Verpflichtungsformular

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FreiVerpflichtungsformular

Auf einen Blick

Was es ist
Ein Verpflichtungsformular ist ein verbindlicher Vertrag, in dem ein Unternehmen (Firma) sich verpflichtet, bestimmte Leistungen oder Dienstleistungen für einen Kunden zu erbringen. Das Dokument wird als kostenlose Word-Vorlage bereitgestellt und kann einfach mit den relevanten Daten ausgefüllt und angepasst werden.
Wann Sie es brauchen
Sie benötigen dieses Formular, wenn Sie mit einem Kunden eine formale Vereinbarung treffen möchten, in der Ihre Leistungsverpflichtungen deutlich festgehalten werden. Es ist besonders wichtig, wenn es um komplexere Projekte, größere Aufträge oder längerfristige Zusammenarbeit geht, um Missverständnisse auszuschließen.
Was enthalten ist
Das Formular enthält die notwendigen Parteienangaben (Name, Rechtsform, Adresse) für Ihr Unternehmen und den Kunden, das Datum der Vereinbarung sowie einen Bedingungsteil, in dem Sie die zu erbringenden Leistungen, Fristen, Gebühren und sonstige Geschäftsbedingungen festlegen können.

Was ist ein Verpflichtungsformular?

Ein Verpflichtungsformular ist ein rechtlich bindendes Vertragsdokument, in dem sich ein Unternehmen (die Firma) verpflichtet, bestimmte Leistungen oder Dienstleistungen für einen Kunden zu erbringen. Das Dokument legt die Parteien fest, definiert die genaue Leistungsbeschreibung, Gebühren, Zahlungsbedingungen und andere wichtige Geschäftsbedingungen fest. Sie erhalten diese Vorlage als kostenlose Word-Datei, die Sie einfach mit Ihren spezifischen Daten ausfüllen und anpassen können. Das Dokument kann anschließend von beiden Parteien unterzeichnet werden und schafft eine verbindliche Grundlage für die Zusammenarbeit.

Warum Sie dieses Dokument brauchen

Ohne ein Verpflichtungsformular können Missverständnisse zwischen Ihnen und Ihrem Kunden entstehen — über den genauen Leistungsumfang, die Gebühren, Fristen oder Haftungsfragen. Dies führt zu Streitigkeiten, unbezahlten Rechnungen oder Forderungen nach Nachbesserungen ohne zusätzliche Bezahlung. Ein schriftlich unterzeichnetes Verpflichtungsformular dokumentiert klare Vereinbarungen, schützt beide Seiten vor Missverständnissen und gibt Ihnen Rechtssicherheit, falls der Kunde nicht zahlt oder die Leistung nicht akzeptiert. Für B2B-Beziehungen, größere Projekte und längerfristige Zusammenarbeit ist dieses Dokument unverzichtbar, um Ihre Geschäftsinteressen zu wahren.

Welche Variante passt zu Ihrer Situation?

Wenn Ihre Situation ist…Diese Vorlage verwenden
Allgemeine B2B-Leistungsvereinbarung mit GrundbedingungenVerpflichtungsformular – Standardversion
Für Projekte mit ausdrücklichen Gebühren, Rechnungszyklus und ZahlungsfristenVerpflichtungsformular – mit Zahlungsbedingungen
Wenn vertrauliche Informationen oder Geschäftsgeheimnisse betroffen sindVerpflichtungsformular – mit Geheimhaltungsklausel
Um Haftungsrisiken für bestimmte Leistungsbereiche begrenzen zu könnenVerpflichtungsformular – mit Haftungsausschluss
Für kleinere oder einfachere Leistungsverpflichtungen mit minimalem FormalaufwandVerpflichtungsformular – Kurzversion
Für längerfristige Vereinbarungen, bei denen Kündigungsfriststücke notwendig sindVerpflichtungsformular – mit Kündigungsklausel

Häufige Fehler vermeiden

❌ Vage oder unvollständige Leistungsbeschreibung

Warum es wichtig ist: Der Kunde kann später behaupten, dass die erbrachten Leistungen nicht ausreichend waren, und eine Nachzahlung oder Neuarbeit fordern.

Fix: Beschreiben Sie Leistungen mit konkreten Metriken: Anzahl der Seiten, Anzahl der Revisionen, Lieferdatum, Dateiformate.

❌ Fehlende oder mehrdeutige Gebühren und Zahlungsbedingungen

Warum es wichtig ist: Der Kunde kann versuchen, weniger zu zahlen, oder die Zahlung unbegrenzt aufschieben, was zu Cashflow-Problemen führt.

Fix: Schreiben Sie alle Gebühren auf, geben Sie Fälligkeitsdaten an und legen Sie Konsequenzen für Zahlungsverzug fest.

❌ Keine Definition von Kundenpflichten

Warum es wichtig ist: Wenn der Kunde erforderliche Informationen nicht liefert und das Projekt verzögert wird, können Sie haftbar gemacht werden.

Fix: Auflisten, welche Informationen, Genehmigungen und Ressourcen der Kunde bereitstellen muss und bis wann.

❌ Zu breiter oder zu enger Haftungsausschluss

Warum es wichtig ist: Ein zu breiter Ausschluss ist möglicherweise unwirksam; ein zu enger macht Sie anfällig für Schadensersatzforderungen.

Fix: Konsultieren Sie einen Anwalt, um eine ausgewogene Haftungsregelung zu entwickeln, die Ihr Risiko begrenzt, aber nicht unrechtmäßig ist.

❌ Unklar definierte Laufzeit oder Kündigungsbestimmungen

Warum es wichtig ist: Die Vereinbarung könnte unbegrenzt bestehen bleiben, oder Kündigungen könnten nicht wirksam sein.

Fix: Geben Sie Startdatum, Enddatum und Kündigungsfristen (z. B. 30 Tage schriftliche Vorankündigung) deutlich an.

❌ Keine Klausel für Änderungen oder zusätzliche Leistungen

Warum es wichtig ist: Der Kunde kann ständig neue Anforderungen hinzufügen, ohne zusätzliche Gebühren zu zahlen, was Ihre Rentabilität zerstört.

Fix: Definieren Sie den Auftragsumfang genau und legen Sie fest, dass alle Änderungen schriftlich vereinbart und möglicherweise zusätzlich berechnet werden.

Die 10 wichtigsten Klauseln, erklärt

Parteien der Vereinbarung

In einfacher Sprache: Identifiziert, wer Kunde ist und wer die Leistungen erbringt, mit vollständigen Firmendaten und Adressen.

Beispielformulierung
ZWISCHEN: [NAME DES KUNDEN], ein Unternehmen, gegründet unter den Gesetzen von [BUNDESLAND/STAAT], Hauptniederlassung [ADRESSE] (der "Kunde") UND: [NAME IHRES UNTERNEHMENS], gegründet unter den Gesetzen von [BUNDESLAND/STAAT], Hauptniederlassung [ADRESSE] (die "Firma").

Häufiger Fehler: Unvollständige oder ungenaue Firmennamen und Adressen, die später zu Verwechslungen oder Rechtsunsicherheit führen können.

Gültigkeitsdatum

In einfacher Sprache: Legt fest, ab wann die Vereinbarung wirksam wird und die Leistungen bindend sind.

Beispielformulierung
Diese Vereinbarung wird abgeschlossen und ist wirksam zum [DATUM].

Häufiger Fehler: Fehlende oder falsche Datumsangabe, die zu Unklarheiten über den Beginn der Verpflichtungen führt.

Leistungsbeschreibung

In einfacher Sprache: Beschreibt genau, welche Dienstleistungen oder Produkte die Firma für den Kunden durchführt oder liefert.

Beispielformulierung
Die Firma verpflichtet sich, folgende Leistungen zu erbringen: [BESCHREIBUNG DER LEISTUNGEN, UMFANG, MENGE].

Häufiger Fehler: Zu vage oder unspezifische Leistungsbeschreibungen, die später zu Streitigkeiten über den Erfüllungsgrad führen.

Bedingungen und Konditionen

In einfacher Sprache: Regelt, unter welchen Rahmenbedingungen (Fristen, Qualität, Orte) die Leistungen erbracht werden.

Beispielformulierung
Die Leistungen werden erbracht gemäß folgender Bedingungen: [FRISTEN, QUALITÄTSSTANDARDS, ORTE DER ERBRINGUNG].

Häufiger Fehler: Unklare oder fehlende Bedingungen, die zu Verzögerungen oder Qualitätsmängeln ohne klare Verantwortung führen.

Gebühren und Zahlungsbedingungen

In einfacher Sprache: Legt fest, wie viel der Kunde zahlt, wann gezahlt wird und welche Zahlungsarten akzeptiert sind.

Beispielformulierung
Der Kunde zahlt [GESAMTGEBÜHR ODER GEBÜHRENSTRUKTUR] in [WÄHRUNG]. Zahlung fällig innerhalb von [TAGE] Tagen ab [RECHNUNGSDATUM].

Häufiger Fehler: Fehlende oder mehrdeutige Gebührenvereinbarungen, die zu Zahlungsverzögerungen oder Disputen führen.

Pflichten des Kunden

In einfacher Sprache: Beschreibt, welche Informationen, Genehmigungen oder Ressourcen der Kunde bereitstellen muss, damit die Firma ihre Leistungen erfüllen kann.

Beispielformulierung
Der Kunde ist verpflichtet, [ERFORDERLICHE INFORMATIONEN, GENEHMIGUNGEN, RESSOURCEN] rechtzeitig bereitzustellen.

Häufiger Fehler: Fehlende Definition von Kundenpflichten, die dazu führt, dass die Firma für Verzögerungen verantwortlich gemacht wird.

Geheimhaltung und Datenschutz

In einfacher Sprache: Schützt vertrauliche Informationen und regelt, wie persönliche Daten nach Datenschutz behandelt werden.

Beispielformulierung
Beide Parteien verpflichten sich, vertrauliche Informationen nicht Dritten offenzulegen. Persönliche Daten werden gemäß DSGVO verarbeitet.

Häufiger Fehler: Zu lockere oder fehlende Geheimhaltungsbestimmungen, die Geschäftsgeheimnisse gefährden.

Haftung und Gewährleistung

In einfacher Sprache: Regelt, für welche Mängel oder Schäden die Firma haftet und welche Haftung ausgeschlossen ist.

Beispielformulierung
Die Firma haftet für Mängel an erbrachten Leistungen in einem Umfang von [PROZENTSATZ/BETRAG] der vereinbarten Gebühren. Folgeschäden sind ausgeschlossen.

Häufiger Fehler: Zu breite oder zu enge Haftungsausschlüsse, die eine Seite unangemessen benachteiligen oder nicht durchsetzbar sind.

Laufzeit und Beendigung

In einfacher Sprache: Legt fest, wie lange die Vereinbarung läuft und wie jede Partei sie beenden kann.

Beispielformulierung
Diese Vereinbarung läuft vom [STARTDATUM] bis [ENDDATUM]. Jede Partei kann diese mit [KÜNDIGUNGSFRIST] Tagen Vorankündigung beenden.

Häufiger Fehler: Unklar definierte Laufzeiten oder Kündigungsbestimmungen, die zu unerwarteten Fortsetzungen führen.

Auftragsumfang und Änderungen

In einfacher Sprache: Definiert genau, was im Auftrag inbegriffen ist, und wie Zusatzaufträge oder Änderungen behandelt werden.

Beispielformulierung
Der Auftragsumfang ist wie folgt definiert: [EXAKTE BESCHREIBUNG]. Änderungen müssen schriftlich vereinbart und können zusätzliche Gebühren verursachen.

Häufiger Fehler: Unklare Abgrenzung zwischen inbegriffener und zusätzlicher Leistung, die zu Kostendisputen führt.

So füllen Sie sie aus

  1. 1

    Datum und Gültigkeitsdatum eintragen

    Tragen Sie das Datum ein, an dem die Vereinbarung abgeschlossen wird, und geben Sie an, wann sie wirksam werden soll.

    💡 Wählen Sie ein Datum, das vor oder am ersten Tag der geplanten Leistungserbringung liegt.

  2. 2

    Vollständige Parteienangaben ausfüllen

    Geben Sie Namen, Rechtsform (z. B. GmbH, AG), Bundesland und vollständige Geschäftsadresse beider Unternehmen an.

    💡 Verwenden Sie die exakten Eintragungen aus dem Handelsregister, um Verwechslungen auszuschließen.

  3. 3

    Leistungen präzise beschreiben

    Definieren Sie genau, welche Dienstleistungen oder Produkte Sie erbringen: Umfang, Mengen, Qualität und Fristen.

    💡 Je präziser die Beschreibung, desto geringer das Risiko von Missverständnissen später.

  4. 4

    Gebühren und Zahlungsbedingungen festlegen

    Geben Sie den Gesamtpreis, die Gebührenstruktur (Pauschal, pro Stunde, etc.), Zahlungsfristen und akzeptierte Zahlungsarten an.

    💡 Unterscheiden Sie zwischen Anzahlungen, Raten und finalen Zahlungen, falls relevant.

  5. 5

    Pflichten beider Seiten definieren

    Legen Sie fest, was jede Partei zu tun hat: Kundenpflichten (Informationen, Genehmigungen) und Firmenpflichten (Leistungsart, Support).

    💡 Seien Sie ausdrücklich, um später nicht für externe Verzögerungen haftbar zu sein.

  6. 6

    Geheimhaltung und Datenschutz eintragen

    Regeln Sie, wie vertrauliche Informationen geschützt werden und dass persönliche Daten nach DSGVO verarbeitet werden.

    💡 Falls besonders sensible Daten betroffen sind, erwägen Sie eine separate Datenschutzvereinbarung.

  7. 7

    Haftung und Ausnahmeregelungen klären

    Legen Sie fest, für welche Mängel die Firma haftet, und welche Haftung ausgeschlossen ist (z. B. Folgeschäden).

    💡 Dies schützt beide Seiten vor unerwarteten Kosten; prüfen Sie mit einem Anwalt, ob Ihre Ausschlüsse durchsetzbar sind.

  8. 8

    Laufzeit und Kündigung regeln

    Geben Sie Start- und Enddatum der Vereinbarung an und definieren Sie Kündigungsfristen für beide Parteien.

    💡 Berücksichtigen Sie realistische Fristen, um sanfte Übergänge zu ermöglichen.

Häufig gestellte Fragen

Was ist der Unterschied zwischen einem Verpflichtungsformular und einem Dienstleistungsvertrag?

Ein Verpflichtungsformular ist oft kürzer und grundlegender und konzentriert sich hauptsächlich auf die Verpflichtung des Unternehmens, eine Leistung zu erbringen. Ein Dienstleistungsvertrag ist in der Regel umfassender und regelt auch Haftung, Versicherung, Konfliktbeilegung und andere Aspekte. Das Verpflichtungsformular eignet sich für kleinere oder einfachere Vereinbarungen, während ein Dienstleistungsvertrag für komplexere Beziehungen besser ist.

Muss eine Verpflichtungserklärung von beiden Parteien unterzeichnet werden?

Ja, damit das Dokument rechtlich bindend ist, sollte es von autorisiertem Personal beider Parteien unterzeichnet und datiert werden. Eine elektronische Signatur oder eine Handschrift ist in der Regel ausreichend. Digitale Unterschriften (z. B. über DocuSign) sind auch in Deutschland rechtlich anerkannt, sofern beide Parteien zustimmen.

Kann ich ein Verpflichtungsformular mündlich ändern?

Nein, größere Änderungen sollten schriftlich festgehalten werden. Eine mündliche Vereinbarung kann zwar gültig sein, ist aber später schwer zu beweisen. Immer schriftlich dokumentieren, um Streitigkeiten zu vermeiden. Verwenden Sie dazu z. B. ein Änderungsprotokoll oder eine schriftliche Bestätigung per E-Mail.

Was passiert, wenn eine Partei die Verpflichtungen nicht erfüllt?

Die andere Partei kann Schadensersatz fordern oder die Vereinbarung kündigen. Je nach Inhalt kann der Kunde Ihre Gebühren nicht zahlen oder Sie zur Nachbesserung auffordern. Es ist wichtig, klare Konsequenzen im Dokument festzuhalten (z. B. Verzugszinsen, Kündigungsrecht bei Nichterfüllung) und bei ernsthaften Verstößen einen Anwalt einzuschalten.

Gilt ein Verpflichtungsformular auch nach Kündigung?

Einige Klauseln (wie Geheimhaltung, Haftungsausschlüsse und Datenschutz) können auch nach Vertragsende gültig bleiben. Dies sollte explizit in der Vereinbarung geregelt sein. Regelungen, die sich auf die Leistungserbringung selbst beziehen, enden normalerweise mit der Kündigung.

Kann ich ein Verpflichtungsformular verwenden, wenn ich als Einzelunternehmer tätig bin?

Ja, das Formular kann auf Einzelunternehmer angepasst werden. Sie müssen Ihren Namen und Ihre Geschäftsadresse anstelle einer Unternehmensadresse eintragen. Konsultieren Sie einen Buchhalter oder Anwalt, um sicherzustellen, dass alle Steuer- und Rechtsfragen richtig behandelt werden.

Welche Informationen sollte ich über mein Unternehmen im Formular eintragen?

Geben Sie Ihren offiziellen Unternehmensname, Rechtsform (z. B. GmbH, Einzelunternehmen), Bundesland der Gründung (oder Eintragung), Geschäftsadresse, Steuernummer und ggf. Registernummer an. Dies sorgt für Klarheit und Rechtssicherheit.

Brauche ich ein Verpflichtungsformular für jeden Kunden?

Es ist eine Best Practice, dies zu tun, besonders wenn die Leistungen oder Gebühren erheblich sind. Für kleinere, einmalige Transaktionen kann ein einfacher schriftlicher Auftrag ausreichen. Ein formales Verpflichtungsformular schützt beide Seiten und minimiert Missverständnisse.

Kann ich das Formular als Vorlage für mehrere Projekte verwenden?

Ja, das ist genau der Zweck dieser Vorlage. Füllen Sie es für jedes neue Projekt aus und passen Sie Leistungsbeschreibung, Gebühren, Fristen und andere projektspezifische Details an. Speichern Sie eine Kopie für Ihre Unterlagen.

Im Vergleich zu Alternativen

vs Dienstleistungsvertrag

Ein Dienstleistungsvertrag ist meist umfassender und regelt nicht nur Leistungen, sondern auch Versicherung, Haftung, Konfliktlösung und weitere rechtliche Aspekte. Ein Verpflichtungsformular konzentriert sich auf die Basisfakten: wer verpflichtet sich zu was, zu welchen Gebühren. Verwenden Sie das Verpflichtungsformular für einfache oder kurzfristige Vereinbarungen; nutzen Sie einen Dienstleistungsvertrag für komplexe, langfristige oder hochrisiko-Projekte.

vs Kauf- oder Liefervertrag

Ein Kaufvertrag regelt die einmalige oder wiederholte Lieferung von Waren und deren Bezahlung. Ein Verpflichtungsformular regelt die Erbringung von Dienstleistungen oder Arbeiten. Verwenden Sie ein Verpflichtungsformular, wenn Sie Dienstleistungen erbringen; nutzen Sie einen Kaufvertrag, wenn es um den Verkauf von Waren geht.

vs Projektvereinbarung

Eine Projektvereinbarung ist oft für große oder längerfristige Projekte mit Meilensteinen, Budgets und Eskalationsprozessen. Ein Verpflichtungsformular ist einfacher und allgemeiner. Nutzen Sie das Verpflichtungsformular für kleinere Projekte oder als Basis; verwenden Sie eine detaillierte Projektvereinbarung für komplexe Großprojekte.

vs Auftragsbestätigung per E-Mail

Eine E-Mail-Bestätigung ist informell und oft nicht rechtlich bindend. Ein Verpflichtungsformular ist ein unterzeichnetes, formales Dokument mit Klauseln und klarer Rechtssprache. Verwenden Sie das Verpflichtungsformular, um formale Bindung herzustellen und beide Parteien zu schützen, besonders bei größeren oder wichtigeren Aufträgen.

Branchenspezifische Hinweise

Beratung und Dienstleistungen

Dokumentiert Beratungsumfang, Projektdauer und Gebühren zwischen Berater und Mandant.

Digitale Agentur (Web, Design, Marketing)

Regelt Projektdetails, Revisionrunden und Leistungsabgrenzung zwischen Agentur und Kunden.

Freiberufler und Kreative

Schützt intellektuelle Eigentumsrechte und definiert Zahlungs- sowie Nutzungsrechte.

Handwerk und Reparaturen

Bindet Leistungsbeschreibung, Materialkosten und Gewährleistungspflichten vertraglich.

Bildung und Training

Legt Trainingsinhalte, Dauer, Gebühren und Teilnehmerzahl fest.

Logistik und Lieferkette

Regelt Liefermengen, Qualitätsstandards, Lieferdaten und Zahlungsbedingungen zwischen Partnern.

Hinweise zur Rechtsprechung

Das Verpflichtungsformular folgt deutschem Recht (BGB) und ist in Deutschland vollständig gültig. Achten Sie darauf, dass die Parteien sich auf deutsches Recht einigen, um spätere Verwechslungen mit anderen Rechtsordnungen auszuschließen.

In Österreich gelten ähnliche Prinzipien wie in Deutschland (österreichisches ABGB). Das Formular kann mit minimalen Anpassungen verwendet werden; konsultieren Sie einen österreichischen Anwalt für jurisdiction-spezifische Klauseln.

Vorlage oder Anwalt — was passt?

WegAm besten fürKostenZeit
Vorlage verwendenEinfache oder kleine Projekte mit geringem Risiko, bei denen Geschwindigkeit und Kosteneinsparung wichtig sind.Kostenlos bis gering; nur Download und Ausfüllen erforderlich.15–30 Minuten zum Ausfüllen; sofort einsatzbereit.
Vorlage + RechtsprüfungProjekte mit mittlerem Risiko oder höheren Gebühren, bei denen eine rechtliche Überprüfung Sicherheit bietet.200–500 EUR für eine anwaltliche Überprüfung; Vorlage selbst kostenlos.1–2 Tage; Ausfüllen + Anwaltsreview.
MaßgeschneidertKomplexe Projekte, langfristige Partnerschaften oder Hochrisiko-Branchen, die maßgeschneiderte Regeln erfordern.500–1500 EUR + für einen maßgeschneiderten Vertrag.1–2 Wochen; Entwicklung, Verhandlung und Unterzeichnung.

Glossar

Verpflichtungsformular
Ein Vertragsdokument, in dem ein Unternehmen (Firma) sich gegenüber einem anderen (Kunde) zur Erbringung bestimmter Leistungen verpflichtet.
Parteien
Die beiden oder mehreren Personen oder Organisationen, die den Vertrag abschließen und an ihn gebunden sind.
Wirksam
Der Zeitpunkt, ab dem die Vereinbarung gültig und bindend ist.
Bedingungen
Die Regeln und Vereinbarungen, die festlegen, unter welchen Bedingungen eine Leistung erbracht wird.
Bundesland/Staat
Das Gebiet, in dem das Unternehmen gegründet und registriert ist und das anwendbare Recht definiert.
Hauptniederlassung
Der offizielle Geschäftssitz eines Unternehmens, von dem aus die wesentlichen Geschäftstätigkeiten geleitet werden.
Leistungen
Die konkreten Arbeiten, Dienstleistungen oder Lieferungen, die die Firma für den Kunden erbringt.
Vereinbarung
Eine gegenseitige Übereinkunft zwischen zwei oder mehr Parteien über gegenseitige Rechte und Pflichten.
Geschäftsbedingungen
Die allgemeinen Regeln und Konditionen, unter denen die Geschäftsbeziehung abläuft.
Gültigkeit
Die rechtliche Geltung und Bindungskraft einer Vereinbarung zwischen den Vertragsparteien.

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