‚verzinste Ausgleichszahlung an pünktliche Partner').

❌ Geschäftszweck zu breit oder zu eng definiert

Warum es wichtig ist: Zu breite Zwecke führen zu Konflikten über erlaubte Aktivitäten; zu enge hemmen Geschäftserweiterungen und machen Änderungen teuer.

Fix: Beschreiben Sie den Kerngeschäftszweck und lassen Sie explizit verwandte Aktivitäten zu, z.B. ‚Beratung und verwandte Schulungen'.

❌ Keine Benachrichtigungsfristen für Statuswechsel oder Ausscheiden

Warum es wichtig ist: Partner können abrupt ausscheiden oder in den Ruhestand gehen, was operative Planungen zerstört und finanzielle Schocks verursacht.

Fix: Schreiben Sie vor, dass ein Partner 3–6 Monate vorher schriftlich mitteilen muss, wenn er aktiv zu beratend wechseln oder austreten will.

Die 11 wichtigsten Klauseln, erklärt

Einleitung und Parteien

In einfacher Sprache: Nennt das Datum, die Namen und Adressen der Partner und identifiziert, ob es sich um Personen oder Unternehmen handelt.

Beispielformulierung
Diese Partnerschaftsvereinbarung wird abgeschlossen zwischen [NAME IHRES UNTERNEHMENS], ein Unternehmen gegründet unter den Gesetzen von [BUNDESLAND], mit Hauptniederlassung in [IHRE ADRESSE], und [NAME DES ZWEITEN PARTNERS], eine natürliche Person mit Wohnsitz in [ADRESSE].

Häufiger Fehler: Unvollständige oder falsche Adressangaben führen zu Ungültigkeit bei späteren Streitigkeiten.

Präambel und gegenseitige Absichten

In einfacher Sprache: Erklärt die Gründe und Ziele, warum die Partner die Partnerschaft bilden und welche Rechtsform sie wählen.

Beispielformulierung
Die Partner möchten sich für die Ausübung gemeinsamer Unternehmensziele zusammenschließen und beschließen, eine Kommanditgesellschaft gemäß [RECHT/GESETZ] zu bilden.

Häufiger Fehler: Eine vage oder fehlende Präambel macht es später schwierig, die ursprüngliche Absicht nachzuweisen.

Name und Hauptniederlassung

In einfacher Sprache: Legt den offiziellen Namen der Partnerschaft und ihren Geschäftssitz fest, der nur mit Zustimmung aller Partner geändert werden kann.

Beispielformulierung
Der Name der Partnerschaft wird [NAME] lauten. Die Hauptniederlassung wird in [ADRESSE], [STADT], [BUNDESLAND] sein, es sei denn, die Partner stimmen einer Verlegung zu.

Häufiger Fehler: Ein Name ohne Registrierung oder ohne Klausel für Änderungen führt zu Verwirrung und rechtlichen Problemen.

Zwecke der Partnerschaft

In einfacher Sprache: Beschreibt, welche Geschäftstätigkeiten die Partnerschaft durchführen darf und in welche verwandten Geschäftsfelder sie expandieren kann.

Beispielformulierung
Die Partnerschaft wird sich im Geschäft von [TÄTIGKEITEN, z.B. Beratung, Einzelhandel] engagieren und andere Tätigkeiten ausüben, die notwendig oder erforderlich sind.

Häufiger Fehler: Zu enge Zweckdefinitionen hemmen spätere Geschäftserweiterungen; zu breite schaffen Konflikte über erlaubte Aktivitäten.

Dauer der Vereinbarung

In einfacher Sprache: Definiert die Laufzeit der Partnerschaft, ihr Startdatum und Enddatum, sowie Bedingungen für vorzeitige Beendigung.

Beispielformulierung
Die Laufzeit dieser Vereinbarung beträgt [NUMMER] Jahre, beginnend am [DATUM] und endend am [DATUM], es sei denn, sie wird früher durch gegenseitige Zustimmung oder gemäß Bestimmungen dieser Vereinbarung beendet.

Häufiger Fehler: Fehlende oder unbegrenzte Laufzeiten führen zu Unklarheit über Verlängerung oder Auflösung.

Klassifizierung der Partner — aktiv, beratend, Immobilien

In einfacher Sprache: Ordnet Partner in Kategorien ein: aktive Partner mit Stimmrecht, beratende Partner im Ruhestand, und Immobilienpartner (Nachlässe) mit Auszahlungsansprüchen.

Beispielformulierung
Ein aktiver Partner wird automatisch ein beratender Partner am Ende des Geschäftsjahres nach Vollendung des [ALTER] Lebensjahres. Ein beratender Partner hat kein Stimmrecht, hat aber Anspruch auf [ZAHLUNGEN].

Häufiger Fehler: Unklare Statusdefinitionen führen zu Streitigkeiten über Mitsprache und Zahlungsansprüche im Alter oder bei Ausscheiden.

Übergangsbestimmungen und Statuswechsel

In einfacher Sprache: Regelt, wie und wann ein Partner von aktiv zu beratend oder zu Immobilienpartner wechselt, mit Benachrichtigungsfristen und Zustimmungsanforderungen.

Beispielformulierung
Ein aktiver Partner kann am Ende eines Kalendermonats ein beratender Partner werden, indem er [NUMMER] Kalendermonate im Voraus durch schriftliche Mitteilung an die Partnerschaft informiert.

Häufiger Fehler: Fehlende oder zu kurze Benachrichtigungsfristen führen zu operativen und finanziellen Überraschungen.

Kapitaleinlage und Finanzierung

In einfacher Sprache: Bestimmt, wie viel Kapital jeder Partner einbringt, bis wann dies erfolgt, und unter welchen Bedingungen zusätzliche Einzahlungen erforderlich werden.

Beispielformulierung
Jeder Partner hat sich mit [BETRAG] am oder vor dem [DATUM] zu beteiligen, welcher von der Partnerschaft verwendet wird, um ihre Kapitalbasis zu schaffen.

Häufiger Fehler: Vage Kapitaleinzahlungsfristen oder unbegrenzte Nachforderungen führen zu Finanzierungsproblemen und Haftungsstreitigkeiten.

Management und Geschäftsführung

In einfacher Sprache: Bestimmt, wer die Partnerschaft leitet, welche Befugnisse die Geschäftsführung hat (Kauf von Vermögen, Kreditaufnahme, Rechtsstreite), und welche Einschränkungen gelten.

Beispielformulierung
Die Partnerschaft wird durch [PARTNER/AUSSCHUSS] gemanagt. [MANAGEMENT-PARTEI] hat das uneingeschränkte Recht, Vermögenswerte zu erwerben, Geld zu leihen und in Rechtsstreitigkeiten zu handeln.

Häufiger Fehler: Zu breite Managementbefugnisse ohne Kontrollmechanismen ermöglichen unilaterale Entscheidungen, die andere Partner schädigen.

Leistungen und Pflichten der aktiven Partner

In einfacher Sprache: Verpflichtet aktive Partner, ihre volle Erfahrung und Arbeitsleistung in die Geschäftsinteressen der Partnerschaft einzubringen.

Beispielformulierung
Jeder aktive Partner hat die gesamte Erfahrung, Ausbildung und Fähigkeit bei der Wahrnehmung der zugeordneten Funktionen aufzubringen und alle notwendigen Arbeiten durchzuführen.

Häufiger Fehler: Unspezifische Leistungsverpflichtungen erlauben später Streitigkeiten über Engagementstandards und Arbeitsanteile.

Zahlungen bei Statusänderung oder Tod

In einfacher Sprache: Legt fest, wie viel und wann Partner oder ihre Nachlässe ausgezahlt werden, wenn sie in den Ruhestand gehen oder sterben.

Beispielformulierung
Für den Fall, dass ein aktiver Partner ein beratender Partner wird oder stirbt, ist der Partner oder sein Nachlass zu den folgenden Zahlungen zu den folgenden Zeiten berechtigt: [BESCHREIBEN].

Häufiger Fehler: Fehlende oder unklar formulierte Ausscheidungszahlungen führen zu Vermögenskonflikten mit Familien oder Gläubigern.

So füllen Sie sie aus

  1. 1

    Parteiendaten eintragen

    Füllen Sie Namen, Adressen und Rechtsform aller Partner ein. Geben Sie an, ob Partner Privatpersonen oder Unternehmen sind und unter welchen Gesetzen sie registriert sind.

    💡 Verwenden Sie für Unternehmen den eingetragenen Firmennamen und die genaue Adresse des Hauptsitzes.

  2. 2

    Gründungsdatum und Laufzeit festlegen

    Wählen Sie das Startdatum der Partnerschaft und definieren Sie, für wie viele Jahre die Vereinbarung gilt (z.B. 10 Jahre).

    💡 Das Startdatum sollte vor oder am Tag der ersten Geschäftstätigkeit liegen.

  3. 3

    Geschäftszweck präzise definieren

    Beschreiben Sie genau, welche Geschäftstätigkeiten die Partnerschaft durchführen wird (z.B. ‚Beratung für Mittelstand', ‚Einzelhandel mit Elektronik').

    💡 Eine zu breite Definition schafft später Konflikte; eine zu enge hemmt Expansion.

  4. 4

    Partner-Klassifizierung und Altersgrenze einstellen

    Bestimmen Sie, welche Partner aktiv sind, welche beratend und ab welchem Alter ein Partner automatisch beratend wird (z.B. 65 Jahre).

    💡 Diskutieren Sie mit allen Partnern, ob und wann sie in den Ruhestand gehen möchten.

  5. 5

    Kapitaleinlagen und Zahlungsfristen festlegen

    Geben Sie ein, wie viel Kapital jeder Partner einzahlt, bis wann dies erfolgt, und welche Konsequenzen Zahlungsverzug hat.

    💡 Kapitaleinlagen können Bareinzahlungen oder Sacheinzahlungen (z.B. Ausrüstung) sein.

  6. 6

    Managementstruktur und Befugnisse regeln

    Entscheiden Sie, wer die Partnerschaft führt (ein einzelner Partner, ein Ausschuss oder alle Partner gemeinsam), und welche Entscheidungen Zustimmung erfordern.

    💡 Klare Managementstrukturen vermeiden Lähmung und Konflikte über tägliche Geschäftsentscheidungen.

  7. 7

    Ausscheidungszahlungen und Übergangsbedingungen definieren

    Formulieren Sie, wie viel ein ausscheidender oder sterbender Partner oder sein Nachlass erhält und über welchen Zeitraum Zahlungen erfolgen.

    💡 Überprüfen Sie mit einem Steuerberater, wie Ausscheidungszahlungen steuerlich behandelt werden.

  8. 8

    Finale Prüfung und Rechtsprüfung

    Lesen Sie das gesamte Dokument durch, besprechen Sie offene Punkte mit allen Partnern und lassen Sie einen Rechtsanwalt prüfen, bevor alle unterzeichnen.

    💡 Eine professionelle Rechtsprüfung spart später teurere Dispute und verhindert ungültige Klauseln.

Häufig gestellte Fragen

Was ist der Unterschied zwischen aktivem, beratendem und Immobilienpartner?

Ein aktiver Partner arbeitet aktiv im Geschäft mit und hat Stimmrechte. Ein beratender Partner ist in den Ruhestand getreten oder wurde wegen Altersgrenze eingestuft und hat keine Stimmrechte mehr, erhält aber Ausscheidungszahlungen. Ein Immobilienpartner ist der Nachlass eines verstorbenen oder ausgeschiedenen Partners, der für einen festgelegten Zeitraum Auszahlungen erhält, dann aber keine Ansprüche mehr hat.

Kann ein Partner die Partnerschaft ohne Zustimmung verlassen?

Nein, in der Regel nicht ohne schwerwiegende Gründe (z.B. Insolvenz oder Kündigung durch andere Partner). Diese Vorlage sieht vor, dass ein Partner mit vorheriger Benachrichtigung zu beratend oder Immobilienpartner wird oder austritt. Ein unangekündigtes Ausscheiden könnte zur Klage auf Schadensersatz führen. Konsultieren Sie einen Rechtsanwalt für Ihre spezifische Situation.

Was passiert, wenn ein Partner stirbt?

Der Nachlass des verstorbenen Partners wird gemäß der Vorlage Immobilienpartner und hat Anspruch auf Auszahlungen über einen festgelegten Zeitraum (z.B. 5 Jahre). Die genaue Zahlungsformel muss in der Klausel ‚Zahlungen bei Tod' beschrieben sein. Ohne diese Klausel können Erbinnen und Erben Ansprüche auf den gesamten Geschäftswert geltend machen.

Können Partner nach Vertragsunterzeichnung hinzugefügt werden?

Diese Vorlage regelt das nicht explizit. Typischerweise erfordert das Hinzufügen neuer Partner eine Änderung oder Ergänzung der Vereinbarung mit Zustimmung aller bestehenden Partner und Unterzeichnung durch alle Beteiligten. Konsultieren Sie einen Anwalt, um eine Aufnahmeklausel hinzuzufügen.

Wie unterscheidet sich eine Partnerschaft von einer GmbH?

Eine Partnerschaft ist typischerweise leichter zu gründen und zu verwalten, aber die Partner haften in der Regel unbeschränkt mit ihrem Privatvermögen. Eine GmbH bietet Haftungsbeschränkung, erfordert aber mehr Formalitäten und Kapitaleinlage. Die richtige Wahl hängt von Risiko, Kapitalanforderungen und Steuersituation ab — konsultieren Sie einen Steuerberater und Anwalt.

Muss die Partnerschaftsvereinbarung notariell beglaubigt werden?

Das hängt von der Rechtsform und dem Bundesland ab. Für eine Kommanditgesellschaft ist eine notarielle Beglaubigung in der Regel erforderlich. Für andere Partnerschaftsformen kann sie optional sein. Prüfen Sie die Gesetze Ihres Bundeslandes und konsultieren Sie einen Notar vor Unterzeichnung.

Kann ich die Kapitaleinlage später erhöhen?

Ja, aber nur wenn alle Partner zustimmen. Diese Vorlage sieht vor, dass zusätzliche Einzahlungen nur gemäß Artikel 19 (oder einer ähnlichen Bestimmung) erfolgen. Ohne Zustimmung der anderen Partner ist eine einseitige Erhöhung nicht möglich. Eine Ergänzungsvereinbarung sollte die neuen Bedingungen klären.

Was ist, wenn ein Partner unfähig wird, die vereinbarten Leistungen zu erbringen?

Die Vorlage verpflichtet aktive Partner, ihre volle Erfahrung und Arbeitsleistung einzubringen. Wenn ein Partner dies nicht kann (z.B. wegen Krankheit), könnten andere Partner die Statusänderung zu beratend beantragen. Konsultieren Sie einen Anwalt für Klauseln zur Invalidität oder Behinderung, falls Sie solche Szenarien regeln möchten.

Wie werden Gewinne und Verluste zwischen Partnern verteilt?

Diese Vorlage regelt die Gewinnverteilung nicht explizit. Sie müssen eine Bestimmung hinzufügen, z.B. ‚Gewinne werden nach Kapitaleinlage verteilt' oder ‚50/50 zwischen allen Partnern'. Die genaue Formel muss schriftlich festgehalten werden, sonst gelten gesetzliche Regelungen, die möglicherweise nicht den Wünschen der Partner entsprechen.

Im Vergleich zu Alternativen

vs Gesellschaftervertrag (GmbH)

Eine Partnerschaftsvereinbarung regelt die Zusammenarbeit von Partnern mit unbeschränkter Haftung und weniger Formalitäten. Ein GmbH-Gesellschaftervertrag regelt die Zusammenarbeit in einer Kapitalgesellschaft mit beschränkter Haftung und mehr Compliance-Anforderungen. Wählen Sie die Partnerschaft, wenn Sie schnell handeln und volle Kontrolle haben möchten; die GmbH, wenn Sie Haftung begrenzen und institutionelle Investoren anziehen möchten.

vs Kooperationsvertrag / Kooperationsvereinbarung

Ein Kooperationsvertrag regelt meist eine lockere, projektbezogene Zusammenarbeit zwischen unabhängigen Unternehmen. Eine Partnerschaftsvereinbarung begründet eine dauerhafte Rechtsbeziehung mit gemeinsamen Vermögen, Haftung und Managementrechten. Nutzen Sie den Kooperationsvertrag für zeitlich begrenzte oder flexible Projekte; die Partnerschaftsvereinbarung für eine langfristige gemeinsame Geschäftstätigkeit.

vs Joint-Venture-Vereinbarung

Eine Joint-Venture-Vereinbarung regelt die Zusammenarbeit mehrerer Unternehmen oder Personen für ein einzelnes, begrenztes Projekt oder eine Geschäftsbeteiligung. Eine Partnerschaftsvereinbarung ist umfassender und regelt die laufende Gesamtgeschäftstätigkeit einer neu gegründeten Partnerschaft. Wählen Sie Joint-Venture für Zeitprojekte; Partnerschaft für dauerhafte gemeinsame Betriebe.

vs Investitionsvereinbarung / Beteiligungsvertrag

Eine Investitionsvereinbarung regelt meist die Beteiligung eines Investors mit begrenzten Mitspracherechten und Rückzugsoptionen. Eine Partnerschaftsvereinbarung regelt die aktive Mitgestaltung aller Partner oder zumindest klare Rollen (aktiv, beratend, Immobilien). Nutzen Sie Investitionsvereinbarung für stille Beteiligungen; Partnerschaftsvereinbarung für gleichberechtigte oder gestaffelte aktive Beteiligung.

Branchenspezifische Hinweise

Consulting und Dienstleistungen

Mehrere Berater gründen gemeinsam ein Beratungsunternehmen mit klaren Rollenverteilungen und Kapitaleinlagen.

Handwerk und Bau

Handwerksmeister schließen sich zusammen, um größere Projekte zu übernehmen und Geschäftsrisiken zu teilen.

Einzelhandel und E-Commerce

Partner mit unterschiedlichem Kapital gründen gemeinsam einen Online-Shop oder Laden mit geregeltem Managerial und Gewinnanteil.

Gastronomie und Tourismus

Restaurantbetreiber oder Hoteliers bilden Partnerschaften, um Betriebsrisiken und Betriebsführung zu teilen.

Immobilienwirtschaft

Investoren schließen sich zusammen, um Immobilien zu kaufen, zu verwalten und Einnahmen nach vereinbarter Quote zu verteilen.

Finanzdienstleistungen und Maklergeschäft

Finanzberater oder Versicherungsmakler gründen Partnerschaften, um Marktposition zu stärken und Klientel zu teilen.

Hinweise zur Rechtsprechung

Diese Vorlage folgt deutschem Recht für Kommanditgesellschaften (KG) und Partnerschaften (OHG), jeweils nach HGB. Die Partner sollten überprüfen, ob ihre Rechtsform eine notarielle Beglaubigung erfordert und unter welchem Bundesland die Geschäftstätigkeit erfolgt.

In Österreich gelten ähnliche Regeln für Offene Gesellschaften (OG) und Kommanditgesellschaften (KG). Konsultieren Sie einen österreichischen Anwalt, da Gesellschaftsregeln und Steuern unterschiedlich sind.

Vorlage oder Anwalt — was passt?

WegAm besten fürKostenZeit
Vorlage verwendenZwei oder drei Partner mit klaren, einfachen Vereinbarungen und kein Streitpotential über Rollen oder Kapital.39–79 EUR für Template2–4 Std. Ausfüllen + digitale Unterzeichnung
Vorlage + RechtsprüfungPartner mit unterschiedlichen Rollen, mehreren Ausstiegsbedingungen oder Alterssprüngen, die eine anwaltliche Prüfung benötigen.300–600 EUR für anwaltliche Prüfung zusätzlich zum Template1 Woche für Ausfüllung + Prüfung + Unterzeichnung
MaßgeschneidertKomplexe Konstellationen (>3 Partner), Investitionen >100.000 EUR, internationale Beteiligung oder Erbrecht-Besonderheiten.1.500–3.500 EUR für maßgeschneiderten Entwurf3–6 Wochen für Entwurf, Verhandlungen + Unterzeichnung

Glossar

Kommanditgesellschaft
Partnerschaftsform mit mindestens einem unbeschränkt haftenden Komplementär und einem oder mehreren Kommanditisten (Geldgebern) mit beschränkter Haftung.
Aktiver Partner
Partner, der an der Geschäftsleitung beteiligt ist und volle Stimmrechte in Partnerschaftsangelegenheiten hat.
Beratender Partner
Partner, der sich aus Geschäftsführung zurückgezogen hat oder altersbedingt ausgetreten ist, aber noch Ansprüche hat.
Immobilienpartner
Status eines Partners oder seines Nachlasses nach Tod oder Statusänderung, mit Anspruch auf Auszahlungen für einen festgelegten Zeitraum.
Kapitaleinlage
Geldmittel oder Vermögenswerte, die ein Partner in die Partnerschaft einbringt, um deren Kapitalbasis zu schaffen.
Geschäftszweck
Die Beschreibung der Tätigkeiten und Geschäftsaktivitäten, die die Partnerschaft durchführen darf und will.
Managementbefugnis
Das Recht eines Partners oder einer Stelle, die Geschäfte der Partnerschaft zu lenken, Verträge abzuschließen und Vermögen zu verwalten.
Laufzeit der Vereinbarung
Der Zeitraum, für den die Partnerschaftsvereinbarung gültig ist, bevor sie erneuert oder beendet wird.
Hauptniederlassung
Der offizielle Geschäftssitz der Partnerschaft, von dem aus Verwaltung und Betrieb stattfinden.
Stimmrecht
Das Recht eines Partners, bei Abstimmungen über Partnerschaftsangelegenheiten abzustimmen; in dieser Vorlage nur aktive Partner.
Einschreiben
Amtlich beglaubigtes Schreiben mit Zustellbestätigung, das als Nachweis für eine Benachrichtigung dient.
Geschäftsjahr
Der festgelegte Zeitraum (meist Kalenderjahr), für den die Partnerschaft ihre Finanzen und Leistungen berechnet.

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