Bedingter Kaufvertrag

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FreiBedingter Kaufvertrag

Auf einen Blick

Was es ist
Ein bedingter Kaufvertrag ist eine rechtliche Vereinbarung zwischen Verkäufer und Käufer, die an bestimmte Bedingungen geknüpft ist. Die Vorlage steht als kostenloser Word-Download zur Verfügung und kann online bearbeitet oder als PDF exportiert werden.
Wann Sie es brauchen
Sie brauchen dieses Dokument, wenn Sie Waren verkaufen oder kaufen, deren Kaufabschluss von Bedingungen abhängig ist — etwa von Finanzierung, Inspektionen oder Genehmigungen. Der Vertrag schützt beide Parteien durch klare Regelungen.
Was enthalten ist
Das Dokument enthält Identifikationsdaten beider Parteien, eine detaillierte Warenbeschreibung, Preisaufschlüsselung (Grundpreis, Steuern, Gebühren, Versicherung), Anzahlung und finanzierte Beträge sowie Zinssätze für Finanzierungsszenarien.

Was ist eine Vorlage „Bedingter Kaufvertrag"?

Ein bedingter Kaufvertrag ist eine rechtliche Vereinbarung zwischen Verkäufer und Käufer, deren Gültigkeit oder Erfüllung an bestimmte, im Voraus definierten Bedingungen gebunden ist. Diese Vorlage steht als kostenloser Word-Download zur Verfügung und kann online bearbeitet oder in verschiedene Formate (PDF, Google Docs) exportiert werden. Der Vertrag regelt den Kauf von Waren, einschließlich Preis, Zahlungsbedingungen, Finanzierungsoptionen, Lieferbedingungen und eventueller Inspektionen oder Genehmigungen, deren Erfüllung den Vertragsabschluss beeinflusst.

Die Vorlage enthält vorbereitete Felder für beide Parteien, eine detaillierte Warenbeschreibung, eine transparente Preisaufschlüsselung (Nettopreis, Steuern, Gebühren, Versicherung, Anzahlung) sowie Regelungen für Kreditfinanzierung mit Zinssätzen. Sie können die Vorlage einfach mit Ihren spezifischen Daten ausfüllen, ohne Klauseln neu verfassen zu müssen.

Warum Sie dieses Dokument brauchen

Ein bedingter Kaufvertrag schützt beide Parteien rechtlich und verringert das Risiko von Missverständnissen und Zahlungsausfällen. Ohne ein klares, schriftliches Dokument können Streitigkeiten entstehen über die vereinbarte Ware, den Preis, Zahlungsbedingungen oder die Erfüllung von Bedingungen wie Finanzierungsgenehmigung oder Warenkontrolle. Ein gut strukturierter Vertrag sichert Ihre Rechtsposition ab, dokumentiert gegenseitige Verpflichtungen und ermöglicht die Durchsetzung Ihrer Ansprüche im Streitfall.

Besonders wichtig ist ein bedingter Kaufvertrag, wenn Finanzierung involviert ist, da dieser aufzeigt, wann und wie der Käufer zahlt und welche Zinsen oder Gebühren anfallen. Die Vorlage spart Zeit und reduziert das Risiko rechtlicher Fehler, die teuer werden können. Sie geben dem Käufer Vertrauen durch Transparenz und schützen sich selbst durch klare Regelungen für den Fall, dass der Käufer zahlungsunfähig wird oder von seinem Rücktrittsrecht Gebrauch macht.

Welche Variante passt zu Ihrer Situation?

Wenn Ihre Situation ist…Diese Vorlage verwenden
Einfacher Waren-Verkauf mit üblichen Zahlungs- und LieferbedingungenBedingter Kaufvertrag – Standard
Käufer benötigt Kreditfinanzierung mit Zinsen und LaufzeitKaufvertrag mit Finanzierung
Verkauf unter Vorbehalt einer Warenkontrolle oder GütebewertungKaufvertrag mit Inspektionsbedingung
Käufer erhält Rückgaberecht unter definierten BedingungenKaufvertrag mit Rücktrittsrecht
Verkauf zwischen Unternehmen mit erweiterten GeschäftsbedingungenB2B-Kaufvertrag
Spezialisiert für KfZ-Verkauf mit Zulassung und TÜV-KlauselnFahrzeugkaufvertrag

Häufige Fehler vermeiden

❌ Vage oder unvollständige Warenbeschreibung

Warum es wichtig ist: Der Käufer kann später behaupten, dass die gelieferte Ware nicht der Vereinbarung entspricht, und Rückgabe oder Preisminderung fordern.

Fix: Beschreiben Sie die Ware konkret mit Menge, Modell, Farbe, Zustand und ggf. Seriennummer.

❌ Fehlende oder falsche Preisaufschlüsselung

Warum es wichtig ist: Unstimmigkeiten über den tatsächlich fälligen Betrag führen zu Zahlungsverzögerungen, Streitigkeiten und möglichen Vertragsanfechtungen.

Fix: Listen Sie alle Kostenkomponenten (Nettobetrag, Steuern, Gebühren, Versicherung) separat auf und berechnen Sie den Gesamtpreis eindeutig.

❌ Unklare oder fehlende Zahlungsbedingungen

Warum es wichtig ist: Der Käufer weiß nicht, wann und wie er zahlen soll, was zu Verzögerungen, Zahlungsausfällen und Disputes führt.

Fix: Definieren Sie klar: Zahlungsart (Überweisung, Scheck, EC), Zahlungsziel (z. B. innerhalb von 14 Tagen nach Rechnung), Ratenpläne und Kontoverbindung.

❌ Mangelnde Definition der Erfüllungsbedingungen

Warum es wichtig ist: Streitigkeiten entstehen darüber, ob und wann der Vertrag verbindlich wird, oder ob eine Partei ihre Pflichten erfüllt hat.

Fix: Beschreiben Sie die Bedingung präzise (z. B. ‚Kreditgenehmigung durch [BANK] bis [DATUM]') und definieren Sie, wer die Bedingung überprüft und bestätigt.

❌ Verzicht auf rechtliche Prüfung komplexer Finanzierungsszenarien

Warum es wichtig ist: Abweichungen von Verbraucherkreditgesetzen oder Widerrufsrechten können zu hohen Geldstrafen und Reputationsschaden führen.

Fix: Lassen Sie den Vertrag vor Unterzeichnung von einem Anwalt überprüfen, insbesondere wenn der Käufer Kreditfinanzierung benötigt.

❌ Keine Regelung des Übernahme- und Inspektionsprozesses

Warum es wichtig ist: Unklar bleibt, ab wann der Käufer für die Ware verantwortlich ist, was zu Streitigkeiten über Transportschäden und Gewährleistung führt.

Fix: Legen Sie fest, wo und wann die Ware übergeben wird, dass der Käufer die Ware prüft und Mängel sofort meldet, und dass die Übernahme schriftlich bestätigt wird.

Die 10 wichtigsten Klauseln, erklärt

Parteienidentifikation

In einfacher Sprache: Klare Angabe von Name, Rechtsform und Sitz des Verkäufers und Käufers.

Beispielformulierung
[NAME IHRES UNTERNEHMENS], ein Unternehmen gegründet und bestehend unter den Gesetzen von [BUNDESLAND/STAAT], mit Hauptniederlassung in [VOLLSTÄNDIGE ADRESSE].

Häufiger Fehler: Unvollständige oder fehlerhafte Adressdaten führen zu Zustellungsproblemen und können den Vertrag anfechten.

Warenbeschreibung und -menge

In einfacher Sprache: Genaue Festlegung der zu verkaufenden Ware, einschließlich Menge, Art und ggf. Seriennummern.

Beispielformulierung
[BESCHREIBEN SIE DIE WAREN DETAILLIERT: z. B. 1 x Röhrenfernseher 55 Zoll, Modell XYZ123, Seriennummer 456789].

Häufiger Fehler: Zu vage Warenbeschreibungen führen zu Unstimmigkeiten über die tatsächlich gelieferte Ware und ermöglichen Rücktritt.

Grundpreis und Umsatzsteuer

In einfacher Sprache: Aufschlüsselung des Nettopreises und der anfallenden Mehrwertsteuer.

Beispielformulierung
Nettokaufpreis: € [BETRAG]. Umsatzsteuer (19 %): € [BETRAG]. Gesamtpreis ohne Finanzierung: € [BETRAG].

Häufiger Fehler: Verwechslung von Netto- und Bruttopreis oder falsche Steuerberechnung führt zu Streitigkeiten über den tatsächlich fälligen Betrag.

Zusatzkosten (Gebühren, Versicherung, Sonstiges)

In einfacher Sprache: Explizite Nennung aller zusätzlichen Kosten, die zum Gesamtpreis hinzukommen.

Beispielformulierung
Finanzierungsgebühr: € [BETRAG]. Versicherung (falls vorhanden): € [BETRAG]. Sonstige Aufwendungen: € [BETRAG].

Häufiger Fehler: Versteckte Kosten, die nachträglich addiert werden, führen zu Vertrauensverlust und rechtlichen Anfechtungen.

Anzahlung und Gutschriften

In einfacher Sprache: Festlegung des sofort fälligen Anzahlungsbetrags und Verrechnung etwaiger Gutschriften oder Rabatten.

Beispielformulierung
Anzahlung (fällig bei Unterzeichnung): € [BETRAG]. Gutschrift für [GRUND]: € [BETRAG]. Summe Gutschriften: € [BETRAG].

Häufiger Fehler: Unklare Anzahlungsbedingungen führen zu Zahlungsverzögerungen und erschweren die Geltendmachung von Ansprüchen.

Finanzierter Betrag und Zinssatz

In einfacher Sprache: Berechnung des kreditfinanzierten Anteils und Festlegung des jährlichen Zinssatzes.

Beispielformulierung
Finanzierter Betrag (Kaufpreis minus Anzahlung und Gutschriften): € [BETRAG]. Jährlicher Zinssatz: [%].

Häufiger Fehler: Fehlende oder unklar formulierte Zinssätze können zu Unstimmigkeiten über die tatsächliche Gesamtbelastung führen.

Erfüllungsbedingungen

In einfacher Sprache: Definition der Bedingungen, unter denen der Vertrag wirksam wird oder aufgelöst werden kann.

Beispielformulierung
Dieser Vertrag ist aufschiebend bedingt durch [BEDINGUNG, z. B. Genehmigung der Kreditvergabe durch [BANK/KREDITGEBER] bis zum [DATUM]].

Häufiger Fehler: Vage oder fehlende Bedingungen führen zu Streitigkeiten darüber, ob und wann der Vertrag bindend wird.

Lieferungs- und Übernahmebedingungen

In einfacher Sprache: Festlegung von Zeitpunkt, Ort und Verantwortlichkeiten für Lieferung und Übernahme der Ware.

Beispielformulierung
Die Ware wird vom Verkäufer am [DATUM] an [ORT] übergeben. Der Käufer prüft die Ware auf Mängel und bestätigt dies schriftlich.

Häufiger Fehler: Fehlende Übernahmeregelungen führen zu Unstimmigkeiten über Transportrisiko und Gewährleistungspflichten.

Zahlungsmodalitäten und Fälligkeit

In einfacher Sprache: Detaillierte Festlegung von Zahlungsarten, Zahlungsterminen und etwaigen Ratenplänen.

Beispielformulierung
Zahlung in [ANZAHL] Raten à € [BETRAG], fällig am [1. TAG JEDES MONATS/DATUM].

Häufiger Fehler: Unklar formulierte Zahlungsbedingungen führen zu Verzögerungen und Zahlungsausfällen.

Gewährleistung und Mängelhaftung

In einfacher Sprache: Regelung der Verkäuferhaftung für Mängel und der Gewährleistungsfrist.

Beispielformulierung
Der Verkäufer leistet Gewährleistung für Material- und Verarbeitungsfehler für die Dauer von [ZEITRAUM] ab Übergabe.

Häufiger Fehler: Zu kurze oder fehlende Gewährleistungsfristen führen zu Problemen bei später auftretenden Mängeln.

So füllen Sie sie aus

  1. 1

    Parteien eintragen

    Ersetzen Sie [NAME IHRES UNTERNEHMENS] durch den Namen Ihres Unternehmens und [NAME DES KÄUFERS] durch den Namen oder die Firma des Käufers. Tragen Sie auch Bundesland/Staat und vollständige Adressen ein.

    💡 Überprüfen Sie die Schreibweise von Namen und Adressen doppelt, um spätere Zustellungsprobleme zu vermeiden.

  2. 2

    Datum eintragen

    Geben Sie das Datum ein, an dem der Vertrag wirksam werden soll (meist der Unterzeichnungstag).

    💡 Verwenden Sie das Format [TT.MM.JJJJ], um Missverständnisse zu vermeiden.

  3. 3

    Ware beschreiben

    Ersetzen Sie [BESCHREIBEN] durch eine detaillierte Beschreibung der zu verkaufenden Ware, einschließlich Menge, Modell, Seriennummer und ggf. Zustand.

    💡 Je präziser die Warenbeschreibung, desto weniger Missverständnisse entstehen später.

  4. 4

    Preise berechnen

    Tragen Sie den Nettokaufpreis, die Umsatzsteuer (19 % oder 7 %), Finanzierungsgebühr, Versicherung und sonstige Aufwendungen ein. Der Kaufpreis insgesamt wird automatisch berechnet.

    💡 Kalkulieren Sie alle Kostenfaktoren ein und runden Sie auf ganze Euro, um Verwirrung zu vermeiden.

  5. 5

    Anzahlung und Gutschriften festlegen

    Geben Sie die vom Käufer sofort zu zahlende Anzahlung an. Addieren Sie Rabatten oder andere Gutschriften, um den finanzierten Betrag zu ermitteln.

    💡 Eine höhere Anzahlung reduziert Ihr Kreditrisiko und die Finanzierungskosten für den Käufer.

  6. 6

    Finanzierungsbedingungen festlegen

    Geben Sie den finanzierten Betrag, den jährlichen Zinssatz und ggf. die Laufzeit oder Ratenplan an. Dies ist besonders wichtig, wenn der Käufer Kreditfinanzierung nutzt.

    💡 Informieren Sie sich über die geltenden Obergrenzen für Kreditvergabe und Zinsätze in Ihrer Region.

  7. 7

    Bedingungen definieren

    Ersetzen Sie [BEDINGUNG] durch die konkreten Bedingungen, an die der Kaufvertrag geknüpft ist (z. B. Kreditgenehmigung, Warenkontrolle, Genehmigungen). Legen Sie Fristen fest, bis wann diese erfüllt sein müssen.

    💡 Aufschiebende Bedingungen schützen den Käufer vor voreiliger Zahlung; auflösende Bedingungen geben dem Käufer ein Rücktrittsrecht.

  8. 8

    Unterschriften einholen

    Beide Parteien müssen den Vertrag handschriftlich unterzeichnen. Für Unternehmen ist oft auch ein Firmenstempel erforderlich. Bewahren Sie eine Kopie für Ihre Unterlagen auf.

    💡 Signieren Sie vor Zeugen oder lassen Sie notariell beglaubigen, wenn hohe Summen oder komplexe Bedingungen involviert sind.

Häufig gestellte Fragen

Was ist der Unterschied zwischen einem bedingten und einem unbedingten Kaufvertrag?

Ein bedingter Kaufvertrag wird erst wirksam oder kann aufgelöst werden, wenn eine bestimmte Bedingung erfüllt oder nicht erfüllt ist. Ein unbedingter Kaufvertrag ist sofort bindend. Bedingte Verträge sind häufig bei Finanzierungsszenarien, Inspektionen oder Genehmigungen notwendig. Sie schützen den Käufer davor, zu zahlen, bevor alle Voraussetzungen erfüllt sind.

Wann sollte ich eine aufschiebende Bedingung verwenden?

Eine aufschiebende Bedingung ist sinnvoll, wenn der Kauf von einem zukünftigen Ereignis abhängig ist, das nicht garantiert ist. Beispiele: Kreditgenehmigung, bestandene Inspektion, behördliche Genehmigung. Der Vertrag wird erst verbindlich, wenn diese Bedingung erfüllt ist. Dadurch hat der Käufer Zeit, die Bedingung zu erfüllen, ohne bereits verpflichtet zu sein.

Welche Informationen muss ich über den Käufer eintragen?

Sie müssen den vollen Namen (oder den Namen der Firma), die Rechtsform, die vollständige Adresse und die Registrierungsnummer (falls Unternehmen) eintragen. Für natürliche Personen können Sie auch die Telefonnummer oder E-Mail-Adresse hinzufügen, um die Kontaktaufnahme zu erleichtern. Korrekte Angaben sind wichtig, um den Vertrag durchzusetzen und bei Zahlungsverzug den Käufer zu ermitteln.

Wie berechne ich die Umsatzsteuer korrekt?

In Deutschland beträgt die Umsatzsteuer normalerweise 19 % (für Bücher und Lebensmittel 7 %). Multiplizieren Sie den Nettobetrag mit 1,19 (oder 1,07). Beispiel: Nettobetrag € 100 × 1,19 = € 119 Bruttobetrag. Tragen Sie die Steuer separat auf, damit der Käufer sieht, was an den Staat geht. Überprüfen Sie, ob für Ihre Ware eine Steuerbefreiung oder einen reduzierten Satz gibt.

Kann ich den Vertrag digital unterschreiben?

Ja, digitale Signaturen sind in Deutschland rechtsgültig, sofern sie die Anforderungen des Signaturgesetzes erfüllen. Einfache E-Mail-Unterschriften genügen für viele Fälle, bieten aber weniger Rechtssicherheit als qualifizierte elektronische Signaturen. Für höhere Beträge oder komplexe Verträge empfiehlt sich eine notarielle Beurkundung oder die Nutzung eines zertifizierten Signaturanbieters.

Was sollte ich tun, wenn der Käufer die Bedingung nicht erfüllt?

Wenn die Bedingung innerhalb der festgelegten Frist nicht erfüllt wird, können Sie den Vertrag üblicherweise auflösen und erhalten die Anzahlung zurück (oder behalten sie je nach Vereinbarung). Setzen Sie den Käufer schriftlich in Verzug und geben Sie eine angemessene Nachfrist. Dokumentieren Sie alle Kommunikation. Konsultieren Sie einen Anwalt, wenn der Käufer nicht kooperiert oder Streitigkeiten entstehen.

Wie lange sollte die Gewährleistungsfrist sein?

In Deutschland beträgt die gesetzliche Gewährleistungsfrist zwei Jahre für Neuware und ein Jahr für Gebrauchtwaren. Sie können kürzere Fristen vereinbaren (aber nicht kürzer als ein Jahr für Neuware bei privaten Käufern). Längere Fristen bieten dem Käufer mehr Schutz und erhöhen sein Vertrauen, können aber auch Ihre Haftung erhöhen.

Sollte ich eine Anzahlung verlangen?

Ja, eine Anzahlung (üblicherweise 10–30 % des Kaufpreises) schützt Sie vor Zahlungsausfällen und zeigt dem Käufer Ernst. Sie können die Anzahlung als nicht erstattet festlegen, wenn der Käufer die Bedingung nicht erfüllt oder von sich aus zurücktritt. Eine höhere Anzahlung reduziert Ihr Risiko, kann aber den Käufer abschrecken.

Muss ich den Vertrag von einem Anwalt prüfen lassen?

Für einfache Verkäufe zwischen Privatpersonen ist eine Anwaltsprüfung nicht immer notwendig. Bei Unternehmenstransaktionen, hohen Beträgen oder komplexen Bedingungen ist eine rechtliche Prüfung dringend empfohlen. Ein Anwalt kann Risiken identifizieren und sicherstellen, dass der Vertrag durchsetzbar ist und alle rechtlichen Anforderungen erfüllt.

Im Vergleich zu Alternativen

vs Unbedingter Kaufvertrag

Ein unbedingter Kaufvertrag ist sofort bindend und verpflichtet beide Parteien zur sofortigen Erfüllung. Ein bedingter Kaufvertrag hingegen wird erst wirksam oder kann aufgelöst werden, wenn eine Bedingung erfüllt ist. Verwenden Sie bedingte Verträge, wenn Zeit für Inspektionen, Genehmigungen oder Finanzierung benötigt wird; unbedingte Verträge sind für schnelle, unkomplizierte Verkäufe geeignet.

vs Optionsvertrag

Ein Optionsvertrag gibt einer Partei das Recht, aber nicht die Pflicht, eine Ware zu kaufen. Ein bedingter Kaufvertrag ist eine gegenseitig bindende Vereinbarung, deren Wirksamkeit von Bedingungen abhängt. Optionsverträge sind sinnvoll, wenn der Käufer Zeit braucht, um zu entscheiden; bedingte Kaufverträge sind besser, wenn beide Parteien kaufen WOLLEN, aber bestimmte Voraussetzungen erfüllen müssen.

vs Maklervertrag

Ein Maklervertrag bestellt einen Vermittler, um Käufer und Verkäufer zusammenzubringen und den Kaufvertrag abzuwickeln. Ein bedingter Kaufvertrag ist das Dokument, das die Transaktion selbst regelt. Oft werden beide verwendet: Der Maklervertrag führt zum Abschluss eines bedingten Kaufvertrags, der dann die genauen Bedingungen und Zahlungsmodalitäten enthält.

vs Anzahlungsvertrag

Ein Anzahlungsvertrag regelt die Zahlung eines Vorschusses, ohne dass eine vollständige Kaufverpflichtung besteht. Ein bedingter Kaufvertrag ist ein vollständiger Kaufvertrag, bei dem die Anzahlung Bestandteil ist, aber auch alle anderen Bedingungen festgelegt sind. Ein Anzahlungsvertrag kann ein Schritt vor einem bedingten Kaufvertrag sein, oder die Anzahlung kann in den bedingten Vertrag integriert werden.

Branchenspezifische Hinweise

Einzelhandel

Bedingte Kaufverträge strukturieren Ratenzahlungen und Rückgaberechte für höherwertige Produkte wie Möbel oder Elektronik.

Automobilhandel

Fahrzeugverkäufe mit Inspektionen, Finanzierungen und Zulassungsbedingungen erfordern detaillierte Regelungen und Schutzbestimmungen.

Gebrauchtwarenbörsen

Verkauf gebrauchter Waren unter Gewährleistungsbedingungen und Rückgaberecht innerhalb einer Frist schützt Käufer und Verkäufer.

B2B-Großhandel

Lieferungen an Unternehmen mit aufgeschobenen Zahlungszielen und Inspektionsbedingungen minimieren Zahlungsausfallrisiken.

Immobilienhandel

Verkauf von Immobilien oder Immobilienbauteilen mit Finanzierungs- und Inspektionsbedingungen erfordert besondere rechtliche Vorsicht.

Antikhandel und Kunsthandel

Bedingte Verträge mit Authentizitätsprüfung und Inspektionsklauseln schützen Käufer vor Fälschungen und Mängeln.

Hinweise zur Rechtsprechung

In Deutschland wird dieser Vertrag nach dem Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) ausgelegt, insbesondere die §§ 433–480 (Kaufvertrag) und §§ 158–163 (Bedingungen). Bei Verbraucherkrediten gelten zusätzlich die Bestimmungen des Verbraucherkreditgesetzes (VerkrG).

In Österreich regelt das Allgemeine Bürgerliche Gesetzbuch (ABGB) den Kaufvertrag (§§ 1053–1084). Bedingte Verträge werden nach §§ 867–896 ABGB geregelt. Die Umsatzsteuer beträgt 20 % (oder 10 %/13 % für bestimmte Waren).

In der Schweiz wird der Kaufvertrag im Obligationenrecht (OR Art. 184–214) geregelt. Bedingte Verträge folgen den allgemeinen Bedingungsregeln (OR Art. 20–22). Die Mehrwertsteuer beträgt 8,1 % (oder 2,5 %/3,7 % für bestimmte Waren).

Vorlage oder Anwalt — was passt?

WegAm besten fürKostenZeit
Vorlage verwendenUnkomplizierte Waren-Verkäufe zwischen vertrauten Parteien mit geringen Beträgen und einfachen Bedingungen.€ 0–30 (Vorlage nur)2–3 Stunden zum Ausfüllen und Unterzeichnen
Vorlage + RechtsprüfungMittlere Transaktionen (€ 1.000–10.000) mit Finanzierungsbeteiligung, bei denen rechtliche Absicherung wichtig ist, aber keine Sonder verhandlungen anstehen.€ 30–150 (Vorlage + € 100–500 für Anwaltsprüfung)3–5 Tage (Ausfüllen + Anwalt-Feedback + Überarbeitung)
MaßgeschneidertKomplexe oder hochwertige Transaktionen (€ 10.000+), mit vielen speziellen Bedingungen, B2B-Geschäften oder wenn Unsicherheiten über Rechtsmittel bestehen.€ 500–2.000+ (maßgeschneiderter Vertrag vom Anwalt)1–3 Wochen (Anwalts-Briefing, Vertragsentwurf, Verhandlungen, Finalisierung)

Glossar

Bedingung
Eine Vereinbarung, deren Gültigkeit von einem zukünftigen, unsicheren Ereignis abhängig ist.
Aufschiebende Bedingung
Der Kaufvertrag wird erst wirksam, wenn die Bedingung erfüllt ist (z. B. Kreditgenehmigung).
Auflösende Bedingung
Der Kaufvertrag kann rückgängig gemacht werden, falls die Bedingung eintritt.
Anzahlung
Teilzahlung beim Vertragsabschluss, wobei der Rest später gezahlt wird.
Kaufpreis
Der Gesamtbetrag, den der Käufer für die Ware zu zahlen hat.
Finanzierungsgebühr
Zusätzliche Kosten, die entstehen, wenn der Käufer Kreditfinanzierung nutzt.
Umsatzsteuer
Mehrwertsteuer, die auf den Kaufpreis addiert wird (in Deutschland 19 % oder 7 %).
Finanzierter Betrag
Der Kaufpreis minus Anzahlung, der durch ein Darlehen finanziert wird.
Jahrzinssatz
Der prozentuale Zinssatz, der pro Jahr auf den finanzierten Betrag erhoben wird.
Gutschrift
Ein Rabatt oder eine Anrechnung, die den Kaufpreis verringert.

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