Gesellschaftsvertrag lange Version

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FreiGesellschaftsvertrag lange Version

Auf einen Blick

Was es ist
Ein Gesellschaftsvertrag ist das Gründungsdokument einer Kapitalgesellschaft (wie GmbH oder AG). Diese lange Version ist ein umfassendes Muster für professionelle Gründungen mit detaillierten Regelungen zu Aktien, Stimmrechten, Vorstand und Verwaltung. Sie erhalten eine anpassbare Word-Vorlage mit Platzhaltern für Ihre Daten und können diese direkt herunterladen, online bearbeiten und als PDF exportieren.
Wann Sie es brauchen
Sie benötigen diesen Vertrag bei der Gründung einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung oder Aktiengesellschaft. Der Vertrag ist erforderlich, um die Gesellschaft rechtlich zu etablieren, die Anteile zwischen den Gründern zu regeln und die internen Ablauf- und Entscheidungsstrukturen festzulegen.
Was enthalten ist
Der Vertrag enthält grundlegende Definitionen (Gesetz, Tochtergesellschaft, Dividende, Steuerjahr), Regelungen zum autorisierten Kapital und zur Ausgabe von Stammaktien sowie Aktienklassen mit unterschiedlichen Rechten. Darüber hinaus finden Sie Bestimmungen zu Aktienzertifikaten, den Unterschriftskompetenzen und den Registrierungsanforderungen für Mitglieder.

Was ist ein Gesellschaftsvertrag (lange Version)?

Ein Gesellschaftsvertrag ist das rechtliche Gründungsdokument einer Kapitalgesellschaft wie einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) oder Aktiengesellschaft (AG). Er legt fest, wie viele Anteile (Aktien) es gibt, wer diese Anteile hält, welche Rechte und Pflichten damit verbunden sind, und wie die Gesellschaft verwaltet wird. Die lange Version ist besonders umfangreich und richtet sich an professionelle Gründungen mit mehreren Gesellschaftern, verschiedenen Investoren-Klassen oder komplexeren Strukturen. Sie können diese Vorlage kostenlos als Word-Dokument herunterladen, mit Ihren Daten ausfüllen, online bearbeiten und als PDF speichern. Das Dokument muss vor der Registrierung von einem Notar beglaubigt werden.

Warum Sie diesen Vertrag brauchen

Ohne einen gültigen Gesellschaftsvertrag können Sie Ihre Gesellschaft nicht rechtlich gründen. Der Vertrag ist die Basis für die Eintragung ins Handelsregister und regelt, wie die Gesellschaft nach der Gründung funktioniert. Er schützt alle Beteiligten, indem er klare Regeln vorgibt: wer welche Anteile hat, wie Entscheidungen getroffen werden, wie Gewinne verteilt werden, und welche Rollen die Direktoren und Geschäftsführer einnehmen. Eine sorgfältig ausgefüllte lange Version ist besonders wichtig, wenn Sie externe Investoren einbeziehen, mehrere Gesellschafter haben oder geplant ist, später verschiedene Investoren-Klassen mit unterschiedlichen Rechten einzuführen. Dies vermeidet spätere Missverständnisse und rechtliche Konflikte und gibt Investoren Vertrauen in die Struktur Ihres Unternehmens.

Welche Variante passt zu Ihrer Situation?

Wenn Ihre Situation ist…Diese Vorlage verwenden
Für einfache GmbH-Gründungen mit wenigen Gesellschaftern ohne VorzugsaktienGesellschaftsvertrag – Kurze Version
Für Kapitalgesellschaften mit externen Investoren und mehreren AktienklassenGesellschaftsvertrag – Lange Version (mit Investor-Klauseln)
Wenn später Anteile zwischen Gesellschaftern übertragen werden sollenGesellschaftsvertrag – Anteils-Übertragungsvertrag
Ergänzungsdokument zum Gesellschaftsvertrag, dokumentiert die GründungssitzungGründungsprotokoll GmbH
Falls Ihre Gesellschaft einen Aufsichtsrat hat (z. B. bei AG)Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat
Um Rechte und Pflichten zwischen mehreren Investoren und Gründern zu regelnStakeholder-Agreement
Wenn ein Gesellschafter seine Anteile später an einen Dritten verkaufen möchteAnteilsverkaufsvertrag

Häufige Fehler vermeiden

❌ Zu viele oder zu wenige Aktien im autorisierten Kapital festlegen

Warum es wichtig ist: Eine zu niedrige Anzahl erschwert später Kapitalerhöhungen. Eine zu hohe Anzahl kann zu unangemessener Verwässerung führen.

Fix: Planen Sie konservativ für die nächsten 3–5 Jahre und legen Sie ein Kapital fest, das zukünftige Expansionen ermöglicht, ohne dass Sie den Vertrag ändern müssen.

❌ Positionen und Namen der Direktoren leer lassen

Warum es wichtig ist: Ohne benannte Direktoren kann das Unternehmen nicht handlungsfähig sein und die Registrierung wird verzögert.

Fix: Geben Sie die vollständigen Namen, Adressen und Titel aller Direktoren an, die bei der Gründung tätig werden.

❌ Jurisdiktion oder Gesetz nicht korrekt angeben

Warum es wichtig ist: Ein Fehler hier kann zu Ungültigkeit des Vertrags oder zu Unklarheiten bei der Registrierung führen.

Fix: Überprüfen Sie das maßgebende Gesetzbuch mit dem Handelsregister oder mit einem Anwalt und verwenden Sie die exakten Benennungen.

❌ Nicht regeln, wie viele Personen gemeinsam Anteile halten dürfen

Warum es wichtig ist: Ohne klare Grenzen entsteht Unsicherheit bei gemeinsamen Eigentümerschaften und Verwaltungsabläufen.

Fix: Festlegen, dass nicht mehr als drei Personen als gemeinsame Inhaber einer Aktie eingetragen werden dürfen (wie im Muster vorgegeben).

❌ Vorzugsaktien nicht von Stammaktien unterscheiden

Warum es wichtig ist: Wenn mehrere Investor-Klassen geplant sind, könnte dies zu rechtlicher Unklarheit und Streitigkeiten führen.

Fix: Definieren Sie explizit verschiedene Aktienklassen mit unterschiedlichen Rechten (Stimmrecht, Dividende, Rückkauf) und listen Sie diese im Kapitalabschnitt auf.

❌ Nicht mit einem Notar oder Anwalt überprüfen

Warum es wichtig ist: Fehler im Gründungsdokument können zur Ungültigkeit der Gesellschaft oder zu kostspieligen späteren Korrekturen führen.

Fix: Lassen Sie den fertigen Vertrag vor der notariellen Beglaubigung von einem auf Gesellschaftsrecht spezialisierten Anwalt oder Notar überprüfen.

Die 10 wichtigsten Klauseln, erklärt

Definitionen und Auslegungsbestimmungen

In einfacher Sprache: Legt grundlegende Begriffe fest, die im gesamten Vertrag verwendet werden, wie Gesetz, Tochtergesellschaft, Dividende, Steuerjahr und weitere zentrale Konzepte.

Beispielformulierung
"Gesetz" bezeichnet das Gesetz betreffend Gesellschaften mit beschränkter Haftung ([BUNDESLAND/STAAT]) in der jeweils gültigen Fassung; "Tochtergesellschaft" hat die Bedeutung, die dem Begriff "verbundende juristische Person" im Gesetz gegeben wird.

Häufiger Fehler: Nicht alle notwendigen Begriffe definieren, wodurch später Missverständnisse entstehen können.

Zweck und Befugnisse der Direktoren

In einfacher Sprache: Gibt den Direktoren das Recht, Vereinbarungen im Namen des Unternehmens zu treffen und Änderungen der Bedingungen zuzustimmen sowie Kosten der Gründung zu zahlen.

Beispielformulierung
Die Direktoren können von Zeit zu Zeit Vereinbarungen eingehen und durchführen, welche im Namen des Unternehmens gemacht werden, mit der vollen Befugnis, von Zeit zu Zeit Änderungen der Bedingungen dieser Vereinbarung zuzustimmen.

Häufiger Fehler: Zu enge Befugnisse der Direktoren festlegen, was später operative Entscheidungen blockiert.

Autorisiertes Kapital

In einfacher Sprache: Definiert die Gesamtmenge an Aktien, die das Unternehmen ausgeben darf, und gewährt den Direktoren die Befugnis, diese zu allokatieren.

Beispielformulierung
Der autorisierte Kapital des Unternehmens besteht aus [ANZAHL] Stammaktien ohne Nominal- oder Nennwert, mit der Befugnis, die Aktien in verschiedene Klassen zu unterteilen und/oder ihnen Vorzugs-, Stamm-, ausgeschobene oder qualifizierte Rechte zu geben.

Häufiger Fehler: Die Anzahl der Aktien zu niedrig festsetzen, wodurch späte Kapitalerhöhungen schwierig werden.

Allokation und Ausgabe von Aktien

In einfacher Sprache: Bestimmt, dass die Direktoren Aktien zu den Bedingungen ausgeben können, die sie für angemessen erachten, und dass gemeinsame Inhaber nicht mehr als drei Personen umfassen dürfen.

Beispielformulierung
Gemäß den Bedingungen der Vereinbarungen, die in Artikel [NUMMER] erwähnt werden, befinden sich die Aktien unter der Kontrolle der Direktoren, die diese jenen Personen zu jenen Geschäftsbedingungen zuteilen können, die sie als angemessen erachten.

Häufiger Fehler: Keine klare Regelung zur maximalen Anzahl gemeinsamer Inhaber, was später zu Rechtsunsicherheit führt.

Anerkennung des registrierten Inhabers

In einfacher Sprache: Legt fest, dass das Unternehmen den im Register eingetragenen Inhaber als absoluten Eigentümer behandelt und nicht für andere Ansprüche verantwortlich ist.

Beispielformulierung
Das Unternehmen hat das Recht, den registrierten Inhaber von Aktien als den absoluten Inhaber davon zu behandeln und ist daher nicht gezwungen, andere Ansprüche oder Interessen an solchen Anteilen einer anderen Person zu berücksichtigen.

Häufiger Fehler: Diese Klausel zu schwach zu formulieren, wodurch das Unternehmen später für Forderungen von Dritten haftet.

Aktienklassifizierung und Rechte

In einfacher Sprache: Ermöglicht es dem Unternehmen, verschiedene Klassen von Aktien (Stamm-, Vorzugsaktien) mit unterschiedlichen Rechten, Stimmrechten und Rückkauffähigkeiten zu schaffen.

Beispielformulierung
Der autorisierte Kapital besteht aus [ANZAHL] Stammaktien mit der Befugnis, die Aktien am Kapital in verschiedene Klassen zu unterteilen und/oder ihnen Vorzugs-, Stamm-, ausgeschobene oder qualifizierte Rechte oder Bedingungen zu geben, inklusive Einschränkungen des Stimmrechts.

Häufiger Fehler: Nicht alle geplanten Aktienklassen im Voraus zu definieren, was später zu Änderungen und Kosten führt.

Unterzeichnung von Aktienzertifikaten

In einfacher Sprache: Bestimmt, dass Aktienzertifikate vom Präsident, einem Direktor und dem Geschäftsführer unterzeichnet werden müssen und dass Unterschriften auch gedruckt oder graviert sein dürfen.

Beispielformulierung
Zertifikate der Inhaberschaft der Aktien müssen vom Präsident oder Vizepräsident, einem Direktor und entweder dem Geschäftsführer oder einem Assistenz-Geschäftsführer unterzeichnet werden. Die Unterschrift kann eingraviert, lithographiert oder gedruckt werden.

Häufiger Fehler: Nicht alle erforderlichen Unterzeichner anzugeben, wodurch Zertifikate ungültig werden könnten.

Recht auf Zertifikate

In einfacher Sprache: Gewährt jedem Mitglied das Recht auf ein oder mehrere Zertifikate für seine Aktien, wobei jedes Zertifikat eine oder mehrere Aktien vertreten kann.

Beispielformulierung
Jedes Mitglied hat das Recht auf ein Zertifikat für alle seine Aktien oder auf mehrere Zertifikate, von denen jedes für eine oder mehrere Aktien gilt.

Häufiger Fehler: Nicht zu regeln, ob ein Mitglied auf mehrere Zertifikate Anspruch hat, was zu Verwaltungsproblemen führt.

Beginn der Geschäftstätigkeit

In einfacher Sprache: Bestimmt, dass die Geschäfte des Unternehmens begonnen werden können, sobald die Direktoren es als bereit erachten, auch wenn nicht alle Aktien zugeteilt wurden.

Beispielformulierung
Das Geschäft des Unternehmens kann nach der Gründung begonnen werden, wenn die Direktoren es als bereit erachten, ungeachtet dessen, dass eventuell nur ein Teil der Aktien zugeteilt wurden.

Häufiger Fehler: Diese Flexibilität nicht vorzusehen, was Betriebsabläufe verzögert.

Zahlungsbefugnis der Direktoren

In einfacher Sprache: Ermöglicht es den Direktoren, Gründungskosten wie Registrierungsgebühren aus den Mitteln des Unternehmens zu zahlen.

Beispielformulierung
Die Direktoren können mit den Geldmitteln des Unternehmens alle ihre Ausgaben, die bei der Gründung oder Kreation entstehen, inklusive Registrierungsausgaben bezahlen.

Häufiger Fehler: Nicht explizit zu regeln, wer die Gründungskosten trägt, was später zu Streitigkeiten führt.

So füllen Sie sie aus

  1. 1

    Gründungsdatum eintragen

    Ersetzen Sie [DATUM] mit dem Tag, an dem der Vertrag wirksam wird (z. B. 15. Januar 2025).

    💡 Wählen Sie das Datum der notariellen Beglaubigung oder das geplante Registrierungsdatum.

  2. 2

    Namen und Adressen der Gründer eingeben

    Tragen Sie den Namen und die vollständige Geschäftsadresse jedes Gründers/jeder Partei ein. Ersetzen Sie alle Felder mit [NAME DES UNTERNEHMENS] und [VOLLSTÄNDIGE ADRESSE].

    💡 Nutzen Sie die exakte Registrierungsadresse, nicht die Postadresse.

  3. 3

    Bundesland/Staat und Gültigkeitsgesetze festlegen

    Ersetzen Sie [BUNDESLAND/STAAT] mit der Jurisdiktion, unter der die Gesellschaft gegründet wird (z. B. Bayern, Berlin). Wählen Sie das maßgebende Gesetz (z. B. GmbH-Gesetz für Deutschland).

    💡 Dies sollte mit der Eintragung im Handelsregister übereinstimmen.

  4. 4

    Autorisiertes Kapital definieren

    Geben Sie [ANZAHL] an — dies ist die Gesamtzahl der Stammaktien, die das Unternehmen ausgeben darf. Beispiel: 100.000 Stammaktien.

    💡 Planen Sie großzügig, um später Kapitalerhöhungen zu vermeiden.

  5. 5

    Prozentsätze und Schwellwerte eintragen

    Ersetzen Sie [PROZENTSATZ %] in der Klausel zu Restkaufverpflichtungen mit dem Wert, den Sie festlegen möchten (z. B. 10 %, 20 %).

    💡 Dies regelt, wie viel Schulden beim Kauf von Eigentum nicht überschritten werden darf.

  6. 6

    Artikel und Gesetznummern anpassen

    Aktualisieren Sie alle Verweise auf [ARTIKEL NUMMER] und [GESETZ IHRES LANDES] mit den korrekten Nummern aus Ihrem lokalen GmbH-Gesetz oder Ihrer Satzung.

    💡 Konsultieren Sie das lokale Handelsregisteramt oder einen Anwalt für die exakten Nummern.

  7. 7

    Vorstand und Geschäftsführung benennen

    Ergänzen Sie die Namen und Rollen der ersten Direktoren und Geschäftsführer, falls nicht bereits angegeben.

    💡 Diese können später in einem Gründungsprotokoll dokumentiert werden.

  8. 8

    Zur notariellen Beglaubigung einreichen

    Lassen Sie den fertigen Vertrag von einem Notar beurkunden, bevor Sie ihn einreichen.

    💡 Die notarielle Beglaubigung ist in Deutschland erforderlich und schützt beide Parteien.

Häufig gestellte Fragen

Muss ein Gesellschaftsvertrag notariell beglaubigt werden?

Ja, in Deutschland ist die notarielle Beglaubigung des Gesellschaftsvertrags eine zwingende Voraussetzung für die Eintragung ins Handelsregister. Ohne die Beglaubigung durch einen Notar wird die Gesellschaft nicht rechtsgültig. Sie müssen den Vertrag also vor Einreichung beim Handelsregister notariell beurkunden lassen.

Wie viele Gründer benötige ich mindestens für eine GmbH?

Für eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) benötigen Sie mindestens einen Gründer (Gesellschafter). Eine Einzelperson kann eine GmbH gründen. Für andere Gesellschaftsformen wie eine Kommanditgesellschaft (KG) benötigen Sie dagegen mindestens zwei Personen. Lesen Sie die Anforderungen für Ihre geplante Gesellschaftsform.

Kann ich den Gesellschaftsvertrag später ändern?

Ja, Änderungen am Gesellschaftsvertrag sind möglich, erfordern aber in der Regel einen Beschluss der Gesellschafterversammlung und müssen ebenfalls notariell beglaubigt werden. Je nach Art der Änderung sind unterschiedliche Mehrheitsquoren erforderlich (einfache Mehrheit, qualifizierte Mehrheit oder einstimmig). Konsultieren Sie Ihren Anwalt für spezifische Anforderungen.

Was ist der Unterschied zwischen Stammaktien und Vorzugsaktien?

Stammaktien geben dem Inhaber gleiches Stimmrecht und Gewinnbeteiligung pro Aktie. Vorzugsaktien können mit besonderen Rechten ausgestattet werden – z. B. höhere Dividende oder Rückkaufoption – haben aber oft eingeschränkte Stimmrechte. Dies ermöglicht es dem Unternehmen, externe Investoren mit bevorzugten Bedingungen aufzunehmen, ohne ihnen volle Kontrolle zu geben.

Kann ich den Gesellschaftsvertrag selbst ausfüllen oder sollte ich einen Anwalt einschalten?

Diese Vorlage kann als Ausgangspunkt dienen, besonders wenn Sie einfache Verhältnisse haben. Für komplexere Strukturen, mehrere Investoren oder spezielle Rechte (z. B. Vorzugsaktien, Veto-Rechte) sollten Sie einen auf Gesellschaftsrecht spezialisierten Anwalt hinzuziehen. Ein Anwalt stellt sicher, dass alle lokalen Anforderungen erfüllt sind und Ihre Interessen geschützt sind.

Wie lange ist ein Gesellschaftsvertrag gültig?

Ein Gesellschaftsvertrag bleibt so lange gültig, bis die Gesellschaft aufgelöst wird oder der Vertrag formell geändert wird. Es gibt keine zeitliche Begrenzung. Der Vertrag regelt die grundlegende Struktur der Gesellschaft dauerhaft, bis die Gesellschafterversammlung Änderungen beschließt.

Wer unterzeichnet den Gesellschaftsvertrag?

Der Gesellschaftsvertrag muss von allen Gründern/Gesellschaftern unterzeichnet werden. Die Unterschriften müssen authentisch sein, und danach muss der Vertrag von einem Notar beglaubigt werden. Der Notar wird ebenfalls eine Unterschrift leisten und das Dokument mit seiner Beglaubigung versehen.

Kann ich mehrere Klassen von Aktien in diesem Vertrag festlegen?

Ja, die lange Version des Gesellschaftsvertrags ermöglicht es ausdrücklich, das autorisierte Kapital in verschiedene Aktienklassen zu unterteilen (Stamm-, Vorzugs-, ausgeschobene Aktien). Sie können für jede Klasse unterschiedliche Rechte, Stimmrechte und Dividendenbedingungen festlegen. Dies ist besonders nützlich bei Investorengründungen.

Muss das autorisierte Kapital dem tatsächlich eingezahlten Kapital entsprechen?

Nein, das autorisierte Kapital ist die maximale Menge, die das Unternehmen ausgeben darf. Das tatsächlich eingezahlte Kapital kann geringer sein. Beispiel: autorisiertes Kapital 100.000 Stammaktien, aber nur 50.000 Aktien werden anfangs ausgegeben. Dies gibt dem Unternehmen Flexibilität für zukünftige Kapitalerhöhungen, ohne den Vertrag ändern zu müssen.

Im Vergleich zu Alternativen

vs Gesellschaftsvertrag – Kurze Version

Die kurze Version ist ideal für einfache Gründungen mit wenigen Gesellschaftern und ohne spezielle Klassen. Die lange Version bietet umfangreiche Regelungen für mehrere Investoren, verschiedene Aktienklassen und detaillierte Verwaltungsstrukturen. Wählen Sie die lange Version, wenn Sie externe Investoren erwarten oder komplexe Kapitalstrukturen brauchen.

vs Gesellschaftervertrag / Shareholder Agreement

Der Gesellschaftsvertrag ist das offizielle Gründungsdokument und regelt die grundlegende Struktur der Gesellschaft. Das Shareholder Agreement ist eine zusätzliche private Vereinbarung zwischen Gesellschaftern und kann Regelungen enthalten, die nicht in den Gesellschaftsvertrag gehören (z. B. Verkaufsoptionen, Anstellungskonditionen). Beide Dokumente können nebeneinander existieren.

vs GmbH-Gründungsprotokoll

Der Gesellschaftsvertrag ist das rechtliche Fundament. Das Gründungsprotokoll dokumentiert die tatsächliche Gründungssitzung (Beschlussfassung, Bestellung von Direktoren, Kapitaleinzahlungen). Das Protokoll ist eine Ergänzung zum Vertrag, nicht ein Ersatz.

vs Geschäftsordnung für den Vorstand

Der Gesellschaftsvertrag legt die grundlegende Struktur und Aktienrechte fest. Die Geschäftsordnung für den Vorstand regelt die internen Prozesse und Entscheidungsabläufe des Managements. Beide sind notwendig: Der Vertrag für rechtliche Validität, die Geschäftsordnung für operative Effizienz.

Branchenspezifische Hinweise

Finanzdienstleistungen

Komplexe Regelungen zu verschiedenen Aktienklassen und Investor-Rechten sind in diesem Sektor kritisch für die Einhaltung aufsichtsrechtlicher Anforderungen.

Technologie und Startups

Long-Form-Verträge ermöglichen mehrere Runden von Risikokapitalfinanzierung mit unterschiedlichen Investor-Klassen und Veto-Rechten.

Immobilienwirtschaft

Detaillierte Kapitalstruktur-Regelungen sind erforderlich, um komplexe Eigentumsverhältnisse und Gewinnverteilungen zwischen Partnern zu regeln.

Mittelständische Produktion

Gesellschaftsverträge mit langfristigen Regelungen zu Generationswechsel und Erbfolge schützen Familien-Unternehmen.

Rechts- und Beratungsunternehmen

Professionelle Strukturen mit klaren Direktionskompetenzen und Partner-Rechten sind unverzichtbar für Kanzleien und Beratungen.

Private-Equity und Investmentgesellschaften

Diese Vorlage unterstützt Multi-Klassen-Strukturen und komplexe Verwaltungsrechte für professionelle Investoren.

Hinweise zur Rechtsprechung

Dieser Gesellschaftsvertrag folgt dem Gesetz über die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbH-Gesetz) und ist für alle deutschen Bundesländer gültig. Beachten Sie, dass das Handelsregister beim Amtsgericht vor Ort die abschließende Kontrolle übernimmt. Notarielle Beglaubigung ist erforderlich.

In Österreich regelt das Unternehmensgesetzbuch (UGB) und das GmbH-Gesetz die Gründung. Dieser Vertrag kann als Vorlage dienen, muss aber an österreichische Anforderungen angepasst werden (z. B. andere Gesellschaftsformen, Registrierungsanforderungen). Konsultieren Sie einen österreichischen Notar.

In der Schweiz regelt das Obligationenrecht (OR) Gesellschaften. Schweizer GmbHs haben andere Strukturen als deutsche oder österreichische. Dieser Vertrag kann nicht direkt verwendet werden; Sie benötigen ein nach Schweizer Recht angepasstes Dokument und die Eintragung ins Handelsregister.

Vorlage oder Anwalt — was passt?

WegAm besten fürKostenZeit
Vorlage verwendenEinfache Einzelgründung oder Zwei-Personen-GmbH mit standardmäßiger Kapitalstruktur und ohne externe Investoren.€0–50 (Vorlagenpreis + Notargebühren ca. €100–300)2–3 Tage zum Ausfüllen und zur notariellen Beglaubigung
Vorlage + RechtsprüfungMehrere Gesellschafter mit unterschiedlichen Anteilen oder geplante Investorenfinanzierung; Sie möchten aber die Basis selbst vorbereiten.€200–500 (Vorlage + anwaltliche Überprüfung)5–7 Tage (Selbstausfüllen + anwaltliche Überarbeitung + Beglaubigung)
MaßgeschneidertKomplexe Multi-Klassen-Struktur, internationale Gründer, oder Gesellschaftsform mit speziellen Anforderungen (z. B. Genossenschaft, Stiftung).€1.000–3.000+ (anwaltlich vollständig maßgeschneidert)2–4 Wochen inklusive Beratung, Drafting, Überarbeitungen und Beglaubigung

Glossar

Gesellschaftsvertrag
Gründungsurkunde, die die rechtliche Struktur, das Kapital, die Anteile und die Verwaltungsregeln einer Kapitalgesellschaft festlegt.
Stammaktie
Standardaktie mit gleichem Stimmrecht und Gewinnbeteiligungsrecht für jeden Anteil.
Vorzugsaktie
Spezielle Aktienklasse mit bevorzugten Rechten (z. B. höhere Dividende) aber oft mit eingeschränktem Stimmrecht.
Autorisiertes Kapital
Die maximale Summe Kapital, die die Gesellschaft ausgeben darf, ohne den Vertrag zu ändern.
Stimmrecht
Das Recht eines Aktionärs, bei Gesellschafterversammlungen abzustimmen und Entscheidungen zu beeinflussen.
Tochtergesellschaft
Eine andere Gesellschaft oder Unternehmen, das überwiegend von dieser Gesellschaft kontrolliert wird.
Dividende
Gewinnbeteiligung oder Bonus, die an die Aktionäre aus den Unternehmensgewinnen ausgeschüttet wird.
Vorstand / Direktor
Die Person(en), die das Unternehmen verwalten und Geschäfte im Namen der Gesellschaft tätigen.
Registrator
Behörde oder Person, die das Mitgliedsregister führt und die Anteile der Gesellschafter dokumentiert.
Aktienzertifikat
Urkunde, die den Besitz von Aktien bescheinigt und von den Direktoren unterzeichnet werden muss.
Pfandrecht
Sicherungsrecht einer Person an Eigentum, Einkommen oder Gewinnen, das nicht dem Eigentümer gehört.
Geschäftsführer
Die Person(en), die die operativen Aufgaben und die Verwaltung der Gesellschaft übernimmt.

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