Informationsfreigabe durch Bewerber

Word (DOC/DOCX)‱1 seite‱20–25 min zum AusfĂŒllen‱Schwierigkeit: Standard‱Unterschrift erforderlich‱RechtsprĂŒfung empfohlen
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Auf einen Blick

Was es ist
Eine Informationsfreigabe durch Bewerber ist eine rechtliche Vereinbarung, in der ein Kandidat dem Unternehmen die Genehmigung erteilt, Referenzen zu kontaktieren, HintergrundprĂŒfungen durchzufĂŒhren und Informationen von frĂŒheren Arbeitgebern einzuholen. Die Vorlage liegt als Word-Download vor und kann online bearbeitet und als PDF exportiert werden.
Wann Sie es brauchen
Sie benötigen dieses Dokument, wenn Sie Kandidaten einstellen und deren berufliche HintergrĂŒnde ĂŒberprĂŒfen möchten. Es schĂŒtzt Ihr Unternehmen rechtlich und dokumentiert die Zustimmung des Bewerbers zur Datenverarbeitung und ReferenzprĂŒfung.
Was enthalten ist
Die Vorlage enthĂ€lt die Parteien (Mitarbeiter und Unternehmen), das Zustimmungsdatum und grundlegende Vereinbarungen zur Freigabe von Informationen. Sie können alle Felder mit Ihren spezifischen Daten ausfĂŒllen und von beiden Parteien signieren lassen.

Welche Variante passt zu Ihrer Situation?

Wenn Ihre Situation ist
Diese Vorlage verwenden
FĂŒr typische Bewerbungsprozesse mit ReferenzprĂŒfung und DatenĂŒberprĂŒfungGrundversion – Standardfreigabe
Wenn Sie umfassende ÜberprĂŒfungen (Criminal Records, KreditwĂŒrdigkeit) durchfĂŒhrenErweiterte Variante – mit HintergrundprĂŒfung
FĂŒr einfache FĂ€lle, bei denen nur frĂŒhere Arbeitgeber kontaktiert werdenMinimale Variante – reine Referenzfreigabe
Besonders rechtssicher fĂŒr Deutschland, Österreich und die SchweizDSGVO-konforme Version
Kombiniert Freigabe mit transparenter Information ĂŒber DatennutzungMit DatenschutzerklĂ€rung
FĂŒr internationale Teams oder fremdsprachige KandidatenMehrsprachige Version

Was ist eine Vorlage „Informationsfreigabe durch Bewerber"?

Eine Informationsfreigabe durch Bewerber ist eine rechtliche Vereinbarung, in der ein Kandidat dem Unternehmen die ausdrĂŒckliche Genehmigung erteilt, Referenzen zu kontaktieren, HintergrundprĂŒfungen durchzufĂŒhren und Informationen von frĂŒheren Arbeitgebern, Behörden oder anderen relevanten Stellen einzuholen. Sie dient als dokumentierter Beweis, dass der Bewerber dieser Datenverarbeitung freiwillig zugestimmt hat – eine Anforderung der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) und Ă€hnlicher Gesetze in Österreich und der Schweiz. Die Vorlage steht als Word-Download zur VerfĂŒgung, kann online bearbeitet werden und lĂ€sst sich als PDF exportieren. Sie enthĂ€lt alle notwendigen Felder: Parteien (Mitarbeiter und Unternehmen), Vereinbarungsdatum, Umfang der Freigabe und Unterschriftszeilen.

Warum Sie dieses Dokument brauchen

Ohne dokumentierte Informationsfreigabe riskieren Sie ernsthafte Rechtsprobleme. Erstens: Wenn Sie einen Bewerber hintergrundprĂŒfen oder Referenzen einholen, ohne dass dieser schriftlich zugestimmt hat, verstoßen Sie gegen die DSGVO und riskieren Verwarnungen bis zu 20 Millionen Euro oder 4 % des globalen Umsatzes – je nachdem, was höher ist. Zweitens: Ein Bewerber könnte spĂ€ter behaupten, dass Sie ohne sein Wissen Daten ĂŒber ihn gesammelt haben, und Sie könnten vor Gericht nicht nachweisen, dass er eingewilligt hat. Drittens: FrĂŒhere Arbeitgeber sind oft vorsichtig, Informationen weiterzugeben, es sei denn, sie sehen eine klare Schweigepflichtentbindung – diese Vorlage dokumentiert genau das. Mit dieser Vereinbarung schĂŒtzen Sie Ihr Unternehmen rechtlich, halten einen transparenten Bewerbungsprozess ein und signalisieren potenziellen Mitarbeitern, dass Sie ihre Daten respektvoll und legal behandeln. Nutzen Sie diese Vorlage fĂŒr jede Neueinstellung: Sie kostet wenig Zeit, verhindert aber erhebliche Risiken spĂ€ter.

HĂ€ufige Fehler vermeiden

❌ Zu allgemeine oder unbegrenzte Genehmigung

Warum es wichtig ist: Eine unbegrenzte Freigabe könnte spĂ€ter vom Bewerber angefochten werden oder zu Missbrauch fĂŒhren.

Fix: Definieren Sie klar, welche Informationen freigegeben werden und fĂŒr welche Zeitspanne.

❌ Fehlender Datenschutzvermerk

Warum es wichtig ist: Ohne Hinweis auf DSGVO und Datenschutzbehandlung riskieren Sie RechtsverstĂ¶ĂŸe und Bußgelder.

Fix: FĂŒgen Sie immer einen Absatz ein, der erklĂ€rt, wie Daten verarbeitet und geschĂŒtzt werden.

❌ Unterschrift von nur einer Partei

Warum es wichtig ist: Eine einseitig unterschriebene Vereinbarung ist nicht bindend und kann von der anderen Partei angefochten werden.

Fix: Sorgen Sie dafĂŒr, dass beide – Bewerber und autorisierter Unternehmensvertreter – unterschreiben.

❌ UnvollstĂ€ndige oder falsche Adressdaten

Warum es wichtig ist: Fehlerhafte Identifikationsdaten untergraben die Rechtskraft der Vereinbarung und fĂŒhren zu Verwirrung.

Fix: ÜberprĂŒfen Sie alle Namen, Adressen und Unternehmensdetails grĂŒndlich gegen Originaldokumente.

❌ Keine Aufbewahrung der unterzeichneten Kopie

Warum es wichtig ist: Ohne dokumentierte Zustimmung des Bewerbers können Sie spÀter nicht nachweisen, dass er eingewilligt hat.

Fix: Speichern Sie unterzeichnete Kopien digital und in Papierform fĂŒr mindestens 3–7 Jahre.

❌ Unklare Grenzen zwischen BewerberprĂŒfung und MitarbeiterĂŒberwachung

Warum es wichtig ist: Eine zu breite Formulierung könnte spĂ€ter fĂŒr Kontrollen wĂ€hrend der BeschĂ€ftigung missbraucht werden.

Fix: Trennen Sie deutlich zwischen EinstellungsprĂŒfung und eventueller spĂ€terer MitarbeiterĂŒberwachung.

Die 8 wichtigsten Klauseln, erklÀrt

VereinbarungsprÀambel und Parteien

In einfacher Sprache: Definiert Abschlussdatum, Namen des Bewerbers und des Unternehmens sowie deren Adressen.

Beispielformulierung
Diese Vereinbarung wird abgeschlossen zum [DATUM] zwischen [NAME DES MITARBEITERS], natĂŒrliche Person mit Wohnsitz in [ADRESSE], und [UNTERNEHMEN], ein Unternehmen gegrĂŒndet unter den Gesetzen von [BUNDESLAND].

HĂ€ufiger Fehler: UnvollstĂ€ndige Adressen oder falsche Schreibweisen von Unternehmens- oder Personennamen fĂŒhren zu Rechtsunsicherheit.

Bewerbungskontext

In einfacher Sprache: ErklĂ€rt, dass die Freigabe im Zusammenhang mit der Bewerbung fĂŒr eine BeschĂ€ftigung erfolgt.

Beispielformulierung
Im Zusammenhang mit meiner Bewerbung fĂŒr eine BeschĂ€ftigung mit dem Unternehmen stimme ich hiermit wie folgt zu.

HĂ€ufiger Fehler: Zu unspezifisch formuliert – sollte klar auf die konkrete Bewerbung verweisen.

Referenzfreigabe

In einfacher Sprache: Erlaubt dem Unternehmen, mit frĂŒheren Arbeitgebern und Referenzen des Bewerbers zu sprechen.

Beispielformulierung
Der Mitarbeiter genehmigt, dass das Unternehmen Referenzen von frĂŒheren Arbeitgebern und Vorgesetzten einholt und persönliche sowie berufliche Informationen ĂŒberprĂŒft.

HĂ€ufiger Fehler: Keine klare Beschreibung, welche Referenzen und Informationen abgefragt werden dĂŒrfen.

HintergrundprĂŒfungsgenehmigung

In einfacher Sprache: Genehmigt die DurchfĂŒhrung von HintergrundĂŒberprĂŒfungen (soweit gesetzlich zulĂ€ssig).

Beispielformulierung
Der Mitarbeiter erklĂ€rt sich damit einverstanden, dass das Unternehmen eine HintergrundprĂŒfung durchfĂŒhren kann, einschließlich der ÜberprĂŒfung von Qualifikationen, Arbeitshistorie und relevanten öffentlichen Aufzeichnungen, soweit dies den geltenden Gesetzen entspricht.

HĂ€ufiger Fehler: Fehlendes Rechtsvorbehalt – sollte immer auf GesetzmĂ€ĂŸigkeit eingeschrĂ€nkt sein.

DatenschutzerklÀrung und DSGVO-KonformitÀt

In einfacher Sprache: Informiert den Bewerber, wie seine Daten verarbeitet werden und verweist auf Datenschutzbestimmungen.

Beispielformulierung
Der Mitarbeiter wird darauf hingewiesen, dass personenbezogene Daten gemĂ€ĂŸ [DATENSCHUTZRICHTLINIE DES UNTERNEHMENS] und unter Beachtung der DSGVO verarbeitet werden.

HĂ€ufiger Fehler: Zu oberflĂ€chlich – sollte konkrete Verweisung auf Datenschutzrichtlinie enthalten.

Vertraulichkeit von Informationen

In einfacher Sprache: Regelt die vertrauliche Behandlung von Bewerberinformationen durch das Unternehmen.

Beispielformulierung
Das Unternehmen verpflichtet sich, alle persönlichen Informationen des Mitarbeiters vertraulich zu behandeln und nur zu Zwecken dieser EinstellungsprĂŒfung zu verwenden.

HĂ€ufiger Fehler: Nicht ausreichend zwischen notwendiger Datenverarbeitung und Missbrauchsrisiken differenziert.

GĂŒltigkeitsdauer

In einfacher Sprache: Bestimmt, wie lange diese Freigabe gĂŒltig ist (z. B. fĂŒr die aktuelle Bewerbung oder mehrere Jahre).

Beispielformulierung
Diese Informationsfreigabe bleibt gĂŒltig fĂŒr [ZEITRAUM – z. B. wĂ€hrend des Bewerbungsprozesses / fĂŒr [X] Jahre nach Unterzeichnung].

HĂ€ufiger Fehler: Unbestimmte GĂŒltigkeitsdauer schafft Rechtsunsicherheit.

Unterschriftenblock

In einfacher Sprache: EnthĂ€lt Unterschriftszeilen fĂŒr den Bewerber und einen Vertreter des Unternehmens sowie Datumsfelder.

Beispielformulierung
[BEWERBER-NAME] ______________________ Datum: ______________ [UNTERNEHMENSVERTRETER] ______________________ Datum: ______________

HĂ€ufiger Fehler: Fehlende oder unklare Unterschriftsfelder fĂŒhren dazu, dass die Vereinbarung nicht rechtsverbindlich ist.

So fĂŒllen Sie sie aus

  1. 1

    GĂŒltigkeitsdatum eintragen

    Tragen Sie das Datum ein, an dem diese Vereinbarung abgeschlossen wird. Dieses Datum sollte dem Tag entsprechen, an dem beide Parteien unterschreiben.

    💡 Verwenden Sie das Format TT.MM.JJJJ (z. B. 15.03.2024).

  2. 2

    Bewerberdaten vollstÀndig eintragen

    Geben Sie den vollstĂ€ndigen Namen und die aktuelle Adresse des Bewerbers ein. Diese Informationen mĂŒssen mit den Bewerbungsunterlagen ĂŒbereinstimmen.

    💡 Achten Sie auf korrekte Schreibweise – Tippfehler können spĂ€ter zu Problemen fĂŒhren.

  3. 3

    Unternehmensdetails ausfĂŒllen

    Tragen Sie den genauen Namen Ihres Unternehmens, die Bundesland/Region der GrĂŒndung und die GeschĂ€ftsadresse ein.

    💡 Verwenden Sie den offiziellen Firmennamen aus dem Handelsregister oder Gesellschaftsvertrag.

  4. 4

    Freigegebene Informationen prÀzisieren

    Definieren Sie konkret, welche Informationen der Bewerber freigeben möchte (Referenzen, HintergrundprĂŒfung, QualifikationsĂŒberprĂŒfung, etc.).

    💡 Je spezifischer, desto weniger MissverstĂ€ndnisse entstehen spĂ€ter.

  5. 5

    GĂŒltigkeitsdauer festlegen

    Entscheiden Sie, ob die Freigabe nur fĂŒr diese Bewerbung gilt oder ob sie auf zukĂŒnftige ÜberprĂŒfungen wĂ€hrend einer möglichen BeschĂ€ftigung ausgeweitet wird.

    💡 Empfohlen: Klare Abgrenzung – z. B. 'gĂŒltig wĂ€hrend des Bewerbungsprozesses'.

  6. 6

    DatenschutzerklĂ€rung hinzufĂŒgen

    Verweisen Sie auf Ihre Datenschutzrichtlinie und informieren Sie den Bewerber ĂŒber die DSGVO-konforme Behandlung seiner Daten.

    💡 Halten Sie einen Link zu Ihrer DatenschutzerklĂ€rung bereit oder fĂŒgen Sie diese als Anlage bei.

  7. 7

    Unterschriften einholen

    Lassen Sie diese Vereinbarung von beiden Parteien unterschreiben – dem Bewerber und einem autorisierten Vertreter Ihres Unternehmens (z. B. GeschĂ€ftsfĂŒhrer oder HR-Manager).

    💡 Digitale Unterschriften (DocuSign, etc.) sind rechtlich genauso gĂŒltig wie handschriftliche.

  8. 8

    Kopien verteilen und archivieren

    Geben Sie eine unterzeichnete Kopie an den Bewerber und archivieren Sie eine im Einstellungsunterlagenordner des Kandidaten.

    💡 Bewahren Sie das Original mindestens 3 Jahre auf – es könnte rechtlich erforderlich sein.

HĂ€ufig gestellte Fragen

Ist eine Informationsfreigabe durch Bewerber rechtlich bindend?

Ja, sobald beide Parteien sie unterschreiben, ist sie rechtlich bindend. Sie mĂŒssen allerdings sicherstellen, dass der Bewerber freiwillig unterschreibt und nicht unter Druck steht. Die Vereinbarung muss auch DSGVO-konform sein und klare Grenzen haben, welche Informationen freigegeben werden dĂŒrfen. Lassen Sie diese im Zweifel von einem Anwalt ĂŒberprĂŒfen, um alle rechtlichen Anforderungen Ihres Bundeslandes zu erfĂŒllen.

Kann ein Bewerber die Informationsfreigabe widerrufen?

Das hĂ€ngt von der Formulierung in Ihrer Vorlage ab. In der Regel können Bewerber ihre Zustimmung widerrufen, mĂŒssen dies aber schriftlich tun. Um MissverstĂ€ndnisse zu vermeiden, sollten Sie in Ihrer Vereinbarung klar regeln, ob und wie ein Widerruf möglich ist. Ein Widerruf nach bereits abgeschlossener HintergrundprĂŒfung kann rechtlich kompliziert sein – konsultieren Sie hier einen Anwalt.

Was ist der Unterschied zwischen Informationsfreigabe und DatenschutzerklÀrung?

Die Informationsfreigabe ist eine Vereinbarung, in der der Bewerber dem Unternehmen erlaubt, Dritte (Arbeitgeber, Referenzen) zu kontaktieren. Die DatenschutzerklĂ€rung ist eine Information des Unternehmens, wie es personenbezogene Daten verarbeitet. Beide sollten zusammen verwendet werden – die Freigabe gibt Erlaubnis, die DatenschutzerklĂ€rung erklĂ€rt Verantwortung.

Muss ich diese Freigabe vor jeder HintergrundprĂŒfung einholen?

Ja, gemĂ€ĂŸ DSGVO mĂŒssen Sie ausdrĂŒckliche schriftliche Zustimmung vor jeder HintergrundprĂŒfung einholen. Ohne dokumentierte Freigabe riskieren Sie DatenschutzverstĂ¶ĂŸe und Bußgelder. Eine Einmal-Zustimmung beim Bewerbungsstart kann auch fĂŒr ÜberprĂŒfungen wĂ€hrend des Bewerbungsprozesses gelten, sollte aber zeitlich begrenzt sein.

Kann ich diese Vorlage auch fĂŒr bestehende Mitarbeiter verwenden?

Die Vorlage ist primĂ€r fĂŒr Bewerber gedacht. FĂŒr bestehende Mitarbeiter benötigen Sie meist eine separate Vereinbarung, da die rechtlichen Grundlagen anders sind. Wenn Sie beispielsweise einen Mitarbeiter befördern möchten und eine erneute HintergrundprĂŒfung brauchen, sollten Sie eine Variante nutzen, die sich auf BeschĂ€ftigte bezieht, oder einen Anwalt konsultieren.

Welche Informationen darf ich nach dieser Freigabe einholen?

Das hĂ€ngt von der geltenden Rechtsprechung in Ihrem Bundesland und der Branche ab. In der Regel sind zulĂ€ssig: Referenzen von frĂŒheren Arbeitgebern, Qualifikationen, Berufserfahrung. Einige Bereiche (z. B. SicherheitsĂŒberprĂŒfungen) sind strenger geregelt. Die DSGVO verbietet ÜberprĂŒfungen von strafrechtlichen Verurteilungen ohne besonderen Grund. KlĂ€ren Sie mit einem Anwalt, was in Ihrer Branche und Region zulĂ€ssig ist.

Wie lange muss ich diese unterzeichnete Vereinbarung aufbewahren?

Bewahren Sie die unterzeichnete Vereinbarung mindestens 3 Jahre auf – dies ist in vielen Datenschutzgesetzen vorgegeben. Besser ist 5–7 Jahre, falls spĂ€ter noch Fragen oder Streitigkeiten entstehen. Speichern Sie es digital sicher und in Papierform im Personalakt des Bewerbers oder Mitarbeiters.

Ist diese Vorlage auch fĂŒr Österreich und die Schweiz gĂŒltig?

Die Vorlage basiert auf deutschem Recht und kann mit Anpassungen auch in Österreich und der Schweiz verwendet werden. Beide LĂ€nder haben Ă€hnliche DSGVO-Anforderungen, aber unterschiedliche nationale ErgĂ€nzungsgesetze. Lassen Sie die Vorlage von einem lokalen Anwalt ĂŒberprĂŒfen oder anpassen, bevor Sie sie in AT oder CH einsetzen.

Im Vergleich zu Alternativen

vs EinwilligungserklÀrung zur Datenverarbeitung

Eine EinwilligungserklĂ€rung ist allgemeiner und bezieht sich darauf, dass Daten des Bewerbers verarbeitet werden dĂŒrfen. Eine Informationsfreigabe ist spezieller und erlaubt gezielt, externe Stellen (Referenzen, HintergrundprĂŒfer) zu kontaktieren. Zusammen bilden sie die rechtliche Grundlage fĂŒr einen sicheren Bewerbungsprozess – nutzen Sie beide.

vs Schweigepflichtentbindung

Eine Schweigepflichtentbindung hebt die Vertraulichkeit auf (z. B. damit ein frĂŒherer Arbeitgeber offene Informationen weitergeben darf). Die Informationsfreigabe ist breiter und umfasst auch Genehmigung zur Kontaktaufnahme selbst. In vielen FĂ€llen benötigen Sie beide Dokumente, um eine vollstĂ€ndige ÜberprĂŒfung zu ermöglichen.

vs DatenschutzerklÀrung

Die DatenschutzerklĂ€rung ist eine Einweg-Information des Unternehmens an den Bewerber, wie dessen Daten verarbeitet werden. Die Informationsfreigabe ist eine gegenseitige Vereinbarung, in der der Bewerber aktiv zustimmt. Beide Dokumente sind nötig – die Freigabe gibt Erlaubnis, die DatenschutzerklĂ€rung erklĂ€rt Verantwortung und Rechte.

vs Arbeitsvertrag

Ein Arbeitsvertrag regelt die kĂŒnftige BeschĂ€ftigung (Lohn, Aufgaben, KĂŒndigungsfristen). Die Informationsfreigabe ist ein Vordokument und wird wĂ€hrend des Bewerbungsprozesses unterzeichnet, bevor ein Arbeitsvertrag entsteht. Sie sind zeitlich und inhaltlich unterschiedlich – beide haben ihren Platz im HR-Prozess.

Branchenspezifische Hinweise

Personalwesen und Recruiting

Essenzielle Dokumentation fĂŒr jeden Einstellungsprozess; rechtliche Absicherung bei Referenzanfragen und HintergrundprĂŒfungen.

Finanzdienstleistungen

Strikte regulatorische Anforderungen – diese Freigabe ist oft Pflicht vor Einstellung von Bankern oder Vermögensberatern.

Öffentlicher Dienst und Behörden

SicherheitsĂŒberprĂŒfungen erfordern dokumentierte Zustimmung; diese Vorlage bietet die rechtliche Grundlage.

Bildung und Kinderbetreuung

Gesetzlich vorgeschriebene HintergrundprĂŒfung fĂŒr Mitarbeiter, die mit Kindern arbeiten – Freigabe ist obligatorisch.

Gesundheitswesen und Pharmazie

Strikte Datenschutzanforderungen; diese Freigabe dokumentiert DSGVO-konforme Datenverarbeitung.

Sicherheitsdienste und Bewachung

Umfassende HintergrundprĂŒfung ist branchenstandard; Freigabe bietet rechtliche Sicherheit fĂŒr ÜberprĂŒfungen.

Hinweise zur Rechtsprechung

Deutsche Vorlage basiert auf deutschem Recht und DSGVO. Beachten Sie Besonderheiten in Ihrer Branche – SicherheitsĂŒberprĂŒfungen und Hintergrundchecks unterliegen in Deutschland strengeren Regeln als in anderen LĂ€ndern.

In Österreich gelten Ă€hnliche DSGVO-Regeln, aber nationale ErgĂ€nzungen können abweichen. Lassen Sie diese Vorlage vor Verwendung von einem österreichischen Anwalt ĂŒberprĂŒfen.

Die Schweiz hat kein DSGVO, sondern das Bundesgesetz ĂŒber den Datenschutz (DSG). Diese Vorlage muss angepasst werden – konsultieren Sie einen Schweizer Anwalt.

Vorlage oder Anwalt — was passt?

WegAm besten fĂŒrKostenZeit
Vorlage verwendenStandardbewerbungen in kleineren Unternehmen; einfache ReferenzprĂŒfungen ohne Hintergrundchecks.In Business in a Box enthalten (Vorlage) + Ihre Zeit zum AusfĂŒllen15–30 Minuten pro Bewerber
Vorlage + RechtsprĂŒfungMittlere Unternehmen mit mehreren Bewerbungen pro Jahr; bei Unsicherheit zur DSGVO-KonformitĂ€t.100–300 € fĂŒr anwaltliche ÜberprĂŒfung der Vorlage1–2 Wochen ÜberprĂŒfungsfrist + 15–30 Min. pro Bewerber
MaßgeschneidertGroßunternehmen, regulierte Branchen (Finanzen, Gesundheit), internationale Betriebe.800–2000 € fĂŒr maßgeschneiderte Vereinbarung2–4 Wochen Entwicklung + kontinuierliche Updates

Glossar

Informationsfreigabe
Schriftliche Zustimmung eines Bewerbers, dass Arbeitgeber Informationen ĂŒber ihn von Dritten einholen darf.
HintergrundprĂŒfung
ÜberprĂŒfung von frĂŒheren ArbeitsplĂ€tzen, Qualifikationen, Strafregister oder KreditwĂŒrdigkeit eines Kandidaten.
ReferenzprĂŒfung
Kontaktaufnahme mit frĂŒheren Arbeitgebern oder Referenzen zur BestĂ€tigung der Kandidatenangaben.
DSGVO
Datenschutz-Grundverordnung; europÀische Regelung zum Schutz personenbezogener Daten.
Einwilligung
Freiwillige, informierte Zustimmung einer Person zur Verarbeitung ihrer persönlichen Daten.
Vertragsparteien
Die Parteien, die diese Vereinbarung abschließen – der Bewerber und das Unternehmen.
Persönliche Daten
Alle Informationen ĂŒber eine identifizierbare natĂŒrliche Person (Name, Adresse, Berufserfahrung, etc.).
Rechtswirksamkeit
Der Zeitpunkt, ab dem diese Vereinbarung bindende Kraft erhĂ€lt – in der Regel das Unterzeichnungsdatum.
Bewerbungsprozess
Das gesamte Verfahren von der Bewerbungseinreichung bis zur Einstellungsentscheidung.

Teil Ihres Unternehmens-Betriebssystems

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