Eidesstattliche Erklärung

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FreiEidesstattliche Erklärung

Auf einen Blick

Was es ist
Eine eidesstattliche Erklärung ist ein rechtsverbindliches Dokument, in dem eine natürliche oder juristische Person unter Eid eine Aussage macht. Dieses Word-Template bietet Ihnen eine professionelle, bearbeitbare Struktur, die alle notwendigen Komponenten einer gültigen Eidleistung enthält — von der Präambel bis zur Auflistung der beeidigten Fakten. Sie können die Vorlage kostenlos herunterladen, online bearbeiten und als PDF exportieren.
Wann Sie es brauchen
Sie brauchen diese Vorlage, wenn Sie vor einer Behörde oder vor Gericht eine eidesstattliche Versicherung abgeben müssen. Dies kommt vor bei Vermögenserklärungen, Angaben zu Schuldenregistern, Identitätsprüfungen, Zeugenaussagen oder wenn Sie die Wahrheit einer Aussage beglaubigen müssen. Sie wird auch von Unternehmen in Verwaltungsverfahren oder bei privatrechtlichen Streitigkeiten verwendet.
Was enthalten ist
Das Dokument enthält eine vollständige Struktur mit Präambel, Parteiangaben (Unternehmen und Eidleistender), Jurisdiktionsvermerke (Bundesland/Staat), eine Beamtenzeile (Name und Kapazität der beeidigenden Autorität), das Vereidigungsdatum und einen Abschnitt zur Auflistung der eidesstattlich versicherten Fakten. Alle Positionen sind mit [PLATZHALTERN] gekennzeichnet, die Sie einfach durch Ihre spezifischen Daten ersetzen.

Was ist eine Eidesstattliche Erklärung?

Eine eidesstattliche Erklärung ist eine rechtsverbindliche schriftliche Aussage, die Sie vor einer befugten Autorität (Notar, Gericht oder Behörde) unter Eid abgeben. Sie bestätigt die Wahrheit von Fakten oder Aussagen und ist von hoher Beweiskraft. Diese Word-Vorlage bietet Ihnen ein professionelles, vollständiges Template mit allen erforderlichen Elementen: Präambel, Parteiangaben, Beamtenzeile, Vereidigungsdatum und einen strukturierten Fakten-Katalog. Sie können die Vorlage kostenlos herunterladen, online bearbeiten und anpassen — alle Platzhalter sind mit [KLAMMERN] gekennzeichnet. Nach dem Ausfüllen laden Sie das Dokument zu einem Notar oder zur zuständigen Behörde und unterschreiben es dort; der Notar bringt dann seinen Beglaubigungsstempel an. Das Ergebnis ist ein rechtlich verwertbares Original, das Sie in Gerichtsverfahren, Verwaltungsangelegenheiten oder Kreditvergaben nutzen können.

Warum Sie dieses Dokument brauchen

Ohne eine eidesstattliche Erklärung wird Ihnen bei wichtigen behördlichen oder gerichtlichen Verfahren der Nachweis für Vermögen, Schulden oder Tatsachen verweigert — was zu Verzögerungen, Ablehnungen oder Kostensteigerungen führt. Banken verlangen Vermögensbestätigungen; Gerichte brauchen beglaubigte Zeugenaussagen; Behörden fordern Schuldenbestätigungen an. Eine professionelle, korrekt ausgefüllte eidesstattliche Erklärung erspart Ihnen Zeit und kostspielige Anwaltshonorare, indem sie die Anforderung schnell erfüllt. Gleichzeitig schützt Sie eine gut formulierte Erklärung rechtlich: Sie vermeiden Ungültigkeits-Anfechtungen und strafrechtliche Risiken, die aus unachtsam ausgefüllten oder fehlerhaften Dokumenten entstehen. Die Vorlage ist so strukturiert, dass Sie alle wesentlichen Angaben korrekt eingeben und vor dem Notar unterzeichnen — ohne dass später Fragen zur Authentizität entstehen.

Welche Variante passt zu Ihrer Situation?

Wenn Ihre Situation ist…Diese Vorlage verwenden
Wenn eine natürliche Person unter Eid eine Aussage machtEidesstattliche Erklärung — Standard (Einzelperson)
Wenn ein Unternehmen oder eine juristische Person auftrittEidesstattliche Erklärung — Unternehmen
Speziell für Angaben zu Vermögen und SchuldenEidesstattliche Erklärung — Vermögenserklärung
Wenn eine Zeugenaussage vor Gericht beeidigt wirdEidesstattliche Erklärung — Zeugenaussage
Für behördliche Identitätsprüfungen und RegistervorgängeEidesstattliche Erklärung — Identitätsprüfung
Bei Angaben zum Insolvenzverfahren oder SchuldenregisterEidesstattliche Erklärung — Schuldnerregister
Zur Beweissicherung in privatrechtlichen StreitigkeitenEidesstattliche Erklärung — Beweissicherung

Häufige Fehler vermeiden

❌ Unvollständige oder falsche Parteiangaben

Warum es wichtig ist: Die Erklärung kann für ungültig befunden werden, wenn Name, Anschrift oder Rechtsfähigkeit nicht korrekt sind.

Fix: Überprüfen Sie alle Angaben gegen Handelsregister-Auszüge und offizielle Dokumente.

❌ Fehlende oder unklare Faktenbeschreibung

Warum es wichtig ist: Vage Fakten sind vor Gericht kaum verwertbar und können zu Beweisablehnungen führen.

Fix: Formulieren Sie alle Fakten konkret und nummeriert; nutzen Sie messbare oder verifiable Aussagen.

❌ Unzuständiger oder nicht beamteter Unterzeichner

Warum es wichtig ist: Nur befugte Behördenpersonen dürfen Eidleistungen entgegennehmen; sonst ist die Erklärung ungültig.

Fix: Stellen Sie sicher, dass der Unterzeichner ein Notar, Gerichtsvollzieher oder befugter Behördenvertreter ist.

❌ Nachträgliche Änderungen oder Streichungen

Warum es wichtig ist: Änderungen nach der Unterzeichnung machen die Erklärung anfechtbar und sehen wie Fälschung aus.

Fix: Prüfen Sie den Text vor Unterzeichnung mehrfach; erstellen Sie ggf. eine neue beglaubigte Ausfertigung.

❌ Falsche oder fehlende Unterschriften

Warum es wichtig ist: Ohne Original-Unterschrift des Eidleistenden und des Beamten ist die Erklärung rechtlich wertlos.

Fix: Nutzen Sie Original-Unterschrift vor Ort; digitale oder gescannte Unterschriften sind in den meisten Fällen nicht zulässig.

❌ Keine oder fehlerhafte Beglaubigungsstempel

Warum es wichtig ist: Der Stempel des Beamten oder Notars ist das Zeichen der Authentizität; ohne ihn wird die Erklärung in Frage gestellt.

Fix: Stellen Sie sicher, dass der Beglaubigungsstempel deutlich lesbar und vollständig auf dem Original angebracht ist.

Die 8 wichtigsten Klauseln, erklärt

Präambel und Parteiangaben

In einfacher Sprache: Definiert die beteiligten Parteien (Unternehmen und Eidleistender), ihre Rechtsfähigkeit und Sitze.

Beispielformulierung
EIDESSTATTLICHE ERKLÄRUNG Diese eidesstattliche Erklärung (die 'Vereinbarung') ist wirksam zum [DATUM], ZWISCHEN: [NAME IHRES UNTERNEHMENS] (das 'Unternehmen'), ein Unternehmen, gegründet und bestehend unter den Gesetzen von [BUNDESLAND/STAAT]...

Häufiger Fehler: Unvollständige oder falsche Adressangaben der Parteien führen zu Ungültigkeitsanfechtungen.

Jurisdiktionsangabe

In einfacher Sprache: Bestimmt, unter welcher Rechtsordnung (Bundesland oder Staat) die Parteien stehen.

Beispielformulierung
ein Unternehmen, gegründet und bestehend unter den Gesetzen von [BUNDESLAND/STAAT], mit Hauptniederlassung in: [IHRE VOLLSTÄNDIGE ADRESSE]

Häufiger Fehler: Falsche oder widersprüchliche Jurisdiktionsangaben können die rechtliche Gültigkeit in Frage stellen.

Beeidigender Beamter

In einfacher Sprache: Nennt die Behördenvertretung, die die Eidleistung entgegennimmt und beglaubigt.

Beispielformulierung
VOR MIR, der unterzeichnenden Autorität, [name Und kapazität des beamten, vor dem die eidesstattliche erklärung abgegeben wird]...

Häufiger Fehler: Fehlerhafte oder fehlende Angabe des beeidigenden Beamten macht die Erklärung anfechtbar.

Vereidigungsdatum

In einfacher Sprache: Das Datum, an dem die Eidleistung tatsächlich abgegeben wurde.

Beispielformulierung
erschien am [DATUM] der Eidleistende...

Häufiger Fehler: Ein falsches oder fehlendes Datum kann zu Anfechtungen und Verzögerungen führen.

Glaubwürdigkeitsfeststellung

In einfacher Sprache: Bestätigung des Beamten, dass der Eidleistende eine bekannte und volljährige Person ist.

Beispielformulierung
der mir als glaubwürdige Person gesetzmäßigen Alters bekannt ist...

Häufiger Fehler: Dieser Satz darf nicht weggelassen werden — er ist essentiell für die rechtliche Gültigkeit.

Vereidigungsformel

In einfacher Sprache: Die formale Aussage, dass der Eidleistende unter Eid spricht.

Beispielformulierung
nach der ordnungsgemäßen Vereidigung, unter Eid folgendes aus:

Häufiger Fehler: Auslassung oder Abänderung der Vereidigungsformel gefährdet die Rechtsverbindlichkeit.

Faktenkatalog

In einfacher Sprache: Die Auflistung aller eidesstattlich versicherten Fakten und Aussagen.

Beispielformulierung
[AUFLISTUNG DER ANGEGEBENEN FAKTEN]

Häufiger Fehler: Vage oder unvollständige Faktenangaben führen zu Beweisunsicherheit vor Gericht.

Unterschrift und Beglaubigung

In einfacher Sprache: Unterzeichnung durch Eidleistenden und Beamten sowie Beglaubigungsvermerk.

Beispielformulierung
<Eidleistender und Beamter unterzeichnen die Erklärung; Beglaubigungsstempel wird angebracht>

Häufiger Fehler: Fehlende oder nicht übereinstimmende Unterschriften machen die Erklärung ungültig.

So füllen Sie sie aus

  1. 1

    Gültigkeitsdatum einfügen

    Geben Sie das Datum ein, ab dem die Erklärung wirksam wird. Dies ist in der Regel das Datum der Unterzeichnung.

    💡 Verwenden Sie das Format TT.MM.JJJJ für deutsche Standardisierung.

  2. 2

    Unternehmensangaben ausfüllen

    Ersetzen Sie [NAME IHRES UNTERNEHMENS] mit dem vollständigen Firmennamen, [BUNDESLAND/STAAT] mit dem Gründungsort und [IHRE VOLLSTÄNDIGE ADRESSE] mit der Hauptniederlassung.

    💡 Kopieren Sie die Angaben direkt aus dem Handelsregister, um Fehler zu vermeiden.

  3. 3

    Eidleistender-Daten eingeben

    Füllen Sie Name, Rechtsfähigkeit und Anschrift des Eidleistenden ein — ob natürliche oder juristische Person.

    💡 Wenn der Eidleistende eine Einzelperson ist, nutzen Sie eine vereinfachte Variante ohne Gründungsdatum.

  4. 4

    Beeidigenden Beamten identifizieren

    Ersetzen Sie [name Und kapazität des beamten, vor dem die eidesstattliche erklärung abgegeben wird] mit vollständigem Namen und Titel des Notars, Gerichtsvollziehers oder Behördenvertreters.

    💡 Der Beamte muss befugt sein, Eidleistungen entgegenzunehmen — sonst ist die Erklärung ungültig.

  5. 5

    Vereidigungsdatum eintragen

    Notieren Sie das genaue Datum, an dem die Eidleistung erfolgt.

    💡 Dies muss das tatsächliche Datum sein, nicht ein zukünftiges oder rückwärtiges Datum.

  6. 6

    Faktenkatalog formulieren

    Ersetzen Sie [AUFLISTUNG DER ANGEGEBENEN FAKTEN] durch die konkreten Aussagen, die der Eidleistende unter Eid macht — z. B. Vermögensangaben, Schulden, Tatsachenfeststellungen.

    💡 Nummerieren Sie die Fakten; nutzen Sie klare, prägnante Sprache ohne Interpretationen.

  7. 7

    Unterschriften und Beglaubigung

    Der Eidleistende und der Beamte unterzeichnen das Dokument; der Beamte bringt einen Beglaubigungsstempel an.

    💡 Nutzen Sie Original-Unterschriften, keine gescannten oder digitalen Unterschriften — diese sind für eidesstattliche Erklärungen oft nicht zulässig.

  8. 8

    Dokumentkopie sichern

    Speichern Sie eine Kopie des ausgefüllten und beglaubigten Dokuments für Ihre Unterlagen.

    💡 Beglaubigte Originale müssen oft bei der Behörde verbleiben; ein beglaubigtes Duplikat schützt Ihre Interessen.

Häufig gestellte Fragen

Was ist der Unterschied zwischen einer eidesstattlichen Erklärung und einer beglaubigten Erklärung?

Eine eidesstattliche Erklärung ist unter Eid vor einer befugten Autorität (Notar, Gericht, Behörde) abgegeben und hat volle Beweiskraft. Eine beglaubigte Erklärung ist nur notariell beglaubigt, aber nicht vereidigt — sie hat geringere Beweiskraft. Eidesstattliche Erklärungen können bei Falschaussage zu strafrechtlichen Folgen führen. Wählen Sie die eidesstattliche Erklärung, wenn maximale Beweiskraft erforderlich ist.

Wer darf eine eidesstattliche Erklärung entgegennehmen?

In Deutschland dürfen Notare, Gerichte, Gerichtsvollzieher und bestimmte Behördenpersonen eidesstattliche Erklärungen entgegennehmen. Nicht jede Person mit Unterschriftsbefugnis darf dies tun. Klären Sie vorher mit der Stelle, bei der Sie die Erklärung brauchen, wer diese entgegennimmt. Eine Erklärung vor einem Unzuständigen ist ungültig.

Kann ich eine eidesstattliche Erklärung digital abgeben?

In der Regel nein — eidesstattliche Erklärungen erfordern Original-Unterschriften und Beglaubigungsstempel. Einige moderne Behörden akzeptieren Eidesstattliche Versicherungen mit qualifizierter elektronischer Signatur, aber dies ist die Ausnahme. Prüfen Sie mit Ihrer Behörde, ob dies zulässig ist; im Zweifelsfall nutzen Sie die Papierform.

Was passiert, wenn ich in einer eidesstattlichen Erklärung lüge?

Falschaussage vor einer Behörde oder vor Gericht ist strafbar und kann zu Geldstrafen oder Freiheitsstrafe führen. Das Strafmaß hängt von der Schwere und den Folgen der Lüge ab. Ein Anwalt prüft vor Unterzeichnung, ob alle Angaben wahr sind. Unterschreiben Sie nur Aussagen, von denen Sie absolut sicher sind.

Kann ich eine eidesstattliche Erklärung widerrufen?

Ein Widerruf ist möglich, aber nicht ohne Folgen. Sie müssen der Behörde oder dem Gericht schriftlich mitteilen, dass die Aussage falsch war, und eine neue eidesstattliche Erklärung abgeben. Ein Widerruf schützt Sie teilweise vor Strafverfolgung wegen Falschaussage, aber Sie müssen schnell handeln und glaubwürdige Gründe haben. Konsultieren Sie sofort einen Anwalt.

Wie lange ist eine eidesstattliche Erklärung gültig?

Eine eidesstattliche Erklärung verliert nicht automatisch ihre Gültigkeit durch Zeit — die Gültigkeit hängt von der Behörde oder dem Verfahren ab, in dem sie verwendet wird. Manche Behörden akzeptieren Erklärungen nur innerhalb von 3 bis 6 Monaten. Prüfen Sie die Anforderungen der Stelle, die die Erklärung verlangt, und holen Sie ggf. eine neue Erklärung.

Kann ich die Vorlage verändern?

Sie können die Vorlage anpassen, um Ihre Inhalte einzufügen, aber die Struktur (Präambel, Beamtenzeile, Vereidigungsformel, Unterschriften) muss intakt bleiben. Rechtliche Änderungen sollten mit einem Anwalt abgesprochen werden. Lassen Sie einen Rechtsanwalt die Vorlage überprüfen, bevor Sie sie in einem wichtigen Verfahren nutzen.

Brauche ich einen Anwalt für eine eidesstattliche Erklärung?

Das hängt vom Kontext ab. In einfachen, privatrechtlichen Fällen reicht oft die Vorlage. Ist die Erklärung Teil eines Gerichtsverfahrens oder eines Verwaltungsverfahrens, sollte ein Anwalt die Inhalte überprüfen. Ein Anwalt stellt sicher, dass Ihre Aussagen legal und sachlich korrekt sind — das spart Ihnen später Probleme.

Wo reiche ich die eidesstattliche Erklärung ein?

Das hängt davon ab, was Sie nachweisen müssen. Behörden geben an, wo die Erklärung eingereicht werden soll (z. B. Finanzamt, Sozialamt, Gericht). Oft wird die Erklärung vor Ort bei einem Notar oder Gerichtsvollzieher abgegeben und dieser reicht sie ein. Prüfen Sie die Anweisungen der Stelle, die die Erklärung verlangt, und fragen Sie nach Fristen.

Im Vergleich zu Alternativen

vs Notarielle Beglaubigung

Eine notarielle Beglaubigung bestätigt die Echtheit einer Unterschrift oder eines Dokuments; eine eidesstattliche Erklärung versichert unter Eid die Wahrheit einer Aussage. Die eidesstattliche Erklärung hat höhere Beweiskraft vor Gericht und kann zu Strafverfolgung bei Falschaussage führen. Nutzen Sie die notarielle Beglaubigung für Unterschriftsbestätigungen, die eidesstattliche Erklärung für Tatsachenfeststellungen.

vs Affidavit (Eidesstattliche Aussage, englisches Recht)

Ein Affidavit ist das englischsprachige Äquivalent zur eidesstattlichen Erklärung, wird aber nicht vor Gericht, sondern oft vor einem Notar abgegeben. In Deutschland ist die eidesstattliche Erklärung das Standardinstrument. Affidavits werden in internationalen Verfahren oder bei Dokumenttransfern in englischsprachige Länder gebraucht.

vs Einfache schriftliche Bestätigung (ohne Eid)

Eine gewöhnliche schriftliche Bestätigung ohne Eid ist weniger beweiskräftig und birgt keine strafrechtlichen Konsequenzen bei Falschaussage. Die eidesstattliche Erklärung ist rechtlich verbindlich und wird von Behörden anerkannt. Verwenden Sie eidesstattliche Erklärungen, wenn maximale Glaubwürdigkeit und Rechtssicherheit erforderlich ist.

Branchenspezifische Hinweise

Finanzdienstleistungen und Banking

Banken und Kreditinstitute verlangen eidesstattliche Vermögensbestätigungen von Kunden bei Kreditvergabe oder Kontoeröffnung.

Öffentliche Verwaltung

Behörden fordern eidesstattliche Erklärungen für Sozialleistungen, Einbürgerung, Passpässe oder Steuerverfahren an.

Rechtswesen und Justiz

Gerichte und Gerichtsvollzieher nutzen eidesstattliche Versicherungen als Beweismittel in Zivil- und Strafverfahren.

Immobilienwirtschaft

Makler und Grundbuchämter verlangen Eigentumsbestätigungen oder eidesstattliche Grunddatenerklärungen.

Versicherungswesen

Versicherer fordern eidesstattliche Versicherungen bei Schadensersatz oder Versicherungsbetrug-Ermittlungen an.

Handwerk und Mittelstand

KMU nutzen eidesstattliche Erklärungen für behördliche Meldepflichten, Schuldenregister oder Kreditanfragen.

Hinweise zur Rechtsprechung

In Deutschland ist die eidesstattliche Erklärung in §§ 156–159 StGB (Strafgesetzbuch) und § 259 StGB (Falschaussage) geregelt. Zuständig sind Notare, Gerichte und Gerichtsvollzieher. Vor Gericht wird die Vereidigung durch den Richter vorgenommen; vor Behörden oft durch Notare.

In Österreich ist die eidesstattliche Versicherung (Eidesstattliche Erklärung) in der Strafprozessordnung (StPO) und im Allgemeinen Bürgerlichen Gesetzbuch (ABGB) geregelt. Notare, Gerichte und Gerichtsvollzieher sind befugt. Die Struktur ähnelt dem deutschen Recht, aber formale Anforderungen können abweichen.

In der Schweiz ist die eidesstattliche Versicherung in den Kantonalen Zivilprozessordnungen geregelt; das Zivilgesetzbuch (ZGB) enthält Grundlagen. Jeder Kanton hat andere Regeln. Notare und Gerichte sind zuständig. Die Vereidiung wird oft vor Gericht oder Gemeindebehörde vorgenommen.

Vorlage oder Anwalt — was passt?

WegAm besten fürKostenZeit
Vorlage verwendenEinfache Vermögensbestätigungen für private Kreditanfragen oder unkomplizierte behördliche Anträge.0 € (kostenlos mit Vorlage) + ca. 50–100 € für Notarbestätigung1–2 Stunden Ausfüllen + Termin beim Notar
Vorlage + RechtsprüfungErklärungen mit etwas Komplexität oder wenn Sie unsicher über die Formulierung sind.ca. 150–300 € für anwaltliche Prüfung + Notarkosten3–5 Tage für anwaltliche Überprüfung + Notartermin
MaßgeschneidertKomplexe Gerichtsverfahren, hohe Vermögenssummen oder strafrechtliche Relevanz.ca. 500–1500 € für Anwalt + Notarkosten1–2 Wochen für anwaltliche Vorbereitung und Abstimmung

Glossar

Eidleistender
Die natürliche oder juristische Person, die vor einer Behörde oder vor Gericht unter Eid eine Aussage macht oder eine Tatsache versichert.
Eidliche Versicherung
Rechtlich verbindliche Bestätigung einer Aussage durch Schwur vor einem Beamten oder Gericht; hat Beweiskraft.
Präambel
Der einleitende Teil einer Urkunde, der Ort, Zeit, beteiligte Personen und deren Rollen festlegt.
Beeidigender Beamter
Behördenvertreter oder Notar, der die Eidleistung entgegennimmt und beglaubigt.
Vereidigung
Der förmliche Akt, in dem eine Person schwört, die Wahrheit zu sagen; wird rechtlich dokumentiert.
Beglaubigte Erklärung
Eine von einer Autorität bestätigte schriftliche Aussage, die als Beweis vor Gericht verwendet werden kann.
Rechtsverbindlichkeit
Die Gültigkeit und Durchsetzbarkeit eines Dokuments vor Gericht oder bei Behörden.
Jurisdiktion
Die Zuständigkeit eines Staates, Bundeslandes oder Gerichts für rechtliche Angelegenheiten.
Verweigerung der Eidleistung
Das Recht einer Person, eine Eidleistung abzulehnen, wenn sie durch Schweigepflicht oder Gewissenskonflikt geschützt ist.
Falsche Eidesstattliche Erklärung
Strafbare Handlung, wenn jemand vor Gericht oder Behörde vorsätzlich eine falsche Aussage unter Eid macht.
Notarielle Beglaubigung
Von einem Notar bestätigte schriftliche Erklärung, die erhöhte Beweiskraft hat.

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