Treuhandvertrag

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FreiTreuhandvertrag

Auf einen Blick

Was es ist
Ein Treuhandvertrag ist eine Vereinbarung zwischen Verkäufer, Käufer und Treuhänder, die die sichere Verwaltung von Anzahlungen beim Grundstückskauf regelt. Die Vorlage ist ein kostenloser Word-Download, der sofort bearbeitet und als PDF exportiert werden kann.
Wann Sie es brauchen
Sie benötigen diesen Vertrag, wenn Sie ein Grundstück kaufen oder verkaufen und eine Anzahlung über ein Treuhandkonto abwickeln möchten. Ein Treuhänder schützt beide Parteien, indem er das Geld hält, bis alle Bedingungen erfüllt sind.
Was enthalten ist
Der Vertrag enthält Angaben zu Verkäufer, Käufer und Treuhänder, eine Beschreibung des Grundbesitzes, das Abschlussdatum und die Adresse des Büros, in dem der Abschluss stattfindet, sowie die Zahlungsbedingungen und die Freigabe der hinterlegten Anzahlung.

Was ist eine Vorlage Treuhandvertrag?

Ein Treuhandvertrag ist eine Vereinbarung zwischen Käufer, Verkäufer und Treuhänder, die die sichere Verwaltung der Anzahlung beim Grundstückskauf regelt. Der Treuhänder (häufig ein Notar) hält das Geld auf einem separaten Konto, bis beide Parteien alle Bedingungen erfüllt haben. Dies schützt den Käufer davor, dass der Verkäufer die Anzahlung behält, falls der Kauf nicht zustande kommt, und schützt den Verkäufer, da die Zahlung sicher hinterlegt ist. Die Vorlage ist ein kostenloser Word-Download, den Sie sofort bearbeiten und als PDF exportieren können. Sie können alle Platzhalter mit Ihren spezifischen Daten ausfüllen und das Dokument mit einem Notar oder Treuhänder besprechen.

Warum Sie dieses Dokument brauchen

Ohne einen Treuhandvertrag besteht ein erhebliches Risiko für beide Parteien. Der Käufer könnte seine Anzahlung verlieren, wenn der Verkäufer die Zahlung erhält, aber den Grundstückskauf nicht wie versprochen abschließt. Der Verkäufer hingegen könnte Zeit mit einem Käufer verschwenden, der eine Anzahlung anbietet, sich dann aber ohne gute Gründe zurückzieht. Ein Treuhandvertrag schafft Vertrauen und Klarheit: Das Geld wird von einer unabhängigen, neutralen Partei verwahrt, die es nur unter genau definierten Bedingungen freigeben darf. Dies reduziert rechtliche Unsicherheiten und Streitigkeiten erheblich. Besonders bei größeren Grundstückskäufen (z. B. Immobilien, Gewerbeplatze) oder wenn die Parteien sich nicht persönlich kennen, ist ein Treuhandvertrag eine Standardpraxis und rechtlich empfohlen.

Welche Variante passt zu Ihrer Situation?

Wenn Ihre Situation ist…Diese Vorlage verwenden
Ein Käufer und ein Verkäufer kaufen ein einzelnes GrundstückStandardvertrag für Einzelkauf
Mehrere Parteien sind am Kauf oder Verkauf beteiligtMehrere Käufer oder Verkäufer
Anzahlung wird in mehreren Raten hinterlegt und freigegebenRatenzahlung mit mehreren Tranchen
Freigabe der Anzahlung ist an Bedingungen geknüpft (z. B. Finanzierung)Mit Bedingungen und Vorbehalt
Kauf eines Betriebs-, Industrie- oder GewerbeplatzesGewerblicher Grundstückskauf
Stufenweise Freigabe während BauphaseBauprojekt oder Neubau
Treuhand durch Notar statt privaten TreuhänderNotarieller Hinterlegungsschein

Häufige Fehler vermeiden

❌ Unvollständige oder falsche Adressangaben

Warum es wichtig ist: Das Dokument wird rechtlich ungültig oder uneinsetzbar, wenn Namen und Adressen nicht mit den Registerdaten übereinstimmen.

Fix: Verwenden Sie immer die offiziellen Namen und Adressen aus Grundbuchauszügen, Handelsregistern oder Ausweisdokumenten.

❌ Mehrdeutige oder vage Grundbesitz-Beschreibung

Warum es wichtig ist: Es kann unklar sein, welches Grundstück tatsächlich Gegenstand des Kaufs ist, was zu Verzögerungen oder Rechtsstreitigkeiten führt.

Fix: Beziehen Sie sich auf die exakte Flurstück- und Gemarkungsnummer sowie auf einen Katasterplan.

❌ Fehlende oder unklar definierte Freistellungsbedingungen

Warum es wichtig ist: Der Treuhänder weiß nicht, wann er die Anzahlung freigeben darf, oder es gibt Streit über die Bedingungen.

Fix: Definieren Sie alle Bedingungen schriftlich und eindeutig, z. B. 'nach Eintragung des Käufers ins Grundbuch' oder 'nach Bestätigung der Finanzierung durch die Bank'.

❌ Keine Rückgabeklausel für den Fall, dass der Kauf scheitert

Warum es wichtig ist: Der Käufer verliert seine Anzahlung, wenn die Transaktion nicht zustande kommt, auch wenn kein Verschulden des Käufers vorliegt.

Fix: Formulieren Sie klar: 'Sollte der Abschluss nicht erfolgen, wird die Anzahlung zurückgegeben, es sei denn, es wurde anderweitig schriftlich vereinbart'.

❌ Keine notarielle Beglaubigung

Warum es wichtig ist: Das Dokument hat weniger Beweiskraft vor Gericht und kann leichter angefochten werden.

Fix: Lassen Sie das unterzeichnete Dokument durch einen Notar beglaubigen oder notariell beurkunden.

❌ Fehlende Vereinbarung über Zinsen auf dem Treuhandkonto

Warum es wichtig ist: Es ist unklar, wem die Zinsen gehören und ob sie mit der Anzahlung verrechnet werden oder dem Treuhänder zufallen.

Fix: Vereinbaren Sie schriftlich: 'Zinsen gehören dem Käufer' oder 'Zinsen werden mit den Nebenkosten verrechnet'.

Die 8 wichtigsten Klauseln, erklärt

Parteien und Identifizierung

In einfacher Sprache: Nennt alle drei Parteien (Verkäufer, Käufer, Treuhänder) mit vollständigen Namen, Unternehmensform und Adresse.

Beispielformulierung
[NAME IHRES UNTERNEHMENS] (der "Verkäufer"), ein Unternehmen, gegründet und bestehend unter den Gesetzen von [BUNDESLAND/STAAT], dessen Hauptniederlassung sich in [IHRE VOLLSTÄNDIGE ADRESSE] befindet.

Häufiger Fehler: Unvollständige Adressangaben oder falsche Schreibweise von Unternehmensregisterdaten führen zu Rechtsunsicherheit.

Grundbesitz-Beschreibung

In einfacher Sprache: Präzise Beschreibung des zu kaufenden Grundstücks oder der Immobilie mit Ort, Größe und Katasterdaten.

Beispielformulierung
[BESCHREIBUNG DES GRUNDBESITZES, DER VERKAUFT WIRD] (z. B. Flurstück 42 der Gemarkung Musterstadt, 5.000 m²).

Häufiger Fehler: Zu vage oder unvollständige Beschreibung kann zu Unstimmigkeiten darüber führen, welche Immobilie tatsächlich gemeint ist.

Abschlussdatum und -ort

In einfacher Sprache: Bestimmt Datum, Uhrzeit und exakte Adresse, wo der Grundstückskauf abgeschlossen wird.

Beispielformulierung
Der Abschluss erfolgt am [DATUM DES ABSCHLUSSES] um [UHRZEIT DES ABSCHLUSSES] in den Geschäftsräumen von [NAME DES BÜROS], welches sich in [ADRESSE DES BÜROS] befindet.

Häufiger Fehler: Ungenaue Zeitangaben oder Adressfehler können zu Verzögerungen oder Verwechslungen führen.

Anzahlungsbetrag

In einfacher Sprache: Nennt den genauen Betrag, den der Käufer auf das Treuhandkonto einzahlen muss.

Beispielformulierung
Der Käufer hat [ANZAHLUNGSBETRAG] (z. B. EUR 50.000,00) als Anzahlung auf einem Treuhandkonto bei dem Treuhänder zu hinterlegen.

Häufiger Fehler: Fehlende oder widersprüchliche Beträge führen zu Zahlungsunklarheiten.

Zahlungsbedingungen und -timing

In einfacher Sprache: Regelt, wann und wie der Treuhänder die hinterlegte Anzahlung an den Verkäufer freigeben darf.

Beispielformulierung
Wenn der Abschluss erfolgt, hat der Treuhänder zum Zeitpunkt des Abschlusses den Betrag dem Verkäufer oder gemäß schriftlicher Anweisungen zu bezahlen.

Häufiger Fehler: Unklare oder fehlende Freistellungsbedingungen können zu Streitigkeiten über die Freigabe führen.

Übergabe des Grundbesitzes

In einfacher Sprache: Verpflichtet den Verkäufer, gleichzeitig mit der Zahlung das Eigentum auf den Käufer zu übertragen.

Beispielformulierung
Der Treuhänder hat gleichzeitig die Übertragung des Grundbesitzes an den Käufer durchzuführen oder zu veranlassen.

Häufiger Fehler: Fehlen von Koordination zwischen Zahlung und Eigentumsübertragung kann zu Verzögerungen oder Komplikationen führen.

Treuhänderaufgaben und -verantwortung

In einfacher Sprache: Beschreibt die Pflichten des Treuhänders, das Geld sicher zu verwahren und nur nach erfüllten Bedingungen freizugeben.

Beispielformulierung
Der Treuhänder verpflichtet sich, [ANZAHLUNGSBETRAG] auf einem separaten, verzinsten Konto zu hinterlegen und nur auf schriftliche Anweisung beider Parteien oder Anweisung des Verkäufers freizugeben.

Häufiger Fehler: Unklar definierte Pflichten des Treuhänders können zu Haftungsrisiken führen.

Rückgabebedingungen

In einfacher Sprache: Regelung, unter welchen Umständen der Treuhänder die Anzahlung an den Käufer zurückgeben muss (z. B. wenn der Kauf nicht zustande kommt).

Beispielformulierung
Sollte der Abschluss nicht erfolgen, erstattet der Treuhänder [ANZAHLUNGSBETRAG] dem Käufer, sofern nicht schriftlich anders angewiesen.

Häufiger Fehler: Fehlende Rückgabeklausel kann dazu führen, dass der Käufer sein Geld nicht zurückerhält, wenn der Kauf scheitert.

So füllen Sie sie aus

  1. 1

    Alle Parteien vollständig identifizieren

    Ergänzen Sie Namen, Unternehmensform, Registrierungsinformationen und vollständige Adressen des Verkäufers, Käufers und Treuhänders. Stellen Sie sicher, dass die Namen und Adressen mit den amtlichen Dokumenten übereinstimmen.

    💡 Kopieren Sie die Daten direkt aus dem Grundbuchauszug, dem Handelsregister oder dem Personalausweis, um Fehler zu vermeiden.

  2. 2

    Grundbesitz präzise beschreiben

    Tragen Sie eine detaillierte Beschreibung des Grundstücks ein, einschließlich Flurstück, Gemarkung, Fläche und Adresse. Beziehen Sie sich auf den Katasterplan oder den Kaufvertrag.

    💡 Verlangen Sie diese Information vom Verkäufer oder von dessen Notar, um sicherzustellen, dass keine Verwechslungen entstehen.

  3. 3

    Abschlussdatum, -uhrzeit und -ort festlegen

    Tragen Sie das geplante Abschlussdatum, die Uhrzeit und die genaue Adresse des Büros oder Notariats ein, wo der Abschluss stattfinden soll. Abstimmung mit allen Parteien ist notwendig.

    💡 Koordinieren Sie mit dem Treuhänder und dem Notar, um Konflikte zu vermeiden. Lassen Sie buffer für eventuelle Verzögerungen.

  4. 4

    Anzahlungsbetrag und Zahlungsbedingungen eintragen

    Nennen Sie den exakten Anzahlungsbetrag in Zahlen und Worten. Klären Sie, ob Zinsen auf dem Treuhandkonto anfallen und an wen diese gehen.

    💡 Achten Sie darauf, dass der Anzahlungsbetrag mit dem Kaufvertrag und der Bankbestätigung übereinstimmt.

  5. 5

    Freistellungsbedingungen definieren

    Schreiben Sie auf, unter welchen Bedingungen der Treuhänder das Geld an den Verkäufer freigeben darf (z. B. nach Eintragung ins Grundbuch, nach Finanzierungsbestätigung). Listen Sie auch auf, wann das Geld an den Käufer zurückgehen muss.

    💡 Arbeiten Sie eng mit dem Notar zusammen, um sicherzustellen, dass die Bedingungen in Einklang mit dem Kaufvertrag stehen.

  6. 6

    Unterzeichnung und Beglaubigung vorbereiten

    Drucken Sie das ausgefüllte Dokument aus und bereiten Sie es zur Unterzeichnung vor. Der Treuhänder und idealerweise ein Notar sollten als Zeugen fungieren und das Dokument beglaubigen.

    💡 Lassen Sie die Unterzeichnung notariell beglaubigen, um späteren Streitigkeiten vorzubeugen und rechtliche Sicherheit zu gewährleisten.

  7. 7

    Kopien an alle Parteien verteilen

    Stellen Sie sicher, dass jede Partei (Verkäufer, Käufer, Treuhänder) ein beglaubigtes Original erhält. Der Treuhänder behält das Original mit dem Treuhandkonto.

    💡 Erstellen Sie eine Checkliste, um zu dokumentieren, dass alle Kopien verteilt wurden und wann.

Häufig gestellte Fragen

Was ist der Unterschied zwischen einem Treuhandvertrag und einem Kaufvertrag?

Der Kaufvertrag regelt die Bedingungen des Grundstückskaufs (Preis, Nebenkosten, Gewährleistungen). Der Treuhandvertrag regelt die sichere Verwaltung der Anzahlung bis zum Abschluss. Ein Treuhänder hält das Geld, bis beide Seiten alle Verpflichtungen erfüllt haben. Der Treuhandvertrag ist das Rahmenwerk, das festlegt, wie die Zahlung des Kaufpreises organisiert wird.

Wer kann als Treuhänder fungieren?

In Deutschland ist ein Notar die übliche und empfohlene Wahl. Alternativ können Makler, spezialisierte Treuhandgesellschaften oder die Bank des Käufers fungieren. Der Treuhänder muss vertrauenswürdig sein, keine Interessenskonflikte haben und idealerweise versichert sein. Besprechen Sie die Wahl mit allen Parteien und legen Sie fest, wer die Treuhandgebühren trägt.

Was passiert mit der Anzahlung, wenn der Kauf nicht zustande kommt?

Wenn der Abschluss nicht erfolgt, hängt es von den Bedingungen ab. Wenn der Käufer die Schuld trägt, verliert er die Anzahlung. Wenn der Verkäufer die Schuld trägt oder wenn unvorhergesehene Hindernisse (z. B. Finanzierungsausfall) auftreten, wird die Anzahlung in der Regel an den Käufer zurückgegeben. Dies sollte im Treuhandvertrag klar festgehalten werden.

Kann die Anzahlung verzinst werden?

Ja, dies ist möglich und wird häufig praktiziert. Der Treuhänder legt das Geld auf ein verzinstes Konto. Es sollte vereinbart werden, ob die Zinsen dem Käufer gehören, mit den Nebenkosten verrechnet werden oder dem Treuhänder zustehen. Dies muss im Treuhandvertrag festgehalten werden.

Ist notarielle Beglaubigung notwendig?

Nicht zwingend erforderlich, aber dringend empfohlen. Eine notarielle Beglaubigung oder Beurkundung macht das Dokument vor Gericht beweiskräftiger und reduziert das Risiko von späteren Streitigkeiten. In Österreich und der Schweiz sind die Anforderungen unterschiedlich; konsultieren Sie einen lokalen Rechtsanwalt.

Kann der Treuhänder unter Druck das Geld freigeben?

Ein seriöser Treuhänder wird nicht unter Druck die vereinbarten Bedingungen verletzten. Der Treuhandvertrag sollte klar festhalten, dass der Treuhänder nur auf Anweisung beider Parteien oder nach schriftlich vereinbarten Bedingungen handeln darf. Im Zweifelsfall kann der Treuhänder sich einer einstweiligen Verfügung erwehren oder die Anzahlung deponieren.

Wie lange dauert der Treuhandprozess?

Der Prozess beginnt mit Hinterlegung der Anzahlung (wenige Tage nach Vertragsabschluss) und endet bei Freigabe der Anzahlung (oft am Abschluss, wenn alle Bedingungen erfüllt sind). Die Dauer hängt von Finanzierung, Grundbucheintrag und Koordination der Parteien ab. In der Regel dauert es 4–12 Wochen.

Was sind typische Bedingungen für die Freigabe der Anzahlung?

Häufige Bedingungen sind: Eintragung des Käufers ins Grundbuch, Bestätigung der Baufinanzierung durch die Bank, Behebung von Mängeln, Freigabe durch beide Parteien schriftlich. Der Notar koordiniert häufig die Freigabe. Alle Bedingungen sollten im Kaufvertrag und dem Treuhandvertrag identisch sein.

Wer trägt die Treuhandgebühren?

Dies ist verhandelbar. Häufig trägt der Käufer die Gebühren (als Nebenkosten), oder die Kosten werden aufgeteilt. Die Höhe hängt vom Betrag und vom Treuhänder ab (Notar, Makler, Bank). Dies sollte im Kaufvertrag und dem Treuhandvertrag vereinbart werden. Fordern Sie ein Kostengesamtangebot ein.

Im Vergleich zu Alternativen

vs Kaufvertrag

Der Kaufvertrag regelt die Gesamtbedingungen des Grundstückskaufs (Preis, Zustand, Gewährleistungen, Übergabetermin). Der Treuhandvertrag ist eine ergänzende Vereinbarung, die sich auf die sichere Verwaltung der Anzahlung konzentriert. Ein Kaufvertrag ist immer notwendig; ein Treuhandvertrag ist eine zusätzliche Sicherheitsmaßnahme, besonders wenn größere Summen beteiligt sind.

vs Maklervereinbarung

Eine Maklervereinbarung regelt die Rolle und Provision des Maklers. Der Treuhandvertrag regelt die Verwaltung von Anzahlungen. Ein Makler kann gleichzeitig Treuhänder sein, aber die Rollen sind unterschiedlich. Der Treuhandvertrag sollte unabhängig von der Maklervereinbarung klar festhalten, wer das Geld verwahrt und unter welchen Bedingungen.

vs Notarielle Hinterlegung

Eine notarielle Hinterlegung ist eine Vereinbarung mit einem Notar, der die Anzahlung verwahrt. Der Treuhandvertrag ist die schriftliche Vereinbarung zwischen den Parteien über die Bedingungen der Verwaltung. Ein Notar führt häufig beide durch: der Treuhandvertrag definiert die Bedingungen, und die notarielle Hinterlegung ist der technische Prozess.

vs Bankgarantie

Eine Bankgarantie ist eine finanzielle Sicherheit, die die Bank des Verkäufers leistet, falls dieser nicht leistet. Der Treuhandvertrag ist ein Verwaltungsprozess für die Zahlung selbst. Beide können zusammen verwendet werden: Der Treuhandvertrag regelt die Anzahlung, und eine Bankgarantie schützt zusätzlich vor Zahlungsausfällen des Verkäufers.

Branchenspezifische Hinweise

Immobilienverkauf und -kauf

Sichert Anzahlungen und organisiert die Abwicklung zwischen privaten Käufern und Verkäufern von Wohn- und Gewerbeimmobilien.

Immobilienmakler und Agenturen

Strukturiert Transaktionen mit Treuhandsystemen und reduziert das Betrugsrisiko für alle Parteien.

Notar- und Rechtskanzleien

Nutzt Treuhandverträge als Standarddokument bei der Beurkundung von Grundstückskäufen und Zahlungsabwicklung.

Bauträger und Entwickler

Verwaltet Anzahlungen und stufenweise Freigabe während der Bauphasen bei Neubauprojekten.

Finanzdienstleistungen und Banken

Fungiert oft als Treuhänder und koordiniert die Freigabe der Anzahlung mit Finanzierungsbedingungen.

Immobilieninvestoren und Privatanleger

Schützt Kapital und strukturiert mehrere parallele Grundstückskäufe mit standardisierten Treuhandprozessen.

Hinweise zur Rechtsprechung

In Deutschland ist ein Treuhandvertrag bei Grundstückskäufen Standard. Der Notar ist die häufigste und empfohlene Wahl als Treuhänder. Das deutsche BGB regelt die Besonderheiten der Treuhand und Haftung.

In Österreich regelt das ABGB Treuhand und Haftung. Ein Notar (Notariat) ist ebenfalls üblich. Die Anforderungen an Beglaubigung und Beurkundung sind ähnlich wie in Deutschland.

In der Schweiz sind die Kantone unterschiedlich reguliert. Ein Treuhänder (oft Anwalt oder Notar) ist Standard. Die Vorlage sollte an das kantonale Recht angepasst werden; konsultieren Sie einen Schweizer Rechtsanwalt.

Vorlage oder Profi — was passt?

WegAm besten fürKostenZeit
Vorlage verwendenEinfache Grundstückskäufe zwischen privaten Käufern und Verkäufern mit klaren, unkomplizierten Bedingungen.€ 0 (Vorlage) + Notargebühren (ab € 300–600)2–3 Stunden zum Ausfüllen; 1–2 Wochen bis Unterzeichnung
Vorlage + Profi-PrüfungKäufe mit besonderen Bedingungen oder größeren Summen, wenn Sie unsicher sind, ob die Vorlage ausreicht.€ 0 (Vorlage) + Notargebühren (€ 300–600) + ggf. Anwaltshonorar (€ 500–1.500)2–4 Stunden Vorbereitung + 1–2 Wochen Prüfung durch Anwalt
MaßgeschneidertKomplexe Transaktionen (mehrere Käufer/Verkäufer, Ratenzahlung, ungewöhnliche Bedingungen, internationale Parteien).€ 1.500–3.000+ (vollständige Neufassung durch Anwalt oder Notar)2–4 Wochen für Konzeptentwicklung, Verhandlung und Beurkundung

Glossar

Treuhänder
Neutrale Partei (natürliche Person oder Unternehmen), die Gelder oder Vermögenswerte im Namen anderer hält und verwaltet.
Treuhandkonto
Separates Bankkonto, auf dem der Treuhänder Anzahlungen oder Kaufgelder hält, bis alle Bedingungen erfüllt sind.
Anzahlung
Teilbetrag, den der Käufer bei Vertragsabschluss zahlt, um seine Ernsthaftigkeit zu zeigen und die Transaktion zu sichern.
Abschluss
Der Moment, in dem der Grundstückskauf rechtskräftig wird, alle Zahlungen erfolgt sind und das Eigentum übertragen wird.
Grundbesitz
Immobilie oder Grundstück, das Gegenstand des Kaufvertrags ist.
Freistellung
Freigabe der hinterlegten Anzahlung durch den Treuhänder an den Verkäufer, nachdem alle Bedingungen erfüllt sind.
Vertrag
Der Hauptkaufvertrag zwischen Verkäufer und Käufer, für den dieser Treuhandvertrag die Zahlungsmodalitäten regelt.
Bedingtheit
Bedingung, die erfüllt sein muss, damit der Treuhänder die Anzahlung freigeben darf.
Vollmacht
Schriftliche Ermächtigung des Käufers an den Treuhänder, die Anzahlung freizugeben oder zurückzuüberweisen.
Abschlussort
Büro oder Ort (meist Notariat), an dem die formelle Unterzeichnung und der Abschluss stattfinden.

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