Vereinbarung zwischen dem Spediteur und dem Absender

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FreiVereinbarung zwischen dem Spediteur und dem Absender

Auf einen Blick

Was es ist
Diese Vereinbarung zwischen Spediteur und Absender regelt die Bedingungen für den Transport von Waren zwischen zwei Parteien. Das Dokument ist eine Word-Vorlage zum kostenlosen Download und kann einfach angepasst und unterzeichnet werden. Es deckt Transport, Abhol- und Lieferzeiten, Lagerservices, Haftung und Versicherung ab.
Wann Sie es brauchen
Sie benötigen diese Vereinbarung, wenn Sie als Spediteur Waren für einen Absender transportieren oder wenn Sie als Absender professionelle Versandservices beauftragen. Die Vereinbarung schützt beide Seiten rechtlich und stellt sicher, dass Pflichten, Kosten und Haftungsgrenzen klar definiert sind.
Was enthalten ist
Die Vorlage enthält Klauseln zur Warenbeschreibung, Abhol- und Lieferterminen, Lagerservices, Haftungsbeschränkung und Versicherung. Sie können alle Platzhalter anpassen und die Vereinbarung vollständig individualisieren.

Was ist eine Vorlage „Vereinbarung zwischen dem Spediteur und dem Absender"?

Diese Vereinbarung regelt die Bedingungen zwischen einem Speditionsunternehmen und dem Auftraggeber (Absender) für den Transport von Waren. Das Dokument ist eine kostenlose Word-Vorlage zum Download und enthält Klauseln zu Warenbeschreibung, Abhol- und Lieferterminen, Lagerservices, Haftungsgrenzen und Versicherungsschutz. Sie können alle Platzhalter anpassen und das Dokument digital oder auf Papier unterzeichnen. Die Vorlage ist rechtskonform und schützt beide Parteien, indem sie Kosten, Pflichten und Haftung klar definiert.

Warum Sie dieses Dokument brauchen

Ohne eine schriftliche Vereinbarung besteht das Risiko von Missverständnissen über Versandkosten, Lieferterminen und Haftung bei Beschädigungen. Streitigkeiten darüber, wer für Schäden während des Transports aufkommt, führen zu teuren Rechtsstreitigkeiten und nicht vollziehbaren Ansprüchen. Diese Vereinbarung schützt den Spediteur, indem sie seine Haftung klar begrenzt, und schützt den Absender, indem sie die Leistungen und Versicherungsoptionen transparent dokumentiert. Für regelmäßige Geschäftsbeziehungen ist eine solche Vereinbarung unerlässlich, um Rechnungsfehler, Verzögerungen und Schadensersatzforderungen rechtssicher zu handhaben.

Welche Variante passt zu Ihrer Situation?

Wenn Ihre Situation ist…Diese Vorlage verwenden
Punkt-zu-Punkt-Versand ohne Zwischenlagerung, bekannte LieferzeitenStandardtransport ohne Lagerung
Flexibler Transport mit möglicher Zwischenlagerung auf AnfrageTransport mit optionalen Lagerservices
Zeitkritische Lieferungen, wenn feste Zustelltermine vereinbart sindTransport mit garantierter Lieferzeit
Hochwertige Waren, die über den Standard-Haftungswert hinausgehenTransport mit Versicherungsschutz
Grenzüberschreitende Transporte mit besonderen ZollformalitätenInternationale Speditionsvereinbarung
Schnelle Lieferungen innerhalb kurzer FristenKurier- und Expressversand

Häufige Fehler vermeiden

❌ Warenbeschreibung ist zu vage oder unvollständig

Warum es wichtig ist: Dies führt zu Unstimmigkeiten über den genauen Umfang des Transports und kann später zu Schadensersatzforderungen führen, die nicht belegt werden können.

Fix: Beschreiben Sie jedes Paket, jede Palette und deren Gewicht genau und nutzen Sie standardisierte Kategorien.

❌ Abhol- und Lieferdatum werden nicht konkret festgehalten

Warum es wichtig ist: Ohne genaue Daten kann der Spediteur den Transport verschieben oder verzögern, ohne Konsequenzen zu tragen, und es entsteht Rechtsunsicherheit.

Fix: Geben Sie Datum und Uhrzeit ein; setzen Sie ein bevorzugtes, aber nicht garantiertes Ankunftsdatum.

❌ Warenwert und Haftungsgrenze werden verwechselt

Warum es wichtig ist: Der Spediteur haftet nur für den vereinbarten Warenwert; unterschätzte Werte führen zu unzureichendem Schadensersatz bei Verlust oder Beschädigung.

Fix: Geben Sie den realistischen Warenwert ein und buchen Sie ggf. zusätzliche Versicherung für Überdeckung.

❌ Lagerservices und zusätzliche Gebühren werden nicht begrenzt

Warum es wichtig ist: Dies führt zu überraschend hohen Rechnungen und Zahlungsverzögerungen, da dem Spediteur freie Hand bei Kostenbuchungen bleibt.

Fix: Legen Sie Maximalgebühren pro Tag und insgesamt fest, und fordern Sie eine Genehmigung vor Überschreitung.

❌ Versicherung wird nur für einen Teil der Waren arrangiert

Warum es wichtig ist: Unversicherte Waren werden bei Schaden nur bis zur Haftungsgrenze ersetzt, was häufig unter dem aktuellen Wert liegt.

Fix: Koordinieren Sie mit dem Spediteur, ob alle Waren versichert sein sollen, und tragen Sie den vollständigen Versicherungsbetrag ein.

❌ Unterschrift von unberechtigten Personen

Warum es wichtig ist: Die Vereinbarung ist möglicherweise nicht bindend, wenn die unterzeichnende Person nicht zur Vertretung des Unternehmens bevollmächtigt ist.

Fix: Stellen Sie sicher, dass Geschäftsführer oder bevollmächtigte Vertreter unterzeichnen und legen Sie ggf. Vollmachtskopien bei.

Die 9 wichtigsten Klauseln, erklärt

Parteiendefinition und wirksames Datum

In einfacher Sprache: Identifiziert den Spediteur und den Absender und legt das Datum fest, ab dem die Vereinbarung gültig ist.

Beispielformulierung
Diese Vereinbarung ist wirksam zum [DATUM] zwischen [NAME DES SPEDITEURS] (der ‚Spediteur') und [NAME IHRES UNTERNEHMENS] (der ‚Absender').

Häufiger Fehler: Unvollständige Adressdaten oder fehlende Gründungsinformationen der Unternehmen angeben.

Transport von Waren

In einfacher Sprache: Beschreibt Art, Menge und Bestimmungsort der zu transportierenden Waren sowie die Abrechnungsgrundlage.

Beispielformulierung
Der Spediteur muss [ZU SENDENDE WAREN BESCHREIBEN] vom Absender [ADRESSE] zu [NAME DES EMPFÄNGERS], [ADRESSE], transportieren.

Häufiger Fehler: Warenbeschreibung zu vage halten; dies führt später zu Meinungsverschiedenheiten über den Umfang.

Abhol- und Lieferzeit

In einfacher Sprache: Regelt den vereinbarten Abholdatum, die Lieferzeit und bestätigt, dass der Spediteur keine Lieferzeitgarantie gibt.

Beispielformulierung
Das Abholdatum ist der [DATUM] um [ZEIT]. Das bevorzugte Ankunftsdatum ist der [DATUM]. Der Spediteur garantiert keinen festen Zeitplan.

Häufiger Fehler: Zuverlässige Lieferzeiten versprechen, wenn dies nicht garantiert werden kann; dies führt zu Haftungsansprüchen.

Lieferschein (verhandelbar oder nicht verhandelbar)

In einfacher Sprache: Verpflichtet den Spediteur, beim Abholen einen Lieferschein auszustellen, der entweder über einen Bevollmächtigten oder direkt übergeben wird.

Beispielformulierung
Der Spediteur muss bei der Abholung einen [VERHANDELBAREN ODER NICHT VERHANDELBAREN] Lieferschein ausstellen.

Häufiger Fehler: Versäumen, den Lieferscheintyp zu spezifizieren, was später zu Unstimmigkeiten in der Dokumentation führt.

Lagerservices (optional)

In einfacher Sprache: Ermöglicht dem Absender, Lagerdienstleistungen jederzeit zu buchen; separate Rechnung ersetzt diese Vereinbarung, sofern nicht widersprochen.

Beispielformulierung
Einlagerung kann vom Absender jederzeit bestellt werden. Der Spediteur stellt seine standardmäßige Lagerrechnung aus. Die Rechnung ersetzt diese Vereinbarung, außer sie wird vom Absender innerhalb von [ANZAHL] Tagen beanstandet.

Häufiger Fehler: Lagerkosten nicht klar trennen; dies führt zu Rechnungsunklarheiten und Zahlungsverzögerungen.

Lagergebühren und Zusatzleistungen

In einfacher Sprache: Definiert, dass Gebühren für Lagerarbeiten, Verpackung und zusätzliche Services anfallen und der Spediteur Dock-Gebühren buchen kann.

Beispielformulierung
Es fällt eine Gebühr für Lagerarbeiten, Verpackung und zusätzliche Services an. Der Spediteur kann Dock- oder andere Gebühren auf das Konto des Absenders buchen.

Häufiger Fehler: Zustimmung zu unbegrenzten Zusatzgebühren ohne Obergrenze; dies kann zu überraschend hohen Rechnungen führen.

Lagerung am Bestimmungsort

In einfacher Sprache: Autorisiert den Spediteur, Waren am Zielort einzulagern, wenn die Lieferung nicht erfolgen kann, und weitere Gebühren zu buchen.

Beispielformulierung
Der Absender autorisiert den Spediteur, alle Waren am Bestimmungsort einzulagern, falls die Lieferung nicht durchgeführt werden kann, und die Buchung von Dock- oder Gebühren auf das Konto des Absenders zu autorisieren.

Häufiger Fehler: Unbegrenzte Lagergenehmigung geben, ohne maximale Lagerdauer oder Gebührenober­grenzen festzulegen.

Haftungsbeschränkung

In einfacher Sprache: Begrenzt die Haftung des Spediteurs auf den angegebenen Warenwert; zusätzlicher Schutz ist nur durch zusätzliche Versicherung möglich.

Beispielformulierung
Der Wert der Waren wird vom Absender spezifisch als [BETRAG] [PRO KILO ODER PRO ARTIKEL] angegeben. Die Haftung des Spediteurs ist entsprechend beschränkt.

Häufiger Fehler: Haftungsgrenzen festlegen, ohne zu klären, ob diese pro Kilo oder pro Artikel gelten; dies führt zu Unklarheiten bei Schadensersatzforderungen.

Versicherungsschutz

In einfacher Sprache: Erlaubt dem Absender, zusätzliche Versicherung für einen höheren Warenwert zu beantragen; der Spediteur arrangiert dies gegen eine Prämie.

Beispielformulierung
Der Absender gibt an, dass der tatsächliche Wert [BETRAG] beträgt, und fordert, dass der Spediteur eine Versicherung für diesen Betrag zum Preis von [BETRAG] pro [BETRAG] mit einer Gesamtschutzgebühr von [BETRAG] abschließt.

Häufiger Fehler: Unterschied zwischen Warenwert und versichertem Wert nicht klären; dies führt bei Schaden zu Zahlungsablehnungen.

So füllen Sie sie aus

  1. 1

    Genaue Daten des Spediteurs eingeben

    Füllen Sie Name, Gründungsort und vollständige Adresse des Speditionsunternehmens ein. Dies identifiziert die verantwortliche Partei eindeutig und macht den Vertrag rechtlich wirksam.

    💡 Verwenden Sie den offiziellen Firmennamen wie im Handelsregister eingetragen.

  2. 2

    Daten des Absenders (Auftraggeber) eintragen

    Tragen Sie Name, Gründungsort und Adresse des Unternehmens ein, das den Transport beauftragt. Dies definiert die zweite vertragsgebundene Partei.

    💡 Stellen Sie sicher, dass die Person, die unterzeichnet, zur Unterzeichnung bevollmächtigt ist.

  3. 3

    Warenbeschreibung präzise definieren

    Beschreiben Sie die zu transportierenden Waren detailliert (z. B. ‚5 Paletten Stahlrahmen à 200 kg'). Je spezifischer, desto geringer das Risiko von Missverständnissen.

    💡 Vermeiden Sie vage Begriffe wie ‚Verschiedenes'. Listen Sie Typ, Menge und ungefähres Gewicht auf.

  4. 4

    Abhol- und Lieferdatum eintragen

    Geben Sie das genaue Abholdatum, die Uhrzeit und das bevorzugte Ankunftsdatum ein. Vermerken Sie, dass der Spediteur keinen festen Lieferzeitplan garantiert.

    💡 Lassen Sie ausreichend Zeit für den Transport; unrealistische Fristen führen zu Verzögerungen und Streitigkeiten.

  5. 5

    Lieferscheintyp auswählen

    Entscheiden Sie, ob der Lieferschein verhandelbar (durch Bevollmächtigten übertragen) oder nicht verhandelbar (direkt) sein soll. Kreuzen Sie die entsprechende Option an.

    💡 Wählen Sie nicht verhandelbar für Direktlieferungen an einen bekannten Empfänger.

  6. 6

    Warenwert und Haftungsgrenzen festlegen

    Geben Sie den vereinbarten Warenwert ein und ob dieser pro Kilo oder pro Artikel gilt. Dies begrenzt die Haftung des Spediteurs automatisch.

    💡 Unterschätzen Sie den Wert nicht, um Gebühren zu sparen — dies führt zu unzureichender Schadensersatzabdeckung.

  7. 7

    Versicherungsschutz konfigurieren (optional)

    Falls der Warenwert über der Haftungsgrenze liegt, tragen Sie den gewünschten Versicherungsbetrag und die Prämie ein. Der Spediteur arrangiert die Versicherung.

    💡 Lassen Sie den Spediteur ein Versicherungsangebot erstellen, bevor Sie diesen Abschnitt ausfüllen.

  8. 8

    Signieren und austauschen

    Beide Parteien unterzeichnen das Dokument, idealerweise auf Papier mit Ausweiskopien oder digital beglaubigt. Speichern Sie eine Kopie für Ihre Unterlagen.

    💡 Bewahren Sie das unterzeichnete Original auf, um Beweise zu haben, falls später Streitigkeiten entstehen.

Häufig gestellte Fragen

Kann der Spediteur eine Lieferzeitgarantie geben?

Nein, in dieser Vereinbarung gibt der Spediteur grundsätzlich keine Lieferzeitgarantie. Er verpflichtet sich nur, alle Lieferungen innerhalb einer ‚angemessenen Versandzeit' zu transportieren und den Absender über Verzögerungen zu informieren. Falls Sie zuverlässige Lieferterminen benötigen, können Sie eine separate Klausel mit Strafgebühren bei Verspätung vereinbaren.

Wer zahlt für Lagerhaltung am Bestimmungsort?

Der Absender autorisiert den Spediteur, Dock- und Lagergebühren direkt zu buchen, falls die Waren am Zielort nicht angenommen werden können. Dies ist zur Vermeidung von Kosten wichtig: Der Empfänger sollte pünktlich verfügbar sein, um Verzögerungsgebühren zu minimieren. Die Vereinbarung legt fest, dass diese Kosten vom Absender getragen werden.

Was ist der Unterschied zwischen verhandelbarem und nicht verhandelbarem Lieferschein?

Ein verhandelbarer Lieferschein kann durch Bevollmächtigte oder Dritte übertragen werden und wird häufig bei Kreditverkäufen verwendet. Ein nicht verhandelbarer Lieferschein muss direkt an den Empfänger oder die im Dokument benannte Person übergeben werden und ist sicherer für Direktlieferungen. Wählen Sie die Option, die zu Ihrem Geschäftsmodell passt.

Wie wird die Versicherung arrangiert?

Falls der Warenwert die Haftungsgrenze übersteigt, kann der Absender zusätzliche Versicherung beim Spediteur beantragen. Der Spediteur arrangiert eine Versicherungspolice und berechnet eine Prämie basierend auf dem versicherten Betrag und dem Risiko. Die Versicherungsprämie wird separat berechnet und kann zu den Versandkosten addiert werden.

Was passiert bei Schaden oder Verlust?

Der Spediteur haftet für Schaden oder Verlust bis zur vereinbarten Haftungsgrenze (z. B. [BETRAG] pro Kilo). Falls die Waren versichert sind, kann die Versicherung bis zur versicherten Summe zahlen. Der Absender muss den Schaden dem Spediteur unverzüglich (in der Regel innerhalb von 14 Tagen) melden und dokumentieren. Ohne Meldung können Ansprüche verfallen.

Kann diese Vereinbarung für internationale Transporte verwendet werden?

Diese Vorlage ist für deutsche Vereinbarungen konzipiert. Bei internationalen Transporten sollte ein Anwalt konsultiert werden, da zusätzliche Regelungen für Zoll, CMR-Frachtvertrag (international) oder Transportversicherung erforderlich sein können. Die Vorlage kann als Basis dienen, muss aber rechtlich überprüft und angepasst werden.

Wie lange ist diese Vereinbarung gültig?

Die Vereinbarung ist ab dem eingetragenen Datum wirksam und läuft normalerweise solange, bis der Transport und die Lieferung abgeschlossen sind. Für laufende Geschäftsbeziehungen sollte eine separate Rahmenvereinbarung mit längerer Laufzeit erwogen werden, die diese Vereinbarung als Einzelfall-Vorlage referenziert.

Wer trägt das Risiko für Warenschäden während des Transports?

Der Spediteur trägt das Risiko bis zur vereinbarten Haftungsgrenze. Falls die Waren versichert sind, trägt die Versicherung das Risiko bis zur Versicherungssumme. Der Absender trägt das Restrisiko. Dies ist der Grund, warum es wichtig ist, einen realistischen Warenwert einzutragen und ggf. zusätzliche Versicherung zu buchen.

Kann die Vereinbarung mündlich geändert werden?

Nein, diese Vereinbarung sollte immer schriftlich unterzeichnet sein. Mündliche Änderungen sind rechtlich nicht bindend und führen zu Missverständnissen. Falls Änderungen erforderlich sind, erstellen Sie eine schriftliche Änderungsvereinbarung oder schreiben Sie eine E-Mail, auf die der Spediteur antwortet und bestätigt.

Im Vergleich zu Alternativen

vs Einfacher Versandauftrag

Ein einfacher Versandauftrag ist ein minimales Dokument, das nur die Waren, den Absender und den Empfänger festlegt. Diese Vereinbarung ist umfassender und regelt zusätzlich Lieferfristen, Haftungsgrenzen, Versicherung und Lagerservices. Nutzen Sie die einfache Variante für einmalige, unkomplizierte Transporte und die Vereinbarung für regelmäßige Geschäftsbeziehungen oder teurere Waren.

vs CMR-Frachtbrief (international)

Der CMR-Frachtbrief ist ein internationales Standard-Transportdokument, das bei grenzüberschreitenden Transporten in Europa erforderlich ist. Diese Vereinbarung ist eine private Geschäftsvereinbarung zwischen Spediteur und Absender in Deutschland und basiert auf deutschem Recht. Nutzen Sie die CMR-Form für internationale Transporte und diese Vereinbarung für inländische oder als ergänzende Rahmenvereinbarung.

vs Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB) des Spediteurs

Die AGBs eines Spediteurs sind einseitig von ihm formuliert und können einseitig geändert werden. Diese Vereinbarung ist eine beidseitige Vereinbarung, die beide Parteien unterzeichnen, und bietet mehr Schutz und Flexibilität. Nutzen Sie diese Vereinbarung, wenn Sie bessere Bedingungen aushandeln möchten oder wenn die AGBs des Spediteurs zu risky sind.

vs Versicherungspolice für Warenwert

Eine Versicherungspolice schützt den Warenwert komplett, erfordert aber zusätzliche Kosten. Diese Vereinbarung limitiert die Haftung des Spediteurs und erlaubt zusätzliche Versicherung als Option. Kombinieren Sie beide: Die Vereinbarung regelt Haftung und Prozesse, die Versicherungspolice schützt den tatsächlichen Warenwert.

Branchenspezifische Hinweise

Logistik und Versand

Speditionsunternehmen nutzen diese Vereinbarung als Standardform für alle Kunden und regeln damit Transport, Lagerung und Haftung einheitlich.

E-Commerce und Online-Handel

Online-Verkäufer vereinbaren damit Versand- und Lieferbedingungen mit Spediteuren und schützen sich vor Haftungsrisiken bei Beschädigungen während des Transports.

Großhandel und Distribution

Großhändler nutzen diese Vorlage zur standardisierten Beauftragung regelmäßiger Transporte und zur klaren Dokumentation von Kosten und Lieferterminen.

Produktion und Fertigung

Hersteller sichern damit den Transport von Rohstoffen und Fertigprodukten ab und legen fest, wie Lieferverzögerungen oder Schäden behandelt werden.

Internationale Handelskammern

Exporteure und Importeure nutzen diese Vereinbarung als Basis für grenzüberschreitende Transporte und Zollformalitäten.

Retail und Einzelhandel

Einzelhandelsketten nutzen diese Vorlage zur Regelung von Lieferketten von Großhändlern und Lagerbetreibern zu ihren Verkaufsstellen.

Hinweise zur Rechtsprechung

Diese Vereinbarung unterliegt deutschem Recht (BGB, HGB) und ist für Transporte innerhalb und zwischen deutschsprachigen Ländern gedacht. Bei Streitigkeiten sind deutsche Gerichte zuständig (Gerichtsstand kann vertraglich vereinbart werden).

In Österreich gelten ähnliche Regelungen (ABGB, Unternehmensgesetzbuch). Die Vorlage kann mit minimalen Anpassungen verwendet werden; empfohlen ist die Prüfung durch einen österreichischen Anwalt für lokale Compliance.

In der Schweiz gelten eigene Transportgesetze (Bundesgesetz über den Gütertransport). Diese Vorlage kann als Basis dienen, muss aber an schweizer Recht angepasst werden. Konsultieren Sie einen schweizer Rechtsanwalt.

Vorlage oder Anwalt — was passt?

WegAm besten fürKostenZeit
Vorlage verwendenStandardtransporte unter 5.000 EUR, wiederholte Geschäftsbeziehung ohne großes Risiko.0 EUR (kostenlose Vorlage)30–45 Minuten zum Ausfüllen und Unterzeichnen
Vorlage + RechtsprüfungTransporte über 5.000 EUR, spezielle Anforderungen (zerbrechliche Waren, Temperaturregelung), wenn Risiko mittel ist.150–400 EUR für Anwaltsprüfung1–2 Tage für Anwaltsprüfung + deine Zeit zum Ausfüllen
MaßgeschneidertInternationale oder hochwertige Transporte über 50.000 EUR, komplexe Lagerverhältnisse, Langzeitverträge.500–1.500 EUR für maßgeschneiderte Vereinbarung1–2 Wochen inkl. Verhandlungen und Überarbeitungen

Glossar

Spediteur
Unternehmen, das Waren im Auftrag eines Absenders transportiert und möglicherweise lagert.
Absender
Partei, die den Spediteur beauftragt, Waren zu transportieren und zu liefern.
Haftungsbeschränkung
Vertragliche Regelung, die die finanzielle Verantwortung des Spediteurs für Schäden auf einen Höchstbetrag begrenzt.
Lieferschein
Dokument, das den Transport und die Abholung von Waren dokumentiert und bestätigt.
Lagerservices
Zusatzleistungen des Spediteurs zur Zwischenlagerung von Waren während oder nach dem Transport.
Versicherungsschutz
Zusätzliche Versicherung zur Abdeckung von Verlusten oder Schäden über die Haftungsgrenzen hinaus.
Warenwert
Vereinbarter Gesamtwert der zu transportierenden Waren, Basis für Haftung und Versicherung.
Empfänger
Partei, an die die Waren vom Spediteur geliefert werden sollen.
Dock-Gebühren
Kosten für die Nutzung von Ladestationen oder Lagerflächen am Zielort.
Zwischenlagerung
Vorübergehende Einlagerung von Waren zwischen Abholung und endgültiger Lieferung.

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