Stillhalteabkommen

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FreiStillhalteabkommen

Auf einen Blick

Was es ist
Ein Stillhalteabkommen ist eine rechtliche Vereinbarung zwischen zwei Parteien, die eine Fusion regelt und die zweite Partei verpflichtet, während eines definierten Zeitraums keinen Akquisitions- oder Kontrollversuch zu unternehmen. Diese Vorlage ist ein kostenloses Word-Dokument, das Sie online bearbeiten und als PDF exportieren können.
Wann Sie es brauchen
Sie benötigen dieses Dokument, wenn Sie als Käufer oder Übernehmender eine Fusion planen und sich vor Interferenz durch Dritte schützen möchten. Es wird auch verwendet, um die Integrität der Fusionsverhandlung zu bewahren und die Verpflichtung beider Parteien zur Abschliessung der Transaktion zu sichern.
Was enthalten ist
Das Dokument enthält Bestimmungen zur Stillhalteverpflichtung, die Regelungen zum Stillhaltezeitraum, Beschränkungen bei Akquisitionen und Stimmrechtskontrolle, sowie Klauseln zur Vermeidung von Proxy-Anfechtungen und Stimmbindungsvereinbarungen. Es regelt, welche Handlungen untersagt sind und wie lange die Vereinbarung gilt.

Was ist eine Vorlage Stillhalteabkommen?

Ein Stillhalteabkommen ist eine rechtliche Vereinbarung, die eine Partei dazu verpflichtet, während eines definierten Zeitraums keine Akquisitions-, Kontroll- oder Stimmrechtseingriffe vorzunehmen. Es ist ein Standarddokument in Fusions- und Übernahmesituationen und schützt die Transaktionsintegrität, indem es potenzielle Interferenzen durch Dritte oder gegenseitige Sabotage verhindert. Diese Vorlage ist ein kostenloses Word-Dokument, das Sie online bearbeiten und als PDF exportieren können. Sie enthält alle notwendigen Klauseln für ein wirksames Stillhalteabkommen im deutschsprachigen Raum.

Warum Sie dieses Dokument brauchen

Ohne ein Stillhalteabkommen riskieren Sie, dass während kritischer Fusionsverhandlungen eine gegnerische Partei oder ein Dritter Stimmrechtsangelegenheiten anregt, alternative Kandidaten für den Vorstand vorschlägt oder durch Stimmbindungsvereinbarungen Kontrolle erlangt. Dies kann die gesamte Transaktion gefährden, zu erheblichen Verzögerungen führen und kostspielige rechtliche Auseinandersetzungen auslösen. Ein gut ausgearbeitetes Stillhalteabkommen schützt Ihr Investitionsinteresse, demonstriert gegenseitiges Vertrauen zwischen Parteien und schafft Klarheit über erlaubte und untersagte Handlungen während des sensiblen Transaktionszeitraums. Für komplexe oder hochwertige Transaktionen ist die Überprüfung durch einen spezialisierten M&A-Anwalt sehr zu empfehlen, um Lücken und potenzielle Umgehungen zu vermeiden.

Welche Variante passt zu Ihrer Situation?

Wenn Ihre Situation ist…Diese Vorlage verwenden
Wenn nur eine Partei Beschränkungen akzeptieren sollEinseitiges Stillhalteabkommen
Wenn beide Parteien sich gegenseitig zur Untätigkeit verpflichtenGegenseitiges Stillhalteabkommen
Mit festgelegtem Enddatum nach FusionsabschlussZeitlich befristetes Stillhalteabkommen
Wenn bestimmte Aktionen erlaubt sein sollen (z.B. Verwaltungshandlungen)Stillhalteabkommen mit Aus­nahmen
Regelt Verbot von Stimmrechtsaktionen nach TransaktionsabschlussPost-Merger Stillhalteabkommen

Häufige Fehler vermeiden

❌ Unzureichend definierter Stillhaltezeitraum

Warum es wichtig ist: Wenn der Zeitraum unklar ist, können Streitigkeiten über die Gültigkeitsdauer entstehen.

Fix: Geben Sie ein exaktes Enddatum an, z.B. '3 Jahre nach dem Abschluss der Fusion am [DATUM]'.

❌ Zu breite oder zu enge Ausnahmeregelungen

Warum es wichtig ist: Breite Ausnahmen schwächen den Schutz; zu enge Ausnahmen können legitime Geschäftstätigkeit behindern.

Fix: Arbeiten Sie mit dem Anwalt zusammen, um Ausnahmen zu definieren, die notwendige Flexibilität bieten, ohne Schutz zu untergraben.

❌ Vage Definitionen von 'Personen' und 'Gruppen'

Warum es wichtig ist: Unklar definierte Begriffe ermöglichen Umgehungen durch Dritte oder indirekte Beteiligte.

Fix: Spezifizieren Sie klar, wer als 'Person' oder 'Gruppe' gilt, einschließlich Tochtergesellschaften und verbundener Unternehmen.

❌ Fehlende Klauseln zur Durchsetzung und Sanktionen

Warum es wichtig ist: Ohne Durchsetzungsmechanismen ist das Abkommen möglicherweise unwirksam, wenn Verletzungen auftreten.

Fix: Fügen Sie Klauseln zu Sanktionen, Bußgeldern oder gerichtlicher Durchsetzung ein und lassen Sie diese von Anwalt prüfen.

❌ Unzureichende Spezifikation der anwendbaren Gesetze

Warum es wichtig ist: Mangelnde Klarheit über Rechtsprechung führt zu Konflikten und Unvorhersehbarkeit.

Fix: Geben Sie explizit an, welche Gesetze und Gerichte anwendbar sind, z.B. 'Gesetze der Bundesrepublik Deutschland, Gerichte in [STADT]'.

❌ Fehlende schriftliche Genehmigungsmechanismen

Warum es wichtig ist: Wenn nicht klar ist, wie Ausnahmen genehmigt werden, können Parteien über Genehmigungen streiten.

Fix: Definieren Sie den Genehmigungsprozess: 'Schriftliche Zustimmung beider Geschäftsführer erforderlich, innerhalb von [TAGE] Tagen'.

Die 9 wichtigsten Klauseln, erklärt

Stillhalteverpflichtung

In einfacher Sprache: Die zweite Partei verpflichtet sich, während des Stillhaltezeitraums keinen Akquisitionsversuch oder keine Stimmrechtsintervention durchzuführen.

Beispielformulierung
Die Zweite Partei stimmt zu, dass sie während des Stillhaltezeitraums ohne schriftliche Zustimmung der Ersten Partei keinem Partner individuell, kollektiv, direkt oder indirekt folgendes erlaubt: Erwerb oder Zustimmung zum Erwerb von wirtschaftlichem Eigentum an Anteilspapieren der Ersten Partei.

Häufiger Fehler: Ungenaue Definition des Stillhaltezeitraums führt zu Unklarheiten über Ende der Verpflichtung.

Ausnahmeregelungen für Kapitalmaßnahmen

In einfacher Sprache: Bestimmte Unternehmensmaßnahmen wie Aktiensplits und Gratisaktienverteilungen sind vom Verbot ausgenommen.

Beispielformulierung
Kein solcher Erwerb ist erforderlich aus Gründen: (a) einer Aktienaufteilung, Zusammenlegung oder Neueinstufung der Ersten Partei oder (b) einer Verteilung von Gratisaktien an Halter des im Umlauf befindlichen Aktienkapitals.

Häufiger Fehler: Ausnahmen werden zu breit formuliert, sodass der Schutz unwirksam wird.

Proxy- und Stimmrechtsschutz

In einfacher Sprache: Untersagt die Anstiftung zu Bevollmächtigten­abstimmungen und Stellvertreteranfragen ohne Zustimmung.

Beispielformulierung
Die Durchführung von oder Teilnahme an 'versuchter Anstiftung' von 'Bevollmächtigten' zur Stimmabgabe oder zur Teilnahme an einer 'Wahl' bezüglich der Ersten Partei ist untersagt.

Häufiger Fehler: Zu vage Formulierung ermöglicht Umgehung durch indirekte Beeinflussung.

Stimmbindungsvereinbarungen

In einfacher Sprache: Verbietet die Übertragung von Stimmrechten oder die Unterordnung unter Stimmbindungs­trusts ohne Genehmigung.

Beispielformulierung
Wertpapiere der Ersten Partei dürfen nicht in einen Stimmbindungs-Trust übertragen oder Vereinbarungen betreffend stimmberechtigte Wertpapiere unterworfen werden.

Häufiger Fehler: Unzureichende Spezifikation von Arten von Stimmbindungs­vereinbarungen ermöglicht Umgehung.

Bildung von Stimmrechtsgruppen

In einfacher Sprache: Untersagt die Bildung oder Teilnahme an Gruppen, die Stimmrechtsverhältnisse koordinieren.

Beispielformulierung
Eine Gruppe betreffend Stimmrechtsanteile der Ersten Partei zu bilden, dieser beizutreten, daran teilzunehmen oder die Bildung anzuregen ist untersagt.

Häufiger Fehler: Definition von 'Gruppe' bleibt unklar, was zu Streitigkeiten über Umgehungen führt.

Managementkontrolle und Geschäftstätigkeit

In einfacher Sprache: Verbietet Versuche, das Management, den Vorstand oder geschäftliche Entscheidungen der Ersten Partei zu beeinflussen.

Beispielformulierung
Alleine oder in Zusammenarbeit mit anderen das Management, den Vorstand, das Geschäft, die Richtlinien oder Handlungen der Ersten Partei zu beeinflussen oder zu kontrollieren ist untersagt.

Häufiger Fehler: Zu breite Formulierung kann legitime Geschäftsbeziehungen behindern.

Stillhaltezeitraum

In einfacher Sprache: Definiert den Zeitraum, während dessen die Stillhalteverpflichtung gilt, beginnend nach Abschluss der Fusion.

Beispielformulierung
Der Stillhaltezeitraum beginnt nach Durchführung der Fusion und endet [ANZAHL] Jahre nach dem Datum der Durchführung.

Häufiger Fehler: Zu kurze Zeiträume bieten unzureichenden Schutz; zu lange Perioden können unzumutbar sein.

Änderungs- und Aufhebungsklausel

In einfacher Sprache: Verbietet direkte oder indirekte Versuche, die Stillhaltebedingungen zu ändern oder aufzuheben ohne Zustimmung.

Beispielformulierung
Die Änderung, Anpassung oder Aufhebung der Bedingungen dieser Vereinbarung darf nicht von [BESCHREIBEN] oder deren Direktoren, leitenden Angestellten oder Partnern verlangt werden.

Häufiger Fehler: Unklare Formulierung ermöglicht Umgehungen durch indirekte Druckausübung.

Mitteilungspflicht

In einfacher Sprache: Regelt, wie Mitteilungen und Notizen zwischen den Parteien erfolgen.

Beispielformulierung
Alle Mitteilungen müssen schriftlich erfolgen und an die in dieser Vereinbarung angegebenen Adressen gesendet werden.

Häufiger Fehler: Unzureichend definierte Mitteilungswege führen zu Verzögerungen und Streitigkeiten.

So füllen Sie sie aus

  1. 1

    Gültigkeitsdatum eintragen

    Tragen Sie das Datum ein, an dem das Stillhalteabkommen gültig wird. Dies ist üblicherweise das Datum der Unterzeichnung oder der Abschluss der Fusionsvereinbarung.

    💡 Verwenden Sie das Format [DATUM] und geben Sie den vollständigen Tag, Monat und Jahr an.

  2. 2

    Namen und Adressen eintragen

    Füllen Sie den vollständigen Namen, die Rechtsform und die Adresse beider Parteien ein. Stellen Sie sicher, dass der Name exakt mit der Registrierung übereinstimmt.

    💡 Verwenden Sie Platzhalter [NAME IHRES UNTERNEHMENS] und [VOLLSTÄNDIGE ADRESSE] und ersetzen Sie sie mit tatsächlichen Daten.

  3. 3

    Gründungsstaat und Rechtsprechung festlegen

    Geben Sie an, in welchem Bundesland oder Staat beide Unternehmen gegründet wurden und welche Gesetze gelten.

    💡 Verwenden Sie [BUNDESLAND/STAAT] und spezifizieren Sie z.B. 'Deutschland', 'Bundesland Bayern' oder den entsprechenden State.

  4. 4

    Stillhaltezeitraum definieren

    Legen Sie fest, wie lange die Stillhalteverpflichtung nach Abschluss der Fusion gilt. Üblich sind 1–5 Jahre.

    💡 Ersetzen Sie [ANZAHL] mit einer konkreten Zahl, z.B. '3' für drei Jahre.

  5. 5

    Anwendbares Handelsgesetz spezifizieren

    Geben Sie die genaue Rechtsquelle an, auf die sich das Dokument bezieht (z.B. Wertpapierhandelsgesetz oder deutsches Aktiengesetz).

    💡 Unter [STAAT] und [BESCHREIBEN] die relevanten Sektionen oder Paragrafen eintragen.

  6. 6

    Ausnahmen und Anpassungen vornehmen

    Prüfen Sie die Ausnahmeklauseln und passen Sie diese an Ihre spezifischen Bedürfnisse an, z.B. ob Direktoren gewisse Handlungen durchführen dürfen.

    💡 Konsultieren Sie einen M&A-Anwalt, um sicherzustellen, dass Ausnahmen nicht den Schutz aushöhlen.

  7. 7

    Dokument von Anwalt prüfen lassen

    Bevor Sie unterzeichnen, lassen Sie das Dokument von einem auf Fusionen spezialisierten Anwalt prüfen.

    💡 Rechtliche Beratung ist bei dieser Art von Vereinbarung stark empfohlen, um Lücken zu vermeiden.

Häufig gestellte Fragen

Was ist ein Stillhalteabkommen und wofür wird es verwendet?

Ein Stillhalteabkommen ist eine rechtliche Vereinbarung, die eine Partei verpflichtet, während eines festgelegten Zeitraums keinen Versuch zu unternehmen, ein Unternehmen zu erwerben, Stimmrechte auszuüben oder die Kontrolle zu übernehmen. Es wird typischerweise in Fusions- und Übernahmesituationen verwendet, um die Transaktionintegrität zu schützen und sicherzustellen, dass beide Parteien ihre gegenseitigen Verpflichtungen erfüllen. Das Abkommen verhindert, dass Dritten die Fusion durch Gegenboten oder Kontrollversuche sabotieren.

Wer unterzeichnet das Stillhalteabkommen?

Das Stillhalteabkommen wird zwischen den beiden Transaktionsparteien unterzeichnet: dem Verkäufer (oder der Zielgesellschaft) und dem Käufer (oder Akquireur). In vielen Fällen unterzeichnen auch Geschäftsführer und möglicherweise externe Stakeholder wie Private-Equity-Investoren das Dokument, um ihre Unterstützung zu bestätigen und ihre rechtliche Bindung zu demonstrieren.

Wie lange sind Stillhalteabkommen gültig?

Der Zeitraum hängt von den Vereinbarungen zwischen den Parteien ab, läuft aber typischerweise von 1 bis 5 Jahren nach Abschluss der Fusion. Manchmal können kürzere Zeiträume (6–12 Monate) für einfache Transaktionen verwendet werden, während komplexe Unternehmensübernahmen längere Fristen (3–5 Jahre) erfordern. Der Zeitraum wird in der Vereinbarung explizit angegeben.

Kann das Stillhalteabkommen geändert oder aufgehoben werden?

Ja, das Stillhalteabkommen kann geändert oder aufgehoben werden, aber nur schriftlich und mit Zustimmung beider Parteien. Unilaterale Änderungen sind nicht zulässig. Eine häufige Ausnahmeregelung besteht darin, dass Direktoren der Ersten Partei Maßnahmen ergreifen können, die von der Mehrheit des Vorstands genehmigt wurden. Der Genehmigungsprozess sollte in dem Dokument klar definiert sein.

Was passiert, wenn eine Partei das Stillhalteabkommen verletzt?

Wenn eine Partei das Stillhalteabkommen verletzt, kann die andere Partei rechtliche Maßnahmen ergreifen, einschließlich Schadensersatzforderungen, einstweiliger Verfügung oder Feststellungsklage. Die Konsequenzen können erhebliche Bußgelder, Zinsen und Anwaltsgebühren beinhalten. Die spezifischen Sanktionen und Durchsetzungsmechanismen sollten in dem Dokument detailliert werden.

Ist ein Anwalt erforderlich, um ein Stillhalteabkommen zu unterzeichnen?

Obwohl die Vorlage eine Grundlage bietet, ist eine Überprüfung durch einen auf M&A spezialisierten Anwalt dringend empfohlen. Ein Anwalt kann sicherstellen, dass die Vereinbarung Ihre spezifischen Anforderungen erfüllt, dass Lücken oder unerwünschte Klauseln beseitigt werden, und dass die Vereinbarung mit lokalen Gesetzen konform ist.

Unterscheidet sich ein Stillhalteabkommen je nach Land?

Ja, die Rechtsprechung und gesetzliche Anforderungen variieren je nach Land. In Deutschland, Österreich und der Schweiz unterscheiden sich die anwendbaren Gesetze zur Aktionärsschutz, Fusionsregelung und Stimmrechtskontrolle. Es ist wichtig, dass Sie einen Anwalt mit Expertise in dem Land, in dem die Transaktion stattfindet, konsultieren.

Kann ein Stillhalteabkommen verhindert werden durch schuldhafte Gegenmaßnahmen?

In seltenen Fällen können Gerichte ein Stillhalteabkommen für ungültig erklären, wenn nachgewiesen wird, dass eine Partei unter Druck oder Betrug unterzeichnet hat oder wenn die Vereinbarung gegen lokale Gesetze verstößt. Dies ist jedoch selten und erfordert erhebliche rechtliche Einsprüche. Daher ist es entscheidend, dass die Vereinbarung sorgfältig ausgearbeitet ist.

Welche Klauseln sollten niemals in einem Stillhalteabkommen fehlen?

Ein vollständiges Stillhalteabkommen sollte folgende Klauseln enthalten: Definition des Stillhaltezeitraums, klare Spezifikation untersagter Handlungen, Ausnahmeregelungen, Mitteilungs- und Genehmigungsprozesse, Durchsetzungsmechanismen, Sanktionen, anwendbare Gesetze und Gerichtsbarkeit, Vertraulichkeitsbestimmungen und Unterschriftszeilen. Jede dieser Klauseln ist entscheidend für die Wirksamkeit des Dokuments.

Im Vergleich zu Alternativen

vs Aktienoptionsvereinbarung

Ein Stillhalteabkommen regelt die Untätigkeit während des Transaktionszeitraums und schützt die Transaktion vor Interferenz. Eine Aktienoptionsvereinbarung räumt hingegen spezifische Rechte ein, Aktien zu kaufen oder zu verkaufen. Das Stillhalteabkommen ist präventiv (es verbietet Handlungen), während Optionen konkrete Ausführungsrechte sind.

vs Fusionsvereinbarung

Die Fusionsvereinbarung ist der Hauptvertrag, der die Bedingungen und Details einer Fusion regelt. Das Stillhalteabkommen ist ein ergänzendes Dokument, das die Integrität dieser Fusion schützt, indem es Parteien verpflichtet, während eines Zeitraums untätig zu bleiben. Die Fusionsvereinbarung ist umfassender; das Stillhalteabkommen ist fokussierter.

vs Kaufvereinbarung (SPA)

Eine Stock Purchase Agreement (SPA) ist der vertragliche Rahmen für den Kauf und Verkauf von Unternehmensanteilen, mit detaillierten Bedingungen, Preisen und Schließungsvoraussetzungen. Das Stillhalteabkommen schützt die Transaktion, indem es Parteien während eines Zeitraums von Interferenzen abhält. Beide sind notwendig, aber für unterschiedliche Zwecke.

vs Vertrauensabkommen (NDA)

Ein Geheimhaltungsabkommen (NDA) regelt die Geheimhaltung von Geschäftsinformationen während Verhandlungen. Ein Stillhalteabkommen regelt operative Beschränkungen und Akquisitionsverbote. Ein NDA schützt Informationen; ein Stillhalteabkommen schützt die Transaktion selbst. Oft werden beide zusammen verwendet.

Branchenspezifische Hinweise

Finanzdienstleistungen

Finanzinstitute verwenden Stillhalteabkommen häufig, um Fusionen und Übernahmen zu schützen und Aktionärsverletzlichkeit zu minimieren.

Fertigung und Logistik

Produzenten nutzen diese Vereinbarungen, um operative Kontinuität während Fusionen zu sichern und Wettbewerbsrisiken zu reduzieren.

Technologie und Software

Tech-Unternehmen schützen ihre innovativen Vermögenswerte und Kundenbasis durch Stillhalteabkommen während kritischer Übergangsphasen.

Gesundheitswesen und Pharmazie

Gesundheitsdienstleister verwenden Stillhalteabkommen, um Patientendaten, Lizenzen und regulatorische Anerkennungen während Transaktionen zu schützen.

Einzelhandel und Großhandel

Einzelhandelsketten nutzen Stillhalteabkommen, um Markenintegrität und Lieferantenverhältnisse während Übernahmephasen zu bewahren.

Immobilien und Bauwesen

Immobilienentwickler verwenden diese Vereinbarungen, um Projektfinanzierung und Entwicklungsrechte während Fusionen zu schützen.

Hinweise zur Rechtsprechung

In Deutschland müssen Stillhalteabkommen mit dem Aktiengesetz (AktG), dem Handelsgesetzbuch (HGB) und dem Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) konform sein. Besondere Aufmerksamkeit gilt Stimmrechten und Aktionärsschutzregeln. Deutsche Gerichte erkennen Stillhalteabkommen an, erfordern aber eine korrekte Ausarbeitung.

In Österreich gelten das Gesellschaftsrechts-Änderungsgesetz (GesRÄG) und relevante Bestimmungen des Unternehmensgesetzbuchs (UGB). Österreichische Gerichte sind streng bei der Auslegung von Stillhalteabkommen; Klauseln müssen präzise formuliert sein. Eine Überprüfung durch einen österreichischen Anwalt ist empfohlen.

In der Schweiz regelt das Schweizerische Obligationenrecht (OR) Vereinbarungen zwischen Parteien. Schweizer Gerichte erkennen Stillhalteabkommen an, erwarten aber Konformität mit lokalen Fusionsregeln und Stimmrechtsgesetzen. Spezifische Schweizer Anforderungen sollten beachtet werden.

Vorlage oder Anwalt — was passt?

WegAm besten fürKostenZeit
Vorlage verwendenEinfache Transaktionen mit etablierten Parteien und klaren Rollen, bei denen minimale Anpassungen erforderlich sind.EUR 0–50 (nur Template-Kosten)2–4 Stunden für Ausfüllung und Anpassung
Vorlage + RechtsprüfungMittlere Komplexität mit spezifischen Anforderungen; Sie benötigen Anwaltsberatung, um sicherzustellen, dass die Vorlage Ihre Situation abdeckt.EUR 200–600 (Template + Anwaltsgebühren für Überprüfung)1–2 Wochen einschließlich Anwaltsrevision
MaßgeschneidertKomplexe Transaktionen, mehrere Parteien, internationale Aspekte oder hohe Vermögenswerte, bei denen maßgeschneiderte Lösungen notwendig sind.EUR 1.500–5.000+ (vollständige rechtliche Drafting)3–6 Wochen für Drafting, Verhandlung und Finaliserung

Glossar

Stillhalteverpflichtung
Rechtliche Verpflichtung einer Partei, während eines definierten Zeitraums bestimmte Handlungen nicht zu unternehmen.
Fusionsvereinbarung
Hauptvertrag, der die Bedingungen und Details der Unternehmensfusion regelt.
Lock-up Agreement
Englischer Begriff für Stillhalteabkommen; regelt Beschränkungen bei Übernahmeversuchen.
Stimmrecht
Recht eines Aktionärs, bei Unternehmens­entscheidungen abzustimmen.
Wirtschaftliches Eigentum
Kontrolle und Nutzen eines Vermögenswertes unabhängig von rechtlichem Eigentum.
Proxy-Anfechtung
Versuch, die Abstimmung von Aktionären durch alternative Kandidaten zu beeinflussen.
Stimmbindungs-Trust
Treuhänderische Vereinbarung, die Stimmrechte dritter Hand überträgt.
Person (legal)
Jede juristische oder natürliche Person, einschließlich Unternehmen, Partnerschaften und Regierungen.

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