Eidesstattliche Verlusterklärung

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FreiEidesstattliche Verlusterklärung

Auf einen Blick

Was es ist
Eine eidesstattliche Verlusterklärung ist eine formale, notariell beglaubigte Erklärung, mit der Sie unter Eid bestätigen, dass ein Unternehmen oder eine Person einen Vermögensverlust oder eine Schuldentransaktion erlitten hat. Das Dokument steht als editierbare Word-Vorlage zur Verfügung und kann nach Ihren Anforderungen angepasst werden.
Wann Sie es brauchen
Diese Erklärung wird benötigt, wenn Sie einen Vermögensverlust, die Abtretung von Schulden oder die Registrierung von Treuhandverträgen rechtssicher dokumentieren müssen. Sie kommt typischerweise bei Geschäftsabwicklungen, Finanzierungsvereinbarungen oder bei der Offenlegung von Schuldenverpflichtungen zum Einsatz.
Was enthalten ist
Die Vorlage enthält Abschnitte für Ihre persönlichen Daten, die Beschreibung der beteiligten Unternehmen, eine genaue Darstellung des Treuhandvertrags mit Registrierungsnummern, die Details zum ausgegebenen Hypothekenpfandbrief und die Dokumentation der Schuldenabertragung mit Abtretungsvereinbarung.

Was ist eine Vorlage „Eidesstattliche Verlusterklärung"?

Eine eidesstattliche Verlusterklärung ist ein rechtlich verbindliches Dokument, mit dem Sie unter Eid und vor Notar bestätigen, dass ein Unternehmen einen Vermögensverlust erlitten hat oder Schulden an ein anderes Unternehmen abgetreten hat. Das Dokument dient der rechtssicheren Dokumentation von Treuhandverträgen, Hypothekenpfandbriefen und Schuldenabertragungen. Die Vorlage steht als kostenloser Word-Download zur Verfügung und kann nach Ihren spezifischen Transaktionsdaten angepasst werden. Nach dem Ausfüllen wird das Dokument vor einem Notar unterzeichnet und beglaubigt, wodurch es rechtliche Bindungskraft erhält.

Warum Sie dieses Dokument brauchen

Eine eidesstattliche Verlusterklärung ist notwendig, wenn Sie Gläubigern, Behörden oder anderen Parteien nachweisen müssen, dass eine Schuld oder ein Vermögensrecht ordnungsgemäß abgetreten oder verpfändet wurde. Ohne dieses Dokument riskieren Sie, dass die Schuldenabertragung angefochten wird, dass Behördenmeldepflichten nicht erfüllt werden oder dass Finanzierungspartner die Transaktion nicht anerkennen. Das Dokument schützt Sie, da es unter Strafandrohung abgegeben wird und somit die höchste Glaubwürdigkeit besitzt. Bei fehlerhafter oder unvollständiger Dokumentation können später hohe Kosten durch Rechtsstreitigkeiten entstehen. Eine professionelle Vorlage stellt sicher, dass alle erforderlichen Klauseln (Declarant, Treuhandvertrag, Pfandbrief, Abtretung, Strafvermerk) vollständig und korrekt erfasst sind.

Welche Variante passt zu Ihrer Situation?

Wenn Ihre Situation ist…Diese Vorlage verwenden
Für allgemeine Dokumentation von Vermögensverlusten und SchuldentransaktionenEidesstattliche Verlusterklärung – Standardvariante
Wenn ein formal registrierter Treuhandvertrag Teil der Transaktion istEidesstattliche Verlusterklärung – mit Treuhandvertrag
Als Besicherungsdokument für Bank- oder InvestorendarlehenEidesstattliche Verlusterklärung – für Kreditvergabe
Zur rechtlichen Abbildung einer vollständigen SchuldentransaktionEidesstattliche Verlusterklärung – mit Schuldenabertragung
Zur Erfüllung von Offenlegungspflichten gegenüber BehördenEidesstattliche Verlusterklärung – für Behördenmeldung
Bei Transaktionen mit internationalen Partnern oder GläubigernEidesstattliche Verlusterklärung – mehrsprachige Fassung

Häufige Fehler vermeiden

❌ Unvollständige oder falsche Registrierungsnummern

Warum es wichtig ist: Behörden und Gläubiger können die Erklärung nicht verifizieren und lehnen sie ab.

Fix: Fordern Sie von Ihrem Registrar oder Treuhänder schriftlich die genaue Nummer an und überprüfen Sie sie mehrfach.

❌ Fehlende notarielle Beglaubigung

Warum es wichtig ist: Die Erklärung hat keine Rechtskraft und wird von Banken, Behörden und Gerichten nicht anerkannt.

Fix: Vereinbaren Sie einen Notartermin und lassen Sie die unterzeichnete Erklärung vor dem Notar beglaubigen.

❌ Unklarheiten oder Tippfehler in Unternehmensnamen

Warum es wichtig ist: Die Schuldenabertragung ist anfechtbar, da nicht eindeutig ist, welche Entität gemeint ist.

Fix: Verwenden Sie die amtliche Schreibweise aus dem Handelsregister oder HR und lesen Sie jeden Namen dreimal vor Absendung.

❌ Fehlende oder unvollständige Anhänge

Warum es wichtig ist: Die Abtretungsvereinbarung und Registerbestätigungen sind notwendig für die Beweiskraft; ohne sie ist die Erklärung schwach.

Fix: Sammeln Sie alle Dokumente vor Notar und nummerieren Sie Anlagen deutlich; beachten Sie Abdrucke aller Seiten.

❌ Falsche oder fehlende Datumsangaben

Warum es wichtig ist: Zeitliche Widersprüche machen die Erklärung ungültig oder angreifbar; Behörden prüfen Konsistenz.

Fix: Führen Sie eine Zeitleiste aller Transaktionsdaten und überprüfen Sie jede Datumsangabe gegen Ihre Originalunterlagen.

❌ Unterzeichnung durch falsche Person

Warum es wichtig ist: Nur die im Unternehmen hierzu befugte Person (Geschäftsführer, Vorstand) kann eine eidesstattliche Erklärung abgeben; sonst ist sie ungültig.

Fix: Überprüfen Sie die Gesellschafterdokumentation oder Gesellschaftsvertrag und lassen Sie nur die bevollmächtigte Person unterschreiben.

Die 9 wichtigsten Klauseln, erklärt

Declarant und Identität

In einfacher Sprache: Definition der Person, die die Erklärung abgibt, mit Angabe von Name, Adresse und Position im Unternehmen.

Beispielformulierung
Ich, [NAME], wohnhaft und ansässig in [IHRE VOLLSTÄNDIGE ADRESSE], erkläre hiermit an Eides statt. Ich bin der [TITEL] von [UNTERNEHMEN] und kenne daher die hierin angegebenen Fakten.

Häufiger Fehler: Unvollständige oder ungenaue Adressangaben können zur Ungültigkeit der Erklärung führen.

Treuhandvertrag und Registrierung

In einfacher Sprache: Dokumentation des Treuhandvertrags mit Registrierungsdaten und Behördenbestätigung.

Beispielformulierung
[UNTERNEHMEN] hat einen Treuhandvertrag zum [DATUM] zu Gunsten von [BESCHREIBEN] durchgeführt, welcher bei der zuständigen Abteilung von [ORT] zum [DATUM] unter der Nummer [NUMMER] registriert wurde.

Häufiger Fehler: Fehlende oder falsche Registrierungsnummern machen die Erklärung bei Behördenprüfung ungültig.

Hypothekenpfandbrief

In einfacher Sprache: Beschreibung des ausgegebenen Pfandbriefs mit Betrag, Währung und Nummer.

Beispielformulierung
[UNTERNEHMEN] hat gemäß dem Treuhandvertrag einen [%]igen Hypothekenpfandbrief mit der Nummer [NUMMER] über den Betrag von [BETRAG] in der Währung [STAAT] herausgegeben.

Häufiger Fehler: Falsche Währungsangaben oder fehlende Prozentsätze führen zu Unklarheiten bei der Kreditvergabe.

Verpfändung und Registerbestätigung

In einfacher Sprache: Feststellung, dass der Pfandbrief registriert wurde und von einem Treuhänder bescheinigt ist.

Beispielformulierung
[UNTERNEHMEN] verpfändete den Pfandbrief zugunsten von [UNTERNEHMEN], wobei diese Verpfändung in den Registern registriert wurde, wie durch die Bescheinigung des Treuhänders bescheinigt.

Häufiger Fehler: Fehlende Treuhänderbestätigung oder unvollständige Registerauszüge machen die Verpfändung anfechtbar.

Schuldenabertragung

In einfacher Sprache: Darstellung der übertragenen Schuldenlast von einem Unternehmen zu einem anderen.

Beispielformulierung
[UNTERNEHMEN] trat die Schuldenlast an [UNTERNEHMEN] ab, für welches der Treuhandvertrag ausgestellt wurde.

Häufiger Fehler: Unklare Benennungen der beteiligten Unternehmen können zu Rechtsunsicherheit führen.

Abtretungsvereinbarung

In einfacher Sprache: Verweis auf die Abtretungsvereinbarung mit Datum und beteiligten Parteien; Kopie sollte angehängt sein.

Beispielformulierung
[UNTERNEHMEN] trat die Schuld aufgrund einer Vereinbarung der vorbehaltlosen Abtretung, datiert mit [DATUM] von und zwischen [UNTERNEHMEN] und [UNTERNEHMEN], ab (Kopie im Anhang).

Häufiger Fehler: Fehlende oder undatierte Abtretungsvereinbarung im Anhang schwächt die Beweiskraft erheblich.

Beglaubigungsvermerk

In einfacher Sprache: Angabe, dass die Erklärung vor Notar oder Behörde abgegeben und beglaubigt wurde.

Beispielformulierung
Diese Erklärung wurde von mir am [DATUM] vor [NOTAR/BEHÖRDE] mit Unterschrift und Siegel beglaubigt.

Häufiger Fehler: Fehlende notarielle Beglaubigung macht die Erklärung für viele Behörden und Gläubiger unzulässig.

Unterschrift und Datum

In einfacher Sprache: Signatur des Declarants mit vollständigem Namen und aktuellem Datum.

Beispielformulierung
Hierbei erkläre ich versichert, dass die obigen Angaben vollständig und wahr sind. Unterschrift: _________________________ Datum: [DATUM]

Häufiger Fehler: Unleserliche Unterschrift oder fehlende Datumsangabe führen zur Nichtanerkennung.

Strafvermerk

In einfacher Sprache: Warnung vor den rechtlichen Konsequenzen einer falschen Erklärung unter Strafandrohung.

Beispielformulierung
Ich bin mir bewusst, dass eine falsche eidesstattliche Erklärung eine Geldbuße bis zu [BETRAG] oder Freiheitsstrafe bis zu [JAHRE] nach sich ziehen kann.

Häufiger Fehler: Wegfall des Strafvermerks schwächt die Glaubwürdigkeit und Rechtskraft erheblich.

So füllen Sie sie aus

  1. 1

    Identifikationsdaten eintragen

    Füllen Sie Ihren vollständigen Namen, Ihre Adresse und Ihre Berufsbezeichnung ein. Überprüfen Sie, dass alle Angaben korrekt sind und Ihrer amtlichen Registrierung entsprechen.

    💡 Verwenden Sie die exakt gleiche Schreibweise wie in Ihrem Personalausweis oder Handelsregister.

  2. 2

    Treuhandvertrag dokumentieren

    Geben Sie das Datum des Treuhandvertrags, die beteiligten Unternehmen und den Zweck an. Tragen Sie die Registrierungsnummer und das Datum der Behördeneintragung ein.

    💡 Halten Sie den Treuhandvertrag und die Registrierungsbestätigung bereit; Fehler bei Nummern sind oft nicht zu reparieren.

  3. 3

    Pfandbriefdetails erfassen

    Dokumentieren Sie den genauen Betrag, die Währung, den Prozentsatz und die Pfandbrief-Nummer. Diese Angaben müssen mit Ihren Finanzunterlagen übereinstimmen.

    💡 Überprüfen Sie alle Zahlenangaben zweimal mit den originalen Finanzkonten.

  4. 4

    Verpfändung und Registerbestätigung hinzufügen

    Beschreiben Sie, wie und wann der Pfandbrief verpfändet wurde, und welche Register die Transaktion dokumentieren. Fügen Sie eine Treuhänderbestätigung bei.

    💡 Fordern Sie vom Treuhänder schriftlich eine unterzeichnete Bestätigung an; mündliche Zusagen sind nicht ausreichend.

  5. 5

    Schuldenabertragung korrekt darstellen

    Nennen Sie das Original-Unternehmen, von dem die Schuld ausging, und das empfangende Unternehmen. Stellen Sie sicher, dass die Namen exakt mit den Registerdaten übereinstimmen.

    💡 Bei mehreren Schulden die Abtretung für jede Schuld einzeln dokumentieren.

  6. 6

    Abtretungsvereinbarung und Anhänge anhängen

    Beschaffen Sie die Abtretungsvereinbarung und alle relevanten Registrierungscertificate. Hängen Sie diese als Kopien dem Dokument an.

    💡 Nummerieren Sie alle Anhänge deutlich (Anlage A, B, C) und verweisen Sie darauf im Dokumenttext.

  7. 7

    Notar aufsuchen und Erklärung beglaubigen

    Rufen Sie einen Notar auf und lassen Sie die Erklärung vor ihm unterzeichnen und beglaubigen. Der Notar wird den Strafvermerk hinzufügen und sein Siegel anbringen.

    💡 Bringen Sie Ihren Personalausweis und alle Originalunterlagen zum Notartermin mit.

  8. 8

    Unterschrift, Datum und Speicherung

    Nach notarieller Beglaubigung unterschreiben Sie das Dokument. Bewahren Sie das Original und mehrere beglaubigte Kopien sicher auf.

    💡 Lagern Sie das Original in einem Safe oder Tresor; digitale Kopien sollten verschlüsselt gespeichert werden.

Häufig gestellte Fragen

Was ist der Unterschied zwischen einer eidesstattlichen Erklärung und einer notariellen Beglaubigung?

Eine eidesstattliche Erklärung ist eine von Ihnen unter Eid abgegebene Versicherung der Wahrheit. Eine notarielle Beglaubigung ist die offizielle Bestätigung eines Notars, dass die Unterschrift und die Identität des Unterzeichners echt sind. Für eine Verlusterklärung benötigen Sie beide: Sie unterschreiben die eidesstattliche Erklärung, und der Notar beglaubigt Ihre Unterschrift und verleiht dem Dokument Rechtskraft.

Kann ich die eidesstattliche Verlusterklärung selbst notariell beglaubigen lassen, oder muss ich einen Anwalt einschalten?

Sie können selbst einen Notar aufsuchen und die Erklärung direkt beglaubigen lassen. Ein Anwalt ist nicht zwingend erforderlich, es sei denn, die Transaktion ist sehr komplex oder umstritten. Der Notar wird überprüfen, ob die Erklärung vollständig und verständlich ist, und wird Sie vor Ort warnen, falls Fehler vorliegen. Allerdings ist eine rechtliche Vorabprüfung durch einen Anwalt empfohlen, um teure Fehler zu vermeiden.

Welche Konsequenzen hat eine falsche eidesstattliche Erklärung?

Eine falsche eidesstattliche Erklärung ist eine Straftat. Sie können mit Geldbußgeldern bis zu mehreren tausend Euro oder sogar mit Freiheitsstrafe geahndet werden. Zudem wird die Erklärung von Gläubigern, Behörden und Gerichten angefochten, was zu weiteren Rechtsstreitigkeiten und Haftungen führt. Machen Sie daher nur Angaben, von denen Sie persönlich wissen, dass sie wahr sind.

Muss ich alle Anhänge (Treuhandvertrag, Abtretungsvereinbarung, Registerauszüge) im Original oder als Kopie beifügen?

In der Regel genügen beglaubigte Kopien. Der Notar wird diese als Kopien markieren und beglaubigen. Falls die Gläubiger oder Behörden Originale verlangen, können Sie diese später vorlegen. Bewahren Sie daher auch die Originalunterlagen auf; Kopien allein reichen häufig nicht aus, wenn es zu einem Rechtsstreit kommt.

Wie lange ist eine eidesstattliche Verlusterklärung gültig?

Eine korrekt notariell beglaubigte eidesstattliche Erklärung ist zeitlich unbegrenzt gültig. Allerdings kann sie angefochten werden, wenn neue Fakten bekannt werden, die zeigen, dass die Erklärung unvollständig oder unwahr war. Behörden können zudem Nachfragen stellen, wenn Unstimmigkeiten mit anderen Dokumenten auftauchen.

Kann ich die Vorlage auch international verwenden oder nur in Deutschland?

Die Vorlage ist primär für Deutschland ausgelegt. Österreich und die Schweiz haben ähnliche Regelungen, aber unterschiedliche Notar- und Registerverfahren. Wenn die Transaktion Unternehmen in anderen Ländern betrifft, sollte die Erklärung durch einen auf internationales Recht spezialisierten Anwalt überarbeitet werden.

Muss ich die Erklärung an eine Behörde melden, oder ist sie nur für private Transaktionen?

Dies hängt von der Art der Transaktion ab. Bei Schuldenabertragungen zwischen privaten Unternehmen kann die Erklärung privat bleiben. Falls jedoch Banken, Kreditgeber oder staatliche Stellen beteiligt sind (z. B. bei Darlehen, Insolvenz), müssen Sie die Erklärung einreichen oder offenlegen. Konsultieren Sie vor Notartermin einen Anwalt, um Meldepflichten zu klären.

Kann ich die Vorlage für mehrere Schuldenabertragungen in einem Dokument verwenden?

Grundsätzlich ja, aber nur, wenn die Schulden zusammenhängend sind und von den gleichen Parteien betroffen sind. Falls mehrere unabhängige Schuldenabertragungen vorliegen, ist es rechtlich und administrativ klarer, separate Erklärungen zu erstellen. Der Notar wird Sie auch hierauf hinweisen.

Was kostet eine notarielle Beglaubigung für die eidesstattliche Verlusterklärung?

Die Kosten richten sich nach dem Gerichts- und Notarkostengesetz (GNotKG) und sind abhängig vom Wert der abzuertragenden Schuld. Für eine einfache Erklärung kostet die Beglaubigung typischerweise zwischen 50 und 200 Euro. Bei hohen Schuldsummen können die Kosten erheblich steigen. Fragen Sie den Notar vor dem Termin nach einer Gebührenschätzung.

Im Vergleich zu Alternativen

vs Eidesstattliche Erklärung (allgemein)

Eine allgemeine eidesstattliche Erklärung kann für verschiedenste Sachverhalt verwendet werden (z. B. Wohnplatzbestätigung, Kindesanerkennung). Die Verlusterklärung ist spezialisiert auf Vermögensabträge und Schuldentransaktionen und enthält daher spezifische Klauseln zu Treuhandverträgen, Hypothekenpfandbriefen und Schuldenabertragungen. Verwenden Sie die Verlusterklärung, wenn es um Finanzielle Transaktionen geht; eine allgemeine Erklärung ist zu ungenau.

vs Schuldeneinsicht/Bestätigung

Eine einfache Schuldbestätigung ist ein einseitiges, nicht eidesstattliches Dokument, das eine Schuld anerkennt. Die eidesstattliche Verlusterklärung ist hingegen rechtlich bindend, unter Strafandrohung abgegeben und dokumentiert nicht nur eine Schuld, sondern auch ihre Abertragung und Treuhandbestandteile. Nutzen Sie die Verlusterklärung, wenn Behörden oder Gerichte ein rechtlich verbindliches Dokument fordern.

vs Notariell beglaubigtes Testament

Ein Testament regelt die Vermögensverteilung nach dem Tod. Eine eidesstattliche Verlusterklärung dokumentiert die gegenwärtige Vermögenshaftung und Schuldenabertragungen unter den Lebenden. Beide sind notariell beglaubigt, dienen aber völlig unterschiedlichen Zwecken. Verwenden Sie die Verlusterklärung für aktuelle Geschäftstransaktionen, nicht für Nachlass- und Erbfragen.

vs Insolvenzanmeldung/Schuldnerverzeichnis

Eine Insolvenzanmeldung ist ein behördliches Verfahren, bei dem ein Gericht über die Vermögensverteilung entscheidet. Die eidesstattliche Verlusterklärung ist ein privates, freiwilliges Dokument zur Dokumentation von bereits stattgefundenen Transaktionen. Nutzen Sie die Verlusterklärung im Vorfeld, um Schuldenabertragungen zu dokumentieren; Insolvenzanmeldungen sind für strukturelle wirtschaftliche Krisen reserviert.

Branchenspezifische Hinweise

Finanzwirtschaft und Banking

Banken und Kreditgeber nutzen diese Erklärung zur Dokumentation von Kreditvergaben und Schuldenabertragungen bei Finanzierungstransaktionen.

Immobilienwirtschaft

Immobilienunternehmen und Entwickler verwenden die Erklärung zur Dokumentation von Hypotheken und Pfandbriefausgaben mit Treuhandtransaktionen.

Mittelständische Industrie und Produktion

Produzierende Unternehmen dokumentieren Vermögensabträge und Schuldenübertragungen bei Unternehmenstransaktionen oder Umstrukturierungen.

Handels- und Versorgungswirtschaft

Handelsunternehmen nutzen die Erklärung zur Offenlegung von Finanzierungsverpflichtungen und Schuldenabertragungen an Partner.

Consulting und Unternehmensberatung

Berater und Interim-Manager verwenden die Vorlage zur rechtssicheren Dokumentation von Restrukturierungstransaktionen und Schuldenmanagement.

Rechts- und Notardienstleistungen

Notare und Anwälte greifen auf die Vorlage als Basis für maßgeschneiderte eidesstattliche Erklärungen in komplexen Transaktionen zu.

Hinweise zur Rechtsprechung

In Deutschland ist die eidesstattliche Erklärung nach §§ 2–3 GNotKG notariell zu beglaubigen und unterliegt strengen Anforderungen bei Registrierungen und Schuldenabertragungen. Der Notar ist verpflichtet, den Strafvermerk zu ergänzen und Richtigkeit zu kontrollieren.

In Österreich gelten ähnliche Regeln; Notare (Notary) sind Vertrauenspersonen mit hoheitlichen Befugnissen. Treuhandverträge werden bei den lokalen Meldebehörden registriert. Die Erklärung muss vor einem österreichischen Notar beglaubigt sein.

In der Schweiz variiert das Notariat nach Kanton. Einige Kantone haben Notare, andere Richter für Beglaubigungen. Schuldenabertragungen unterliegen anderen Registrierungsregeln. Eine in Deutschland notariell beglaubigte Erklärung wird in der Schweiz nicht ohne lokale Validierung anerkannt.

Vorlage oder Anwalt — was passt?

WegAm besten fürKostenZeit
Vorlage verwendenEinfache Schuldenabertragungen zwischen zwei bekannten Unternehmen ohne internationale oder mehrwertsteuerpflichtige Komponenten.Ca. 20–40 Euro für die Vorlage; 100–200 Euro für notarielle Beglaubigung.Ca. 1–2 Stunden zum Ausfüllen; 1–2 Wochen bis Notartermin.
Vorlage + RechtsprüfungTransaktionen mit mehreren Schulden, Treuhandverträgen oder Zweifel zur Vollständigkeit der Dokumentation.Ca. 200–500 Euro für anwaltliche Vorabprüfung; 100–200 Euro für Notargebühren.Ca. 1–2 Wochen für anwaltliche Überprüfung und Anpassungen.
MaßgeschneidertKomplexe internationale Transaktionen, Schuldenabertragungen mit Strafcharakter, Risiken einer fehlerhaften Dokumentation oder Mehrparteien-Konstellationen.Ca. 800–2.000 Euro für individuelle Erstellung; 200–500 Euro für Notargebühren (nach Schuldsumme).Ca. 2–4 Wochen für Anwalt; zusätzliche Zeit für Korrespondenz mit Parteien.

Glossar

Eidesstattliche Erklärung
Eine Erklärung, die unter Eid oder an Eides statt abgegeben wird und rechtlich bindend ist; Verletzung kann zu Strafverfahren führen.
Treuhandvertrag
Ein Vertrag, in dem eine Person (Treuhänder) Vermögen im Namen einer anderen verwaltet und registriert.
Hypothekenpfandbrief
Ein Schuldschein, der durch Hypotheken auf Immobilien besichert ist und Pfandrechte verbrieft.
Schuldenabertragung (Abtretung)
Die rechtliche Übertragung einer Schuldverpflichtung von einem Schuldner auf einen anderen.
Verpfändung
Die Übergabe einer Sache oder eines Rechts als Sicherheit für eine Schuld, ohne Besitzwechsel.
Registrierung
Die offizielle Eintragung eines Vertrags oder Rechtsgeschäfts in ein öffentliches Register (z. B. Grundbuch).
Meldebehörde
Die zuständige Behörde, die Verträge und Transaktionen registriert und archiviert.
Notarielle Beglaubigung
Die Bestätigung durch einen Notar, dass Unterschriften und Inhalte echt und gültig sind.
Tochterunternehmen
Ein Unternehmen, das zu 100 % oder überwiegend von einem anderen Unternehmen kontrolliert wird.
Besicherung
Die Hinterlegung von Vermögenswerten oder Rechten zur Absicherung einer Schuld.

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