Vereinbarung über eine Kaufoption

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FreiVereinbarung über eine Kaufoption

Auf einen Blick

Was es ist
Eine Vereinbarung über eine Kaufoption ist ein rechtlich bindendes Dokument, das einem Käufer das Recht (nicht die Pflicht) einräumt, ein bestimmtes Grundstück innerhalb einer festgelegten Frist zu einem vereinbarten Preis zu erwerben. Dieses kostenlose Word-Download-Template enthält alle wesentlichen Klauseln und ist sofort bearbeitbar.
Wann Sie es brauchen
Sie benötigen diese Vereinbarung, wenn Sie als Grundstückseigentümer einem potenziellen Käufer ein Optionsrecht gewähren möchten oder wenn Sie als Käufer ein solches Recht sichern wollen. Typisch ist der Einsatz bei Mietverträgen, bei denen dem Mieter ein späteres Kaufrecht eingeräumt wird.
Was enthalten ist
Das Dokument regelt die Optionsgebühr, die Optionsfrist (Beginn und Enddatum), den vereinbarten Kaufpreis, Anrechnung von Mietzahlungen, die Ausübungsmitteilung, Transferbeschränkungen und die Pflicht zum Abschluss eines Kaufvertrages bei Ausübung der Option.

Was ist eine Vorlage „Vereinbarung über eine Kaufoption"?

Eine Kaufoption ist ein rechtlich bindendes Dokument, das einem Käufer das Recht einräumt, ein bestimmtes Grundstück oder eine Immobilie innerhalb einer festgelegten Frist zu einem vorher vereinbarten Preis zu erwerben — ohne Verpflichtung, dies zu tun. Dies ist besonders beliebt in Miet-zu-Kauf-Szenarien: Ein Mieter zahlt Miete und erhält gleichzeitig das Recht, das Objekt später zu kaufen. Diese Vorlage ist ein kostenlos herunterladbares Word-Dokument und enthält alle wesentlichen Klauseln für eine rechtlich sichere Vereinbarung: Optionsgebühr, Optionsfrist, Kaufpreis, Mietzahlungsanrechnung, Ausübungsmitteilung und Abwicklungspflichten.

Warum Sie dieses Dokument brauchen

Ohne eine schriftliche, klar definierte Kaufoption entsteht Rechtsunsicherheit: Wer kann die Option ausüben? Bis wann? Zu welchem Preis? Was passiert mit der Miete? Ohne diese Antworten riskiert der Eigentümer, dass der Käufer die Option missversteht oder nicht rechtzeitig ausübt. Der Käufer wiederum hat keine Garantie, dass sein Optionsrecht wirksam ist oder ins Grundbuch eingetragen wird. Eine schriftliche Vereinbarung mit klaren Fristen, Preisen und Bedingungen schützt beide Seiten vor Streitigkeiten, Verzögerungen und Kostenfallen. Sie ist zudem eine Voraussetzung dafür, dass Banken die Option bei der Finanzierung anerkennen und dass der Notar den späteren Kaufvertrag korrekt dokumentiert.

Welche Variante passt zu Ihrer Situation?

Wenn Ihre Situation ist…Diese Vorlage verwenden
Miete wird teilweise auf Kaufpreis angerechnetKaufoption mit Mietzahlungsanrechnung
Miete ist unabhängig vom künftigen KaufpreisKaufoption ohne Mietzahlungsanrechnung
Entscheidungsfrist beträgt weniger als ein JahrKaufoption mit kurzer Optionsfrist
Käufer erhält mehrere Jahre zur EntscheidungKaufoption mit langer Optionsfrist
Option darf nicht an Dritte weitergegeben werdenKaufoption mit nicht übertragbaren Rechten
Anrechnung nur bei pünktlicher MietzahlungKaufoption mit bedingten Mietzahlungen

Häufige Fehler vermeiden

❌ Unklare oder unvollständige Grundstücksbeschreibung

Warum es wichtig ist: Dies führt später zu Verwechslungen oder Rechtsstreitigkeiten über die richtige Immobilie.

Fix: Verwenden Sie die Adresse, Flurstücksnummer und ggf. den Grundbuchauszug zur genauen Beschreibung.

❌ Keine genaue Regelung der Optionsfrist und des Ablaufdatums

Warum es wichtig ist: Der Käufer könnte die Option versehentlich verpassen oder behaupten, die Frist sei noch aktiv.

Fix: Setzen Sie ein klares, schriftlich datiertes Start- und Enddatum; kommunizieren Sie dieses rechtzeitig.

❌ Unklar, ob die Optionsgebühr angerechnet oder verloren ist

Warum es wichtig ist: Dies verursacht Streitigkeiten beim Kaufabschluss über den finalen Preis.

Fix: Treffen Sie eine bewusste Entscheidung und dokumentieren Sie diese explizit im Vertrag.

❌ Fehlende oder zu vage Mietzahlungsanrechnung

Warum es wichtig ist: Käufer und Verkäufer können sich nicht auf die korrekte Kaufpreisberechnung einigen.

Fix: Geben Sie an, welche Mieten angerechnet werden (z. B. monatlich € [BETRAG]), unter welchen Bedingungen und wie diese beim Kaufabschluss aufgerechnet werden.

❌ Keine Regelung für den Fall, dass der Käufer die Option nicht ausübt oder gegen den Mietvertrag verstößt

Warum es wichtig ist: Der Eigentümer verliert Geld und hat keine Klarheit über seine Rechte.

Fix: Legen Sie fest, dass die Optionsgebühr verfällt, wenn die Frist abläuft, und regeln Sie die Folgen von Mietrückständen.

❌ Unzureichend detailliertes Ausübungsverfahren

Warum es wichtig ist: Käufer und Verkäufer könnten später streiten, ob die Option ordnungsgemäß ausgeübt wurde.

Fix: Schreiben Sie vor, dass die Ausübung per Einschreiben erfolgt, und geben Sie eine genaue Frist an (z. B. 30 Tage vor Optionsfristende).

Die 12 wichtigsten Klauseln, erklärt

Parteien und Vertragsparteien

In einfacher Sprache: Benennung des Grundstückseigentümers und des Käufers mit vollständigen Angaben.

Beispielformulierung
Zwischen [NAME IHRES UNTERNEHMENS] (der ‚Eigentümer') und [NAME] (der ‚Käufer') wird diese Vereinbarung abgeschlossen.

Häufiger Fehler: Unvollständige oder falsche Angaben zu Unternehmensform, Gründungsort oder Geschäftssitz des Eigentümers.

Grundbesitz und dessen Bezeichnung

In einfacher Sprache: Genaue Beschreibung des Grundstücks mit vollständiger Adresse, Lage und ggf. Flurstücksnummer.

Beispielformulierung
Der Grundbesitz liegt in [ORT], [BUNDESLAND/STAAT] mit der Adresse [VOLLSTÄNDIGE ADRESSE] und ist wie folgt beschrieben: [BESCHREIBEN SIE DAS EIGENTUM].

Häufiger Fehler: Zu ungenau oder unvollständig beschriebenes Grundstück, das später zu Verwechslungen führt.

Optionsgebühr und deren Zahlung

In einfacher Sprache: Festlegung des Betrags, den der Käufer für das Optionsrecht zahlt, und ob dieser angerechnet wird.

Beispielformulierung
Der Käufer zahlt dem Eigentümer die Summe von € [BETRAG] als Optionsgebühr, welche [WIRD ODER WIRD NICHT] auf den Kaufpreis angerechnet.

Häufiger Fehler: Keine klare Angabe, ob die Optionsgebühr bei Ausübung angerechnet wird oder verloren ist.

Optionsfrist und Ablaufdatum

In einfacher Sprache: Bestimmung des Beginns und des Endes der Frist, innerhalb derer der Käufer die Option ausüben kann.

Beispielformulierung
Die Optionsfrist beginnt am [BEGINNDATUM] und bleibt in Kraft bis zum [ENDDATUM] und läuft zu diesem Datum ab.

Häufiger Fehler: Unklare oder unrealistische Fristen, die zu kurz sind oder sich überschneiden mit anderen Terminen.

Kaufpreis und Bedingungen

In einfacher Sprache: Klare Festlegung des Preises, zu dem der Käufer das Grundstück erwerben kann, sowie der Bedingungen für die Ausübung.

Beispielformulierung
Der Käufer hat das Recht, [BESCHREIBEN SIE DAS EIGENTUM] während der Optionsfrist für den vollen Preis von € [BETRAG] zu kaufen.

Häufiger Fehler: Mehrdeutige oder variable Preisformeln, die später zu Streitigkeiten führen.

Mietzahlungsanrechnung bei Ausübung

In einfacher Sprache: Regelung, ob und in welchem Umfang bereits gezahlte Mieten vom Kaufpreis abgezogen werden.

Beispielformulierung
Der Eigentümer wird dem Käufer bei Abschluss eine monatliche Gutschrift von € [BETRAG] von jeder rechtzeitig geleisteten Mietzahlung auf den Kaufpreis anrechnen [WIRD ODER WIRD NICHT].

Häufiger Fehler: Unklare Bedingungen, wann die Anrechnung erfolgt (z. B. nur bei pünktlicher Zahlung) oder wie hoch der Betrag ist.

Ausübung und Mitteilung der Option

In einfacher Sprache: Verfahren und Form, wie und bis wann der Käufer seine Ausübungsabsicht mitteilen muss.

Beispielformulierung
Um die Option auszuüben, hat der Käufer den Eigentümer darüber innerhalb der Optionsfrist per Einschreiben zu benachrichtigen.

Häufiger Fehler: Keine präzise Frist für die Mitteilung oder unklar, ob formlose Mitteilung genügt oder ein bestimmtes Verfahren erforderlich ist.

Übertragungsverbot und Exklusivität

In einfacher Sprache: Festlegung, dass die Option nicht ohne Zustimmung des Eigentümers an Dritte abgetreten oder weitergegeben werden kann.

Beispielformulierung
Diese Vereinbarung zur Kaufoption ist exklusiv und nicht übertragbar; jeder Versuch der Abtretung ohne schriftliche Zustimmung ist null und nichtig.

Häufiger Fehler: Fehlende Regelung führt dazu, dass der Käufer die Option ungehindert weitergeben kann.

Abschlussdatum und Zeitrahmen

In einfacher Sprache: Bestimmung, bis wann der Kaufvertrag abgeschlossen und der Grundstückstransfer vollzogen sein muss.

Beispielformulierung
Das Abschlussdatum muss vor dem ursprünglichen Ablaufdatum des Mietvertrages oder vor [ENDDATUM] liegen, je nachdem welches Datum später ist.

Häufiger Fehler: Zu enger oder gar kein Zeitrahmen für die Abwicklung, was zu logistischen Problemen führt.

Folgevertrag (Kaufvertrag)

In einfacher Sprache: Verpflichtung beider Parteien, bei Ausübung der Option einen formalen Kaufvertrag zu unterzeichnen.

Beispielformulierung
Wenn der Käufer die Option ausübt, verpflichten sich beide Parteien, einen Kaufvertrag zu unterzeichnen und zu dessen Bedingungen zu handeln.

Häufiger Fehler: Keine klare Regelung, wer den Kaufvertrag entwirft oder welche Standardbedingungen gelten.

Rechtstitelversicherung und Abwicklung

In einfacher Sprache: Festlegung, wer die Rechtstitelversicherung bestimmt und wie die notarielle oder rechtliche Abwicklung erfolgt.

Beispielformulierung
Der Eigentümer hat die Rechtstitelversicherung festzulegen, bei welcher die Abwicklung erfolgen soll, und den Käufer darüber schriftlich zu informieren.

Häufiger Fehler: Unklare Kostenteilung für Versicherung, Notargebühren und andere Transaktionskosten.

Rückgabe der Gebühr bei Nichtausübung

In einfacher Sprache: Regelung, wann die Optionsgebühr verfällt oder nicht erstattet wird.

Beispielformulierung
Der Eigentümer muss die Gebühr nicht erstatten, wenn der Käufer gegen den Mietvertrag verstößt, den Abschluss versäumt oder die Option nicht ausübt.

Häufiger Fehler: Ungenügend detaillierte Bedingungen für Gebührenverfallungen, was zu Rechtstreitigkeiten führt.

So füllen Sie sie aus

  1. 1

    Parteienangaben eintragen

    Tragen Sie den vollständigen Namen, die Rechtsform und die Adresse des Eigentümers sowie Name und Adresse des Käufers ein. Für Unternehmen auch Gründungsort und Bundesland angeben.

    💡 Nutzen Sie die Angaben aus bestehenden Dokumenten wie dem Mietvertrag oder dem Grundbuchauszug für Konsistenz.

  2. 2

    Grundstück präzise beschreiben

    Geben Sie die vollständige Adresse des Grundstücks, den Ort und das Bundesland an. Wenn vorhanden, ergänzen Sie die Flurstücksnummer und eine kurze Beschreibung (Wohnfläche, Immobilientyp).

    💡 Besorgen Sie sich einen Grundbuchauszug oder Maklerexposé, um alle Daten korrekt zu erfassen.

  3. 3

    Optionsgebühr und Kaufpreis festlegen

    Definieren Sie den Betrag der Optionsgebühr und den Kaufpreis für das Grundstück. Entscheiden Sie, ob die Optionsgebühr ganz, teilweise oder gar nicht auf den Kaufpreis angerechnet wird.

    💡 Besprechen Sie dies vorab mit dem anderen Vertragspartner und dokumentieren Sie die Einigung schriftlich.

  4. 4

    Optionsfrist setzen

    Geben Sie das Startdatum und das Enddatum der Optionsfrist ein. Die Frist sollte realistisch sein (meist 6 Monate bis 3 Jahre) und vor dem Ablauf des Mietvertrages enden.

    💡 Bedenken Sie, dass der Käufer Zeit zur Finanzierung und Due Diligence benötigt.

  5. 5

    Mietzahlungsanrechnung regeln

    Entscheiden Sie, ob monatliche Mietzahlungen bei Ausübung auf den Kaufpreis angerechnet werden und in welcher Höhe. Klären Sie auch, ob nur pünktliche Zahlungen angerechnet werden.

    💡 Konsultieren Sie Ihren Steuerberater, um Auswirkungen auf die Bilanzierung zu klären.

  6. 6

    Ausübungsverfahren und Formvorschriften festlegen

    Geben Sie an, wie der Käufer die Option ausüben muss (z. B. per Einschreiben, mit Unterschrift, mit Belegen). Setzen Sie eine konkrete Frist für die Mitteilung.

    💡 Wählen Sie ein nachverfolgbares Verfahren (z. B. Einschreiben) um Streitigkeiten über die Ausübung zu vermeiden.

  7. 7

    Kaufvertrag und Abwicklung planen

    Legen Sie fest, wer den Kaufvertrag entwirft, welche Versicherungen notwendig sind und bis wann die Abwicklung erfolgt. Bestimmen Sie den Notaren oder die Treuhänder.

    💡 Eine frühzeitige Abstimmung mit einem Notar vermeidet Verzögerungen.

  8. 8

    Dokument überprüfen lassen

    Lassen Sie die ausgefüllte Vereinbarung vor Unterzeichnung von einem Anwalt überprüfen, besonders hinsichtlich der lokalen Grundstücks- und Steuergesetze.

    💡 Eine juristische Überprüfung ist empfohlen, um teure Fehler zu vermeiden.

Häufig gestellte Fragen

Was kostet eine Kaufoption und ist diese Gebühr verloren, wenn ich die Option nicht ausübe?

Die Optionsgebühr ist zwischen Käufer und Verkäufer frei zu verhandeln. Sie ist für das Recht zu zahlen, die Option zu haben. Ob diese Gebühr bei Ausübung auf den Kaufpreis angerechnet wird, ist Verhandlungssache und muss explizit im Vertrag festgehalten werden. Wenn die Frist abläuft und Sie die Option nicht ausüben, ist die Gebühr in der Regel verloren — es sei denn, es gibt eine Rückgabeklausel. Dies sollte klar im Dokument festgehalten sein.

Wie lange sollte die Optionsfrist sein?

Es gibt keine gesetzliche Mindestdauer. In der Praxis sind Fristen von sechs Monaten bis drei Jahren üblich. Die Dauer hängt davon ab, wie viel Zeit Sie zur Finanzierung, Inspektionen und Entscheidungsfindung benötigen. Bei Miet-zu-Kauf-Szenarien gibt es oft längere Fristen, damit der Mieter Eigenkapital sparen kann. Besprechen Sie dies mit dem Verkäufer und legen Sie ein realistisches, schriftliches Enddatum fest.

Kann ich meine Kaufoption an eine andere Person weitergeben?

Nein, wenn der Vertrag ein Übertragungsverbot enthält — und diese Vorlage hat eines. Das Optionsrecht ist meist persönlich und nicht übertragbar. Das bedeutet, Sie können die Option nicht an einen Dritten verkaufen oder abtreten, ohne ausdrückliche schriftliche Zustimmung des Verkäufers. Dies schützt den Verkäufer und stellt sicher, dass er weiß, mit wem er es zu tun hat.

Was passiert, wenn ich meine Miete nicht pünktlich zahle — verfällt meine Option?

Dies hängt vom Vertrag ab. Die Vorlage sieht vor, dass die Optionsgebühr nicht erstattet wird, wenn Sie gegen den Mietvertrag verstoßen. Das bedeutet, dass Mietrückstand oder andere Vertragsverletzungen die Option gefährden können. Lesen Sie Ihre Vereinbarung genau und leisten Sie alle Mietzahlungen pünktlich, um Ihr Optionsrecht zu schützen.

Wird meine Miete beim Kaufpreis berücksichtigt?

Das ist Verhandlungssache. Manche Vereinbarungen rechnen einen Teil der gezahlten Miete beim Kauf an; andere nicht. Diese Vorlage enthält beide Varianten — Sie und der Verkäufer müssen sich einigen und dies im Vertrag klar dokumentieren (z. B. „€ 100 pro Monat werden angerechnet"). Dies ist ein wichtiger finanzieller Punkt und sollte vorab besprochen werden.

Muss ich einen Anwalt konsultieren, bevor ich diese Vereinbarung unterzeichne?

Ja, das ist empfohlen. Auch wenn diese Vorlage die Grundstruktur liefert, sind Kaufoptionen komplexe Verträge mit Auswirkungen auf Steuern, Grundbuchrecht und Finanzierung. Ein Anwalt, besonders einer mit Erfahrung in Immobilienrecht und der lokalen Rechtsprechung (DE/AT/CH), kann sicherstellen, dass Ihre Interessen geschützt sind.

Wer zahlt den Notar und die Transaktionskosten?

Dies ist ebenfalls zu vereinbaren. Die Vorlage sieht vor, dass der Verkäufer den Notar und die Rechtstitelversicherung bestimmt und den Käufer informiert. Die Kostenverteilung (Notargebühren, Grundbuchgebühren, Maklergebühren) sollte im Kaufvertrag geregelt werden, der nach Ausübung der Option abgeschlossen wird. Klären Sie dies frühzeitig, um Überraschungen zu vermeiden.

Kann der Verkäufer die Immobilie verkaufen, während meine Option aktiv ist?

Das hängt vom Vertrag und der lokalen Gesetzgebung ab. In der Regel gilt: Wenn Sie eine aktive Option haben, kann der Verkäufer die Immobilie nicht an einen Dritten verkaufen — das Optionsrecht bindet das Grundstück. Der Verkäufer muss jedoch möglicherweise das Optionsrecht ins Grundbuch eintragen lassen, um es gegenüber Dritten durchsetzen zu können. Konsultieren Sie einen Anwalt, um sicherzustellen, dass Ihr Recht wirksam geschützt ist.

Was ist das Abschlussdatum und warum ist es wichtig?

Das Abschlussdatum ist die Frist, bis zu der der tatsächliche Kaufvertrag unterzeichnet und die Immobilie übertragen sein muss, nachdem Sie die Option ausgeübt haben. Es liegt typischerweise vor dem Ende des Mietvertrages oder der Optionsfrist. Dies ist wichtig, weil es verhindert, dass eine Option „hängen bleibt" und Unsicherheit schafft. Legen Sie dieses Datum realistisch fest, damit beide Parteien Zeit zur Vorbereitung haben.

Im Vergleich zu Alternativen

vs Mietvertrag (ohne Kaufoption)

Ein reiner Mietvertrag regelt nur Mietzahlung und Nutzungsrecht, enthält aber kein Kaufrecht. Eine Kaufoption ergänzt einen Mietvertrag und gibt dem Mieter zusätzlich das Recht zu kaufen. Wenn Sie planen, später zu kaufen, ist eine Kaufoption sinnvoll. Wenn Sie nur mieten möchten, benötigen Sie diese Vereinbarung nicht.

vs Kaufvertrag (direkter Kauf)

Ein Kaufvertrag ist eine sofortige, verbindliche Verpflichtung zum Kauf der Immobilie. Eine Kaufoption ist ein Recht ohne Pflicht — Sie können later kaufen, müssen aber nicht. Die Option gibt Ihnen Zeit zum Sparen, zur Finanzierung und zur Überprüfung. Nutzen Sie eine Option, wenn Sie unsicher sind oder Zeit brauchen; einen Kaufvertrag, wenn Sie sofort kaufen möchten.

vs Vorkaufsrecht (Folgekauf)

Ein Vorkaufsrecht (Folgekauf) gibt Ihnen das Recht, ein Grundstück zu kaufen, wenn der Verkäufer es verkaufen möchte — aber zu Bedingungen, die der Käufer diktiert. Eine Kaufoption gibt Ihnen die volle Kontrolle: Sie legen den Preis voraus fest und können ihn zu Ihren Bedingungen ausüben. Eine Option ist vorteilhafter für den Käufer.

vs Optionsvereinbarung für andere Vermögenswerte

Diese Vorlage ist speziell auf Grundbesitz und Immobilien zugeschnitten. Kaufoptionen gibt es auch für Wertpapiere, Fahrzeuge oder Geschäftsanteile — aber die rechtlichen Anforderungen und Klauseln unterscheiden sich. Verwenden Sie diese Vorlage nur für Grundbesitz; für andere Vermögenswerte benötigen Sie ein angepasstes Dokument.

Branchenspezifische Hinweise

Immobilienwirtschaft und Makler

Makler nutzen Kaufoptionen, um Mieter zu Käufern zu entwickeln und den Verkauf über Zeit zu strukturieren.

Gastronomie und Einzelhandel

Gewerbemieter sichern sich das Recht, Geschäftsräume zu kaufen, wenn das Geschäft erfolgreich ist.

Freie Berufe und Büros

Architekten, Anwälte und Berater sichern sich günstige Büroflächen durch eine Miet-zu-Kauf-Option.

Handwerksbetriebe und Fertigung

Handwerker mieten zunächst ein Grundstück und erhalten dann das Recht zu kaufen, wenn der Betrieb gewachsen ist.

Landwirtschaft

Landwirte können über eine Option Pachtflächen später kaufen, um ihren Betrieb auszubauen.

Wohnungsbau und Entwicklung

Bauträger verwenden Kaufoptionen auf Grundstücken, um große Projekte schrittweise zu finanzieren und umzusetzen.

Hinweise zur Rechtsprechung

In Deutschland ist eine Kaufoption auf Grundbesitz grundsätzlich zulässig und kann auch ins Grundbuch eingetragen werden. Das BGB sieht die Möglichkeit vor, dass das Optionsrecht durchgesetzt wird. Achten Sie darauf, dass die Option ins Grundbuch eingetragen wird, um sie gegenüber Dritten zu schützen.

In Österreich unterliegt eine Kaufoption auf Immobilien ähnlichen Regeln wie in Deutschland. Das ABGB ermöglicht Kaufoptionen, und die Eintragung ins Grundbuch ist auch hier empfohlen. Informieren Sie sich bei der zuständigen Bezirkshauptmannschaft oder dem Notar über lokale Besonderheiten.

Vorlage oder Anwalt — was passt?

WegAm besten fürKostenZeit
Vorlage verwendenEinfache Miet-zu-Kauf-Szenarien mit klaren Bedingungen und bei niedriger Grundstückssumme.25–75 EUR für die Vorlage; kein Rechtsanwaltshonorar.2–3 Stunden zum Ausfüllen und Abstimmen.
Vorlage + RechtsprüfungKaufoptionen mit etwas höherer Summe oder unsicheren Bedingungen (z. B. unklar, ob Miete angerechnet wird).25–75 EUR Vorlage + 200–500 EUR Anwaltsreview.1 Woche für Vorlage + Anwaltsreview; 1–2 Stunden Anwaltsgespräch.
MaßgeschneidertKomplexe Szenarien (sehr lange Optionsfrist, hohe Summen, Mieter mit schlechtem Schufa, Multi-Parteien-Szenarien).800–2000 EUR oder mehr für ein maßgeschneidertes Dokument.2–4 Wochen für Entwurf, Verhandlung und Finalisierung.

Glossar

Kaufoption
Das Recht des Käufers, ein Grundstück während einer bestimmten Frist zu einem vorher festgelegten Preis zu erwerben, ohne dazu verpflichtet zu sein.
Optionsgebühr
Der vom Käufer an den Eigentümer gezahlte Betrag für das Recht, die Option auszuüben; kann teilweise oder vollständig auf den Kaufpreis angerechnet werden.
Optionsfrist
Der Zeitraum, in dem der Käufer die Option ausüben kann; endet zu einem festgelegten Datum.
Kaufpreis
Der vereinbarte Gesamtpreis, zu dem die Immobilie verkauft wird, falls die Option ausgeübt wird.
Grundbesitz
Das Grundstück oder die Immobilie, auf die sich die Kaufoption bezieht.
Ausübungsmitteilung
Die schriftliche Benachrichtigung des Eigentümers durch den Käufer, dass er die Option ausüben möchte; erfolgt meist per Einschreiben.
Mietzahlungsanrechnung
Regelung, ob und in welchem Umfang gezahlte Mieten bei Ausübung der Option auf den Kaufpreis angerechnet werden.
Nicht übertragbar
Das Recht kann nicht an Dritte weitergegeben oder abgetreten werden; bleibt beim ursprünglichen Käufer.
Abwicklung
Der Verwaltungs- und Rechtsprozess für den eigentlichen Kaufvertrag; wird meist über einen Treuhänder oder Anwalt durchgeführt.
Verzug
Die Verletzung eines Vertrages, z. B. Zahlungsverzug oder Nichterfüllung von Pflichten aus dem Mietvertrag.

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