Geheimhaltungsvereinbarung mit dem Fachberater

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FreiGeheimhaltungsvereinbarung mit dem Fachberater

Auf einen Blick

Was es ist
Eine Geheimhaltungsvereinbarung mit dem Fachberater ist ein rechtsverbindlicher Vertrag zwischen Ihrem Unternehmen und einem externen Berater oder Auftragnehmer. Sie regelt den Umgang mit vertraulichen Informationen, Geschäftsgeheimnissen und geschützten Materialien während der Zusammenarbeit. Diese kostenlose Word-Vorlage können Sie sofort herunterladen und mit Ihren Daten anpassen.
Wann Sie es brauchen
Sie brauchen diese Vereinbarung, wenn Sie einen Fachberater, Berater oder externen Auftragnehmer einstellen, der Zugriff auf sensible Unternehmenseigenschaften, Geschäftsgeheimnisse oder vertrauliche Systeminformationen erhält. Sie schützt Ihr Unternehmen vor unbefugter Weitergabe oder Nutzung dieser Informationen, auch nach Beendigung der Zusammenarbeit.
Was enthalten ist
Die Vorlage enthält klare Definitionen der geschützten Informationen, Regelungen zur Geheimhaltungspflicht und zum Umgang mit Kopien, Anweisungen für die Weitergabe an Beratungspersonal sowie Rückgabeanforderungen bei Vertragsbeendigung. Sie schafft Rechtssicherheit für beide Seiten.

Was ist eine Geheimhaltungsvereinbarung mit dem Fachberater?

Eine Geheimhaltungsvereinbarung mit dem Fachberater ist ein rechtsverbindlicher Vertrag, der regelt, wie ein externer Berater, Consultant oder Auftragnehmer mit Ihren geschäftskritischen Informationen, Geschäftsgeheimnissen und vertraulichen Daten umgeht. Diese Vorlage ist ein kostenloser Word-Download, den Sie sofort anpassen und unterzeichnen können. Sie schützt Ihr Unternehmen vor unbefugter Weitergabe oder Nutzung von Systemdaten, Kundenlisten, Geschäftsmodellen, Quellcodes und anderen Betriebsgeheimnissen während und nach der Zusammenarbeit.

Warum Sie dieses Dokument brauchen

Wenn ein Fachberater oder externer Experte Ihre internen Prozesse, proprietären Systeme oder sensiblen Geschäftsinformationen kennenlernt, entstehen erhebliche Risiken. Ohne klare vertragliche Regelung könnte dieser Berater diese Informationen an Konkurrenten weitergeben, ein konkurrierendes Geschäft aufbauen oder Ihre Kundenlisten für eigene Zwecke nutzen. Eine Geheimhaltungsvereinbarung schafft rechtliche Klarheit, dokumentiert Ihre Erwartungen und gibt Ihnen Durchsetzungsmittel (Schadensersatz, einstweilige Verfügung), falls eine Verletzung eintritt. Sie ist besonders wichtig in IT, Beratung, Produktentwicklung und Handwerk, wo externe Fachleute tiefe Einsicht in Ihre Abläufe erhalten. Eine unterzeichnete NDA signalisiert auch Professionalität und schützt beide Seiten, indem sie Missverständnisse vermeidet.

Welche Variante passt zu Ihrer Situation?

Wenn Ihre Situation ist…Diese Vorlage verwenden
Der Fachberater erhält sensible Daten und Ihr Unternehmen muss geschützt seinGeheimhaltungsvereinbarung — einseitig (vom Unternehmen geschützt)
Beide Parteien tauschen vertrauliche Informationen aus und wollen sich gegenseitig schützenGegenseitige Geheimhaltungsvereinbarung (gegenseitig)
Ein Zulieferer arbeitet mit Ihrem Produktdesign oder Ihrer FormulierungNDA mit Lieferant oder Zulieferer
Angestellte unterzeichnen einen stärkeren Schutz für BetriebsgeheimnisseGeheimhaltungsvereinbarung für Mitarbeiter
Investoren und Geldgeber erhalten Geschäftspläne und FinanzprognosenVertraulichkeitsvereinbarung mit Investor oder Kapitalgeber
Potenzielle Käufer oder Partner kennenlernen Ihr System oder GeschäftsmodellTemporäre NDA für Verkaufsgespräche

Häufige Fehler vermeiden

❌ Zu vage Definition von 'geschützten Informationen'

Warum es wichtig ist: Gerichte können unklare oder zu breite Definitionen als nicht durchsetzbar einstufen, was den rechtlichen Schutz gefährdet.

Fix: Nennen Sie konkrete Kategorien wie Quellcode, Kundenlisten, Geschäftsmodell, Preiskalkulationen oder Marktanalysen.

❌ Keine Rückgabefrist oder kein Inventar bei Vertragsende

Warum es wichtig ist: Ohne klare Regelung kann der Fachberater behaupten, alle Materialien erhalten zu haben, ohne dies nachzuweisen.

Fix: Setzen Sie eine konkrete Frist (z. B. 14 Tage nach Ende) und verlangen Sie eine unterzeichnete Bestätigung oder ein Rückgabeverzeichnis.

❌ Fehlende Anweisung für Beratungspersonal des Fachberaters

Warum es wichtig ist: Wenn der Fachberater seine Mitarbeiter nicht instruiert, können diese das Material unwissentlich oder fahrlässig weitergeben.

Fix: Ergänzen Sie eine explizite Klausel, dass der Fachberater sein Personal schriftlich instruieren und kontrollieren muss.

❌ Unbegrenzte Gültigkeitsdauer ohne Ausstiegsklausel

Warum es wichtig ist: Eine unbegrenzte Pflicht kann unpraktisch und in manchen Gerichtsbarkeiten unangemessen sein.

Fix: Legen Sie eine angemessene Dauer fest (z. B. 3–5 Jahre nach Vertragsende) und bieten Sie eine Ausnahme für öffentlich bekannte Informationen an.

❌ Keine gegenseitige Verpflichtung, wenn Ihr Unternehmen auch vertrauliche Infos vom Fachberater erhält

Warum es wichtig ist: Wenn nur eine Seite gebunden ist, sieht eine Partei keine faire Behandlung und könnte den Vertrag juristisch angreifen.

Fix: Erwägen Sie eine gegenseitige NDA oder ergänzen Sie eine Klausel, dass auch Ihr Unternehmen seine Informationen schützen muss.

❌ Unterschrift ohne rechtliche Überprüfung

Warum es wichtig ist: Fehlende oder lückenhafte Klauseln können im Streitfall nicht durchgesetzt werden.

Fix: Lassen Sie einen Anwalt die Vorlage vor Unterzeichnung auf Ihre spezifische Situation prüfen.

Die 6 wichtigsten Klauseln, erklärt

Definition der geschützten Informationen

In einfacher Sprache: Klar festgehalten, welche Daten, Systeme und Aufzeichnungen als vertraulich und geheim gelten.

Beispielformulierung
Das System, der Primärcode, der Maschinencode und alle Aufzeichnungen über das System sind vertraulich und geheim.

Häufiger Fehler: Nicht spezifisch genug zu sein, was zum Schutz gehört — Gerichte benötigen konkrete Beispiele, nicht nur 'alle Informationen'.

Schutzverpflichtung des Fachberaters

In einfacher Sprache: Der Fachberater erklärt sich bereit, die gleiche Sorgfalt beim Schutz Ihrer Geheimnisse anzuwenden wie bei seinen eigenen.

Beispielformulierung
Der Fachberater stimmt zu, mit angemessener Sorgfalt (dasselbe, nicht weniger als eingesetzt, um die eigenen geheimen Informationen des Fachberaters zu schützen) jene geschützten Informationen zu schützen.

Häufiger Fehler: Den Sorgfaltsmaßstab zu schwach zu formulieren — 'angemessene Sorgfalt' ist eine häufig akzeptierte rechtliche Norm.

Weitergabe an Beratungspersonal

In einfacher Sprache: Festlegt, dass Informationen nur an Mitarbeiter oder Partner weitergegeben werden dürfen, die diese für ihre Arbeit benötigen.

Beispielformulierung
Der Fachberater darf nur jenen Personen, wie seinen Mitarbeitern, Vertretern oder Vertragspartnern Zugriff gewähren, die Informationen für Ihre Arbeiten brauchen.

Häufiger Fehler: Nicht zu regeln, dass der Fachberater seine Mitarbeiter selbst instruieren muss — dies erzeugt Verantwortungslücken.

Kennzeichnung von Kopien

In einfacher Sprache: Verlangt, dass jede Kopie oder Reproduktion von geschützten Informationen mit Urheberrechts- oder Eigentumshinweisen versehen wird.

Beispielformulierung
Jede Kopie oder Reproduktion der geschützten Information muss Urheber- oder eigentumsrechtliche Hinweise enthalten.

Häufiger Fehler: Diese Klausel zu übersehen — Markierungen helfen bei der Durchsetzung und machen der gegnerischen Seite Absichtlichkeit nachweisbar.

Rückgabe bei Vertragsende

In einfacher Sprache: Nach Ende der Zusammenarbeit muss der Fachberater alle vertraulichen Materialien und Kopien zurückgeben oder vernichten.

Beispielformulierung
Der Fachberater muss, nach Beendigung der ihm zugetragenen Aufgaben, sämtliche vertraulichen Informationen (inklusive aller Kopien) retournieren.

Häufiger Fehler: Keine klare Frist oder keine klare Definition, was 'retournieren' bedeutet — wird dies schriftlich bestätigt oder inventarisiert?

Verletzungsfolgen (implizit)

In einfacher Sprache: Obwohl nicht explizit aufgeführt, impliziert die Vereinbarung, dass Verletzungen zur sofortigen Beendigung und möglicherweise zu Schadensersatz führen können.

Beispielformulierung
Jede unbefugte Nutzung oder Bekanntgabe ist eine Material-Verletzung dieser Vereinbarung und kann zum sofortigen Ausscheiden führen.

Häufiger Fehler: Nicht klar zu machen, dass eine Verletzung unmittelbare Konsequenzen hat — ohne Androhung verliert die NDA an Wirkung.

So füllen Sie sie aus

  1. 1

    Tragen Sie den Namen und die Anschrift des Fachberaters ein

    Füllen Sie [NAME DES FACHBERATERS] und [IHRE VOLLSTÄNDIGE ADRESSE] mit den korrekten Daten des Beraters aus. Geben Sie auch an, ob es sich um eine Einzelperson oder ein Unternehmen handelt.

    💡 Überprüfen Sie die offizielle Registrierung und Handelsregisternummer, wenn es sich um eine Körperschaft handelt.

  2. 2

    Geben Sie Ihren Unternehmensname und Sitz an

    Ersetzen Sie [NAME IHRES UNTERNEHMENS] und [IHRE VOLLSTÄNDIGE ANSCHRIFT] durch Ihre Unternehmensdaten. Stellen Sie sicher, dass die Adresse und Registrierungsjurisdiktion korrekt sind.

    💡 Verwenden Sie dieselben Angaben wie in Ihren anderen Verträgen und im Handelsregister.

  3. 3

    Legen Sie das Effektivdatum fest

    Ändern Sie [DATUM] in das Datum, ab dem die Vereinbarung gültig werden soll. Dies ist normalerweise das Datum der Unterzeichnung oder der erste Arbeitstag des Fachberaters.

    💡 Ein rückwirkend wirksames Datum kann wirksam sein, wenn die Zusammenarbeit bereits begonnen hat.

  4. 4

    Definieren Sie die geschützten Informationen konkret

    Überlegen Sie, welche Informationen genau schützenswert sind (z. B. Kundenlisten, Quellcode, Geschäftsmodell, Preisstrukturen). Passen Sie die Definition in der Klausel 'Geschützte Informationen' an, um Ihren Fall spezifisch zu machen.

    💡 Je konkreter Sie sind, desto besser ist die Durchsetzbarkeit vor Gericht. Generische Formulierungen können von Gerichten eingeschränkt werden.

  5. 5

    Klären Sie die Nutzungsdauer und Gültigkeitsdauer

    Entscheiden Sie, wie lange die Geheimhaltungspflicht nach Vertragsende gelten soll (z. B. 2–5 Jahre). Dies können Sie als separate Klausel hinzufügen, falls in der Vorlage nicht vorhanden.

    💡 Längere Zeiträume (z. B. für Trade Secrets) können angemessen sein, sollten aber nicht unbegrenzt wirken, da dies möglicherweise von Gerichten angefochten wird.

  6. 6

    Vereinbaren Sie die Unterzeichnung und Kommunizieren Sie klar

    Treffen Sie sich mit dem Fachberater und klären Sie die Bedingungen. Beide Parteien müssen die Vereinbarung lesen, verstehen und unterzeichnen, bevor die Zusammenarbeit beginnt oder vertrauliche Informationen weitergegeben werden.

    💡 Bitten Sie den Fachberater, die Vereinbarung vor Unterzeichnung einer Fachperson (Anwalt, Steuerberater) zur Überprüfung vorzulegen — das vermeidet spätere Dispute über Unwirksamkeit.

Häufig gestellte Fragen

Ist eine Geheimhaltungsvereinbarung mit dem Fachberater rechtlich bindend?

Ja, eine unterzeichnete Geheimhaltungsvereinbarung ist ein rechtsverbindlicher Vertrag in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Sie verpflichtet den Fachberater, vertrauliche Informationen nicht weiterzugeben und zu schützen. Verletzungen können zu Schadensersatzforderungen und einstweiligen Verfügungen führen. Allerdings muss die Definition von 'geschützten Informationen' konkret genug sein, damit ein Gericht sie durchsetzen kann. Vage Definitionen können als nicht durchsetzbar eingestuft werden.

Was ist der Unterschied zwischen NDA und Geheimhaltungsvereinbarung?

'NDA' (Non-Disclosure Agreement) und 'Geheimhaltungsvereinbarung' sind im Grunde dasselbe — nur unterschiedliche Begriffe. NDA ist der englische Begriff, Geheimhaltungsvereinbarung oder Vertraulichkeitsvereinbarung ist die deutsche Bezeichnung. Im deutschsprachigen Raum werden die Begriffe 'Geheimhaltungsvereinbarung', 'Vertraulichkeitsvereinbarung' und 'NDA' oft synonym verwendet.

Kann ich die Geheimhaltungsvereinbarung ändern, nachdem der Fachberater bereits angefangen hat?

Technisch ja, aber es ist problematisch. Wenn Sie später eine strengere NDA einführen möchten, könnte der Fachberater argumentieren, dass Sie versuchen, die Vertragsbedingungen einseitig zu verschärfen. Besser ist es, die Vereinbarung vor der ersten Zusammenarbeit oder der ersten Weitergabe von Informationen zu unterzeichnen. Falls Sie Änderungen vornehmen müssen, dokumentieren Sie diese schriftlich und holen Sie die ausdrückliche Zustimmung beider Seiten ein.

Wie lange bleibt die Geheimhaltungspflicht nach Vertragsende gültig?

Das hängt von Ihrer Vereinbarung ab. Viele Geheimhaltungsvereinbarungen legen eine Dauer von 2–5 Jahren nach Vertragsende fest. Für besonders schützenswerte Informationen wie Geschäftsgeheimnisse oder Erfindungen können längere Zeiträume angemessen sein. Allerdings sollte die Dauer nicht unbegrenzt sein, da dies von Gerichten als unangemessen einstuft werden kann. Tragen Sie eine konkrete Frist in Ihre Vorlage ein.

Was passiert, wenn der Fachberater die Vereinbarung verletzt?

Verletzungen können schwerwiegende Folgen haben. Sie können Unterlassungsansprüche stellen (einstweilige Verfügung), Schadensersatz fordern und in extremen Fällen den Fachberater verklagen. Dokumentieren Sie alle Verstöße schriftlich und bewahren Sie Beweise auf. In ernsthaften Fällen sollten Sie sofort einen Anwalt kontaktieren, um eine einstweilige Verfügung zu beantragen, bevor weitere Schäden entstehen.

Muss der Fachberater auch seine Mitarbeiter unter Verschluss halten?

Ja — nach dieser Vorlage darf der Fachberater Informationen nur an sein Personal weitergeben, das sie für die Arbeit benötigt, und muss sein Personal instruieren, wie es damit umzugehen hat. Der Fachberater bleibt für Verletzungen durch seine Mitarbeiter haftbar. Stellen Sie sicher, dass Ihre Vereinbarung explizit festlegt, dass der Fachberater für die Einhaltung durch sein Team verantwortlich ist.

Was bedeutet 'angemessene Sorgfalt' in dieser Vereinbarung?

'Angemessene Sorgfalt' bedeutet, dass der Fachberater die Informationen mit dem gleichen Schutzgrad behandeln muss wie seine eigenen Geschäftsgeheimnisse. Das ist ein rechtlich etablierter Standard und ist flexibel genug, um auch technische Systeme und digitale Informationen zu erfassen. Es erfordert nicht hundertprozentige Sicherheit, sondern einen vernünftigen, praktizierten Standard (z. B. Passwörter, Verschlüsselung, Zugriffskontrolle).

Kann ich diese Vorlage für mehrere Fachberater nutzen?

Ja, Sie können die Vorlage mehrmals verwenden und für jeden Fachberater die Namen, Adressen und Daten eintragen. Allerdings sollten Sie für jeden Fachberater prüfen, ob die Definition der 'geschützten Informationen' zu Ihrer spezifischen Zusammenarbeit passt. Ein Marketingberater braucht möglicherweise andere Schutzmaßnahmen als ein Techniker, der auf Ihren Quellcode zugreift.

Brauche ich einen Anwalt, um die Vorlage zu unterzeichnen?

Die Vorlage ist einsatzbereit und deckt die wesentlichen Aspekte ab. Jedoch empfehlen wir, einen Anwalt zur Überprüfung einzuspannen, besonders wenn: Ihr Unternehmen hochsensible Daten hat (z. B. Algorithmen, Kundenlisten), die Zusammenarbeit international ist oder Sie sich in einer regulierten Branche bewegen. Ein Anwalt kann auch prüfen, ob die Gültigkeitsdauer und die Definitionen in Ihrer Gerichtsbarkeit durchsetzbar sind.

Im Vergleich zu Alternativen

vs Arbeitsvertrag mit Geheimhaltungsklausel

Ein Arbeitsvertrag mit Geheimhaltungsklausel bindender Angestellten, während eine NDA einen externen Fachberater, Freelancer oder Auftragnehmer schützt. Arbeitsverträge enthalten oft strengere Regelungen (z. B. Wettbewerbsverbot, umfassendere Kontrolle) und sind länger. Eine NDA ist kürzer, fokussierter und für die Zusammenarbeit mit Externen geeignet. Sie ergänzen sich: Ein Angestellter unterschreibt den Arbeitsvertrag mit Geheimhaltungsklausel, ein Fachberater die NDA.

vs Vertrag mit allgemeinen Geschäftsbedingungen

Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB) regeln Verkauf, Lieferung und Haftung. Eine Geheimhaltungsvereinbarung fokussiert speziell auf den Umgang mit sensiblen Informationen. Eine NDA ist oft eine Ergänzung zu einem Beratungsvertrag und steht isoliert, um Informationen vor Missbrauch zu schützen. Beide sind notwendig, wenn ein Fachberater sowohl Dienstleistungen erbringt (AGB) als auch Geheimnisse kennenlernt (NDA).

vs Gewährleistungs- und Haftungsausschluss

Gewährleistungs- und Haftungsklauseln regeln, wer haftet, wenn etwas schiefgeht. Eine Geheimhaltungsvereinbarung regelt, wie Informationen behandelt werden und was passiert, wenn sie offengelegt werden. Beide können nebeneinander stehen: Eine NDA schützt Geheimnisse, während eine Haftungsklausel technische Fehler oder Mängel bei der Arbeit selbst adressiert.

vs Gegenseitige Geheimhaltungsvereinbarung (Mutual NDA)

Diese Vorlage schützt in erster Linie Ihr Unternehmen vor Offenlegung durch den Fachberater. Eine gegenseitige NDA schützt beide Seiten, wenn beide vertrauliche Informationen austauschen (z. B. Klient teilt Geschäftsplan, Berater teilt Methodik oder Geschäftsmodell). Wählen Sie diese Vorlage, wenn nur Ihr Unternehmen schützenswerte Daten hat; wählen Sie eine gegenseitige NDA, wenn beide Seiten sensible Informationen preisgeben.

Branchenspezifische Hinweise

Softwareentwicklung und IT-Services

Programmierer und Tech-Berater brauchen oft Zugriff auf Quellcode, Systemarchitekturen und Cloud-Infrastruktur.

Unternehmensberatung und Management Consulting

Berater kennen Geschäftsmodelle, Finanzprognosen, Organisationsstrukturen und strategische Pläne, die streng vertraulich sind.

Medizin und Pharmazie

Externe Fachleute arbeiten oft mit Patientendaten, Forschungsergebnissen oder proprietären Wirkstoffen, die hochgradig reguliert sind.

Finanzdienstleistungen und Banking

Externen Auditoren und Finanzberatern müssen Kundendaten, Portfolios und Geschäftsberichte anvertraut werden.

Produktion und Handwerk

Externe Techniker und Konstrukteure haben Einsicht in Designs, Fertigungsprozesse und Rohstoffzusammensetzungen.

Kreativwirtschaft und Design

Freiberufliche Designer, Fotografen und Kreative arbeiten mit unveröffentlichten Kampagnen, Markenrichtlinien und Entwürfen.

Hinweise zur Rechtsprechung

In Deutschland regelt das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) den Schutz von Betriebsgeheimnissen. Eine unterzeichnete Geheimhaltungsvereinbarung wird von deutschen Gerichten durchgesetzt, sofern die Definition konkret genug ist. Bestätigen Sie, dass Ihre Vorlage nach deutschem Recht ausgelegt wird und in Ihrem Bundesland gültig ist.

Österreich folgt einem ähnlichen System wie Deutschland. Beachten Sie, dass österreichische Gerichte das Recht auf freie Berufsausübung berücksichtigen — zu restriktive Klauseln könnten angefochten werden. Die Registrierung des Fachberaters sollte nach österreichischem Recht überprüft werden.

In der Schweiz wird eine Geheimhaltungsvereinbarung auf Basis des Obligationenrechts (OR) durchgesetzt. Schweizer Gerichte akzeptieren Geheimhaltungsklauseln, solange sie nicht den Wettbewerb übermäßig einschränken. Beachten Sie auch kantonale Besonderheiten und konsultieren Sie im Zweifelsfall einen Schweizer Anwalt.

Vorlage oder Anwalt — was passt?

WegAm besten fürKostenZeit
Vorlage verwendenKleinere Projekte mit externen Fachleuten, bei denen Sie schnell eine NDA brauchen und die Risiken überschaubar sind (z. B. eintägiger Workshop mit Consultant).€ 0 (Vorlage) + Ihre Zeit zum Ausfüllen (ca. 30 Minuten)Bis zu 1 Stunde — Vorlage herunterladen, Daten eintragen, Unterzeichnung
Vorlage + RechtsprüfungMittlere Projekte oder regelmäßige Zusammenarbeit mit Fachberatern, wo Sie die Vorlage von einem Anwalt prüfen lassen möchten, aber keine komplett neue Vereinbarung brauchen.€ 200–400 (Anwalt-Prüfung) + € 0 (Vorlage)3–5 Tage (1–2 Tage Anwalt, 1–2 Tage Kommunikation mit Fachberater)
MaßgeschneidertHochsensible oder langfristige Partnerschaften, internationale Zusammenarbeit, regulierte Industrien (Pharma, Finanzen, Medizin) oder wenn der Fachberater von einer gegenseitigen NDA oder sehr spezifischen Bedingungen ausgeht.€ 800–2.000 (Anwalt entwirft Vertrag nach Maß)1–3 Wochen (Beratung, Entwurf, Überarbeitungen, Unterzeichnung)

Glossar

Geschützte Informationen
Alle vertraulichen Daten, Systeme, Quellcodes, Aufzeichnungen und geschäftskritischen Materialien, die der Fachberater während seiner Tätigkeit erfährt.
Fachberater
Eine Einzelperson oder ein Unternehmen, das von außen als Consultant, Coach oder technischer Experte für Ihr Unternehmen tätig ist.
Beratungspersonal
Mitarbeiter, Vertreter oder Vertragspartner des Fachberaters, denen dieser Zugriff auf vertrauliche Informationen gewähren muss.
Vertraulichkeitspflicht
Die rechtliche Verpflichtung, geschützte Informationen nicht ohne Erlaubnis an Dritte weiterzugeben oder zu nutzen.
Geheimhaltungsvereinbarung (NDA)
Rechtlicher Vertrag, der festlegt, wie beide Parteien mit sensiblen Geschäftsinformationen umgehen und diese schützen müssen.
Beendigung des Vertrags
Der Moment, in dem die vertragliche Zusammenarbeit zwischen Fachberater und Unternehmen endet und alle Informationen zurückgegeben werden müssen.
Urheber- oder Eigentumsrechtliche Hinweise
Schriftliche Markierungen auf Kopien, die kennzeichnen, dass das Material urheberrechtlich oder anderweitig geschützt ist.
Angemessene Sorgfalt
Der Standard, nach dem der Fachberater die gleiche Sorgfalt beim Schutz Ihrer Geheimnisse aufwenden muss wie bei seinen eigenen.

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