Antrag auf eine Lizenz zur Darstellung von Handelsmarken

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FreiAntrag auf eine Lizenz zur Darstellung von Handelsmarken

Auf einen Blick

Was es ist
Ein Antrag auf eine Lizenz zur Darstellung von Handelsmarken ist ein offizielles Schreiben, in dem ein Unternehmen um die Genehmigung bittet, eine fremde Handelsmarke zu nutzen und auszustellen. Die Vorlage ist ein kostenloser Word-Download und kann vollständig angepasst werden, um Ihre spezifischen geschäftlichen Anforderungen zu erfüllen.
Wann Sie es brauchen
Sie benötigen dieses Dokument, wenn Ihr Unternehmen beabsichtigt, die Handelsmarke eines anderen Unternehmens darzustellen oder zu verwenden. Es ist notwendig, um eine formale Anfrage zu stellen und die Einhaltung von Markenrichtlinien und Verbandsvorgaben nachzuweisen.
Was enthalten ist
Das Dokument enthält die vollständigen Kontaktdaten des antragstellenden Unternehmens, eine präzise Angabe der Handelsmarke, für die Lizenz beantragt wird, die Geschäftsadresse, an der die Marke genutzt wird, sowie eine Bestätigung der Einhaltung geltender Richtlinien des zuständigen Handelsverbandes.

Was ist eine Vorlage „Antrag auf eine Lizenz zur Darstellung von Handelsmarken"?

Ein Antrag auf eine Lizenz zur Darstellung von Handelsmarken ist ein offizielles Schreiben, in dem ein Unternehmen um die Genehmigung bittet, eine fremde Handelsmarke zu nutzen und in seinem Betrieb darzustellen. Diese Vorlage ist ein kostenloser Word-Download und kann vollständig angepasst werden, um Ihre spezifischen Anforderungen zu erfüllen. Das Dokument ist in professionellem Geschäftsdeutsch verfasst und kann direkt an den Lizenzgeber oder den zuständigen Handelsverband versendet werden. Sie können das Dokument online bearbeiten und sowohl als Word-Datei als auch als PDF exportieren.

Warum Sie dieses Dokument brauchen

Ohne einen formalen schriftlichen Antrag können Sie rechtlich nicht nachweisen, dass Sie die Berechtigung zur Nutzung einer fremden Handelsmarke haben. Dies setzt Sie und Ihr Unternehmen dem Risiko von Markenrechtsverletzungen, Abmahnungen oder Unterlassungsansprüchen aus. Ein schriftlicher Antrag dokumentiert Ihre Absicht, rechtmäßig handeln zu wollen, und zeigt dem Lizenzgeber, dass Sie die Richtlinien einhalten. Zusätzlich benötigt Ihr Unternehmen diesen Antrag für die Kommunikation mit Behörden und zur Erfüllung von Handelsverbands-Anforderungen. Mit dieser Vorlage erstellen Sie schnell und zuverlässig ein professionelles Antragsschreiben, das die notwendigen rechtlichen Standards erfüllt und Ihre Glaubwürdigkeit gegenüber dem Lizenzgeber stärkt.

Welche Variante passt zu Ihrer Situation?

Wenn Ihre Situation ist…Diese Vorlage verwenden
Für ein einzelnes Unternehmen, das zum ersten Mal eine Handelsmarke beantragStandard-Lizenzantrag
Wenn das Unternehmen an mehreren Adressen tätig ist und Markennutzung an allen Standorten beantragtMehrfach-Standort-Antrag
Für Franchise-Partner, die unter Markenname eines etablierten Franchisesystems arbeitenFranchise-Lizenzantrag
Als Anlage zu einem bestehenden Lizenzvertrag zur Dokumentation neuer BetriebeVertragliche Ergänzung
Für Unternehmen, deren Handelsverband spezifische Formatvorgaben für Anträge erfordertVerbands-konformer Antrag
Wenn eine bestehende Lizenz aktualisiert oder auf neue Marken erweitert werden sollLizenznovellierungsantrag

Häufige Fehler vermeiden

❌ Unvollständige oder falsche Kontaktdaten

Warum es wichtig ist: Der Lizenzgeber kann Sie nicht erreichen und der Antrag kann nicht bearbeitet werden.

Fix: Überprüfen Sie alle Adressdaten mehrfach gegen Ihre Gewerbeanmeldung und die offiziellen Unterlagen des Empfängers.

❌ Markenname wird nicht korrekt oder nicht eindeutig benannt

Warum es wichtig ist: Der Lizenzgeber weiß nicht, welche Marke Sie nutzen möchten, und lehnt den Antrag möglicherweise ab.

Fix: Verwenden Sie immer den exakten, amtlich registrierten Namen und die Registrierungsnummer der Marke.

❌ Fehlende oder ungültige Unterschrift

Warum es wichtig ist: Das Dokument ist rechtlich nicht bindend und wird von offiziellen Stellen nicht akzeptiert.

Fix: Unterzeichnen Sie das Dokument eigenhändig oder nutzen Sie eine anerkannte digitale Signatur.

❌ Richtlinien des Handelsverbandes nicht beachtet oder falsch zitiert

Warum es wichtig ist: Der Antrag wird als nicht konform mit Verbandsrichtlinien abgelehnt.

Fix: Lesen Sie die aktuellen Richtlinien des zuständigen Handelsverbandes sorgfältig durch und zitieren Sie diese korrekt.

❌ Erforderliche Anlagen nicht beigefügt

Warum es wichtig ist: Der Antrag wird unvollständig eingereicht und kann verzögert oder abgelehnt werden.

Fix: Erstellen Sie eine Checkliste der erforderlichen Unterlagen (Gewerbeanmeldung, Handelsregisterauszug, Nachweis der Geschäftstätigkeit) und heften Sie alle bei.

❌ Antrag wird nicht in das Lizenznehmer-System des Verbandes eingetragen

Warum es wichtig ist: Es gibt später keinen Nachweis, dass der Antrag eingereicht wurde, was zu Streitigkeiten führen kann.

Fix: Senden Sie den Antrag per Einschreiben oder Email mit Lesebestätigung und speichern Sie alle Bestätigungen.

Die 8 wichtigsten Klauseln, erklärt

Betreffzeile und Anfrageanlass

In einfacher Sprache: Klare Ankündigung, dass ein Lizenzantrag für eine spezifische Handelsmarke gestellt wird.

Beispielformulierung
Betreff: ANTRAG AUF EINE LIZENZ ZUR DARSTELLUNG VON HANDELSMARKEN. Unser Unternehmen [NAME DES UNTERNEHMENS] stellt hiermit Antrag auf eine Lizenz zur Darstellung der Handelsmarke von [GESELLSCHAFT].

Häufiger Fehler: Vague or missing betreff line that doesn't clearly state it's a licensing request.

Angabe des antragstellenden Unternehmens

In einfacher Sprache: Vollständige Identifikation des Unternehmens, das die Lizenz beantragt, mit Namen, Adresse und Kontaktperson.

Beispielformulierung
Name der Kontaktperson [NAME], Adresse [ADRESSE], PLZ und Stadt [PLZ, STADT], Bundesland [BUNDESLAND/STAAT].

Häufiger Fehler: Unvollständige oder falsche Adressdaten, die später zu Missverständnissen führen.

Identifikation der Handelsmarke

In einfacher Sprache: Präzise Angabe, welche Handelsmarke des Rechtsinhabers genutzt werden soll.

Beispielformulierung
Lizenz zur Darstellung der Handelsmarke von [GESELLSCHAFT], registriert unter [MARKENREGISTRIERUNGSNUMMER, falls vorhanden].

Häufiger Fehler: Verwendung von Markenvarianten oder nicht genau benannter Markenversion, die zu Rechtsunsicherheit führt.

Angabe der Betriebsstätte

In einfacher Sprache: Der genaue Ort oder die Orte, an denen die Marke dargestellt und genutzt werden soll.

Beispielformulierung
An unserem Geschäftssitz in [ADRESSE] in [STADT], [BUNDESLAND/STAAT].

Häufiger Fehler: Ungenauigkeit bei der Ortsbeschreibung; fehlende Angabe mehrerer Standorte, wenn relevant.

Bestätigung der Richtlinieneinhaltung

In einfacher Sprache: Erklärung, dass der Antrag gemäß den geltenden Richtlinien des Handelsverbandes oder Rechtsinhabers gestellt wird.

Beispielformulierung
Als verantwortliche Person bestätige ich, dass dieser Antrag in Übereinstimmung mit den Richtlinien des [HANDELSVERBANDES] gestellt wird.

Häufiger Fehler: Fehlerhafte oder allgemeine Bestätigung ohne Bezug zu den spezifischen Richtlinien des jeweiligen Verbandes.

Datum und Unterzeichnung

In einfacher Sprache: Datierung des Antrags und Unterschrift der autorisierenden Geschäftsführer oder Kontaktperson zur Rechtsgültigkeit.

Beispielformulierung
[DATUM]. Unterschrift und Stempel: [UNTERSCHRIFT DER KONTAKTPERSON], [TITEL].

Häufiger Fehler: Fehlende Unterschrift oder Stempel, die das Dokument rechtlich unwirksam machen können.

Anlagenverweis (optional)

In einfacher Sprache: Hinweis auf beigefügte Dokumente wie Gewerbeanmeldung, Geschäftsunterlagen oder Nachweise der Geschäftstätigkeit.

Beispielformulierung
Anlage: Kopie der Gewerbeanmeldung, Auszug aus dem Handelsregister, Nachweis der Geschäftstätigkeit.

Häufiger Fehler: Anlagen erwähnen, aber nicht beifügen; fehlende Nachweise für die behauptete Geschäftstätigkeit.

Kontaktdaten des Empfängers

In einfacher Sprache: Vollständige Adressdaten der Person oder Abteilung, an die der Antrag gerichtet ist.

Beispielformulierung
Name der Kontaktperson [KONTAKTPERSON], Handelsverband/Rechtsinhaber-Adresse [ADRESSE], [PLZ, STADT].

Häufiger Fehler: Falsche oder veraltete Adressdaten des Empfängers führen zu Nichtbearbeitung des Antrags.

So füllen Sie sie aus

  1. 1

    Aktuelles Datum eintragen

    Geben Sie oben im Dokument das aktuelle Datum ein, an dem Sie den Antrag einreichen. Dies ist wichtig für die zeitliche Dokumentation und Gültigkeit des Schreibens.

    💡 Nutzen Sie das deutsche Datumsformat: TT.MM.JJJJ (z. B. 17.06.2026).

  2. 2

    Kontaktperson und Empfängeradresse ausfüllen

    Tragen Sie den Namen, die Adresse und den Ort der Person oder Institution ein, an die Sie den Antrag richten — üblicherweise der Geschäftsführer des Handelsverbandes oder die Lizenzabteilung des Markenrechtsinhabers.

    💡 Vergewissern Sie sich vorher, dass Sie die korrekte Abteilung und den richtigen Ansprechpartner ermittelt haben.

  3. 3

    Namen Ihres Unternehmens eintragen

    Geben Sie den exakten, amtlich eingetragenen Namen Ihres Unternehmens ein, wie er in der Gewerbeanmeldung oder dem Handelsregister verzeichnet ist.

    💡 Kopieren Sie den Namen aus der Gewerbeanmeldung, um Schreibfehler zu vermeiden.

  4. 4

    Handelsmarke präzise benennen

    Geben Sie den exakten Namen und, falls vorhanden, die Registrierungsnummer der Handelsmarke ein, die Sie darstellen möchten.

    💡 Überprüfen Sie die genaue Schreibweise im Markenregister oder in den Unterlagen des Lizenzgebers.

  5. 5

    Betriebsadressen eintragen

    Listen Sie alle Geschäftsadressen auf, an denen Sie die Marke dargestellen werden. Falls nur eine Adresse relevant ist, geben Sie diese ein.

    💡 Wenn Sie in Zukunft zusätzliche Standorte planen, können Sie diese später in einem Nachtrag hinzufügen.

  6. 6

    Handelsverband oder Rechtsinhaber identifizieren

    Nennen Sie den Namen des Handelsverbandes oder des Unternehmens, dem die Marke gehört, falls dieser in der Bestätigungsklausel vorkommt.

    💡 Kontaktieren Sie den Verbandssekretariat oder die Abteilung des Markenrechtsinhabers, um sicherzustellen, dass Sie die richtige Organisationen und Richtlinien nennen.

  7. 7

    Verantwortliche Person und Unterschrift

    Unterzeichnen Sie das Dokument als autorisierte Geschäftsführer oder Kontaktperson, und fügen Sie ggf. ein Firmensiegel oder Stempel bei.

    💡 Nur original unterschriebene Anträge werden rechtlich wirksam. Digitale Signaturen sind nur akzeptabel, wenn sie vom Empfänger ausdrücklich anerkannt werden.

Häufig gestellte Fragen

Was genau ist eine Handelsmarkenlizenz und wem gehört sie?

Eine Handelsmarkenlizenz gibt Ihrem Unternehmen das Recht, eine fremde Handelsmarke zu nutzen — beispielsweise einen bekannten Markennamen oder ein Logo. Die Marke selbst gehört dem Lizenzgeber (dem Rechtsinhaber), aber Sie dürfen sie unter den vertraglich festgelegten Bedingungen verwenden und darstellen. Die Lizenz ist nicht dauerhaft und kann jederzeit entzogen oder nicht verlängert werden, wenn Sie die Bedingungen nicht erfüllen.

Wann muss ich einen Antrag auf eine Lizenz stellen?

Sie müssen einen Lizenzantrag stellen, wenn Sie vorhaben, die Handelsmarke eines anderen Unternehmens öffentlich zu nutzen oder darzustellen — etwa auf Ihrer Webseite, in Ihren Geschäftsräumen, in Werbematerialien oder auf Produkten. Ein formaler schriftlicher Antrag schützt Sie rechtlich und dokumentiert Ihre Berechtigung. Dies gilt besonders, wenn Sie einem Handelsverband angehören, der spezifische Anforderungen für Lizenzanträge hat.

Was ist der Unterschied zwischen diesem Antrag und einem Lizenzvertrag?

Dieser Antrag ist eine formale Anfrage an den Lizenzgeber oder Handelsverband, um die Genehmigung zur Markennutzung zu erhalten. Der Lizenzvertrag ist der anschließende juristische Vertrag, der die Rechte, Pflichten, Gebühren und Laufzeit regelt. Der Antrag ist der erste Schritt; der Vertrag ist das Ergebnis, wenn der Antrag genehmigt wird.

Welche Unterlagen muss ich meinem Antrag beifügen?

In der Regel sollten Sie eine Kopie Ihrer Gewerbeanmeldung, einen Auszug aus dem Handelsregister (falls registriert), einen Nachweis Ihrer Geschäftstätigkeit (z. B. Kontoauszug, Geschäftsadressbestätigung) und ggf. einen Businessplan beifügen. Der Lizenzgeber oder Handelsverband kann zusätzliche Unterlagen fordern — überprüfen Sie daher die Richtlinien vorab. Fehlende Unterlagen verzögern die Bearbeitung erheblich.

Kann ich die Vorlage auch für mehrere Standorte verwenden?

Ja, Sie können die Vorlage anpassen und mehrere Betriebsadressen in einem Antrag auflisten. Falls Sie jedoch bereits an vielen Standorten tätig sind oder geplant sind, kann es besser sein, einen separaten Antrag pro Standort oder eine Mehrfach-Standort-Erklärung einzureichen, um Verwirrung zu vermeiden. Überprüfen Sie die Richtlinien des Lizenzgebers, um zu sehen, ob Mehrfach-Standort-Anträge zulässig sind.

Wer muss den Antrag unterzeichnen?

Der Antrag muss von einer autorisierenden Person Ihres Unternehmens unterzeichnet werden — üblicherweise ein Geschäftsführer, Inhaber oder bevollmächtigter Geschäftsführer. Die unterzeichnende Person sollte tatsächlich die Befugnis haben, das Unternehmen in dieser Sache zu vertreten. Die Unterschrift muss eigenhändig oder mittels anerkannter digitaler Signatur erfolgen.

Wie lange dauert es, bis mein Antrag genehmigt wird?

Die Bearbeitungsdauer variiert je nach Lizenzgeber oder Handelsverband, liegt aber typischerweise zwischen 2 und 6 Wochen. In dieser Zeit wird überprüft, ob Ihr Unternehmen die Richtlinien erfüllt und ob alle erforderlichen Unterlagen vollständig sind. Wenn Sie dringende Anfragen haben, können Sie den Empfänger kontaktieren und fragen, wie lange die Bearbeitung voraussichtlich dauert.

Was passiert, wenn mein Antrag abgelehnt wird?

Wenn Ihr Antrag abgelehnt wird, sollten Sie eine schriftliche Begründung vom Lizenzgeber erhalten. Dies kann Gründe haben wie unvollständige Unterlagen, Nichterfüllung von Richtlinien oder Bedenken bezüglich Ihrer Geschäftstätigkeit. Sie können den Antrag überarbeiten, die angeforderten Unterlagen ergänzen und einen neuen Antrag einreichen. In manchen Fällen kann es auch sinnvoll sein, mit dem Lizenzgeber zu verhandeln oder die Ablehnung zu anfechten.

Brauche ich einen Anwalt, um diesen Antrag zu stellen?

Das hängt von der Komplexität Ihrer Situation ab. Für einfache, standardisierte Anträge reicht diese Vorlage meist aus. Wenn Sie jedoch ein komplexes Geschäftsmodell haben, mehrere Standorte betreffen oder wenn der Lizenzgeber bereits eine Ablehnung signalisiert hat, empfiehlt sich eine Beratung durch einen Anwalt für Markenrecht, um die rechtlichen Risiken zu minimieren.

Im Vergleich zu Alternativen

vs Lizenzvertrag (vollständiger)

Der Lizenzvertrag ist ein umfassender, rechtlich bindender Vertrag, der alle Aspekte der Markennutzung regelt — Gebühren, Laufzeit, Verletzungsfolgen und Kündigungsbedingungen. Ein Antrag ist dagegen die formale Anfrage, um die Genehmigung zur Nutzung zu erhalten. Sie brauchen den Antrag zuerst; der Vertrag kommt später, wenn die Genehmigung erteilt wird.

vs Markenregistrierungsantrag

Ein Markenregistrierungsantrag ist die Beantragung einer eigenen neuen Marke beim Deutschen Patent- und Markenamt (DPMA). Ein Lizenzantrag ist hingegen die Anfrage, um eine bereits existierende, fremde Marke nutzen zu dürfen. Diese zwei Anträge richten sich an unterschiedliche Behörden und Parteien.

vs Vertriebsvertrag oder Wiederverkäufervertrag

Ein Vertriebsvertrag regelt das Recht, Produkte eines Herstellers zu verkaufen. Ein Lizenzantrag hingegen bezieht sich spezifisch auf die Genehmigung, die Handelsmarke des Herstellers zu nutzen — dies ist oft Teil eines Vertriebsvertrags, kann aber auch unabhängig bestehen.

vs Einzelzulassung oder Genehmigung für einen Betrieb

Dieser Antrag ist speziell auf die Markennutzung ausgerichtet. Eine allgemeine betriebliche Genehmigung (wie eine Konzession oder Betriebszulassung) regelt dagegen breitere Voraussetzungen für den Betrieb eines Geschäfts. Diese zwei Dokumente sind komplementär und können gleichzeitig relevant sein.

Branchenspezifische Hinweise

Einzelhandel

Einzelhändler benötigen häufig Lizenzen, um bekannte Marken zu vertreiben und in ihren Läden darzustellen.

Gastronomie und Hotellerie

Restaurants und Hotels nutzen oft fremde Handelsmarken (z. B. von Getränkemarken) und müssen entsprechende Lizenzen beantragen.

Franchising

Franchise-Nehmer stellen regelmäßig Anträge auf Lizensen für die Nutzung des Markennamens und der Identität des Franchise-Gebers.

Großhandel und Distribution

Großhändler und Distributoren beantragen Lizenzen, um Marken in ihrem Vertriebsnetzwerk oder Online-Kanälen nutzen zu dürfen.

E-Commerce und Online-Retail

Online-Verkäufer benötigen Lizenzen zur rechtlich zulässigen Verwendung von Markennamen in Produktbeschreibungen, Meta-Tags und Werbung.

Dienstleistungen und Beratung

Beratungsunternehmen und Agenturen können Lizenzen beantragen, um Partnermarken auf ihren Webseiten und Marketingmaterialien zu nutzen.

Hinweise zur Rechtsprechung

In Deutschland wird das Markenrecht durch das Markengesetz (MarkenG) und das Eingetragene-Gemeinschaftsmarken-Verordnung (EMGV) geregelt. Lizenzanträge müssen den Richtlinien des zuständigen Handelsverbandes oder des Markenrechtsinhabers entsprechen und sollten dem Deutschen Patent- und Markenamt (DPMA) oder der relevanten Behörde vorlegen werden.

Österreich folgt einem ähnlichen Markenrecht-Framework wie Deutschland, mit dem Österreichischen Patent- und Markenamt (APM). Lizenzanträge sollten gemäß österreichischer Markengesetzgebung formuliert sein und ggf. an österreichische Handelsverbände angepasst werden.

Vorlage oder Anwalt — was passt?

WegAm besten fürKostenZeit
Vorlage verwendenStandardanträge für eine einzelne, gut bekannte Marke mit einfacher Betriebssituation.€0 (nur Vorlage); Versandkosten für Einschreiben ~€10.1–2 Stunden für Ausfüllen und Versand.
Vorlage + RechtsprüfungAntrag mit mehreren Standorten oder wenn Sie unsicher sind, ob Sie alle Richtlinien erfüllen.€100–€300 für Anwaltsprüfung + Versandkosten.3–5 Tage (inkl. Anwaltskonsultation).
MaßgeschneidertKomplexe Lizenzanforderungen, wiederholte Ablehnungen oder hohes geschäftliches Risiko.€500–€1.500+ je nach Komplexität.1–2 Wochen mit voller Anwaltsbetreuung.

Glossar

Handelsmarke
Ein geschütztes Zeichen (Wort, Bild, Logo, Farbe), das ein Unternehmen als Hersteller oder Händler nutzt, um sich von Wettbewerbern zu unterscheiden.
Lizenz
Die rechtliche Genehmigung des Markenrechtsinhabers, seine Marke von einem anderen Unternehmen zu nutzen, normalerweise gegen Gebühr oder unter bestimmten Bedingungen.
Markenlizenzvertrag
Der juristische Vertrag zwischen dem Rechtsinhaber (Lizenzgeber) und dem nutzenden Unternehmen (Lizenznehmer), der Rechte und Pflichten regelt.
Rechtsinhaber
Das Unternehmen oder die Person, der die Handelsmarke gehört und das Recht hat, deren Nutzung zu genehmigen oder zu verbieten.
Lizenznehmer
Das Unternehmen, das eine Lizenz erhält und dadurch befugt ist, die Marke unter den im Vertrag vereinbarten Bedingungen zu nutzen.
Handelsverband
Branchenorganisation oder Verein, die Standards, Richtlinien und Anforderungen für ihre Mitglieder festlegt, z. B. bezüglich Markennutzung.
Markenrecht
Das juristische Recht, das den Schutz und die Nutzung von Marken regelt und in Deutschland vom Deutschen Patent- und Markenamt verwaltet wird.
Darstellung (einer Handelsmarke)
Die sichtbare Verwendung einer Marke in Geschäftstätigkeit, Werbung oder am Betriebsort, um sie mit dem Unternehmen zu verbinden.
Genehmigung
Die formale Zustimmung des Markenrechtsinhabers zur beantragten Nutzung der Marke durch das anfragende Unternehmen.
Richtlinien
Standardvorgaben und Regeln, die der Rechtsinhaber oder ein Handelsverband aufstellt, um die korrekte und einheitliche Nutzung der Marke sicherzustellen.

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