Einverständniserklärung Rahmenvertrag für Professionelle

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FreiEinverständniserklärung Rahmenvertrag für Professionelle

Auf einen Blick

Was es ist
Eine Einverständniserklärung für einen Rahmenvertrag zu professionellen Services ist ein schriftliches Dokument, in dem beide Parteien ihre grundsätzliche Bereitschaft zur Zusammenarbeit und die wesentlichen Bedingungen festhalten. Es dient als Grundlage für die Verhandlung eines endgültigen, umfassenden Vertrags und regelt bereits die Interim-Services während der Verhandlungsphase. Sie erhalten dieses Dokument als sofort einsatzbereite Word-Vorlage zum kostenlosen Download.
Wann Sie es brauchen
Sie benötigen diese Vorlage, wenn Sie mit einem neuen Geschäftspartner oder Dienstleister eine längerfristige Zusammenarbeit aufbauen möchten, aber noch nicht alle Details des finalen Vertrags geklärt sind. Sie schafft Klarheit über Gebühren, Leistungsumfang und Verhandlungsziele, während bereits Services erbracht werden.
Was enthalten ist
Das Dokument enthält Abschnitte zu Zweck und Zieldatum der Vereinbarung, zur nicht-bindenden Wirkung außer für spezifische Klauseln, zur Benennung von Projektmanagern, zu Interim-Services und deren Leistungsbeschreibungen, zu Gebühren und Kostenerstattung einschließlich Reiseausgaben, sowie zu Kreditierung von Vorauszahlungen auf die endgültige Vereinbarung.

Was ist eine Einverständniserklärung Rahmenvertrag für Professionelle?

Eine Einverständniserklärung für einen Rahmenvertrag zu professionellen Services ist ein schriftliches Dokument, in dem zwei Parteien ihre gegenseitige Absicht zur Zusammenarbeit dokumentieren und die wesentlichen Bedingungen festhalten. Im Gegensatz zu einem Brief of Intent (LOI) ist dieses Dokument deutlich detaillierter: Es regelt bereits Gebühren, Leistungsbeschreibungen, Interim-Services (während der Verhandlung erbrachte Dienstleistungen) und Budgetgrenzen. Das Dokument dient als Arbeitsrahmen, während ein endgültiger, umfassender Vertrag verhandelt wird. Sie erhalten diese Vorlage als sofort bearbeitbare Word-Datei zum kostenlosen Download, die Sie je nach Ihrer Situation anpassen können.

Warum Sie dieses Dokument brauchen

Ohne eine Einverständniserklärung läuft eine Zusammenarbeit Gefahr, unkoordiniert zu beginnen — Services werden erbracht, Kosten entstehen, aber es ist unklar, wie Gebühren abgerechnet werden, wer wofür verantwortlich ist oder wann die Verhandlung abgeschlossen sein soll. Dies führt zu Frustrationen, Missverständnissen und im schlimmsten Fall zu kostspieligen Konflikten. Eine gut strukturierte Einverständniserklärung schafft Klarheit: Sie definiert klare Leistungserwartungen, Gebührengrenzen, Entscheidungsträger und ein verbindliches Verhandlungsziel. Sie erlaubt auch, dass bereits während der Verhandlung unter definierten Bedingungen Services erbracht werden — Zeit wird nicht verschwendet, und beide Parteien zeigen gegenseitiges Vertrauen. Diese Vorlage schützt Ihr Unternehmen vor offenen Fragen und bietet eine rechtliche Grundlage, sollte es später zu Uneinigkeiten kommen.

Welche Variante passt zu Ihrer Situation?

Wenn Ihre Situation ist…Diese Vorlage verwenden
Für unkomplizierte, kurzfristige Beratungsprojekte mit klaren LeistungenEinverständniserklärung — einfache Fassung
Wenn vertrauliche Geschäftsinformationen während Verhandlungen ausgetauscht werdenEinverständniserklärung — mit Geheimhaltungsklausel
Wenn Sie direkt einen endgültigen, detaillierten Vertrag abschließen möchtenRahmenvertrag — Vollversion
Wenn erhebliche Risiken mit den Services verbunden sindEinverständniserklärung — mit Haftungsbegrenzung
Als leichtere Alternative mit minimalen rechtlichen BindungenLetter of Intent (LOI) — Dienstleistungen
Wenn Sie bereits in die endgültige Servicebeziehung einsteigen möchtenDienstleistungsvereinbarung (SLA) — langfristig

Häufige Fehler vermeiden

❌ Zu vage Leistungsbeschreibungen

Warum es wichtig ist: Ohne klare Definitionen entstehen Streitigkeiten über erbrachte Services und Qualität.

Fix: Erstellen Sie detaillierte Leistungsbeschreibungen (SOW) mit konkreten Zielen, Liefergegenstände und Akzeptanzkriterien.

❌ Unbegrenzte Gebühren und fehlende Budgetgrenzen

Warum es wichtig ist: Das Projekt kann schnell teuer werden und die Kosten geraten außer Kontrolle.

Fix: Legen Sie einen festen Stundensatz und eine klare Budgetobergrenze fest, die ohne schriftliche Genehmigung nicht überschritten werden darf.

❌ Unklare oder unrealistische Zieldaten

Warum es wichtig ist: Die Verhandlung zieht sich endlos hin, oder das Zieldatum ist nicht erreichbar, was zu Frustration führt.

Fix: Einigen Sie sich auf ein realistisches, verhandelbares Zieldatum mit ausreichend Puffer für Entscheidungsfindung.

❌ Alle Klauseln als nicht-bindend behandeln

Warum es wichtig ist: Wichtige Vereinbarungen wie Vertraulichkeit oder Gebührenregelungen haben keine rechtliche Geltung.

Fix: Markieren Sie explizit, welche Sektionen bindend sind (z. B. Gebühren, Projektmanager, Interim-Services), und welche auslaufen.

❌ Reisekosten und Ausgaben nicht separat regeln

Warum es wichtig ist: Überraschungskosten entstehen, oder es ist unklar, wer Reiseausgaben trägt.

Fix: Definieren Sie klar, dass Reisezeit nicht berechnet wird und Reiseausgaben separat mit Genehmigung anfallen.

❌ Keine Anrechnung von Vorauszahlungen auf endgültige Vereinbarung

Warum es wichtig ist: Der Kunde zahlt möglicherweise doppelt, sobald der endgültige Vertrag in Kraft tritt.

Fix: Stellen Sie klar, dass alle bezahlten Gebühren als Guthaben auf die endgültige Rechnung angerechnet werden.

Die 9 wichtigsten Klauseln, erklärt

Zweck der Einverständniserklärung

In einfacher Sprache: Erklärt, dass die Parteien die Bedingungen für eine längerfristige Zusammenarbeit bei professionellen Services zusammenfassen möchten.

Beispielformulierung
Der Zweck dieser Einverständniserklärung ist es, die wichtigsten Bedingungen der einvernehmlichen Übereinkünfte zwischen [NAME IHRES UNTERNEHMENS] und [NAME DES UNTERNEHMENS] für die Verhandlung eines definitiven Rahmenvertrags für professionelle Services zusammenzufassen.

Häufiger Fehler: Unklare Definition des Leistungsumfangs führt später zu Missverständnissen und Zusatzkosten.

Endgültige Vereinbarung und Zieldatum

In einfacher Sprache: Verpflichtet beide Parteien, in gutem Glauben auf einen finalen Vertrag hinzuarbeiten, und legt ein verbindliches Abschluss-Zieldatum fest.

Beispielformulierung
Die Parteien vereinbaren, dass sie nach der Durchführung dieser Einverständniserklärung in gutem Glauben sorgfältige Verhandlungen führen werden, wobei das Ziel dieser Verhandlungen die Erstellung einer endgültigen Vereinbarung am oder vor dem [DATUM] ist.

Häufiger Fehler: Ein zu niedriges oder unrealistisches Zieldatum führt zu Verzögerungen und Verhandlungsfrust.

Nicht-bindende Auswirkung

In einfacher Sprache: Legt fest, dass die Einverständniserklärung (außer spezifischen Klauseln) nicht rechtsverbindlich ist und automatisch ausläuft, wenn keine endgültige Vereinbarung erreicht wird.

Beispielformulierung
Die Parteien verstehen und vereinbaren, dass diese Einverständniserklärung nicht dazu ausgelegt ist, bindende Verpflichtungen zwischen den Parteien zu kreieren, außer wie explizit in den Sektionen [BESCHREIBEN] angegeben.

Häufiger Fehler: Fehlende Klarheit über welche Klauseln bindend sind, führt zu Rechtsstreitigkeiten über unerwartete Verpflichtungen.

Interim-Services und Leistungsbeschreibungen

In einfacher Sprache: Beschreibt die Services, die bereits während der Verhandlung erbracht werden, und sichert zu, dass diese den vereinbarten Leistungsbeschreibungen entsprechen.

Beispielformulierung
[NAME DES UNTERNEHMENS] stimmt hiermit zu, [BESCHREIBEN] zu unterstützen und mit den Bedingungen solcher Interim-Services fortzufahren, die von [NAMES IHRES UNTERNEHMENS] verlangt werden, in Übereinstimmung mit den geltenden Leistungsbeschreibungen.

Häufiger Fehler: Vage oder sich ändernde Leistungsbeschreibungen führen zu Scope Creep und unkontrollierten Kosten.

Gebühren und Kostenerstattung

In einfacher Sprache: Regelt den Gebührensatz, Budgetgrenzen und die Erstattung von Reiseausgaben und anderen Kosten.

Beispielformulierung
Der Kunde muss [NAME DES UNTERNEHMENS] Gebühren auf den normalen Stundensätzen bezahlen, und die Gebühren für [BESCHREIBEN] dürfen den Betrag von [BETRAG] nicht ohne schriftliche Zustimmung überschreiten.

Häufiger Fehler: Unbegrenzte Gebühren oder fehlende Budgetobergrenzen führen zu Kostenexplosionen und Überraschungen auf der Rechnung.

Projektmanager

In einfacher Sprache: Verpflichtet beide Parteien, einen qualifizierten Ansprechpartner zu benennen, der die Kommunikation und Koordination vereinfacht.

Beispielformulierung
Die Parteien vereinbaren hiermit, dass jede Partei einen qualifizierten Repräsentanten bestimmt, der als Bindeglied zwischen den Parteien fungiert.

Häufiger Fehler: Fehlende oder nicht erreichbare Projektmanager führen zu Kommunikationsverzögerungen und Missverständnissen.

Reisezeit und Reisekosten

In einfacher Sprache: Stellt klar, dass Reisezeit nicht berechnet wird und Reiseausgaben nur mit vorheriger Genehmigung und separat auf der Rechnung ausgewiesen erfolgen.

Beispielformulierung
Die Reisezeit von und zu einem Standort oder einem Arbeitsplatz liegt in der Verantwortlichkeit von [NAME DES UNTERNEHMENS] und darf dem Kunden nicht verrechnet werden. Reiseausgaben müssen vom Kunden genehmigt und separat quantifiziert werden.

Häufiger Fehler: Unklar, ob Reisezeit berechnet wird, oder Reisekosten werden später überraschend in Rechnung gestellt.

Anrechnung auf endgültige Vereinbarung

In einfacher Sprache: Erklärt, dass alle unter dieser Einverständniserklärung bezahlten Gebühren als Guthaben auf die endgültige Rechnung angerechnet werden.

Beispielformulierung
Alle Gebühren, die hierunter an [NAME DES UNTERNEHMENS] bezahlt wurden, werden als Guthaben für alle fälligen Beträge unter der endgültigen Vereinbarung behandelt.

Häufiger Fehler: Fehlende Anrechnung führt zu doppelten Zahlungen und finanziellen Konflikten beim Übergang zur endgültigen Vereinbarung.

Änderungen des Leistungsumfangs

In einfacher Sprache: Regelt, dass Änderungen des Leistungsumfangs schriftlich angekündigt werden müssen und die Gebühren entsprechend angepasst werden.

Beispielformulierung
[NAME IHRES UNTERNEHMENS] und der Kunde haben das Recht, Zusätze, Reduktionen oder Änderungen der Art oder Dauer der Interim-Services vorzuschlagen, vorausgesetzt, dass [NAME DES UNTERNEHMENS] diesen zustimmt und die Gebühren angepasst werden.

Häufiger Fehler: Scope Creep ohne schriftliche Dokumentation und Gebührenanpassung führt zu unbezahlten Mehrleistungen.

So füllen Sie sie aus

  1. 1

    Daten und Parteinamen eintragen

    Füllen Sie alle Platzhalter wie [DATUM], [NAME DES UNTERNEHMENS], [NAME IHRES UNTERNEHMENS], [BESCHREIBEN] und [BETRAG] mit den tatsächlichen Informationen aus. Verwenden Sie konsistent die gleichen Namen und Schreibweisen in der gesamten Vorlage.

    💡 Kopieren Sie die Namen direkt aus den Unternehmensregistern oder Ausweisen, um Schreibfehler zu vermeiden.

  2. 2

    Leistungsbeschreibungen anfügen

    Erstellen Sie detaillierte Leistungsbeschreibungen (SOW — Statement of Work) für die Interim-Services und fügen Sie diese als Anlage bei. Beschreiben Sie genau, welche Aufgaben, Liefergegenstände und Qualitätsstandards erwartet werden.

    💡 Nutzen Sie Bullet Points und Checklisten, um Klarheit zu schaffen und Scope Creep zu vermeiden.

  3. 3

    Zieldatum festlegen

    Einigen Sie sich auf ein realistisches Datum, bis zu dem die endgültige Vereinbarung abgeschlossen sein soll. Berücksichtigen Sie die Komplexität des Projekts und die Entscheidungsfindungsprozesse beider Parteien.

    💡 Bauen Sie einen Puffer von 2–4 Wochen ein; längerfristige Projekte können 8–12 Wochen benötigen.

  4. 4

    Gebühren und Budgetgrenzen definieren

    Geben Sie den Stundensatz oder die Gebührenstruktur an und setzen Sie eine klare obere Budgetgrenze für die Interim-Services, ohne die eine schriftliche Genehmigung erforderlich ist.

    💡 Beziehen Sie Reisekosten und andere Ausgaben separat ein; dies verhindert versteckte Kosten.

  5. 5

    Projektmanager benennen

    Tragen Sie Namen, E-Mail und Telefonnummern der Ansprechpartner beider Seiten ein, die für Koordination und Entscheidungen verantwortlich sind.

    💡 Wählen Sie Personen mit Entscheidungsautorität, um Verzögerungen zu minimieren.

  6. 6

    Bindende Klauseln identifizieren

    Klären Sie mit Ihrem Partner, welche Sektionen (z. B. Vertraulichkeit, Projektmanager, Gebührenregelungen) verbindlich sein sollen, und kennzeichnen Sie diese explizit.

    💡 Konsultieren Sie einen Anwalt, um sicherzustellen, dass die richtigen Klauseln bindend sind.

  7. 7

    Überprüfung und Unterzeichnung

    Lassen Sie die vollständig ausgefüllte Vorlage von einer Rechtsanwältin oder einem Rechtsanwalt überprüfen, bevor Sie sie unterzeichnen. Vergewissern Sie sich, dass alle Parteien das Dokument vor dem Austausch signieren.

    💡 Verwenden Sie digitale Signaturen oder notarielle Beglaubigung für zusätzliche Sicherheit.

Häufig gestellte Fragen

Ist eine Einverständniserklärung rechtsverbindlich?

Die Einverständniserklärung ist in der Regel nicht vollständig rechtsverbindlich, außer für Klauseln, die explizit als bindend gekennzeichnet werden (z. B. Gebühren, Vertraulichkeit, Projektmanager). Die meisten anderen Teile sind eine Absichtserklärung und werden durch die endgültige Vereinbarung ersetzt. Besprechen Sie mit einem Anwalt, welche Klauseln bindend sein sollten.

Was passiert, wenn bis zum Zieldatum keine endgültige Vereinbarung erreicht wird?

Wenn bis zum Zieldatum (das von beiden Parteien verlängert werden kann) kein finaler Vertrag abgeschlossen wird, läuft die Einverständniserklärung automatisch ab. Die bis dahin erbrachten Services unterliegen dieser Einverständniserklärung, und beide Parteien haben keine weiteren Verpflichtungen gegenüber der anderen Partei. Die bereits bezahlten Gebühren werden nicht zurückerstattet, es sei denn, es wurde anders vereinbart.

Können Interim-Services während der Verhandlung verändert oder beendet werden?

Ja, jede Partei kann schriftlich Änderungen, Zusätze oder Reduktionen der Interim-Services beantragen. Diese müssen von der anderen Partei akzeptiert werden, und die Gebühren müssen entsprechend angepasst werden. Dies verhindert, dass eine Seite einseitig den Umfang erweitert, ohne die Kosten anzupassen.

Werden die Gebühren auf die endgültige Vereinbarung angerechnet?

Ja, alle unter dieser Einverständniserklärung bezahlten Gebühren werden als Guthaben auf die endgültige Rechnung unter dem finalen Vertrag angerechnet. Dies vermeidet Doppelzahlungen und schafft Anreize, schnell zu einer Vereinbarung zu kommen.

Wer trägt die Reisekosten?

Reisekosten werden vom Kunden zusätzlich zu den Gebühren erstattet, müssen aber vorher schriftlich genehmigt werden. Reisezeit wird nicht berechnet — das Beratungsunternehmen trägt diese selbst. Alle Reiseausgaben müssen separat auf der Rechnung aufgelistet werden.

Was ist ein Projektmanager in dieser Vereinbarung?

Ein Projektmanager ist ein qualifizierter Vertreter jeder Partei, der als Ansprechpartner fungiert und die Kommunikation zwischen den Seiten vereinfacht. Diese Person sollte Entscheidungsautorität haben, um Verzögerungen zu minimieren und schnelle Lösungen zu ermöglichen.

Brauche ich einen Anwalt, um diese Vorlage zu verwenden?

Es wird empfohlen, einen Anwalt zu konsultieren, um die Vorlage an Ihre spezifische Situation anzupassen und sicherzustellen, dass alle kritischen Klauseln (Gebühren, Vertraulichkeit, Haftung) korrekt formuliert sind. Eine Rechtsprüfung kostet typischerweise 300–800 €, ist aber für komplexe Projekte eine sinnvolle Investition.

Kann die Einverständniserklärung verlängert werden?

Ja, wenn das ursprüngliche Zieldatum nicht erreichbar ist, können beide Parteien schriftlich vereinbaren, das Zieldatum zu verlängern. Dies wird häufig gemacht, um mehr Zeit für Verhandlungen zu gewinnen, ohne die Interim-Services zu unterbrechen.

Was wird durch die endgültige Vereinbarung ersetzt?

Die endgültige Vereinbarung ersetzt die Einverständniserklärung rückwirkend zum Datum ihres Inkrafttretens. Dies bedeutet, dass alle Interim-Services und Liefergegenstände rückwirkend unter die Bedingungen der endgültigen Vereinbarung fallen. Bereits bezahlte Gebühren werden angerechnet, und die neuen Preise können sich von den ursprünglichen unterscheiden.

Im Vergleich zu Alternativen

vs Brief of Intent (LOI)

Ein Letter of Intent ist eine einfachere Absichtserklärung mit minimalen rechtlichen Details. Eine Einverständniserklärung für einen Rahmenvertrag ist umfassender und enthält bereits Gebühren, Leistungsbeschreibungen und Interim-Services. Verwenden Sie ein LOI für schnelle, unkomplizierte Vereinbarungen; nutzen Sie die Einverständniserklärung für komplexere, längerfristige Engagements.

vs Rahmenvertrag (endgültig)

Ein endgültiger Rahmenvertrag ist ein umfassend ausverhandeltes, bindenes Dokument mit vollständigen Bedingungen, Haftungsfreistellungen, IP-Rechten und Kündigungsklauseln. Die Einverständniserklärung ist eine Zwischenstufe — nicht vollständig bindend, aber detaillierter als ein LOI. Nutzen Sie die Einverständniserklärung, um schneller zu starten, während die endgültige Vereinbarung verhandelt wird.

vs Dienstleistungsvertrag (SLA)

Ein SLA konzentriert sich auf konkrete Leistungsmetriken, Verfügbarkeit, Reaktionszeiten und Eskalationsprozeduren für laufende Services. Eine Einverständniserklärung konzentriert sich auf Gebühren, Leistungsumfang und Verhandlungsziele. Nutzen Sie die Einverständniserklärung, um die Zusammenarbeit zu starten; nutzen Sie ein SLA danach für operative Qualitätskontrolle.

vs Interim-Services-Vereinbarung

Eine dedizierte Interim-Services-Vereinbarung regelt nur die vorübergehende Leistungserbringung während Verhandlungen. Eine Einverständniserklärung mit Interim-Services ist ein Gesamtdokument, das Verhandlungsziele, Gebühren und Interim-Services zusammenfasst. Die Einverständniserklärung ist praktikabler, wenn Sie mehrere Themen in einem Dokument abdecken möchten.

Branchenspezifische Hinweise

Unternehmensberatung

Berater nutzen diese Vorlage, um Engagement-Bedingungen festzulegen, während Projektdetails noch verhandelt werden.

IT und Softwareentwicklung

Tech-Dienstleister verwenden die Vorlage, um Leistungsbeschreibungen, Gebührenmodelle und Liefergegenstände während der Angebotsphase zu klären.

Personalvermittlung und Recruiting

Recruiting-Agenturen regeln über diese Vorlage, wie Vermittlungsgebühren, Kandidatenpools und Bearbeitungsprozesse während laufender Suchen abgerechnet werden.

Finanzdienstleistungen

Finanzberater und Revisionsfirmen definieren über das Dokument die Gebührenstruktur und Leistungsumfang für längerfristige Engagements.

Ingenieur- und Bauwesen

Ingeniurbüros und Bauberater nutzen die Vorlage, um Interim-Leistungen wie Entwürfe, Gutachten und Bauleitung abzurechnen, bevor ein finaler Vertrags abgeschlossen wird.

Rechtliche Dienstleistungen

Kanzleien regeln über diese Vorlage die Gebührenstrukturen, Vergütungsmodelle und Leistungsphasen während komplexer, längerfristiger Mandate.

Hinweise zur Rechtsprechung

Diese Vorlage befolgt deutsches Recht und ist für Verträge zwischen Unternehmen mit Sitz in Deutschland geeignet. Beachten Sie das BGB (Bürgerliches Gesetzbuch) und die AGBs-Kontrolle bei einseitigen Bedingungen. Konsultieren Sie einen deutschen Anwalt, wenn Verbraucher oder EU-Richtlinien betroffen sind.

In Österreich gelten ähnliche Regeln wie in Deutschland, aber mit Unterschieden im ABGB (Allgemeines Bürgerliches Gesetzbuch). Diese Vorlage ist mit geringen Anpassungen auch in Österreich einsetzbar; lassen Sie sie jedoch von einem österreichischen Anwalt überprüfen.

In der Schweiz gelten das ZGB und OR (Obligationenrecht). Diese deutsche Vorlage erfordert substantielle Anpassungen, um schweizer Rechtsnormen zu erfüllen. Nutzen Sie eine schweizer Vorlage oder konsultieren Sie einen schweizer Anwalt für Anpassungen.

Vorlage oder Anwalt — was passt?

WegAm besten fürKostenZeit
Vorlage verwendenRoutinemäßige, einfach strukturierte Dienstleistungsengagements mit klarem Leistungsumfang und Standard-Gebührenmodellen.0 € (Vorlage) + Bearbeitungszeit ~1–2 Stunden1–2 Tage (Ausfüllen, interne Abstimmung, Unterzeichnung)
Vorlage + RechtsprüfungMittlere Komplexität — mehrere Services, unklar gebliebene Leistungsbeschreibungen oder potenzielle Haftungsrisiken.0 € (Vorlage) + 300–600 € (Rechtsprüfung 1–2 Stunden)3–5 Tage (Ausfüllen, Anwaltsprüfung, Revision, Unterzeichnung)
MaßgeschneidertHochkomplexe Engagements mit Mehrfach-Parteien, IP-Fragen, Haftungsbegrenzungen oder strategischen Implikationen.800–2.000 € (vollständige Neuentwurfung und Verhandlung)1–3 Wochen (Briefing, Entwurf, Verhandlung, Finalisierung)

Glossar

Einverständniserklärung (Letter of Intent, LOI)
Ein schriftliches Dokument, das die gegenseitige Absicht zur Zusammenarbeit dokumentiert, ohne vollständig bindend zu sein.
Rahmenvertrag
Ein Vertrag, der die grundlegenden Bedingungen einer längerfristigen Geschäftsbeziehung regelt.
Interim-Services
Services, die während der Verhandlung des endgültigen Vertrags bereits erbracht werden.
Zieldatum
Das vereinbarte Datum, bis zu dem die Verhandlung der endgültigen Vereinbarung abgeschlossen sein soll.
Leistungsbeschreibung
Eine detaillierte Darstellung der zu erbringenden Services, Liefergegenstände und Qualitätsstandards.
Nicht-bindende Auswirkung
Eine Klausel, die festlegt, dass bestimmte Teile der Vereinbarung nicht rechtlich verpflichtend sind, sofern nicht explizit anders angegeben.
Projektmanager
Ein von jeder Partei benannter Ansprechpartner, der als Bindeglied zwischen den Vertragsparteien fungiert.
Kostenguthaben
Bereits bezahlte Gebühren, die auf die endgültige Rechnung unter dem abgeschlossenen Vertrag angerechnet werden.
Haftungsfreistellen
Klauseln, die eine Partei von Verantwortung für bestimmte Schäden oder Haftungen befreien.
Reisekosten
Ausgaben für Reisen und damit verbundene Kosten, die separat vom Stundensatz erstattet werden.

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