Vorstandsbeschluss bezüglich Bankkonto

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FreiVorstandsbeschluss bezüglich Bankkonto

Auf einen Blick

Was es ist
Ein Vorstandsbeschluss ist eine formale Beschlussfassung, mit der der Vorstand offizielle Unternehmensentscheidungen trifft und dokumentiert. Diese Vorlage regelt die Ernennung einer Bank als Bankier des Unternehmens und bevollmächtigt Vorstandsmitglieder zur Ausführung von Bankgeschäften. Sie erhalten ein editierbares Word-Dokument zum kostenlos Herunterladen.
Wann Sie es brauchen
Sie benötigen diesen Beschluss, wenn Ihr Unternehmen ein Bankkonto eröffnen oder wechseln möchte und der Vorstand verbindlich festlegen muss, wer Schecks zeichnen, Zahlungen anweisen und Kreditvollmachten nutzen darf. Banken verlangen diesen Beschluss häufig bei der Kontoeröffnung oder bei der Änderung von Bevollmächtigungsstrukturen.
Was enthalten ist
Der Beschluss enthält die Ernennung der Bank, die Bevollmächtigung benannter Vorstandsmitglieder zur Scheckzeichnung und Zahlungsanweisung, sowie die Befugnis, Darlehensmöglichkeiten, Bürgschaften und Sicherheiten im Namen des Unternehmens zu regeln. Der Text ist in formaler Beschlussform verfasst und wird von allen Vorstandsmitgliedern unterzeichnet.

Was ist ein Vorstandsbeschluss bezüglich Bankkonto?

Ein Vorstandsbeschluss ist ein formales Dokument, mit dem der Vorstand einer Kapitalgesellschaft (GmbH, AG oder Genossenschaft) Entscheidungen ordnungsgemäß beschließt und dokumentiert. Dieser spezifische Beschluss regelt, welche Bank das Unternehmen nutzt und welche Vorstandsmitglieder Befugnisse für Bankgeschäfte (Scheckzeichnung, Zahlungen, Darlehen, Sicherheitsstellungen) erhalten. Das Dokument ist rechtlich bindend und wird von allen Vorstandsmitgliedern unterzeichnet. Sie erhalten diese Vorlage als editierbare Word-Datei zum kostenlos Herunterladen und können sie online bearbeiten oder als PDF exportieren.

Warum Sie dieses Dokument brauchen

Banken verlangen diesen Beschluss bei der Kontoeröffnung und bei Änderungen von Bevollmächtigungsstrukturen. Ohne schriftlichen, von allen Vorstandsmitgliedern unterzeichneten Beschluss kann die Bank nicht sicher sein, dass die Bevollmächtigten tatsächlich zum Handeln berechtigt sind. Dies schützt die Bank vor Missbrauch und Sie vor unerwünschten Zahlungen oder Kreditaufnahmen durch Unbefugte. Der Beschluss dokumentiert auch intern, wer welche Bankgeschäfte führen darf — das reduziert Streit und schafft Kontrollklarheit. Ohne diesen Beschluss riskieren Sie, dass wichtige Zahlungen oder Kreditanträge von der Bank abgelehnt werden.


D-Nummer: D6255

Welche Variante passt zu Ihrer Situation?

Wenn Ihre Situation ist…Diese Vorlage verwenden
Nur eine Person soll Bankgeschäfte führen dürfenEinzelvollmacht — Ein Vorstandsmitglied
Mehrere Personen dürfen einzeln handeln (Standard)Kollektivvollmacht — Mehrere Vorstandsmitglieder
Alle Vorstandsmitglieder müssen gemeinsam unterschreibenGesamtvollmacht — Alle gemeinsam
Bereits vorhandener Beschluss wird nur um Bankbevollmächtigung erweitertErgänzter Beschluss — Bankvollmacht nur
Vorstand delegiert Befugnisse an Geschäftsführer oder AbteilungsleiterDelegierter Beschluss — an Geschäftsleitung
Vorstandsmitglieder dürfen nur bis zu einem bestimmten Betrag handelnBeschluss mit Ausgabenlimit
Fokus auf Bestellung von Sicherheiten und BürgschaftenBankvollmacht für Sicherheiten

Häufige Fehler vermeiden

❌ Nur einzelne Vorstandsmitglieder unterzeichnen den Beschluss statt aller

Warum es wichtig ist: Die Bank kann den Beschluss ablehnen oder als ungültig einstufen, wenn nicht alle Vorstandsmitglieder unterschrieben haben.

Fix: Alle Vorstandsmitglieder müssen persönlich und mit echten Unterschriften unterzeichnen; eine Vollmacht oder Prokura genügt nicht.

❌ Bankdaten unvollständig oder falsch angeben

Warum es wichtig ist: Die Bank kann den Beschluss nicht zuordnen, oder es entsteht Verwechslung mit einer anderen Bank oder Filiale.

Fix: Überprüfen Sie den Namen, die Filiale und den BIC der Bank sorgfältig anhand des Kontovertrag oder aktueller Bankdaten.

❌ Bevollmächtigte nicht eindeutig benennen (z.B. nur "Geschäftsführer" statt Name)

Warum es wichtig ist: Bei Wechsel des Geschäftsführers ist unklar, wer jetzt bevollmächtigt ist; die Bank könnte Zahlungen ablehnen.

Fix: Nennen Sie vollständige Namen und Positionen; aktualisieren Sie den Beschluss bei Personalwechsel.

❌ Unterschrift zwischen Scheckbefugnis und Sicherheitsstellung nicht präzisieren

Warum es wichtig ist: Bevollmächtigte können später Grundpfandrechte im Namen des Unternehmens eintragen, ohne dass dies gewünscht war.

Fix: Trennen Sie klar, wer nur Schecks unterschreiben darf und wer auch Sicherheiten stellen darf; legen Sie Obergrenzen fest.

❌ Kein Enddatum oder Gültigkeitsregel festlegen

Warum es wichtig ist: Der Beschluss kann Jahre gültig bleiben, auch wenn Vorstandsmitglieder ausgeschieden sind; alte Bevollmächtigte können weiterhin Bankgeschäfte tätigen.

Fix: Legen Sie fest, dass der Beschluss nach 2–3 Jahren neu zu fassen ist oder automatisch erlischt, wenn ein Vorstandsmitglied ausscheidet.

❌ Beschluss nicht beglaubigt bei der Bank einreichen

Warum es wichtig ist: Einige Banken akzeptieren nur beglaubigte Abschriften; ohne Beglaubigung können Verzögerungen entstehen.

Fix: Fragen Sie die Bank, ob eine beglaubigte Kopie erforderlich ist; nutzen Sie ggf. einen Notar zur Beglaubigung.

Die 8 wichtigsten Klauseln, erklärt

Bankernennung

In einfacher Sprache: Das Unternehmen benennt eine bestimmte Bank als seinen offiziellen Bankier für alle Geldgeschäfte.

Beispielformulierung
Dass [BANK] (im Folgenden die "Bank" genannt) als Bankier des Unternehmens ernannt wird und ist.

Häufiger Fehler: Die genaue Bankbezeichnung (Name und Filiale) wird nicht oder unvollständig angegeben, was zu Verwechslungen führt.

Bevollmächtigung zur Scheckzeichnung

In einfacher Sprache: Benannte Vorstandsmitglieder erhalten das Recht, Schecks auf das Unternehmenskonto zu ziehen und zu unterzeichnen.

Beispielformulierung
Dass [NAME DER DIREKTOREN/VORSTANDSMITGLIEDER] hiermit ermächtigt werden und sind, im Namen des Unternehmens Schecks zu ziehen, zu akzeptieren und gegenzuzeichnen.

Häufiger Fehler: Es wird nicht klar bestimmt, ob eine Person allein oder nur mit weiteren unterzeichner Schecks ausstellen darf, was zu Verweigerungen durch die Bank führt.

Zahlungsanweisungen und Wechsel

In einfacher Sprache: Bevollmächtigte dürfen Wechsel, Berechtigungsscheine und andere Zahlungsanweisungen ausstellen, auch wenn dies zu Kontoüberziehung führt.

Beispielformulierung
oder Schecks, Wechsel und Berechtigungsscheine für Zahlungen von Dividenden oder Zinsen und anderen Zahlungsanweisungen (gleichgültig, ob durch solche Zahlungen das Konto überzogen wird oder nicht) auszustellen.

Häufiger Fehler: Die Klausel zur Kontoüberziehung wird überlesen, was zu unerwartet abgelehnten Zahlungen führt, wenn das Konto nicht genug Deckung hat.

Zugriff auf Bankbestände und Schließfächer

In einfacher Sprache: Bevollmächtigte dürfen auf alle bei der Bank verwahrten Vermögenswerte, Wertpapiere und Schließfächer zugreifen.

Beispielformulierung
und jegliche Wertpapiere oder andere in den Händen der Bank befindliche Besitztümer, einschließlich des Inhaltes jeglicher Schließfächer, versiegelte Umschläge oder Päckchen und deren Inhalt zu entnehmen.

Häufiger Fehler: Der Umfang der Zugriffsbefugnis wird nicht präzisiert, was später zu Streitigkeiten über den Zugang zu Schließfächern oder archivierten Dokumenten führt.

Darlehensmöglichkeiten und Bürgschaften

In einfacher Sprache: Bevollmächtigte dürfen Kredite für das Unternehmen vereinbaren und Bürgschaften im Namen des Unternehmens eingehen.

Beispielformulierung
Darlehensmöglichkeiten für das Unternehmen (einschließlich Bankbürgschaften und Verträgen über Börsentermine) zu vermitteln, und zugunsten von Bankgarantien der Verbindlichkeiten von Drittpersonen zu unterzeichnen.

Häufiger Fehler: Es wird nicht genau definiert, bis zu welcher Kreditobergrenze Bevollmächtigte handeln dürfen, was zu unkontrollierten Kreditaufnahmen führt.

Stellung von Sicherheiten

In einfacher Sprache: Bevollmächtigte dürfen Unternehmensbesitz als Sicherheit für Darlehen und Bürgschaften einsetzen.

Beispielformulierung
der Bank Sicherheiten für jegliche Besitztümer, Grundbesitz oder bewegliches Vermögen, jetzt oder zukünftig, des Unternehmens zu stellen.

Häufiger Fehler: Die Klausel wird zu breit formuliert und räumt unbegrenzte Sicherungsbefugnisse ein, wodurch auch Betriebsmittel unerwartet belastet werden können.

Gültigkeitsdauer und Abänderungen

In einfacher Sprache: Der Beschluss bleibt gültig, bis er durch einen neuen Beschluss geändert oder widerrufen wird.

Beispielformulierung
[Dieser Beschluss gilt bis zu seiner förmlichen Abänderung oder Aufhebung durch einen neuen Vorstandsbeschluss.]

Häufiger Fehler: Kein Enddatum oder Gültigkeitsvermerk wird festgelegt, sodass unklar ist, ob der Beschluss nach Ausscheiden von Vorstandsmitgliedern noch Gültigkeit hat.

Unterzeichnung durch alle Vorstandsmitglieder

In einfacher Sprache: Alle Vorstandsmitglieder müssen den Beschluss unterzeichnen, damit er rechtsgültig wird.

Beispielformulierung
Die Unterzeichnenden, alle Vorstandsmitglieder von [NAME IHRES UNTERNEHMENS], unterzeichnen hiermit...

Häufiger Fehler: Nur einige Vorstandsmitglieder unterzeichnen, oder die Unterschriften werden nicht beglaubigt, was die Rechtsgültigkeit des Beschlusses gefährdet.

So füllen Sie sie aus

  1. 1

    Unternehmensname eintragen

    Tragen Sie den vollständigen, amtlich eingetragenen Namen Ihres Unternehmens ein (z.B. "Musterfirma GmbH"). Achten Sie auf korrekte Schreibweise und Rechtsform.

    💡 Überprüfen Sie den Namen im Handelsregister oder in der aktuellsten Satzung.

  2. 2

    Beschlussdatum bestimmen

    Geben Sie das Datum an, an dem der Beschluss gefasst wird oder gefasst wurde. Dies sollte in der Vorstandssitzung erfolgen, in der alle Mitglieder anwesend sind.

    💡 Das Datum sollte nicht in der Zukunft liegen; verwenden Sie das Datum der tatsächlichen Beschlussfassung.

  3. 3

    Bankdaten eingeben

    Tragen Sie den Namen und die Filiale der Bank ein, mit der Sie zusammenarbeiten möchten. Beispiel: "Deutsche Bank AG, Filiale Berlin".

    💡 Verwenden Sie die offizielle Bankbezeichnung aus dem Kontovertrag oder dem Bankbrief.

  4. 4

    Bevollmächtigte Personen benennen

    Geben Sie die Namen und Positionen aller Vorstandsmitglieder an, denen Bankbefugnisse übertragen werden sollen. Entscheiden Sie, ob einzeln oder nur gemeinsam unterschreiben dürfen.

    💡 Klären Sie intern, wer tatsächlich Scheckzeichnungsbefugnis benötigt; beschränken Sie die Bevollmächtigung auf notwendige Personen.

  5. 5

    Umfang der Befugnisse festlegen

    Definieren Sie präzise, welche Bankgeschäfte (Scheckzeichnung, Zahlungsanweisungen, Darlehensvergabe, Sicherheiten) die Bevollmächtigten durchführen dürfen. Setzen Sie Ausgabenlimits fest, falls erforderlich.

    💡 Abstimmen mit der Bank — viele Banken haben eigene Anforderungen an die Bevollmächtigungsstruktur.

  6. 6

    Gültigkeit und Grenzen definieren

    Legen Sie fest, wie lange der Beschluss gültig ist und unter welchen Bedingungen er automatisch erlischt (z.B. bei Ausscheiden von Vorstandsmitgliedern).

    💡 Vereinbaren Sie einen jährlichen Review-Termin, um die Bevollmächtigungen aktuell zu halten.

  7. 7

    Alle Vorstandsmitglieder unterzeichnen

    Drucken Sie den Beschluss aus und lassen Sie alle Vorstandsmitglieder ihn eigenhändig unterzeichnen. Die Unterschriften müssen original sein (keine Kopien).

    💡 Bewahren Sie das Original im Unternehmensarchiv auf und reichen Sie eine beglaubigte Kopie bei der Bank ein.

  8. 8

    Bei der Bank einreichen

    Senden oder bringen Sie den unterschriebenen Beschluss zur Bank. Viele Banken benötigen eine beglaubigte Kopie; fragen Sie nach den genauen Anforderungen.

    💡 Behalten Sie eine Kopie für Ihre Unterlagen; bestätigen Sie mit der Bank, dass der Beschluss registriert wurde.

Häufig gestellte Fragen

Brauche ich den Vorstandsbeschluss wirklich, oder reicht eine einfache Ermächtigung?

Ja, Sie benötigen einen formalen Vorstandsbeschluss. Banken verlangen diesen Beschluss als Nachweis, dass der Vorstand die Bevollmächtigung ordnungsgemäß beschlossen hat. Ein einfaches Schreiben oder eine mündliche Absprache sind rechtlich nicht ausreichend. Der Beschluss schützt auch das Unternehmen, da die Bevollmächtigung dokumentiert ist und Missbrauch erschwert wird.

Kann ich den Beschluss digital unterzeichnen, oder müssen alle Unterschriften original sein?

Die meisten Banken akzeptieren auch digital unterzeichnete Beschlüsse (elektronische Signatur oder qualifizierte digitale Signatur). Jedoch verlangen einige traditionelle Banken noch original unterzeichnete Ausdrucke. Kontaktieren Sie Ihre Bank vorab und klären Sie ihre Anforderungen. Wenn Sie unsicher sind, drucken Sie den Beschluss aus und lassen Sie ihn von Hand unterzeichnen — das ist am sichersten.

Was passiert, wenn ein Vorstandsmitglied nicht unterzeichnet?

Wenn ein Vorstandsmitglied nicht unterzeichnet, ist der Beschluss formal ungültig, es sei denn, die Satzung erlaubt Beschlussfassung durch Mehrheit. Die Bank wird den Beschluss ablehnen. Sie sollten versuchen, alle Vorstandsmitglieder zur Unterzeichnung zu bewegen. Falls das unmöglich ist (z.B. wegen langer Abwesenheit), können Sie einen Notar einschalten oder einen neuen Beschluss mit den anwesenden Mitgliedern fassen — lesen Sie dazu Ihre Satzung.

Kann ich im Beschluss Limits für Scheckzeichnung und Kreditaufnahme setzen?

Ja, sehr empfohlen. Sie können im Beschluss festlegen, dass Bevollmächtigte nur Schecks bis zu 10.000 Euro pro Transaktion oder Darlehen bis 50.000 Euro aufnehmen dürfen. Dies schützt das Unternehmen vor Überbelastung. Kommunizieren Sie diese Limits klar in den betreffenden Klauseln und informieren Sie die Bank.

Wie lange bleibt der Vorstandsbeschluss gültig?

Ein Vorstandsbeschluss bleibt in der Regel unbegrenzt gültig, bis er durch einen neuen Beschluss geändert oder widerrufen wird. Jedoch ist es beste Praxis, den Beschluss alle 2–3 Jahre zu erneuern oder zumindest zu überprüfen — vor allem, wenn sich Vorstandsmitglieder ändern. Viele Banken erwarten Auffrischung von älteren Beschlüssen.

Muss der Beschluss notariell beglaubigt werden?

Eine notarielle Beglaubigung ist nicht zwingend erforderlich, aber manche Banken fordern eine beglaubigte Abschrift. Ein privates Eintrag \"in Abschrift erhalten\" genügt oft nicht. Fragen Sie Ihre Bank nach ihren Anforderungen. Sollte eine Beglaubigung nötig sein, können Sie diese bei einem Notar oder der zuständigen Kammer einholen — die Kosten sind moderat (ca. 20–50 EUR).

Was ist der Unterschied zwischen Scheckzeichnung und Signatur (Gegenzeichnung)?

Scheckzeichnung bedeutet, dass eine Person allein einen Scheck unterschreiben darf. Gegenzeichnung oder \"Signatur\" bedeutet, dass mehrere Personen den Scheck zusammen unterschreiben müssen. Sie können im Beschluss festlegen, dass z.B. zwei Vorstandsmitglieder gemeinsam unterschreiben müssen — dies ist sicherer gegen Missbrauch.

Kann ich den Beschluss widerrufen oder ändern?

Ja, Sie können den Beschluss jederzeit durch einen neuen Beschluss widerrufen oder ändern. Dies ist sinnvoll, wenn sich Vorstandsmitglieder ändern, Bevollmächtigte nicht mehr vertrauenswürdig sind oder Limits angepasst werden sollen. Der neue Beschluss muss ebenfalls von allen Vorstandsmitgliedern unterzeichnet werden. Informieren Sie die Bank unverzüglich über Änderungen.

Brauche ich einen separaten Beschluss für jede Bank?

In der Regel ja. Jede Bank möchte einen Beschluss mit ihrem Namen und ihren Anforderungen. Es ist möglich, einen Beschluss zu fassen, der mehrere Banken gleichzeitig benennt, doch dies ist weniger üblich. Praktischer ist es, für jede Bank einen eigenen Beschluss zu erstellen, um Verwechslungen zu vermeiden und die Anforderungen jeder Bank zu berücksichtigen.

Im Vergleich zu Alternativen

vs Allgemeine Prokura

Eine Prokura ist eine unbegrenzte Vollmacht für einen Prokurist, eine Bankvolmacht durch Vorstandsbeschluss ist zielgerichtet und beschränkt auf spezifische Bankgeschäfte. Ein Vorstandsbeschluss gibt dem Vorstand mehr Kontrolle und Transparenz über Bankbefugnisse. Eine Prokura wird ins Handelsregister eingetragen und ist öffentlich sichtbar; ein Vorstandsbeschluss bleibt intern.

vs Schriftliche Ermächtigung durch den Geschäftsführer

Eine schriftliche Ermächtigung durch den Geschäftsführer ist schneller, aber weniger formal. Banken bevorzugen einen Vorstandsbeschluss, da dieser vom gesamten Vorstand getragen wird und höhere Rechtssicherheit bietet. Ein Vorstandsbeschluss ist bindender und wird von Dritten eher anerkannt.

vs Notarielle Vollmacht

Eine notarielle Vollmacht ist formal stärker, aber teurer und zeitaufwendiger. Ein Vorstandsbeschluss ist für Bankgeschäfte meist ausreichend und wirtschaftlicher. Eine notarielle Vollmacht kommt eher für komplexe oder außergewöhnliche Bevollmächtigungen in Betracht.

vs Mündliche Absprache mit der Bank

Mündliche Absprachen sind rechtlich nicht bindend und bieten keine Dokumentation. Banken verlangen einen schriftlichen Vorstandsbeschluss als Nachweis, dass die Bevollmächtigung ordnungsgemäß erfolgt ist. Nur mit schriftlichem Beschluss hat die Bank rechtliche Sicherheit und können Sie später Missbrauch nachweisen.

Branchenspezifische Hinweise

Finanzdienstleistungen & Banking

Banken verlangen diesen Beschluss zur Dokumentation gültiger Bevollmächtigungsstrukturen und zur Risikominderung.

Handel & E-Commerce

Online-Retailer und Distributoren benötigen klare Scheckzeichnungsrechte für laufende Ausgaben und Lieferantenzahlungen.

Fertigung & Produktion

Produktionsunternehmen müssen Darlehensvollmachten und Sicherheitsstellungsrechte für Betriebsmittel und Maschineninvestitionen regeln.

Gesundheitswesen & Pharmazie

Krankenhäuser und Arztpraxen benötigen Bevollmächtigungsstrukturen für medizinische Lieferanten und Geräte-Finanzierungen.

Immobilien & Bauwesen

Immobilienunternehmen müssen Grundpfandrechte und Baudarlehen durch Beschluss bevollmächtigen und absichern.

Nonprofit & Vereinigungen

Stiftungen und Vereine benötigen diesen Beschluss zur Dokumentation von Kassierer- und Schatzmeister-Vollmachten.

Hinweise zur Rechtsprechung

In Deutschland ist der Vorstandsbeschluss die Standardform für Bevollmächtigungsstrukturen. Das HGB und die GmbH-Gesetze sehen vor, dass der Vorstand über Bankbeziehungen und Sicherheitsleistungen beschließen kann. Viele Banken haben Vordrucke, akzeptieren aber auch diese Vorlage.

Österreichische Unternehmen folgen ähnlichen Anforderungen wie Deutschland. Ein Vorstandsbeschluss ist ebenfalls erforderlich; achten Sie darauf, dass das Dokument gemäß Satzung und ÖGB verfasst ist. Österreichische Banken verlangen oft eine beglaubigte Abschrift.

Vorlage oder Anwalt — was passt?

WegAm besten fürKostenZeit
Vorlage verwendenStandard-Bankvollmachten in GmbH/AG mit klarer Vorstandsstruktur — kein Anwalt nötig.0 EUR (Vorlage) + Bankgebühren für Beglaubigung (~20–50 EUR)1–2 Stunden zum Ausfüllen und Unterzeichnen
Vorlage + RechtsprüfungSie sind unsicher über Limits, Gesamtvollmacht vs. Einzelvollmacht oder benötigen abweichende Klauseln.200–400 EUR für Anwaltsprüfung3–5 Tage (Anwalt prüft, gibt Feedback, Sie überarbeiten)
MaßgeschneidertKomplexe Struktur mit mehreren Gesellschaftern, Konflikten oder speziellen Anforderungen (z.B. Börsenfirmen, Konsortialdarlehen).600–1.500 EUR für Entwurf + Anwalt1–2 Wochen Verhandlung und Entwurf

Glossar

Vorstandsbeschluss
Formale schriftliche Entscheidung des Vorstands, die eine Handlung oder Bevollmächtigung ordnungsgemäß dokumentiert.
Bankier
Das Kreditinstitut, mit dem das Unternehmen seine Geldgeschäfte abwickelt.
Bevollmächtigung
Formale Übertragung von Handlungsfähigkeit auf eine oder mehrere Personen.
Scheckzeichnung
Befugnis, Schecks im Namen des Unternehmens auszustellen und zu unterzeichnen.
Bankgarantie
Verbindliches Versprechen der Bank, Verbindlichkeiten des Unternehmens zu erfüllen, falls dieses zahlungsunfähig wird.
Darlehensmöglichkeit
Kreditlinie oder Kreditrahmen, den die Bank dem Unternehmen zur Verfügung stellt.
Sicherheit
Vermögenswert, den das Unternehmen der Bank als Absicherung für ein Darlehen anbietet.
Schließfach
Sichere Aufbewahrung für Wertsachen und Dokumente bei der Bank.
Dritter
Externe Person oder Organisation, die nicht Vertragspartei des Unternehmens ist.
Unterschrift (Gegenzeichnung)
Rechtsgültige Unterzeichnung durch zwei oder mehr bevollmächtigte Personen.
Ordnungsgemäßer Beschluss
Beschluss, der nach Satzung und Gesetz förmlich korrekt gefasst wurde.

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