Lizenzvertrag für Beispielsoftware

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FreiLizenzvertrag für Beispielsoftware

Auf einen Blick

Was es ist
Ein Lizenzvertrag für Beispielsoftware ist ein rechtlich bindendes Dokument, das die Bedingungen regelt, unter denen ein Softwareanbieter einem Unternehmen eine Demo- oder Testversion seiner Software zur Verfügung stellt. Das Dokument schützt das geistige Eigentum des Lizenzgebers durch Bestimmungen zu Nutzungsrechten, Vertraulichkeit und Urheberrechten. Sie erhalten diesen Vertrag als bearbeitbare Word-Datei, die Sie mit Ihren spezifischen Angaben ausfüllen und digital oder handschriftlich unterzeichnen können.
Wann Sie es brauchen
Sie benötigen diesen Vertrag, wenn Sie eine Testversion, Demo oder begrenzte Lizenz Ihrer Software an ein anderes Unternehmen vergeben möchten. Er ist erforderlich, wenn Sie sicherstellen müssen, dass die Testphase zeitlich begrenzt bleibt, die Software nicht weitergegeben oder analysiert wird und Ihre Geschäftsgeheimnisse geschützt sind. Der Vertrag ist auch sinnvoll, wenn Sie evaluieren möchten, wer die Software nutzen darf und unter welchen Bedingungen.
Was enthalten ist
Der Vertrag enthält die Erteilung einer persönlichen, nicht-exklusiven Lizenz für die Demo-Software, Klauseln zur Vertraulichkeit und zum Eigentumsschutz, Regelungen zur Vervielfältigung und zum Urheberrecht, sowie Garantien und Gewährleistungsausschlüsse. Ferner sind Bestimmungen zu automatischen Abschaltfunktionen enthalten, die die Software nach Ablauf inoperabel machen, sowie Schutzmaßnahmen gegen Reverse Engineering und unbefugte Weitergabe.

Was ist ein Lizenzvertrag für Beispielsoftware?

Ein Lizenzvertrag für Beispielsoftware ist ein rechtlich verbindendes Dokument, das die Bedingungen regelt, unter denen ein Softwareanbieter einem anderen Unternehmen eine zeitlich befristete Demo-, Test- oder Evaluierungslizenz seiner Software zur Verfügung stellt. Das Dokument schützt das geistige Eigentum des Lizenzgebers — seinen Quellcode, seine Algorithmen und seine Geschäftsgeheimnisse — durch präzise Bestimmungen zu Nutzungsrechten, Vertraulichkeit, Urheberrechten und Vervielfältigungsverboten. Der Vertrag ist typischerweise kürzer befristet als eine Vollversion-Lizenz und enthält automatische Deaktivierungsfunktionen, die die Software nach Ablauf inoperabel machen. Sie erhalten diese Vorlage als bearbeitbare Word-Datei, die Sie mit Ihren spezifischen Angaben ausfüllen, digital unterzeichnen oder ausdrucken und von hand unterschreiben können. Die Vorlage entspricht deutschem Recht und ist auf DACH-Länder abgestimmt.

Warum Sie diesen Vertrag brauchen

Das Risiko, eine Demo-Software ohne rechtliche Absicherung zu vergeben, ist erheblich. Ohne einen schriftlichen Lizenzvertrag können Sie nicht rechtlich durchsetzen, dass der Lizenznehmer die Software nach einer bestimmten Frist nicht mehr nutzt, dass er sie nicht an Dritte weitergegeben hat, oder dass er Ihren Quellcode nicht analysiert hat. Das kostet Sie potenziell Millionen Euro an verlorenen Lizenzen, wenn die Software heimlich in der Produktion eingesetzt wird, oder Wettbewerbsnachteile, wenn Konkurrenten Ihre Architektur durch Reverse Engineering kopieren. Ein Lizenzvertrag mit automatischer Abschaltung, klaren Nutzungsbeschränkungen und Vertraulichkeitsverpflichtungen schützt Ihr Geschäftsgeheimnis, setzt zeitliche Grenzen durch und gibt Ihnen rechtliche Handhaben, falls der Lizenznehmer den Vertrag bricht. Besonders in der Softwarebranche, wo Testversionen regelmäßig an Kundenunternehmen gehen, ist dieser Schutz unverzichtbar.

Welche Variante passt zu Ihrer Situation?

Wenn Ihre Situation ist…Diese Vorlage verwenden
Längere Evaluierungsphase für komplexe Enterprise-SoftwareLizenzvertrag mit einjähriger Laufzeit
Kurze Testphase für Standard-SaaS-AnwendungenLizenzvertrag mit 30-Tage-Befristung
Demo-Version mit Schulung und Onboarding-BegleitungLizenzvertrag mit technischem Support
Testlizenz für mehrere Nutzer im selben UnternehmenMulti-User-Lizenzvertrag
Testversion mit sensiblen Kundendaten oder in der EULizenzvertrag mit Datenschutzannex
Demo mit vertraglich festgelegtem Upgrade zur VollversionLizenzvertrag mit Upgrade-Option
Schutz vor Analyse durch Konkurrenten während TestphaseLizenzvertrag mit Wettbewerbsverbot

Häufige Fehler vermeiden

❌ Keine genaue Enddatum angeben

Warum es wichtig ist: Ohne exaktes Enddatum ist unklar, wann die Demo-Lizenz abläuft, wodurch es zu unbegründeten Weiternutzungen kommt.

Fix: Notieren Sie ein konkretes Datum (z. B. '30. Juni 2025') oder eine Bedingung (z. B. '30 Tage nach schriftlicher Bestätigung') im Vertrag.

❌ CPU-Anzahl nicht definieren

Warum es wichtig ist: Unklar bleibt, auf wie vielen Computern oder Servern die Software laufen darf, was zu unberechtigter Mehrfachnutzung führt.

Fix: Geben Sie explizit an, z. B. 'auf einer einzigen CPU mit Lizenz-ID XYZ' oder 'auf maximal 3 Servern in Anhang A'.

❌ Vertraulichkeitspflicht ohne Enddatum

Warum es wichtig ist: Eine unbegrenzte Geheimhaltungspflicht ist in vielen Rechtsordnungen unzureichend durchsetzbar und kann ungültig werden.

Fix: Setzen Sie eine konkrete Dauer, z. B. '3 Jahre nach Vertragsende', und nennen Sie Ausnahmen (z. B. öffentlich verfügbare Infos).

❌ Zu vage Regelung von Nutzungsrechten

Warum es wichtig ist: Schwammige Formulierungen erlauben Lizenznehmer, die Software indirekt über Consultants oder Subunternehmer zu nutzen.

Fix: Nennen Sie ausdrücklich, wer die Software nutzen darf und unter welchen Bedingungen (z. B. 'nur für interne Evaluierung', 'keine Nutzung durch externe Consultants').

❌ Keine Backup-Kopien-Ausnahme

Warum es wichtig ist: Ein striktes Vervielfältigungsverbot kann IT-Sicherheit und Disaster Recovery gefährden, wenn keine Sicherungskopien erlaubt sind.

Fix: Formulieren Sie eine Ausnahme: 'Der Lizenznehmer darf eine Sicherungskopie für Notfall-Recovery anfertigen, wenn diese unter gleicher Geheimhaltung gespeichert wird.'

❌ Automatische Abschaltung nicht technisch umgesetzt

Warum es wichtig ist: Ohne funktionierende Abschaltfunktion nutzt der Lizenznehmer die Software einfach weiter, nach Ablauf der Demo-Frist.

Fix: Integrieren Sie tatsächliche Deaktivierungsmechanismen in die Demo-Version (z. B. Lizenz-Keys, die ablaufen) und dokumentieren Sie dies im Vertrag.

Die 10 wichtigsten Klauseln, erklärt

Erteilung der Lizenz

In einfacher Sprache: Der Lizenzgeber räumt dem Lizenznehmer ein zeitlich befristetes, nicht-exklusives Recht ein, die Demo-Software auf einer definierten CPU zu nutzen.

Beispielformulierung
Der Lizenzgeber erteilt dem Lizenznehmer ein persönliches, nicht-exklusives und nicht-übertragbares Recht, eine Demo-Version der Software auf einer einzigen CPU für den Zeitraum vom [STARTDATUM] bis [ENDDATUM] zu benutzen.

Häufiger Fehler: Versäumnis, das genaue Enddatum oder die Anzahl erlaubter CPUs anzugeben, was später zu Streitigkeiten führt.

Nutzungsbeschränkungen

In einfacher Sprache: Der Lizenznehmer darf die Software nur für interne Geschäftszwecke nutzen, nicht für Beratung, Timesharing oder Services für Dritte.

Beispielformulierung
Der Lizenznehmer darf die lizenzierte Software nur für seine eigenen Geschäftszwecke benutzen und nicht für Beratung, Programmierleistungen oder Produkte anderer Personen, ausgenommen seine Geschäftsbereiche und Tochtergesellschaften.

Häufiger Fehler: Unklare Definition von 'anderen Personen', was ermöglicht, dass der Lizenznehmer die Software indirekt weiterzugeben versucht.

Vertraulichkeit und Geschäftsgeheimnisse

In einfacher Sprache: Der Lizenznehmer verpflichtet sich, die Software und alle darin enthaltenen Geheimnisse streng vertraulich zu behandeln und nicht weiterzugeben.

Beispielformulierung
Der Lizenznehmer bestätigt, dass die lizenzierte Software wertvolle Geschäftsgeheimnisse enthält und wird sie nicht verkaufen, abtreten, lizenzieren oder an andere Personen überliefern, außer mit schriftlicher Erlaubnis des Lizenzgebers.

Häufiger Fehler: Verweis auf Vertraulichkeit, ohne die Dauer der Verpflichtung nach Vertragsende anzugeben (z. B. '3 Jahre nach Ablauf').

Dauer der Vertraulichkeitsverpflichtung

In einfacher Sprache: Die Geheimhaltungsverpflichtungen bleiben auch nach Vertragsende für einen definierten Zeitraum gültig.

Beispielformulierung
Alle Verpflichtungen zur Vertraulichkeit werden nach Beendigung dieser Lizenz für einen Zeitraum von [NUMMER] Jahren fortbestehen.

Häufiger Fehler: Fehlende Angabe der Jahre, wodurch die Verpflichtung praktisch unendlich wird oder überhaupt nicht durchsetzbar ist.

Schutz vor Reverse Engineering

In einfacher Sprache: Der Lizenznehmer darf die Software nicht auseinandernehmen, analysieren oder versuchen, ihren Objektcode zu untersuchen.

Beispielformulierung
Der Lizenznehmer wird keine Kopien der lizenzierten Software manipulieren, deren Sichermerkmale nicht umgehen oder verändern und wird keiner Person erlauben, den Objektcode auseinanderzunehmen oder zu analysieren.

Häufiger Fehler: Zu vague Formulierung ohne Nennung von Objektcode oder Decompilation, was die Durchsetzung erschwert.

Urheberrechte und Eigentumsrechte

In einfacher Sprache: Alle Urheberrechte, Patente und geistigen Eigentumsrechte der Software verbleiben ausschließlich beim Lizenzgeber.

Beispielformulierung
Alle Urheberrechte, Patente, Geschäftsgeheimnisse und vertrauliche Informationen sind und werden der wertvolle Besitz des Lizenzgebers bleiben. Der Lizenznehmer darf urheberrechtliche Vermerke nicht entfernen.

Häufiger Fehler: Fehlende Klarstellung, dass eine Lizenz kein Eigentumsrecht transferiert, was zu Verwechslungen führt.

Vervielfältigungsverbot

In einfacher Sprache: Der Lizenznehmer darf die Software nicht kopieren oder duplizieren, außer wie rechtlich zulässig.

Beispielformulierung
Der Lizenznehmer darf ohne vorherige schriftliche Erlaubnis des Lizenzgebers keinen Teil der lizenzierten Software kopieren oder vervielfältigen. Der Lizenznehmer wird keiner anderen Person die Vervielfältigung erlauben.

Häufiger Fehler: Versäumnis, Backup-Kopien oder Sicherungskopien ausdrücklich auszunehmen, was später Probleme bei IT-Wiederherstellung verursacht.

Automatische Abschaltung nach Ablauf

In einfacher Sprache: Die Software enthält eine automatische Deaktivierungsfunktion, die sie nach dem Enddatum inoperabel macht.

Beispielformulierung
Die lizenzierte Software umfasst automatische Abschaltfunktionen, die sie nach dem Ablaufdatum inoperabel machen, um sicherzustellen, dass die Demo-Nutzung pünktlich endet.

Häufiger Fehler: Fehlende technische Implementierung, wodurch der Lizenznehmer die Software weiterhin verwenden kann, nachdem die Lizenz abgelaufen ist.

Garantien und Gewährleistungsausschlüsse

In einfacher Sprache: Der Lizenzgeber garantiert, berechtigt zu sein, die Lizenz zu erteilen und garantiert, dass die Software keine Urheberrechte Dritter verletzt.

Beispielformulierung
Der Lizenzgeber erklärt und garantiert, dass er berechtigt ist, die Lizenz zu erteilen und, nach bestem Wissen, die lizenzierte Software keine Urheberrechte oder Eigentumsrechte anderer verletzt.

Häufiger Fehler: Zu absolute Garantie ohne 'nach bestem Wissen' oder ähnliche Einschränkungen, was unverhältnismäßige Haftung schafft.

Haftung bei Urheberrechtsverletzungen

In einfacher Sprache: Der Lizenzgeber verpflichtet sich, den Lizenznehmer gegen Ansprüche wegen Urheberrechtsverletzungen zu verteidigen und die Kosten zu tragen.

Beispielformulierung
Der Lizenzgeber wird auf eigene Kosten jedes Verfahren gegen den Lizenznehmer verteidigen, das auf einem Anspruch begründet ist, dass die Software die Urheberrechte oder Eigentumsrechte in [LAND] verletzt, sofern der Lizenznehmer den Lizenzgeber schnell schriftlich benachrichtigt.

Häufiger Fehler: Fehlende Bedingungen wie 'schnelle Benachrichtigung' oder 'volle Kooperationspflicht', die die Verteidigungsmöglichkeiten des Lizenzgebers einschränken.

So füllen Sie sie aus

  1. 1

    Gültigkeitsdatum eintragen

    Tragen Sie das Startdatum der Lizenz ein. Dieses Datum markiert den Beginn der Testphase. Nutzen Sie das Format TT.MM.JJJJ (z. B. 15.01.2025).

    💡 Koordinieren Sie das Startdatum mit dem Datum der Unterschriftsleistung oder dem geplanten Schulungstermin.

  2. 2

    Namen der Parteien ausfüllen

    Geben Sie den vollständigen Legal Name des Lizenzgebers (Ihr Unternehmen) und des Lizenznehmers (Kundenunternehmen) ein. Achten Sie auf korrekte Schreibweise und Rechtsform (z. B. GmbH, AG).

    💡 Gleichen Sie die Namen mit dem Handelsregister oder Unternehmensausweis ab, um Rechtsunsicherheit zu vermeiden.

  3. 3

    Vollständige Adressen eintragen

    Fügen Sie die Hauptniederlassungsadressen beider Unternehmen ein, inklusive Straße, Hausnummer, Postleitzahl und Stadt.

    💡 Verwenden Sie die Geschäftsadresse, nicht die Privatadresse von Geschäftsführern oder Gründern.

  4. 4

    Gründungsland und -bundesland angeben

    Tragen Sie ein, unter welchen Gesetzen jedes Unternehmen gegründet wurde. Dies ist wichtig für die Rechtswahl (z. B. 'Gesetze des Bundeslandes Bayern').

    💡 Für deutsche Unternehmen nutzen Sie das Bundesland, in dem die Geschäftsleitung ihren Sitz hat.

  5. 5

    Software-Details in Anhang A ausfüllen

    Geben Sie die genaue Version der Demo-Software, die einzelne CPU/Lizenz-ID und das Enddatum an. Diese Informationen gehören in einen separaten Anhang A, den Sie als Beilage zum Vertrag erstellen.

    💡 Seien Sie präzise: 'Version 2.5.1, Lizenz ID: LIC-2025-00142, bis zum 15.04.2025'.

  6. 6

    Laufzeit der Vertraulichkeitspflicht definieren

    Geben Sie ein, wie viele Jahre die Geheimhaltungsverpflichtung nach Vertragsende andauert (z. B. '3 Jahre'). Dies schützt Ihre Geschäftsgeheimnisse über die Demo-Phase hinaus.

    💡 Typisch sind 2–5 Jahre, je nach Sensibilität Ihrer Technologie und Branchenstandard.

  7. 7

    Anwendbares Recht und Anspruchshaftung klären

    Geben Sie an, welche nationale Rechtsordnung gilt (z. B. 'Gesetze der Bundesrepublik Deutschland') und für welches Bundesland oder welchen Staat Gerichte zuständig sind. Dies sollte in einem separaten Paragraph zu Rechtswahl und Gerichtsstand stehen.

    💡 Als deutscher Anbieter empfehlen sich deutsche Gerichte und deutsches Recht; international tätige Unternehmen wählen oft Deutsch oder Schweizer Recht.

  8. 8

    Unterschrift und Datum

    Drucken Sie den unterzeichneten Vertrag aus, lassen Sie ihn von bevollmächtigten Personen (Geschäftsführer, Vorstände) beider Parteien unterschreiben und notieren Sie das Unterschriftsdatum.

    💡 Nutzen Sie eine beglaubigte Kopie oder qualifizierte elektronische Signatur, um späteren Streitigkeiten vorzubeugen.

Häufig gestellte Fragen

Kann ich die Demo-Software nach Ablauf der Lizenz noch nutzen?

Nein. Die Demo-Lizenz endet zum angegebenen Enddatum und die Software wird durch automatische Abschaltfunktionen inoperabel. Der Lizenznehmer ist verpflichtet, alle Kopien zu löschen oder dem Lizenzgeber zurückzugeben. Eine Weitergabe nach Ablauf ist nicht zulässig und kann zu Schadenersatzforderungen führen.

Darf ich die Software an meine Consultants oder Subunternehmer weitergeben?

Nein. Der Vertrag verbietet ausdrücklich, die Software an Dritte zu liefern oder für deren Rechnung zu nutzen. 'Andere Personen' sind Individuen, Firmen oder Unternehmen außer dem Lizenznehmer selbst. Eine Weitergabe verstößt gegen den Vertrag und kann zivilrechtliche Konsequenzen haben.

Was passiert, wenn ich den Quellcode analysieren oder dekompilieren möchte?

Das ist untersagt. Der Vertrag enthält ein Reverse-Engineering-Verbot. Der Lizenznehmer darf die Software nicht zerlegen, dekompilieren oder den Objektcode analysieren. Ein Verstoß kann zu Klagen auf Unterlassung, Schadensersatz und Vertragsbeendigung führen.

Wie lange muss ich die Geschäftsgeheimnisse geheim halten, nachdem die Lizenz abgelaufen ist?

Die Vertraulichkeitspflicht gilt auch nach Vertragsende für den im Vertrag festgelegten Zeitraum (z. B. 3 Jahre). Dies bedeutet, dass Sie Informationen über den Quellcode, die Implementierung und die Architektur nicht offenlegen dürfen, auch wenn Sie die Software nicht mehr nutzen.

Kann ich die Demo-Software vor der Lizenzfrist kündigen?

Das hängt vom jeweiligen Vertrag ab. Typischerweise endet eine Demo-Lizenz nicht früher, es sei denn, der Vertrag enthält eine ausdrückliche Kündigungsklausel. Kommunizieren Sie mit dem Lizenzgeber, wenn Sie die Demo früher beenden möchten, um Missverständnisse zu vermeiden.

Was, wenn die Software mein Urheberrecht verletzt?

Der Lizenzgeber übernimmt die Verteidigung gegen Ansprüche wegen Urheberrechtsverletzungen auf seine Kosten, sofern Sie ihn schnell schriftlich benachrichtigen und vollständig kooperieren. Dies ist eine wichtige Schutzmaßnahme für Sie als Lizenznehmer. Melden Sie verdächtige Urheberrechts-Ansprüche sofort dem Lizenzgeber.

Bin ich als Lizenznehmer haftbar, wenn ich die Software weitergebe?

Ja. Eine unbefugte Weitergabe verstößt gegen den Vertrag und kann zivilrechtliche Konsequenzen haben — Unterlassungsansprüche, Schadensersatz und möglicherweise Vertragsstrafen. Der Lizenzgeber kann auch Strafanzeige erstatten, wenn Geschäftsgeheimnisse gestohlen werden.

Kann ich die Demo-Lizenz auf eine andere Person oder ein anderes Unternehmen übertragen?

Nein. Die Lizenz ist persönlich und nicht übertragbar. Sie können sie nicht an Dritte abtreten, verkaufen oder verschenken. Jedes andere Unternehmen benötigt eine eigene Lizenzvereinbarung mit dem Lizenzgeber.

Was, wenn der Licenzgeber die Demo-Unterstützung einstellt, bevor die Lizenz abläuft?

Das hängt vom Vertrag ab. Typischerweise endet Ihre Lizenzfrist zum vereinbarten Datum, auch wenn der Support endet. Falls dies für Sie ein Problem ist, erklären Sie dies vor Unterschrift und verhandeln Sie eine Klausel, die Support-Kontinuität oder eine Kulanzfrist vorsieht.

Im Vergleich zu Alternativen

vs Lizenzvertrag für Vollversion

Ein Vollversions-Lizenzvertrag räumt dauerhaften Zugriff ein und enthält weniger restriktive Bestimmungen zu Endzeiten und Funktionsbeschränkungen. Ein Demo-Lizenzvertrag ist zeitlich begrenzt, zielt auf Schutz vor Reverse Engineering und Weitergabe ab und endet automatisch. Wählen Sie den Demo-Vertrag für Evaluierungsphasen und den Vollversions-Vertrag nach dem Kauf.

vs Software-Entwicklungsvertrag

Ein Entwicklungsvertrag regelt die Erstellung neuer Software und räumt dem Auftraggeber meist Eigentums- oder Miteignentümerrechte ein. Ein Demo-Lizenzvertrag ist eine reine Evaluierungslizenz ohne Entwicklungsarbeit und überträgt keine Eigentumsrechte. Nutzen Sie den Demo-Vertrag zur Testphase und den Entwicklungsvertrag, wenn Sie Software speziell anfertigen lassen.

vs Service-Level-Agreement (SLA)

Ein SLA definiert die Verfügbarkeit, Reaktionszeiten und Qualität von Softwaresupport. Ein Demo-Lizenzvertrag regelt vor allem Eigentumsrechte, Vertraulichkeit und Nutzungsbeschränkungen. Sie können ein SLA dem Demo-Vertrag beilegen, wenn Support enthalten ist. Das Demo-Vertrag steht im Vordergrund, das SLA ergänzt es.

vs Geheimhaltungsvereinbarung (NDA)

Ein NDA schützt vertrauliche Informationen während geschäftlicher Besprechungen und Verhandlungen. Ein Demo-Lizenzvertrag ist spezieller und regelt den Umgang mit der Software selbst, ihre Nutzung und Eigentumsrechte. Ein Demo-Vertrag enthält üblich eine Vertraulichkeitsklausel; Sie können ihn zusammen mit einem separaten NDA nutzen, um auch andere Informationen zu schützen.

Branchenspezifische Hinweise

Softwareentwicklung und IT-Services

Schutz von Quellcode und proprietären Algorithmen während der Kundendemonstration.

SaaS und Cloud-Computing

Kontrolle von Test-Accounts und Evaluierungsumgebungen vor Kaufvertrag.

Finanzdienstleistungen und Banking

Regulatorischer Schutz sensiblen Code und Datenschutz während Proof-of-Concept-Phasen.

Beratung und Systemintegration

Bereitstellung spezialisierter Tools für Kundenprojekte mit zeitlicher und funktionaler Begrenzung.

Medizintechnik und Pharma

Sicherung regulatorisch relevanter Daten und Algorithmen während klinischer Bewertungen.

Maschinenbau und Industrie 4.0

Lizenzierung von Steuerungs- und Überwachungssoftware für Produktionsanlagen.

Hinweise zur Rechtsprechung

In Deutschland gilt der Vertrag unter deutschem Recht und wird vor deutschen Gerichten durchgesetzt. Achten Sie auf Datenschutz-Compliance nach DSGVO, wenn Testdaten personenbezogen sind. Das BGB (Bürgerliches Gesetzbuch) regelt Lizenzrechte und Geschäftsgeheimnisse.

In Österreich gelten ähnliche Grundsätze wie in Deutschland. Das österreichische ABGB (Allgemeines Bürgerliches Gesetzbuch) regelt Vertragsrecht. Beachten Sie, dass österreichische Unternehmen das Recht haben, ihre Datenschutzbehörde einzuschalten, wenn Sie Daten verarbeiten.

In der Schweiz regelt das Obligationenrecht (OR) Lizenzverträge. Eine Demo-Lizenz ist zulässig, muss aber klar begrenzt sein. Schweizer Gerichte sind oft streng bei der Auslegung von Geheimhaltungsverpflichtungen; seien Sie präzise in Formulierungen.

Vorlage oder Anwalt — was passt?

WegAm besten fürKostenZeit
Vorlage verwendenStandardisierte interne Demo-Lizenzen für ähnliche Kundensituationen.0 Euro (Vorlagenkosten); nur Ihre Zeit zum Ausfüllen.30–60 Minuten zum Anpassen und Unterschreiben.
Vorlage + RechtsprüfungDemo-Lizenz für neue Märkte oder strategisch wichtige Kunden, bei der eine juristische Prüfung sinnvoll ist.150–300 Euro für Anwaltsprüfung (in Deutschland typisch).2–5 Tage für Anwalts-Review und Überarbeitungen.
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Glossar

Lizenznehmer
Das Unternehmen, das die Lizenz erhält und die Software nutzen darf.
Lizenzgeber
Das Unternehmen, das die Software entwickelt und die Lizenz vergibt.
Demo-Version
Eine zeitlich oder funktional begrenzte Version der Software zur Evaluierung.
Geistiges Eigentum
Urheberrechte, Patente, Marken und Geschäftsgeheimnisse des Lizenzgebers.
Geschäftsgeheimnis
Vertrauliche Informationen wie Quellcode, Algorithmen und Implementierungsdetails.
Reverse Engineering
Das Zerlegen oder Analysieren der Software, um ihre interne Funktionsweise zu verstehen.
Abschaltfunktion
Automatischer Mechanismus, der die Software nach Ablauf der Lizenzfrist deaktiviert.
Nicht-exklusive Lizenz
Der Lizenzgeber darf die gleiche Software gleichzeitig an andere vergeben.
Nicht-übertragbar
Der Lizenznehmer darf die Lizenz nicht an Dritte abtreten oder verkaufen.
Urheberrechtsschutz
Automatischer rechtlicher Schutz der ursprünglichen Software gegen Kopien.
Vertraulichkeitsverpflichtung
Rechtliche Pflicht, Geschäftsgeheimnisse geheim zu halten, auch nach Vertragsende.

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