Rechtsanwaltsvereinbarung

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FreiRechtsanwaltsvereinbarung

Auf einen Blick

Was es ist
Eine Rechtsanwaltsvereinbarung ist ein Vertrag zwischen Ihrem Unternehmen und einem Rechtsanwalt, der dessen Mandate, Pflichten und die Bedingungen der Zusammenarbeit regelt. Sie erhalten die Vorlage als kostenlos herunterladbare Word-Datei, die Sie online bearbeiten und als PDF exportieren können.
Wann Sie es brauchen
Sie benötigen diese Vereinbarung, wenn Sie einen Anwalt offiziell in einer Jurisdiktion einsetzen, um Ihr Unternehmen rechtlich zu vertreten — etwa bei Klagen, behördlichen Verfahren oder der Erfüllung von Meldepflichten. Sie ist besonders wichtig bei grenzüberschreitenden Tätigkeiten oder wenn Sie keinen festen Sitz in der betreffenden Region haben.
Was enthalten ist
Die Vereinbarung regelt die Ernennung des Rechtsanwalts, dessen Befugnisse und Haftungsgrenzen, das Kündigungsrecht beider Parteien, Fristen für die Dokumentenrückgabe und die Übergabe an einen Nachfolger. Sie schafft Klarheit über Verantwortlichkeiten und schützt beide Seiten.

Was ist eine Vorlage Rechtsanwaltsvereinbarung?

Eine Rechtsanwaltsvereinbarung ist ein verbindlicher Vertrag zwischen Ihrem Unternehmen und einem Rechtsanwalt oder einer Kanzlei, der deren Mandate, Pflichten und die Bedingungen der Zusammenarbeit regelt. Sie erhalten die Vorlage als kostenlos herunterladbare Word-Datei, die Sie online bearbeiten und als PDF exportieren können. Die Vereinbarung klärt, welche rechtlichen Aufgaben der Anwalt übernimmt — etwa Vertretung vor Gericht, Behördenmeldungen, Verfahrenshandlungen — und schafft Klarheit über Haftungsgrenzen, Kündigungsrecht und die Rückgabe von Dokumenten bei Beendigung.

Warum Sie dieses Dokument brauchen

Ohne schriftliche Vereinbarung entstehen Missverständnisse über Mandate und Kosten. Der Anwalt handelt möglicherweise außerhalb des geplanten Umfangs, Haftungsansprüche sind schwer nachzuweisen, und bei Anwaltswechsel drohen Dokumentenverluste. Eine formal dokumentierte Rechtsanwaltsvereinbarung schützt Ihr Unternehmen, indem sie Befugnissen klar definiert, Kündigungsfristen regelt und sicherstellt, dass Unterlagen ohne Verzögerung übergeben werden. Sie ist besonders wichtig, wenn Ihr Unternehmen ohne Niederlassung in einer Gerichtsbarkeit tätig ist — dann ist ein Anwalt vor Ort oft gesetzlich vorgeschrieben. Eine klare schriftliche Grundlage reduziert das Risiko kostspielig Prozessfehler und gibt beiden Seiten Sicherheit.

Welche Variante passt zu Ihrer Situation?

Wenn Ihre Situation ist…Diese Vorlage verwenden
Vereinbarung mit einer Privatperson, die als Rechtsanwalt tätig istEinzelner Anwalt als Rechtsanwalt
Vereinbarung mit einer Kanzlei oder rechtlichen GesellschaftAnwaltskanzlei als Rechtsanwalt
Befristete Beauftragung für ein spezifisches Verfahren oder eine AktionTemporäre Anwaltsvertretung
Anwalt hauptsächlich für Behördenmeldungen und Compliance tätigMehrheitlich Meldepflicht-fokussiert
Vorlage mit detaillierten Kostensätzen, Stundenhonorar oder PauschalgebührenMit Gebührenregelung

Häufige Fehler vermeiden

❌ Zu breite oder unspezifische Mandate

Warum es wichtig ist: Der Anwalt kann dann Handlungen vornehmen, die über den geplanten Umfang hinausgehen, und haften lässt sich kaum nachvollziehen.

Fix: Definieren Sie Mandate konkret: z. B. ‚Vertreter in Arbeitsrechtsverfahren vor dem Arbeitsgericht, nicht für Zivilklagen' statt ‚Allgemeine Rechtvertretung'.

❌ Fehlende oder unklare Kündigungsfrist

Warum es wichtig ist: Ohne Frist kann ein Anwalt plötzlich ausscheiden, während ein Fall läuft, was Prozessrisiken schafft.

Fix: Nennen Sie explizit: ‚Kündigung mit 30 Tagen schriftlicher Frist. Im Fall eines laufenden Verfahrens muss der Anwalt in den neuen Anwalt einarbeiten'.

❌ Mangelnde Dokumentation der Nachfolgeregelung

Warum es wichtig ist: Bei Anwaltswechsel gehen Unterlagen verloren, oder der neue Anwalt hat keinen Zugriff auf die Fallgeschichte.

Fix: Schreiben Sie vor: Name, Adresse und Kontakt des Nachfolgeanwalts müssen dem alten Anwalt mitgeteilt werden; dieser muss Unterlagen an den neuen übergeben.

❌ Ungenaue oder falsche Adressdaten

Warum es wichtig ist: Offizielle Mitteilungen erreichen die falschen Adresse und gelten als nicht zugestellt — Prozesse können verloren gehen.

Fix: Kontrollieren Sie alle Adressdaten mit Unternehmensregister, Gründungsurkunde oder offizieller Behördenbest­ätigung.

❌ Keine Klausel zur Haftungsbegrenzung

Warum es wichtig ist: Das Unternehmen sitzt dann ohne Schutz da, wenn der Anwalt fahrlässig handelt; Haftungsansprüche sind teuer und schwer zu beweisen.

Fix: Regeln Sie klar: Haftung besteht für grobe Fahrlässigkeit und Nichterfüllung, aber nicht für Mitteilungsverzögerungen, die das Unternehmen hätte verhindern können.

❌ Fehlende Anpassung an lokale Rechtspflichten

Warum es wichtig ist: Die Vereinbarung könnte lokalen Vorschriften widersprechen, wodurch sie ungültig oder nicht durchsetzbar wird.

Fix: Lassen Sie die Vorlage vor Unterschrift von einem Anwalt vor Ort auf Compliance mit Landesrecht überprüfen.

Die 7 wichtigsten Klauseln, erklärt

Benennung und Befugnis des Rechtsanwalts

In einfacher Sprache: Der Anwalt wird offiziell beauftragt, das Unternehmen in der benannten Gerichtsbarkeit rechtlich zu vertreten.

Beispielformulierung
[NAME DES RECHTSANWALTS] stimmt zu, als Rechtsanwalt von [NAME IHRES UNTERNEHMENS] in [BUNDESLAND/STAAT] bei allen Klagen oder Verfahren gegen das Unternehmen zu agieren, oder, mit der vorhergehenden schriftlichen Zustimmung des Unternehmens, benötigte Erklärungen unter der Richtlinie für die gesetzliche Veröffentlichung durchzuführen.

Häufiger Fehler: Unklare oder zu breite Befugnisse, die dem Anwalt erlauben, ohne Zustimmung in Angelegenheiten zu handeln, die über das Mandat hinausgehen.

Haftungsbegrenzung für Verfahren und Mitteilungen

In einfacher Sprache: Der Anwalt haftet nicht für versäumte Mitteilungen oder Verfahren, außer bei grober Nachlässigkeit oder absichtlicher Nichterfüllung.

Beispielformulierung
Der Rechtsanwalt übernimmt keine Verantwortung für den Erhalt oder Nichterhalt solcher Prozesse, Mitteilungen oder anderer Verfahren durch das Unternehmen, außer in Fällen grober Nachlässigkeit oder absichtlicher Nichterfüllung durch den Rechtsanwalt.

Häufiger Fehler: Haftungsklauseln, die zu vage sind oder den Anwalt von Verantwortung befreien, auch wenn er fahrlässig handelt — dies kann die Anspruchsdurchsetzung erschweren.

Kündigungsrecht des Anwalts

In einfacher Sprache: Der Anwalt kann die Vereinbarung jederzeit aus beliebigen Gründen beenden, indem er dem Unternehmen schriftlich Bescheid gibt.

Beispielformulierung
Der Rechtsanwalt kann jederzeit und aus jedem Grund seine Arbeit für das Unternehmen beenden und kündigt, indem er dem Unternehmen eine diesbezügliche Mitteilung zukommen lässt.

Häufiger Fehler: Kündigungsklauseln ohne Kündigungsfrist, die zu plötzlichen Unterbrechungen der Anwaltsvertretung führen und dem Unternehmen schaden.

Dokumentenrückgabe und Übergabefrist

In einfacher Sprache: Nach Beendigung muss das Unternehmen innerhalb einer festgelegten Frist schriftliche Anweisungen geben, wie alle geschäftsbezogenen Dokumente zur Rückgabe zu behandeln sind.

Beispielformulierung
Innerhalb von [ANZAHL] Tagen nach einer solchen Mitteilung muss das Unternehmen dem Rechtsanwalt schriftliche Anweisungen zukommen lassen, wie alle Dokumente, welche in Besitz des Rechtsanwaltes sind und welche seine Funktion als Rechtsanwalt des Unternehmens betreffen, an das Unternehmen zurückzugeben sind.

Häufiger Fehler: Fehlende klare Übergabefristen, was zu Dokumentenverlust oder zu Verzögerungen beim Wechsel zu einem neuen Anwalt führt.

Übergabe an Nachfolgeanwalt

In einfacher Sprache: Das Unternehmen muss den Namen und die Adresse des neuen Anwalts mitteilen, damit Dokumente und Informationen übergeben werden können.

Beispielformulierung
Diese Anweisungen müssen auch den Namen und die Adresse des neuen Rechtsanwaltes des Unternehmens in [BUNDESLAND/STAAT] beinhalten.

Häufiger Fehler: Keine Regelung für die Dokumentenübergabe an einen neuen Anwalt, was bei Anwaltswechseln zu Kontinuitätsbrüchen und Informationsverlust führt.

Aktuelle Adressdaten und Kontaktangaben

In einfacher Sprache: Beide Parteien geben ihre vollständigen Adressen und Geschäftssitze an; diese sind Grundlage für offizielle Mitteilungen und Verfahren.

Beispielformulierung
[NAME IHRES UNTERNEHMENS] mit Hauptniederlassung in: [IHRE VOLLSTÄNDIGE ADRESSE] UND: [NAME DES UNTERNEHMENS] mit Hauptniederlassung in: [VOLLSTÄNDIGE ADRESSE].

Häufiger Fehler: Falsche oder unvollständige Adressen, durch die amtliche Mitteilungen nicht zugestellt werden und Verfahrensfehler entstehen.

Schrittweise Geltung bei grenzüberschreitender Tätigkeit

In einfacher Sprache: Die Vereinbarung sieht vor, dass das Unternehmen ohne Niederlassung im betreffenden Bundesland einen Rechtsanwalt vor Ort benötigt — Rechtspflicht wird dokumentiert.

Beispielformulierung
Das Unternehmen ist nicht in [BUNDESLAND/STAAT] ansässig und hat dort keine Niederlassung, wodurch, in Übereinstimmung mit der gesetzlichen Veröffentlichungspflicht, ein Rechtsanwalt eingesetzt werden muss, der in [BUNDESLAND/STAAT] niedergelassen ist.

Häufiger Fehler: Fehlerhafte Dokumentation der Rechtsgrundlage für die Anwaltsbestellung, was bei Behördenchecks oder Prüfungen Probleme verursacht.

So füllen Sie sie aus

  1. 1

    Datum und Beteiligung eintragen

    Geben Sie das Stichtum der Vereinbarung ein. Tragen Sie den vollständigen Namen Ihres Unternehmens, den Ort seiner Gründung und seine Adresse ein. Tragen Sie Informationen zum Rechtsanwalt (Privatperson oder Kanzlei) ein.

    💡 Verwenden Sie offizielle Unternehmensregister oder Gründungsurkunden, um genaue Namen und Daten zu erhalten.

  2. 2

    Gerichtsbarkeit und Bundesland definieren

    Geben Sie an, in welchem Bundesland oder Staat der Rechtsanwalt tätig wird und vor welchen Gerichten/Behörden er vertreten wird.

    💡 Wenn das Unternehmen in mehreren Bundesländern tätig ist, erstellen Sie separate Vereinbarungen oder weisen Sie alle abgedeckten Regionen explizit aus.

  3. 3

    Mandate und Befugnisse spezifizieren

    Definieren Sie konkret, welche Aufgaben der Anwalt übernimmt — Klagen, Behördenmeldungen, Verfahrenshandlungen etc. Bestimmen Sie, welche Entscheidungen er ohne Rückfrage treffen darf.

    💡 Seien Sie so präzise wie möglich; zu breite Mandate führen zu Haftungskonflikten und Überraschungen.

  4. 4

    Kündigungsfrist und Kündigungsrecht eintragen

    Legen Sie fest, mit wie vielen Tagen Kündigungsfrist beide Parteien die Vereinbarung beenden können. Entscheiden Sie, ob Kündigungen an Bedingungen geknüpft sind.

    💡 Mindestens 30 Tage Frist geben dem Unternehmen Zeit, einen Nachfolgeanwalt zu finden.

  5. 5

    Dokumentenrückgabe und Übergabefrist festlegen

    Geben Sie die Anzahl der Tage an, in denen das Unternehmen nach Kündigungsmitteilung Anweisungen zur Dokumentenrückgabe erteilen muss.

    💡 10–15 Tage sind eine faire Frist; zu kurz bedeutet Stress, zu lang bedeutet Verzögerung.

  6. 6

    Unterschriften und Vollmacht vorbereiten

    Beide Parteien (Unternehmensvertreter und Anwalt) unterschreiben die Vereinbarung. Verwahren Sie ein Original und senden Sie ein beglaubigtes Exemplar an den Anwalt.

    💡 Lassen Sie Unterschriften beglaubigen oder erhalten Sie digitale Signaturen; dies erhöht die rechtliche Verbindlichkeit.

  7. 7

    Überprüfung durch lokalen Rechtsberater

    Lassen Sie die ausgefüllte Vereinbarung von einem Anwalt in der betreffenden Gerichtsbarkeit prüfen, um sicherzustellen, dass sie lokale Gesetze und Meldepflichten korrekt umsetzt.

    💡 Eine externe Prüfung kostet oft weniger als der Schaden durch unvollständige oder fehlerhafte Mandate.

Häufig gestellte Fragen

Muss ich eine schriftliche Vereinbarung mit meinem Anwalt haben?

Ja. Eine schriftliche Vereinbarung schafft Klarheit über Mandate, Kosten und Haftungsgrenzen. Sie schützt beide Seiten und ist in vielen Jurisdiktionen für offizielle Vertretung vorgeschrieben. Mündliche Vereinbarungen führen zu Missverständnissen und sind vor Gericht schwer nachzuweisen.

Kann der Anwalt die Vereinbarung jederzeit beenden?

Ja, in dieser Vorlage kann der Anwalt mit schriftlicher Mitteilung aus beliebigen Gründen kündigen. Das ist seine Vertragsfreeheit. Sie sollten aber eine angemessene Kündigungsfrist (z. B. 30 Tage) aushandeln, damit Sie Zeit haben, einen Nachfolger zu finden — insbesondere bei laufenden Verfahren.

Was sollte ich über die Dokumentenrückgabe regeln?

Der Anwalt muss nach Beendigung alle geschäftsbezogenen Unterlagen (Schriftsätze, Prozessakten, Korrespondenz, Verträge) zurückgeben oder an einen Nachfolgeanwalt übergeben. Legen Sie eine klare Frist fest und verlangen Sie schriftliche Bestätigung der Übergabe. So vermeiden Sie Dokumentenverlust.

Haften Anwälte für versäumte Fristen oder verlorene Verfahren?

Nach dieser Vorlage haftet der Anwalt nur bei grober Fahrlässigkeit oder absichtlicher Nichterfüllung, nicht für versäumte Mitteilungen, die das Unternehmen hätte verhüten können. Verhandeln Sie eine klarere Haftungsregel, insbesondere wenn Fristen kritisch sind.

Kann ich diese Vorlage für mehrere Bundesländer nutzen?

Sie können die Vorlage anpassen, aber jedes Bundesland hat unterschiedliche Rechtspflichten und Gerichtsbarkeiten. Erstellen Sie separate Vereinbarungen für jedes Bundesland oder führen Sie alle Regionen in einer Vereinbarung auf — mit klarer Abgrenzung. Lassen Sie die finale Version von einem lokalen Anwalt überprüfen.

Was passiert, wenn ich den Anwalt wechsle?

Teilen Sie dem alten Anwalt Namen und Adresse des neuen mit. Der alte Anwalt muss alle Dokumente an den neuen oder direkt an Sie übergeben. Geben Sie eine Frist vor (z. B. 10 Tage). Bitten Sie den neuen Anwalt um schriftliche Bestätigung, dass alle Unterlagen eingegangen sind.

Kann ich diese Vereinbarung selbst ausfüllen oder brauche ich einen Anwalt?

Sie können die Vorlage selbst ausfüllen, aber lassen Sie einen Anwalt in der betreffenden Gerichtsbarkeit überprüfen — besonders wenn Meldepflichten oder spezifische lokale Vorschriften im Spiel sind. Eine externe Prüfung kostet oft weniger als die Kosten von Fehlern.

Wie lange ist eine Rechtsanwaltsvereinbarung gültig?

Die Vereinbarung läuft, bis eine Partei sie kündigt. Es ist sinnvoll, eine jährliche Überprüfung vorzusehen, um zu klären, ob die Mandate und Befugnisse noch aktuell sind. Besonders bei sich ändernden Geschäftstätigkeiten sollten Sie die Vereinbarung aktualisieren.

Muss ich Gebühren in der Vereinbarung festlegen?

Diese Vorlage regelt Mandate und Haftung, nicht Gebühren. Idealerweise sollten Gebühren schriftlich in separater Honorarvereinbarung festgehalten werden (Stundensätze, Pauschalen, Spesenersatz). Klären Sie das vor Unterschrift, um Überraschungen zu vermeiden.

Im Vergleich zu Alternativen

vs Mündliche Vereinbarung mit dem Anwalt

Eine mündliche Absprache ist schnell getroffen, führt aber zu Missverständnissen über Mandate, Kosten und Haftung. Eine schriftliche Vereinbarung dokumentiert alles verbindlich und ist vor Gericht durchsetzbar. Sie sollten immer schriftlich festhalten, besonders bei größeren Mandaten.

vs Einmalige Vollmacht für ein Verfahren

Eine Vollmacht regelt nur ein spezifisches Mandat (z. B. ein Gerichtsverfahren), endet nach Verfahrensende. Eine Rechtsanwaltsvereinbarung ist offener, regelt laufende Vertretung über längere Zeit und umfasst mehrere Aufgaben (Klagen, Meldepflichten, Beratung). Nutzen Sie diese Vorlage, wenn der Anwalt fortlaufend tätig wird.

vs Pauschalgebührenvereinbarung mit dem Anwalt

Eine Pauschalgebührenvereinbarung regelt nur die Kosten und Abrechnungsweise. Eine Rechtsanwaltsvereinbarung regelt Mandate, Pflichten, Haftung und Kündigung. Beide sollten zusammen bestehen: diese Vorlage für strukturelle Fragen, eine separate Gebührenregelung für Kosten.

vs Generelle Anwaltsempfehlung oder Geschäftsbeziehung

Eine lockere Geschäftsbeziehung mit einem „Vertrauensanwalt" ist informell und kostengünstig, führt aber zu Unklarheiten über Haftung und Mandate. Diese Vorlage formalisiert die Beziehung, schafft Klarheit und schützt bei Streitigkeiten oder beim Anwaltswechsel.

Branchenspezifische Hinweise

Handel und Vertrieb

Rechtvertretung bei Verbraucherrechtsangelegenheiten, Klauselen zu AGB und Mängelhaftung.

Herstellung und Produktion

Anwaltsvertretung bei Produkthaftung, Arbeitsschutz, Betriebsvergenehmigungen und behördlichen Inspektionen.

Finanz- und Versicherungsdienstleistungen

Rechtliche Unterstützung bei Compliance, Aufsichtsbehördenverfahren und Vertragsmanagement.

Technologie und Software

Anwaltsvertretung in Datenschutzfragen (DSGVO), Geistiges Eigentum und Lizenzangelegenheiten.

Immobilien und Bauwirtschaft

Vertretung bei Bauverträgen, Grundstückskaufen, Schuldverhältnissen und Nachbarschaftsdisputen.

Gesundheit und Pflege

Rechtvertretung bei medizinischen Haftungsansprüchen, Patientenrechten und behördlichen Lizenzierungen.

Hinweise zur Rechtsprechung

In Deutschland regelt das Berufsrecht der Rechtsanwälte (BRAO) und die Gebührenordnung (RVG) die Anwaltsbeziehung. Diese Vorlage passt sich an deutsches Recht an; verwenden Sie sie für Vertreter vor deutschen Gerichten und Behörden.

In Österreich gelten die Bestimmungen der Rechtsanwaltsordnung (RAO). Die Vorlage ist anpassbar; überprüfen Sie lokale Anforderungen an die schriftliche Form und Meldepflichten.

Vorlage oder Anwalt — was passt?

WegAm besten fürKostenZeit
Vorlage verwendenKleine Unternehmen oder Einzelmandate; Sie haben Zeit zum Anpassen und wissen, welche Aufgaben der Anwalt hat.EUR 29–49 (Vorlagen-Download)30–60 Minuten zum Ausfüllen; 1–2 Tage für interne Abstimmung
Vorlage + RechtsprüfungMittlere Betriebe oder grenzüberschreitende Tätigkeiten; Sie wollen Sicherheit, dass die Vereinbarung lokal rechtssicher ist.EUR 150–400 (Vorlage + anwaltliche Prüfung)1–2 Tage Vorbereitung + 3–5 Tage Prüfung durch Anwalt
MaßgeschneidertKomplexe Mandatsstrukturen, mehrere Anwälte, hohe finanzielle Risiken oder ungewöhnliche Rechtspflichten.EUR 500–2000+ (komplett neuer Entwurf durch Anwalt)1 Woche oder länger (Anforderungsklärung, Entwurf, Verhandlung)

Glossar

Rechtsanwalt
Eine in einem Bundesland oder Staat zugelassene Person oder Kanzlei, die rechtliche Vertretung und Beratung erbringt.
Mandat
Der Auftrag an den Anwalt, das Unternehmen in bestimmten rechtlichen Angelegenheiten zu vertreten.
Gerichtsbarkeit
Der Bereich (Bundesland, Staat oder Land), in dem ein Gericht oder Behörde Rechtsmacht ausübt.
Meldepflicht
Gesetzlich vorgeschriebene Anmeldung oder Bekanntmachung von Unternehmensangelegenheiten bei Behörden.
Klage
Ein formelles rechtliches Verfahren vor Gericht, das der Anwalt im Namen des Unternehmens führt.
Niederlassung
Ein fest etablierter Ort, an dem ein Unternehmen Geschäftstätigkeit ausübt.
Dokumentenrückgabe
Verpflichtung des Anwalts, alle geschäftsbezogenen Unterlagen an das Unternehmen oder seinen Nachfolger herauszugeben.
Absichtliche Nichterfüllung
Bewusstes Versäumen von Pflichten durch den Anwalt, für das er haftbar gemacht werden kann.
Kündigungsrecht
Das Recht einer Partei, die Vereinbarung beendet oder ohne Grund zu beenden.
Juristische Person
Ein Unternehmen, eine Gesellschaft oder Organisation mit Rechtsfähigkeit, die unabhängig von Einzelpersonen handeln kann.

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