Darlehensvertrag

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FreiDarlehensvertrag

Auf einen Blick

Was es ist
Ein Darlehensvertrag ist eine rechtlich bindende Vereinbarung zwischen einem Darlehensgeber und einem Darlehensnehmer über die Bedingungen eines Darlehens. Dieses Dokument regelt die Darlehenssumme, die Rückzahlungsbedingungen, die Zinsen und weitere Gebühren. Sie erhalten die Vorlage als kostenlosen Word-Download, den Sie online bearbeiten und als PDF exportieren können.
Wann Sie es brauchen
Sie benötigen einen Darlehensvertrag, wenn Sie Geld an eine Person oder ein Unternehmen verleihen oder Geld leihen möchten und die Bedingungen schriftlich festgehalten werden sollen. Das Dokument ist besonders wichtig, wenn mehrere Kreditgeber oder Kreditnehmer beteiligt sind, um Missverständnisse zu vermeiden und rechtliche Klarheit zu schaffen.
Was enthalten ist
Der Vertrag enthält Abschnitte zur Darlehensaufschlüsselung (Betrag, Gebühren, Finanzierungskosten), zum Zahlungsversprechen, zu den monatlichen Rückzahlungsraten mit festgelegten Terminen, zur Vorabzahlung mit Rückerstattung ungenutzter Gebühren und zum Säumniszuschlag bei verspäteten Zahlungen.

Was ist eine Vorlage Darlehensvertrag?

Ein Darlehensvertrag ist eine rechtlich bindende Vereinbarung zwischen einem Darlehensgeber und einem Darlehensnehmer. Dieses Dokument regelt die Bedingungen eines Darlehens – also die Summe, die Rückzahlungsmodalitäten, die Zinsen und weitere Gebühren. Der Vertrag schützt beide Parteien, indem er klare Erwartungen schriftlich festhält und rechtliche Klarheit bietet. Sie erhalten die Vorlage als kostenlosen Word-Download, den Sie online bearbeiten und als PDF exportieren können. Der Vertrag ist sofort einsatzbereit und kann an Ihre spezifischen Bedingungen angepasst werden.

Warum Sie dieses Dokument brauchen

Ein schriftlicher Darlehensvertrag schützt Sie vor teuren Missverständnissen und rechtlichen Problemen. Ohne Dokumentation kann es zu Streitigkeiten über den Betrag, die Rückzahlungsfrist oder die Zinsen kommen – besonders, wenn Familie oder Freunde beteiligt sind. Ein formaler Vertrag zeigt, dass die Partei das Darlehen ernst nimmt und bereit ist, die vereinbarten Bedingungen einzuhalten. Im Falle eines Zahlungsausfalls ist ein unterzeichneter Darlehensvertrag ein starkes Rechtsmittel, das Sie vor Gericht durchsetzen können. Für Unternehmen ist ein Darlehensvertrag zudem wichtig für die Buchführung und Steuererklärung – er dokumentiert den Geschäftsbetrieb und ermöglicht es Ihnen, die Transaktion korrekt zu erfassen.

Welche Variante passt zu Ihrer Situation?

Wenn Ihre Situation ist…Diese Vorlage verwenden
Darlehen zwischen Familienmitgliedern, Freunden oder Bekannten ohne UnternehmensstrukturDarlehensvertrag – Privatperson zu Privatperson
Darlehen zwischen zwei Geschäftsentitäten mit Gewinnabsicht oder GeschäftsbeziehungDarlehensvertrag – Unternehmen zu Unternehmen
Darlehen mit Pfandrecht auf Immobilie, Fahrzeug oder anderen SicherheitenDarlehensvertrag – mit besicherten Vermögenswerten
Vertrauliche Darlehen, bei denen beide Parteien die Bedingungen nicht offenbaren dürfenDarlehensvertrag – mit Geheimhaltungsklausel
Darlehen mit variabler Rückzahlungsrate oder möglichem Aufschub bei ZahlungsschwierigkeitenDarlehensvertrag – mit flexiblen Rückzahlungsbedingungen
Darlehen für Immobilienerwerb oder Renovationen mit längeren Laufzeiten (5–20 Jahre)Darlehensvertrag – langfristiges Baudarlehen

Häufige Fehler vermeiden

❌ Ungenauigkeit bei Zahlungsterminen oder Raten

Warum es wichtig ist: Wenn Terminde unklar sind, entstehen Missverständnisse und der Kreditgeber kann möglicherweise nicht durchsetzen, dass Zahlungen rechtzeitig erfolgen.

Fix: Geben Sie jeden Termin explizit an (z. B. ‚jeden 5. des Monats') und berechnen Sie alle Raten vor Unterzeichnung neu.

❌ Fehlende oder widersprüchliche Zinssätze und Gebühren

Warum es wichtig ist: Dies führt zu Streitigkeiten über die Gesamtschuld und kann den Vertrag umdurchsetzbar machen, wenn Zahlen nicht passen.

Fix: Erstellen Sie eine detaillierte Aufschlüsselung (Hauptbetrag + Zins + Gebühren = Gesamtsumme) und lassen Sie diese von beiden Parteien bestätigen.

❌ Zu milde oder fehlende Strafbestimmungen

Warum es wichtig ist: Ohne klare Konsequenzen für verspätete Zahlungen verliert der Kreditgeber den Anreiz für Disziplin und kann Zahlungsausfälle nicht wirksam sanktionieren.

Fix: Definieren Sie klare Säumniszuschläge (z. B. 2 % pro Monat Verzug) und Kündigungsrechte nach wiederholtem Zahlungsausfall.

❌ Keine Klausel zum Umgang mit Refinanzierung oder Vorabzahlung

Warum es wichtig ist: Der Kreditnehmer kann überraschend früh abbezahlen und ungerechtfertigte Gebühren ablehnen, oder der Kreditgeber verliert Zinseinnahmen ohne klare Rückerstattung.

Fix: Regeln Sie explizit, ob Vorabzahlungen zulässig sind, und wie ungenutzten Gebühren berechnet und erstattet werden (z. B. nach Rule of 78).

❌ Unklare Verantwortung bei mehreren Kreditnehmern

Warum es wichtig ist: Mehrere Unterzeichner können streiten, wer für wie viel haftet – der Kreditgeber kann am Ende nur einen erreichen und Ausfälle tragen.

Fix: Schreiben Sie deutlich auf, dass jeder Kreditnehmer gesamtschuldnerisch und unbeschränkt für die volle Schuld haftet (nicht nur anteilig).

❌ Fehlende oder vage Sicherheitsbestimmungen

Warum es wichtig ist: Wenn das Darlehen besichert sein soll, aber das Pfandrecht nicht angemeldet oder nicht genau beschrieben ist, kann der Kreditgeber die Sicherheit im Krisenfall nicht verwerten.

Fix: Beschreiben Sie die Sicherheit genau (Adresse, Katasterzahl, Fahrzeugidentnummer) und regeln Sie ihre Anmeldung beim Grundbuch oder KFZ-Register.

Die 9 wichtigsten Klauseln, erklärt

Zahlungsversprechen

In einfacher Sprache: Der Darlehensnehmer verpflichtet sich, den Gesamtdarlehensbetrag plus Zinsen und Gebühren innerhalb der vereinbarten Frist zurückzuzahlen.

Beispielformulierung
Der Darlehensnehmer verspricht, dem Darlehensgeber die Summe von [BETRAG] sowie die unten aufgeführten Zinsen und anderen Gebühren innerhalb von [NUMMER] Monaten ab [DATUM] zu bezahlen.

Häufiger Fehler: Ungenauigkeit beim Betrag oder fehlende Spezifizierung des Zeitraums – dies führt zu Unklarheiten bei der Fälligkeit und kann Streitigkeiten verursachen.

Aufschlüsselung des Darlehens

In einfacher Sprache: Eine detaillierte Übersicht der Gesamtkreditkosten, einschließlich Darlehensbetrag, Gebühren, Finanzierungskosten und Summe der Zahlungen.

Beispielformulierung
Darlehensbetrag: [BETRAG] Euro; Finanzierungsgebühr: [BETRAG] Euro; Summe der Zahlungen: [BETRAG] Euro; Jährliche Rate: [PROZENT] Prozent.

Häufiger Fehler: Fehlende oder falsch berechnete Gebühren – können später zu Konflikten über die Gesamtschuld führen und Vertrauen beschädigen.

Rückzahlung

In einfacher Sprache: Legt fest, wie oft und in welcher Höhe der Darlehensnehmer Zahlungen leisten muss, einschließlich Startdatum und Enddatum.

Beispielformulierung
Der Darlehensnehmer wird den Betrag in [NUMMER] gleichen, ununterbrochenen, monatlichen Raten von [BETRAG] Euro, jeweils am [ORDINALZAHL] Tag eines jeden Monats, beginnend zum [STARTDATUM] und endend am [ENDDATUM], zurückbezahlen.

Häufiger Fehler: Mehrdeutigkeit beim Zahlungstermin oder Zahlungsbetrag – führt zu verpassten oder falschen Zahlungen und rechtlichen Problemen.

Vorabzahlung

In einfacher Sprache: Bestimmt, dass der Darlehensnehmer das Darlehen vor Fälligkeit ganz oder teilweise zurückzahlen kann, meist mit Rückerstattung ungenutzter Gebühren.

Beispielformulierung
Der Darlehensnehmer hat das Recht, den gesamten ausstehenden Betrag jederzeit vorabzubezahlen. Wird das Darlehen refinanziert, erstattet der Darlehensgeber die nicht verdiente Finanzierungsgebühr nach [REGEL].

Häufiger Fehler: Klausel fehlt oder ist zu ungenau – der Kreditnehmer kann nicht vorabzahlen, ohne in Gebühren verwickelt zu werden.

Säumniszuschlag

In einfacher Sprache: Definiert Strafen oder zusätzliche Gebühren, die fällig werden, wenn der Darlehensnehmer eine Zahlung verspätet oder nicht leistet.

Beispielformulierung
Bei verspäteter Zahlung fällt ein Säumniszuschlag von [PROZENT] Prozent pro Monat oder [BETRAG] Euro pro überfalligem Zahlungszeitraum an.

Häufiger Fehler: Fehlende oder zu milde Strafbestimmungen – dies reduziert die Anreize für pünktliche Zahlungen und schwächt die Durchsetzbarkeit des Vertrags.

Verantwortung bei mehreren Kreditnehmern

In einfacher Sprache: Falls mehrere Parteien als Kreditnehmer unterzeichnen, sind alle einzeln für die vollständige Rückzahlung des gesamten Betrags verantwortlich.

Beispielformulierung
Wenngleich diese Vereinbarung von mehr als einer Person unterzeichnet werden kann, versteht jeder Darlehensnehmer, dass er als Einzelperson für die Rückzahlung des vollen Betrages verantwortlich ist.

Häufiger Fehler: Unzureichende Klarheit über Mitverantwortung – kann zu Konflikten zwischen Kreditnehmern führen oder den Gläubiger verwirren.

Geltungsbereich und Rechtsprechung

In einfacher Sprache: Gibt an, in welche Rechtsordnung (z. B. deutsches Recht) das Darlehen fällt und wo Streitigkeiten gelöst werden.

Beispielformulierung
Diese Vereinbarung unterliegt den Gesetzen der Bundesrepublik Deutschland und wird nach deutschem Recht ausgelegt. Jede Klage oder Schiedsverfahren findet in [GERICHTSORT] statt.

Häufiger Fehler: Fehlende oder widersprüchliche Rechtsangaben – dies erschwert die Durchsetzung und kann zu Kosten bei Unklarheiten führen.

Sicherheiten und Pfandrecht

In einfacher Sprache: Optional: Beschreibt, welche Vermögenswerte als Sicherheit für das Darlehen dienen und wie der Gläubiger diese im Falle des Ausfalls verwertbar hat.

Beispielformulierung
Der Darlehensnehmer erklärt sich hiermit einverstanden, dass [BESCHREIBUNG DES VERMÖGENSWERTS] als Sicherheit für diese Schuldverschreibung dient. Im Falle eines Zahlungsausfalls hat der Darlehensgeber das Recht, diese Sicherheit zu verwerten.

Häufiger Fehler: Unvollständige Beschreibung der Sicherheit oder fehlende Registrierung – kann die Durchsetzbarkeit des Pfandrechts gefährden.

Kündigungsrecht

In einfacher Sprache: Regelt unter welchen Umständen eine Partei das Darlehen vor Ablauf der Laufzeit beenden oder kündigen kann.

Beispielformulierung
Der Darlehensgeber hat das Recht, das Darlehen sofort zu kündigen, wenn der Darlehensnehmer zwei aufeinanderfolgende Zahlungen nicht leistet oder [WEITERE BEDINGUNGEN].

Häufiger Fehler: Zu enge oder fehlende Kündigungsbestimmungen – können zu unflexiblen oder unfairenBedingungen im Krisenfall führen.

So füllen Sie sie aus

  1. 1

    Namen und Adressen eintragen

    Ergänzen Sie die vollständigen Namen und Adressen des Darlehensgebers und des Darlehensnehmers. Falls eine Partei ein Unternehmen ist, geben Sie den Namen, die Rechtsform und die Gründungsbehörde (z. B. Amtsgericht München) an.

    💡 Prüfen Sie die Schreibweise genau – Fehler bei Namen oder Adressen können die Durchsetzbarkeit beeinträchtigen.

  2. 2

    Darlehensbetrag und Gebühren festlegen

    Tragen Sie den Darlehensbetrag (z. B. 50.000 Euro), die Finanzierungsgebühr (einmalig), den Zinssatz und die Summe aller Zahlungen ein. Berechnen Sie diese Summen sorgfältig, um Fehler zu vermeiden.

    💡 Nutzen Sie einen Taschenrechner oder eine Vorlage, um die Gesamtsumme und monatlichen Raten korrekt zu berechnen.

  3. 3

    Rückzahlungsplan definieren

    Geben Sie die Anzahl der monatlichen Raten, die Höhe jeder Rate und das Startdatum sowie das Enddatum an. Beispiel: 60 Monate, 1.000 Euro pro Monat, Beginn 01.06.2025, Ende 31.05.2030.

    💡 Stellen Sie sicher, dass die monatliche Rate und die Laufzeit mathematisch korrekt sind und zu der Gesamtschuld passen.

  4. 4

    Zinssatz und Säumniszuschlag eintragen

    Definieren Sie den jährlichen Zinssatz (z. B. 5 %) und die Strafe bei verspäteten Zahlungen (z. B. 2 % pro Monat oder eine pauschale Gebühr). Achten Sie auf lokale Rechtsvorschriften zur Zulässigkeit von Strafzinsen.

    💡 In Deutschland ist eine Obergrenze für Strafzinsen zu beachten – konsultieren Sie bei hohen Zinsen einen Anwalt.

  5. 5

    Vorabzahlungsklausel und Refinanzierung regeln

    Entscheiden Sie, ob der Kreditnehmer das Darlehen vorzeitig abbezahlen darf, und ob Gebühren für ungenutzten Zinsen erstattet werden (z. B. nach der Rule of 78). Tragen Sie die Erstattungsregel ein.

    💡 Eine großzügige Vorabzahlungsklausel macht das Darlehen für den Kreditnehmer attraktiver, kann aber die Einnahmen des Gläubigers reduzieren.

  6. 6

    Sicherheiten und Pfandrecht eintragen (optional)

    Falls das Darlehen durch Vermögenswerte besichert ist (z. B. Immobilie, Fahrzeug), beschreiben Sie diese detailliert und regeln Sie das Pfandrecht. Beispiel: ‚1. Hypothek auf das Einfamilienhaus in [ADRESSE]'.

    💡 Besicherte Darlehen bieten dem Gläubiger mehr Schutz, erfordern aber zusätzliche rechtliche Formalitäten (z. B. Grundschuldbrief beim Notar).

  7. 7

    Kündigungsrechte und Abschlussklauseln hinzufügen

    Definieren Sie unter welchen Bedingungen jede Partei das Darlehen beenden kann (z. B. nach zwei versäumten Zahlungen), und fügen Sie allgemeine Klauseln hinzu (Änderungen bedürfen schriftlicher Zustimmung, etc.).

    💡 Kündigungsbestimmungen sollten fair sein – zu streng können den Kreditnehmer abschrecken, zu locker schwächen den Schutz des Gläubigers.

  8. 8

    Unterschriften und Zeugen

    Lassen Sie den Vertrag von beiden Parteien unterzeichnen und datieren. Für hohe Beträge oder Sicherheiten empfiehlt es sich, zwei unabhängige Zeugen zur Unterschrift zu bitten und diese ebenfalls unterschreiben zu lassen.

    💡 Bewahren Sie eine beglaubigte Kopie auf – im Falle von Streitigkeiten ist ein Original oder eine notariell beglaubigte Kopie als Beweis hilfreich.

Häufig gestellte Fragen

Brauche ich einen Anwalt, um einen Darlehensvertrag zu erstellen?

Für einfache, kleinere Darlehen zwischen bekannten Parteien kann eine Vorlage ausreichend sein. Für hohe Beträge, Sicherheiten oder komplexe Bedingungen empfiehlt sich eine rechtliche Prüfung durch einen Anwalt. Ein Anwalt kann sicherstellen, dass der Vertrag nach lokalem Recht gültig ist und Sie vor versteckten Risiken schützt.

Welche Zinssätze sind in Deutschland zulässig?

In Deutschland unterliegen Darlehenszinsen keiner gesetzlichen Obergrenze – die Parteien können jeden Zinssatz frei vereinbaren. Allerdings können extrem hohe Zinsen von einem Gericht als sittenwidrig angesehen werden. Für Geschäftsdarlehen gibt es weniger Schutz als für Verbraucherkredite. Im Zweifelsfall sollten Sie einen Anwalt konsultieren, um sicherzustellen, dass Ihre Zinsklausel rechtlich haltbar ist.

Was ist der Unterschied zwischen einem Darlehensvertrag und einem Kreditvertrag?

Ein Darlehensvertrag ist eine private Vereinbarung zwischen zwei Parteien (z. B. Familie, Freunde, Unternehmen) und wird oft ohne Formalitäten erstellt. Ein Kreditvertrag ist ein von einer Bank oder Finanzinstitution gewährter Kredit und unterliegt strikteren regulatorischen Anforderungen. Diese Vorlage eignet sich für private oder unternehmensinternal Darlehen, nicht für Bankkredite.

Kann ich den Vertrag ändern, nachdem beide Parteien unterschrieben haben?

Änderungen nach Unterzeichnung erfordern die schriftliche Zustimmung beider Parteien. Ohne schriftliche Änderung bleibt der ursprüngliche Vertrag gültig. Alle Änderungen sollten als schriftliche Ergänzung (Additum) unterschrieben werden, um Konflikte zu vermeiden.

Was passiert, wenn der Kreditnehmer nicht zahlt?

Der Kreditgeber kann den Kreditnehmer zunächst schriftlich zur Zahlung auffordern (Mahnschreiben). Falls keine Zahlung erfolgt, kann der Kreditgeber Klage einreichen. Mit einem unterzeichneten Darlehensvertrag hat der Kreditgeber eine starke Beweisposition. Bei besicherten Darlehen kann der Kreditgeber die Sicherheit verwerten (z. B. Haus verkaufen, Fahrzeug beschlagnahmen).

Ist eine notarielle Beglaubigung erforderlich?

Eine notarielle Beglaubigung ist nicht gesetzlich erforderlich, macht den Vertrag aber stärker. Ein notariell beglaubigter Vertrag kann direkt vollstreckt werden, ohne dass der Kreditgeber zuerst Klage erheben muss. Für hohe Beträge oder Sicherheiten (z. B. Hypothek auf Immobilien) ist Notarialisierung stark empfohlen. Sie können diese Vorlage selbst unterzeichnen, sollten sie aber von einer unabhängigen Person beglaubigen lassen.

Kann ein Darlehensvertrag vor Gericht durchgesetzt werden?

Ja, ein schriftlich unterzeichneter Darlehensvertrag ist eine rechtsgültige Vereinbarung und kann vor Gericht durchgesetzt werden. Der Kreditgeber kann Klage erheben, um die ausstehenden Zahlungen einzufordern. Notariell beglaubigte Verträge bieten zusätzlichen rechtlichen Schutz und können unter bestimmten Bedingungen direkt vollstreckt werden.

Wie lange ist ein Darlehensvertrag gültig?

Ein Darlehensvertrag bleibt gültig, bis der Kreditnehmer die volle Schuld erstattet hat. Nach Beendigung des Darlehens sollten beide Parteien eine schriftliche Bestätigung unterzeichnen, dass die Schuld beglichen ist. Diese Bestätigung schützt den Kreditnehmer vor späteren Forderungen und gibt Klarheit für Bankkonten und Kreditauskünfte.

Sollte ich Sicherheiten für das Darlehen verlangen?

Sicherheiten sind optional, aber empfohlen, besonders bei hohen Beträgen oder unbekannten Kreditnehmern. Sie können Immobilien (Hypothek), Fahrzeuge, Bankkonten oder andere Vermögenswerte als Sicherheit eintragen. Im Falle eines Zahlungsausfalls kann der Kreditgeber diese Sicherheiten verwerten. Besicherte Darlehen erfordern notarielle Formalitäten und zusätzliche Kosten.

Im Vergleich zu Alternativen

vs Kreditvertrag mit Bank

Ein Bankenkreditvertrag ist streng reguliert und von einem Finanzinstitut vorgegeben; diese Darlehensvorlage ist für private oder unternehmens-interne Vereinbarungen gedacht. Bankkredite bieten standardisierte Schutzmaßnahmen, sind aber weniger flexibel und teurer. Privat-Darlehen sind flexibler, erfordern aber mehr Eigenverantwortung bei Rechtssicherheit und Dokumentation.

vs Schuldschein

Ein Schuldschein ist ein einfacheres, oft mündliches oder handschriftliches Dokument, das ein Darlehen bestätigt; ein Darlehensvertrag ist eine ausführliche, rechtlich bindende Vereinbarung. Schuldscheine reichen für kleine, informelle Darlehen aus, aber dieser Vertrag ist notwendig für höhere Beträge, Zinsen, Gebühren und Sicherheiten.

vs Kreditlinie oder Betriebsmittelkredit

Eine Kreditlinie ist ein von einer Bank verwalteter, flexibler Kreditrahmen, von dem der Kreditnehmer jederzeit abheben kann. Ein Darlehen mit dieser Vorlage ist eine feststehende Summe mit festen Bedingungen. Kreditlinien sind flexibler, aber teurer; Darlehen sind für festgelegte Projekte oder Investitionen geeignet.

vs Anleihe oder Schuldverschreibung

Eine Anleihe ist eine öffentlich ausgegebene Schuld für große Beträge und viele Investoren; ein Darlehensvertrag ist eine private Vereinbarung zwischen zwei Parteien. Anleihen werden an der Börse gehandelt und sind hochkomplex; diese Vorlage ist für einfachere, bilaterale Transaktionen gedacht.

Branchenspezifische Hinweise

Finanzen und Bankwesen

Darlehensgeber und -nehmer in diesem Sektor verwenden diese Vorlage für interne Finanzierungen zwischen Abteilungen oder zur Dokumentation von Geschäftskrediten.

Immobilienwirtschaft

Immobilienunternehmen nutzen Darlehensverträge zur Finanzierung von Grundstückkäufen und Renovierungen oder vergeben Darlehen an Projektpartner.

Kleine und mittlere Unternehmen (KMU)

KMU greifen auf Darlehen von Geschäftspartnern, Gesellschaftern oder Familie zurück, um Betriebskosten oder Investitionen zu finanzieren.

Startup und Unternehmertum

Landwirtschaft

Landwirte benötigen Darlehen für Maschinenankauf oder Betriebsmittel und dokumentieren diese mit Darlehensverträgen gegenüber Privatinvestoren.

Freiberufler und Einzelunternehmer

Freiberufler verwenden diese Vorlage, um Geschäftskredite zu formalisiieren oder Lieferantenkredite auf dem Papier zu sichern.

Hinweise zur Rechtsprechung

Dieser Vertrag entspricht deutschem Recht (BGB — Bürgerliches Gesetzbuch). Darlehen zwischen Privaten und Unternehmen unterliegen teilweise unterschiedlichen Vorschriften; konsultieren Sie einen Anwalt für Verbraucherschutzbestimmungen.

In Österreich (ABGB — Allgemeines Bürgerliches Gesetzbuch) gelten ähnliche Grundsätze, aber die Zinsberechnung und Pfandrechtanforderungen können unterschiedlich sein. Eine Anpassung durch einen österreichischen Anwalt wird empfohlen.

In der Schweiz (ZGB — Zivilgesetzbuch) gelten andere Formvorschriften für besicherte Darlehen. Für Schweizer Darlehen sollte diese Vorlage von einem Schweizer Anwalt überprüft und angepasst werden.

Vorlage oder Anwalt — was passt?

WegAm besten fürKostenZeit
Vorlage verwendenDarlehen unter 50.000 Euro zwischen vertrauten Parteien ohne Sicherheiten und einfachen Bedingungen.0–50 Euro (Vorlage)1–2 Stunden (ausfüllen und unterschreiben)
Vorlage + RechtsprüfungDarlehen 50.000–200.000 Euro mit Sicherheiten oder mehreren Kreditnehmern, bei denen Sie Rechtssicherheit mit moderaten Kosten suchen.500–1.500 Euro (Anwaltsbrief, Überprüfung)3–5 Tage (Anwalt prüft und gibt Feedback)
MaßgeschneidertKomplexe Darlehen über 200.000 Euro, mit Sicherheiten auf Immobilien, mehreren Bedingungen oder internationalen Parteien.1.500–5.000+ Euro (vollständige Neuerstellung)2–4 Wochen (Anwalt setzt ganz von Grund auf auf)

Glossar

Darlehensgeber
Die Person oder das Unternehmen, die das Geld zur Verfügung stellt.
Darlehensnehmer
Die Person oder das Unternehmen, die das Geld erhält und zu vereinbarten Bedingungen zurückzahlen muss.
Schuldverschreibung
Ein Dokument, das die Schuld und die Rückzahlungsverpflichtung des Kreditnehmers bestätigt.
Finanzierungsgebühr
Eine einmalige Gebühr, die der Kreditnehmer für die Bereitstellung des Darlehens zahlt.
Zinssatz
Der Prozentsatz des Darlehensbetrag, den der Kreditnehmer zusätzlich zahlt.
Rückzahlungsplan
Ein Zeitplan, der festlegt, wann und in welcher Höhe der Kreditnehmer das Darlehen zurückzahlen muss.
Vorabzahlung
Das Recht des Kreditnehmers, das Darlehen vor Ablauf der vereinbarten Laufzeit vollständig zurückzuzahlen.
Säumniszuschlag
Eine zusätzliche Gebühr oder Strafzins, die fällig wird, wenn der Kreditnehmer eine Zahlung verspätet.
Geheimhaltungsklausel
Eine Vertragsbestimmung, die beide Parteien verpflichtet, die Bedingungen des Darlehens vertraulich zu behandeln.
Refinanzierung
Der Prozess, bei dem ein bestehendes Darlehen durch ein neues ersetzt wird.
Ungläubig gemachte Gebühr
Der Anteil der Finanzierungsgebühr, der dem Kreditnehmer zurückerstattet wird, wenn er das Darlehen vorzeitig abbezahlt.
Rule of 78
Eine häufig verwendete mathematische Formel zur Berechnung von Rabatt auf ungenutzten Zinsen und Gebühren bei Vorabzahlung.

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