Checkliste - Entwurf von Lizenzverträgen für Vermarktung

Kostenloser Download • Als Vorlage verwenden • Drucken oder teilen

4 seiten15–20 min zum VerwendenSchwierigkeit: Standard
Mehr erfahren ↓
FreiCheckliste - Entwurf von Lizenzverträgen für Vermarktung

Auf einen Blick

Was es ist
Diese Checkliste ist ein systematisches Arbeitsblatt für den Entwurf von Lizenzverträgen im Kontext von Vermarktung und Produktvertrieb. Sie listet alle wesentlichen Punkte auf, die in einer vollständigen Lizenzvereinbarung zu berücksichtigen sind – von der Identifizierung der Parteien über die Definition von Rechten und Gebieten bis zur Regelung von Vergütung, Aufbewahrung und Garantien. Der kostenlose Word-Download ermöglicht eine schnelle und strukturierte Vorbereitung vor Anwaltskontakt.
Wann Sie es brauchen
Sie benötigen diese Checkliste, wenn Sie Lizenzen für geistiges Eigentum (Produkte, Marken, Verfahren) an Partner oder Distributoren vergeben möchten. Sie ist besonders wertvoll, wenn Sie zum ersten Mal einen Lizenzvertrag verhandeln oder sicherstellen möchten, dass keine kritischen Punkte übersehen werden. Auch bei der Überprüfung von Vertragsvorschlägen des Lizenznehmers hilft die Checkliste, Lücken zu erkennen.
Was enthalten ist
Die Checkliste ist in Rubriken gegliedert: Parteiendaten und Grundbesitz, Lizenzart und Gebietsabgrenzung, Vergütung und Gebührenmodelle, Aufbewahrung und Prüfung, sowie Erklärungen und Garantien. Jede Rubrik enthält konkrete Unterpunkte, die Sie durchgehen und in Ihrem Vertrag klären müssen – etwa die Unterscheidung zwischen exklusiven und nicht-exklusiven Lizenzen, die Definition von Nettoverkäufen oder die Anforderung von Erneuerungsoptionen.

Was ist eine Checkliste „Entwurf von Lizenzverträgen für Vermarktung"?

Diese Checkliste ist ein systematisches Arbeitsblatt für die Vorbereitung und Überprüfung von Lizenzverträgen. Sie listet alle wesentlichen Punkte auf, die eine vollständige Lizenzvereinbarung enthalten sollte – von der Identifizierung der Parteien über die Definition von Gebieten und Exklusivität bis zur Regelung von Vergütung, Aufbewahrung und rechtlichen Garantien. Der kostenlose Word-Download ermöglicht es Ihnen, die Checkliste Punkt für Punkt durchzugehen und sicherzustellen, dass keine kritischen Klausel übersehen werden. Sie können die Checkliste als Vorbereitung auf ein Anwaltsgespräch nutzen oder eigenständig eine erste Vertragsfassung überprüfen.

Warum Sie dieses Dokument brauchen

Lizenzverträge sind komplexe Vereinbarungen, die Ihr geistiges Eigentum (Produkte, Marken, Patente, Verfahren) und Ihre finanzielle Sicherheit betreffen. Ein schlecht durchdachter Vertrag kann dazu führen, dass Sie Kontrollaufnahme über Ihre Marke verlieren, umsatzabhängige Gebühren nicht korrekt überprüft werden oder unerwartete rechtliche Risiken entstehen. Diese Checkliste hilft Ihnen, systematisch alle Lücken zu schließen, bevor Unterschriften erfolgen. Sie reduziert das Risiko von kostspieligen Nachverhandlungen und ist eine ideale Vorbereitung für ein kosteneffizientes Anwaltsgespräch – der Anwalt muss nicht die Grundlagen erklären, sondern kann sich auf Detailanpassungen konzentrieren. Besonders wichtig ist die Checkliste bei neuen Partnerschaften, internationalen Deals oder hohen Lizenzgebühren.

Welche Variante passt zu Ihrer Situation?

Wenn Ihre Situation ist…Diese Vorlage verwenden
Sie vergeben alleinige Vermarktungsrechte in einem definierten GebietExklusiver Lizenzvertrag
Mehrere Partner dürfen das Produkt in derselben Region vermarktenNicht-exklusiver Lizenzvertrag
Der Lizenznehmer darf Rechte an weitere Partner weitergebenUnterlizenzvergabe
Befristete Verträge mit möglicher Verlängerung oder NeuverhandlungZeitlich begrenzte Lizenz mit Erneuerungsoptionen
Umfassende Nutzung von Marke, Prozess und Unterstützung des LizenzgebersFranchise-ähnliche Lizenzvereinbarung
Sie möchten finanzielle Sicherheit unabhängig von VerkaufszahlenLizenzvertrag mit garantierter Mindestgebühr

Häufige Fehler vermeiden

❌ Unklare oder fehlende Definition des lizenzierten Gutes

Warum es wichtig ist: Der Lizenznehmer kann behaupten, dass mehr Rechte in der Lizenz enthalten sind als Sie wollten; Sie verlieren Kontrolle über Ihre Marke oder Ihr Patent.

Fix: Beschreiben Sie das Gut detailliert – einschließlich aller Komponenten, Markenzeichen, Patente und Verfahren – und listen Sie explizit auf, welche Rechte nicht enthalten sind.

❌ Fehlende oder zu breite Gebietsabgrenzung

Warum es wichtig ist: Wenn das Gebiet nicht definiert ist, kann der Lizenznehmer in Ländern verkaufen, wo Sie bereits Partner haben oder selbst expandieren wollen.

Fix: Präzisieren Sie: Länder, Regionen oder Städte; und halten Sie fest, ob Versand in andere Gebiete erlaubt ist.

❌ Zu vage Vergütungsbedingungen oder keine Aufbewahrungspflicht

Warum es wichtig ist: Der Lizenznehmer könnte Umsätze untermelden oder gar keine Gebühren zahlen; Sie haben keine Möglichkeit, die Zahlung zu überprüfen.

Fix: Definieren Sie exakt, wie Nettoverkäufe berechnet werden; verpflichten Sie zur Aufbewahrung von Belegen und zum Audit-Recht.

❌ Mangelnde Garantien und Haftungsausschlüsse

Warum es wichtig ist: Treffen Sie einen Lizenzvertrag über ein fremdes Patent oder eine verletzte Marke, können Ihnen Dritte klagen; Sie haben aber keine Regressmöglichkeit gegen den Lizenzgeber.

Fix: Lassen Sie den Lizenzgeber schriftlich garantieren, dass er Eigentümer ist und keine Rechte Dritter verletzt; sichern Sie Ihre Regressansprüche ab.

❌ Keine Klauseln zu beste Bemühungen oder Vermarktungspflicht

Warum es wichtig ist: Der Lizenznehmer könnte das Produkt einfach nicht vermarkten; Ihre Marke schrumpft, und Sie haben keinen Grund, den Vertrag zu beenden.

Fix: Schreiben Sie vor, dass der Lizenznehmer mit angemessener Sorgfalt ein Mindestbudget für Werbung aufwenden oder erste Versandziele erreichen muss.

❌ Klauseln zu Kündigung und Fortbestand nach Ende sind unklar

Warum es wichtig ist: Nach Vertragsende ist unklar, ob der Lizenznehmer noch vermarktete Produkte verkaufen darf oder ob Ihre Rechte sofort zurück zum Lizenzgeber gehen.

Fix: Regeln Sie klar: Wie lange darf noch verkauft werden (z. B. 6 Monate), und was passiert mit Beständen oder Werbematerialien?

Die 6 wichtigsten Abschnitte, erklärt

Identifizierung der Parteien und des Grundbesitzes

Dokumentieren Sie vollständige Angaben zu Lizenzgeber und Lizenznehmer (Namen, Adressen, Rechtsform). Definieren Sie das lizenzierte Gut präzise – ist es ein Produkt, eine Marke, ein Patent, ein Verfahren oder eine Kombination? Dies verhindert spätere Unklarheiten über den Umfang der Lizenz.

Lizenzart und Gebiet

Klären Sie, ob die Lizenz exklusiv oder nicht-exklusiv ist. Ein exklusiver Vertrag bedeutet, dass nur der Lizenznehmer das Produkt in einem definierten Gebiet vermarkten darf. Definieren Sie das Gebiet genau (Land, Region, Stadt) und halten Sie fest, ob der Lizenzgeber sich bestimmte Rechte (z. B. Direktverkauf, interne Nutzung) vorbehält.

Vergütung und Gebührenmodelle

Vereinbaren Sie das Vergütungsmodell: Pauschalgebühr, prozentualer Anteil der Nettoverkäufe, garantierte Mindestgebühr oder eine Kombination. Definieren Sie, was unter Nettoverkäufen versteanden wird. Halten Sie fest, ob eine Vorauszahlung oder Vorschuss fällig wird und wie mit Unterlizenzierungserträgen umzugehen ist.

Laufzeit und Erneuerung

Bestimmen Sie die Anfangslaufzeit (z. B. 3–5 Jahre) und die Bedingungen für Erneuerung oder Kündigung. Bedenken Sie, wie eine Beendigung auf bestehende Vermarktungsmaßnahmen wirkt und ob bereits kommerzialisierte Produkte weiterverkauft werden dürfen.

Aufbewahrung und Prüfung

Schreiben Sie vor, dass der Lizenznehmer Geschäftsunterlagen aufbewahrt und auf Verlangen dem Lizenzgeber Abrechnungen vorlegt. Regeln Sie, wie oft Prüfungen stattfinden dürfen und wer die Kosten trägt. Dies schützt Ihre Gebühren und verhindert Unterberichte.

Erklärungen und Garantien

Der Lizenzgeber garantiert, dass er Eigentümer des Grundbesitzes ist und niemandes Rechte verletzt. Der Lizenznehmer erklärt seine Geschäftsfähigkeit und dass der Vertrag nicht in Konflikt mit anderen Vereinbarungen steht. Dies minimiert rechtliche Risiken für beide Parteien.

So füllen Sie sie aus

  1. 1

    Identifizierung der Parteien vervollständigen

    Eintragen Sie Namen, vollständige Adressen und Rechtsform beider Parteien. Bestätigen Sie die Autorität zum Abschluss des Vertrags (z. B. Geschäftsführer, Prokurist).

    💡 Nutzen Sie offizielle Registerauskünfte (Handelsregister, Grundbuchamt), um Eigentumsverhältnisse zu prüfen.

  2. 2

    Lizenziertes Gut definieren

    Beschreiben Sie das Produkt, die Marke, das Patent oder Verfahren so genau wie möglich. Fügen Sie bei Bedarf eine Beschreibung oder Skizze bei.

    💡 Arbeiten Sie mit Ihren technischen oder kreativ tätigen Teams, um sicherzustellen, dass keine Komponente übersehen wird.

  3. 3

    Lizenzart und Gebiet festlegen

    Entscheiden Sie: exklusiv oder nicht-exklusiv? Definieren Sie das Gebiet (z. B. Deutschland, Schweiz, ganz Europa). Notieren Sie, welche Rechte sich der Lizenzgeber vorbehält.

    💡 Exklusivität ist für den Lizenznehmer attraktiver, aber auch riskanter – überlegen Sie, ob Sie sich wirklich ausschließen möchten.

  4. 4

    Vergütungsmodell und -berechnung ausfüllen

    Wählen Sie ein Modell (Pauschale, Umsatzprozent, Mindestgebühr). Definieren Sie Nettoverkäufe. Tragen Sie Zahlungsfristen und Währung ein.

    💡 Erwägen Sie eine garantierte Mindestgebühr, um bei schwachen Verkäufen nicht unentschädigt zu bleiben.

  5. 5

    Laufzeit, Erneuerung und Beendigung regeln

    Festlegen: Startdatum, Dauer, automatische oder manuelle Erneuerung, Kündigungsfristen. Klären Sie, was mit in Bearbeitung befindlichen Produkten bei Vertragsende geschieht.

    💡 Kurze anfängliche Laufzeiten (2–3 Jahre) ermöglichen regelmäßige Überprüfung; längere Laufzeiten geben Sicherheit.

  6. 6

    Aufbewahrungs- und Prüfungsrechte eintragen

    Legen Sie fest, wie lange der Lizenznehmer Belege speichern muss und wie oft Sie Audits durchführen dürfen. Regeln Sie, wer Kosten trägt und wie viel Ankündigungsfrist erforderlich ist.

    💡 Jährliche oder zweimonatliche Abrechnungen mit Prüfungsrecht sind üblich und angemessen.

  7. 7

    Garantien und Erklärungen hinzufügen

    Der Lizenzgeber bestätigt Eigentum und Nichtbeeinträchtigung von Fremdrechten. Der Lizenznehmer erklärt Geschäftsfähigkeit und Nichtkonflikt mit anderen Verträgen.

    💡 Diese Klauseln sind essentiell: Mangelnde Garantien können zu kostspieligen Rechtsstreitigkeiten führen.

  8. 8

    Finale Überprüfung und Anwaltskonsultation

    Gehen Sie alle Felder noch einmal durch. Prüfen Sie auf Lücken oder Widersprüche. Konsultieren Sie einen Anwalt, bevor Sie unterzeichnen, besonders bei hohen Lizenzgebühren oder strategischen Partnerschaften.

    💡 Diese Checkliste ersetzt keine juristische Beratung – nutzen Sie sie als Vorbereitung, um die Anwaltskosten zu senken.

Häufig gestellte Fragen

Muss ein Lizenzvertrag von einem Anwalt entwurfsgefasst werden?

Nicht unbedingt, aber es ist empfohlen. Diese Checkliste hilft Ihnen, alle kritischen Punkte zu erfassen und selbst oder mit einem Anwalt vorzubereiten. Für große oder strategische Lizenzvergaben (z. B. Verteilung auf anderen Kontinenten, hohe Gebühren) ist ein Anwalt sinnvoll, um Lücken und Risiken zu minimieren. Für kleinere oder lokale Deals können Sie die Checkliste als Grundlage nutzen und dann einen Anwalt eine schnelle Überprüfung vornehmen lassen – das kostet weniger als ein kompletter Entwurf.

Was ist der Unterschied zwischen einer exklusiven und nicht-exklusiven Lizenz?

Bei einer exklusiven Lizenz erhält nur ein Lizenznehmer das Recht, das Produkt in einem definierten Gebiet zu vermarkten; Sie (der Lizenzgeber) geben parallel auch an andere Partner nicht ab. Das ist für den Lizenznehmer attraktiver, da er keine Konkurrenz im Gebiet hat – dafür zahlt er meist mehr. Bei einer nicht-exklusiven Lizenz können Sie mehrere Partner in derselben Region beliefern; das Risiko für den Lizenznehmer ist höher, also ist die Gebühr niedriger. Wählen Sie exklusiv, wenn Sie ein Gebiet langfristig dominieren möchten; wählen Sie nicht-exklusiv, wenn Sie schnell viele Partner mobilisieren möchten.

Wie definiere ich Nettoverkäufe korrekt?

Nettoverkäufe sind in der Regel der Rechnungspreis des Produkts abzüglich erlaubter Nachlässe und Rückgaben. Ein Beispiel: „Nettoverkäufe = Listenpreis minus Handelsrabatt (bis zu 20 %), minus Rückgaben und Retouren, zuzüglich Versandkosten und Steuern." Seien Sie spezifisch – je vager die Definition, desto mehr Streit später. Legen Sie fest, ob Geschenke oder kostenlose Muster zählen (meist nicht), und ob Kosten des Lizenznehmers (z. B. Marketing, Logistik) abzugsfähig sind (meist nein).

Was ist eine garantierte Mindestgebühr und wann sollte ich sie nutzen?

Eine garantierte Mindestgebühr ist ein fester Betrag (z. B. 10.000 Euro pro Jahr), den der Lizenznehmer zahlen muss, egal wie viel er tatsächlich verkauft. Dies schützt Sie vor schwachen Marktphasen oder mangelnder Anstrengung des Lizenznehmers. Wenn der Lizenznehmer z. B. 15.000 Euro umsatzabhängige Gebühren verdient, zahlt er 15.000; wenn nur 5.000, zahlt er immer noch die garantierte Mindestgebühr von 10.000. Nutzen Sie dies, wenn das Risiko hoch ist (neue Partner, neue Märkte) oder wenn Sie finanzielle Planungssicherheit brauchen.

Darf der Lizenznehmer das Produkt an andere Parteien unterlizenzieren?

Nur, wenn Sie das explizit erlauben. Standard ist, dass Unterlizenzierung nicht gestattet ist, ohne dass der Lizenzgeber zustimmt. Wenn Sie Unterlizenzierung zulassen, müssen Sie festlegen: Erhält der ursprüngliche Lizenznehmer einen Anteil der Unterlizenzengebühren? Darf er nur an vordefinierten Partner unterlizenzieren? Wie erfolgt die Genehmigung? Unklare Regeln führen zu Kontrollverlust und Gebührenverlusten.

Wie lange sollte die Laufzeit eines Lizenzvertrags sein?

Das hängt vom Reifegrad der Partnerschaft ab. Anfänglich sind 2–3 Jahre empfohlen – das gibt beiden Seiten Zeit zur Bewährung und Anpassung. Bei bewährten Partnern oder großen Investitionen durch den Lizenznehmer (z. B. Aufbau einer Vertriebsstruktur) können 5–7 Jahre sinnvoll sein. Bauen Sie eine Überprüfungsklausel ein, z. B. eine optionale Erneuerung, oder ein Kündigungsrecht nach bestimmter Zeit. Zu lange Laufzeiten binden Ihre Rechte unnötig; zu kurze fordern den Lizenznehmer.

Welche Aufbewahrungsfristen sollte der Lizenznehmer einhalten?

In der Regel mindestens 3–5 Jahre. Das entspricht auch deutschen steuerlichen Aufbewahrungspflichten. Der Lizenznehmer sollte alle Belege (Rechnungen, Verkaufsprotokollen, Rückgaben) speichern, damit Sie diese überprüfen können. Legen Sie fest: Digitale oder Papierform? Auf wessen Kosten erfolgt die Archivierung? Und wie schnell muss der Lizenznehmer auf Auditan fragen reagieren (meist 30 Tage)?

Was passiert mit bereits vermarkteten Produkten, wenn der Lizenzvertrag endet?

Das muss im Vertrag geregelt werden. Optionen sind: (a) Der Lizenznehmer darf noch 6–12 Monate die bestehenden Bestände verkaufen, muss aber keine neuen bestellen. (b) Alle Lagerbestände müssen sofort zurück zum Lizenzgeber. (c) Der Lizenznehmer darf weiterverkaufen, muss aber Gebühren bis zur vollständigen Auslagerung zahlen. Option (a) ist fair und üblich – der Lizenznehmer erleidet keinen totalen Verlust, Sie behalten Kontrolle.

Wann muss ich einen Anwalt Rate einholen?

Vor Unterzeichnung immer – besonders bei: (1) Hohen Lizenzgebühren oder großen Märkten, (2) Strategischen Partnerschaften, die Ihr Geschäft prägen, (3) Internationalen Verträgen oder mehreren Rechtssystemen, (4) Komplexer Unterlizenzierung oder Franchising, (5) Wenn der Lizenzgeber Garantien verweigert. Für kleine, lokale oder einmalige Lizenzen kann ein Anwalt nur die Checkliste überprüfen – das ist günstiger als ein kompletter Entwurf.

Im Vergleich zu Alternativen

vs Franchisevertrag

Ein Franchisevertrag ist umfassender: Er umfasst nicht nur die Lizenz des geistigen Eigentums (Marke, System), sondern auch Unterstützung, Schulung, Qualitätskontrolle und oft Gebäude-/Ausrüstungsleasing. Ein reiner Lizenzvertrag konzentriert sich auf die Recht selbst – der Partner hat mehr Autonomie, zahlt aber auch weniger. Wählen Sie einen Lizenzvertrag, wenn Sie nur das geistige Eigentum lizenzieren; wählen Sie Franchise, wenn Sie ein komplettes System betreiben.

vs Vertriebsvertrag

Ein Vertriebsvertrag ist zeitlich befristet und beauftragt einen Partner, Ihre Produkte zu verkaufen – der Partner ist kein Lizenzgeber. Ein Lizenzvertrag gibt dagegen Rechte an geistigem Eigentum. Im Vertrieb vergeben Sie Verkaufsrechte unter eigener Marke; in Lizenz überlässt der Partner die Marke und Technologie – das ist ein tiefergehender Eingriff in Ihr geistiges Eigentum und erfordert stärkere Kontrolle.

vs Zusammenarbeitsvertrag oder Joint Venture

Ein Zusammenarbeitsvertrag regelt gegenseitige Beiträge (Technologie, Kapital, Vertrieb) und die Aufteilung von Ergebnissen. Ein Lizenzvertrag ist einseitiger: Sie (Lizenzgeber) geben Rechte, der Partner (Lizenznehmer) zahlt und nutzt diese. Wenn beide Partner aktiv am Projekt beteiligt sind und Risiken teilen, ist ein Joint Venture angebracht; wenn nur einer Rechte nutzt, passt ein Lizenzvertrag.

vs Branchenstandard-Vereinbarung oder Rahmenvertrag

Ein Branchenstandard (z. B. WIPO-Vorlage für Patente oder ICC-Modelle) ist generisch und kostet wenig; er entspricht aber nicht Ihren spezifischen Bedingungen. Diese Checkliste hilft Ihnen, einen maßgeschneiderten Vertrag zu entwerfen, der Ihre Anforderungen (Gebührenmodell, Territorium, Unterlizenzierung) widerspiegelt. Nutzen Sie Standards als Basis, passen Sie aber mit dieser Checkliste an.

Branchenspezifische Hinweise

Verlag und Medien

Lizenzvertrag für Inhalte, Designs und Formate ist essentiell, um Urheberrechte zu schützen und Gebühren von Partnerverlangen zu sichern.

Software und IT

Lizenzverträge für Code, Algorithmen und Marken müssen klare Nutzungsrechte, Updates und Support-Leistungen regeln und sind rechtlich komplex.

Pharmazie und Biotechnologie

Patentlizenzen und Know-how-Transfers sind hochgradig reguliert; Aufbewahrung und Audit-Rechte müssen akribisch dokumentiert werden.

Mode und Design

Markenlizenzen erfordern strikte Qualitätskontrolle und Designschutz; Unterlizenzierung an Distributor ist häufig und muss geregelt werden.

Tourismus und Gastgewerbe

Franchise-ähnliche Lizenzen für Marke, Konzept und Betriebsverfahren müssen Schulung, Support und Compliance-Überwachung einschließen.

Maschinenbau und Industrie

Technologie-Lizenzen für Patente und Verfahren sind kostspielig und erfordern klare Regelungen zu Unterlizenzierung, Territorium und Haftung.

Vorlage oder Profi — was passt?

WegAm besten fürKostenZeit
Vorlage verwendenLokale, kleinere Lizenzen, Geschäfte mit bewährten Partnern oder geringe Lizenzgebühren.Kostenlos (Vorlage) + ca. 500–1000 EUR Anwalt zur Überprüfung.3–5 Tage Selbstarbeit + 1–2 Tage Anwalt.
Vorlage + Profi-PrüfungMittlere bis große Lizenzen, Partnerschaften mit neuen Märkten oder mehreren Rechtssystemen.Kostenlos (Vorlage) + ca. 2000–3000 EUR Anwalt zur Überprüfung und kleine Anpassungen.2–3 Tage Vorarbeit + 1 Woche Anwalt.
MaßgeschneidertStrategische, hochwertige Lizenzen, internationale Verträge oder komplexe Gebührenmodelle mit Unterlizenzierung.5000–15000 EUR Anwalt für kompletten Entwurf + Verhandlung.2–4 Wochen inkl. Verhandlung.

Glossar

Lizenznehmer
Die Partei, die von dem Lizenzgeber das Recht erhält, das Produkt oder Eigentum zu nutzen, zu vermarkten oder zu verteilen.
Lizenznehmer
Die Partei, die das geistige Eigentum oder die Rechte besitzt und diese an andere vergibt.
Exklusivlizenz
Ein Lizenzrecht, das nur ein Lizenznehmer in einem bestimmten Gebiet ausüben darf; der Lizenzgeber verzichtet auf parallele Vergaben.
Nicht-exklusive Lizenz
Mehrere Lizenznehmer dürfen gleichzeitig das Produkt in derselben Region vermarkten oder vertreiben.
Unterlizenzierung
Das Recht oder die Pflicht des Lizenznehmers, Teile seiner Lizenzrechte an weitere Dritte weiterzugeben.
Lizenzgebühr
Die Zahlung, die der Lizenznehmer an den Lizenzgeber für die Nutzung des lizenzierten Gutes leistet – als Pauschalgebühr, Umsatzanteil oder garantierte Mindestgebühr.
Nettoverkäufe
Die Grundlage für die Berechnung von umsatzabhängigen Lizenzgebühren; in der Regel Verkaufserlöse abzüglich erlaubter Nachlässe und Rückgaben.
Aufbewahrungspflicht
Die Verpflichtung des Lizenznehmers, Geschäftsunterlagen (Verkaufszahlen, Gebührenberechnungen) aufzubewahren und dem Lizenzgeber Prüfungsrecht zu gewähren.
Garantierte Mindestgebühr
Ein vereinbarter Mindestvergütungsbetrag, den der Lizenznehmer jährlich oder pro Periode zahlen muss, unabhängig von tatsächlichen Verkäufen.
Beste Bemühungen
Eine Vertragsklausel, nach der der Lizenznehmer den Vertrag mit angemessener Sorgfalt und Einsatz ausführen muss, etwa bei der Kommerzialisierung oder Werbung.
Gebietsabgrenzung
Die geografische Region oder Märkte, in denen der Lizenznehmer das Produkt vermarkten oder vertreiben darf.

Teil Ihres Unternehmens-Betriebssystems

Dieses Dokument ist eine von 3,000+ Geschäfts- und Rechtsvorlagen, die in Business in a Box enthalten sind.

  • Lückenfüller-Format — fertig in Minuten
  • 100 % anpassbares Word-Dokument
  • Mit allen Office-Suites kompatibel
  • Als PDF exportieren und elektronisch teilen

Erstellen Sie Ihr Dokument in 3 einfachen Schritten.

Von der Vorlage zum unterschriebenen Dokument – alles in einem Business Operating System.
1
Laden Sie eine Vorlage herunter oder öffnen Sie sie

Greifen Sie auf über 3,000+ geschäftliche und rechtliche Vorlagen für jede Aufgabe, jedes Projekt oder jede Initiative zu.

2
Bearbeiten und füllen Sie die Lücken mit KI aus

Passen Sie Ihre vorgefertigte Geschäftsdokumentvorlage an und speichern Sie sie in der Cloud.

3
Speichern, Teilen, Senden, Unterschreiben

Teilen Sie Ihre Dateien und Ordner mit Ihrem Team. Erstellen Sie einen Raum für nahtlose Zusammenarbeit.

Sparen Sie Zeit, Geld und erstellen Sie konsequent hochwertige Dokumente.

★★★★★

"Fantastischer Wert! Ich kann nicht mehr darauf verzichten. Es ist Gold wert und hat sich schon vielfach bezahlt gemacht."

Managing Director · Mall Farm
Robert Whalley
Managing Director, Mall Farm Proprietary Limited
★★★★★

"Ich benutze Business in a Box seit 4 Jahren. Es ist die beste Quelle für Vorlagen, die ich je gesehen habe. Ich kann es jedem nur empfehlen."

Business Owner · 4+ years
Dr Michael John Freestone
Business Owner
★★★★★

"Es war so oft ein Lebensretter, dass ich es gar nicht mehr zählen kann. Business in a Box hat mir so viel Zeit gespart und wie Sie wissen, Zeit ist Geld."

Owner · Upstate Web
David G. Moore Jr.
Owner, Upstate Web

Führen Sie Ihr Unternehmen mit einem System — nicht mit verstreuten Tools

Hören Sie auf, Dokumente herunterzuladen. Beginnen Sie, mit Klarheit zu arbeiten. Business in a Box bietet Ihnen das Business Operating System, das von über 250.000 Unternehmen weltweit genutzt wird, um ihr Geschäft zu strukturieren, zu führen und auszubauen.

Kostenlos starten · Keine Kreditkarte erforderlich