Vereinbarung mit einem leitenden Berater

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FreiVereinbarung mit einem leitenden Berater

Auf einen Blick

Was es ist
Diese Vereinbarung mit einem leitenden Berater ist ein rechtsverbindliches Vertragswerk zwischen Ihrem Unternehmen und einem hochrangigen Berater (z. B. ehemaliger Geschäftsführer). Das Dokument regelt die Beratungsdienste, die Laufzeit und die Vergütung einschließlich Gehalt, Bonuszahlungen und Zusatzleistungen. Sie erhalten die Vorlage als bearbeitbare Word-Datei, die Sie an Ihre spezifischen Anforderungen anpassen können.
Wann Sie es brauchen
Sie benötigen diese Vereinbarung, wenn Ihr Unternehmen die laufenden Dienstleistungen eines erfahrenen Beraters (z. B. nach einer Fusion, einem Führungswechsel oder einer Reorganisation) in Anspruch nehmen möchte. Die Vereinbarung schützt beide Parteien, indem sie Erwartungen, Arbeitsumfang, Vergütung und die Dauer der Zusammenarbeit klar dokumentiert.
Was enthalten ist
Das Dokument enthält die wesentlichen Klauseln für eine professionelle Beratungsbeziehung: Laufzeitregelungen, detaillierte Dienstleistungsbeschreibungen, monatliche Stundenleistung, Grundgehalt und variable Vergütung, Erstattung von Auslagen, Zusatzleistungen (Fahrzeug, Büro, Flugzeugnutzung, Steuerberatung) sowie Regelungen für den Krankheitsfall und Todesfallleistungen. Platzhalter ermöglichen eine einfache Individualisierung.

Was ist eine Vereinbarung mit einem leitenden Berater?

Eine Vereinbarung mit einem leitenden Berater ist ein rechtsverbindlicher Vertrag zwischen Ihrem Unternehmen und einem hochrangigen, erfahrenen Berater (z. B. ehemaliger Geschäftsführer, Vorstandsmitglied oder ausscheidende Führungskraft). Sie regelt die Beratungsdienste, die Laufzeit (typischerweise 2–5 Jahre), das Grundgehalt, Bonuspotenzial, Zusatzleistungen wie Fahrzeug und Büo sowie Regelungen für Aktienoptionen. Die Vereinbarung wird häufig nach Fusionen, Unternehmensverkäufen oder Reorganisationen eingesetzt, um das Wissen und die Stabilität des erfahrenen Beraters zu sichern. Sie erhalten die Vorlage als editierbare Word-Datei, die Sie mit Ihren spezifischen Daten (Laufzeit, Gehalt, Dienstleistungen, Optionskonditionen) ausfüllen können. Sie können die fertige Vereinbarung als PDF exportieren und ausdrucken oder digital unterzeichnen.

Warum Sie dieses Dokument brauchen

Ohne eine klare Vereinbarung entstehen Konflikte: Der Berater weiß nicht, welche Aufgaben erwartet werden, wann die Zusammenarbeit endet oder welche Leistungen er erhält. Das Unternehmen hat keine Kontrolle über Kosten oder Arbeitsumfang. Besonders bei Fusionen und Optionsplänen können Missverständnisse zu teuren Rechtsstreitigkeiten führen. Diese Vereinbarung schützt beide Seiten, indem sie Erwartungen schriftlich dokumentiert: Dienstleistungen, Stunden pro Monat, Gehalt, Bonuskriteria, Zusatzleistungen, Dauer und wie mit Optionen umgegangen wird. Sie reduziert das Risiko von Überraschungen und schafft Klarheit bei Krankheit, Kündigung oder Tod des Beraters. Eine gut formulierte Vereinbarung ist auch Voraussetzung für die steuerliche Anerkennung als Arbeitnehmer und schützt bei Prüfungen durch die Finanzbehörde oder Sozialversicherung.

Welche Variante passt zu Ihrer Situation?

Wenn Ihre Situation ist…Diese Vorlage verwenden
Für einen befristeten Berater mit Grundgehalt und Bonuspotenzial.Standard-Beratungsvertrag
Wenn Beratung auf ein einzelnes Projekt begrenzt ist, nicht Jahre.Projektbasierter Beratervertrag
Wenn der Berater selbstständig ist, nicht als Arbeitnehmer angestellt.Unabhängiger Auftragnehmer – Vereinbarung
Nach Übernahme, um Gründer oder frühere Führungskräfte zu halten.Senior Advisor nach Akquisition
Wenn der Berater Optionen oder Anteile erhält, nicht nur Bargeld.Berater mit Equity-Anteil
Für kurzfristige Übergangsleitung ohne langfristige Leistungen.Interimsmanagement-Vereinbarung

Häufige Fehler vermeiden

❌ Vage Dienstleistungsbeschreibung

Warum es wichtig ist: Berater und Unternehmen haben unterschiedliche Erwartungen, was zu Konflikten und unbezahlter Arbeit führt.

Fix: Schreiben Sie konkrete Aufgaben auf (z. B. ‚monatliche Strategietreffen mit CEO', ‚Mentoring von Führungsteam', ‚Fusionsintegrationshilfe').

❌ Keine Bonuskriterien oder unbegrenzte Bonus-Zusage

Warum es wichtig ist: Das Unternehmen hat keine Kontrolle über Ausgaben, oder der Berater fühlt sich betrogen, wenn der Bonus ausfällt.

Fix: Definieren Sie messbare Bonuskriteria (z. B. ‚bis zu 20 % des Grundgehalts bei Erreichen von X-Ziel') oder akzeptieren Sie, dass Bonus diskretionär und begrenzt ist.

❌ Optionen oder Aktienanteile unklar regeln

Warum es wichtig ist: Nach Jahren stelle fest, dass Optionen nicht ausgeübt werden können oder Fristen verstrichen sind — Wert geht verloren.

Fix: Referenzieren Sie präzise den Fusionsvertrag, Umwandlungsrate und Ablaufdaten. Lassen Sie einen Aktienoptionsanwalt überprüfen.

❌ Auslagenerstattung ohne Limit

Warum es wichtig ist: Der Berater reicht teure Abrechnungen ein, und Sie haben keine Grundlage, diese abzulehnen.

Fix: Setzen Sie Limits oder Genehmigungsprozesse (z. B. ‚vorherige schriftliche Genehmigung für Ausgaben über €5.000').

❌ Keine Regelung für Krankheit oder Ausfall

Warum es wichtig ist: Wenn der Berater long-term krank wird, zahlen Sie trotzdem, oder er/sie hat keinen Schutz — beides führt zu Streit.

Fix: Klären Sie: volle Bezahlung bei kurzfristige Krankheit, Kurzarbeitsregelung oder Versicherung bei längerfristiger Arbeitsunfähigkeit.

❌ Hinterbliebenenleistungen zu großzügig oder zu vage

Warum es wichtig ist: Falls der Berater stirbt, zahlt das Unternehmen unbegrenzt an Familie, oder es gibt Rechtsstreit über Erbrecht.

Fix: Begrenzen Sie Hinterbliebenenleistungen auf einen definierten Zeitraum (z. B. 6 Monate) oder eine pauschale Summe.

Die 9 wichtigsten Klauseln, erklärt

Laufzeitklausel

In einfacher Sprache: Bestimmt, wann die Vereinbarung beginnt und wie lange sie dauert.

Beispielformulierung
Die Laufzeit dieser Vereinbarung beginnt am Tag des Inkrafttretens der Fusion und endet [NUMMER] Jahre danach.

Häufiger Fehler: Unklare Dauer — der Berater und das Unternehmen sind sich nicht einig, wann die Vereinbarung endet.

Dienstleistungsbeschreibung

In einfacher Sprache: Legt fest, welche Art von Beratungsarbeit der Berater leisten wird und in welchem Umfang.

Beispielformulierung
Die Führungskraft hat auf angemessenen Wunsch des Arbeitgebers Beratungsdienste als leitender Berater zu erbringen und wird bis zu [NUMMER] Stunden pro Monat dem Arbeitgeber widmen.

Häufiger Fehler: Zu vage Beschreibung — der Berater weiß nicht, welche Aufgaben erwartet werden, was zu Konflikten führt.

Grundgehalt

In einfacher Sprache: Das feste Jahreseinkommen des Beraters, zahlbar in monatlichen Raten.

Beispielformulierung
Das Unternehmen bezahlt der Führungskraft ein Grundgehalt in der Höhe von [BETRAG] pro Jahr, wobei diese Summe monatlich zahlbar ist.

Häufiger Fehler: Gehaltsbetrag ist zu niedrig oder nicht an Inflation angepasst — der Berater fühlt sich unterbezahlt.

Bonusregelung

In einfacher Sprache: Ermöglicht dem Unternehmen, zusätzliche Zahlungen je nach Leistung oder Ermessen zu gewähren.

Beispielformulierung
Die Führungskraft ist zu Bonuszahlungen berechtigt, und zwar in einer solchen Höhe und zu solchen Zeiten, wie dies das Unternehmen nach eigenem Ermessen bestimmen kann.

Häufiger Fehler: Bonus ist zu subjektiv — es gibt keine messbaren Kriterien, was Dispute auslöst.

Zusatzleistungen und Auslagenerstattung

In einfacher Sprache: Regelt nicht-finanzielle Leistungen wie Fahrzeugnutzung, Büro, Flugzeugzugang und Steuerberatung sowie Kostenrückerstattung.

Beispielformulierung
Das Unternehmen erstattet angemessene Auslagen, bezahlt Fahrzeugkosten, stellt ein Büro zur Verfügung und erstattet Kosten für Steuerberat- ung, die von einem unternehmensbestätigten Berater erbracht wird.

Häufiger Fehler: Zu breite oder unbegrenzte Auslagenzusagen — das Unternehmen muss unerwartet hohe Kosten tragen.

Dienstleistungsort und Arbeitsweise

In einfacher Sprache: Bestimmt, wo und wie der Berater seine Arbeit durchführt.

Beispielformulierung
Die Führungskraft kann Beratungsdienste hierunter an jedem Ort durchführen, kann aber aufgefordert werden, nach einer angemessenen Mitteilung in den Büros des Arbeitgebers zu sein.

Häufiger Fehler: Keine klare Regelung — Berater und Unternehmen verstehen sich nicht über Vor-Ort-Anforderungen.

Krankheitsregelung

In einfacher Sprache: Erklärt, dass der Berater bei Krankheit nicht arbeiten muss, aber trotzdem bezahlt wird.

Beispielformulierung
Die Führungskraft ist nicht verpflichtet, Dienstleistungen während eines Zeitraums zu erbringen, an dem er arbeitsunfähig ist, wird aber weiterhin die Leistungen erhalten.

Häufiger Fehler: Keine Regelung — im Krankheitsfall ist unklar, wer Kosten trägt oder ob der Berater unbezahlt ist.

Hinterbliebenenleistungen

In einfacher Sprache: Regelt, was mit Gehalt und Leistungen geschieht, wenn der Berater stirbt.

Beispielformulierung
Im Falle des Todes der Führungskraft sind die Ausgleichszahlungen und Vergünstigungen dem Ehepartner für die Dauer der Laufzeit weiterzubezahlen. Im Fall des Todes beider erlöschen alle Ausgleichszahlungen.

Häufiger Fehler: Unklare Erbenregelungen — Familie des Beraters hat keinen Schutz, oder Unternehmen zahlt unbegrenzt.

Aktienoptionen und Vesting

In einfacher Sprache: Regelt, wie Optionen auf Unternehmensanteile während und nach der Beratung ausgeübt werden.

Beispielformulierung
Während der Laufzeit sind alle Optionen, Stammaktien zu kaufen, durch die Führungskraft in vollem Umfang ausübbar. Mit dem Ruhestand sind solche Optionen bis zum ursprünglichen Ablaufdatum oder [NUMMER] Monate nach Ruhestand ausübbar, je nachdem welches Datum früher liegt.

Häufiger Fehler: Unklar, wann Optionen verfallen — Berater verliert Anteile durch Missverständnis über Fristen.

So füllen Sie sie aus

  1. 1

    Daten und Parteiinformationen ausfüllen

    Tragen Sie das Inkrafttretensdatum, den Namen Ihres Unternehmens, dessen Bundesland/Staat, vollständige Adresse, den Namen des Beraters und seine Adresse ein. Ersetzten Sie auch Unternehmensinitialen und Fusionsnamen, falls zutreffend.

    💡 Verwenden Sie den genauen Namen der Entität, die in Unternehmensregistern oder Gründungsdokumenten eingetragen ist, um spätere Unstimmigkeiten zu vermeiden.

  2. 2

    Vereinbarungszweck und Kontext präzisieren

    Beschreiben Sie im Präambel (Abschnitt ‚BEZEUGT'), warum die Vereinbarung abgeschlossen wird (z. B. Fusion, Übergang, Beratungsbedarf). Geben Sie Kontext wie bisherige Positionen und Unternehmensanteile an.

    💡 Erklärt der Vereinbarungshintergrund später auftretende Streitigkeiten und zeigt, dass beide Parteien den Zweck verstanden.

  3. 3

    Laufzeit und Startdatum festlegen

    Geben Sie unter ‚LAUFZEIT' an, wie viele Jahre die Vereinbarung dauert (z. B. 3 Jahre, 5 Jahre). Das Startdatum ist normalerweise das Fusionsdatum oder ein vereinbartes Inkrafttretensdatum.

    💡 Halten Sie die Laufzeit realistisch — zu kurz nutzt nicht, zu lang bindet Sie unnötig.

  4. 4

    Dienstleistungen und Stundenleistung definieren

    Beschreiben Sie unter ‚DIENSTLEISTUNGEN WÄHREND DER LAUFZEIT' die konkrete Beratungsarbeit (z. B. Strategie, Geschäftsentwicklung, Fusionsintegration) und geben Sie die monatliche Stundenleistung ein (z. B. 40, 60, 80 Stunden pro Monat).

    💡 Je detaillierter Sie die erwarteten Aufgaben beschreiben, desto weniger Missverständnisse entstehen später.

  5. 5

    Vergütung ausfüllen

    Tragen Sie das Jahresgehalt (z. B. €80.000), ggf. Bonusrichtlinien und alle Zusatzleistungen ein: Fahrzeugbudget, Büroausstattung, Flugzeugnutzung (Anzahl Jahre), Steuerberatungsbudget. Notieren Sie auch die Praktiken des früheren Unternehmens als Referenz.

    💡 Seien Sie spezifisch bei Budget — ‚angemessen' ist kein Betrag. Zahlen vermeiden Streit.

  6. 6

    Früher verdiente Vergütung und Optionen regeln

    Geben Sie an, welche Aktienoptionen der Berater hält, wie sie nach der Fusion konvertiert werden (per Fusionsvertrag) und wann sie ausgeübt werden können. Regeln Sie, was im Ruhestand geschieht (z. B. 12 Monate Ausübungsfenster).

    💡 Optionen sind häufig Streitpunkte — schreiben Sie genau auf, wann sie verfallen und was ‚Ruhestand' bedeutet.

  7. 7

    Todesfallregelung und andere Ausnahmen prüfen

    Überprüfen Sie den Abschnitt ‚Im Falle des Todes' — stellen Sie sicher, dass die Hinterbliebenenleistungen Ihren Erwartungen entsprechen und dass Kündigungsklauseln oder Verschwiegenheitspflichten korrekt sind.

    💡 Diese Klauseln werden selten gelesen, bis sie relevant sind — überprüfen Sie sie frühzeitig mit Anwalt und Ehepartner des Beraters.

  8. 8

    Mit Rechtsanwalt abstimmen und unterzeichnen

    Lassen Sie einen Anwalt die Vereinbarung überprüfen, besonders Optionen, Fusion und Haftung. Beide Parteien unterzeichnen. Bewahren Sie unterzeichnete Kopien auf.

    💡 Fusionsangelegenheiten und Optionen erfordern Spezialkenntnisse — sparen Sie nicht an rechtlicher Überprüfung.

Häufig gestellte Fragen

Kann ich die Vereinbarung nach Unterzeichnung ändern?

Ja, aber nur, wenn beide Parteien schriftlich zustimmen. Größere Änderungen (z. B. Gehalt, Laufzeit, Bonuskriteria) sollten in einem Änderungsschreiben oder einer angepassten Vereinbarung dokumentiert werden. Beide Parteien müssen unterschreiben. Mündliche Absprachen sind nicht rechtsverbindlich.

Was bedeutet ‚Fusionsdatum' in dieser Vereinbarung?

Das ist das Datum, an dem die Fusion offiziell abgeschlossen ist und das Unternehmen Rechtsnachfolger wird. Die Beratungsvereinbarung beginnt oder bestätigt ihre Geltung an diesem Datum. Das Datum entnehmen Sie dem Fusionsvertrag oder dem Handelsregistereintrag.

Muss der Berater als Arbeitnehmer versichert sein?

Diese Vorlage behandelt den Berater als Arbeitnehmer (nicht als Unternehmer). Als Arbeitnehmer unterliegt er/sie der Sozialversicherungspflicht, Steuern und Krankenversicherung — das Unternehmen trägt die Arbeitgeberanteile. Dies unterscheidet sich von einem unabhängigen Auftragnehmer. Klären Sie mit der Buchhaltung ab, welche Klassifizierung korrekt ist.

Was passiert mit Optionen, wenn die Vereinbarung endet?

Das hängt von den Optionsbedingungen ab, die normalerweise im ursprünglichen Optionsplan und im Fusionsvertrag geregelt sind. Diese Vorlage sagt, dass Optionen bis zum ursprünglichen Ablaufdatum ausgeübt werden können, aber nach dem Ruhestand nur noch [NUMMER] Monate verfügbar sind. Lassen Sie einen Optionsanwalt die genauen Fristen überprüfen.

Bin ich als Unternehmen verpflichtet, Bonusse zu zahlen?

Nein, diese Vorlage macht Bonusse diskretionär (‚nach eigenem Ermessen'). Das Unternehmen kann zahlen, muss aber nicht. Ist ein Bonus garantiert oder hätte ein formuliertes Ziel, schreiben Sie das explizit rein. Ansonsten ist der Bonus eine Kulanzleistung.

Kann ich diese Vereinbarung kündigen, wenn sich die Geschäfte ändern?

Diese Vorlage erwähnt keine Kündigungsklausel — das bedeutet, die Vereinbarung läuft bis zum Ende der Laufzeit (z. B. 3 Jahre). Wenn Sie eine Kündigungsmöglichkeit benötigen, fügen Sie einen Abschnitt hinzu, der die Kündigungsfrist (z. B. 90 Tage) und eventuelle Abfindungsregeln klärt. Lassen Sie dies mit Anwalt überprüfen.

Muss diese Vereinbarung notariell beglaubigt werden?

In Deutschland ist eine notarielle Beglaubigung nicht erforderlich, um die Vereinbarung gültig zu machen. Allerdings kann eine Beglaubigung sinnvoll sein, wenn Sie später Streit haben und Beweise vorlegen müssen. Zumindest sollten beide Parteien das Dokument unterzeichnen und unterzeichnete Kopien aufbewahren.

Wie handele ich eine höhere Stundenvergütung oder ein höheres Gehalt aus?

Sie können jederzeit mit dem Berater verhandeln — dies ist ein freier Markt. Beachten Sie aber, dass Erhöhungen die Rentabilität beeinflussen. Wenn Sie zustimmen, lassen Sie die neue Zahl in ein Änderungsschreiben schreiben, das beide unterzeichnen. Keine mündlichen Absprachen.

Welche Steuerfolgen hat die Zahlung von Zusatzleistungen wie Flugzeugnutzung?

Zusatzleistungen (Autos, Flugzeugnutzung, Büros) können Steuervorteile oder -probleme für den Berater schaffen. Diese Vorlage erwähnt, dass das Unternehmen dem Berater ‚Zusatzzahlungen' für Steuerschulden erstattet — das ist eine Entschädigung. Lassen Sie einen Steuerberater überprüfen, was steuerfrei ist und was Einkommen darstellt.

Im Vergleich zu Alternativen

vs Unabhängiger Auftragnehmer – Vereinbarung

Die Auftragnehmer-Vereinbarung ist für selbstständige Berater gedacht, die ihre eigenen Steuern zahlen und keine Arbeitnehmer-Leistungen erhalten. Sie ist kürzer und fokussiert auf Projekt oder Stundenhonorar. Die Leitender-Berater-Vereinbarung ist für Vollzeit-ähnliche Arbeitnehmer gedacht, die Gehalt, Krankenversicherung und Zusatzleistungen (Auto, Büro) erhalten. Verwenden Sie die Auftragnehmer-Form, wenn der Berater mehrere Kunden hat oder selbst ein Unternehmen ist.

vs Arbeitsvertrag (Standard)

Ein Standard-Arbeitsvertrag regelt ein vollzeitiges Angestelltenverhältnis mit unbegrenzter Laufzeit. Die Leitender-Berater-Vereinbarung ist befristet (z. B. 3–5 Jahre) und hat weniger Weiterbeschäftigungsverpflichtung. Sie ist ideal, wenn Sie einen Berater für eine bestimmte Übergangsphase (z. B. Fusion, Neustrukturierung) brauchen, nicht als Dauerstelle.

vs Beraterdienstleistungen – kurze Vereinbarung (Projekt)

Kurze Projektvereinbarungen sind für Kurzzeitaufträge (Wochen oder Monate) gedacht, z. B. für einen externen Strategieworkshop. Die Leitender-Berater-Vereinbarung ist für längerfristige, kontinuierliche Rollen gedacht (Jahre). Nutzen Sie die Projektform für Ad-hoc-Bedarf, die Leitender-Berater-Form für tiefe, laufende Zusammenarbeit.

vs Geschäftsführer – Anstellungsvertrag

Der Geschäftsführer-Vertrag regelt eine operative Führungsposition mit Entscheidungsvollmacht und Haftung. Die Leitender-Berater-Vereinbarung ist eine beratende, nicht operative Rolle ohne Geschäftsführungsvollmacht. Nutzen Sie die GF-Form, wenn Sie jemanden wirklich an die Spitze stellen, die Berater-Form, wenn Sie Fachwissen und Mentoring ohne operative Verantwortung suchen.

Branchenspezifische Hinweise

Finanzdienstleistungen

Banks und Finanzfirmen beschäftigen häufig senior Advisor nach Fusionen oder Reorganisationen, um Wissen und Stabilität zu sichern.

Technologie und SaaS

Startups und Scale-ups behalten Gründer oder frühere CEOs als Berater für Strategie und Investor-Relations.

Industrie und Fertigung

Mittelständische Familienunternehmen engagieren externe Berater für Modernisierung, Digitalisierung und Generationswechsel.

Gesundheitswesen

Kliniken und Arztpraxen nutzen Vereinbarungen mit pensionierten Führungskräften für Compliance, Qualitätsmanagement und Mentoring.

Konsumgüter und Einzelhandel

Handels- und CPG-Unternehmen stellen erfahrene Berater für Omnichannel-Strategie und Kundenerlebnis ein.

Unternehmensberatung

Beratungsfirmen arbeiten mit pensioniertem Senior-Management zusammen für branchenspezifisches Fachwissen und Kundenempfehlungen.

Hinweise zur Rechtsprechung

In Deutschland unterliegt eine Beratungsvereinbarung der Missbrauchskontrolle (AGB-Richtlinie) und Arbeitsgesetze, wenn der Berater als Arbeitnehmer klassifiziert ist. Optionen unterliegen Steuerrecht und ESoP-Regeln. Lassen Sie die Vereinbarung von einem deutschen Arbeitsanwalt überprüfen, besonders für Fusionen.

Österreich folgt ähnlichen Regeln wie Deutschland für Arbeitnehmerstatus und Steuern. Besonderheiten: Abfindungsregelungen nach AVRAG, Betriebsvermögen bei Optionen. Konsultieren Sie einen österreichischen Arbeitsanwalt für Fusionsfälle und Vesting-Regelungen.

Vorlage oder Anwalt — was passt?

WegAm besten fürKostenZeit
Vorlage verwendenEinfache Beratungsrollen mit unkompliziertem Gehalt und Leistungen, keine Optionen, keine laufenden Fusionsfragen.€0–50 (nur Vorlage)1–2 Stunden (Ausfüllen und Unterzeichnung)
Vorlage + RechtsprüfungModerate Komplexität: Optionen, Fusion, mehrjährige Laufzeit — Vorlage erspricht Zeit, Anwalt prüft Optionen, Steuern und Haftung.€200–400 (Vorlagenkauf + 1–2 Stunden Rechtsprüfung)3–5 Tage (Vorlage ausfüllen, Feedback-Runden mit Anwalt)
MaßgeschneidertHochkomplexe Verträge: große Fusionen, mehrteilige Optionspläne, internationale Berater, Equity-Arrangements, Geheimhaltung, Non-Compete.€800–2.000+ (komplett benutzerdefiniert)1–2 Wochen (Entwurf, Verhandlung, Finalisierung)

Glossar

Laufzeit
Der Zeitraum, für den die Vereinbarung gilt, meist in Jahren angegeben, ab dem Inkrafttretensdatum.
Beratungsdienste
Die vom Berater erbrachten professionellen Leistungen, wie Strategie, Mentoring, Fusionsunterstützung oder Geschäftsentwicklung.
Grundgehalt
Das feste Jahreseinkommen des Beraters, das monatlich ausbezahlt wird.
Bonuszahlung
Zusätzliche Vergütung, die das Unternehmen nach eigenem Ermessen gewähren kann, z. B. bei Erreichen von Zielen.
Auslagenerstattung
Rückzahlung von Kosten, die der Berater im Zusammenhang mit seiner Arbeit entstanden sind (Reise, Material, etc.).
Zusatzleistungen
Nicht-finanzielle oder indirekte Vergütungen wie Fahrzeug, Büro, Krankenversicherung oder Flugzeugnutzung.
Rechtsnachfolger
Das Unternehmen, das die Rechte und Pflichten eines anderen übernimmt, z. B. nach einer Fusion.
Aktienoptionen
Das Recht, Anteile des Unternehmens zu einem festgelegten Preis zu kaufen, oft zeitlich gestaffelt.
Fusionsvertrag
Die rechtliche Vereinbarung zwischen zwei Unternehmen, die sich zusammenschließen wollen.
Dienstleistungsvertrag
Rechtliches Dokument, das die gegenseitigen Verpflichtungen und Bedingungen zwischen einem Dienstleister und einem Auftraggeber regelt.

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