1
Konsultieren Sie vor Beginn einen Anwalt
Holen Sie sich rechtliche Beratung ein, bevor Sie die Untersuchung durchführen oder den Zeugen befragen. Dies stellt sicher, dass Ihre Methode und Dokumentation rechtlich solide sind.
💡 Nutzen Sie die Work-Product Privilege durch frühzeitige Anwaltsberatung.
2
Füllen Sie die Zeugendaten vollständig aus
Tragen Sie Name, Titel, Abteilung, Kontaktdaten und Beschäftigungsdauer ein. Dies stellt sicher, dass die Identität des Zeugen klar ist.
💡 Verfassen Sie das Formular, während der Zeuge noch bei Ihrem Unternehmen angestellt ist.
3
Dokumentieren Sie die Hintergrundinformation
Beschreiben Sie die beschuldigte Person, den beschwerdenden Mitarbeiter und andere relevante Zeugen. Vermeiden Sie Wertungen; bleiben Sie sachlich.
💡 Notieren Sie berufliche Beziehungen, nicht persönliche Urteile.
4
Erfassen Sie zeitliche und örtliche Details
Geben Sie exaktes Datum, Uhrzeit und Ort an. Diese Angaben sind für die Glaubwürdigkeit und gerichtliche Verwertbarkeit entscheidend.
💡 Fragen Sie nach so genauen Zeiten wie möglich, auch wenn der Zeuge nur ungefähre Angaben hat.
5
Notieren Sie die detaillierte Schilderung
Lassen Sie den Zeugen seine Wahrnehmung so genau wie möglich beschreiben — was er gesehen, gehört, gerochen oder gespürt hat. Verwenden Sie seine eigenen Worte.
💡 Schreiben Sie die Aussage in der Ich-Form auf; vermeiden Sie Interpretationen.
6
Unterbrechen Sie, um Dokumente und Zeugen zu erfassen
Notieren Sie alle E-Mails, Nachrichten, Fotos oder andere Gegenstände, auf die sich die Aussage bezieht. Nennen Sie auch Namen weiterer Zeugen.
💡 Fragen Sie aktiv nach Dokumenten, die der Zeuge nicht spontan erwähnt hat.
7
Sichern Sie die eidesstattliche Erklärung
Der Zeuge unterschreibt die eidesstattliche Erklärung. Erläutern Sie die rechtliche Bedeutung und Konsequenz von Falschaussagen.
💡 Erwägen Sie, die Unterschrift notariell beglaubigen zu lassen, besonders bei potenziellen Rechtsstreitigkeiten.
8
Archivieren Sie das Formular in der Arbeitsergebnisdatei
Bewahren Sie das unterzeichnete Formular in einer separaten, als vertraulich gekennzeichneten Datei auf — nicht in der Personalakte des Mitarbeiters. Leiten Sie es später an Ihre Anwälte weiter, falls erforderlich.
💡 Kennzeichnen Sie die Datei deutlich mit 'VERTRAULICH' und Arbeitsprodukt-Schutznotiz.