Klageverzicht

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FreiKlageverzicht

Auf einen Blick

Was es ist
Ein Klageverzicht ist eine verbindliche schriftliche Vereinbarung, mit der eine Partei erklärt, auf die Geltendmachung eines Rechtsanspruchs oder einer möglichen Klage gegen eine andere Partei zu verzichten. Diese Vorlage liefert einen rechtssicheren Word-Download, den Sie online bearbeiten und als PDF exportieren können.
Wann Sie es brauchen
Sie benötigen ein Klageverzicht, wenn Sie einen Streit beilegen möchten, eine Geldleistung anbieten, um einen potenziellen Rechtsanspruch zu neutralisieren, oder wenn eine andere Partei Ihrer Gesellschaft gegenüber auf Klagerechte verzichten soll. Häufig kommt dieses Dokument nach einem Unfall, Vertragsbruch oder geschäftlichen Konflikt zum Einsatz.
Was enthalten ist
Die Vorlage enthält die wesentlichen Bestandteile: Identifikation der beteiligten Parteien, Beschreibung des Rechtsanspruchs oder der zugrunde liegenden Situation, die Verzichtserklärung selbst, Hinweise auf die geldwerte Gegenleistung und Unterzeichnungsblöcke für beide Parteien. Sie können alle Platzhalter [IN KLAMMERN] an Ihren Fall anpassen.

Was ist eine Vorlage Klageverzicht?

Ein Klageverzicht ist eine verbindliche schriftliche Vereinbarung, mit der eine Person oder ein Unternehmen erklärt, auf die Geltendmachung eines Rechtsanspruchs oder einer möglichen Klage gegen eine andere Partei zu verzichten. Diese Vorlage liefert ein rechtlich strukturiertes Word-Dokument, das Sie online bearbeiten und sofort als PDF exportieren können. Der Klageverzicht enthält alle wesentlichen Klauseln — Identifikation der Parteien, Beschreibung des Anspruchs, die eigentliche Verzichtserklärung, geldwerte Gegenleistung und Unterzeichnungsblöcke — und ist sofort einsatzbereit. Sie füllen die Platzhalter [IN KLAMMERN] mit den tatsächlichen Daten Ihres Falls aus und unterzeichnen beide Seiten das Dokument.

Warum Sie dieses Dokument brauchen

Ein Klageverzicht schützt Ihr Unternehmen vor zukünftigen Klagen und gibt beiden Parteien Rechtssicherheit. Ohne schriftlichen Verzicht kann eine Partei Monate oder Jahre später plötzlich vor Gericht Schadensersatz fordern — selbst wenn Sie bereits Geld gezahlt oder Mängel behoben haben. Ein wirksamer Klageverzicht stoppt dieses Risiko. Er ist außerdem günstiger und schneller als ein Gerichtsverfahren und dokumentiert, dass der Streit beigelegt ist. Besonders in Konflikten rund um Liefermängel, Arbeitsunfälle, Produktschäden oder Geschäftsstreitigkeiten bietet ein Klageverzicht klare, schriftliche Regelung. Nutzen Sie diese Vorlage, um schnell und kostengünstig einen rechtsicheren Verzicht zu dokumentieren — und lassen Sie ihn vor Unterzeichnung von einem Anwalt prüfen, wenn die Ansprüche größer sind oder sensible Bereiche (Gesundheit, Arbeit) betroffen sind.

Welche Variante passt zu Ihrer Situation?

Wenn Ihre Situation ist…Diese Vorlage verwenden
Klarer einseitiger Verzicht ohne komplexe BedingungenEinfacher Klageverzicht
Beide Parteien verzichten auf Ansprüche — KonfliktbeilegungGegenseitiger Verzicht (Vergleich)
Verzicht ist an Zahlung oder Leistung gebundenVerzicht mit Leistungsbedingung
Verzicht nur auf bestimmte Ansprüche, nicht auf alleTeilweiser Klageverzicht
Streitbeilegung soll vertraulich bleibenKlageverzicht mit Geheimhaltungsklausel
Verzicht auf Ansprüche aus Arbeitsvertrag oder UnfällenKlageverzicht für Arbeitnehmer

Häufige Fehler vermeiden

❌ Keine geldwerte Gegenleistung erwähnen oder dokumentieren

Warum es wichtig ist: Ohne Gegenleistung kann der Verzicht ungültig sein — ein Gericht könnte ihn für sittenwidrig befinden.

Fix: Nennen Sie die konkrete Leistung (Zahlung, Ware, Dienstleistung) ausdrücklich und dokumentieren Sie deren Erbringung.

❌ Rechtsanspruch zu vage beschreiben

Warum es wichtig ist: Eine Beschreibung wie ‚alle bisherigen Ansprüche' führt später zu Streit darüber, welche Ansprüche gemeint sind.

Fix: Beschreiben Sie den Vorfall oder Streit mit Datum, Betrag und konkretem Grund (z.B. ‚Mängel an der Lieferung vom 15. März 2025 im Wert von EUR 2.500').

❌ Unveräußerliche Ansprüche unwissentlich mit aufgeben

Warum es wichtig ist: In vielen Fällen können Sie rechtlich nicht auf Schadensersatz für Körperverletzung, Betrug oder grobe Fahrlässigkeit verzichten.

Fix: Lassen Sie den Verzicht vor Unterzeichnung von einem Anwalt prüfen, um zu klären, welche Ansprüche rechtlich verzichtbar sind.

❌ Dokument nicht von beiden Parteien unterzeichnen

Warum es wichtig ist: Nur eine Unterschrift macht die Vereinbarung einseitig und unklar; es ist unklar, ob beide Seiten sich an sie halten.

Fix: Sorgen Sie dafür, dass mindestens zwei ausfertigungen existieren — eine für jede Partei — und beide unterschrieben sind.

❌ Kein Datum angeben oder falsches Datum verwenden

Warum es wichtig ist: Ohne klares Wirksamkeitsdatum ist unklar, wann die Vereinbarung in Kraft tritt, und die Validität wird angefochten.

Fix: Setzen Sie das Wirksamkeitsdatum auf den Tag der Unterzeichnung oder auf einen später schriftlich vereinbarten Tag.

❌ Rechtliche Prüfung überspringen, um Zeit zu sparen

Warum es wichtig ist: Ein fehlerhafter Klageverzicht kann vor Gericht für ungültig befunden werden — Sie sind dann nicht geschützt und verlieren Geld und Zeit im Rechtsstreit.

Fix: Investieren Sie EUR 300–500 in eine anwaltliche Prüfung; das spart Ihnen potenziell zehntausendfach mehr Kosten.

Die 8 wichtigsten Klauseln, erklärt

Identifikation der Parteien

In einfacher Sprache: Klärt, wer die Vereinbarung unterzeichnet und wer verzichtet.

Beispielformulierung
ZWISCHEN: [NAME IHRES UNTERNEHMENS], ("Partei A"), ein Unternehmen, gegründet und bestehend unter den Gesetzen von [BUNDESLAND], mit Hauptniederlassung in: [IHRE VOLLSTÄNDIGE ADRESSE] UND: [NAME DES EMPFÄNGERS], ("Partei B")...

Häufiger Fehler: Unvollständige oder falsche Angaben der Parteien führen dazu, dass die Vereinbarung später angefochten wird.

Wirksamkeitsdatum

In einfacher Sprache: Bestimmt, wann die Vereinbarung in Kraft tritt.

Beispielformulierung
Dieser Klageverzicht ist wirksam zum [DATUM].

Häufiger Fehler: Kein Datum angeben oder ein Datum verwenden, das vor der Unterzeichnung liegt, kann zu Ungültigkeiten führen.

Beschreibung des Rechtsanspruchs

In einfacher Sprache: Erklärt, welcher Anspruch oder welche Streitigkeit Gegenstand des Verzichts ist.

Beispielformulierung
...ein Rechtsanspruch, welches wie folgt gerechtfertigt ist: [BESCHREIBEN SIE DEN STREIT/DEN VORFALL].

Häufiger Fehler: Zu vage Beschreibung (z.B. „alle Ansprüche") kann später zu Interpretationskonflikten führen.

Verzichtserklärung

In einfacher Sprache: Die zentrale Klausel, in der die Partei ausdrücklich auf Klage und Durchsetzung verzichtet.

Beispielformulierung
...vereinbare ich, der Unterzeichnende, hiermit, dass ich keine diesbezügliche Klage, weder nach dem Gesetz noch nach dem Billigkeitsrecht, gegen die besagte Partei anstrengen oder aufrecht erhalten werde.

Häufiger Fehler: Missverständnis, dass ein Verzicht automatisch alle Ansprüche abdeckt — explizite Formulierung ist erforderlich.

Geldwerte Gegenleistung

In einfacher Sprache: Dokumentiert, dass die verzichtende Partei eine Leistung (meist Geld) erhält — rechtliche Voraussetzung für Gültigkeit.

Beispielformulierung
für erhaltene geldwerte Gegenleistung...

Häufiger Fehler: Keine Gegenleistung oder nur symbolische Gegenleistung kann den Verzicht ungültig machen.

Ausnahmeklausel

In einfacher Sprache: Räumt ein, dass bestimmte Ansprüche von diesem Verzicht nicht erfasst sind.

Beispielformulierung
...vorausgesetzt, dass kein Bestandteil dieser Vereinbarung eine Befreiung von dieser Vereinbarung darstellt.

Häufiger Fehler: Keine Ausnahmeregelung führt dazu, dass unveräußerliche Ansprüche (z.B. Schadensersatz aus groben Fahrlässigkeit) möglicherweise ungültig verzichtet sind.

Unterzeichnungsblock

In einfacher Sprache: Bereich für die Unterschrift, Druck und Datum beider Parteien.

Beispielformulierung
Unterzeichnet und genehmigt: [NAME], [TITEL], [DATUM]

Häufiger Fehler: Fehlen einer Unterschrift oder falsches Datum macht das Dokument rechtsunwirksam.

Zeugen und Notarbestätigung (optional)

In einfacher Sprache: Zusätzliche Authentifizierung durch Zeugen oder Notar für höhere Rechtssicherheit.

Beispielformulierung
Im Beisein von: [NAME DES ZEUGEN], Unterschrift: _______________

Häufiger Fehler: Bei größeren Ansprüchen Notarbestätigung vernachlässigen und später Validität anzweifeln.

So füllen Sie sie aus

  1. 1

    Parteien genau identifizieren

    Geben Sie den vollständigen Namen, Rechtsform und die genaue Adresse Ihres Unternehmens (Partei A) und der anderen Partei (Partei B) an. Nutzen Sie die gleichen Daten wie in vorherigen Verträgen mit dieser Partei.

    💡 Überprüfen Sie die Eintragungen im Handelsregister oder die Personalausweis-Daten, um Fehler zu vermeiden.

  2. 2

    Wirksamkeitsdatum eintragen

    Setzen Sie das Datum, ab dem die Vereinbarung wirksam werden soll — in der Regel das Unterzeichnungsdatum oder ein später vereinbartes Datum.

    💡 Das Datum sollte nach oder am Tag der Unterzeichnung liegen.

  3. 3

    Den Rechtsanspruch konkret beschreiben

    Erläutern Sie detailliert, welcher Streit, welcher Vorfall oder welcher Anspruch mit dieser Vereinbarung beigelegt wird (z.B. Mängel an Lieferung vom [DATUM], Arbeitsunfall vom [DATUM]).

    💡 Seien Sie präzise — vage Formulierungen führen später zu Auseinandersetzungen.

  4. 4

    Geldwerte Gegenleistung festlegen

    Nennen Sie die konkrete Leistung oder den Geldbetrag, den Partei A dafür erhält, dass sie auf Klagerechte verzichtet. Ohne Gegenleistung kann der Verzicht ungültig sein.

    💡 Dokumentieren Sie, dass diese Leistung tatsächlich erbracht wird (z.B. 'Zahlung von EUR 5.000').

  5. 5

    Ausnahmen und Einschränkungen definieren

    Überlegen Sie, ob es Ansprüche gibt, die von diesem Verzicht NICHT erfasst sein sollen (z.B. Ansprüche aus Betrug, groben Fahrlässigkeiten oder Personenschäden).

    💡 Konsultieren Sie einen Rechtsanwalt, um sicherzustellen, dass Sie nicht versehentlich unveräußerliche Ansprüche aufgeben.

  6. 6

    Beide Parteien unterzeichnen

    Lassen Sie das Dokument von Vertretern beider Parteien unterzeichnen, mit vollständigem Namen, Titel, Unterschrift und Datum. Bei Privatpersonen reicht die Unterschrift mit gedrucktem Namen.

    💡 Nutzen Sie zwei physische oder digitale Ausfertigungen — je eine für beide Parteien.

  7. 7

    Zeugen oder notarielle Beglaubigung erwägen

    Bei größeren Ansprüchen oder hohen Gegenleistungen (über EUR 10.000) sollten Sie erwägen, das Dokument durch Zeugen oder einen Notar beglaubigen zu lassen.

    💡 Eine notarielle Beglaubigung erhöht die Rechtssicherheit erheblich.

  8. 8

    Rechtliche Prüfung durch Anwalt

    Lassen Sie das ausgefüllte Dokument vor Unterzeichnung von einem Rechtsanwalt prüfen, besonders wenn es um größere Ansprüche oder sensible Bereiche (Arbeit, Gesundheit, Sicherheit) geht.

    💡 Eine Prüfung kostet deutlich weniger als ein Rechtsstreit über die Gültigkeit des Verzichts.

Häufig gestellte Fragen

Was ist ein Klageverzicht?

Ein Klageverzicht ist eine schriftliche Vereinbarung, in der eine Person oder ein Unternehmen erklärt, auf die Geltendmachung eines Anspruchs oder einer möglichen Klage zu verzichten. Der Verzicht ist in der Regel an eine geldwerte Gegenleistung gebunden (z.B. eine Zahlung). Ein wirksamer Klageverzicht ist rechtlich bindend und verhindert, dass die verzichtende Partei später vor Gericht Ansprüche geltend macht.

Wann brauche ich einen Klageverzicht?

Sie brauchen einen Klageverzicht typischerweise nach einem Konflikt oder Schaden, wenn Sie einen Streit ohne Gerichtsverfahren beilegen möchten. Häufige Fälle sind: Produktmängel, Arbeitsunfälle, Vertragsbruch, Lieferverzögerungen, Sachschäden oder geschäftliche Konflikte. Der Verzicht schützt Sie vor später eingereichten Klagen und gibt beiden Parteien Rechtssicherheit.

Ist ein Klageverzicht ohne Anwalt gültig?

Ja, ein Klageverzicht kann ohne Anwalt gültig sein — wenn er alle erforderlichen Elemente enthält (Parteien, Gegenleistung, klare Beschreibung des Anspruchs, Unterschriften). Allerdings empfehlen wir dringend eine anwaltliche Prüfung, besonders bei größeren Ansprüchen oder sensiblen Bereichen. Fehler können dazu führen, dass der Verzicht später für ungültig befunden wird.

Kann ich einen Klageverzicht rückgängig machen?

Ein gültiger Klageverzicht ist normalerweise bindend und kann nicht einfach rückgängig gemacht werden. Er kann nur rückgängig gemacht werden, wenn eine Partei Betrug, Nötigung oder unzumutbare Überraschung nachweisen kann. Deshalb ist es wichtig, den Verzicht sorgfältig zu prüfen, bevor Sie ihn unterzeichnen.

Was ist der Unterschied zwischen Klageverzicht und Vergleich?

Ein Klageverzicht ist eine einseitige Verzichtserklärung — nur eine Partei verzichtet auf Ansprüche. Ein Vergleich ist gegenseitig — beide Parteien machen gegenseitige Zugeständnisse. Ein Vergleich ist oft besser für Konfliktbeilegung, weil beide Seiten gebunden sind. Ein Klageverzicht ist geeignet, wenn nur eine Partei Ansprüche hat.

Brauche ich Zeugen oder notarielle Beglaubigung?

Für einen einfachen Klageverzicht sind Zeugen nicht erforderlich. Eine notarielle Beglaubigung ist optional, aber empfohlen bei größeren Ansprüchen (über EUR 10.000) oder sensiblen Bereichen (Gesundheit, Arbeit). Die notarielle Beglaubigung erhöht die Beweiskraft und erschwert es, die Gültigkeit später anzufechten.

Was ist eine geldwerte Gegenleistung?

Eine geldwerte Gegenleistung ist eine Leistung (Geld, Ware, Dienstleistung), die die verzichtende Partei dafür erhält, dass sie auf Ansprüche verzichtet. Beispiele: EUR 5.000 Zahlung, Ersatzteil, kostenloses Service-Jahr. Ohne Gegenleistung kann der Verzicht sittenwidrig und ungültig sein. Die Gegenleistung muss tatsächlich erbracht werden.

Kann ich auf Ansprüche verzichten, die ich nicht kenne?

Nein. Der Verzicht sollte nur bestimmte, konkret beschriebene Ansprüche abdecken — nicht vage „alle Ansprüche". Wenn Sie nicht wissen, welche Ansprüche es gibt, ist das Dokument unklar und unsicher. Besprechen Sie mit einem Anwalt, welche Ansprüche konkret verzichtet werden.

Gilt ein Klageverzicht auch für Erben?

Ja, in der Regel gilt ein gültiger Klageverzicht auch für Erben und Rechtsnachfolger, wenn dieser Punkt in der Vereinbarung explizit festgehalten wurde. Dies verhindert, dass Erben später Ansprüche auferstehen lassen. Ohne diese Klausel können Erben möglicherweise neue Ansprüche geltend machen.

Im Vergleich zu Alternativen

vs Vergleichsvertrag

Ein Vergleichsvertrag ist gegenseitig — beide Parteien verzichten auf Ansprüche und tun sich damit entgegen. Ein Klageverzicht ist einseitig — nur eine Partei verzichtet. Wählen Sie einen Vergleichsvertrag, wenn beide Parteien Ansprüche haben und sich einigen wollen. Ein Klageverzicht ist besser, wenn nur eine Partei Ansprüche hat und Sie diese eindeutig regeln wollen.

vs Schuldbekenntnis

Ein Schuldbekenntnis ist eine Erklärung, dass man für einen Schaden haftbar ist und diesen bezahlen wird. Ein Klageverzicht ist der Verzicht auf die Geltendmachung von Ansprüchen. Ein Schuldbekenntnis geht oft dem Klageverzicht voraus — erst wird die Schuld anerkannt, dann wird auf Klage verzichtet. Ein Klageverzicht kann auch unabhängig erfolgen.

vs Verzichtsschreiben

Ein Verzichtsschreiben ist ein einfaches, informelles Schreiben, in dem Sie auf Ansprüche verzichten — ohne rechtliche Struktur. Ein Klageverzicht ist ein formales Dokument mit rechtlichen Klauseln, geldwerte Gegenleistung und Unterschriftsblöcke. Ein Klageverzicht ist rechtlich sicherer und empfohlen, wenn Ansprüche größer sind oder bei Geschäftsbeziehungen.

vs Verzichtsklausel im Vertrag

Eine Verzichtsklausel ist Teil eines größeren Vertrages (z.B. Liefertvertrag, Arbeitsvertrag) und regelt, auf welche Ansprüche verzichtet wird. Ein eigenständiger Klageverzicht ist ein separates Dokument, das nach einem Konflikt abgeschlossen wird. Ein eigenständiger Klageverzicht ist besser für nachträgliche Beilegung von Streitigkeiten; eine Verzichtsklausel regelt präventiv.

Branchenspezifische Hinweise

Handel und Logistik

Klageverzichte regeln Transportschäden, Liefermängel und Verspätungen zwischen Lieferanten und Kunden.

Bauwirtschaft

Klageverzichte dokumentieren die Übernahme von Baustellen, Mängelbehebung und Schadenersatzverzichte bei Unfällen.

Gesundheitswesen und Pflege

Klageverzichte regeln Haftung für Behandlungsfehler, Unfälle und Personenschäden in medizinischen Einrichtungen.

Fertigung und Produktion

Klageverzichte sichern Produktionspartner gegen Mängelrügen und Schadensersatzforderungen ab.

Gastronomie und Hotellerie

Klageverzichte regeln Haftung für Lebensmittelvergiftung, Personenschäden und Eigentumsschäden durch Gäste.

IT und Software

Klageverzichte dokumentieren Akzeptanz von Softwaremängeln und Entwarnung nach Sicherheitsvorfällen.

Hinweise zur Rechtsprechung

Die Vorlage folgt deutschem Recht (BGB, StGB). Ein Klageverzicht ist gültig, wenn die Parteien geschäftsfähig sind, der Anspruch besteht, eine geldwerte Gegenleistung erbracht wird und keine unveräußerlichen Rechte verletzt sind. Lassen Sie den Verzicht vor Unterzeichnung von einem deutschen Rechtsanwalt prüfen.

In Österreich folgt ein Klageverzicht den Regeln des ABGB. Die Struktur ist ähnlich wie in Deutschland; jedoch gelten Besonderheiten für Arbeit (Arbeitsrecht), Verbraucherschutz und notarielle Beglaubigung. Ein österreichischer Anwalt sollte sensible Fälle prüfen.

In der Schweiz folgt ein Klageverzicht dem ZGB und OR. Die Anforderungen ähneln dem deutschen Recht; jedoch können lokale Kantonsgesetze Besonderheiten vorsehen. Ein Schweizer Rechtsanwalt sollte größere Fälle begleiten.

Vorlage oder Anwalt — was passt?

WegAm besten fürKostenZeit
Vorlage verwendenEinfache, klare Streitigkeiten unter EUR 5.000 mit guter Dokumentation und unbestrittenen Ansprüchen.EUR 0–50 (nur Vorlage)2–3 Stunden
Vorlage + RechtsprüfungMittlere Streitigkeiten (EUR 5.000–20.000) oder sensible Bereiche (Arbeit, Gesundheit), wo Ihre Vorlage von Anwalt geprüft wird.EUR 300–600 (Vorlage + anwaltliche Prüfung)1 Woche
MaßgeschneidertHohe oder komplexe Ansprüche (über EUR 20.000), mehrere Parteien oder sensible Bereiche wie Patente, Betrug oder Personenschäden.EUR 1.000–3.000 (anwaltlich maßgeschneidert)2–3 Wochen

Glossar

Klagerecht
Das Recht, eine Klage vor Gericht einzureichen.
Rechtsanspruch
Ein begründeter Anspruch auf Leistung oder Unterlassung, den eine Person gegenüber einer anderen Person hat.
Verzichtserklärung
Eine schriftliche Erklärung, mit der man freiwillig auf ein Recht verzichtet.
Geldwerte Gegenleistung
Eine Zahlung oder Leistung, die gegen den Verzicht auf ein Recht erbracht wird.
Schadensersatz
Geldausgleich für einen erlittenen Schaden.
Vergleich
Eine Vereinbarung, mit der Parteien einen Streit durch gegenseitige Zugeständnisse beilegen.
Billigkeitsrecht
Recht nach Treu und Glauben, nicht nur nach buchstäblichem Gesetzestext.
Unterzeichner
Die Person(en), die das Dokument unterzeichnen und damit rechtlich gebunden sind.
Partei
Eine Person oder ein Unternehmen, das in einer rechtlichen Vereinbarung vertreten ist.
Wirksamkeit
Der Zeitpunkt oder die Bedingung, ab wann eine Vereinbarung rechtlich bindend ist.

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