Verpflichtung zum Schadensersatz

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Auf einen Blick

Was es ist
Eine Verpflichtung zum Schadensersatz ist eine schriftliche Vereinbarung, in der sich eine Partei verpflichtet, die andere Partei vor bestimmten Forderungen, AnsprĂŒchen und Verlusten freizustellen. Dieses Muster ist ein Word-Download, den Sie sofort bearbeiten und ausdrucken können.
Wann Sie es brauchen
Sie brauchen dieses Dokument, wenn Sie eine andere Partei vor AnsprĂŒchen schĂŒtzen möchten, die aus einem vergangenen Vertrag oder einer frĂŒheren Vereinbarung entstehen. Typischerweise wird es nach Vertragsbeendigung, bei Übergabe von GeschĂ€ftsanteilen oder nach Regelung von Streitigkeiten verwendet.
Was enthalten ist
Die Vorlage enthĂ€lt die Identifikation beider Parteien, eine detaillierte Beschreibung der Forderungen und AnsprĂŒche, aus denen die eine Partei freigestellt wird, sowie Bestimmungen zur Verteidigung gegen zukĂŒnftige AnsprĂŒche. Sie können alle Platzhalter mit Ihren spezifischen Daten ausfĂŒllen.

Welche Variante passt zu Ihrer Situation?

Wenn Ihre Situation ist
Diese Vorlage verwenden
Eine Partei verpflichtet sich, die andere freizustellen — Standard-SzenarioEinseitige Verpflichtung zum Schadensersatz
Beide Parteien verpflichten sich gegenseitig zur FreistellungGegenseitige Verpflichtung zum Schadensersatz
Freistellung nur fĂŒr bestimmte Arten von Forderungen oder zeitlich begrenztVerpflichtung zum Schadensersatz mit Bedingungen
KĂ€ufer wird von Haftung fĂŒr vorherige Verpflichtungen freigestelltVerpflichtung zum Schadensersatz nach GeschĂ€ftsĂŒbernahme
Schutz eines Unternehmens vor Haftung durch AuftragnehmerVerpflichtung zum Schadensersatz fĂŒr unabhĂ€ngige Auftragnehmer
Regelt Freistellung bei KĂŒndigung oder Beendigung eines langfristigen VertragsVerpflichtung zum Schadensersatz bei Vertragsbeendigung

Was ist eine Vorlage „Verpflichtung zum Schadensersatz"?

Eine Verpflichtung zum Schadensersatz (im Englischen „Indemnity Agreement") ist eine schriftliche Vereinbarung, in der sich eine Partei rechtlich verpflichtet, eine andere Partei vor bestimmten Forderungen, AnsprĂŒchen, Verfahren und Verlusten freizustellen. Sie wird typischerweise nach Beendigung eines Vertrags, bei Übergabe von GeschĂ€ftsanteilen oder zur Beilegung von Streitigkeiten verwendet. Diese Vorlage ist ein Word-Download, den Sie sofort mit Ihren spezifischen Daten ausfĂŒllen, bearbeiten und als PDF exportieren können. Sie enthĂ€lt alle notwendigen Klauseln, um eine rechtlich fundierte und durchsetzbare Vereinbarung zu erstellen — ohne dass Sie einen Anwalt beauftragen mĂŒssen, wenn die Situation einfach ist.

Warum Sie dieses Dokument brauchen

Ohne eine schriftliche Verpflichtung zum Schadensersatz laufen Sie Risiko, spĂ€ter unerwartet mit AnsprĂŒchen, GerichtsverfĂŒgungen oder Haftungsforderungen konfrontiert zu werden, die aus einem bereits abgeschlossenen oder beendeten Vertrag entstehen. Diese können erhebliche Kosten fĂŒr Rechtsberatung, GerichtsgebĂŒhren und möglicherweise Schadensersatzzahlungen verursachen. Eine klare, unterzeichnete Verpflichtung zum Schadensersatz schafft Rechtssicherheit: Sie dokumentiert schriftlich, dass eine bestimmte Partei sich fĂŒr bestimmte Forderungen verantwortlich macht und Sie beide Parteien klar ĂŒber die Grenzen der Haftung einig sind. Dies verhindert MissverstĂ€ndnisse, schĂŒtzt Ihre finanziellen Interessen und bietet eine durchsetzbare Grundlage, sollte die andere Partei spĂ€ter versuchen, Sie zu verklagen oder Ihre Zustimmung zu Forderungen zu unterwandert. Die Vorlage ist speziell fĂŒr GeschĂ€ftsinhaber konzipiert, die schnell, aber professionell handeln möchten.

HĂ€ufige Fehler vermeiden

❌ Gegenleistung fehlt oder ist unklar

Warum es wichtig ist: Ohne Gegenleistung kann ein Gericht die Vereinbarung als unverbindlich einstufen — die Freistellung hat dann keine rechtliche Kraft.

Fix: Nennen Sie immer eine konkrete Gegenleistung (z. B. Zahlung, Verzicht, VertragserfĂŒllung) und dokumentieren Sie diese schriftlich.

❌ UrsprĂŒnglicher Vertrag wird nicht beigefĂŒgt oder korrekt benannt

Warum es wichtig ist: Die Freistellung bezieht sich auf einen spezifischen Vertrag; ohne klaren Verweis wird unklar, welche Forderungen abgedeckt sind.

Fix: HĂ€ngen Sie immer eine Kopie des ursprĂŒnglichen Vertrags bei und geben Sie dessen genaues Datum in der Vorlage an.

❌ Zu breite oder zu vage Freistellungsklausel

Warum es wichtig ist: Eine zu allgemeine Formulierung kann Streitigkeiten ĂŒber den Geltungsbereich fĂŒhren oder unbeabsichtigte Haftung abdecken.

Fix: Spezifizieren Sie genau, welche Forderungsarten, ZeitrÀume oder Szenarien abgedeckt sind; listen Sie ggf. Ausnahmen auf.

❌ Keine Zustimmung des BegĂŒnstigten bei Beilegung

Warum es wichtig ist: Ohne diesen Schutz kann der Schadensersatzpflichtige AnsprĂŒche zu Bedingungen regeln, die Ihnen schaden, ohne Sie zu konsultieren.

Fix: Behalten Sie die Zustimmungsanforderung bei und bestehen Sie darauf, dass der Schadensersatzpflichtige Ihre schriftliche Genehmigung einholt, bevor AnsprĂŒche beigelegt werden.

Die 6 wichtigsten Klauseln, erklÀrt

Definitionen und Vertragsparteien

In einfacher Sprache: Nennt die beiden Parteien, ihre Rechtsform und Adresse sowie das Datum der Vereinbarung.

Beispielformulierung
Diese Verpflichtung zum Schadensersatz (die ‚Vereinbarung') ist wirksam zum [DATUM], ZWISCHEN: [NAME IHRES UNTERNEHMENS] (die ‚Erste Partei') UND: [NAME DER ZWEITEN PARTEI] (die ‚Zweite Partei').

HÀufiger Fehler: UnvollstÀndige oder falsche Adressangaben machen die Vereinbarung schwer durchsetzbar; verwenden Sie Ihre aktuelle, vollstÀndige Registrierungsadresse.

Gegenleistung

In einfacher Sprache: Dokumentiert den Wert oder die Leistung, die beide Parteien austauschen, um die Vereinbarung gĂŒltig und bindend zu machen.

Beispielformulierung
FĂŒr gute und wertvolle erhaltene Gegenleistung stimmt [NAME IHRES UNTERNEHMENS] (der ‚Schadensersatzpflichtige') hiermit zu...

HĂ€ufiger Fehler: Fehlendes oder unklares Angeben der Gegenleistung kann die Vereinbarung rechtswidrig machen; nennen Sie eine konkrete Summe, ein Datum oder eine Leistung.

Umfang der Freistellung

In einfacher Sprache: Beschreibt alle Arten von Forderungen, AnsprĂŒchen und Verlusten, vor denen der BegĂŒnstigte freigestellt wird.

Beispielformulierung
...von allen Verpflichtungen, Klagen, Verfahren, Prozessen, Forderungen, Verpflichtungen, SchÀden, Verlusten, Schadensersatzforderungen oder Beschwerden jeder Art schadlos zu halten...

HĂ€ufiger Fehler: Zu vage Formulierung oder Auslassung bestimmter Forderungsarten kann zu Streitigkeiten fĂŒhren; seien Sie spezifisch, welche Forderungen ausgeschlossen sind.

Bezug auf ursprĂŒngliche Vereinbarung

In einfacher Sprache: Verweist auf die Originalvereinbarung oder den ursprĂŒnglichen Vertrag, aus dem die Freistellung resultiert.

Beispielformulierung
...welche in Verbindung mit der Niederschrift des Vertrages mit Datum [DATUM], wobei eine Kopie dieser Vereinbarung als Anhang 1 hierzu angehÀngt ist...

HÀufiger Fehler: Fehlender oder falscher Verweis auf die Originalvereinbarung kann der Vorlage den Kontext nehmen; hÀngen Sie eine Kopie bei und nennen Sie das genaue Datum.

Verpflichtung zur Verteidigung

In einfacher Sprache: Verpflichtet den Schadensersatzpflichtigen, die andere Partei gegen Forderungen zu verteidigen und dabei alle Kosten zu ĂŒbernehmen.

Beispielformulierung
Der Schadensersatzpflichtige muss sich selbst und, falls [NAME DER ZWEITEN PARTEI] dies fordert, [NAME DER ZWEITEN PARTEI] sorgfÀltig gegen alle Forderungen auf Kosten des Schadensersatzpflichtigen verteidigen.

HĂ€ufiger Fehler: Unklarheit darĂŒber, wer die Verteidigungskosten trĂ€gt, fĂŒhrt zu Streitigkeiten; nennen Sie explizit, dass der Schadensersatzpflichtige bezahlt.

Zustimmungserfordernis fĂŒr Beilegung

In einfacher Sprache: Verbietet dem Schadensersatzpflichtigen, AnsprĂŒche zu begleichen ohne vorherige schriftliche Zustimmung des BegĂŒnstigten.

Beispielformulierung
Der Schadensersatzpflichtige darf keine Forderungen in seinem Namen oder seiner statt beilegen oder beeinflussen, oder anbieten, diese beizulegen..., ohne dass [NAME DER ZWEITEN PARTEI] dem vorher schriftlich zustimmt.

HĂ€ufiger Fehler: Verzicht auf diesen Schutz bedeutet, dass der Schadensersatzpflichtige AnsprĂŒche in Ihrem Namen ohne Absprache regeln könnte; behalten Sie das Zustimmungsrecht.

So fĂŒllen Sie sie aus

  1. 1

    Datum eintragen

    Geben Sie das Datum ein, an dem die Vereinbarung wirksam wird. Dies ist ĂŒblicherweise das Unterzeichnungsdatum oder das Datum der Vertragsbeendigung.

    💡 Verwenden Sie das Format [TT.MM.JJJJ] zur Klarheit.

  2. 2

    Name und Adresse der ersten Partei eintragen

    Tragen Sie den vollstÀndigen Namen Ihres Unternehmens, die Rechtsform und Ihre aktuell registrierte GeschÀftsadresse ein.

    💡 Kopieren Sie die Daten aus Ihrem Handelsregister, um Fehler zu vermeiden.

  3. 3

    Name und Adresse der zweiten Partei eintragen

    Tragen Sie den vollstÀndigen Namen und die aktuelle Adresse der anderen Partei ein (Person oder Unternehmen).

    💡 Verwenden Sie die Adresse aus der ursprĂŒnglichen Vereinbarung fĂŒr Konsistenz.

  4. 4

    Gegenleistung angeben

    Dokumentieren Sie, welche Leistung oder welcher Wert als Gegenleistung vereinbart wurde — z. B. Zahlung, Verzicht auf AnsprĂŒche oder VertragserfĂŒllung.

    💡 Ohne Gegenleistung kann die Vereinbarung rechtslich anfechtbar sein.

  5. 5

    Art und Umfang der Forderungen festlegen

    Listen Sie auf, welche Arten von AnsprĂŒchen, Verfahren und Verlusten abgedeckt sind, oder verweisen Sie auf eine beigefĂŒgte Liste.

    💡 Seien Sie spezifisch — allgemeine Formulierungen fĂŒhren zu Unsicherheit bei der Durchsetzung.

  6. 6

    Originalvereinbarung als Anlage anhÀngen

    HĂ€ngen Sie eine Kopie des ursprĂŒnglichen Vertrags oder der ursprĂŒnglichen Vereinbarung als Anhang 1 bei und nennen Sie deren Datum.

    💡 Dies bildet die Grundlage der Freistellung und verhindert MissverstĂ€ndnisse.

  7. 7

    Unterschriften einholen

    Lassen Sie beide Parteien die Vereinbarung unterzeichnen, idealerweise vor Zeugen oder mit Initialen neben wichtigen Klauseln.

    💡 Bewahren Sie signierte Kopien fĂŒr beide Parteien auf.

HĂ€ufig gestellte Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Indemnity und Garantie?

Eine Verpflichtung zum Schadensersatz (Indemnity) ist eine Freistellung von bereits bekannten oder potenziellen Forderungen aus einem vergangenen oder gegenwĂ€rtigen Vertrag. Eine Garantie (Warranty) ist hingegen ein Versprechen ĂŒber den zukĂŒnftigen Zustand eines Produkts oder einer Leistung. Indemnity schĂŒtzt vor rechtlichen Verfahren und Forderungen; Warranty schĂŒtzt vor fehlerhafter oder unvollstĂ€ndiger Leistung.

Kann ich eine einseitige Verpflichtung zum Schadensersatz durchsetzen, wenn nur eine Partei unterzeichnet hat?

Das hĂ€ngt von den geltenden Gesetzen und den UmstĂ€nden ab. Eine einseitige, einseitig unterzeichnete Vereinbarung kann schwĂ€cher durchsetzbar sein, da die andere Partei der Vereinbarung widersprechen könnte. Idealerweise sollten beide Parteien unterzeichnen. Konsultieren Sie einen Anwalt, um sicherzustellen, dass Ihre Vereinbarung rechtlich gĂŒltig ist.

Wie lange gilt eine Verpflichtung zum Schadensersatz?

Dies hĂ€ngt davon ab, wie die Vereinbarung formuliert ist. Sie können eine zeitliche Begrenzung festlegen (z. B. zwei Jahre nach Vertragsbeendigung) oder die Freistellung unbegrenzt machen. Unbegrenzte Freistellungen bieten mehr Schutz, können aber fĂŒr beide Parteien unbequem sein. BerĂŒcksichtigen Sie die VerjĂ€hrungsfristen des anwendbaren Rechts (in der Regel 3–10 Jahre fĂŒr SchadensersatzansprĂŒche).

Muss ich einen Anwalt konsultieren, bevor ich diese Vorlage verwende?

Diese Vorlage ist ein Muster fĂŒr hĂ€ufige Situationen. Wenn die Vereinbarung hohe Summen betrifft, komplexe Vertragsbeziehungen regelt oder mit bestimmten Branchen verknĂŒpft ist (z. B. M&A, Immobilien), wird eine anwaltliche ÜberprĂŒfung empfohlen. Ein Anwalt kann sicherstellen, dass die Vereinbarung Ihre lokalen Gesetze berĂŒcksichtigt und vollstĂ€ndig durchsetzbar ist.

Kann ich die Gegenleistung nach der Unterzeichnung Àndern?

Nein, sobald die Vereinbarung unterzeichnet ist, kann die Gegenleistung nicht einseitig geĂ€ndert werden — dies wĂŒrde die Vereinbarung ungĂŒltig machen oder zu Streitigkeiten fĂŒhren. Falls spĂ€ter Änderungen erforderlich sind, benötigen Sie eine schriftliche Zusatzvereinbarung (Amendment), die von beiden Parteien unterzeichnet ist.

Was passiert, wenn der Schadensersatzpflichtige zahlungsunfÀhig wird?

Wenn der Schadensersatzpflichtige zahlungsunfĂ€hig oder insolvent wird, können Sie Ihre Forderungen wie jeder andere GlĂ€ubiger anmelden. Allerdings ist Ihre Position nicht bevorzugt, es sei denn, Sie haben eine Sicherheit (z. B. Bankgarantie oder Pfandrecht) vereinbart. ErwĂ€gen Sie, eine Sicherheitsklausel hinzuzufĂŒgen, wenn hohe Summen beteiligt sind.

Kann ich die Vorlage fĂŒr mehrere, verschiedene Szenarien verwenden?

Diese Vorlage ist fĂŒr eine spezifische Freistellung aus einem bestimmten Vertrag oder einer bestimmten Situation konzipiert. FĂŒr völlig unterschiedliche Szenarien (z. B. verschiedene OriginalvertrĂ€ge) sollten Sie separate Vereinbarungen erstellen und fĂŒr jede eine eigene Originalvereinbarung beifĂŒgen. Dies verhindert Verwechslungen und gewĂ€hrleistet Klarheit.

Welche Forderungen sollten NICHT in die Verpflichtung zum Schadensersatz aufgenommen werden?

Typischerweise sollten Sie Forderungen ausschließen, die sich auf fahrlĂ€ssiges Verhalten, böswillige Handlungen, VerstĂ¶ĂŸe gegen Gesetze oder Straftaten des Schadensersatzpflichtigen beziehen. Ebenso sollten indirekte oder FolgeschĂ€den (z. B. entgangener Gewinn) oft ausgeschlossen werden. Klauseln, die illegale AktivitĂ€ten decken, sind in der Regel nicht durchsetzbar.

Im Vergleich zu Alternativen

vs Verzicht und Freigabe (Release Agreement)

Ein Verzicht oder eine Freigabe befreit eine Partei vollstĂ€ndig von bekannten AnsprĂŒchen und Verpflichtungen. Eine Verpflichtung zum Schadensersatz hingegen nimmt sich einer spezifischen Haftung an und schĂŒtzt vor kĂŒnftigen, möglicherweise unbekannten Forderungen. Ein Verzicht ist restriktiver und endgĂŒltig; eine Schadensersatzverpflichtung bietet fortlaufenden Schutz. Verwenden Sie einen Verzicht, wenn Sie bestehende AnsprĂŒche vollstĂ€ndig beenden möchten; verwenden Sie die Schadensersatzvorlage, wenn Sie zukĂŒnftige Risiken minimieren möchten.

vs Garantie- und GewÀhrleistungsklausel

Eine Garantie ist eine Zusicherung der QualitĂ€t oder FunktionsfĂ€higkeit eines Produkts oder einer Leistung in der Zukunft. Eine Verpflichtung zum Schadensersatz dagegen schĂŒtzt vor Forderungen und Verfahren aus der Vergangenheit. Garantien sind leistungsorientiert; Schadensersatzverpflichtungen sind haftungsorientiert. Verwenden Sie Garantien in Verkaufs- oder DienstleistungsvertrĂ€gen; verwenden Sie Schadensersatzverpflichtungen bei Vertragsbeendigung oder Übergabe.

vs Versicherungspolice (Indemnity Insurance)

Eine Versicherungspolice bietet finanzielle Deckung gegen Forderungen, die möglicherweise eintreten. Eine schriftliche Verpflichtung zum Schadensersatz ist eine vertragliche Verpflichtung zwischen zwei Parteien. Eine Versicherung ist teuer und zeitgebunden (PrĂ€mien, Laufzeiten, Deckungsgrenzen), wĂ€hrend die Vereinbarung eine dauerhafte Verpflichtung darstellt. Versicherung schĂŒtzt Sie; eine Schadensersatzvereinbarung schĂŒtzt die andere Partei. Verwenden Sie Versicherung fĂŒr grĂ¶ĂŸere oder unvorhersehbare Risiken; verwenden Sie die Vorlage fĂŒr klare, vertragliche Zusagen.

vs Schuldanerkennung

Eine Schuldanerkennung ist eine formale BestĂ€tigung, dass eine Partei eine Schuld oder Verbindlichkeit anerkennt und einzulösen erklĂ€rt. Eine Verpflichtung zum Schadensersatz verpflichtet eine Partei, die andere freizustellen und zu schĂŒtzen. Eine Schuldanerkennung ist defensiv (akzeptiert Schuld); eine Schadensersatzverpflichtung ist prĂ€ventiv (schĂŒtzt vor zukĂŒnftigen Forderungen). Verwenden Sie eine Schuldanerkennung, wenn Sie Schulden eingestehen; verwenden Sie die Schadensersatzvorlage, um eine andere Partei vor unerwarteten Forderungen zu schĂŒtzen.

Branchenspezifische Hinweise

Allgemein (alle Branchen)

Diese Vorlage ist universell einsetzbar fĂŒr jede Branche, die GeschĂ€ftsbeziehungen beendet oder VertrĂ€ge regelt und dabei Haftungsrisiken minimieren möchte.

Finanz- und Versicherungswesen

HĂ€ufig zur Absicherung gegen Forderungen bei Beendigung von Kundenbeziehungen oder Übernahme von VermögensgegenstĂ€nden.

Immobilien und Bauwesen

Wird verwendet, um KĂ€ufer/VerkĂ€ufer vor Forderungen aus vorherigen VertrĂ€gen oder MĂ€ngeln zu schĂŒtzen.

GeschÀfts- und Rechtsberatung

Wird zur Freistellung von Mandanten nach Beendigung einer Beratungsbeziehung eingesetzt.

UnternehmensĂŒbernahmen (M&A)

Zentral fĂŒr die Absicherung des KĂ€ufers gegen unbekannte Verbindlichkeiten oder AnsprĂŒche des VerkĂ€ufers.

Arbeitsrecht und Personalbeschaffung

Wird bei Beendigung von Anstellungs- oder Auftragnehmerbeziehungen zur Absicherung gegen kĂŒnftige AnsprĂŒche verwendet.

Hinweise zur Rechtsprechung

Diese Vorlage folgt deutschem Vertragsmuster und ist fĂŒr Vereinbarungen in Deutschland anwendbar. Das deutsche BGB (BĂŒrgerliches Gesetzbuch) regelt die Durchsetzung und GĂŒltigkeit von Schadensersatzverpflichtungen; konsultieren Sie einen Anwalt, um sicherzustellen, dass alle lokalen Anforderungen erfĂŒllt sind.

In Österreich gelten Ă€hnliche GrundsĂ€tze des österreichischen ABGB (Allgemeines BĂŒrgerliches Gesetzbuch). Die Vorlage ist ĂŒbertragbar, kann aber österreichspezifische Anpassungen erfordern, besonders bei Verweise auf Behörden oder Rechtsverfahren.

Vorlage oder Profi — was passt?

WegAm besten fĂŒrKostenZeit
Vorlage verwendenEinfache Situationen: Freistellung nach Beendigung eines Auftrags oder einer kleinen GeschĂ€ftsbeziehung, bei klarem Umfang und niedrigem Risiko.0–50 EUR (nur Template-Lizenz)1–2 Stunden zum AusfĂŒllen und Unterzeichnen
Vorlage + Profi-PrĂŒfungMittlere KomplexitĂ€t: GrĂ¶ĂŸere GeschĂ€ftsbeziehungen, mehrdeutige Forderungen oder Beteiligung mehrerer VertrĂ€ge; anwaltliche ÜberprĂŒfung hilft, Risiken zu erkennen.200–500 EUR (Template + anwaltliche PrĂŒfung)3–5 Arbeitstage (inklusive ÜberprĂŒfung und Überarbeitungen)
MaßgeschneidertHohe KomplexitĂ€t: M&A-Transaktionen, internationale Vereinbarungen, verstrickte Haftungsrisiken oder große Summen; professionelle Risikoanalyse und maßgeschneiderter Entwurf erforderlich.1.000–3.000+ EUR (benutzerdefinierter Entwurf durch Anwalt)1–3 Wochen (einschließlich Verhandlung und Finalisierung)

Glossar

Schadensersatzpflichtiger
Die Partei, die sich verpflichtet, die andere Partei vor Forderungen und Verlusten freizustellen.
BegĂŒnstigter
Die Partei, die Schutz und Freistellung vor Forderungen erhÀlt.
Indemnity
Rechtliche Freistellung von Haftung oder Schadensersatzpflicht; Schadensersatz.
Forderung
Ein Anspruch auf Zahlung oder EntschÀdigung, der gegen eine Partei geltend gemacht wird.
Gegenleistung
Der Wert oder die Leistung, die beide Parteien austauschen, um die Vereinbarung rechtsverbindlich zu machen.
Verfahren
Gerichtliches oder rechtliches Verfahren, das zum Geltendmachen von AnsprĂŒchen eingeleitet wird.
Haftungsausschluss
Die Entfernung oder Begrenzung der Haftung einer Partei in einem Vertrag.
Übereinkommen
Eine schriftliche oder mĂŒndliche Vereinbarung zwischen zwei oder mehr Parteien ĂŒber Rechte und Pflichten.
Beilegen
Einigung auf außergerichtliche Lösung eines Rechtsstreits oder einer Beschwerde.
Angemessene Ausgaben
Kosten und GebĂŒhren, die zur Geltendmachung oder Verteidigung einer Forderung erforderlich sind.

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