Untermietvertrag

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FreiUntermietvertrag

Auf einen Blick

Was es ist
Ein Untermietvertrag regelt die rechtlichen Bedingungen für die Vermietung von Räumlichkeiten durch einen Mieter (Untervermieter) an einen Dritten (Untermieter). Das Dokument enthält alle relevanten Klauseln zu Miete, Kaution, Laufzeit und Instandhaltung. Die Vorlage steht als kostenloser Word-Download zur Verfügung und kann online bearbeitet oder als PDF exportiert werden.
Wann Sie es brauchen
Sie benötigen diesen Vertrag, wenn Sie einen Teil oder ein ganzes Gebäude weitervermieten möchten, das Sie selbst von einem Vermieter gemietet haben. Ein Untermietvertrag schützt alle Parteien und regelt Rechte und Pflichten klar, um Konflikte zu vermeiden.
Was enthalten ist
Die Vorlage enthält Regelungen zur Beschreibung des Mietobjekts, der Laufzeit, der Mietzahlung und dem Zahlungszeitpunkt, Regelungen zur Kaution, zur Instandhaltung und zum Zustand des Anwesens bei Rückgabe sowie Klauseln zu Zahlungsverzug und Kündigung.

Was ist ein Untermietvertrag?

Ein Untermietvertrag regelt die rechtliche Beziehung zwischen einem Mieter (Untervermieter), der eine Immobilie selbst gemietet hat, und einem Dritten (Untermieter), an den er die Fläche oder einen Teil davon weitervermiet. Das Dokument schafft ein eigenständiges Mietverhältnis und enthält alle wesentlichen Bedingungen: Beschreibung des Mietobjekts, Laufzeit, Miethöhe, Zahlungsweise, Kaution, Instandhaltungspflichten und Regelungen zum Zustand bei Rückgabe. Die Vorlage steht als kostenloser Word-Download zur Verfügung und kann schnell angepasst, online bearbeitet oder als PDF exportiert werden — ideal für Büroflächen, Gewerbespaces, Wohnungen und Werkstätten.

Warum Sie diesen Vertrag brauchen

Ein Untermietvertrag schützt beide Seiten: Er regelt klar die Rechte und Pflichten des Untermieters, sichert den Untervermieter gegen Zahlungsausfälle (durch Kaution und Strafklauseln) und verhindert später Konflikte über Miethohe, Zahlungszeitpunkte oder Zustand der Fläche. Ohne schriftliche Vereinbarung kann es zu Missverständnissen kommen — was ist im Mietpreis enthalten, wer zahlt Nebenkosten, wie wird die Fläche bei Auszug übergeben? Ein korrekt ausgefüllter Untermietvertrag dokumentiert alle Absprachen und ist im Streitfall ein wichtiges Beweismittel. Besonders wichtig: Der Untervermieter bleibt gegenüber seinem Hauptvermieter haftbar — ein gut strukturierter Vertrag mit dem Untermieter ist daher eine unverzichtbare Absicherung.

Welche Variante passt zu Ihrer Situation?

Wenn Ihre Situation ist…Diese Vorlage verwenden
Standard für Untervermietung von Büro-, Gewerbe- oder WohnflächeVollständiger Untermietvertrag
Wenn Nebenkosten (Betriebskosten) auf den Untermieter umgelegt werdenUntermietvertrag mit Nebenkosten
Wenn ein Makler in den Untermietungsprozess eingebunden istUntermietvertrag mit Makler
Befristete Untervermietung (z. B. während Elternzeit oder Sabatical)Untermietvertrag auf Zeit
Wenn die Fläche möbliert vermietet wirdUntermietvertrag für Möblierte Fläche
Wenn bestimmte Nutzungen ausgeschlossen sein sollen (z. B. keine Lagerung)Untermietvertrag mit Nutzungsbeschränkungen

Häufige Fehler vermeiden

❌ Fläche nicht konkret beschrieben

Warum es wichtig ist: Ohne genaue Quadratmeter, Etage und Lageplan können spätere Streitigkeiten entstehen, wenn der Untermieter über weniger oder andere Fläche verfügt als erwartet.

Fix: Beigabe eines Grundrisses als Anhang und genaue Angabe aller Raumdimensionen sowie Etage.

❌ Zahlungstermine und Konditionen unklar

Warum es wichtig ist: Unstimmigkeiten über Zahlungsweise, Zahlungstag und Rechnungsangaben führen zu Verzögerungen und Konflikten.

Fix: Geben Sie konkret an: 'Miete fällig am 1. jeden Monats im Voraus via Bankschecks an Adresse [...]'

❌ Kaution nicht regelkonform

Warum es wichtig ist: Zu hohe oder nicht angemessen dokumentierte Kautionen sind rechtlich nicht durchsetzbar und können zu Rückzahlungspflichten führen.

Fix: Orientieren Sie sich an gesetzlichen Höchstgrenzen (meist 1–3 Monatsmieten) und dokumentieren Sie die Kaution mit separatem Übergabeprotokoll.

❌ Rückgabezustand nicht festgehalten

Warum es wichtig ist: Ohne dokumentierte Besichtigung und Zustandsbericht können beide Seiten später Schäden geltend machen, die nie bewiesen werden können.

Fix: Regeln Sie in Schrift und mit Fotos/Video: genaue Besichtigungsfrist, gemeinsame Begehung, schriftliche Unterschrift unter das Übergabeprotokoll.

❌ Keine Absicherung gegen Hauptmietervertrag-Änderungen

Warum es wichtig ist: Wenn der Untervermieter aus seinem Hauptmietvertrag fliegt, verliert auch der Untermieter sein Anrecht — es sei denn, es ist Schutz im Vertrag.

Fix: Integrieren Sie Klausel: 'Der Untervermieter garantiert die Stabilität des Hauptmietvertrags während der Untermietungslaufzeit.'

❌ Versicherungen und Betriebskosten nicht geregelt

Warum es wichtig ist: Wenn unklar ist, wer für Versicherung, Nebenkosten, Hausmeister usw. bezahlt, entstehen Überraschungen.

Fix: Regeln Sie explizit: 'Untermieter zahlt nur Kaltmiete [BETRAG], alle Nebenkosten tragen [Untervermieter/Untermieter anteilig].'

Die 9 wichtigsten Klauseln, erklärt

Beschreibung des Anwesens

In einfacher Sprache: Definiert genau, welche Fläche, in welchem Gebäude, auf welcher Etage und mit welcher Quadratmeterzahl untermietet wird.

Beispielformulierung
Der Mieter vermietet an den Untermieter [NUMMER] Quadratmeter des Gebäudes, die sich alle auf der [#] Etage befinden, wie ausführlich in Anhang A beschrieben, welcher hier beigefügt ist und einen Teil dieses Untermietvertrags bildet.

Häufiger Fehler: Die Fläche wird nur vage beschrieben, ohne genaue Quadratmeterangaben oder Lage im Gebäude, was später zu Streitigkeiten führt.

Laufzeit des Untermietvertrags

In einfacher Sprache: Legt fest, wie lange die Untermietung gültig ist und an welchem Datum sie beginnt und endet.

Beispielformulierung
Die Laufzeit dieses Untermietvertrags beträgt zunächst [NUMMER] Jahre, beginnend am [DATUM] und endend am [DATUM], sofern er nicht vorher wegen Verletzung der Bedingungen und Konditionen dieses Untermietvertrags gekündigt wird.

Häufiger Fehler: Die Laufzeit wird nicht konkret festgelegt, oder es werden unterschiedliche Daten für Anfang und Ende genannt, die sich widersprechen.

Abnahme des gemieteten Anwesens

In einfacher Sprache: Erklärt, dass der Untermieter die Fläche im Zustand übernimmt, in dem sie sich befindet (Besitzergreifung gilt als Abnahmebestätigung).

Beispielformulierung
Die Belegung des gemieteten Anwesens durch den Untermieter ist ein schlüssiger Nachweis der Abnahme. Der Untermieter akzeptiert den Besitz und Gebrauch des gemieteten Anwesens 'wie gesehen', in dem Zustand, wie es sich zum Zeitpunkt dieser Vereinbarung befindet, und zwar mit allen Mängeln.

Häufiger Fehler: Der Untermieter behält sich vor, später noch Mängel geltend zu machen, obwohl er die Fläche bereits bezogen hat — dies führt zu Vorwürfen der Akzeptanz.

Verspätung und Übergang

In einfacher Sprache: Regelt, was passiert, wenn der Untermieter die Fläche nach Vertragsende nicht sofort zurückgibt, und legt die dafür fällige Miete fest.

Beispielformulierung
Eine Verspätung bei der Übergabe des gemieteten Anwesens durch den Untermieter nach Ablauf der Laufzeit dieser Vereinbarung ist nur mit schriftlicher Genehmigung des Untervermieters, die vorab einzuholen ist, erlaubt, und ist als monatliches Mietverhältnis auszulegen, bei einer Miete pro Monat in Höhe von [%] der Miete, die unmittelbar vor einer solchen Verspätung fällig ist.

Häufiger Fehler: Es ist nicht klar, was geschieht, wenn der Untermieter nach Vertragsende einfach nicht auszieht — dies führt zu rechtlichen Komplikationen.

Beendigung und Zustand des Anwesens

In einfacher Sprache: Schreibt vor, dass der Untermieter die Fläche bei Beendigung sauber und in gutem Zustand zurückgeben muss und regelt die gemeinsame Besichtigung.

Beispielformulierung
Bei Beendigung dieses Untermietvertrags hat der Untermieter den Besitz des gemieteten Anwesens an den Untervermieter in einem guten, sauberen und sicheren Zustand, vorbehaltlich vertretbarer Abnutzung, zurückzugeben. Am oder vor [NUMMER] Tage nach dem Räumen haben beide Parteien eine gemeinsame Besichtigung durchzuführen.

Häufiger Fehler: Es wird nicht festgehalten, wer für die Reinigung und Reparaturen verantwortlich ist, oder die Besichtigungsfrist ist unklar.

Miete und Zahlungsweise

In einfacher Sprache: Definiert den Mietzahlung, den Zahlungstag und die Zahlungsadresse sowie wann die Zahlung fällig ist.

Beispielformulierung
Der Untermieter bezahlt an den Untervermieter als Kaltmiete [BETRAG] pro Monat, am [TAG] eines jeden Monats, beginnend am [DATUM], in Form von Bankschecks oder Zahlungsanweisung an die im Vertrag angegebene Adresse.

Häufiger Fehler: Der Zahlungstag ist nicht konkret genannt, oder es ist unklar, ob die Miete im Voraus oder im Nachhinein fällig ist.

Zahlungsverzug und Säumniszuschlag

In einfacher Sprache: Regelt, was passiert, wenn der Untermieter die Miete verspätet bezahlt, und legt Verzugszinsen und Gebühren fest.

Beispielformulierung
Für den Fall, dass der Untermieter die Miete innerhalb von [NUMMER] Tagen nicht bezahlt, kann der Untervermieter einen Säumniszuschlag in Höhe von [%] des nicht bezahlten Betrags verlangen. Darüber hinaus trägt jeder überfällige Betrag Zinsen zu einer Rate von nicht weniger als [%] pro Monat zum Höchstsatz, der nach geltendem Recht zulässig ist.

Häufiger Fehler: Der Säumniszuschlag wird zu hoch angesetzt oder Verzugszinsen sind unangemessen, was rechtlich nicht durchsetzbar sein kann.

Kaution

In einfacher Sprache: Legt fest, welchen Betrag der Untermieter als Kaution hinterlegen muss, um die Erfüllung des Vertrags sicherzustellen.

Beispielformulierung
Mit Abschluss dieses Untermietvertrags hat der Untermieter beim Untervermieter einen Betrag in Höhe von [BETRAG] (die 'Kaution') zu hinterlegen, um eine Sicherheit für die Erfüllung der Bestimmungen dieses Untermietvertrags bereitzustellen.

Häufiger Fehler: Die Kautionshöhe ist gesetzlich zu hoch angesetzt oder es ist nicht geregelt, wie die Kaution nach Vertragsende zurückgegeben wird.

Erfüllung von Gesetzen und Vorschriften

In einfacher Sprache: Verpflichtet den Untermieter, alle geltenden Gesetze, Verordnungen und Behördenauflagen zu befolgen und erforderliche Änderungen durchzuführen.

Beispielformulierung
Der Untermieter hat auf eigene Kosten unverzüglich allen zuständigen Gesetzen, Verordnungen, Vorschriften, Regeln, Anordnungen, Richtlinien und Regulierungen der staatlichen Behörde nachzukommen und alle erforderlichen Änderungen, Ergänzungen oder Veränderungen an dem gemieteten Anwesen durchzuführen.

Häufiger Fehler: Der Untermieter ist sich nicht bewusst, dass er alle Betriebskosten und Behördenauflagen selbst tragen muss, was später zu finanziellen Überraschungen führt.

So füllen Sie sie aus

  1. 1

    Daten und Parteienangaben eintragen

    Tragen Sie das wirksame Datum, Namen und Adressen beider Parteien (Untervermieter und Untermieter) ein. Überprüfen Sie die Rechtsform beider Seiten (Einzelunternehmer, GmbH, usw.).

    💡 Verwenden Sie die genauen Namen wie im Handelsregister oder Personalausweis, um Missverständnisse zu vermeiden.

  2. 2

    Anwesen und Fläche beschreiben

    Geben Sie die genaue Lage des Anwesens an (Straße, Hausnummer, Stadt, Bundesland) sowie die exakte Flächengröße in Quadratmetern und die Etage oder das Geschoss. Verweisen Sie auf Anhang A oder Grundrisse.

    💡 Laden Sie einen Grundriss oder Lageplan bei und nummerieren Sie diesen als Anhang A, um Verwechslungen auszuschließen.

  3. 3

    Laufzeit festlegen

    Tragen Sie das genaue Start- und Enddatum der Untermietung ein (z. B. 'ab 01.01.2024 bis 31.12.2027'). Geben Sie auch die Dauer in Jahren an.

    💡 Wählen Sie Daten, die mit Kalendermonaten übereinstimmen, um Abrechnungswirrungen zu vermeiden.

  4. 4

    Mietzahlung und Zahlungsweise definieren

    Legen Sie den monatlichen Mietzahlung fest, den Fälligkeitstag (z. B. 1. des Monats), die Zahlungsadresse und akzeptierte Zahlungsmethoden (Bankschecks, Zahlungsanweisung).

    💡 Hinterlegen Sie ein Bankkonto des Untervermieters, um sicherzustellen, dass Zahlungen korrekt ankommen.

  5. 5

    Kaution festlegen

    Geben Sie einen Kautionsbetrag an. In Deutschland und Österreich liegt dieser typischerweise zwischen einer und drei Monatsmieten. Schweiz: 1–2 Monatsmieten.

    💡 Dokumentieren Sie die Kautionszahlung schriftlich und regeln Sie, unter welchen Bedingungen sie nach Vertragsende zurückgegeben wird.

  6. 6

    Zahlungsverzug und Strafklauseln eintragen

    Legen Sie die Karenzfrist fest (z. B. '3 Tage'), nach der Zahlungen überfällig sind. Definieren Sie einen Säumniszuschlag (z. B. 2–5 % des fälligen Betrags) und Verzugszinsen (im Rahmen gesetzlicher Grenzen).

    💡 Achten Sie darauf, dass Säumniszuschläge nicht zu hoch ausfallen — zu aggressive Klauseln können vor Gericht angegriffen werden.

  7. 7

    Gemeinsame Besichtigungstermine regeln

    Legen Sie fest, innerhalb wie vieler Tage nach Vertragsende (z. B. 14 Tage) eine gemeinsame Besichtigung stattfinden muss und wer für Reinigung und Reparaturen verantwortlich ist.

    💡 Erstellen Sie bei der Besichtigung ein schriftliches Übergabeprotokoll mit Fotos oder Videos, um später Streit über Mängel zu vermeiden.

  8. 8

    Unterschriften einholen

    Beide Parteien unterzeichnen das Dokument. Bei Unternehmen: Vertreter/in mit Vollmacht. Besorgen Sie sich beglaubigte Kopien für beide Seiten.

    💡 Lassen Sie Unterschriften notariell beglaubigen, wenn Sie zusätzliche Sicherheit wünschen — dies ist zwar nicht zwingend erforderlich, aber hilfreich.

Häufig gestellte Fragen

Darf ich meine Mietwohnung oder mein Büro untervermieten?

Das hängt von Ihrem Mietvertrag mit dem Hauptvermieter ab. In vielen Fällen müssen Sie eine schriftliche Genehmigung des Hauptvermieters einholen. Lesen Sie Ihren Mietvertrag oder fragen Sie Ihren Vermieter, bevor Sie einen Untermietvertrag abschließen. Unerlaubte Untervermietung kann zur Kündigung des Hauptmietvertrags führen.

Muss ein Untermietvertrag notariell beglaubigt werden?

Nein, ein Untermietvertrag für Büro- oder Gewerbefläche muss nicht notariell beglaubigt werden. Es reicht eine schriftliche Vereinbarung mit Unterschriften beider Parteien. Allerdings empfiehlt es sich, beglaubigte Kopien zu lagern. Für Wohnraum in einigen Bundesländern gelten möglicherweise zusätzliche Anforderungen — informieren Sie sich bei Ihrer zuständigen Behörde.

Welche Kaution ist angemessen?

In Deutschland und Österreich liegt die Kautionshöhe üblicherweise zwischen einer und drei Monatsmieten. Die Schweiz arbeitet mit ähnlichen Größenordnungen. Die Höhe sollte im Verhältnis zur Miete und zum Risiko stehen. Dokumentieren Sie jede Kautionszahlung schriftlich und verwalten Sie das Geld sicher, da es am Ende der Mietzeit zurückgegeben werden muss — abzüglich eventueller berechtigter Schadensersatzforderungen.

Was passiert, wenn mein Hauptmieter Bankrott macht?

Das ist ein erhebliches Risiko für Sie und Ihren Untermieter. In diesem Fall verliert der Untermieter seinen Anspruch auf die Fläche. Schützen Sie sich durch eine Klausel, die Sie verpflichtet, dem Untermieter einen alternativen Platz anzubieten oder den Vertrag aufzulösen. Besprechen Sie dieses Szenario mit Ihrem Rechtsbeistand.

Kann ich den Untermietvertrag jederzeit kündigen?

Das hängt vom Vertrag ab. Wenn die Laufzeit nicht endet, benötigen Sie normalerweise eine Kündigungsfrist (z. B. 3 Monate zum Ende eines Kalendermonats). Ohne spezifische Kündigungsklauseln gelten oft die gesetzlichen Mietfristen. Regeln Sie Kündigungsfristen und -modalitäten klar im Vertrag, um Missverständnisse zu vermeiden.

Wer ist verantwortlich für Reparaturen und Instandhaltung?

Dies sollte klar im Untermietvertrag geregelt sein. Üblicherweise ist der Untermieter für alltägliche Reinigung und kleine Reparaturen verantwortlich, während der Untervermieter für Mängel zuständig ist, die bereits beim Bezug vorhanden waren. Größere Renovierungen bleiben meist bei dem, der sie zahlt — dokumentieren Sie das schriftlich.

Kann ich Nebenkosten auf den Untermieter umlegen?

Ja, aber nur, wenn der Untermietvertrag dies ausdrücklich vorsieht. Regeln Sie, welche Kosten auf den Untermieter umgelegt werden (z. B. Heizung, Wasser, Müllabfuhr) und wie sie abgerechnet werden. Achten Sie darauf, dass die Umlage fair und transparent ist — insbesondere wenn Sie selbst noch Nebenkosten an den Hauptvermieter zahlen.

Was ist der Unterschied zwischen Untermietvertrag und Sharing Agreement?

Ein Untermietvertrag ist eine vollständige Mietverhältnis mit festem Mietpreis, Laufzeit und Kaution. Ein Sharing Agreement ist hingegen eine informal, temporäre oder kostenneutrale Vereinbarung, z. B. wenn zwei Freelancer sich einen Schreibtisch teilen und nur Nebenkosten aufteilen. Für Sharing setzen Sie besser eine einfacheres Vereinbarungsdokument auf; für formale Untervermietung brauchen Sie einen vollständigen Mietvertrag.

Muss ich dem Untermieter Maklergebühren zahlen?

Ob Maklergebühren anfallen, hängt davon ab, ob Sie einen Makler beauftragen. Ist dem der Fall, wird die Gebühr normalerweise zwischen Untervermieter und Untermieter aufgeteilt (je 50 %). Regeln Sie dies im Untermietvertrag oder in einem separaten Maklerverhältnis. Der Makler muss eine Provision von max. 50 % einer Monatsmiete erhalten (je Seite).

Im Vergleich zu Alternativen

vs Wohnungsmietvertrag

Ein Untermietvertrag kann sowohl für Wohn- als auch für Geschäftsräume genutzt werden, ist aber strukturell identisch mit einem Wohnungsmietvertrag. Der Unterschied liegt in der Nutzungsart und den spezifischen Klauseln. Für Wohnraum gelten in vielen Bundesländern zusätzliche Schutzbestimmungen — informieren Sie sich über die Mieterschutzgesetze vor Ort.

vs Büromietvertrag

Ein klassischer Büromietvertrag wird direkt zwischen Büroflächen-Eigentümer und Nutzer abgeschlossen. Ein Untermietvertrag für Büroräume hat die gleiche rechtliche Struktur, aber eine zusätzliche Ebene: Der Untervermieter ist selbst noch Mieter des Hauptvermieters und haftet dafür, dass der Untermietvertrag mit dem Hauptmietvertrag vereinbar ist.

vs Kooperationsvereinbarung

Eine Kooperationsvereinbarung ist weniger formal und wird oft zwischen Partnern verwendet, die sich Fläche teilen, ohne ein echtes Mietverhältnis einzugehen. Ein Untermietvertrag ist hingegen ein vollständiges Mietverhältnis mit festem Mietpreis, Kaution und Rechtspflichten. Wählen Sie den Untermietvertrag für formale Vereinbarungen; eine Kooperationsvereinbarung für informelle Partnerschaften.

vs Pachtvertrag

Ein Pachtvertrag betrifft üblicherweise landwirtschaftliche Flächen oder Betriebsmittel, bei denen der Pächter wirtschaftlich selbstständig tätig ist. Ein Untermietvertrag ist ein Mietverhältnis für räumliche Nutzungsrechte (Büro, Wohnung, Werkstatt). Pachtverträge enthalten oft andere Regelungen (z. B. zum Betriebsmittel und zum Ertrag); Untermietverträge konzentrieren sich auf Miete und Instandhaltung.

Branchenspezifische Hinweise

Immobilienmanagement

Professionelle Immobilienverwaltung nutzt Untermietverträge zur Optimierung von Belegungsquoten und zur Teilung großer Liegenschaften.

Coworking & Shared Spaces

Betreiber von Gemeinschaftsbüros und Coworking-Spaces setzen Untermietverträge ein, um Schreibtische und Büros an mehrere unabhängige Nutzer zu vermieten.

Handwerk und Gewerbe

Handwerksbetriebe und kleinere Gewerbeunternehmen teilen sich oft Werkstätten oder Lagerflächen über Untermietverträge, um Kosten zu senken.

Startups und Tech

Junge Unternehmen nutzen flexible Untermietverträge für Büroflächen, um schnell skalierbar wachsen zu können, ohne langfristig gebunden zu sein.

Beratung und Freiberufler

Berater, Steuerberater und Anwälte vermieten Büroräume untereinander über Untermietverträge, um Gemeinschaftskosten zu teilen.

Bildung und Training

Schulungsanbieter und Trainingsunternehmen untervermieten Seminarräume an andere Trainer und Bildungsinstitutionen.

Vorlage oder Profi — was passt?

WegAm besten fürKostenZeit
Vorlage verwendenEinfache Untervermietung von Büro- oder Gewerbefläche mit standardisierter Laufzeit und klarer Miete.EUR 0 (Vorlage) + Druck/Versand ca. EUR 5–151–2 Stunden zum Ausfüllen und Unterschreiben
Vorlage + Profi-PrüfungUntervermietung mit komplexen Nebenkosten-Regelungen oder wenn Sie sich unsicher sind, ob der Vertrag rechtssicher ist.EUR 0–50 (Vorlage) + EUR 150–300 (Anwalt-Stichpunkte)2–3 Stunden + 2–3 Tage für Rückmeldung
MaßgeschneidertGroße, mehrjährige Untermietungen mit besonderen Bedingungen, Untermietungen, die an Hauptmietverträge gekoppelt sind, oder wenn Hauptmieter bankrottgehen könnte.EUR 500–1.500 (vollständiger Entwurf durch Anwalt)1–2 Wochen für Anwalt

Glossar

Untervermieter
Die Person oder das Unternehmen, das eine gemietete Fläche an Dritte weitervermiet und selbst noch Mieter des Hauptvermieters ist.
Untermieter
Die Person oder das Unternehmen, das von einem Untervermieter Fläche mietet und nicht direkt mit dem Hauptvermieter vertraglich gebunden ist.
Hauptvermieter
Die Person oder das Unternehmen, das das Anwesen ursprünglich vermietet und den Mietvertrag mit dem Untervermieter abgeschlossen hat.
Kaution
Ein Geldbetrag, den der Untermieter beim Untervermieter hinterlegt, um die Erfüllung der Vertragsbedingungen sicherzustellen.
Kaltmiete
Die reine Miete ohne Nebenkosten, Versicherungen oder andere Umlagen.
Vertretbare Abnutzung
Der normale, altersgerechte Verschleiß einer Fläche, für den der Mieter nicht haftbar ist.
Säumniszuschlag
Eine zusätzliche Gebühr, die der Untervermieter verlangen darf, wenn der Untermieter die Miete verspätet bezahlt.
Laufzeit
Der vertraglich vereinbarte Zeitraum, für den die Untermietung gültig ist.

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