Eidesstattliche Erklärung der Nichtexistenz von Pfandrechten

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FreiEidesstattliche Erklärung der Nichtexistenz von Pfandrechten

Auf einen Blick

Was es ist
Die eidesstattliche Erklärung der Nichtexistenz von Pfandrechten ist eine formale Versicherung an Eides statt, dass eine Person oder ein Unternehmen Eigentümer eines Vermögensgegenstandes ist und keine Pfandrechte, Hypotheken oder anderen Sicherungsrechte auf diesem Eigentum lasten. Sie erhalten diese Vorlage als kostenloser Word-Download, den Sie einfach mit Ihren Daten ausfüllen und als PDF exportieren können.
Wann Sie es brauchen
Diese Erklärung wird typischerweise benötigt, wenn Sie eine Immobilie, ein Fahrzeug oder ein anderes wertvolles Unternehmensgut verkaufen oder als Sicherheit verpfänden möchten. Käufer, Gläubiger oder Finanzinstitutionen verlangen sie häufig, um sicherzustellen, dass das angebotene Eigentum frei von Belastungen ist und vollständig zum Verkauf oder zur Verpfändung bereitsteht.
Was enthalten ist
Das Dokument enthält eine formale Präambel mit Angaben der beteiligten Parteien, eine rechtliche Versicherung der Eigentumsfreiheit und spezifische Darlegungen zur Nichtexistenz von Pfandrechten, Arbeitnehmerpfandrechten und nicht registrierten Sicherungsrechten. Es ist strukturiert für die notarielle Beurkundung und erfüllt die Anforderungen an eidesstattliche Erklärungen im deutschen Rechtssystem.

Was ist eine Eidesstattliche Erklärung der Nichtexistenz von Pfandrechten?

Die eidesstattliche Erklärung der Nichtexistenz von Pfandrechten ist eine formale, unter Strafandrohung abgegebene Versicherung, mit der der Eigentümer eines Vermögensgegenstandes (Immobilie, Fahrzeug, Betriebsvermögen) erklärt, dass dieser frei von Belastungen, Hypotheken, Handwerkerpfandrechten und anderen Sicherungsrechten ist. Sie dient als Nachweis der Eigentumsfreiheit und schützt den Käufer oder Gläubiger vor versteckten Schulden oder Forderungen. Diese Vorlage erhalten Sie als kostenloser Word-Download, den Sie mit Ihren Daten ausfüllen, als PDF exportieren und — falls erforderlich — notariell beglaubigen lassen können.

Warum Sie dieses Dokument brauchen

Beim Verkauf von Immobilien, Fahrzeugen oder Betriebsvermögen verlangt der Käufer oder die Finanzierungsbank regelmäßig eine eidesstattliche Erklärung, um zu versichern, dass das Objekt nicht mit Schulden, Hypotheken oder Handwerkerpfandrechten belastet ist. Ohne diese Erklärung können Transaktionen verzögert oder abgelehnt werden. Darüber hinaus haften Sie als Eidleistender strafrechtlich und zivilrechtlich, wenn Sie falsch schwören — weshalb sorgfältige Recherche und wahrheitsgetreue Aussage essentiell sind. Dieses Dokument schafft Rechtssicherheit für beide Seiten und ist ein Standard-Nachweis bei größeren Vermögenstransaktionen.

Welche Variante passt zu Ihrer Situation?

Wenn Ihre Situation ist…Diese Vorlage verwenden
Wenn Sie ein Grundstück oder eine Immobilie als pfandfrei bescheinigen möchtenEidesstattliche Erklärung für Immobilieneigentum
Für Verkauf oder Verpfändung von Kraftfahrzeugen ohne registrierte LastenEidesstattliche Erklärung für Fahrzeugeigentum
Bei Verkauf oder Finanzierung von Unternehmenseigentum und MaschinenEidesstattliche Erklärung für Betriebsvermögen
Zusätzliche Versicherung, dass die Partei nicht insolvenz- oder konkursreif istEidesstattliche Erklärung mit Konkursausschluss
Bestätigung, dass keine eingebauten Materialien unbezahlt sindEidesstattliche Erklärung für Materiallieferungen
Wenn mehrere Eigentümer oder Eidleistende beteiligt sindMehrparteien-Eidesstattliche Erklärung

Häufige Fehler vermeiden

❌ Unvollständige oder ungenaue Beschreibung des Eigentums

Warum es wichtig ist: Der Käufer oder Gläubiger kann die Erklärung nicht auf das richtige Objekt beziehen, was zu Transaktionsverzögerungen oder Nichtanerkennung der Erklärung führt.

Fix: Besorgen Sie sich amtliche Dokumente (Grundbuch, Fahrzeugschein, Kaufvertrag) und kopieren Sie die dort angegebene rechtliche Beschreibung.

❌ Falsche Angabe hinsichtlich Insolvenzstatus ohne Registereintrag-Überprüfung

Warum es wichtig ist: Dies ist eine strafbare Falschaussage unter Eid, die zu Geldstrafen oder Freiheitsstrafe führt.

Fix: Überprüfen Sie das Insolvenzregister beim Amtsgericht online oder telefonisch, bevor Sie die Erklärung unterzeichnen.

❌ Übersehen von nicht eingetragenen Pfandrechten oder Arbeitnehmerpfandrechten

Warum es wichtig ist: Diese Pfandrechte sind trotz mangelnder Eintragung rechtsgültig und können von Handwerkern oder Lieferanten geltend gemacht werden, was zu Haftung des Eidleistenden führt.

Fix: Fragen Sie aktiv alle Handwerker, Zulieferer und Dienstleister, die in der letzten Zeit tätig waren, ob noch offene Rechnungen bestehen.

❌ Unterzeichnung ohne Bevollmächtigung oder fehlendem Geschäftsführer-Status

Warum es wichtig ist: Die Erklärung ist rechtlich ungültig, wenn der Unterzeichner nicht befugt ist, sie im Namen des Unternehmens abzugeben.

Fix: Verifizieren Sie im Handelsregister oder Unternehmensregister, dass die Person als Geschäftsführer, Inhaber oder bevollmächtigter Vertreter eingetragen ist.

❌ Fehlende notarielle Beglaubigung bei erforderlicher Beurkundung

Warum es wichtig ist: Viele Käufer, Banken und Behörden akzeptieren nur notariell beglaubigte Ausfertigungen; Privatausfertigungen gelten nicht.

Fix: Fragen Sie den Käufer, die Bank oder Behörde im Voraus, ob notarielle Beglaubigung erforderlich ist, und beauftragen Sie einen Notar.

❌ Unterschrift ohne Ort, Datum oder Druckname

Warum es wichtig ist: Die Erklärung wird als unvollständig erachtet und ist vor Gericht oder als Nachweis nicht verwertbar.

Fix: Unterzeichnen Sie mit vollständiger Identifizierung: Handschrift-Unterschrift, Druckname, Datum und Ort der Unterzeichnung.

Die 8 wichtigsten Klauseln, erklärt

Parteienangabe und Definitionen

In einfacher Sprache: Identifizierung des erklärenden Unternehmens und des Eidleistenden mit vollständiger Adresse und juristischer Status.

Beispielformulierung
[NAME IHRES UNTERNEHMENS], ein Unternehmen, gegründet und bestehend unter den Gesetzen von [BUNDESLAND/STAAT], mit Hauptniederlassung in: [IHRE VOLLSTÄNDIGE ADRESSE]

Häufiger Fehler: Unvollständige oder ungenaue Adressangaben, die bei Notarsbeurkundung Verzögerungen verursachen.

Präambel und Position des Eidleistenden

In einfacher Sprache: Beschreibung der Rolle des Eidleistenden (z.B. Geschäftsführer, Eigentümer) im Hinblick auf das betroffene Unternehmen.

Beispielformulierung
Der Eidleistende ist der [TITEL] von [UNTERNEHMEN] und bevollmächtigt, diese Erklärung abzugeben.

Häufiger Fehler: Ungenaue oder fehlende Angabe der Bevollmächtigung oder Eigentümerzuständigkeit.

Beschreibung des Eigentums

In einfacher Sprache: Rechtliche und detaillierte Beschreibung des betroffenen Vermögensgegenstandes (Immobilie, Fahrzeug, Betriebsmittel).

Beispielformulierung
Das Eigentum ist wie folgt rechtlich beschrieben: [GESETZLICHE BESCHREIBUNG] und ist eingetragen unter [GRUNDBUCHNUMMER oder FAHRZEUGSCHEIN].

Häufiger Fehler: Zu vage oder unvollständige Beschreibung, die nicht eindeutig identifiziert, welches Gut gemeint ist.

Erklärung der Insolvenzfreiheit

In einfacher Sprache: Versicherung, dass das Unternehmen nicht in Konkurs, Insolvenz oder Neuordnung der Gläubiger ist.

Beispielformulierung
[UNTERNEHMEN] unterliegt keinem Konkurs-, Neuordnungs- oder Insolvenzverfahren und es sind keine solchen Verfahren angedroht oder geplant.

Häufiger Fehler: Formulierung einer Insolvenzfreiheit, ohne den aktuellen Status zu überprüfen (kann zu strafrechtlicher Verfolgung führen).

Erklärung der Eigentumsfreiheit

In einfacher Sprache: Versicherung, dass nur der Eidleistende (oder die namenlich genannten Parteien) Eigentümer des beschriebenen Vermögens sind.

Beispielformulierung
[UNTERNEHMEN] ist der alleinige Eigentümer des beschriebenen Eigentums, und es existiert keine andere Person oder Partei mit Eigentumsrechten oder Ansprüchen.

Häufiger Fehler: Falsche Angabe bei Mehrheitseigentum oder bei teilweise verpfändetem Vermögen.

Erklärung der Pfandrechtsfreiheit

In einfacher Sprache: Versicherung, dass keine registrierten oder nicht registrierten Pfandrechte auf dem Eigentum lasten.

Beispielformulierung
Es existieren keine Pfandrechte, Hypotheken oder sonstigen Sicherungsrechte, weder eingetragen noch nicht eingetragen, auf dem beschriebenen Eigentum.

Häufiger Fehler: Übersehen von nicht registrierten Pfandrechten (z.B. Handwerkerpfandrechte), die trotzdem rechtsgültig sein können.

Erklärung hinsichtlich Arbeitnehmerpfandrechten

In einfacher Sprache: Versicherung, dass keine Arbeiter-, Handwerker- oder Materiallieferantenpfandrechte auf dem Eigentum eingetragen sind.

Beispielformulierung
Es wurden keine Arbeiten durchgeführt und kein Material eingebaut, für das Bezahlung aussteht, und es bestehen keine Arbeitnehmerpfandrechte.

Häufiger Fehler: Falsche Erklärung bei Renovierungen oder Umbaumaßnahmen, bei denen Handwerker noch nicht vollständig bezahlt wurden.

Unterschrift und Datierung

In einfacher Sprache: Persönliche Unterzeichnung durch den Eidleistenden mit Angabe von Ort und Datum.

Beispielformulierung
[UNTERSCHRIFT DES EIDLEISTENDEN] [DRUCKNAME] [DATUM] [ORT]

Häufiger Fehler: Digitale Unterzeichnung ohne notarielle Beglaubigung oder fehlende Originalunterschrift bei erforderlicher Beurkundung.

So füllen Sie sie aus

  1. 1

    Genaue Identifizierung aller Parteien vornehmen

    Tragen Sie den vollständigen Namen, die Gründungsdaten und die vollständige Adresse Ihres Unternehmens sowie des Eidleistenden ein. Prüfen Sie, dass der Eidleistende bevollmächtigt ist, die Erklärung abzugeben (z.B. als Geschäftsführer, Inhaber oder bevollmächtigter Vertreter).

    💡 Besorgen Sie sich den aktuellen Handelsregistereintrag oder Unternehmensregister-Auszug für genaue Daten.

  2. 2

    Das Eigentum präzise rechtlich beschreiben

    Beschreiben Sie das betroffene Vermögen so genau wie möglich — für Immobilien mit Grundbuchnummer, Flurstück und Flur, für Fahrzeuge mit Fahrzeugschein-Daten, für Betriebsmittel mit Seriennummern und Kaufdatum.

    💡 Kopieren Sie die rechtliche Beschreibung aus dem Grundbuch, Fahrzeugschein oder Kaufvertrag, um Fehler zu vermeiden.

  3. 3

    Insolvenzstatus überprüfen

    Stellen Sie sicher, dass das Unternehmen tatsächlich nicht in Konkurs, Insolvenz oder Neuordnungsverfahren ist. Prüfen Sie das Insolvenzregister beim Amtsgericht und alle relevanten Verfahren.

    💡 Das falsche Schwören bezüglich Insolvenzfreiheit ist eine Straftat; überprüfen Sie alle öffentlichen Register.

  4. 4

    Eigentumsfreiheit und konkurrierende Ansprüche klären

    Verifizieren Sie, dass wirklich nur die genannten Parteien Eigentümer sind. Falls es mehrere Eigentümer gibt oder falls Teile bereits verpfändet sind, ändert sich die rechtliche Basis der Erklärung.

    💡 Konsultieren Sie einen Anwalt, wenn das Eigentum im Miteigentum oder mit Erbschaftsansprüchen belastet ist.

  5. 5

    Alle Pfandrechte prüfen — registrierte und unregistrierte

    Überprüfen Sie das Grundbuch oder Fahrzeugregister auf eingetragene Pfandrechte, Hypotheken und Sicherungsrechte. Achten Sie auch auf nicht registrierte Pfandrechte (Handwerkerpfandrechte, Materiallieferantenpfandrechte).

    💡 Fragen Sie Handwerker, Architekten und Lieferanten, ob noch offene Rechnungen für Leistungen am Eigentum existieren.

  6. 6

    Eidleistung durch den bevollmächtigten Unterzeichner vornehmen

    Der Eidleistende unterzeichnet das Dokument persönlich mit vollständigem Namen, Datum und Ort. Falls notarielle Beglaubigung erforderlich ist (z.B. bei Immobilien), erfolgt dies beim Notar.

    💡 Die Beurkundung bei einem Notar ist oft obligatorisch; prüfen Sie die Anforderungen mit dem Käufer oder Finanzinstitut.

  7. 7

    Abschließende Überprüfung und ggf. notarielle Beglaubigung

    Lesen Sie das Dokument nochmals vollständig durch. Kontaktieren Sie einen Notar, falls die Transaktionspartei eine beglaubigte Ausführung verlangt. Speichern und archivieren Sie eine Kopie für Ihre Unterlagen.

    💡 Halten Sie alle Nachweise (Grundbuchtitel, Fahrzeugscheine, Quittungen) bereit für eventuelle künftige Fragen zur Eigentumsfreiheit.

Häufig gestellte Fragen

Was ist der Unterschied zwischen einer eidesstattlichen Erklärung und einer notariellen Beglaubigung?

Eine eidesstattliche Erklärung ist eine unter Strafandrohung abgegebene Versicherung der Wahrheit, die der Eidleistende selbst unterzeichnet. Eine notarielle Beglaubigung ist eine zusätzliche Bestätigung durch einen Notar, dass die Unterschrift echt ist und dass der Eidleistende die Erklärung richtig verstanden hat. Für Immobilientransaktionen wird oft notarielle Beglaubigung verlangt, obwohl die eidesstattliche Erklärung selbst nicht notariell sein muss. Sie können die Erklärung privat unterschreiben und sie dann beim Notar beglaubigen lassen.

Kann ich die Erklärung digital unterzeichnen?

Eine digitale Signatur ist in vielen Fällen rechtlich gültig, aber nicht immer ausreichend. Für eidesstattliche Erklärungen wird oft die Originalunterschrift mit Tinte verlangt. Falls notarielle Beglaubigung erforderlich ist, müssen Sie in der Regel persönlich beim Notar erscheinen und dort unterschreiben. Klären Sie mit dem Käufer oder der Bank, ob digitale Signatur akzeptiert wird, bevor Sie unterzeichnen.

Was passiert, wenn ich falsch schwöre — beispielsweise über Pfandrechte, die ich übersehen habe?

Falsche eidesstattliche Erklärungen sind Straftatbestände und können zu Geldstrafen oder sogar Freiheitsstrafe führen. Falls Sie wider besseres Wissen falsch schwören, haftete Sie auch zivilrechtlich gegenüber dem Käufer oder Gläubiger. Es ist daher entscheidend, alle Informationen sorgfältig zu prüfen und bei Unsicherheiten einen Anwalt zu konsultieren.

Muss die Erklärung von mir persönlich unterzeichnet werden, oder kann ein Bevollmächtigter unterschreiben?

In der Regel muss der Eidleistende (die Person, auf deren Wissen die Erklärung basiert) persönlich unterzeichnen. Ein Bevollmächtigter kann nur unterzeichnen, wenn dieser ausdrücklich bevollmächtigt ist, eidesstattliche Erklärungen in Ihrem Namen abzugeben — dies ist selten und wird oft nicht akzeptiert. Für Unternehmensvertreter (z.B. Geschäftsführer) reicht die Unterschrift der bevollmächtigten Person, aber für private Vermögenserklärungen ist die persönliche Unterschrift des Eigentumsberechtigten erforderlich.

Wie lange ist eine eidesstattliche Erklärung gültig?

Es gibt formal keine Gültigkeitsfrist — eine eidesstattliche Erklärung ist eine Versicherung für den Moment ihrer Unterzeichnung. Allerdings verlangt die Transaktion oft nur eine aktuelle Erklärung (z.B. nicht älter als 3–6 Monate). Wenn sich die Umstände später ändern (z.B. neue Pfandrechte entstehen), ist die Erklärung nicht mehr korrekt. Klären Sie mit dem Käufer oder Gläubiger, wann die Erklärung abgegeben sein muss.

Reicht eine private Ausführung, oder brauche ich notarielle Beglaubigung?

Das hängt von der Transaktion ab. Für einfache Privatverkäufe reicht oft eine private Ausführung mit Originalunterschrift. Bei Immobilien, Bankdarlehen oder gewerblichen Transaktionen wird meist notarielle Beglaubigung verlangt. Fragen Sie den Käufer, Makler oder die Bank im Voraus, welche Form akzeptiert wird. Ein Notar kann das Dokument auch nachträglich beglaubigen, wenn Sie es bereits privat unterzeichnet haben.

Was sind nicht registrierte Pfandrechte und warum sind sie wichtig?

Nicht registrierte Pfandrechte sind Sicherungsrechte, die nicht im Grundbuch oder Fahrzeugregister eingetragen sind, aber dennoch rechtsgültig sind. Beispiele sind Handwerkerpfandrechte (für nicht bezahlte Arbeitsleistungen an Immobilien) oder Materiallieferantenpfandrechte. Diese können nach deutschem Recht geltend gemacht werden, auch wenn sie nicht eingetragen sind. Daher müssen Sie in Ihrer Erklärung aktiv recherchieren und alle Beteiligten (Handwerker, Lieferanten) fragen, ob noch Zahlungen ausstehen.

Was ist ein Arbeitnehmerpfandrecht und wann entsteht es?

Ein Arbeitnehmerpfandrecht entsteht durch geleistete Arbeit oder eingebautes Material, für das noch keine vollständige Bezahlung erfolgt ist. Der Handwerker oder Lieferant hat dann das Recht, die Immobilie oder das Objekt zu behalten oder zu verwerten, bis er bezahlt wird. Dieses Recht entsteht automatisch durch Gesetz — es braucht keine Eintragung. Falls Sie also eine Renovierung durchführen lassen und die Handwerker nicht vollständig bezahlen, haften Sie mit Ihrer eidesstattlichen Erklärung, wenn diese Pfandrechte später geltend gemacht werden.

Kann ich die Erklärung widerrufen, nachdem ich sie unterzeichnet habe?

Eine eidesstattliche Erklärung ist eine rechtlich bindende Versicherung. Sie können sie nicht einfach widerrufen, ohne rechtliche Konsequenzen. Falls sich die Umstände später ändern oder Sie einen Fehler entdecken, müssen Sie sofort eine berichtigende Erklärung abgeben und den Empfänger (Käufer, Bank, Behörde) informieren. Nicht offenbarte Änderungen oder bewusst falsche Schwuraussagen führen zu strafrechtlicher Verfolgung und zivilrechtlicher Haftung.

Im Vergleich zu Alternativen

vs Einfache Eigentumsbestätigung (nicht eidesstattlich)

Eine einfache Eigentumsbestätigung ist ein privatrechtliches Dokument ohne Eideszusatz und wird oft von Privatpersonen ausgefertigt. Sie hat keine rechtliche Bindung und keine Straffolgen bei falscher Aussage. Eine eidesstattliche Erklärung hingegen ist eine formale, unter Strafandrohung stehende Versicherung, die vor Gericht und gegenüber Behörden Beweiskraft hat. Bei wichtigen Transaktionen (Immobilien, Bankdarlehen) wird eine eidesstattliche Erklärung zwingend verlangt, während eine einfache Bestätigung oft nicht ausreichend ist.

vs Notarielle Beurkundung des Eigentums

Eine notarielle Beurkundung ist ein offizielles Verfahren durch einen Notar, bei dem der Eigentümer persönlich erscheint, sich identifiziert und vor dem Notar eine Versicherung abgibt. Der Notar beglaubigt die Echtheit der Unterschrift und des Inhalts. Eine eidesstattliche Erklärung kann privat unterzeichnet werden und ist weniger formal — sie wird oft im Anschluss beim Notar beglaubigt. Notarielle Beurkundung ist teurer, aber oft erforderlich bei Immobilien oder vor Behörden; die eidesstattliche Erklärung ist kostengünstiger und für viele Transaktionen ausreichend.

vs Beschaffenheitserklärung oder Zustandsbestätigung

Eine Beschaffenheitserklärung oder Zustandsbestätigung bezieht sich auf den technischen oder physischen Zustand eines Objekts (z.B. „kein Motorschaden", „keine versteckten Reparaturen"), während eine eidesstattliche Erklärung der Nichtexistenz von Pfandrechten sich auf die rechtliche Belastetheit konzentriert. Beide können kombiniert werden — beispielsweise kann ein Fahrzeugverkäufer sowohl eine Zustandsbestätigung (technischer Status) als auch eine eidesstattliche Erklärung (keine Pfandrechte) abgeben.

vs Verkaufsvertrag mit Eigentumsgarantie-Klausel

Ein Kaufvertrag mit Eigentumsgarantie-Klausel ist eine vertragliche Vereinbarung zwischen Käufer und Verkäufer, die Garantien zum Eigentumsstatus enthält. Eine eidesstattliche Erklärung ist eine separate, formale Versicherung unter Strafandrohung. Beide können nebeneinander existieren — der Kaufvertrag regelt wirtschaftliche Rechte und Pflichten, die eidesstattliche Erklärung bestätigt die rechtliche Reinheit des Objekts mit höherer Verbindlichkeit und Beweiskraft.

Branchenspezifische Hinweise

Immobilienwirtschaft und Maklerunternehmen

Makler und Verkäufer nutzen diese Erklärung zur Bestätigung von Eigentumsfreiheit bei Immobilientransaktionen — unverzichtbar für Käuferschutz und Finanzierungsgenehmigung.

Kreditinstitute und Finanzierung

Banken und Leasinggesellschaften fordern diese Erklärung als Sicherheitsvorkehrung, um Überbelastung von Sicherheiten auszuschließen und Kreditwürdigkeit zu validieren.

Unternehmensverkauf und M&A

Bei Verkauf von Betriebsvermögen, Fahrzeugen oder Maschinen bestätigt die Erklärung, dass keine versteckten Lasten oder Schulden auf den verkauften Assets lasten.

Notariatsbüros und Rechtsberatung

Notare und Rechtsanwälte nutzen diese Vorlage zur Dokumentation von Eigentumsfreiheit und Beurkundung von Immobilien- und Vermögenstransaktionen.

Kraftfahrzeughandel und Leasingwirtschaft

Autohändler und Leasinggesellschaften verlangen diese Erklärung zur Versicherung, dass Fahrzeuge frei von Motorschäden-Meldungen, Pfandrechten oder anderen Belastungen sind.

Insolvenzverwaltung und Gläubigerschutz

Insolvenzverwalter nutzen eidesstattliche Erklärungen zur rechtlichen Versicherung, dass Vermögensgegenstände frei von konkurrierenden Forderungen sind.

Hinweise zur Rechtsprechung

In Deutschland ist die eidesstattliche Erklärung der Nichtexistenz von Pfandrechten ein anerkanntes Beweismittel nach BGB (Bürgerliches Gesetzbuch) und wird bei Immobilienkäufen, Fahrzeugverkäufen und Kreditsicherungen routinemäßig verlangt. Notarielle Beglaubigung ist optional, wird aber bei Immobilien stark empfohlen.

In Österreich gelten ähnliche Prinzipien; die eidesstattliche Erklärung ist im ABGB (Allgemeines Bürgerliches Gesetzbuch) verankert. Notarielle Beurkundung ist bei Immobilien gesetzlich Pflicht. Konsultieren Sie einen österreichischen Notar oder Rechtsanwalt für die genaue Form.

Vorlage oder Anwalt — was passt?

WegAm besten fürKostenZeit
Vorlage verwendenEinfache Immobilien- oder Fahrzeugverkäufe ohne komplexe Lasten oder Mehrteiler-Eigentum.Kostenlos bis 20 EUR für Vorlagendownload und Notar-Beglaubigung.2–4 Stunden Vorbereitung, zzgl. Notarstermin (1–2 Tage bis Termin).
Vorlage + RechtsprüfungMittlere Transaktionen (Betriebsvermögen, mehrere Eigentümer) mit optionaler Anwaltsüberprüfung der Inhalte.50–200 EUR für Anwaltskonsultation plus Notar-Gebühren (ca. 100–300 EUR).1–2 Tage Anwaltsprüfung plus Notarstermin.
MaßgeschneidertKomplexe oder umstrittene Fälle (Insolvenzrisiko, Streit über Eigentumsanteile, versteckte Schulden) oder wenn Sie bereits unter rechtlicher Anklage stehen.500–2000 EUR für Anwaltshonorar, plus Notar.3–10 Tage für umfassende rechtliche Prüfung und Dokumentation.

Glossar

Eidesstattliche Erklärung
Eine unter Strafandrohung abgegebene formale Erklärung, die der Versicherung an Eides statt gleichgestellt ist und vor Gericht oder Notar abgegeben wird.
Pfandrecht
Ein dingliches Sicherungsrecht, das einem Gläubiger das Recht gibt, im Falle einer Zahlungsverpflichtung das verpfändete Vermögen zu verwerten.
Nichtexistenz
Das Fehlen oder die rechtlich bestätigte Abwesenheit von Belastungen, Rechten oder Forderungen auf einem Vermögensgegenstand.
Eidleistender
Die Person oder das Unternehmen, das eine eidesstattliche Erklärung abgibt und sich damit unter Strafandrohung verpflichtet.
Hypothek
Ein Sicherungsrecht des Gläubigers an einem Grundstück, das als Sicherheit für ein Darlehen eingetragen wird.
Arbeitnehmerpfandrecht
Ein gesetzlich anerkanntes Sicherungsrecht von Handwerkern oder Arbeitern an Objekten, an denen sie gearbeitet oder Material eingebaut haben.
Eigentumsfreiheit
Der Zustand, in dem ein Vermögensgegenstand keinen Belastungen unterliegt und der Eigentümer frei darüber verfügen kann.
Notar
Ein unabhängiger Beamter, der Erklärungen beurkundet und eidesstattliche Versicherungen beglaubigt.
Insolvenzverfahren
Rechtliches Verfahren bei Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung zur Regelung von Gläubigerforderungen.
Konkurs
Verfahren zur Abwicklung des Vermögens eines insolventen Unternehmens oder Einzelnen zum Ausgleich von Schulden.
Sicherungsrecht
Ein rechtlich anerkanntes Recht eines Gläubigers, sich durch Belastung von Vermögensgegenständen gegen Zahlungsausfallrisiko abzusichern.

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