Kommanditgesellschaftsvertrag

Kostenloser Word-Download • Online bearbeiten • Mit Drive speichern und teilen • Als PDF exportieren

14 seiten30–40 min zum AusfüllenSchwierigkeit: KomplexUnterschrift erforderlichRechtsprüfung empfohlen
Mehr erfahren ↓
FreiKommanditgesellschaftsvertrag

Auf einen Blick

Was es ist
Ein Kommanditgesellschaftsvertrag ist das Gründungsdokument einer KG und regelt die Beziehungen zwischen dem haftenden Partner und den Kommanditisten. Diese Word-Vorlage enthält alle notwendigen Klauseln zu Kapitalbeiträgen, Gewinnanteilen, Laufzeit und Geschäftszweck. Der kostenlose Download ermöglicht eine schnelle Anpassung an Ihre spezifische Situation.
Wann Sie es brauchen
Sie benötigen diese Vorlage, wenn Sie eine Kommanditgesellschaft gründen oder umstrukturieren möchten. Sie wird vor der Anmeldung beim Handelsregister und der Einreichung bei den zuständigen Behörden ausgefüllt und unterzeichnet.
Was enthalten ist
Das Dokument enthält Abschnitte zu Gründung und Entstehung der KG, Namen und Geschäftssitze, Laufzeit, Kapitalbeiträge, Gewinne und Verluste, Verteilung von Barzahlungen sowie Rechte und Pflichten der Partner. Alle Klauseln folgen deutschem Gesellschaftsrecht und sind anpassbar.

Was ist ein Kommanditgesellschaftsvertrag?

Ein Kommanditgesellschaftsvertrag ist das Gründungsdokument einer Kommanditgesellschaft (KG) und regelt die rechtliche und finanzielle Beziehung zwischen dem haftenden Partner und den Kommanditisten. Der haftende Partner haftet unbeschränkt für die Schulden der Gesellschaft, während die Kommanditisten — typischerweise externe Investoren — nur in Höhe ihrer Kapitaleinzahlung haftbar sind. Diese Vorlage ist ein kostenlos herunterladbares Word-Dokument, das alle notwendigen Klauseln zu Kapitalbeiträgen, Gewinnanteilen, Laufzeit, Geschäftszweck und Registrierungspflichten enthält. Sie können es online bearbeiten und als PDF exportieren, um es dem Handelsregister einzureichen.

Warum Sie dieses Dokument brauchen

Ohne einen schriftlichen, rechtlich korrekten Kommanditgesellschaftsvertrag entsteht ein Haftungs- und Vermögensrisiko für alle Beteiligten. Das Handelsregister akzeptiert eine KG nur, wenn ein unterzeichneter Gründungsvertrag vorliegt. Dieser Vertrag definiert klar, wer haftet, wie viel jeder Partner einzahlt, wie Gewinne und Verluste verteilt werden, und unter welchen Bedingungen die Gesellschaft aufgelöst wird. Ein unvollständiger oder falsch formulierter Vertrag kann später zu Rechtsstreiten unter Partnern führen, zu Transferproblemen bei Beteiligungen, oder sogar zur Nichtanerkennung durch Behörden und Banken. Diese Vorlage erspart Ihnen Unsicherheit und teure rechtliche Nachbesserungen — Sie können ein solides Gründungsdokument in wenigen Stunden selbst erstellen und, falls nötig, von einem Anwalt prüfen lassen.

Welche Variante passt zu Ihrer Situation?

Wenn Ihre Situation ist…Diese Vorlage verwenden
Ein haftender Partner, mehrere Kommanditisten — Standardfall.Kommanditgesellschaft — Single haftender Partner
KG für Immobilieninvestment oder Fondsverwaltung.Kommanditgesellschaft mit Zwecksvermögen
KG mit festgelegtem Enddatum (z. B. Projekt-KG).Kommanditgesellschaft mit zeitlicher Begrenzung
Regelmäßige Nachschussverpflichtungen der Kommanditisten vorgesehen.Kommanditgesellschaft mit zusätzlichen Kapitalpflichten
Kommanditisten erhalten begrenzte Mitsprache.Kommanditgesellschaft mit Geschäftsführerkompetenz

Häufige Fehler vermeiden

❌ Keine klare Definition des Geschäftszwecks

Warum es wichtig ist: Zu vage Formulierungen ermöglichen später Ansprüche, dass bestimmte Handlungen der KG nicht autorisiert waren.

Fix: Schreiben Sie den Zweck konkret auf: z. B. 'Kauf, Verwaltung und Vermietung von Wohnliegenschaften in [Stadt]' statt nur 'Immobiliengeschäfte'.

❌ Gewinnverteilung nicht mit Kapitaleinlage abgestimmt

Warum es wichtig ist: Kommanditisten zahlen unterschiedlich, erhalten aber gleiche Gewinne — dadurch entstehen Konflikte und später Klagen.

Fix: Definieren Sie Eigentumsanteile im Anhang A und stellen Sie sicher, dass Gewinn- und Verlustquoten damit übereinstimmen.

❌ Keine Regelung zu Nachschüssen oder deren Grenzen

Warum es wichtig ist: Der haftende Partner kann später unbegrenzte Nachschüsse verlangen, was Kommanditisten überfordert.

Fix: Legen Sie fest, ob Nachschüsse möglich sind, bis zu welcher Höhe, und unter welchen Bedingungen (z. B. maximal 50 % der Kapitaleinlage).

❌ Ausschüttungen ohne Prüfung der Zahlungsfähigkeit

Warum es wichtig ist: Die KG zahlt Gewinne aus, obwohl nicht genug Bargeld für Schuldenabbau vorhanden ist — Insolvenzrisiko.

Fix: Schreiben Sie klar auf: 'Ausschüttungen erfolgen nur, wenn die laufenden Schulden abgedeckt sind und Rücklagen ausreichend sind'.

❌ Keine Unterschriftsregelung oder unvollständige Unterzeichnung

Warum es wichtig ist: Das Handelsregister akzeptiert den Vertrag nicht ohne alle Unterschriften oder Notarisierung.

Fix: Veranlassen Sie alle Partner, vor einem Notar oder zwei Zeugen zu unterzeichnen; fordert das Handelsregister Notarisierung, besorgen Sie diese.

❌ Unklare oder fehlende Anhänge

Warum es wichtig ist: Anhänge gelten als integraler Bestandteil des Vertrags — fehlende oder vage Anhänge führen später zu Rechtsstreitigkeiten.

Fix: Erstellen Sie detaillierte Anhänge (A: Kommanditisten mit Kapital; B: Liegenschaftsbeschreibung, falls zutreffend) und unterzeichnen Sie auch diese.

Die 11 wichtigsten Klauseln, erklärt

Entstehung und Gründung der KG

In einfacher Sprache: Erklärt, dass die Partner eine Kommanditgesellschaft unter dem geltenden Recht bilden und dass ein Zertifikat eingereicht werden muss.

Beispielformulierung
Die Parteien bilden hiermit eine Kommanditgesellschaft unter und laut dem überarbeiteten Gesetz betreffend Kommanditgesellschaften von [BUNDESLAND], wonach das Zertifikat im Ministerium von [BUNDESLAND] eingereicht werden muss.

Häufiger Fehler: Nicht klarstellen, in welchem Bundesland die KG angemeldet wird, oder wichtige Registrierungsanforderungen übersehen.

Haftende Partner und Bevollmächtigung

In einfacher Sprache: Benennt den haftenden Partner und ermächtigt ihn, Zertifikate einzureichen und die KG nach außen zu vertreten.

Beispielformulierung
Der haftende Partner ist hiermit von allen Kommanditisten autorisiert und bevollmächtigt, Zertifikate einzureichen und zu veröffentlichen und tritt in deren Namen als Rechtsanwalt auf.

Häufiger Fehler: Keine ausreichende Vollmacht für den haftenden Partner, weshalb Handlungen später angefochten werden könnten.

Zweck und Geschäftsbetrieb

In einfacher Sprache: Definiert den konkreten Geschäftszweck der KG, z. B. Kauf und Verwaltung von Immobilien.

Beispielformulierung
Der Zweck der Kommanditgesellschaft ist der folgende: der Kauf, die Verwaltung und der Verkauf [...] von [BESCHREIBUNG DES EIGENTUMS], sowie [VERÄNDERUNGEN UND REPARATUREN].

Häufiger Fehler: Zu vage oder zu eng Geschäftszweck definieren, was später Handlungen der KG in Frage stellt.

Name und Geschäftssitze

In einfacher Sprache: Legt den Namen der KG und die Hauptgeschäftsstätte fest, sowie Anforderungen für Zertifikate in anderen Bundesländern.

Beispielformulierung
Der Name der Kommanditgesellschaft ist [NAME]. Das Geschäft wird unter Variationen dieses Namens geführt, die die Gesetze von [Bundesland] einhalten. Der Hauptgeschäftssitz ist [ADRESSE].

Häufiger Fehler: Geschäftssitz nicht korrekt angeben oder Zertifikatspflichten in mehreren Bundesländern vergessen.

Kapitaleinlagen und Nachschüsse

In einfacher Sprache: Regelt, wie viel jeder Partner einzahlen muss, dass Barzahlung erforderlich ist, und unter welchen Bedingungen Nachschüsse verlangt werden können.

Beispielformulierung
Das Anfangskapital entspricht der im Anhang A angegebenen Summe. Kommanditisten müssen auf schriftliche Aufforderung des haftenden Partners zusätzliche Kapitalbeiträge leisten, die ihrem Eigentumsanteil entsprechen.

Häufiger Fehler: Keine klare Regelung zu Nachschussrechten oder Konsequenzen bei Zahlungsversäumnis.

Anteile bei Gewinn und Verlust

In einfacher Sprache: Bestimmt, wie Gewinne und Verluste unter den Partnern verteilt werden, in der Regel nach ihrem Eigentumsanteil.

Beispielformulierung
Der Betrag an Nettogewinnen und Nettoverlusten, der jedem Partner gutgeschrieben bzw. Verrechnet wird, wird durch den Prozentsatz bestimmt, der im Anhang A angegeben ist.

Häufiger Fehler: Gewinnverteilungsquoten nicht eindeutig festlegen, oder diese nicht mit Kapitalbeiträgen abstimmen.

Barzahlungen und Ausschüttungen

In einfacher Sprache: Regelt, unter welchen Bedingungen Bargewinne an die Partner ausgezahlt werden dürfen und wer diese Entscheidung trifft.

Beispielformulierung
Bargeld kann vom haftenden Partner an alle Kommanditisten im selben Verhältnis verteilt werden, vorausgesetzt, die Fähigkeit der KG, ihre fälligen Schulden zu bezahlen, wird nicht beeinflusst.

Häufiger Fehler: Ausschüttungen ohne Sicherung der Zahlungsfähigkeit der KG, was zu Insolvenz führt.

Laufzeit und Beendigung

In einfacher Sprache: Legt fest, wann die KG beginnt und endet, sowie unter welchen Bedingungen sie früher aufgelöst werden kann.

Beispielformulierung
Die Partnerschaft beginnt am Datum dieser Vereinbarung und existiert bis [JAHR], außer sie wird früher beendet, liquidiert oder aufgelöst.

Häufiger Fehler: Keine klare Enddatum, oder keine Regelungen für vorzeitige Auflösung.

Sicherheits- und Transferbeschränkungen

In einfacher Sprache: Regelt, dass Beteiligungen nicht ohne Zustimmung und Rechtsgutachten transferiert werden dürfen.

Beispielformulierung
Diese Sicherheit kann zu keinem Zeitpunkt verkauft, verpfändet oder transferiert werden, außer nach Lieferung eines Gutachtens eines Rechtsbeistands, welches für die haftenden Partner zufriedenstellend ist.

Häufiger Fehler: Zu lockere oder keine Transferregelungen, was zu unerwünschten Eigentumsveränderungen führt.

Kommanditisten-Verzeichnis

In einfacher Sprache: Verweist auf einen Anhang, der alle Kommanditisten namentlich, mit Adressen und Kapitalanteilen auflistet.

Beispielformulierung
Die Namen und Adressen der Kommanditisten sind in Anhang A angeführt. Es gibt keine anderen Kommanditisten außer denen, die im Anhang A gelistet sind.

Häufiger Fehler: Anhang nicht vollständig oder nicht unterzeichnet, weshalb Kommanditisten später Ansprüche bestreiten könnten.

Haftung und Verfallklausel

In einfacher Sprache: Regelt, dass bei Zahlungsversäumnis des Partners dessen Kapitalkonto und Anteile verfallen können.

Beispielformulierung
Falls ein Partner die Kapitaleinzahlung verabsäumt, ist der haftende Partner autorisiert, das Kapitalkonto und die Inhaberschaftsanteile als pauschalierten Schadensersatz verfallen zu lassen.

Häufiger Fehler: Keine Strafe für Zahlungsversäumnis, was zu Zahlungsausfällen führt.

So füllen Sie sie aus

  1. 1

    Geben Sie den Namen und die Daten der Partner ein

    Ersetzen Sie [NAME] mit dem Namen des haftenden Partners und listen Sie alle Kommanditisten im Anhang A auf, inklusive ihrer vollständigen Adresse und ihres Eigentumsanteils als Prozentsatz.

    💡 Stellen Sie sicher, dass alle Namen und Adressen mit offiziellen Dokumenten (Personalausweis, Firmenurkunde) übereinstimmen.

  2. 2

    Definieren Sie den Geschäftszweck der KG

    Ersetzen Sie [VERÄNDERUNG UND REPARATUR...] mit einer klaren Beschreibung, was die KG tun wird (z. B. Immobilienvermietung, Fondsverwaltung, Betriebszusammenfassung).

    💡 Nicht zu eng formulieren, um zukünftige Handlungen nicht zu blockieren; aber auch nicht zu vage, um Rechtssicherheit zu haben.

  3. 3

    Geben Sie Geschäftssitz und Jurisdiktion an

    Ersetzen Sie [ADRESSE] mit dem Hauptsitz der KG und [BUNDESLAND/STAAT] mit dem Bundesland, in dem die KG registriert wird (z. B. Berlin, Bayern).

    💡 Der Geschäftssitz muss physikalisch existieren und entspricht meist dem Sitz des haftenden Partners.

  4. 4

    Legen Sie Kapitaleinlagen und Eigentumsanteile fest

    Ersetzen Sie alle Prozentsätze und Beträge im Anhang A mit den tatsächlichen Kapitaleinlagen jedes Partners und deren prozentualen Anteil an Gewinnen und Verlusten.

    💡 Kapitalanteile und Gewinnbeteiligung können unterschiedlich sein (z. B. 50 % Kapital, aber nur 20 % Gewinne); klären Sie dies mit allen Partnern.

  5. 5

    Setzen Sie die Laufzeit der KG

    Ersetzen Sie [JAHR] mit dem Jahr, in dem die KG automatisch endet (z. B. 2035), oder schreiben Sie 'unbegrenzt' für eine unbegrenzte Laufzeit.

    💡 Projekt-KGs haben oft eine feste Laufzeit; operative KGs sind häufig unbegrenzt oder verlängerbar.

  6. 6

    Überarbeiten Sie Nachschussklauseln

    Prüfen Sie Abschnitt 4.4 und entscheiden Sie, ob Kommanditisten nachschussverpflichtet sind. Lassen Sie den Text stehen oder ergänzen Sie ihn je nach Vereinbarung.

    💡 Ohne Nachschussverpflichtung sind Kommanditisten geschützt, aber die KG hat weniger Flexibilität bei Kapitalbedarfen.

  7. 7

    Überprüfen Sie alle Anhänge

    Vergewissern Sie sich, dass Anhang A (mit Kommanditisten und Kapitalanteilen) und Anhang B (mit Eigenschaftsbeschreibung, falls zutreffend) vollständig ausgefüllt sind und unterschrieben werden.

    💡 Anhänge sind integraler Bestandteil des Vertrags; kommen Sie nicht vor Gericht ohne sie.

  8. 8

    Lassen Sie das Dokument von einem Anwalt prüfen und unterzeichnen

    Eine juristische Prüfung ist dringend empfohlen, insbesondere zu Haftungsfragen und Transferbeschränkungen. Danach sollten alle Partner vor Zeugen oder notariell unterzeichnen.

    💡 Notarielle Beglaubigung ist nicht gesetzlich erforderlich, wird aber für die Anmeldung beim Handelsregister oft verlangt.

Häufig gestellte Fragen

Muss der Kommanditgesellschaftsvertrag notariell beglaubigt werden?

In Deutschland ist eine notarielle Beglaubigung nicht gesetzlich erforderlich, wird aber von vielen Handelsregistern bei der Anmeldung verlangt. Prüfen Sie die Anforderungen Ihres zuständigen Handelsregisters. In Österreich und der Schweiz gelten ähnliche, aber teils strengere Anforderungen — konsultieren Sie einen Anwalt vor Ort. Eine notarielle Beglaubigung bietet zusätzliche Rechtssicherheit und wird empfohlen, insbesondere bei größeren Kapitaleinlagen.

Was ist der Unterschied zwischen einem haftenden Partner und einem Kommanditisten?

Der haftende Partner einer KG haftet unbeschränkt und persönlich mit seinem gesamten Vermögen für Schulden der Gesellschaft. Ein Kommanditist haftet dagegen nur in Höhe seiner Kapitaleinzahlung. Dies macht die KG für Investoren attraktiv, da ihr persönliches Risiko begrenzt ist. Der haftende Partner ist typischerweise auch der operative Geschäftsführer, während Kommanditisten gewöhnlich nicht am Management beteiligt sind.

Kann ein Kommanditist seine Beteiligung verkaufen?

Grundsätzlich ja, aber nur mit Zustimmung des haftenden Partners und unter Einhaltung der Transferbeschränkungen im Vertrag. Der Vertrag kann festlegen, dass ein Rechtsgutachten erforderlich ist oder dass Transfer an Familienmitglieder erleichtert ist. Ein unkontrollierter Verkauf ist nicht möglich — dies schützt die Gesellschaft vor unerwünschten Neueigentümern.

Was sind Nachschussverpflichtungen?

Nachschussverpflichtungen ermöglichen es dem haftenden Partner, von Kommanditisten zusätzliches Kapital zu verlangen, z. B. wenn operative Kosten die Gewinne übersteigen. Diese Verpflichtung sollte im Vertrag klar geregelt sein — insbesondere die maximale Höhe und die Bedingungen. Ohne klare Regelung können Streitigkeiten entstehen, ob und wie viel Nachschuss verlangt werden darf.

Wie werden Gewinne und Verluste verteilt?

Gewinne und Verluste werden grundsätzlich nach dem Eigentumsanteil des Partners verteilt (prozentual aufgelistet im Anhang A). Dieser Anteil basiert typischerweise auf der Höhe der Kapitaleinzahlung. Die Vorlage erlaubt auch abweichende Vereinbarungen (z. B. 30 % Kapital, aber 20 % Gewinne) — diese müssen aber explizit im Vertrag festgehalten werden.

Was passiert, wenn ein Kommanditist seine Kapitaleinzahlung nicht leistet?

Der Vertrag sieht vor, dass sein Kapitalkonto und sein Eigentumsanteil verfallen können als pauschalierten Schadensersatz. Dies motiviert Kommanditisten, ihre Verpflichtungen einzuhalten. Der haftende Partner sollte Zahlungsausfälle dokumentieren und rechtzeitig schriftlich mahnen, bevor Verfallregelungen eintreten.

Kann die Laufzeit der KG verlängert oder vorzeitig beendet werden?

Der Vertrag legt das Enddatum fest (z. B. 31.12.2035). Die Laufzeit kann durch Vereinbarung aller Partner verlängert oder die KG kann vorzeitig aufgelöst werden. Abänderungen des Vertrags und die Auflösung müssen typischerweise beim Handelsregister angemeldet werden. Eine Anwaltsberatung ist empfohlen, um die Auflösung und Liquidation korrekt durchzuführen.

In welchen Bundesländern muss die KG registriert werden?

Die KG wird dort registriert, wo sie ihren Geschäftssitz hat — dies ist typischerweise das Bundesland, in dem der haftende Partner wohnt oder das Geschäft betrieben wird. Betreibt die KG Geschäfte in mehreren Bundesländern (z. B. Immobilien in Bayern und Berlin), muss in jedem Bundesland ein Zertifikat eingereicht werden. Der Vertrag regelt die zuständigen Behörden und Registrierungsanforderungen.

Kann ein Kommanditist auch haftender Partner werden?

Ja, aber dies erfordert eine Vertragsänderung und Anmeldung beim Handelsregister. Ein Kommanditist, der haftender Partner wird, übernimmt die unbeschränkte Haftung — dies ist ein erheblicher Schritt und sollte rechtlich beraten sein. Umgekehrt kann ein haftender Partner typischerweise nicht in einen Kommanditisten konvertieren, ohne die KG aufzulösen.

Im Vergleich zu Alternativen

vs Gesellschaftsvertrag (GbR)

Eine GbR (Gesellschaft bürgerlichen Rechts) ist einfacher zu gründen und regelt Partnerschaften ohne Registrierungspflicht. Eine KG erfordert Handelsregister-Eintrag, bietet aber deutlich bessere Haftungsbegrenzung für Kommanditisten und ist für größere Investitionen geeignet. Wählen Sie GbR für kleine, informelle Partnerschaften; KG für strukturierte Investitionen mit externem Kapital.

vs Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH)

Eine GmbH ist eine Kapitalgesellschaft mit stärkerer Haftungsbegrenzung und Betriebsteuer-Transparenz für alle Gesellschafter. Eine KG hat Eigenschaften beider — haftender Partner haftet wie ein Einzelunternehmer, Kommanditisten wie GmbH-Gesellschafter. KG ist flexibler und steuerlich günstiger für reine Investitionen; GmbH ist besser für operativen Geschäftsbetrieb geeignet.

vs Kommanditgesellschaft auf Aktien (KGaA)

Eine KGaA ist eine Hybrid-Form, bei der der haftende Partner durch Aktionäre ersetzt wird. Sie ist deutlich komplexer und für größere Strukturen geeignet (börsennotierte Unternehmen). Eine einfache KG ist übersichtlicher, schneller zu gründen und für die meisten mittelständischen Investitionen ausreichend.

vs Offene Handelsgesellschaft (OHG)

Eine OHG ist ähnlich einer KG, aber alle Gesellschafter haften unbeschränkt — es gibt keine geschützten Kommanditisten. Eine KG bietet Haftungsbegrenzung für Investoren und ist daher attraktiver für externe Kapitalgebung. Nutzen Sie KG, wenn Sie Investoren schützen möchten; OHG für Partnerschaften von Geschäftsführern.

Branchenspezifische Hinweise

Immobilienwirtschaft

KG-Struktur ist typisch für Immobilienportfolios, Fondsverwaltung und Liegenschaftsvermietung — feste Regelung von Kapitalbeiträgen und Gewinnverteilung schützt alle Beteiligten.

Finanzdienstleistungen

Private-Equity-Fonds und Investmentfonds nutzen KG-Strukturen für Kapitalaufbringung mit begrenzter Haftung der Investoren.

Handwerk und Gewerbe

Handwerksbetriebe nutzen KG, um Betrieb und Investitoren zu trennen — haftender Partner führt, Kommanditisten kapitalisieren.

Konsultation und Beratung

KG ermöglicht Partnerschaften zwischen erfahrenen Beratern (haftend) und Kapitalgebern (Kommanditisten).

Landwirtschaft und Forstwirtschaft

Land- und Forstbetriebe nutzen KG-Struktur für Zusammenschluss und Kapitalaufbringung bei begrenztem Risiko für Investoren.

Einzelhandel und Großhandel

Retail-Ketten und Großhandelsbetriebe nutzen KG für Filialen und Betriebsstrukturen mit externem Kapital.

Hinweise zur Rechtsprechung

In Deutschland ist die KG unter dem Handelsgesetzbuch (HGB) geregelt. Einrichtung und Registrierung erfolgen beim zuständigen Handelsregister des Amtsgerichts. Notarielle Beglaubigung wird oft verlangt; prüfen Sie die lokalen Anforderungen Ihres Registers.

In Österreich gelten ähnliche Regeln wie in Deutschland, aber mit eigener Gesetzgebung. Registrierung erfolgt beim Firmenbuch. Consult einen österreichischen Anwalt, da Unterschiede in Haftung und Steuer bestehen.

In der Schweiz ist die Kommanditgesellschaft im Obligationenrecht (OR) geregelt. Eintragung ins Handelsregister ist kantonal unterschiedlich. Schweizer Anwaltsberatung ist empfohlen, da Unterschiede zu Deutschland/Österreich erheblich sind.

Vorlage oder Anwalt — was passt?

WegAm besten fürKostenZeit
Vorlage verwendenEinfache KG mit wenigen Partnern, klarer Aufgabenteilung und geringen Kapitalbeträgen.Ab 0 EUR (Vorlage); Kopien und Notarisierung: 100–300 EUR.2–4 Stunden Ausfüllen; 1 Woche bis Handelsregister-Anmeldung.
Vorlage + RechtsprüfungKG mit mehreren Kommanditisten, komplexeren Nachschussregelungen oder Immobilien-Investitionen.Vorlage: 0 EUR; Anwalts-Review: 500–1.200 EUR.2 Wochen: Ausfüllen, Anwalts-Konsultation, Überarbeitung, Eintragung.
MaßgeschneidertGroße Investitionen, internationale Kommanditisten, Strukturierungen oder Fusionen bestehender KGs.2.000–5.000 EUR Anwalts-Entwurf; plus Notariat, Steuer-Beratung.3–6 Wochen: Beratung, Entwurf, Verhandlung, Unterzeichnung, Eintragung.

Glossar

Haftender Partner
Partner einer KG, der unbeschränkt und persönlich für die Verbindlichkeiten der Gesellschaft haftet.
Kommanditist
Investor in einer KG, dessen Haftung auf seinen Kapitaleinlage beschränkt ist.
Kapitaleinlage
Der Betrag, den jeder Partner bei Gründung oder später in die KG einzahlen muss.
Nachschuss
Zusätzliche Kapitaleinzahlung, die Kommanditisten auf Aufforderung leisten müssen.
Geschäftsjahr
Rechnungsjahr, für das Gewinne und Verluste der KG berechnet werden.
Gewinnanteil
Der Prozentsatz der Gewinne, die einem Partner zustehen, basierend auf seinem Eigentumsanteil.
Kommanditgesellschaft (KG)
Personengesellschaft mit mindestens einem haftenden Partner und Kommanditisten.
Handelsregister
Öffentliches Register, bei dem eine KG angemeldet werden muss, um rechtliche Gültigkeit zu erhalten.
Liquidation
Auflösung der KG und Verteilung der verbleibenden Vermögenswerte an die Partner.
Gesellschaftervertrag
Vertrag zwischen den Partnern, der die Rechte, Pflichten und Regelungen regelt.
Wertpapiergesetz
Rechtliche Bestimmungen, die den Verkauf und Transfer von Beteiligungen regeln.
Inhaberschaftsanteil
Der prozentuale Anteil eines Partners am Gesamtvermögen und den Gewinnen der KG.

Teil Ihres Unternehmens-Betriebssystems

Dieses Dokument ist eine von 3,000+ Geschäfts- und Rechtsvorlagen, die in Business in a Box enthalten sind.

  • Lückenfüller-Format — fertig in Minuten
  • 100 % anpassbares Word-Dokument
  • Mit allen Office-Suites kompatibel
  • Als PDF exportieren und elektronisch teilen

Erstellen Sie Ihr Dokument in 3 einfachen Schritten.

Von der Vorlage zum unterschriebenen Dokument – alles in einem Business Operating System.
1
Laden Sie eine Vorlage herunter oder öffnen Sie sie

Greifen Sie auf über 3,000+ geschäftliche und rechtliche Vorlagen für jede Aufgabe, jedes Projekt oder jede Initiative zu.

2
Bearbeiten und füllen Sie die Lücken mit KI aus

Passen Sie Ihre vorgefertigte Geschäftsdokumentvorlage an und speichern Sie sie in der Cloud.

3
Speichern, Teilen, Senden, Unterschreiben

Teilen Sie Ihre Dateien und Ordner mit Ihrem Team. Erstellen Sie einen Raum für nahtlose Zusammenarbeit.

Sparen Sie Zeit, Geld und erstellen Sie konsequent hochwertige Dokumente.

★★★★★

"Fantastischer Wert! Ich kann nicht mehr darauf verzichten. Es ist Gold wert und hat sich schon vielfach bezahlt gemacht."

Managing Director · Mall Farm
Robert Whalley
Managing Director, Mall Farm Proprietary Limited
★★★★★

"Ich benutze Business in a Box seit 4 Jahren. Es ist die beste Quelle für Vorlagen, die ich je gesehen habe. Ich kann es jedem nur empfehlen."

Business Owner · 4+ years
Dr Michael John Freestone
Business Owner
★★★★★

"Es war so oft ein Lebensretter, dass ich es gar nicht mehr zählen kann. Business in a Box hat mir so viel Zeit gespart und wie Sie wissen, Zeit ist Geld."

Owner · Upstate Web
David G. Moore Jr.
Owner, Upstate Web

Führen Sie Ihr Unternehmen mit einem System — nicht mit verstreuten Tools

Hören Sie auf, Dokumente herunterzuladen. Beginnen Sie, mit Klarheit zu arbeiten. Business in a Box bietet Ihnen das Business Operating System, das von über 250.000 Unternehmen weltweit genutzt wird, um ihr Geschäft zu strukturieren, zu führen und auszubauen.

Für immer kostenloser Plan · Keine Kreditkarte erforderlich